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Start > > -> ALG 2-Verlängerungsantrag hübsch verpackt

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 08.09.2007, 14:07   #1
Marjandl
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Marjandl
Standard ALG 2-Verlängerungsantrag hübsch verpackt

Hallo liebe Forumsnutzer,

ich bin seit einigen Monaten eifriger Leser und habe hier schon viele gute Informationen bekommen (auch wenn ich selber anderen noch nicht helfen kann, steck noch nicht tief genug in der Materie Hartz4).

Kurz folgender Sachverhalt:
Ich bekomme seit Juni 2006 ALG 2. Meine Tochter (jetzt 21, beginnt 3. Lehrjahr), ist seit Nov. 2006 wieder in meine BG gerutscht; nach der Gesetzesänderung 2006 und nachdem ihr eigener Bewilligungszeitraum vorbei war. Also: gemeinsame BG von Nov. 2006 bis April 2007, dann ganz normal verlängert bis Okt. 2007.

Und nun - Post von heute:

... mit Bescheid vom 02.06.07 sind Ihnen und ggf. weiteren Personen Ihrer BG Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts bis einschließlich 31.10.07 bewilligt worden (stimmt so). Für eine weitere Bewilligung der Leistungen nach SGB 2 müssen die Anspruchsvoraussetzungen erneut geprüft werden.

Jetzt kommts:
Deshalb schlage ich Ihnen die Teilnahme an folgender Maßnahme vor:
Einstiegsqualifizierung SGB 2
Träger: ............
Dauer: bis zu 5 Einzel-Tagen
Melden Sie sich bitten am 10.10.07 um 8.30 Uhr beim .........

Beachten Sie dabei, dass im Rahmen dieser Maßnahme u.a. die Annahme Ihres Fortzahlungsantrages ALG 2 erfolgt. Bringen Sie bitte die vollständig ausgefüllten Formulare inklusive aller notwendigen Belege mit.
Am Ende der Maßnahme ist der Antrag beim ....... abzugeben. Während der Teilnahme an dieser Maßnahme wird Ihnen ALG 2 weitergewährt (wie großzügig) , denn - was hat der Antrag der Verlängerung mit dieser Maßnahme zu tun? Test meiner Willigkeit?

Fazit: Antragsabgabe so ca. am 16.10.07, Ende meines Bewilligungszeitraumes ist Ende Oktober - seit wann sind die ARGEN so schnell, in ca. 14 Tagen einen fast neuen Antrag zu bearbeiten, damit ich Ende Okt. das Geld für Nov. aufm Konto hab?

Jetzt meine 2 Fragen:

1. Ist es gängige Praxis der ARGEN, schon nach 1 Jahr ALG 2 für eine weitere Verlängerung so umfangreiche Unterlagen wie bei einer Erstbeantragung zu verlangen?

2. Was muss ich mir unter dieser Einstiegsqualifizierung vorstellen? Hab erst im Juni 2007 nen 11-monatigen 1-€-Job beendet, da wurden wir in Leerlaufzeiten mit Wissen über Recht, Gesetze etc. vollgestopft (für mich wars gut und nützlich).

Für Infos dazu wäre ich Euch dankbar

LG Marjandl
Marjandl ist offline  
Alt 08.09.2007, 15:38   #2
gelibeh
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Zitat:
1. Ist es gängige Praxis der ARGEN, schon nach 1 Jahr ALG 2 für eine weitere Verlängerung so umfangreiche Unterlagen wie bei einer Erstbeantragung zu verlangen?
Nein, ist es nicht. Ich bekomme den Folgeantrag per Post zugesandt(ca. 6 Wochen vorher). Kreuze dann an "keine Änderungen"(wenn es denn so ist) und schicke den per Post zurück. Ohne irgendwelche Unterlagen beizufügen.
Das man das mit einer Maßnahme verknüpft, hab ich noch nie gehört. Kann mir auch nicht vorstellen, dass man den nicht auch per Post schicken kann.
Vielleicht weiß ja jemand noch mehr.

