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Start > > -> Persönliche Vorsprache - Leistungsangelegenheit

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 23.08.2007, 09:12   #1
Anna72->Emailproblem
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Beiträge: 87
Anna72
Unglücklich Persönliche Vorsprache - Leistungsangelegenheit

Hallo liebe Forenmitglieder,

um vorweg zu schicken, ich habe hier am 19.06.2007 in der Rubrik ALG II
bereits einen Thread eröffnet, der meine momentane Situation mit der ARGE schildert. Es ging um das Thema Vertragsstrafen im Arbeitsvertrag.
Vielleicht kann sich der ein oder andere noch daran erinnern, es ging darum, das ich von einer Firma ein Anstellungsvertrag angeboten bekam mit einer zweifelhaften bzw. sehr pauschal beschriebenen Klausel über Vertragsstrafe. Bei Interesse könnt ihr den Thread gern nachlesen.

Kurzform:

Da ich die Klausel nicht verstand, bat ich die Firma um Erklärung, bzw. um einen schriftlich klare Definition der Klausel. Die Firma zog darauf hin kommentarlos ihr Vertragsangebot zurück und informierte gleichzeitig die ARGE. Dann ging alles seinen Gang:

1. Schriftliche Anhörung - Ausführl. Bericht (schriftlich) von mir über den Vorfall
2. Ablehnung der ARGE, Sanktion
3. Schriftlicher Widerspruch von mir

Bat um einen vernünftige Begründung für die Sanktion, das diese inakzeptabel war und ein rein maschinell geschriebenner Formbrief war, der sich auf meinen speziellen Einzelfall nicht bezog.

4. Neuer Ablehnungsbescheid mit neuer Begründung von der ARGE

5. Schreiben von mir, das mein Widerspruch bestehen bleibt mit ausführlicher Begründung, Hinweis von mir, bei weiterer Ablehnung Klage beim Sozialgericht.

Jetzt kam heute ein Brief von der ARGE, das ich einen Termin habe bei meinem zuständigen SB. Er möchte mit mir über meine Leistungsangelegenheiten sprechen.

Jetzt vermute ich mal, das mein SB (ich habe mit dem Mann meine Schwierigkeiten, da er einen gern in die Enge drängt) mich persönlich mürbe machen möchte, indem er von mir möchte, das ich mich jetzt zu dem ganzen Fall nochmals mündlich äußere oder Stellung beziehe. Das möchte ich nicht, ich habe bereits schriftlich alles sehr ausführlich geschildert und begründet. Ich habe nun aber Angst, das man versucht, mich in die Enge zu treiben und mir eventuell die Wörter im Mund rumdrehen möchte und das ich dann meinen Widerspruch zurückziehe. Das alles habe ich bei dem SB schon einmal durchgemacht, also das er mich in die enge getrieben hat.

Jetzt meine Frage: Bin ich verpflichtet, mich mündlich nochmal szu dem Fall zu äußeren, oder kann ich es ablehnen mündlich die Sache nochmals aufzurollen? Kann die ARGE mich dazu zwingen mit der Drohung mir das Geld ganz zu streichen?

Mündlich kann ich mich weniger gut ausdrücken und ich habe Angst, das man mich fertig machen möchte. Ich bin nervlich schon sehr angeknackst, mir graut schon vor dem Termin nächste Woche. Bei der Erwerbslosenstelle hier in meinem Ort habe ich heute bereits tel. Kontakt aufgenommen, alleine möchte ich zu diesem Termin um keinen Preis der Welt alleine hingehen, dafür brauche ich wirklich Beistand. Ich hoffe, das man mich nicht wieder hängen lässt.

Weis jemand Rat, wie ich mich nächste Woche am besten verhalte? Eher zurückhaltend oder wie soll ich mich verhalten? Bin ja nicht gerade die selbstbewussteste. Oder soll ich mir einen Beratungsschein holen, das mich ein anwalt begleiteten kann?

