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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 10.09.2014, 15:07   #1
Manuel
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Manuel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Info Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Grüsst euch.

Seit September 2014 befinde ich mich in Therapie bei einem Psychologen, die Therapie habe ich Freiwillig begonnen da ich mit meinem Leben nicht klar komme.
Auch war ich bei meinem Hausarzt der einen Ruhepuls von 200 zu 100 bei mir feststellte und mir sagte, das wenn ich dagegen nichts unternehme einen Schlaganfall bekommen würde.

Vorher war ich schon mal 2 Jahre in Therapie wegen einer Angst und Verhaltensstörung.

Dieses hatte ich dem Jobcenter Beamten schon im August 2014 mitgeteilt.
Nun habe ich heute eine Einladung vom Kreis erhalten das ich am 17.09.2014 zur Vertrauensärztlichen Untersuchung soll.

Kann ich mich dagegen wehren? Sollte ich nicht zum Termin erscheinen wird mein Hartz4 um 10 Prozent gekürzt.

Eine Hartz4 Kürzung um 10 Prozent wäre für mich persönlich gerade noch so hinnehmbar, aber sollte die Kürzung mehr betragen müsste ich Privatinsolvenz anmelden, da ich auch noch Schulden abbezahle, auch das weiß der Jobcenter Beamte. Eine Eingliederungsvereinbarung habe ich bisher nicht unterschrieben.
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Alt 10.09.2014, 15:20   #2
Yukonia->Emailproblem
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Yukonia Yukonia Yukonia Yukonia Yukonia Yukonia
Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Kannst du die Einladung hochladen?

Laut § 32 SGB II bist du verpflichtet, an einem solchen Termin teilzunehmen:

Zitat:
(1) Kommen Leistungsberechtigte trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren Kenntnis einer Aufforderung des zuständigen Trägers, sich bei ihm zu melden oder bei einem ärztlichen oder psychologischen Untersuchungstermin zu erscheinen, nicht nach, mindert sich das Arbeitslosengeld II oder das Sozialgeld jeweils um 10 Prozent des für sie nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs. Dies gilt nicht, wenn Leistungsberechtigte einen wichtigen Grund für ihr Verhalten darlegen und nachweisen.
(2) Die Minderung nach dieser Vorschrift tritt zu einer Minderung nach § 31a hinzu. § 31a Absatz 3 und § 31b gelten entsprechend.


Solltest du nun aus anderen oder dem gleichen Grund sanktioniert werden, summieren sich die Beträge.

Gegen die Meldeaufforderung (man müsste die mal sehen) kannst du Widerspruch einlegen. Aber eine ärztliche Untersuchung könnte durchaus in deinem Sinne sein. Nämlich dann, wenn der Arzt oder Psychologe Leistungsminderungen diagnostizieren.

Welchen Grund hast du, nicht an dieser Untersuchung teilnehmen zu wollen?
__

Von null auf hundert in fünfzehn Minuten
Meine Beiträge stellen möglicherweise meine Meinung dar
Yukonia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2014, 16:02   #3
gelibeh
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Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Zitat:
Aber eine ärztliche Untersuchung könnte durchaus in deinem Sinne sein. Nämlich dann, wenn der Arzt oder Psychologe Leistungsminderungen diagnostizieren.
Der kann feststellen, was Du überhaupt noch für Tätigkeiten ausführen kannst und welche Dinge zu vermeiden sind. Das kann also zum Vorteil sein, denn daran hat sich das JC zu halten. Wenn Du hast, nimmst Du Unterlagen vom Arzt/Therapeuten mit.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2014, 16:06   #4
Don Vittorio
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Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Zitat von Manuel Beitrag anzeigen
müsste ich Privatinsolvenz anmelden, da ich auch noch Schulden abbezahle, auch das weiß der Jobcenter Beamte.
Das interessiert das JC überhaupt nicht!
Don Vittorio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2014, 16:14   #5
faximan
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faximan Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

1. Bitte einladung anonymisiert hochladen.
2. auf KEINEN Fall alleine zu dieser untersuchung
3. Jetzt schon Fahrtkosten beantragen und den genauen Grund der Untersuchung fordern sowie Angaben welche untersuchungen vorgenommen werden!

