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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 25.06.2007, 11:43   #1
Nepomuk->Emailproblem
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Nepomuk
Standard ALG2 Regelsatzerhöhung

Hallo,
zum 1.7. wird der Regelsatz um 2 Euro erhöht. Die Basis hierzu ist der aktuelle Rentenwert. Dieser ist jedoch einkommensabhängig und nicht bedarfsabhängig. Ich bin aber der Ansicht, das die Erhöhungen nicht der Einkommensentwicklung, sondern der Bedarfsentwicklung angepasst werden müssen, Warenkorb des Statistischen Bundesamtes zum Beispiel.
Wie seht ihr das ?

WICHTIG, Widerspruchsfrist läuft !!!
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Alt 25.06.2007, 11:47   #2
Martin Behrsing
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Zitat von Nepomuk Beitrag anzeigen
Hallo,
zum 1.7. wird der Regelsatz um 2 Euro erhöht. Die Basis hierzu ist der aktuelle Rentenwert. Dieser ist jedoch einkommensabhängig und nicht bedarfsabhängig. Ich bin aber der Ansicht, das die Erhöhungen nicht der Einkommensentwicklung, sondern der Bedarfsentwicklung angepasst werden müssen, Warenkorb des Statistischen Bundesamtes zum Beispiel.
Wie seht ihr das ?

WICHTIG, Widerspruchsfrist läuft !!!
Nun haben wir ja nicht mehr das Warenkorbsystem, sondern die EVS (Einkommen-verbraucher-Stichprobe).
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Martin

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Alt 25.06.2007, 11:57   #3
Arania->Emailproblem
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Nepomuk wogegen willst Du Widerspruch einlegen, gegen den neuen Bescheid? Das würde bedeuten Du möchtest auf die 2 Euro mehr verzichten? Kann Dir jetzt schon sagen das ein Widerspruch da nichts bringen wird wie Martin schon schrieb sind die Grundlagen andere
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 25.06.2007, 12:15   #4
Nepomuk->Emailproblem
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Nepomuk
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Ich muss sowieso Widerspruch einlegen, weil noch eine Klage wegen KdU beim Landessozialgericht anhängig ist und der Änderungsbescheid alle anderen Bescheide aufhebt. §96 SGG. Bin am Mittwoch sowieso beim Anwalt, ich halte euch auf dem Laufenden.
Nepomuk ist offline  
Alt 25.06.2007, 12:27   #5
Martin Behrsing
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Du kannst natürlich Widerspruch einlegen, weil nach der EVS 2003 auch die Erhöhung um 2 Euro immer noch viel zu niedrig ist.

Vielleicht hilft dir das ganze, wogegen ich eine Klage laufen habe. Musst es halt ein wenig umformulieren und vielleicht nicht alles für den Widerspruch nehmen, sondern eher für eine Klage
Hier ein Auszug:

Zitat:
Zur seit dem 01.06.2006 geltenden EVS wird die Klage, wie folgt erweitert.

1. Die Beklagte wird verurteilt, zugunsten des Klägers über die in den Leistungsbescheiden für den Zeitraum 01.06.2006 – 30.062006, 01.07.2006 -31.12.2006 und 01.01.2007 – 30.06.2007 ausgewiesenen Zahlungen hinaus weitere Zahlungen wie folgt zu leisten:

a) Im Leistungszeitraum 1.6.2006 bis 31.06.2007 zahlt die Beklagte des Klägers für die Bedarfsposition 01 im Regelsatz (Ernährung) die Differenz zwischen dem Ausgabeposten im Regelsatz 2005 (142,54 €) zu dem im Regelsatz 2006 festgelegten (135,48 €) i.H.v. monatlich 7,04 € zusätzlich,


b) im Leistungszeitraum 1.6.2006 bis 31.06.2007 zahlt die Beklagte des Klägers für die Bedarfsposition 03 im Regelsatz (Bekleidung und Schuhe) die Differenz zwischen dem Ausgabeposten im Regelsatz 2005 (34,26 €) zu dem im Regelsatz 2006 festgelegten (34,24 €) i.H.v. monatlich 0,02 € zusätzlich,


c) Im Leistungszeitraum 1.6.2006 bis 31.06.2007 zahlt die Beklagte des Klägers für die Bedarfsposition 04 im Regelsatz (Wohnen, Energie, Wohnungsinstandhaltung) die Differenz zwischen dem Ausgabeposten im Regelsatz 2005 (25,93 €) zu dem im Regelsatz 2006 festgelegten (24,49 €) i.H.v. monatlich 1,44 € zusätzlich