Ich wäre dankbar über ein paar hilfreiche Antworten von euch, Danke.

Liebe Grüße
die Anna
Anna72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2007, 09:25   #2
Martin Behrsing
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Hallo Anna,

nimm dir bitte jemand mit und verweise in dem Gespräch, dass du dich schriftlich geäußert hast und dem nichts neues hinzu zufügen wäre. Und dann bestehe endlich auf eine schriftliche Stellungnahme. Zu Sache äußerst Du dich weiter nicht, da ja alles schriftlich vorliegt.

Hast eigentlich schon mal darüber nachgedacht, dass Du gegen die Sanktionen per einstweiliger Anordnung vor gehst?
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Martin Behrsing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2007, 10:02   #3
Anna72->Emailproblem
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Anna72
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Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Hallo Anna,

nimm dir bitte jemand mit und verweise in dem Gespräch, dass du dich schriftlich geäußert hast und dem nichts neues hinzu zufügen wäre. Und dann bestehe endlich auf eine schriftliche Stellungnahme. Zu Sache äußerst Du dich weiter nicht, da ja alles schriftlich vorliegt.

Hast eigentlich schon mal darüber nachgedacht, dass Du gegen die Sanktionen per einstweiliger Anordnung vor gehst?

Hallo Martin,

einen schriftliche Stellungnahme kam ja bereits. Die ARGE hat ja eine neue Begründung für eine Ablehnung mir zukommen lassen. Leider wieder unbefriedigend. In dem Brief stand:

Neue Begründung...e.c.t..e.c.t....

....Teilen Sie uns mit, ob Sie nach dem Gesagten Ihren Widerspruch aufrechterhalten wollen. Sollten wir bis......keine Reaktion Ihrerseits auf dieses Schreiben erhalten, gehen wir davon aus, dass der Widerspruch gegenstandslos geworden ist.

Daraufhin habe ich dann erneut der ARGE schriftlich mitgeteilt, dass der Widerspruch vom.... bestehen bleibt und bin nochmals auf die Begründung der ARGE eingegangen , die wiederrum nicht akzeptabel war und keine Sanktion rechtfertigt, da sie sich nur auf die Meinung Ihrer Behörde stützt.

Heute kam die schriftliche Einladung vom SB. Er möchte mit mir über meine Leistungsangelegenheiten sprechen.

Droht mir bei Weigerung einer persönlichen Stellungnahme mir keine weitere Kürzung?

Lieber Martin, ich bin Laie und kenne mich nicht aus, was ist eine einstweilige Anordnung? Was muss ich da tun?

Dankeschön für die Hilfe.

Liebe Grüße
die Anna
Anna72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2007, 11:19   #4
Arania->Emailproblem
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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hol Dir eine Beratungsschein und gehe zu einem Anwalt, der erledigt das dann für Dich
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
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Alt 23.08.2007, 11:36   #5
blinky
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blinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiert
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@Anna72:

Bei einer Einweiligen Anordnung durch das Sozialgericht wird die ARGE verdonnert Dir weiterhin die Leistung im vollen Umfang zu leisten.
Die Einsweilige Anordnung kannste zwar selber beim Sozialgericht beantragen, aber besser währe es schon wenn es ein Rechtanwalt macht.

Einsweilige Anordnung werde ich wohl auch nächte Woche beantragen beim SG.

Blinky
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Alt 23.08.2007, 12:55   #6
Anna72->Emailproblem
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Anna72
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Zitat von blinky Beitrag anzeigen
@Anna72:

Bei einer Einweiligen Anordnung durch das Sozialgericht wird die ARGE verdonnert Dir weiterhin die Leistung im vollen Umfang zu leisten.
Die Einsweilige Anordnung kannste zwar selber beim Sozialgericht beantragen, aber besser währe es schon wenn es ein Rechtanwalt macht.

Einsweilige Anordnung werde ich wohl auch nächte Woche beantragen beim SG.