Je nach dem was in der Einladung steht und wie die Reaktion auf Punkt 3 ist sowie wie mutig du selber bist - könnte man hier ein wenig "Verwaltungsrecht Ping Pong" Spielen auch könntest du dem Gutachter eine modifizierte Schweigepflichtsenbindung zu kommen lassen, bedeutet das du die Befunde / Diagnose die an den ärztlichen Dienst weitergeleitet werden sehr einschränkst... Dies wird zu einigen Chaos bei denen führen... Es ist ein reines Spiel auf Zeit aber die einzige möglichkeit sich ein wenig zu wehren!

Es gibt eine Super Vorlage von Gila fallst Du interessiert bist. Das Einschränken der Schweigepflichtsentbindung hat einen erheblichen vorteil - Du verlangst das die Diagnose und alles andere erst an den ÄD vom Arzt weitergegeben wurde wenn du es gegengelesen hast. Somit kannst du frühzeitig intervenieren, sollte der Arzt zu einen Ergebniss kommen was deiner Auffassung nach nicht deinen Gesundheitlichen zustand enspricht. Erst auf Grundlage des Gutachten kann ein Verwaltungsakt / Bescheid getroffen werden.
faximan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2014, 19:18   #6
Manuel
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Manuel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Hallo hier der Brief.
Wenn es dem Jobcenter egal ist ob man Schulden hat frage ich mich warum der Jobcenter Beamte das von mir wissen wollte.

Ich hatte bereits bei der ersten Einladung zur Untersuchung eine Schweigepflichtentbindung unterschrieben. Doch das Gutachten das damals vor 2 Jahren der Psychologe ausstellte genügte dem Amtsarzt nicht, dieses sei zu alt.

Die zweite Einladung musste ich ablehnen da der Betreuer meines Vaters in Urlaub war, so das ich dann die Pflege meines Vaters übernommen hatte.

Im Jahr 2012 war ich schon mal beim Amtsarzt wegen meines Führerscheines, dieser schickte mich zur MPU da er sich auf das Gutachten bezog von meinem Psychologen.
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Alt 10.09.2014, 20:33   #7
Manuel
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Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Oder kommt man aus der Situation nur heraus wenn man einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellt? Hm
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Alt 11.09.2014, 08:08   #8
Dark Vampire
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Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Wenn du Antrag auf EMRente stellst musste auch zu den Ärzten aber dann bei der DRV.

Also ich würde dorthingehen, mir brachte das auch nur Vorteile, ich habe meine Ruhe dadurch.
Dark Vampire ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2014, 09:48   #9
Manuel
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Manuel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Hi dank dir.

Habe gestern noch mit einem anderen User aus dem Forum gesprochen, dieser hatte vor dem Sozialgericht gegen Sanktionen geklagt in Anbetracht der Würde des Menschen. Von ca. 12 Klagen hat er eine gewonnen.
Danach wurde er vom Jobcenter in Ruhe gelassen und bekommt auch keine Vorladungen zugeschickt, sondern nur jeden Monat Hartz4 und Miete überwiesen.

Es scheint also doch zu funktionieren wenn man dem Jobcenter zeigt das man nicht alles mit sich machen lässt, und sogar gegen Sanktionen klagt, lassen sie einen in Ruhe.
Manuel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2014, 09:57   #10
PompeiPit
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PompeiPit PompeiPit PompeiPit
Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Zitat von Manuel Beitrag anzeigen
Hallo hier der Brief.
Wenn es dem Jobcenter egal ist ob man Schulden hat frage ich mich warum der Jobcenter Beamte das von mir wissen wollte.
Weil Schulden ein Vermittlungshemmnis sein können, jedenfalls in bestimmten Berufen. Weiss er's, könnte er theroetisch solche Jobs für dich weglassen. Ob's praktisch funktioniert, hängt vom IQ deines Sachbearbeiters ab...
__

Das oben stehende Geschreibsel ist keine Rechtsberatung, sondern meine bescheidene, persönliche Meinung.

Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott.
Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!
(Carl Theodor Körner)
PompeiPit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2014, 10:11   #11
Manuel
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Manuel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Zitat von PompeiPit Beitrag anzeigen
Weil Schulden ein Vermittlungshemmnis sein können, jedenfalls in bestimmten Berufen. Weiss er's, könnte er theroetisch solche Jobs für dich weglassen. Ob's praktisch funktioniert, hängt vom IQ deines Sachbearbeiters ab...
Ich glaub im nächsten Leben werde ich Sachbearbeiter im Jobcenter, da sitzt man den ganzen Tag im Büro und entscheidet über die Zukunft von Personen und wenn die Person den Vertragsklauseln nicht nachkommt wird diese Sanktioniert. Man kann (Gott) spielen.
Manuel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2014, 10:32   #12
gelibeh
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Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Zitat:
Oder kommt man aus der Situation nur heraus wenn man einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellt? Hm
DAs macht doch nur Sinn, wenn es gesundheitliche Einschränkungen gibt. Wenn es da welche gibt, dan frage ich mich, warum soll der Amtsarzt die denn nicht feststellen? Dadurch dürften sich doch einige Tätigkeiten ausschließen.
Wenn die nicht so schwer sind und die DRV meint, keine EM, dann hat sich das JC daran zu halten. Im DRV-Bericht dürfte aber nur eine generelle Ablehnung stehen und kein Ausschluss von Tätigkeiten. Der Schuss kann also nach hinten losgehen, weil Du dann für das JC voll einsatzfähig bist.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2014, 10:39   #13
Manuel
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Manuel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Das Problem ist bei mir, das die Psyche nicht mitspielt, ansonsten bin ich Gesund. Deswegen ist es auch für mich ein Problem zu einem Amtsarzt hinzufahren oder mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.
Wenn der jenige in mein Gewohntes Umfeld kommen würde, wäre das kein Problem für mich, aber das ist laut Jobcenter nicht machbar.

Deswegen nehme ich ja auch Freiwillig an der Therapie teil, damit ich eines Tages wieder Einsatzfähig bin.

Das der erste Erwerbsminderungsrentenantrag abgelehnt wird ist normal, jede Rentenversicherung drückt sich so lange wie möglich vor einer Auszahlung.
Manuel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2014, 10:53   #14
BurnsTorn
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Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Zitat von Manuel Beitrag anzeigen
Ich glaub im nächsten Leben werde ich Sachbearbeiter im Jobcenter, da sitzt man den ganzen Tag im Büro und entscheidet über die Zukunft von Personen und wenn die Person den Vertragsklauseln nicht nachkommt wird diese Sanktioniert. Man kann (Gott) spielen.
Man muss schon viel Phantasie haben, um das Tun von kleinen JC-Sachbearbeitern mit göttlichem Handeln zu assoziieren. Die SBs in den JCs werden nämlich oft an einer sehr kurzen Leine gehalten. Mit Gott spielen ist da wenig, weil man durch Controlling-Vorgaben (80% EGV-Abschlussquote, egal ob krank oder nicht; fixe Zahl an Maßnahmezuweisung, egal ob passend oder nicht; VV-Ausgabezwang etc.) sowie durch die Angst vor schlechter Beurteilung (bei Befristeten) und damit Jobverlust diszipliniert wird.

Die SBs erleben - genau wie ihre "Kunden" - täglich Druck. Sie haben gegenüber ihren "Kunden" nur den Vorteil, diesen Druck nach unten weitergeben zu könne und dafür verhältnismäßig gut bezahlt zu werden (sofern über die BA angestellt). Das, was im Jobcenter täglich geschieht, ist in keiner Weise etwas Besonderes. Es geschieht weltweit täglich millionenfach und ist unserem Wirtschaftssystem zueigen: Je tiefer man nach unten kommt (in der organisationalen Hierarchie), desto höher ist der Druck, desto geringer ist die Selbstbestimmung, desto mehr Unfreiheit herrscht. Egal ob im Jobcenter oder in der Autoindustrie am Band.

Unten ist es am unangenehmsten. Und im Jobcenter stehen die "Kunden" ganz unten. Eine Stufe darüber - aber immer noch weit unten - sind die Arbeitsvermittler. Da ist kein Gott in Sicht. Vieles was hier als Willkür und Dummheit von SBs gedeutet wird, ist einfach den Vorgaben geschuldet. Ich habe, als ich Arbeitsvermittler war, ständig EGVs auch mit Kranken abgeschlossen (würde ich auch heute wieder tun, wenn ich im JC arbeiten würde) und da auch Dinge reingeschrieben wie: "Sie nehmen Termine bei ärztlichen Dienst wahr und reichen ihren Gesundheitsfragebogen hier bis dann und dann ein".