Und ich würde meine Unterlagen nicht irgendwelchen Maßnahmeträger zeigen.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline  
Alt 08.09.2007, 16:02   #3
Arwen
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Hallo Marjandl,

ich habe genau wie Gelibeh auch noch nicht davon gehört, dass im Rahmen einer Maßnahme der Fortzahlungsantrag ...

Ich rate Dir aber, Dir den Antrag jetzt auszudrucken, auszufüllen und einzureichen - persönlich mit Eingangsstempel oder per Einschreiben/Rückschein. So mache ich es immer, also 6 bis 8 Wochen vor Ende des Bewilligungsabschnitts - die verschickten Anträge kommen entweder überhaupt nicht oder wenn, dann viel zu spät an. Du bist ja selbst skeptisch, dass die verbleibende Zeit zur Bearbeitung ausreicht und Dein Misstrauen ist hier in meinen Augen nicht überzogen.

Gruß von Arwen
__



Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell
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Alt 08.09.2007, 18:19   #4
Marjandl
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Danke für die Antworten, werde am Montag gleich anrufen und einen Termin für die Abgabe der Unterlagen in ca. 14 Tagen machen, damit mein Vermieter den Zettel KdU auch noch ausfüllen kann, der braucht immer ne Weile. Und, es stimmt schon, was geht den Bildungsträger mein Antrag an? Bei Unklarheiten, und die gibts meistens, kann der mir eh nicht helfen.

Aber noch die 2. Frage: was soll "Einstiegsqualifizierung SGB 2" sein?

LG Marjandl
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Alt 08.09.2007, 18:24   #5
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Zitat von Marjandl Beitrag anzeigen
Danke für die Antworten, werde am Montag gleich anrufen und einen Termin für die Abgabe der Unterlagen in ca. 14 Tagen machen, damit mein Vermieter den Zettel KdU auch noch ausfüllen kann, der braucht immer ne Weile. Und, es stimmt schon, was geht den Bildungsträger mein Antrag an? Bei Unklarheiten, und die gibts meistens, kann der mir eh nicht helfen.

Aber noch die 2. Frage: was soll "Einstiegsqualifizierung SGB 2" sein?

LG Marjandl
Öhm... also beim Fortzahlungsantrag musst Du vom Vermieter nichts ausfüllen lassen. Ich kreuze immer nur "keine Änderung" an ... wenn sich nichts geändert hat, versteht sich ...

Ich würde den Antrag auch nicht persönlich abgeben - nachher kommen die wieder auf diese Maßnahmesache zu sprechen und lehnen ihn ab ... ??!!?!! Unten an der Info wie gesagt gegen Eingangsstempel oder per Post (nachweisbar). Dann kannst Du am Tag der "wie fülle ich meinen Fortzahlungsantrag aus-Maßnahme" sagen, dass Du ihn bereits abgegeben hast, Ende.


Zitat:
Bei Unklarheiten, und die gibts meistens, kann der mir eh nicht helfen.
Unklarheiten? Eigentlich doch nicht ... oder hat sich etwas Grundsätzliches bei Dir geändert zum letzten Bewilligungsabschnitt?
__



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Alt 08.09.2007, 18:27   #6
Arwen
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http://www.erwerbslosenforum.de/comp...t_view/gid,19/

Ich meine den dritten Antrag von oben
__



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Alt 08.09.2007, 18:44   #7
Marjandl
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Hm Arwen, Du hast ja so recht! Es ist ein Fortzahlungsantrag, wo ich "keine Änderung" ankreuzen kann. Der ganze Teil des Anhanges ist wohl nur dann relevant, wenn es Änderungen gäbe, um diese zu belegen. Aber Änderungen hab ich zwischendurch schon immer schriftlich bekannt gegeben, also kein Thema. Ich werde es so machen wie Du schrebst, einfach Kreuze dran, abgeben und fertig. Da fällt mir doch ein Riesengebirge vom Herzen ...