Blinky
Danke für die Erklärung. Vielleicht ist es wirklich besser, ich hol mir den Berechtigungsschein und übergebe das alles dem Anwalt.

Gruß
Die Anna
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Alt 23.08.2007, 13:12   #7
Anna72->Emailproblem
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Anna72
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Hallo nochmal,

wie ist das denn eigentlich, mit dem Beratungsschein, bekommt man nur eine einmalige Beratung beim Anwalt, oder begleitet der Anwalt einen dann bis hin zu Klage vor Gericht? Wer finanziert denn den ganzen Aufwand, wenn ich nur 10, Euro für den Beratungsschein bezahlen muss?


Denn..nur einen Beratung allein wird mir nicht nutzen, ich brauche einen Anwalt, der mit mir den Fall bis zum Schluss durchzieht. Das mit der Einstweiligen Anordnung würde ich dann beim Termin beim Anwalt ansprechen.

Danke für Eure Antworten.

Liebe Grüße
die Anna
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Alt 23.08.2007, 13:32   #8
Silvia V
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Zitat von Anna72 Beitrag anzeigen
Hallo nochmal,

wie ist das denn eigentlich, mit dem Beratungsschein, bekommt man nur eine einmalige Beratung beim Anwalt, oder begleitet der Anwalt einen dann bis hin zu Klage vor Gericht? Wer finanziert denn den ganzen Aufwand, wenn ich nur 10, Euro für den Beratungsschein bezahlen muss?


Denn..nur einen Beratung allein wird mir nicht nutzen, ich brauche einen Anwalt, der mit mir den Fall bis zum Schluss durchzieht. Das mit der Einstweiligen Anordnung würde ich dann beim Termin beim Anwalt ansprechen.

Danke für Eure Antworten.

Liebe Grüße
die Anna
der Beratungsschein deckt nur die Erstberatungsgebühr und eine Auslagenpauschale ab.
Jedoch wird ein engagierter Anwalt für den weiteren Verlauf dann für Dich
Prozesskostenhilfe beantragen,bzw. Dir Hinweise dazu geben.
http://www.callnrw.de/broschuerenser...ostenhilfe.pdf

http://www.erwerbslosenforum.de/antrag/pkha.pdf

http://www.erwerbslosenforum.de/antrag/pkhe.pdf
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"Die Ausschaltung der Schwachen ist der Tod der Gemeinschaft. "

Dietrich Bonhoeffer(1906-1945)
Silvia V ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2007, 13:47   #9
Anna72->Emailproblem
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Anna72
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Hallo Silvia,

vielen Dank für die Links, werd mich da mal reinlesen.

Liebe Grüße
Die Anna
Anna72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2007, 14:06   #10
blinky
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blinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiertblinky Enagagiert
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Der Beratungsschein beinhaltet neben Beratung auch das aussergerichtliche Tätigwerden wie z.B. Schriftwechsel mit der ARGE bei Widerspruch usw.) . Bei Straftaten berät der Anwalt nur wird aber nicht aussergerichtlich tätig.
Sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen wird dann Prozesskostenbeihilfe beantragt.

Wenn Du beim Amtgsgericht den Beratungsschein holst mußte deinen aktuellen Bewilligungsbescheid mitnehmen damit die Rechtpflegerin bzw. der Rechtspfleger prüfen kann ob Du berechtigt bist. Beim Amtgericht wollen die dann wissen wofür Du den Beratungsschein braucht und dann bekommst Du ihn auch, wenn der Grund triftig ist. Diesen Beratungsschein gibst Du dann dein Anwalt und zahlst dann dein Eigenanteil.

Anmerken möchte ich noch das bei meinem zuständigen Amtsgericht (Niedersachen) ein Aushang ist, das es den Beratungsschein nur gibt wenn ein Rechtsanwalt noch nicht tätig wurde in der Angelegenheit und das es Beratungsschein in ARGE-Angelegenheiten nur in Ausnahmefällen gibt und man versuchen sollte sich erst so zu einigen.

