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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 28.07.2014, 18:28   #1
Maggie1978
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Registriert seit: 25.04.2008
Beiträge: 100
Maggie1978
Standard Fragebogen bei Arbeitgeberkündigung in der Probezeit

Hallo,

mein Mann hat seit Anfang Juni in einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Der Entleiher war eine Firma bei der er vorher auf Minijob-Basis gearbeitet hat. Die Firma hätte ihn zwar gerne fest angestellt aber weil die alles andere als pünktlich und richtig zahlen, hat er mithilfe seines Fallmanagers den Umweg über die Zeitarbeitsfirma gesucht.

Jetzt wurde er in der Probezeit von der ZAF gekündigt. Natürlich steht in der Kündigung kein Grund. Im Jobcenter und dem Fallmanager ist allgemein bekannt, dass mein Mann schon seit Jahren immer wieder Probleme mit seinem Knie hat. Er wurde auch schon mehrfach operiert. Die Tätigkeit der Entleihfirma geht schon sehr auf sein Knie. Eigentlich soll er solche Tätigkeiten auch nicht ausführen oder zumindest nicht auf Dauer. Das hat die Rentenversicherung auch schon festgestellt. Die Arbeit macht meinem Mann aber recht viel Spaß. Deswegen ist er wie gesagt als Minijobber auch immer mal wieder in der Firma eingesprungen. Die Entleihfirma ist auch äußerst zufrieden mit seiner Leistung trotz der gesundheitlichen Probleme. Auf Dauer sucht er sich sowieso etwas anderes.

Letzte Woche hatte er leider wieder große Schmerzen. Die Belastung der Vorwoche war zu groß. Er ist zu seinem Arzt gegangen und dieser hat ihn dann für die komplette Woche krank geschrieben. Er war 2 Wochen vorher auch schon mal für 3 Tage krank geschrieben gewesen. Der Arzt hat auch gesagt, dass es eine Überlastung war und er müsste es jetzt schonen. Generell könnte er aber die Arbeit ausüben, wenn er hin und wieder Zeit hat sich zu schonen. Wir haben der ZAF Teilzeit vorgeschlagen. Also 1 Woche arbeiten gehen und eine Woche zuhause bleiben. Sie wollten sich das überlegen aber letztendlich haben sie abgesagt. Bei der Tätigkeit ist er die meiste Zeit auf Montage. Deswegen dieser ungewöhnliche Vorschlag unsererseits.

Wie gesagt es folgte die Kündigung zum 31.07. Erst wollte man meinen Mann tatsächlich noch gegen ärztliche Anordnung dazu zu bewegen, weil sie keinen Ersatz hatten, doch noch eine Woche mitzufahren. Aber von der Kündigung war schon vorher die Rede gewesen.

Als wir die Kündigung beim Jobcenter abgegeben haben, hat uns der Empfangsmitarbeiter dann direkt das Formular: "Fragebogen bei Arbeitgeberkündigung" mitgegeben. Mit dem geprüft werden soll, ob eine Sperrzeit vorliegt oder nicht. Er hat sich unseres Wissens nicht arbeitsvertragswidrig verhalten.

Was würdet ihr einfach und knapp ohne große Erklärungen bei der Schilderung aus seiner Sicht ungefähr schreiben?

Ich hatte an ungefähr folgendes gedacht:

Meine körperliche Gesundheit (insbesondere mein Knie) kann auf Dauer der starken körperlichen Belastung nicht standhalten. Ich hatte in der Woche der Kündigung starke Schmerzen und bin deswegen montags zum Arzt gegangen. Ich habe eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinung für die KW 30 erhalten und habe dies meinem Arbeitgeber mitgeteilt. Daraufhin und weil meine körperlichen Leiden bekannt sind, teilte mir mein Arbeitgeber schon telefonisch mit, dass ich in der Probezeit gekündigt werde. Die Kündigung erhielt ich daraufhin am übernächsten Tag.

Ist das okay? Kann wegen Krankheit eine Sperrzeit anfallen?

Liebe Grüße

Maggie

Sorry, dass es so lange geworden ist.
Maggie1978 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.07.2014, 18:40   #2
Fritz Fleißig
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Registriert seit: 08.03.2013
Beiträge: 3.325
Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragebogen bei Arbeitgeberkündigung in der Probezeit

Ich würde überhaupt nicht ins Detail gehen. Es handelt sich um eine fristgemäße Kündigung des Arbeitgebers ohne Vorwurf eines arbeitsvertragswidrigen Verhaltens, fertig. In der Probezeit braucht der Arbeitgeber auch keinen Grund anzugeben. "Offiziell" ist die Erkrankung auch kein Kündigungsgrund.

Sinngemäß (so ähnlich steht es übrigens auch in einem anderen aktuellen Beitrag zu diesem Thema):
Zitat:
Die Kündigung erfolgte vom Arbeitgeber fristgemäß und ohne Vorwurf eines arbeitsvertragswidrigen Verhaltens innerhalb der Probezeit. Gründe muß der Arbeitgeber in diesem Fall nicht nennen und hat dies mir gegenüber auch nicht getan.
Wegen einer Erkrankung darf selbstverständlich keine Sperrzeit oder Sanktion verhängt werden, denn die ist schließlich nicht vorwerfbar.