d) Im Leistungszeitraum 1.6.2006 bis 31.06.2007 zahlt die Beklagte des Klägers für die Bedarfsposition 05 im Regelsatz (Möbel, Einrichtung, Apparate, Geräte und Ausrüstungen für den Haushalt incl. Instandsetzungen) die Differenz zwischen dem Ausgabeposten im Regelsatz 2005 (27,70 €) zu dem im Regelsatz 2006 festgelegten (24,65 €) i.H.v. monatlich 3,05 € zusätzlich,


e) Im Leistungszeitraum 1.6.2006 bis 31.06.2007 zahlt die Beklagte des Klägers für die Bedarfsposition 06 im Regelsatz (Gesundheitspflege) die Differenz zwischen dem Ausgabeposten im Regelsatz 2005 (13,17 €) zu dem im Regelsatz 2006 festgelegten (12,67 €) i.H.v. monatlich 0,50 € zusätzlich,


f) Im Leistungszeitraum 1.6.2006 bis 31.06.2007 zahlt die Beklagte des Klägers für die Bedarfsposition 07 im Regelsatz (Verkehr) die Differenz zwischen dem Ausgabeposten im Regelsatz 2005 (19,20 €) zu dem im Regelsatz 2006 festgelegten (15,43 €) i.H.v. monatlich 3,77 € zusätzlich,
g) Im Leistungszeitraum 1.6.2006 bis 31.06.2007 zahlt die Beklagte des Klägers für den in der Bedarfsposition 08 enthaltenen Ausgabeposten „Post und Kurierdienst“ im Regelsatz (Nachrichtenübermittlung) die Differenz zwischen dem im Regelsatz 2005 (3,82 €) zu dem im Regelsatz 2006 festgelegten (3,34 €) i.H.v. monatlich 0,48 € zusätzlich,


h) Im Leistungszeitraum 1.6.2006 bis 31.06.2007 zahlt die Beklagte des Klägers für die Bedarfsposition 09 im Regelsatz (Freizeit, Kultur, Unterhaltung) mindestens die Differenz zwischen dem Ausgabeposten im Regelsatz 2005 (39,48 €) zu dem im Regelsatz 2006 festgelegten (39,25 €) i.H.v. monatlich 0,23 € zusätzlich,

hilfsweise:

Die Beklagte zahlt dem Kläger ab 1.6.2006 die Differenz zwischen den bisher bewilligten Leistungen bis zum Erreichen des vom Gericht zu bemessenden verfassungsrechtlich gebotenen Existenzminimums.


Begründung:

Der alleinstehende Kläger befindet sich seit dem 1.1.2005 im Leistungsbezug nach dem SGB II.

Der Kläger wehrt sich bereits seit dem Jahre 2004 gegen die mit der zum 1.1.2005 in Kraft getretenen Neuregelung des sozialen Leistungsrechtes für Arbeitslose und hat insbesondere darauf hingewiesen, dass die festgelegten Regelsätze für Alleinstehende wie sie verfassungswidrig zu gering bemessen seien.

Der Kläger, die die festgelegten Regelsätze in der konkreten Höhe für in verfassungswidriger Weise zu gering bemessen hält, erhob folgerichtig gegen den Leistungsbewilligungsbescheid der Beklagten vom 27.01.2005 sowie gegen den Leistungsbescheid vom 26.047.2005 Widersprüche, die mit Widerspruchsbescheiden vom 22.11.2005 abschlägig beschieden wurden.

Hiergegen richtet sich die Klage.

Für beiden Bewilligungsabschnitte seit Juni 2006 bis einschließlich 31.06.2007 hat die Beklagte des Klägers den Regelsatz sowie die für Alleinstehende als „angemessen“ festgelegte Unterkunftspauschale i.H.v. monatlich insgesamt 610,00 € bewilligt.

Es besteht Einigkeit, dass die Beklagte des Klägers die ihr gesetzlich zustehenden Leistungen, nämlich Regelsatz und Unterkunftskosten bewilligt hat und zahlt.

Problematisch ist allerdings die vom Gesetzgeber vorgenommene Regelsatzbemessung.

Den im Jahre 2005 geltenden Regelsatz mit den darin enthaltenen Bedarfspositionen lag die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 1998 zugrunde, deren Werte teilweise mit prozentualen Abschlägen versehen worden sind und für 2005 in Euro umgerechnet wurden.

Dem seit Sommer 2006 geltenden Regelsatz liegen die Werte der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2003 zugrunde.

Bereits beim oberflächlichen Vergleich der Zahlenwerke fällt auf, dass der in Abteilung 01 für Ernährung insgesamt angesetzte Betrag um 7,04 € oder 4,94 % abgesenkt worden ist.