Mein aktuelles Widerspruchverfahren (Überzahlung) lasse ich auch über Anwalt mit Beratungsschein laufen und demnächst brauch ich zweiten Beratungsschein weil ich Anfang September auch Einweilige Anordnung durchboxen möchte in einer anderen Angelegenheit (KDU)

Blinky
blinky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2007, 14:21   #11
Anna72->Emailproblem
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Anna72
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Danke blinky, jetzt weis ich schon ein bischen mehr.

Gruß
die Anna
Anna72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2007, 16:07   #12
na
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Hallo Anna, soweit mir bekannt ist, ist das die ARGE einer Großstadt. Es ist mir bekannt, dass mehrere aus diesem Forum in dieser Großstadt wohnen. Such doch mal einen Zeugen über das Forum.

Eigentlich war der Sanktionsgrund, der mir noch aus dem anderen thread wohlbekannt ist, so sau dumm, dass ich niemals geglaubt hätte, dass die so weit gehen.

Gruß
Rotkäppchen
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Alt 24.08.2007, 13:42   #13
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Anna72
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Zitat von Rotkäppchen Beitrag anzeigen
Hallo Anna, soweit mir bekannt ist, ist das die ARGE einer Großstadt. Es ist mir bekannt, dass mehrere aus diesem Forum in dieser Großstadt wohnen. Such doch mal einen Zeugen über das Forum.

Eigentlich war der Sanktionsgrund, der mir noch aus dem anderen thread wohlbekannt ist, so sau dumm, dass ich niemals geglaubt hätte, dass die so weit gehen.

Gruß
Rotkäppchen
Hallo Rotkäppchen,

schön, das Dir mein Fall noch so gut im Gedächtnis war. Tja, anscheinend macht die ARGE ernst, obwohl ich es auch sau dumm finde, zumal ihre Begründungen zur Sanktion zum einen nichts mit meinem Einzelfall zu tun hatte und die zweite (neue Begründung) völlig haltlos aus der Luft gegriffen ist und sich lediglich nur auf die Meinung einer Behörde stützt.

Ich halte an meinem Widerruf fest und habe das in einem weiteren Schreiben nochmal ausführlich begründet und das ich ihre banale Haltung in dieser Angelegenheit nicht akzeptiere.

Darauf hin kam jetzt die persönliche Einladung - man möchte mit mir über meine Leistungsangelegenheiten sprechen -. Ich werde an meinen schriftlichen Widerruf festhalten und ihm sagen, das ich in der Sache nichts neues mehr hinzuzufügen habe. Auf eine persönliche Auseinandersetzung oder Diskussion in der Sache lasse ich mich auf keinen Fall ein. Ich kenne meinen SB, der will mich in die Enge treiben, wäre ja nicht das erste mal.

Eine Begleitung habe ich für nächste Woche, vorausgesetzt, die Dame der zuständigen Erwerbslosenhilfe lässt mich nicht wieder hängen.

Mal sehen, was nächste Woche dabei rauskommt. Die ganze Sache geht mir schon sehr an die Nieren, ich weis nicht, wie lange ich dieses Delirium noch aushalten werde. ob mich für einen eventuellen Prozess ein Anwalt vertritt ist ja auch noch fraglich, da ich ja erst seit 1.6.2007 bei der IG Metall Mitglied bin. Ein Berechtigungsschein beim Amtsgericht reicht ja auch nur für eine Erstberatung aus und ob ein Anwalt sich die Mühe macht, für mich Prozesskostenhilfe zu beantragen ist auch noch fraglich. Der Anwalt verdient ja schliesslich nicht viel an mir. In unserer Stadt habe ich in die Gelben Seiten geschaut, soviel Sozialrechtler haben wir hier ganricht. Es ist also alles noch offen und derweil muss ich mit 243 Euro im Monat auskommen, wen man das noch so nennen kann. Die haben mir ja schon ein von drei Monaten sanktioniert.