Abgesehen davon sollte dein Mann freilich die Arbeitsagentur schriftlich darauf aufmerksam machen, daß er bestimmte Tätigkeiten aufgrund "orthopädischer Probleme" nicht ausüben kann und deshalb umgehend eine Begutachtung beim Ärztlichen Dienst verlaßt werden möge, damit ihm keine ungeeigneten Stellen vorgeschlagen werden. Medizinische Einzelheiten nur gegenüber dem Ärztlichen Dienst angeben.
__

Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.07.2014, 20:11   #3
Maggie1978
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Registriert seit: 25.04.2008
Beiträge: 100
Maggie1978
Standard AW: Fragebogen bei Arbeitgeberkündigung in der Probezeit

Zitat von Fritz Fleißig Beitrag anzeigen
Ich würde überhaupt nicht ins Detail gehen. Es handelt sich um eine fristgemäße Kündigung des Arbeitgebers ohne Vorwurf eines arbeitsvertragswidrigen Verhaltens, fertig. In der Probezeit braucht der Arbeitgeber auch keinen Grund anzugeben. "Offiziell" ist die Erkrankung auch kein Kündigungsgrund.

Sinngemäß (so ähnlich steht es übrigens auch in einem anderen aktuellen Beitrag zu diesem Thema):Wegen einer Erkrankung darf selbstverständlich keine Sperrzeit oder Sanktion verhängt werden, denn die ist schließlich nicht vorwerfbar.
Ja, deswegen wäre es vielleicht besser mit offenen Karten zu spielen. Wie gesagt die Erkrankung ist bekannt. Er hat deswegen auch "spezielle Betreuung" beim Jobcenter erhalten. Dieser Fallmanager ist jetzt auch wieder für ihn zuständig und er hat diesem auch schon Bescheid gesagt, als wir die Kündigung vorgelegt haben. Es steht auch auf diesem Formular, dass es unter Umständen erforderlich ist die Stellungnahme dem ehemaligen Arbeitgeber vorzulegen.

Zitat von Fritz Fleißig Beitrag anzeigen
Abgesehen davon sollte dein Mann freilich die Arbeitsagentur schriftlich darauf aufmerksam machen, daß er bestimmte Tätigkeiten aufgrund "orthopädischer Probleme" nicht ausüben kann und deshalb umgehend eine Begutachtung beim Ärztlichen Dienst verlaßt werden möge, damit ihm keine ungeeigneten Stellen vorgeschlagen werden. Medizinische Einzelheiten nur gegenüber dem Ärztlichen Dienst angeben.
Das mit dem Ärztlichen Dienst ist schon vor Jahren passiert. Der war nur nach der letzten Operation und anschliessender Reha nicht mehr zuständig. Da war die DRV zuständig. Sein Fallmanager wird jetzt mit ihm eine weniger belastende Tätigkeit suchen.
Maggie1978 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.07.2014, 20:29   #4
Fritz Fleißig
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Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragebogen bei Arbeitgeberkündigung in der Probezeit

Das hat nichts mit "offenen Karten spielen" zu tun, zumal das Dschobb-Zenter deinem Mann gegenüber vermutlich mit verdeckten Karten spielen wird.

Gründe sind nur solche, die deinem Mann offiziell und nachweisbar genannt wurden oder die sonstwie aus Kündigungsschreiben oder Arbeitsbescheinigung hervorgehen. Alles andere sind letztlich Spekulationen, die nicht bewiesen werden können. Also sollte dein Mann es bei einem knappen Kommentar wie geschildert belassen. Sonst könnte ihm das Dschobb-Zenter möglicherweise in krauser Logik noch vorwerfen, den Arbeitgeber nicht von Anfang an über seine verminderte Leistungsfähigkeit informiert zu haben oder ähnliches. Man muß hier mit allem rechnen.

Seine Vermutung könnte er allenfalls dem Fall-Männedscher mündlich (und damit nicht nachweisbar) als seine rein persönliche Vermutung schildern.

Ihm könnte nur "arbeitsvertragswidriges Verhalten" vorgeworfen werden und nichts anderes. Also sollte man hier gar nicht erst irgendwelche Ansatzpunkte liefern.

Für die Arbeitsvermittlung ist in gesundheitlicher Hinsicht das maßgebend, was der Ärztliche Dienst der Arbeitsagentur hinsichtlich des Leistungsbildes festgestellt hat. Ich hoffe, daß dein Mann eine Kopie des Gutachtens hat, sonst anfordern und überprüfen, ob es noch aktuell ist. Dem Fall-Männedscher muß das Gutachten offiziell bekannt sein. Etwas nur zu sagen und auf die Einsicht des Arbeitsvermittlers zu hoffen, reicht oft nicht aus.
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Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.07.2014, 20:49   #5
Maggie1978
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Beiträge: 100
Maggie1978
Standard AW: Fragebogen bei Arbeitgeberkündigung in der Probezeit

Ich danke euch für eure Antworten. Ich werde den u.g. Satz von Fritz Fleißig so übernehmen.

@Fritz Fleißig: Doch die Mitarbeiterin die Leiterin der Zweigstelle ZAF ist meinem Mann von einer anderen kleinen ZAF persönlich bekannt. Diese ZAF wurde leider geschlossen. Damals war mein Mann auch schon krank und sogar im Krankengeldbezug. Sie wusste von der Problematik. Und letztendlich war es ein Versuch ob es geht oder nicht.

Mal sehen wie die auf diese Aussage reagieren.

Ich wünsche euch einen schönen Abend.

Maggie
Maggie1978 ist offline   Mit Zitat antworten
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