Na und die 5 Tage werd ich auch hin kriegen, mal sehn was das für ne sinnige Beschäftigung wird , in meinen Augen sinnlose Geldverschwendung. Ein AUTOCAD-Lehrgang wäre nützlicher für meinen Beruf, aber dafür fehlen ja die Mittel, wurde mir schon mehrfach gesagt

LG Marjandl

P.S. genau so ein Teil mit viel Anhang hab ich, Arwen
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Alt 08.09.2007, 18:49   #8
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Zitat:
genau so ein Teil mit viel Anhang hab ich
Und wie schön, dass Du die Anhängsel Anhängsel bleiben lassen kannst, weil sich ja so gar nichts bei Dir geändert hat und daher irrelevant.

Was übrig bleibt sind die zwei "pisseligen" Seiten.

Freut sich auch der SB


Schönes Wochenende Dir noch!

Gruß von Arwen
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Alt 08.09.2007, 18:59   #9
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Ich muss wohl noch genauer lesen lernen, wenn die ARGE was von mir will und entsprechend "cool" bleiben. Liegt wohl daran, dass ich 3 Sachen mit Anwalt gegen die laufen hatte und noch habe und vermute, dass ich schon nen Vermerk in meiner Akte habe. Deshalb werde ich immer hibbelig, wenn ich Post von der ARGE kriege, da geht mein Blutdruck erst mal hoch.

Danke für die Infos und euch allen auch ein schönes WE.

LG Marjandl
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Alt 08.09.2007, 19:02   #10
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Zitat von Marjandl Beitrag anzeigen
Ich muss wohl noch genauer lesen lernen, wenn die ARGE was von mir will und entsprechend "cool" bleiben. Liegt wohl daran, dass ich 3 Sachen mit Anwalt gegen die laufen hatte und noch habe und vermute, dass ich schon nen Vermerk in meiner Akte habe. Deshalb werde ich immer hibbelig, wenn ich Post von der ARGE kriege, da geht mein Blutdruck erst mal hoch.

Danke für die Infos und euch allen auch ein schönes WE.

LG Marjandl
Drei gleich ... ich gehe gerade meinen ersten von einigen Fällen mit Anwalt an und Dein Gefühl kann ich sehr gut nachempfinden...

Und das mit der Post... ich glaube, niemand, der AlgII bezieht geht mehr so wirklich gerne zum Briefkasten - die Zeiten sind vorbei
__



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Alt 08.09.2007, 19:18   #11
Marjandl
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Hm, ist aber genauso. Läuft seit reichlich 1 Jahr. Ein Bescheid war positiv (ging über Rechtsschutz), der zweite teilweise positiv, der dritte vorm SG steht noch aus. Die 2. und 3. Sache machte mein Anwalt für minimalen Unkostenaufwand gleich mit, war eh ein Aufwasch, da es um fast das gleiche Thema ging. Habe bisher ca. 1150€ nachgezahlt bekommen.

Sicher, der Anwalt kostet auch was, aber in bin im Gegensatz zu manch anderem noch in der glücklichen Lage, ihn durch Rücklagen (da noch nicht so lange in der Hartz-Falle) momentan "noch" bezahlen zu können. Hätte ich gar nix getan, hätte ich alles eingebüßt. Und mich beExkrementn zu lassen, geht sowieso gegen meine Natur

Wenn alles durch ist, berichte ich mal in eurem speziellen Forum.

LG Marjandl
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Alt 08.09.2007, 19:43   #12
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Ja, tu' das bitte. Hilft auch anderen.