Liebe Grüße
die Anna
Anna72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2007, 14:05   #14
Alexander1980->Emailproblem
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Alexander1980
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Hallo Anne72

geh doch mal auf diese seite:
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/a...n/default.aspx

und schaumal ob du da was passendes findest!
Alexander1980 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2007, 14:07   #15
blinky
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Mach Dir keine Sorgen wegen Anwalt. Es gibt viele Anwälte für Sozialrecht. Meinste die können drauf verzichten Mandanten abzulehnen die Sozialleistungen beziehen? Gib nicht klein bei. Solche Sanktionen die Dir drohen verkraftet man nicht so leicht. 30 % sind sehr viel Geld für ein ALG -II Bezieher. An dein Fall erinnere ich mich auch. Du warst ja gewillt die Stelle anzunehmen, nur die Firma hatte sich ja quergestellt.

Kopf hoch und durch. In diesen Forum sind bestimmt einige kompetente Leute die Dir bestimmt gerne helfen würden.

Blinky
blinky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2007, 14:32   #16
Anna72->Emailproblem
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Anna72
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Hallo zusammen,

ich danke Euch für Eure Unterstützung und für Euer Mutmachen.
Das ist für mich schon sehr hilfreich, vor allem auch psychisch. Danke.

@Alexander

Danke dir für den Link. Werde da mal recherchieren.


Liebe Grüße
die Anna
Anna72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2007, 14:36   #17
Alexander1980->Emailproblem
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Alexander1980
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Gerne Anna72 mir geht es zur zeit wie dir danke der agentur und arge
Alexander1980 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2007, 15:15   #18
Sieghelm
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Sieghelm
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Hi Anna 72,
Ich glaube der SB bekommt Muffesausen, weil er in 1 bis 2 Jahren persönlich vor dem Sozialgericht erscheinen muß. Auf jeden Fall finde ich es gut für die Sache zu kämpfen. Viel Glück
Sieghelm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2007, 20:08   #19
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Anna72
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Hallo zusammen,

so...ich hatte heute nun meinen Termin bei der ARGE gehabt. Gut, dass ich einen Beistand dabei hatte.

Folgendes in Kurzform:

Dem Widerspruch wurde nun doch stattgegeben, warum, weis ich auch nicht. Als Begründung wurde mir gesagt, das sie übersehen hätten, das meine EGV bereits Mitte Mai 2007 abgelaufen wäre und somit die Rechtsfolgebelehrung gefehlt hätte. aja...was das mit der EGV zu tun hat weis ich nicht. Ich glaube eher, das sie vermutlich eingesehen haben, dass sie vor Gericht schlechte Karten gehabt hätten. Wer weis. Wie dem auch sei, ich nahm die Aussage zur Kenntnis und ich bekam (Dank Unterstützung meines Beistandes) auch noch am selben Tag eine Barauszahlung rückwirkend vom sanktionierten Betrag vom August 2007. Mit der Begründung, ich habe bis Montag nur noch 3 Euro in der Tasche. Ohne den Beistand hätte der SB mir dies nicht gewährt. Somit ist dem ganzen Widerspruch stattgegeben worden. Auf einmal, schon seltsam. Den Änderungsbescheid würde ich umgehend zugeschickt bekommen.

jetzt kommt es aber...im selben Atemzug aber wurde mir eine neue EGV vorgelegt, die ich durchlesen und unterschreiben sollte. Ich sagte meinem SB, dass ich die EGV gern überfliege, aber mit nach Hause nehmen werde und die EGV überprüfen lassen werde. Das gefiel dem SB garnicht und mit murren willigte er dann schliesslich ein als ich ihm sagte, dass ich das Recht dazu habe laut SGB X ff53 e.c.t...e.c.t...

