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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 08.05.2014, 15:35   #1
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Registriert seit: 23.07.2012
Beiträge: 6
Draconis
Standard ALG2 und Weiterbildung zur Psychotherapeutin

Hallo Forum,

meine Partnerin ist Diplom-Psychologin und macht eine Weiterbildung zur Psychotherapeutin, um ihre Chancen auf dem Markt zu verbessern.

Nun sieht es momentan beruflich nicht so gut aus, ihr Anspruch auf ALG läuft jetzt aus und ALG2 steht bevor.

Sie ist in der Ausbildung schon sehr weit fortgeschritten und macht im Mai 2015 ihre Abschlussprüfung. Die Weiterbildung kostet kein Geld (außer Fahrkosten), sie arbeitet die Kosten praktisch ab, indem sie Patienten therapeutisch betreut, 2 Mal pro Woche.

Damit stände sie nur 3 Tage für die Vermittlung zur Verfügung, was vom der Arbeitsagentur kritisiert wird. Meiner Meinung nach waren alle Infos fachlich vollkommen falsch.

Ihr wurde angedroht, sie müsse evtl. ihre Weiterbildung aufgeben, um dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Das mag rechtlich noch evtl. stimmen, es wäre aber absoluter Schwachsinn, da sie schon so weit ist und für das JobCenter keine Kosten aufkommen würden. Weiterhin wurde ihr mitgeteilt, sie würde evtl. zu einem Umzug gezwungen werden. Auch dazu hat das JobCenter afaik keine rechtliche Grundlage, denn ihre Wohnung ist angemessen in Größe und Kosten. Und ihr wurde gesagt, sie hätte evtl. überhaupt kein Anrecht auf ALG2, da sie ja dem Arbeitsmarkt nicht komplett zur Verfügung steht und evtl. noch Vermögen aus einem Bausparvertrag eingerechnet werden müsse. Der Bausparvertrag liegt weit unterhalb der Freigrenze und Riester darf afaik überhaupt nicht angerechnet werden.

Nun ist sie natürlich panisch in Verlust ihrer Weiterbildung, ihrer Wohnung und des Bausparvertrages.

Habt Ihr Ideen, was man da unternehmen könnte?

Vielen Dank
Draconis
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Alt 09.05.2014, 06:30   #2
wolliohne
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Registriert seit: 19.08.2005
Ort: Bonndeshauptstadt
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wolliohne Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG2 und Weiterbildung zur Psychotherapeutin

Ohne Panik,

einfach schnelltens ALG2 beantragen,die Weiterbildung notfalls ohne Kenntnis des JC weiterführen.

feddig!
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
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Alt 09.05.2014, 08:20   #3
Existenzminimum
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Registriert seit: 27.12.2011
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Existenzminimum Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG2 und Weiterbildung zur Psychotherapeutin

@wollionline:

Schlechter Tip: die Weiterbildung ist offenbar schon bekannt und BA und JC tauschen Daten aus bwz. können das ganz leicht.

Rechtlich gesehen,das weißt du (TE) ja, ist das JC nicht verpflichtet, nun bis Mai 2015 zu warten, also noch 12 Monate. Wenn die Stellen für Diplompsychologen haben ( und die nicht nur für kurzfristig), dann sollen sie halt was schicken. Allerdings dürfte der Markt ziemlich eng sein und die Vermittlungschancen für Therapeuten größer: obwohl da kommt es sehr darauf an, in welchem Gebiet man sich befindet: Ggf. Unterversorgung im Osten? Gute Chancen. Eine Praxis im bliebten Wohnviertel.. . Schwierig.

Wenn man halbwegs belegen könnte, dass die Aussichten eben spürbar besser sind (Stellenangebote), dann wüde ich das so offen ansprechen. Vermutlich werdet ihr aber auf Granit beißen, weil die eben nach Schema F verfahren.
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Alt 09.05.2014, 09:22   #4
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Registriert seit: 23.07.2012
Beiträge: 6
Draconis
Standard AW: ALG2 und Weiterbildung zur Psychotherapeutin

Hallo,

erstmal danke für Eure Antworten.