Das tat ich ganz sicher nicht aus Dummheit oder Unwissenheit. Ich wusste von Anfang an, dass das so nicht vorgesehen ist. Das war Teil der BA-Schulung. Zur praktischen Intelligenz zählt aber auch, zwischen Theorie und Praxis zu unterscheiden und zu erkennen, das offizielle Vorgaben und das, was inoffizell erwartet wird, zwei Paar Schuhe sind.

Will sagen: Wer als JC-Mitarbeiter anders vorgeht, als das SGB es vorsieht, tut das nicht unbedingt aus Dummheit, Arroganz oder Größenwahn, sondern zwecks Quotenerfüllung. Das Wohlwollen des TL/BL ist - so man im Job bleiben will - wichtiger als rechtlich einwandfreies Handeln. Das hat also nicht mit Gott spielen zu tun, sondern mit gehorchen, um keine Probleme mit Vorgesetzten zu bekommen. Im Jobcenter ist es eines der wichtigsten Anliegen, Gehorsamkeit zu perfektionieren - auf beiden Schreibtischseiten!
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Alt 11.09.2014, 11:11   #15
en Jordi
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Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Zitat von Manuel Beitrag anzeigen
Das Problem ist bei mir, das die Psyche nicht mitspielt, ansonsten bin ich Gesund. Deswegen ist es auch für mich ein Problem zu einem Amtsarzt hinzufahren oder mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.
Das ist ja eine schwerwiegende Behinderung, die du auf die eine oder andere Art durch Gutachten bestätigen lassen musst. Hast du schon einen Behinderungsgrad? Wenn das wirklich so schlimm ist, solltest du mindestens 50 GdB bekommen.

Du könntest versuchen, von deinem Arzt ein Attest zu bekommen, dass du diese Untersuchung derzeit nicht bewältigen kannst.
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Alt 11.09.2014, 14:29   #16
Manuel
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Manuel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Das ist ja eine schwerwiegende Behinderung, die du auf die eine oder andere Art durch Gutachten bestätigen lassen musst. Hast du schon einen Behinderungsgrad? Wenn das wirklich so schlimm ist, solltest du mindestens 50 GdB bekommen.

Du könntest versuchen, von deinem Arzt ein Attest zu bekommen, dass du diese Untersuchung derzeit nicht bewältigen kannst.
Ok danke für den Hinweis, dem Kreis werde ich das dann mitteilen zwecks Untersuchungstermin beim Amtsarzt, damit diese Bescheid wissen das ich mich in Therapeutischer Behandlung befinde.

Normalerweise müsste der Kreis mir dann glauben schenken denn ohne Psychische Krankheit würde man wie ich vermute kaum Termine zur Behandlung beim Psychologen bekommen.
Manuel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2014, 16:33   #17
en Jordi
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Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Hast du einen niedergelassenen Psychiater?

Du müsstest ja eigentlich durchgehend krank geschrieben sein, wenn du nicht unter Menschen kannst. Bekommst du Medikamente? Sonst wäre möglicherweise auch ein stationäre Behandlung nötig. Das ist ja kein Dauerzustand.

Die Termine beim Amt hälst du aber ein?
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Alt 11.09.2014, 17:24   #18
Manuel
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Manuel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Hast du einen niedergelassenen Psychiater?

Du müsstest ja eigentlich durchgehend krank geschrieben sein, wenn du nicht unter Menschen kannst. Bekommst du Medikamente? Sonst wäre möglicherweise auch ein stationäre Behandlung nötig. Das ist ja kein Dauerzustand.

Die Termine beim Amt hälst du aber ein?
Grüss dich, Medikamente nehme ich nur wegen meinen Blutdruck der liegt bei 200 zu 100 in der Ruhephase, wenn ich arbeite liegt der bei 250 zu 100.

Wohne in einer 8000 Einwohner Stadt wo eigentlich fast jeder jeden kennt.

Bei einem Psychiater bin ich nicht, sondern bei einem Dr. med. Psychologen.
Ob eine Stationäre Behandlung nötig ist, entscheidet der Psychologe in der Therapie.
Dem Jobcenter Sachbearbeiter hatte ich das schon alles im August erklärt, er sagte mir wenn ich Hilfe benötige sollte ich mich an einen Psychologen das wäre der erste Schritt. Das habe ich dann auch getan.

