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Start > > -> Sachbearbeiter wechseln mit oder ohne Angabe von Gründen ?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 02.08.2007, 16:08   #1
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DjGeCk0
Standard Sachbearbeiter wechseln mit oder ohne Angabe von Gründen ?

Hallo Forum,

ich habe mich hier angemeldet da ich dringende Informationen benötige um gegen meinen Sachbearbeiter vorgehen zu können.

Ich habe irgendwo gelesen das es möglich ist den Sachbearbeiter in einem formlosen Antrag zu wechseln.

Ich benötige nun bis morgen früh um 8 Uhr diese Info für unseren Landrat welcher zusammen mit mir die Willkür eines Sachbearbeiters einstellen möchte.
Auch wird eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht.
Die Fallschilderung folgt noch (fällt etwas länger aus)

Ich würde mich freuen wenn ihr mir hierzu einen Link/Quelle geben könntet da ich bisher leider nichts dergleichen mehr finden konnte und leider die wenigsten wirlich über Ihre Rechte aufgeklärt sind.
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Alt 02.08.2007, 18:11   #2
na
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Zitat von DjGeCk0 Beitrag anzeigen
Hallo Forum,

ich habe mich hier angemeldet da ich dringende Informationen benötige um gegen meinen Sachbearbeiter vorgehen zu können.

Ich habe irgendwo gelesen das es möglich ist den Sachbearbeiter in einem formlosen Antrag zu wechseln.

Ich benötige nun bis morgen früh um 8 Uhr diese Info für unseren Landrat welcher zusammen mit mir die Willkür eines Sachbearbeiters einstellen möchte.
Auch wird eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht.
Die Fallschilderung folgt noch (fällt etwas länger aus)

Ich würde mich freuen wenn ihr mir hierzu einen Link/Quelle geben könntet da ich bisher leider nichts dergleichen mehr finden konnte und leider die wenigsten wirlich über Ihre Rechte aufgeklärt sind.
Ich hatte ein Schreiben an den Vorgesetzten aufgesetzt, in dem alles geschildert wurde, und im letzten Satz hatte ich geschrieben, dass ich darum bitte, mir eine andere SB zuzuteilen. Der Grund des Austausches ergibt sich, sofern alles schriftlich gelaufen ist, aus der Akte. Ansonsten müsstest du ihn niederschreiben. Die SB wurde offiziell nicht ausgetauscht, es war nachher so, dass mich danach immer der Vorgesetzte persönlich bediente. Er hatte Angst, dass die SB nochmal sich einen MIst erlaubt. Nach einer Beschwerde bei dem Landrat hatte er in meiner Angelegenheit anscheinend die Hose voll.
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Alt 02.08.2007, 18:20   #3
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DjGeCk0
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Danke für die Antwort.
Und zwar habe ich die Infos nun gefunden welche in einer kostenpflichtigen Broschüre stehen. Diese hatte meine Mutter mal per 0900-Nr angefordert.

Meinen Fall kann ich bei Interesse morgen nach dem Landrats-Termin schildern bzw hier posten
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Alt 02.08.2007, 21:04   #4
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DjGeCk0
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Meine Mutter hatte bei der EconoMedia GmbH aus Köln eine Broschüre für ~ 5 EUR (per 0900Nr) angefordert

Hier fand ich das was ich schoneinmal gelesen habe:

Auf Seite 2/6 #407 steht:

"Tipp: Sie sind mit Ihrem Berater nicht zufrieden? Verlangen Sie einen anderen. Ein formloser Brief an die zuständige Agentur genügt. Sie müssen dabei keine Gründe nennen"

leider ohne einen Verweis auf irgendwelchen Paragraphen
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Alt 02.08.2007, 21:27   #5
wusel
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wusel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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einfach mal so einen anderen sachbearbeiter ist ohne einen grund nicht möglich

gründe währen z.b willkür die sich nachweisen läst
das vertrauen mit dem sb weiterhin zusammen zu arbeiten ist nicht mehr vorhanden und und und

mann muss schon gründe haben warum man mit diesem sb nicht mehr zusammen arbeiten will oder kann

formlos ohne angabe von gründen geht das nicht
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Alt 02.08.2007, 21:33   #6
Rüdiger_V
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Zitat von DjGeCk0 Beitrag anzeigen
Meine Mutter hatte bei der EconoMedia GmbH aus Köln eine Broschüre für ~ 5 EUR (per 0900Nr) angefordert