Aber eines noch: Mit Beratungshilfeschein, der einem in begründeten Notfällen bei Gericht ausgestellt wird und 10 Euro Auslagen bedeutet, können auch AlgII-Empfänger anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Leider verdient dann der Anwalt recht wenig, wird aus der Staatskasse mit Mindestsatz bezahlt. Die Motivation ist oft dementprechend... naja. Trotzdem, immer noch besser als nichts.
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Alt 08.09.2007, 19:59   #13
Marjandl
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Der Schein ist gut und schön, aber auf Grund meiner Rücklage (Bausparer, Vermögen zwar innerhalb des Hartz4-Rahmens, aber oberhalb dessen, was ich nach Vorstellung Amtsgericht haben dürfte), wurde er bei mir abgelehnt. Zu dem Thema hatte ich meine allererste Frage hier in diesem Forum gestellt. Die Grenzen beim Amtsgericht sind nicht identisch mit dem, was man bei Hartz4 haben darf. Wußte ich bis dato auch nicht.

LG Marjandl
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Alt 10.09.2007, 10:29   #14
Marjandl
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So, ihr Lieben, ich wollte noch mal kurz ne Info zu meinem Beitrag loswerden. Eigentlich hatte ich vor, meinen Verlängerungsantrag wie von Arwen empfohlen heute bei der ARGE abzugeben. Hätte "keine Änderung" angekreutzt, bis auf die Zuteilung Bausparer seit 1 Woche, mit Kopie als Beleg (Zinsen und Prämien adè, 7 Jahre umsonst gespart - aber ich bin nun mal ehrlich, und riskiere deshalb keine Sanktion).

Ich wollte aber trotzdem wissen, was ich unter "Einstiegsqualifizierung" verstehen soll. Die Telefonate mal sinngemäß.

1. Telefonat mit dem Träger:
... Die Maßnahme sei zum Abgeben des Änderungsantrages. (5 Tage?) Es müßte ja nicht solange dauern, aber die Unterlagen seien umfangreich und damit keine Fehler passieren und damit die ARGE nicht soviele Anträge auf einmal bekommt (am Ende landet aber doch alles bei der ARGE ). Meine Einwände, die Anlagen seien für mich nicht relevant (da bis auf 1 Sache keine Änderungen), 14 Tage zur Bearbeitung erscheinen mir zu knapp, und nur die ARGE ginge mein Antrag was an, wurden weggewischt. Es seien befähigte Mitarbeiter da, und der Träger sein bevollmächtigt. Träger und ARGE teilen sich den Aufwand. Mein Vorschlag, den Antrag heute abzugeben und am 10.10. zu erscheinen, wurde abgelehnt. Ich würde Schwierigkeiten bekommen, wenn ich nicht zur Maßnahme erscheine, der Grund als solches wäre dann ja entfallen, ich bekäme Sanktion. Hallo? Hab ich gesagt daß ich nicht dahin gehe?
Diese Art der Maßnahme ist jetzt auch neu, gibt es seit August!

2. Telefonat ARGE:
Auch hier wurde abgelehnt, die Unterlagen wie bisher direkt abzugeben. Dazu sei die Maßnahme da, und ich wurde gleich auf die beigefügte Rechtsfolge hingewiesen. Auf meine hinterlistige Frage, dann hätte die eine Änderung ja auch Zeit bis zum 10.10. - eigentlich ja, man könnte es auch rückwirkend berücksichtigen. Ob ich dann aber mit Sanktion rechnen müßte, da nicht mehr zeitnahe Bekanntgabe selbiger (Verletzung Mitwirkungspflicht) - naja, eigentlich muß jede Änderung unverzüglich mitgeteilt werden, man könne ja nicht 1/2 Jahr bis zum nächsten Antrag warten. Soviel zum Thema kompetente Beratung :icon_klarsch: (Die eine Änderung hab ich übrigens heute in den Briefkasten im ARGE-Vorraum gesteckt. Ich scheue mich, mich wegen Eingangsstempel an der Info mit denen anzulegen. Bisher kam noch alles an.)

Irgendwie komme ich mir veralbert und entmündigt vor. Bin ich nicht mehr in der Lage, ein paar Kreuze selbst zu machen, brauche ich dafür nen persönlichen Coach, und 5 Tage dazu? Wenn das künftig bei allen Anträgen so läuft, verdienen sich einige ne goldene Nase dran! Effektiver wirds auch nicht. Aber die Träger brauchen auch ne Daseinsberechtigung.