Da ich nächste Woche Dienstag einen erneuten Termin bei einem Kollegen habe zwecks Stellenvermittlung (die ARGE hier teilt sich die Arbeit, ein SB für die Leistungen, 1 SB für Stellenvermittlung) einigten wir uns, dass ich am selben Tag eine Stunde nach dem anderen Termin bei ihm erscheinen soll nochmal wegen der EGV.

Die EGV ist in meinen Augen mehr als dürftig und die ARGE möchte sich bezüglich Klauseln in Arbeitsverträgen auch absichern. Da ich seitens der IG Metall (bin sehr enttäuscht) heute per Telefon nicht viel Hilfe bekommen habe und ich das Gefühl habe, (man empfiehlte mir nur ein Leitfadenbuch zu SGB II, anstatt mir einen Anwalt zu stellen, der mich berät) entschloss ich mich heute, einen Anwalt für Sozialrecht und Arbeitsrecht selber anzurufen. Dank des Adress-Links von Alexander80 habe ich einen Anwalt gefunden, dem ich den Fall kurz am Telefon geschildert habe. Ich denke, er wird und kann mir helfen. Morgen muss ich zum Amtsgericht und mir den Beratungsschein besorgen (die hatten heute zu) und dann mache ich einen kurzfristigen Termin mit dem Anwalt aus, so sind wir verblieben. Mal sehe, was der Anwalt zu meiner EGV sagt und was er mir rät.

Ich vermute, es wird oder könnte so laufen:

Ich zeige ihm meine EGV von der ARGE, schlage eine abgeänderte EGV (mit Hilfe des EGV-Vorschlags hier aus dem Forum) vor, abgestimmt auf méine persönliche Situation, dann lege ich diese nächste Woche meinem SB vor.

Das ich grundsätzlich einverstanden bin, eine EGV zu unterzeichnen habe ich heute mündlich schon bestätigt (Beistand ist Zeuge). Allerdings werde ich dies noch schriftlich tun, indem ich nächste Woche einen schriftliche Erklärung abgeben werde. Oder sollte ich die morgen gleich der ARGE zukommen lassen?

Dann wird er bestimmt ausflippen..(mein SB ist leider ein närrischer Mensch) und meinen EGV-Vorschlag ablehnen und seine EGV als Verwaltungsakt ablegen und dies mir schriftlich mit einer Sanktion mittteilen. Dann werde ich dagegen Widerspruch einlegen..e.c.t...e.c.t.

Also der ganze Käse von vorne sozusagen. Ich glaube, so könnte es ablaufen.

Ich stelle meine EGV von der ARGE mal hier rein, ich wäre euch dankbar, eure Meinung dazu zu hören.

@Rotkäppchen

Wäre super, wenn du mir nochmals bezüglich EGV helfen könntest.
Meiner Meinung fehlt es der EGV an vielen Dingen, bin gespannt auf Eure Meinungen dazu.

Liebe Grüße
die Anna

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Anna72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2007, 20:12   #20
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Anna72
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Zitat von Anna72 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

Ich stelle meine EGV von der ARGE mal hier rein, ich wäre euch dankbar, eure Meinung dazu zu hören.

Liebe Grüße
die Anna
..hier die Dritte Seite der EGV von der ARGE


Was mir allerdings für nächste Woche zum nächsten Termin fehlt, ist wieder ein Zeuge bzw. ein Beistand. mein heutiger Zeuge kann nächte Woche nicht. Ob mein Anwalt da zeit hätte, weis ich noch nicht und ich weis nicht, ob ein Beratungsschein ausreicht dafür, das mein Anwalt mich zur ARGE begleitet.

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Anna72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2007, 20:21   #21
blinky
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So die ARGE fordert nur und bietet Dir nichts an.

Die fordern von Dir das Du Dich auf alle Stellen bewirbst. Wie sieht es mit Bewerbungskosten aus? Was tun die für Dich?