Ja, die AA weiß von der Weiterbildung. Wäre sie bereits fertig, wäre sie höchstwahrscheinlich nicht arbeitslos, wie sie in einigen Vorstellungsgesprächen erfahren hat. Als Psychologin hat sie bereits Erfahrung im klinischen Bereich und auch als Betreuerin in Qualifikationsmaßnahmen.

Hier geht es also darum, dass sie selber etwas unternimmt, was ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessert. Diese statistikbereinigenden "Qualifikationmaßnahmen" von AA und JC kennt sie aber bereits, da sie selber Kurse bei einem Bildungsträger betreut hat. Da kann man ihr also keinen Quatsch erzählen, was den Sinn und Erfolg dieser Maßnahmen angeht.

Dennoch wollte man sie bereits einmal in eine Maßnahme stecken. Sie sollte also Bewerbungstraining machen, obwohl sie 3 Monate zuvor noch selber Bewerbungstraining geschult hat. Für sowas ist das AA bereit, Geld auszugeben!

Einen Termin beim JC wollte sie am Montag machen, sich aber vorher noch ein wenig über die rechtliche Situation erkundigen. Meiner Meinung nach kann man dem Behördenwahnsinn nur mit Kenntnissen der Rechtslage entgegen treten.

Nur ist es leider bei unserem JC so, dass sie die Rechtslage teilweise überhaupt nicht interessiert, das Sozialgericht hat mehr als genug zu tun.

Daher hatte ich die Idee, wenn man sie zum Abbruch ihren Fortbildung zwingt, einen Anwalt zu Rate zu ziehen, denn noch hat sie auch eine Rechtsschutzversicherung.

Sie ist auch erst vor ca. 2 Jahren umgezogen, damals wegen eines Praktikums und späterer Klinikeinstellung. Ihre Wohnung ist eigentlich grade erst fertig eingerichtet, dafür sind ihre kompletten Ersparnisse draufgegangen. Und jetzt kommt das AA mit erneutem Umzug?

Kaufen wir uns doch alle ein Wohnmobil und reisen den Job wie Tagelöhner hinterher. Sorry, aber sowas regt mich auf.

Wie seht Ihr denn die Aussage des AA, sie hätte evtl. überhaupt keinen Anspruch auf ALG2?

Gruß
Draconis
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Alt 09.05.2014, 10:04   #5
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Draconis
Standard AW: ALG2 und Weiterbildung zur Psychotherapeutin

Hallo nochmal,

ihre Weiterbildung/Fachqualifizierung war bei ihren bisherigen Tätigkeiten und auch bei Vorstellungsgesprächen eigentlich nie ein Problem. Es werden sogar explizit Teilzeitkräfte gesucht, momentan aber wohl nicht. Das hat sie dem AA auch mitgeteilt und das sie diese Situation mit dem evtl. Arbeitgeber klären würde.

Aber AA und JC hat es offenbar tatsächlich lieber, wenn man zu Hause rumsitzt, oder in einer fragwürdigen Maßnahme steckt. Ich bekomme das nicht in den Kopf! :-(

Zudem wurde sie gefragt, was sie denn glaube, was ihr ein Doktortitel überhaupt bringen würde!? Das zeigt, dass die Beraterin keine Ahnung von der Materie und akademischen Laufbahnen hat. Sie promoviert nicht, sie macht eine Fachqualifizierung. Für mich zeigt das mal wieder, das vielfache Fehlbesetzung bei AA und JC vorkommen.

Nebenbei würde aber auch ein Doktortitel ihre Chancen verbessern, wohl mehr als ein Bewerbungstraining.

Zudem wurde gestern von ihr verlangt, sie müsse sich auch auf fachfremden Gebiet bewerben, z.B. als Kassiererin. Sicher, es sitzen auch unglaublich viele Akademiker an der Kasse und die Chancen sind natürlich sehr gut dafür.

