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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 19.05.2014, 14:07   #1
Stiorra->Emailproblem
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Registriert seit: 17.07.2012
Beiträge: 5
Stiorra
Standard fiktives Einkommen zu hoch angsesetzt- Hilfe

Hallo zusammen, ich weiss nicht mehr weiter.
Ich gehe 87h/ Monat arbeiten um überhaupt arbeiten zu gehen, habe eine 18 Monate alte Tochter und einen kranken Mann. Also eine BG mit 3 Mann. Wir beziehen aufstockendes ALG2, da mein bissl Gehalt niemals für 3 und Miete reicht. Ich hatte von meinem Arbeitgeber das Angebot bekommen, 3 Monate mehr Stunden zu machen (leider ging es nicht länger) und das auch angenommen.
Alles habe ich beim Jobcenter eingereicht, auch brav jeden Monat die Einkommensnachweise. Irgendwer in der Leistungsabteilung muss wohl etwas falsch berechnet haben, jedenfalls wurde behaubtet man hätte und zuviel gezahlt und nun müssen wir zurückzahlen. Ist zwar nicht schön, aber nicht das Drama, denn das kommt jetzt: da die 40h/ Monat BEFRISTET waren auf 3 Monate, bin ich im April wieder runter auf 87h. Mein Einkommen natürlich auch. Eine engagierte Mitarbeiterin des JC hat das mit 900 Euro angenommen (fiktives Einkommen) und das Minijobeinkommen vom Mann mit 200 Euro. Bekommen habe ich 600 Euro, Mann so um die 60. JETZT fehlt uns natürlich massenhaft Geld. Mindestens 200 Euro. Mein Konto ist blank. Das vom Mann bald auch. Ich weiss nicht wie ich uns noch ernähren soll. Die Vorräte sind bald aufgebraucht und das Kind braucht Windeln, neue (bzw. gebrauchte, auf jeden Fall passende) Schuhe, und ich ein Ticket zur Arbeit.
Am Telefon sagt man nur "Da ist noch nix bearbeitet, ich mach n Vermerk das es eilt. Bearbeitungszeit sind 6 Wochen." Am Schalter das Selbe.
Kann ich da irgendwas machen? Gibt es die Möglichkeit einer Barauszahlung, wenn ich den Kontoauszug mitgebe wo draufsteht 0,02 Euro?
Ich muss zugeben, so langsam habe ich keine Lust mehr, wenn ich gleich noch etwas Frust hier lassen darf. Ich habe trotz Job in etwa genauso viel wie wenn ich zu Hause bleiben würde, dafür dreifach soviel Ärger und Rennerei. Echt, ich mache meine Arbeit gern, aber so langsam krieg ich zuviel mit jeden Monat 2 neue Bescheide und Rück- und Nachzahlung und hin und her. Das kann's doch nicht sein, oder?
Ich danke schon mal für's Lesen und hoffe auf Antwort.
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Alt 19.05.2014, 14:32   #2
Grüblerin
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Standard AW: fiktives Einkommen zu hoch angsesetzt- Hilfe

Hallo Stiorra!

Das Drama kenne ich. Aber das mit den 6 Wochen ist eine Frechheit...!!!


Du hast das Recht auf eine Barauszahlung. Haben wir auch gemacht, wenn es sehr eng wurde.

Ich war so frei und hatte mir eine Excel-Formel erstellt, mit der ich genau sehen konnte, wieviel uns zusteht => uns nachgezahlt werden muss. Mit dieser Zahl sind wir dann zum JC und haben Barauszahlung gefordert, denn von fiktivem Einkommen kann man keine Lebensmittel kaufen (höchstens fiktiv/e...). Wir haben auch jedesmal sofort das Geld bekommen. Mussten auch nix nachweisen.

Also nicht abwimmeln lassen!

LG und Kopf hoch!


P.S. Hab noch was gefunden:

§ 42 Vorschüsse

'(1) Besteht ein Anspruch auf Geldleistungen dem Grunde nach und ist zur Feststellung seiner Höhe voraussichtlich längere Zeit erforderlich, kann der zuständige Leistungsträger Vorschüsse zahlen, deren Höhe er nach pflichtgemäßem Ermessen bestimmt. Er hat Vorschüsse nach Satz 1 zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt; die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags.'
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Alt 19.05.2014, 20:42   #3
Stiorra->Emailproblem
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Registriert seit: 17.07.2012
Beiträge: 5
Stiorra
Standard AW: fiktives Einkommen zu hoch angsesetzt- Hilfe

Danke dir für den Tip und den Zuspruch!!
Kannst du mir sagen wie du das berechnet hast? Sollte ich noch was schriftlich formulieren und denen ihren eigenen Paragraphen um die Ohren hauen? Manchmal habe ich das Gefühl, die kennen die selber nicht oder wollen nicht.
Zum verrückt werden!
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Alt 19.05.2014, 22:13   #4
Grüblerin
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Beiträge: 67
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Standard AW: fiktives Einkommen zu hoch angsesetzt- Hilfe

Jo. es ist eigentlich ganz einfach und die JC könnten die Berechnungen auch wesentlich klarer und verständlicher darstellen. Tun sie aber nicht.
Jetzt könnte man fragen: Warum...?