Offenkundig gekürzt wurde bei den Ansparbeträgen/ Bedarfsbeträgen für Bekleidung und Schuhe (Bedarfsposition 03): 0,06 %, Wohnungsinstandhaltung (Bedarfsposition 04) um 2,45 € oder 47,21 %, bei Bedarfsposition 05 für Möbel/Hausrat/Haushaltsgegenstände: 3,05 € oder 11,01 %.

Nicht nachvollziehbar und keinesfalls begründbar ist die Kürzung in Bedarfsposition 06 (Gesundheit).

Der Kläger muss wie jede andere erwachsene krankenversicherte Person auch pro Quartal 10,00 € Eigenbeteiligung an den behandelnden Hausarzt/Facharzt zahlen, dies entspricht einem monatlichen Arzt-Eigenanteil von 3.33 €. Hinzu kommt eine auf maximal 84.00 € pro Jahr bzw. 7,00 € pro Monat begrenzte Eigenbeteiligung für zuzahlungspflichtige Medikamente bzw. Krankenhausaufenthalte.

Der monatliche Eigenanteil für Arztbehandlungen und Medikamente beträgt somit bereits 10,33 €. Im Regelsatz 2006 sind für Eigenanteile und Gebühren lediglich (2,53 + 1,17 =) 3,70 €.

Der Kläger kann als Brillenträger auch nicht die in der Position 06 enthaltene Ansparsumme für therapeutische Mittel und Zahnersatz i.H.v. monatlich 5,57 €, jährlich 66,84 € für den nicht abgedeckten Eigenanteil bei Arztbesuch und Medikamenten aufwenden. Zudem benötigt der Kläger dringend eine neue Brille und müsste auf Grund der Altersweitsichtigkeit eine Verordnung mit Gleitsichtgläsern haben. Diese sind aus den Ansparsummen überhaupt nicht bestreitbar bzw. wären erst nach vielen Jahren der Ansparung möglich (Kosten ca.400- 500 EUR). Die Ansparpauschale wird tatsächlich benötigt für die in regelmäßigen Abständen erforderliche neue an die aktuelle Sehstärke angepasste Brille.

Die Position 07 (Verkehr) ist unverständlicherweise ebenfalls um 4,23 € oder 22,03 % auf 15,43 € gekürzt worden.

Die Jahreskarte für den ÖPNV kostete bis einschließlich Dezember 2006 bei monatlicher Abbuchung monatlich ca. 56 € oder umgerechnet (530:12=) 44,17 €. Zum 01.01..2007 ist eine Preiserhöhung 59,30 bereits angekündigt. Selbst mit dem Bonnausweis, müssen davon immer noch die Hälfte der Kosten getragen werden. Allerdings ist es mit dem Bonnausweis nur möglich 4-Fahrstreifen zum halben Preis zu kaufen. 4 Fahrten innerhalb Bonn kosten somit 3,80 EUR. Damit lassen sich max. 8 Hin- und Rückfahrten im Monat bewältigen. Nicht berücksichtigt sind Fahrten außerhalb der Stadt Bonn. Für diese gilt der volle Preis. Z.B. Bonn – Köln jeweils 6,30 pro Fahrt.

Einzig in den Positionen 08 und 12 tragen die vorgenommenen Betragserhöhungen der allgemein zu verzeichnenden Preissteigerung Rechnung.

Nirgends wird in den Regelsätzen ab 2006 berücksichtigt, dass ab 1.1.2007 die MWSt um 3 Prozentpunkte von 16 % auf 19 % erhöht wird und von dieser Erhöhung bis auf die Ernährung voraussichtlich so gut wie alle Regelsatzpositionen unmittelbar betroffen sind.

Nur zur Abrundung sei darauf hingewiesen, dass auch die in der Bedarfsposition 04 ausgewiesenen leicht angehobenen Kosten für Haushaltsenergie der allgemeinen Preisentwicklung und den letzten vorgenommenen Strompreiserhöhungen noch immer nicht Rechnung tragen.


Den aus der EVS 98 ermittelten Regelsatz für 2005 haben diverse Sozialgerichte als „gerade noch ausreichend“ bezeichnet. Der 11.Senat des BSG hat an seinem Verhandlungstag am 23.11.2006, an dem der Kläger als Zuhörer teilgenommen hat, von bei der Festlegung unterlaufenen „fachlichen Fehlern“ gesprochen. Die konkrete Begründung kann allerdings erst nach Veröffentlichung der Entscheidungen vom 23.11.2006 nachgeliefert werden.