5 Jahre Studium, 4 Jahre Weiterbildung, 3 Jahre Berufserfahrung und sie soll jetzt schon ihre bisherige Laufbahn an den Nagel hängen? Ist das die Philosophie, die bei AA und JC vertreten wird?

Eine Tätigkeit als Kassiererin würde besser im Lebenslauf aussehen, als die momentane Weiterbildung war eine weitere Aussage der Beraterin. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das nicht stimmt.

Was von Qualifizierungsmaßnahmen zu halten ist, das wissen inzwischen auch die Arbeitgeber. Aber das sind 2 verschiedene Paar Schuhe.

Ein Mediziner, der sich auf z.B. innere Medizin (Internist) spezialisiert, soll der auch diese Qualifizierung abbrechen und statt dessen auf dem Bau arbeiten?

Gruß
Draconis
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Alt 09.05.2014, 10:58   #6
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Draconis
Standard AW: ALG2 und Weiterbildung zur Psychotherapeutin

Nachtrag:

Eben ist mir eingefallen, dass sie mit dem Ausbildungsinstitut natürlich auch einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen hat. Würde sie die Ausbildung abbrechen, käme eine nicht unerhebliche Summe (geschätzt 12.000 Euro) an Schadensersatzforderungen auf sie zu. Denn sie hat ja bereits die Seminare besucht, aber bei Weitem noch nicht die dafür zugesagten Arbeitsstunden geleistet.

Würden JC/AA sie also dazu zwingen, eine Stelle anzunehmen, bei der sie ihre Ausbildung abbrechen müsste, wer käme dann für diese Schadensersatzansprüche auf?

Für mich heißt das, sie wird auf keinen Fall selber mit der Ausbildung aufhören und sich vom AA/JC alles schriftlich geben lassen, was sie dazu bringen würde, die Ausbildung zu beenden. Und das alles landet bei einem Anwalt!

Oder ist mein Rechtsbewusstsein da zu naiv?

Gruß
Draconis

BTW:
Wo kann ich meine hinterlegte Email-Adresse nachsehen und gibt es hier überhaupt eine Email-Benachrichtigung, wenn man Antworten erhalten hat?
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Alt 09.05.2014, 22:31   #7
Fraggle
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Standard AW: ALG2 und Weiterbildung zur Psychotherapeutin

Hmm, nun ist ja einiges hier über die Situation gesagt worden.

Wäre es denn so undenkbar sich eine Teilzeittätigkeit - eben auch an der Kasse - zu suchen und damit den Lebensunterhalt während der Weiterbildung ganz oder teilweise zu finanzieren?
Die Woche hat 7 Tage, zwei Tage davon fallen halt wegen der Ausbildung weg. Bleiben noch 5 Tage um für den Lebensunterhalt zu jobben. Es ist ja auch nur für ein Jahr und nicht auf Dauer.
Dies wäre der Weg den ich in einer solchen Situation gehen würde. Auf das JC würde ich verzichten.

So weit ich weiß ist es für Aufstocker wieder eine andere Situation mit der Arbeitsvermittlung, da ja Geld verdient wird. Falls das Geld vom jobben den Unterhalt nicht decken sollte.

Es ist schon ärgerlich wenn der Lebensplan nicht so läuft wie man es sich dachte. Da nun aber bereits ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen wurde ist es ratsam da einen Anwalt hinzuzuziehen. Es wird damit ja richtig kompliziert.
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Alt 10.05.2014, 08:47   #8
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Draconis
Standard AW: ALG2 und Weiterbildung zur Psychotherapeutin

Hallo,

mal im Ernst, was soll man auf so eine Antwort schreiben? Sie soll also 5 Tage die Woche, möglichst auch Sonntags, jobben gehen? Das aufgrund der fehlenden Qualifizierung wahrscheinlich als Aufstocker? Dann soll sie 2 Tage die Woche Fortbildung machen?