Zur Berechnung:

Vom Nettogehalt ziehst Du als Erstes einen Arbeitnehmer-Freibetrag ab, der sich aus der Höhe Deines Brutto-Einkommens und dem Deines Mannes ergibt.
Damit hast Du schonmal das 'zu berücksichtigende Erwerbseinkommen'.

Hinzu kommen alle anderen Einkünfte in Geldeswert wie z.B. Kindergeld etc., die eventuell auch eigene Freibeträge haben, weiß ich jetzt nicht
(hab mich nie damit beschäftigt, weil für uns irrelevant). Damit hast Du dann das 'zu berücksichtigende Gesamteinkommen'.
Das ist für das JC das Geld, was Ihr zur Verfügung habt durch eigene Einkünfte.

Als nächstes brauchst Du Euren Gesamtbedarf.
Das ist das Geld, was Ihr schätzungsweise zum Leben braucht (der sogenannte 'Regelbedarf' im Bescheid, auch 'Regelsatz' genannt) und fürs Wohnen
('Bedarf f. Unterkunft und Heizung, kurz KDU). Das JC addiert Regelbedarf, Miete und Heizkosten und diese Summe ist dann der Gesamtbedarf.
Also das Geld was Ihr braucht, um alles zu bezahlen, Leben und Wohnen.

Von diesem Gesamtbedarf ziehst Du das 'zu berücksichtigende Gesamteinkommen' ab und hast den Betrag, der Euch an Alg2 zusteht!
Bzw. wird das Ergebnis negativ, dann gab es eine Überzahlung und Ihr müsst das erstatten.

Die Regelsätze pro Person:

in Bedarfsgemeinschaften jeder 353 Euro
Erwachsene im nicht eigenem Haushalt 313 Euro
Jugendliche von 14 bis unter 18 Jahren 296 Euro
Kinder von sechs bis unter 14 Jahren 261 Euro
Kinder von 0 bis 6 Jahre 229 Euro

Der Freibetrag hängt ab v.d. Brutto-Einkommenshöhe (für jeden von Euch getrennt):

- Grundfreibetrag: 100,- € (darin 30,- € Vers.-Pauschale und 15,33 € Werbungskosten im Bescheid die kein Mensch zuordnen kann, weil eben
diese Pauschale anstelle der tatsächl. Kosten genommen wird - ohne darauf hinzuweisen! Könnte klarer dargestellt werden)

- 20 % für den Teil des Einkommens, der € 100 ,- übersteigt, aber nicht mehr als € 1.000,- ist. Also 20% von 900,- € = 180,- €.
- 10 % für den Teil, der € 1.000,- übersteigt und nicht mehr als € 1.200 ist, also 10% von 200,- € = 20,- €.
Wenn Du ein ein minderjähriges Kind hast, darfst Du bis 1500,- € haben, um die 20,- € abzuziehen.

Habt Ihr MS Office oder Open Office? Wenn ja, lege Dir dann eine Arbeitsmappe mit dieser Berechnung an, dann brauchst Du bloß das Einkommen
eintragen und hast sofort das Ergebnis. Dem stellst Du das vom JC gezahlte Alg2 gegenüber und weißt sofort, wieviel Euch an Nachzahlung zusteht.

Schriftlich haben wir nichts gemacht außer eben den Ausdruck aus Excel mitzunehmen. Kann schon sein, dass es bei manchen Jobcentern an
Schulungen mangelt, weiß ich nicht, könnte es mir aber vorstellen. Die Gesetze sind so kompliziert verfasst und oft so kompliziert ausgelegt,
dass da kein normaler Mensch mehr durchsteigt und JC-Mitarbeiter sind auch nur Menschen.

Unsere SB waren meistens verständnisvoll und haben geholfen. Die JC-MitarbeiterInnen sind nicht grundsätzlich schlecht.
Hast Du schon mal von Inge Hannemann gehört (sonst google mal)? Auch solche gibt es.

Nur Mut!

Grüblerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.05.2014, 12:46   #5
Stiorra->Emailproblem
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Beiträge: 5
Stiorra
Standard AW: fiktives Einkommen zu hoch angsesetzt- Hilfe

Danke für die Hilfe!
Habe heute nach gut 3 stunden die hàlfte der fehlenden Zahlung bar bekpmmen, die andere wird überwiesen.
War schwierig, musste den Paragraphen bemühen und mich unbeliebt machen, aber immerhin. Eine sorge weniger.
LG und nochmals danke!
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