Hier fand ich das was ich schoneinmal gelesen habe:

Auf Seite 2/6 #407 steht:

"Tipp: Sie sind mit Ihrem Berater nicht zufrieden? Verlangen Sie einen anderen. Ein formloser Brief an die zuständige Agentur genügt. Sie müssen dabei keine Gründe nennen"

leider ohne einen Verweis auf irgendwelchen Paragraphen
In Broschüren kann man viel schreiben, Papier ist geduldig.
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Alt 02.08.2007, 21:44   #7
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DjGeCk0
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Zitat von wusel Beitrag anzeigen
einfach mal so einen anderen sachbearbeiter ist ohne einen grund nicht möglich

gründe währen z.b willkür die sich nachweisen läst
das vertrauen mit dem sb weiterhin zusammen zu arbeiten ist nicht mehr vorhanden und und und

mann muss schon gründe haben warum man mit diesem sb nicht mehr zusammen arbeiten will oder kann

formlos ohne angabe von gründen geht das nicht
nun die Gründe habe ich. deshalb habe ich im Betreff dieses Threads auch geschrieben "mit oder ohne angabe von Gründen"
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Alt 02.08.2007, 21:50   #8
Rüdiger_V
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Natürlich muss man die Gründe nennen, und die müssen schon triftig sein. Einfach hingehen und sagen, die Nase meines SB gefällt mir nicht, dürfte wohl kaum ausreichen. Wirf die Broschüre in die
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Alt 02.08.2007, 21:51   #9
Kaleika
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Ich kenne eine Frau, die sich von ihrem Fallmanager zu recht nur schlecht behandelt fühlte, dem sie Frauenhass vorwarf, dafür auch einen Zeugen vorweisen konnte.

Dieser Unsympath hatte viel falsch gemacht. Offenbar ging es ihm lediglich um einen bescheuerten Machtkampf, der sein Ego aufpolieren sollte.

Die Bekannte machte eine Dienstaufsichtsbeschwerde, die von der Vorgetzten abgebügelt wurde.

Aber bei den drei Kürzungsversuchen konnte sie sich erfolgreich zur Wehr setzen!
Nach einem Jahr durfte sie zu ihrer großen Freude feststellen, dass dieser unsympathische Fallmanager nicht mehr dort arbeitet, versetzt oder entlassen worden ist.

Was ich damit sagen will, so einfach ist es nicht, einen Fallmanager zu wechseln.

Kaleika
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Alt 02.08.2007, 21:53   #10
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DjGeCk0
Standard Hier Der Sachverhalt

Hier meine Schilderung des Sachverhaltes:

Zitat:
Angefangen hat es mit der Entscheidung in die Selbstständigkeit einzutreten.
Nach langer Vorbereitung und Organisation sprach ich bei Frau xxx vor. Zu dieser Zeit war ich in der Maßnahme „Mit Power Zum Job“ im BSI.

So konnte ich die Vereinbarung mit Frau xxx treffen das ich von dieser Maßnahme abgemeldet werde um mich auf die Selbstständigkeit vorbereiten zu können. Kurz darauf ging Frau xxx in Urlaub und ich erhielt die erste Sanktion wegen Nicht-Besuchen der Maßnahme. Als Frau xxx zurück kam stellte sich heraus das es ein Missverständnis sein solle. Meiner Meinung nach jedoch erhielt ich eine falsche Information welche nun von Frau xxx abgestritten wird, da laut Aussage von Frau yyy interne Vereinbarungen getroffen wurden, dass in diesem Falle eine ABM weiter besucht werden solle.

In der gleichen Woche erhielte ich die Zweite Sanktion worauf ich sofort Widerspruch einlegte, dieser war im selben Umschlag wie der Antrag auf Fortzahlung, welcher an Herrn zzz, meinen Sachbearbeiter, adressiert wurde.

Als ich bei der Vertretung von Frau yyy vor sprach, da Herr zzz sich dem Problem nicht annehmen wollte, schaute diese in meine Akte und fand nur den Antrag auf Fortzahlung. Der Widerspruch ist spurlos verschwunden. Daraufhin wurde mir erklärt das ich kein Recht mehr habe eine Kopie von diesem nachträglich einzureichen.