Und die Ausarbeitungen, Lernen für die Prüfung, Anträge für die Krankenkasse und die Dokumentationen macht sie nachts, oder wie?

Zur Zeit betreut sie 10 Patienten, das macht man nicht mal eben nebenbei!

Sorry, aber viele Stellen sich das Leben eines Akademikers ein wenig einfach vor, weil diese ja so viel Geld verdienen. Es ging mir nicht anders, ich selber bin kein Akademiker. Aber durch sie sehe ich die andere Seite der Medaille.

Erstens verdient ein Psychologe im klinischen Dienst bei Weitem nicht, was man sich evtl. vorstellt. Im Falle von staatlich unterstützten Bildungsinstituten für "Qualifizierungsmaßnahmen" wird massives Lohndumping betrieben. Und das in einem Maße, in dem bei ALG1 grade mal 830 Euro rauskommen. Man kann sich also grob ausrechnen, für was sie Vollzeit gearbeitet hat. Zudem ist es auch normal, das ein Akademiker während der gesammten Aus- und Fortbildung kein Geld bekommt, er darf nur zahlen. Sie hat während der 9 Jahre für ihre Ausbildung gejobbt und gearbeitet, ist sich also auch nicht zu schade dafür.

Zudem hat sie einen rechtlichen Anspruch auf ALG2. Warum also sollte sie jetzt nicht die Zeit nutzen, um ihre Ausbildung evtl. zu verkürzen und somit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt massiv erhöhen? (Wie ihr ihr Institutleiter des Ausbildungsvereins auch bescheinigen wird).


Gruß
Draconis
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Alt 10.05.2014, 14:22   #9
Fraggle
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Standard AW: ALG2 und Weiterbildung zur Psychotherapeutin

Ich schließe mich da an. Was soll man hierauf antworten?

Für deine Information, ich bin Bestens über Akademiker und insbesondere Bildungswege der Psychologen informiert.
Ein ausgebildeter Psychologe verdient sehr gut. Deine Freundin hat offensichtlich noch nicht ihre Zusatzausbildung fertig. Die Meisten machen ihre Zusatzausbildung in Verbindung mit einer Stelle an einer Klinik und da verdient man nicht gut und hat noch die Ausgaben für die Ausbildung, die dann auch nebenbei läuft. So ist das heute, ändern wird man da nichts können.
Deine Freundin hatte da noch sehr großes Glück ein Institut gefunden zu haben, die kostenlos für eben geleistete Betreuungen, ausbildet.

Du hast eine Frage gestellt. Die Antworten mögen nicht das sein was erwartet wurde.

Wenn ich Wert auf einen Abschluß lege und ich keine Sozialhilfe erhalten kann, dann arbeite ich halt um meinen Unterhalt zu decken - egal was - bis ich diesen Abschluß erreicht habe.

Ja, das ist hart ein Jahr lang nur für den Abschluß da zu sein. Da fällt Privatleben in dieser Zeit flach.
Fraggle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2014, 10:33   #10
Existenzminimum
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Standard AW: ALG2 und Weiterbildung zur Psychotherapeutin

Zitat von Draconis Beitrag anzeigen
Nachtrag:

Eben ist mir eingefallen, dass sie mit dem Ausbildungsinstitut natürlich auch einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen hat. Würde sie die Ausbildung abbrechen, käme eine nicht unerhebliche Summe (geschätzt 12.000 Euro) an Schadensersatzforderungen auf sie zu. Denn sie hat ja bereits die Seminare besucht, aber bei Weitem noch nicht die dafür zugesagten Arbeitsstunden geleistet.

...
Wieviele Arbeitsstunden sind das denn pro Woche?
Was ist das eigentlich für eine Weiterbildung, die soviel kostet und bei der man noch für umme ewig viele Stunden leistet? Bekommt man nach Abschluss eine Kassenzulassung oder steht die damit in Aussicht?