Nachdem ich alles sacken ließ, und der Ärger verraucht war, traf mich die Erkenntnis wie ein Blitzschlag: die ARGEN sind ja lernfähig!!! Mir fiel der Fall Speyer ein. Kann es sein, dass die Konsequenz aus diesem Fall nun so aussieht, damit sich das nicht wiederholt? Was meint ihr?

LG Marjandl
Marjandl ist offline  
Alt 10.09.2007, 16:13   #15
catwoman666666
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catwoman666666 catwoman666666 catwoman666666 catwoman666666
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Wie im Kindergarten, könnte , wenn ich so was lese.

Es mag Hilfsempfänger geben, die dankbar sind, wenn sie an der Hand genommen werden (das ist nicht abwertend gemeint), aber das Gross der Antragsteller sind durchaus in der Lage, einen Antrag korrekt auszufüllen.

Was für eine Geldverschwendung
catwoman666666 ist offline  
Alt 11.09.2007, 08:36   #16
alf53
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alf53
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Das sieht so aus, als ob sich hier wieder einige eine goldene Nase verdienen. Ich möchte zu gern wissen, wieviel Geld diese Träger für so einen Schwachsinn dafür bekommen. Aber wir habens ja. Nur nicht für die Armen und Bedürftigen.
alf53 ist offline  
Alt 11.10.2007, 17:09   #17
Marjandl
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Marjandl
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Mein Bericht:

So, ich war gestern zum Termin Fortsetzungsantrag. Es stellte sich raus, dass, auch wenn es keine Änderungen gab oder diese zwischendurch der ARGE bekannt gegeben wurden, der Fortsetzungsantrag wie ein Neuantrag behandelt wird, mit den entsprechend umfangreichen Nachweisen. Die ARGE wolle den aktuellsten Stand, da nicht alle Leute die Änderungen angeben würden - m.E. Pauschalverurteilung! Nachtigall, ick hör dir trapsen!
Die scheinen auf der ARGE nix weiter zu tun zu haben als Unterlagen doppelt und 3-fach zu horten, rumzuschnüffeln, dass ja keiner nen Cent mehr hat als er darf und vergessen ihre Hauptaufgabe - ordentliche Jobs zu aquirieren und zu vermitteln, falls es diese denn gibt.^^

Ich also alles gem. Forderung zusammengerafft was ich hatte und heute wieder hin. Über ne Stunde hats gedauert, und im Gegensatz zur gestrigen Forderung waren bei 2 Dingen die Unterlagen noch nicht ausreichend genug. Ehe ich diese beiden Dinge bei mir so vorliegen habe wie die es wollen gehen 2 Wochen ins Land und ich sehe mich am 1.11. schon ohne Geld aufm Konto dastehen.

Der Tenor der ganzen Sache war, dass dieses Prozedere künftig auch bei Folgeanträgen so umfangreich abgeht wie beim Erstantrag. Und ab Januar 2008 würde es noch ganz anders werden!

Meine Frage: Weiß jemand Genaueres, was da auf uns zukommt?

LG Marjandl
Marjandl ist offline  
Alt 11.10.2007, 17:25   #18
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Zitat von Marjandl Beitrag anzeigen
Hallo liebe Forumsnutzer,

ich bin seit einigen Monaten eifriger Leser und habe hier schon viele gute Informationen bekommen (auch wenn ich selber anderen noch nicht helfen kann, steck noch nicht tief genug in der Materie Hartz4).

Kurz folgender Sachverhalt:
Ich bekomme seit Juni 2006 ALG 2. Meine Tochter (jetzt 21, beginnt 3. Lehrjahr), ist seit Nov. 2006 wieder in meine BG gerutscht;

da hast leider einen Fehler gemacht: das hättest du nicht unterschreiben dürfen!
Wenn sie ausreichend eigenes Einkomen hat, gehört sie nicht in die BG
Stell schnellstens einen Überprüfungsntrag...sie sollen sie rückwirkend wieder raus nehmen!
 