Somit erhielt ich weder Unterhaltsleistungen noch Wohnzuschuss. Die Miete konnte durch ein zinsfreies Darlehen von meiner Großmutter weiter bezahlt werden.

Auf telefonischer Anfrage bei Herrn zzz nach Essens-Gutscheinen erhielt ich die Aussage das diese nicht genehmigt werden da Frau jjj, meine derzeitige Vermieterin, behauptet, dass ich keine Miete bezahlt hätte.

In dieser Zeit verringerte sich mein Gewicht um fast 20 kg auf derzeit 55 kg.

In Wirklichkeit jedoch wollte Frau jjj die Miete in bar. Eine Unterschrift hatte ich nach mehrmaliger Nachfrage nicht erhalten. Ich dachte eine 77jährige Frau würde hier schon keine Probleme machen.
Frau jjj ist in diesem Bezug auch bei anderen Mietern bekannt was ich jedoch erst im Nachhinein erfuhr.

Zur Klärung der Angelegenheit wurde eine dritte Person mit eingeschaltet. So konnten wir uns darauf einigen das nach einer Zahlung von 250 EUR an Frau jjj die Sachlage geklärt sei. (Belege wurden an Herrn zzz adressiert, persönlich bei der Empfangsdame der ArGe abgegeben.)

Eine Aussprache mit Herrn zzz konnte leider nicht zustande kommen da ich hier auf Ablehnung stieß. Er wolle die Mietnachweise für die vergangenen Monate oder er zeige mich an, wegen Unterschlagung von sozialen Leistungen, welche ich bereits seit 6 Monaten nicht erhalten habe.

Nachdem heute schon der 02.08.2007 ist und die Sanktion lediglich bis zum 31.07.2007 besteht sehe ich mich gezwungen höhere Distanzen einzuschalten weshalb ich nun Kontakt mit Frau yxyz (Leiterin der ArGe) und dem Landrat suchte und nun auch fand.

Ein anderer Widerspruch ist bereits seit November letzten Jahres offen.

Somit reiche ich eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegenüber Herrn zzz ein.
Ob eine Fachaufsichtsbeschwerde folgt ist dem weiteren Verlauf abzuwarten.
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Alt 02.08.2007, 23:36   #11
na
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Eigentlich hast du das ganz gut geschildert. Warum berichtest du das nicht auch so? Das würde ich gleich in Zusammenhang mit der Beschwerde machen.
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Alt 03.08.2007, 06:46   #12
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DjGeCk0
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Das ist meine Beschwerde die ich nun um 9:30 Uhr vortrage. hab lediglich die Namen geändert da diese eben noch noch nicht durch ist (noch 1,5 std ) :)

Ich hoffe ich erhalte dann auch gleich mein Geld. sonst hock ich bald auf der Straße...

zum Glück benötige ich nur noch bis Oktover die Leistung der Arge um "am Leben zu bleiben"
__

Tippfehler könnt ihr für Euch behalten, davon habe ich schon genug
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Alt 03.08.2007, 08:09   #13
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DjGeCk0
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So. ich werde dann mal losfahren und mich der Sache annehmen.

Wünscht mir glück
__

Tippfehler könnt ihr für Euch behalten, davon habe ich schon genug
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Alt 26.09.2007, 15:43   #14
Hartzbeat->Emailproblem
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Hartzbeat
Ausrufezeichen Wie man seinen Fallmanager wechselt

Wie ich meine Fallmanager wechseln konnte
(Mein* Erfahrungsbericht für alle, die es interessiert)

Ist möglich, aber nicht so einfach, sag' ich gleich! Im Frühjahr bekam ich erstmal aufgrund interner organisatorischer Umstellungen einen anderen Vermittler. Beim zweiten Gespräch hatte sich das Verhältnis zu diesem Fallmanager dahingehend verschärft, dass er mir während der Vorsprache mitteilte, dass er mich nun in eine Maßnahme stecke, ob es mir gefalle oder nicht. Wenn ich das nicht verstehen wolle, dann "könne er mich, wenn er wolle, auch als Küchenspüler vermitteln, damit ich ihn recht verstehe!"