Ich kenn Therapeuten, die haben in Kliniken etc. (gegen Geld) gearbeitet und jetzt nach einigen Jahren lassen die sich als Therapeuten nieder. Haben wohl ihre Weiterbidlung nebenbei gemacht... .

Mich wundert auch dass die Weiterbildung so lange dauert oder
wie war das mit den 4 Jahren bereits erfolgter Weiterbildung gemeint?

Irgendwie hab ich das Gefühl die Betreffende hat ganz selbstverständlich angenommen, dass sie mind. 2 Jahre, erst im ALG I Bezug dann im ALG II Bezug ihre Fortbildung (weiter-) betreibt, ohne dass sie sich halbweg ernsthaft auf (angemessene !) Jobangebote bewirbt oder ein paar Euro im Nebenerwerb verdient... . War auch recht "optimistsich".

Rechtlich gesehen hat sie Anspruch auf ALG II sofern sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht und kein entsprechend hohes Vermögen bzw. Einkommen besitzt, insfoern war die BA-Auskunft falsch bzw. irreführend/mangelhaft.

Ich würde versuchen, um nicht genervt zu werden, die deutlich besseren Optionen herauszustellen, die mit dem Abschluss gegeben sein sollten. Schließlich zahlt das JC keine Kursgebühren und sie sparen sich das Ged für Maßnahmen oder anderen geförderten Quark.

Wenn es natürlich zig Stellen als Diplompsycholgen gibt.... sieht das etwas doof aus.
Existenzminimum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2014, 08:59   #11
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Draconis
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Danke für Eure Antworten.

Sie hat bereits im klinischen Dienst gearbeitet. Nur ist es dort leider auch inzwischen so, dass sie nach (ich glaube) 2maliger Verlängerung des Zeitvertrages nicht weiter übernommen wurde. Durch Kollegen weiß sie, dass das System hat, es werden immer wieder neue Psychologen auf Zeit eingestellt.

Bei all ihren bisherigen Stellen, ob Klinik oder Bildungsinstitute, war ihre Ausbildung nie ein Problem, es wurde sogar beführwortet.

Es geht auch nicht um ihre generelle Bereitschaft. Sie würde sehr gerne weiterhin in Teilzeit arbeiten.

Sie und ich sehen aber nicht ein, ihre Ausbildung abzubrechen, damit das AA/JC sie in irgendeine fachfremde Dumpinglohnstelle stecken kann.

Ihre Weiterbildung bringt ihr wesentlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, als jegliche Maßnahmen, die das JC anbieten kann. Dennoch wird diese Weiterbildung angezweifelt. Die gleiche Beraterin wollte sie aber in eine Vollzeit-Trainingsmaßnahme stecken. Das ist einfach bürokratischer Schwachsinn von einer Beraterin, die nicht zwischen Ausbildung und Promotion unterscheiden kann. Und ich denke auch nicht, das sowas rechtlich in Ordnung ist.

Was die Frage zu ihrer Ausbildung angeht:
Ausbildungen zum Psychotherapeuten: Inhalte und Dauer | therapie.de

Dabei hat sie natürlich einige Freiheiten, aber andere Dinge (Kurse etc.) werden vom Schulungsunternehmen vorgegeben. Das kann die Länge natürlich beeinflußen, wie auch die zu leistenden Stunden. Sie liegt aber zeitlich innerhalb normaler Vorgaben.

Kurz gesagt, teilzeit würde sie sich auch an die Kasse setzen, aber nicht Vollzeit, oder ihre Ausbildung abbrechen.

Momentan ist sie noch rechtschutzversichert und wird das, je nach Aussage des JC (Termin steht an) auch in Anspruch nehmen.

Mir geht es einfach nicht in den Schädel, mit welcher Berechtigung AA/JC wirklich sinnvolle Fortbildungen blockiert, für die sich nicht einmal zahlen müssen aber gleichzeitig Milliarden für teilweise vollkommen sinnbefreite "Qualifizierungmaßnahmen" ausgibt.

Gruß
Draconis
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