Auch hatte ich mich, wie vom Jobcenter Sachbearbeiter verlangt, bei der Gesundheitsbehörde über Email gemeldet und dem Psychologen von der Gesundheitsbehörde mitgeteilt was der Aktuelle stand der Dinge ist. Ansonsten hätte ich Sanktionen bekommen.

Der Jobcenter Sachbearbeiter teilte mir auch mit, das es an mir liegen würde, ob ich weiter (Menschenscheu) bleiben will, oder ich in Behandlung eines Psychologen gehe um dieses zu ändern. Zwingen könnte mich keiner.

Nun habe ich den Vorschlag vom Jobcenter Sachbearbeiter angenommen zwecks Therapie bei einem Psychologen und nun bekomme ich den nächsten Druck mit der Vertrauensärztlichen Untersuchung, nach der Art (Fress oder Stirb). Obwohl der Jobcenter Sachbearbeiter auch weiß das ich wegen einer Angst und Verhaltensstörung vor 2 Jahren schon mal 2 Jahre lang in Behandlung war.

Es kommt mir immer mehr so vor als ob ich gegen eine Wand spreche wenn ich mit dem Jobcenter Sachbearbeiter einen Termin zum Gespräch habe.
Manuel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2014, 17:53   #19
BurnsTorn
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Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Zitat von Manuel Beitrag anzeigen
Bei einem Psychiater bin ich nicht, sondern bei einem Dr. med. Psychologen.
Nur zur Info: Das dürfe ein Psychiater sein. Oder ein Arzt (Allgemeinmediziner?), der zusätzlich zum Medizin-Studium ein Psychologie-Studium absolviert hat. Ein reiner Psychologe promoviert nämlich - in aller Regel - nicht in Medizin, sondern er promoviert sich zum Dr. phil oder zum Dr. rer. hum bzw. Dr. rer. nat. Der darf sich nach Zusatzausbildung dann psychologischer Psychotherapeut nennen und ist als solcher approbiert. Er darf aber keine Medikamente verschreiben, außer er hat ein medizinisches Studium absolviert.

Zitat von Manuel Beitrag anzeigen
Ob eine Stationäre Behandlung nötig ist, entscheidet der Psychologe in der Therapie.
Nein, der darf GAR NICHTS entscheiden! Ein reiner Psychologe kann und darf nicht mal Therapie anbieten. Entweder es handelt sich um einen Psychiater (das MUSS ein Medizinier sein) oder um einen Psychotherapeuten (das kann ein Mediziner, aber auch ein Psychologen sein, der eine mehrjährige klinische Ausbildung zum Therapeuten absolviert hat).

Zitat von Manuel Beitrag anzeigen
Dem Jobcenter Sachbearbeiter hatte ich das schon alles im August erklärt, er sagte mir wenn ich Hilfe benötige sollte ich mich an einen Psychologen das wäre der erste Schritt. Das habe ich dann auch getan.
Psychologen helfen einem bei psychischen Problemen mit Krankheitswert nicht. Das können und dürfen sie nicht! Ein reiner Psychologe ist weder für die Diagnostik noch für die Behandlung psychischer oder psychiatrischer Erkrankungen qualifiziert. Wer als Patient einer therapeutischen Behandlung bedarf, muss sich an einen Psychiater oder Psychotherapeuten wenden.

Zitat von Manuel Beitrag anzeigen
Der Jobcenter Sachbearbeiter teilte mir auch mit, das es an mir liegen würde, ob ich weiter (Menschenscheu) bleiben will, oder ich in Behandlung eines Psychologen gehe um dieses zu ändern. Zwingen könnte mich keiner.
Psychologe und Behandlung schließt sich aus. Der JC-SB hat, so er das so gesagt hat, wenig Ahnung.
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Alt 11.09.2014, 18:37   #20
Manuel
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Manuel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Hi , so also Dr. Med. (Mustermann) Facharzt für Allgemeinmedizin, Schwerpunktmäßig mehr als 10 Jahre Psychotherapie. ( Ist schon im Rentenalter aber betreibt die Praxis immer noch).