Dies war für mich, der stets Bemühungen nachgewiesen und bisher nie Ärger hatte, weil andere Gründe für meine weiter andauernde Arbeitslosigkeit sprachen, jedenfalls nicht eine Unterqualifizierung, eher das Gegenteil. Deshalb hatte mein Vermittler, wohl versucht, mir mit "Spülhilfe" zu drohen. Anderntags erhielt ich postalisch eine neue Eingliederungsvereinbarung, bei der er eine "noch zu konkretisierende Maßnahme" für mich eingetragen hat - also keine definierte. Deshalb hielt ich es für richtig, mein Verhältnis zu diesem Sachbearbeiter grundlegend in Frage zu stellen und um einen anderen zu bitten. Aus der Bundestags-Drucksache 7/910,47 zu § 17 SGB X konnte ich mich dann über den rechtlichen Hintergrund zum Fallmanagerwechsel informieren.


----------

Rechtliches zu den Gründen eines Wechsels:
Die Befangenheit des Fallmanagers/Vermittlers ist Grund, seinen Vermittler zu wechseln:
Zitat:
"Die Besorgnis der Befangenheit verlangt einen gegenständlichen vernünftigen Grund, der die Befangenheit vom Standpunkt des Hilfesuchenden aus befrüchten lassen kann, dass der Amtsträger (Fallmanager) nicht unparteiisch sachlich entscheiden werde.
------------

Konkrete Gründe für "Befangenheit":

- eine bestehende Feindschaft/Freundschaft zwischen Amtsträger (hier ARGE/Sozialamt u.ä.) oder einem der Beteiligten,

- die Berührung wirtschaftlicher oder sonstiger persönlicher Belange des Amtsträgers,

- unsachliche Äußerungen zu Anträgen oder Anliegen des Hilfesuchenden.

- vorzeitige (meint auch voreilige) Festlegung des Fallmanagers in einer bestimmten Rechtsauffassung (z.B. ohne vorherige adäquate Prüfung der Sachlage oder auch häufiges Auftreten von Fehlentscheidungen des Fallmanagers)

- offenbare Voreingenommenheit
Dabei müssen die Gründe objektiv vorliegen (nicht nur in eurer eignen Vorstellung, also Nachweise sammeln, die diese Gründe belegen können)

- Achtung Frauen! Befangenheit bei männlichen Sachbearbeitern gegenüber weiblichen Ratsuchenden kann auch vorkommen!

- Beleidigende Äußerungen jeglicher Art.
z.B. Unterstellungen (arbeitsscheu etc.)

Wichtig ist, dass die Gründe objektiv vorliegen!

--------

Mittel für den Wechsel:
Zitat:
Wenn Sachbearbeiter als Amtsträger euch gegenüber ihr Amt nicht "unparteiisch"
ausüben, muss das erklärt und begründet werden.
1. Stufe in einer Dienstaufsichtsbeschwerde oder
2. Stufe in einem Befangenheitsantrag.

1. Stufe: Dienstaufsichtsbeschwerde an Dienststellenleitung schriftlich, auch für Fälle geeignet, um Sachbearbeiter, mit deren Arbeit man nicht einverstanden ist, zu einer besseren Arbeitsweise und Fehlervermeidung zu bewegen.

TIPP: Schreibhilfe!
- Begriffe wie "Voreingenommenheit", "befangen, Befangenheit", "voreilig Entscheidung getroffen", "Vertrauensverhältnis unüberbrückbar zerstört" verwenden.
- Dazugehörige Beispiele schildern (Situationen, die sich ergeben haben).
- Dazu evt. Belege (Schriftstücke, Gesprächsnotizen aus Telefonaten beifügen).
- Per Einschreiben!

Dienstaufsichtsbeschwerde - Weiteres Vorgehen:
Die ARGE wird versuchen [i](meine Erfahrung!)[7i], nach Eingang eurer Beschwerde - zusammen mit Vorgesetztem und betreffendem Sachbearbeiter eine Art "Gesprächsrunde zur Beilegung des Problems" per Einladung an euch zu richten. Der Einladung ist auf jeden Fall zu folgen.