Alt 11.10.2007, 17:27   #19
Ludwigsburg
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Zitat von Arwen Beitrag anzeigen
Hallo Marjandl,

ich habe genau wie Gelibeh auch noch nicht davon gehört, dass im Rahmen einer Maßnahme der Fortzahlungsantrag ...

Ich rate Dir aber, Dir den Antrag jetzt auszudrucken, auszufüllen und einzureichen - persönlich mit Eingangsstempel oder per Einschreiben/Rückschein. So mache ich es immer, also 6 bis 8 Wochen vor Ende des Bewilligungsabschnitts - die verschickten Anträge kommen entweder überhaupt nicht oder wenn, dann viel zu spät an. Du bist ja selbst skeptisch, dass die verbleibende Zeit zur Bearbeitung ausreicht und Dein Misstrauen ist hier in meinen Augen nicht überzogen.

Gruß von Arwen
aber sie sollte Änderung ankreuzen, und begründen, daß die Tochter nicht in die BG gehört!
 
Alt 11.10.2007, 17:53   #20
galadriel
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Zitat von Marjandl Beitrag anzeigen
Mein Bericht:

So, ich war gestern zum Termin Fortsetzungsantrag. Es stellte sich raus, dass, auch wenn es keine Änderungen gab oder diese zwischendurch der ARGE bekannt gegeben wurden, der Fortsetzungsantrag wie ein Neuantrag behandelt wird, mit den entsprechend umfangreichen Nachweisen. Die ARGE wolle den aktuellsten Stand, da nicht alle Leute die Änderungen angeben würden - m.E. Pauschalverurteilung! Nachtigall, ick hör dir trapsen!
Die scheinen auf der ARGE nix weiter zu tun zu haben als Unterlagen doppelt und 3-fach zu horten, rumzuschnüffeln, dass ja keiner nen Cent mehr hat als er darf und vergessen ihre Hauptaufgabe - ordentliche Jobs zu aquirieren und zu vermitteln, falls es diese denn gibt.^^

Ich also alles gem. Forderung zusammengerafft was ich hatte und heute wieder hin. Über ne Stunde hats gedauert, und im Gegensatz zur gestrigen Forderung waren bei 2 Dingen die Unterlagen noch nicht ausreichend genug. Ehe ich diese beiden Dinge bei mir so vorliegen habe wie die es wollen gehen 2 Wochen ins Land und ich sehe mich am 1.11. schon ohne Geld aufm Konto dastehen.

Der Tenor der ganzen Sache war, dass dieses Prozedere künftig auch bei Folgeanträgen so umfangreich abgeht wie beim Erstantrag. Und ab Januar 2008 würde es noch ganz anders werden!

Meine Frage: Weiß jemand Genaueres, was da auf uns zukommt?

LG Marjandl
Hallo Marjandl,

die Sache mit dem Träger würde mich schon mal interessieren.
Du kommst ja genau wie ich aus Sachsen.
Vorallem ist der Träger kein Amt und somit ein "Zwischenleser" von eigentlich privaten Daten.Wie das geklärt und rechtlich abgesichert ist, wäre mal eine Frage.

Bei uns hier ist die örtliche ArGe geschlossen worden.
Wir müssen jetzt einige Kilometer weit fahren um Anträge abzugeben.
Sprechzeiten gibt es generell keine mehr. Es gibt nur noch eine Terminvergabe über die Hotline.