Wer darf überhaupt Psychotherapie anbieten?
1.Psychologische Psychotherapeuten
2.Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
3.Folgende Ärzte: ##Fachärzte, deren Ausbildung Psychotherapie umfasst
##Ärzte mit Zusatz-Weiterbildung in Psychotherapie
##Weitere Ärzte, die Psychotherapie anbieten
4.Therapeuten mit Psychotherapie-Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz: ##Diplom-Psychologen mit Heilkunde-Erlaubnis
##Heilpraktiker für Psychotherapie
##(Voll-) Heilpraktiker

Setzt man den Psychologen im Verhältnis zu den Berufsgruppen (Psychotherapeut, Psychiater, Nervenarzt), so erfüllt er die Rolle des Diagnostikers und Vorbehandlers. Das heißt, er überprüft, wie hoch der Leidensgrad oder gar die Erkrankung des Probanden (Klienten) ist. Auch kann er erfassen, welche Möglichkeiten der Hintergründe und Ursachen der diagnostizierten Problematik zugrunde liegen und welche mögliche Hilfe weiter anzuraten ist.

Sollte er zweifelsfrei feststellen können, dass keine besondere Weiterbehandlung zum gegebenen Zeitpunkt notwendig ist (wobei er sich in der Regel mit Fachkollegen berät), so kann er selbst die Behandlung in Form von lebensbegleitender Beratung und Hilfe übernehmen.

Daher sollten Sie bei einem Psychologen zunächst immer von einem “psychologischen Berater”, nicht aber gleich von einem Therapeuten reden. Erst wenn der Therapeut gefragt ist, wenn also ein Problem oder eine psychische Störung diagnostiziert wurde, ist die Kompetenzgrenze des normalen Psychologen erreicht und es muss nach entsprechend qualifizerter Weiterbehandlung gefragt werden, die natürlich vorhanden sein kann.





Ich war 2 Jahre lang bei einem Diplom Psychologen in Behandlung wegen meiner Angst/Verhaltensstörung, nun bin ich bei dem Dr. med. Psychologen in Behandlung.

Naja von der Krankenkasse habe ich 25 Sitzungen genehmigt bekommen.
Manuel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2014, 08:29   #21
en Jordi
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Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Machen wir es kurz: Willst du deine Angsterkrankung anerkannt bekommen, musst du zu einem Facharzt. Klinikberichte sind da auch immer sehr nützlich, daher mein Hinweis einer stationären Therapie.

Um eine Begutachtung deiner Erwerbsfähigkeit kommst du auch nicht herum. Das gibt 30% Sanktion, wenn du einen Termin ausschlägst und die nächste Einladung ist gewiss.

Ich weiß nicht, was du dagegen hast. Du willst doch, dass man deine Erkrankung berücksichtigt.
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Alt 12.09.2014, 11:14   #22
Manuel
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Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Ok Verstanden.

Also die Diagnose von einem Diplom Psychologen zu bekommen das man unter einer Angst und Verhaltensstörung leidet reicht dem Jobcenter nicht aus.
Dann wird es dem Jobcenter auch nicht ausreichen die gleiche Diagnose von einem Dr. med. zu bekommen.

Beim Amtsarzt war ich schon im Jahr 2012 wegen meines Führerscheines, dieser wurde mir vom Amtsarzt verweigert weil er sich auf die Diagnose meines Ehemaligen Diplom Psychologen berufen hat, der als Diagnose eine Angst und Verhaltensstörung feststellte.

Sollte ich nicht zu einer Vertrauensärztlichen Untersuchung gehen, bekomme ich Sanktionen bis 100 Prozent das ist mir bewusst. Aus der Not heraus werde ich dann den Brief http://www.buergerinitiative-grundei...alsanktion.pdf dem Jobcenter Sachbearbeiter zusenden, egal was der Jobcenter Sachbearbeiter dann vor mir hält, denn wenn man alles verloren hat, kann einem nichts mehr genommen werden.

Sollte ich dann nicht in Ruhe gelassen werden, muss ich den Klageweg beim Sozialgericht bestreiten.

Danke für eure Antworten
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Alt 12.09.2014, 12:24   #23
gelibeh
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Standard AW: Jobcenter will Vertrauensärztliche Untersuchung

Das Führerscheingutachten hat aber nicht Deine Einschränkungen festgestellt, die DU auf dem Arbeitsmarkt hat.

In dem geplanten Gutachten soll festgestellt werden welche Einschränkungen du auf dem Arbeitsmarkt hast und welche Tätigkeiten Du nicht machen darfst. Dein Arzt ist kein Arbeitsmediziner und kann das gar nicht beurteilen.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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