Eure Möglichkeiten der Reaktion (2 Versionen):

"Bin zum Klärungsgespräch bereit" - oder Methode Spongebob
(für stark benervte Leute, die ihren Fallmanager noch mal gerne sehen wollen)
Meist sind die dann zu zweit (Vorgesetzter und betreffender Fallmanager), also Zeugen mitnehmen! Die werden voraussichtlich sich selbst bzw. ihren Mitarbeiter verteidigen und gebetsmühlenartig erklären, dass in ihrem Hause ein Wechsel nicht möglich ist, (Wo käme man da hin? Was ist, wenn ihr euren nächsten Fallmanager auch nicht "mögt"? Wechseln? Geht nur, wenn ein wirklich wichtiger Grund - der ist hausintern und wird oft nicht preisgegeben - vorliegt.- Wechsel? - Nur in absoluten Ausnahmefällen...etc.)

Was tut ihr indessen? - oder die Politiker-Methde
Einfach (wenn ihr mit Reden dran kommt!) stur wiederholen, immer wieder betonen, dass das Verhältnis völlig zerrüttet, Vertrauensbasis vollends zerstört ist.
Wenn das Gespräch keine Wirkung bei den Amtsträgern zeigt, dann hinweisen, dass man sich das noch einmal überlegen möchte (Nacht drüber schlafen), damit aus dem Verhör wieder rauskommt. Nach Hause gehen!
Erholen!

Schreiben nach Gespräch an Dienststellenleiter
Dann aber sendet in 1-2 Tagen ein Schreiben an die Dienststellenleitung mit starker Betonung des "dringenden" Wunsches der Zuweisung einen neuen/anderen Fallmanagers, da ihr auch nach dem Gespräch nicht den Eindruck habt, ... oder sich außerstande sieht, mit bisherigem Fallmanager ein auf Vertrauen basiertes Verhältnis erneut aufbauen kann.

Und w i c h t i g! ... dass ihr die Überlegung ins Auge fasst, eine Befangenheitsantrag (> siehe Stufe 2 unten) an anderer Stelle zu stellen, weil sich das Gespräch, im Sinne eures Wunsches, den Vermittler zu wechseln, als "fruchtlos"/ergebnislos erwiesen hat. Dann etwas warten auf die Reaktion des Amtes. Erholen! Ausruhen!

2. "Ich will den nicht mehr sehen!" oder Methode PaTRICK
(für Leute, die nicht eher stark genervt sind und zeigen wollen, wie ernst es ihnen damit ist)
-Antwortschreiben auf Einladung:
Beantwortet die Einladung mit einem Schreiben, in dem ihr erklärt, dass ihr natürlich zu einem Gespräch bereit seid, Bedingung: aber nicht in Anwesenheit eures Fallmanagers, fühlt euch bedroht und fürchtet 2emotinale" Attacken seinerseits etc... Bittet um Bestätigung eures Schreibens und dass euren Wunsch entsprochen wird, das Gespräch in Abwesenheit des Sachbearbeiters zu führen. Die gehen darauf ein, weil sie glauben, dass sie euch dennoch "rumkriegen" können - auch ohne diesen Mitarbeiter.

- Einladung wahrnehmen:
Nun werden euch möglicherweise Vorgesetzter und dessen Vorgesetzter gegenüber sitzen! Macht nix - nur Mut! Möglicherweise möchte man euch dennoch auf ein weiteres Gespräch mit eurem Fallmanager ein"norden"...Die Vorgesetzte wird gebetsmühlenartig... (siehe Möglichkeit a)

- Was tut ihr? Politker-Methode anwenden!
Einfach ebenso immer wieder betonen, dass Vertrauen so stark gestört ist, dass man sich nicht gut beraten und für die berufliche Zukunft gut augehoben fühlt bei diesem Vermittler/Sachbearbeiter und daher dringend eine andere Person seines Vertrauens benötigt. Weiter verfahren wie unter a) Falls das Gespräch kein Ende nehmen will, einfach sagen, dass man sich das mit dem Gespräch unter Beisein des Sachbearbeiters nochmals überlegen möchte (Nacht drüber schlafen) und anruft, schreibt od. die geben einen zweiten Termin. Dann Schreiben mit Hinweis auf Fruchtlosigkeit etc. (siehe a). Falls alles nicht fruchtet auf > Stufe 2 übergehen! Manchmal reicht jedoch Stufe 1.