Die ARGE hat ein Nachbesserungsrecht und Du nicht?

und mit der Ortsabwesenheit ist auch nicht so ok. Besser währe das Du postalisch erreichbar bist. Denn sonst dürfstest Du rein theoretisch nicht über Wochenende weiter wegfahren, da sonst deine Leistung ganz wegfallen könnte.
blinky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2007, 20:26   #22
Anna72->Emailproblem
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Anna72
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Zitat von blinky Beitrag anzeigen
So die ARGE fordert nur und bietet Dir nichts an.

und mit der Ortsabwesenheit ist auch nicht so ok. Besser währe das Du postalisch erreichbar bist. Denn sonst dürfstest Du rein theoretisch nicht über Wochenende weiter wegfahren, da sonst deine Leistung ganz wegfallen könnte.

Die ARGe hat in die EGV geschrieben, dass ich per Briefpost erreichbar sein muss.
Anna72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2007, 20:30   #23
na
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Anna, Deine EGV ist ein Witz. Die haben persönlich etwas gegen dich. Die nehmen sich ein Recht auf Nachbesserung bei Verletzung ihrer Pflichten und haben ja gar keine!!! Die brauchen dir ja nicht einmal die Bewerbungskosten erstatten!

Dir gönnen sie die Nachbesserung überhaupt nicht und verpflichten dir nur, faule Verträge anzunehmen, damit du zukünftig nicht noch einmal mit einem Widerspruch durchkommst. Welcher Laie hat den das gemacht!

Das ist ein Fall für einen Sozialrechtler: Der müsste sich erst beschweren, dass man deine Anhörung nicht durchgehen ließ und es überhaupt erst zu einem Widerspruch kommen ließ. Dann müsste er sich beschweren, wieso dieser Widerspruch zuerst nicht durchging. Dann müsste er sich beschweren, dass das nichts mit der abgelaufenen EGV zu tun hatte, sondern diese Krumme, von dir abgelehnte Stellung auf eine Blindbewerbung kam. Und die heutige EGV ist eine Schickane. Das war wie ein Signal: Wir haben dich trotzdem in der Hand.

Wenn du es wünschst, mache ich dir eine gute EGV draus. Das habe ich ruck zuck gemacht. Hier gehört m.E. aber ein energischer Protest von einem RA. Sag mir bitte Bescheid, ob ich das machen soll.
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Alt 29.08.2007, 20:39   #24
Anna72->Emailproblem
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Anna72
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Zitat von Rotkäppchen Beitrag anzeigen
Anna, Deine EGV ist ein Witz. Blindbewerbung kam. Und die heutige EGV ist eine Schickane. Das war wie ein Signal: Wir haben dich trotzdem in der Hand.

Wenn du es wünschst, mache ich dir eine gute EGV draus. Das habe ich ruck zuck gemacht. Hier gehört m.E. aber ein energischer Protest von einem RA. Sag mir bitte Bescheid, ob ich das machen soll.
Da wäre ich Dir sehr dankbar. Ich hoffe, das ich spätestens am Freitag einen Termin beim Anwalt bekomme.

Gruß
Anna
Anna72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2007, 20:42   #25
blinky
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Zitat von Anna72 Beitrag anzeigen
Die ARGe hat in die EGV geschrieben, dass ich per Briefpost erreichbar sein muss.
In der EGV steht aber das Du bei Ortsabwesenheit immer die Zustimmung brauchst. Ist also nicht mal so 100 Km weit wegfahren. Darum den Passus mit Ortsabwesenheit ob nach oder fern streichen lassen und nur Text rein das Du über die Post erreichbar bist.

Und was das steht das Du Arbeitsverträge annehmen sollst auch wenn der Arbeitsvertrag zweifelhaft ist. Ist doch Witz.

Blinky
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Persönliche Vorsprache bei SB wegen Rückforderung , bekomme aber nichts Schriftliches Lady Mim Allgemeine Fragen 9 26.02.2008 17:27
Persönliche Abgabe von Schriftwechsel bei der ARGE Anna72 ALG II 11 27.07.2007 15:48


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