Bereiten die sich darauf vor, dass es dieses Konstrukt "ArGe" mal nicht mehr geben wird und lassen auch die Bearbeitung später mal von den Trägern machen, bei denen dann auch die SB einen Arbeitsplatz finden werden?
__

Scheitert der Euro, endet die Knechtschaft.
galadriel ist offline  
Alt 11.10.2007, 18:16   #21
youmakemesmile->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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youmakemesmile
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Hallo Marijandl


das dein Antrag wie ein Neuantrag behandelt wurde hast nicht allein durch, hab ich auch ,
angeblich weil ich umgezogen bin und man dann natürlich keine Veränderung der Wohnung nur hat sondern das gleich als Neuantrag behandelt wird <war der o Ton der Sachbearbeiter (hatte 3 die aber eigentlich dochnicht meine waren<rofl>) >
__

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde zu sein, muß man vor allem ein Schaf sein



Unkraut vergeht nicht
youmakemesmile ist offline  
Alt 11.10.2007, 21:15   #22
Marjandl
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Marjandl
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@Ludwigsburg

Geht nicht, nach der Neuregelung seit Juni 2006 zählt sie in meine BG, da sie nicht genug Einkommen hat (wenig Lehrlingsgeld und wenig Unterhalt), sie ist 21Jahre. Hab mich vielleicht nicht ganz verständlich ausgedrückt, sry.
Erst hatte sie ALG2 ergänzend zum Lehrlingsgeld bezogen, da hatte ich noch ALG1, und sie war ihre eigene BG. Dann ab Juni 2006 bin ich in ALG2 gerutscht. Da ihr Bescheid erst Oktober 2006 auslief, blieben wir noch getrennte BGs so als Übergangslösung, und ab November 2006 wurden wir eine gemeinsame BG.

@galadriel
Der Träger soll der ARGE die Antragsentgegennahme erleichtern. Seh ich aber nicht so, denn die Berechnung aller wird sicher in der einen Leistungsabteilung der ARGE passieren.
Angeblich ist der Träger von der ARGE autorisiert und befugt, diese Daten entgegenzunehmen, und sollte sie vertraulich behandeln. Mir hat das Ganze nicht gepaßt, aber war nicht gegen anzukommen.
Was diese Verfahrensweise für die Zukunft bringen wird, kann ich mir nicht vorstellen. Unsere ARGE wird wohl nicht schließen, das Gebäude ist neu gebaut worden, um die 3 Zweigstellen der Stadt zusammen zu legen.

Nochmal meine Frage: weiß jemand, welche Änderungen es ab Januar 2008 bezüglich Anträgen geben soll?
Marjandl ist offline  
Alt 11.10.2007, 21:24   #23
Arwen
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Arwen
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Zitat:
Angeblich ist der Träger von der ARGE autorisiert und befugt, diese Daten entgegenzunehmen, und sollte sie vertraulich behandeln.
Hier geht's um hochsensible Daten und wenn Du Deine Zustimmung nicht gibst, diese dem Träger auszuhändigen, können die gar nichts machen!

Das ist meine Meinung.
__



Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
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George Orwell
Arwen ist offline  
Alt 12.10.2007, 10:25   #24
galadriel
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galadriel
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Hier geht's um hochsensible Daten und wenn Du Deine Zustimmung nicht gibst, diese dem Träger auszuhändigen, können die gar nichts machen!

Das ist meine Meinung.

Das seh ich genau so.

Was die Schließung der Arge bei uns betrifft, hängt das wahrscheinlich mit der Kreisgebietsreform zusammen. Könnte bei euch auch so sein.

Die einzige Änderung ab 2008 wäre die Unternehmenssteuerreform die für ALGII relevant wäre.
Als da wäre, der Kontenabruf.
__

Scheitert der Euro, endet die Knechtschaft.
galadriel ist offline  
Alt 12.10.2007, 12:25   #25
Kerstin_K
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Hätte man den Fortzahlungsantrag nicht z. B. bei der Krankenkasse abgeben können, wenn die ARGE ihn nicht annehmen will?

Annehmen müssen sie ihn ja woh, ob er dann bearbeitet wird, stewht auf einem anderen Blatt. Wenn man dann zur Maßnahme erscheint, wüßte ich nicht, was er da zu sanktionieren gäbe.

Bleibt nur noch die Frage, ob man zur "Mitarbeit" in der Maßnahme gezwungen werden kann. Wenn man alle Änderungen mitgeteilt hat, habe ich da meine Zweifel.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online  
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