-----------
2. Stufe: Antrag auf Befangenheit stellen.
Dieser kann bei der Dienststellenleitung, aber auch beim Regierungspräsidenten (Regierungspräsidium) des Landes oder beim Landesarbeitsamt gestellt werden

TIPP: Schreibhilfe!
Dabei wiederholt auf Befangenheit (siehe Dienstaufsichtsbeschwerde) etc. aufmerksam machen, Beispiele aufzählen, Nachweise dazu. Der Antrag wandert dann von "oben" nach unten, alle bekommen mit, dass der Mitarbeiter nicht "ganz so korrekt" gearbeitet hat, wie er sollte. Per Einschreiben abschicken!

Nicht zu empfehlen!: Die Anweisungen aus § 17 Abs. 1 SGB X, die da lauten: "Sprich selbst direkt mit Deinem Sachbearbeiter." Hier Auszug aus § 17:
Zitat:
"Zurückweisung eines Sachbearbeiters: Wird von Hilfesuchenden das Vorliegen eines solchen Grundes behauptet, "hat der Amtsträger den Leiter der Behörde zu unterrichten und sich auf dessen Anordnung der Mitwirkung zu erhalten"
Bedeutet, der Sachbearbeiter muss Rechenschaft ablegen, Bericht schreiben und mit seinem Chef zusammenarbeiten - na ja, scheint mir nicht sehr aussichtsreich.


Sorry, dass das soviel Text benötigt. Bei mir klappte es, habe das Dinge nur mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde - ohne Befangenheitsantrag - durchgezogen; man hat mir aber deutlich "absolute Ausnahme!" in den abschließenden Bescheid reingeschrieben - glaube ich aber nicht so ganz. Habe eine neuen Fallmanager - keine Rede mehr von "unsinnigen" Maßnahmen.

Hoffe, es hilft einigen von euch echt weiter
und wünsche RECHT viel Erfolg

Hrtzbeat*
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2007, 11:16   #15
ash007
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hi Hartzbeat,

ich habe seit letzer Woche eine neue FM'in oder SB'in.
Ich komme auf ihr nicht klar, sie verdreht Sachen obwohl es schon mit einer anderen SB'in (Vertretung) schon abgeklärt wurde etc.

Anschienend leidet sie schon an Amnesie, Datenabgleich erfolgte, etwas später selben Fragen nochmals gestellt, selbe Antwort gegeben, nochmal das gleiche, obwohl es schon längst in der EDV abgeglichen wurde.

Sie hat mich in einer neuen, gleichen, Maßnahme gesteckt, in der ich vor etwa 3 Monaten war (hier zu lesen)

Sie tut so, als wäre ich ihr Untertane, um es vorsichtshalber auszudrücken.

Das komische ist, das ich ihr mein halbes privat-Leben erzähle soll, also was mich mehr oder weniger "bedrückt" oder so, aber ich bin der Meinung, dass ich ihr doch nicht alles erzählen muss.
Ich frage sie ja auch nicht nach ihren Problemen auch wenn ich nur ein armer Harz IV-Empfänger von vielen bin.

Gäbe es eine Möglichkeit die FM'in schnellmöglichst zu wechseln ?
Grund: meine Nerven liegen schon im Keller und ein weiteres wiedersehen möchte ich möglichst vermeiden.
• Sie verdreht Tatsachen die es Schwarz auf Weiß gibt
• ich habe zu ihr kein Vertrauen
• fühle mich bei ihr unaufgehoben, wie das Letzte
Vielen Dank.
  Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2012, 16:31   #16
aner2
Elo-User/in
 
Registriert seit: 07.07.2012
Ort: Hechingen Baden Würtemberg
Beiträge: 453
aner2 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie man seinen Fallmanager wechselt

hallo Hartzbeat, möchte auch meinen SB wechseln.Könntest du mir ein Schrifstück aufsetzen in Word,weil ich bin der deutschen Schreibweise nicht so mächtig.Und wo muß ich das hinchicken.Danke im Voraus.
aner2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2012, 16:35   #17
wommi->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 18.02.2010
Beiträge: 845
wommi wommi wommi
Standard AW: Sachbearbeiter wechseln mit oder ohne Angabe von Gründen ?

Wenn Du nachgesehen hättest, dann hättest Du bemerkt, dass Hartzbeat bereit seit 2008 hier nicht mehr gepostet hat - mache einen neuen Thread auf und frage nach Hilfe !
wommi ist offline   Mit Zitat antworten
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