Der Kläger wird darüber hinaus im Vergleich zu anderen Beziehern von Sozialleistungen nach dem SGB II und auch dem SGB XII ungleich schlechter gestellt:

Bei Einzelpersonen und Bedarfsgemeinschaften im SGB-II-Bezug wird mindestens ein Pauschalbetrag i.H.v. 30,00 € für gesetzlich vorgeschriebene (Kfz-Haftpflicht) bzw. notwendige (Hausrat-, Haftpflicht) Versicherung dann berücksichtigt, wenn anderweitig vorhandene Einnahmen leistungsmindernd angerechnet werden sollen. Indirekt erhöht sich somit der Regelsatz für den Personenkreis mit zu berücksichtigenden Einkünften um monatlich mindestens 30,00 €.

Bei Leistungsempfängern nach dem SGB-XII werden notwendige Versicherungen wie Haft-pflicht- oder Hausratversicherung im Einzelfalle dem individuellen Bedarf hinzugesetzt bzw. ebenfalls vom zu berücksichtigenden Einkommen abgezogen.

Es ist nicht nachvollziehbar, warum nicht generell der Regelsatz für alle Leistungsbezieher um die Versicherungspauschale aufgestockt wird, zumal der Regelsatz selbst keinen Posten für notwendige Versicherungen enthält und einmalige Beihilfen für die durch die erwähnten Versicherungen abgedeckten Lebensrisiken nicht mehr vorgesehen sind.

Für dem Kläger werden seit dem 1.1.2005 nur noch Renten- und Krankenversicherungsbeiträge auf der Basis eines Einkommens von monatlich 400,00 € und ab 1.1.2007 auf der Basis eines Einkommens von monatlich 200,00 € entrichtet und nicht mehr wie bis zum 31.12.2004 auf der Basis der tatsächlich bewilligten und ausgezahlten Leistung.

Während sich für Der Kläger selbst im Hinblick auf ihre Ansprüche gegenüber Kranken- und Pflegeversicherung eigentlich nichts ändert und lediglich Kranken- und Pflegekasse betroffen sind, verliert sie absehbar durch die jetzt zum zweiten Mal erfolgte drastische Reduzierung der Rentenversicherungsbeiträge nicht unerhebliche Auszahlungsbeträge im Rentenalter.

Im Regelsatz findet sich keine Position, aus der heraus sie in die Lage versetzt werden könnte, zum Beispiel durch Aufbau einer privaten Altersvorsorge (Riester-Rente oder private Rentenversicherung) diese drastische Kürzung aufzufangen.

Anderen Leistungsbeziehern gemäß SGB-II wird das Recht zugestanden, ihre eigene Altersvorsorge zu betreiben, indem von etwa vorhandenem anrechenbaren Einkommen Beiträge für Altersvorsorgeverträge vor der Anrechnung auf die Regelleistung abgezogen werden. Indirekt erhöht auch dieser Abzug bei den anrechenbaren Einkünften wie bei einer Waage für einen privilegierten Personenkreis den Regelsatz.

Warum wird diese Regelsatzerhöhung des Klägers nicht auch zugestanden?

Der Kläger verkennt nicht, dass die auf Beklagtenseite entscheidenden Personen ebenso wie das angerufene Gericht an vorgegebene gesetzliche Regelungen gebunden sind.

Der Kläger ist allerdings der Meinung, dass er persönlich in nicht mehr hinnehmbarer Weise negativ betroffen ist von den insgesamt nicht stimmigen Neuregelungen seit dem 1.1.2005 und spätestens seit der Neufestlegung der Regelsätze 2006 anhand der EVS 2003.

Der Kläger regt daher an,

den Rechtsstreit insgesamt auszusetzen

und dem Bundesverfassungsgericht folgende Fragen zur Prüfung zu unterbreiten:

1. Ist es mit dem Grundgesetz vereinbar, dass Empfänger von Leistungen nach dem SGB II aufgrund der fehlenden Berücksichtigung im Regelsatz und deshalb fehlender finanzieller Mittel weder gesetzlich vorgeschriebene noch notwendige Versicherungen wie Kfz-Haftpflicht, Haftpflicht- oder Hausrat mehr abschließen können, obwohl im Schadensfalle das SGB-II keine Sonderregelung für Kostenübernahme mehr vorsieht?


2. Sind die in Kassel festgelegten Pauschalen i.H.v. insgesamt 610,00 € für Regelsatz und Unterkunftskosten überhaupt noch verfassungsrechtlich vertretbar, wenn das steuerrechtliche Existenzminimum bereits monatlich mindestens 638,67 € oder jährlich 7.664,00 € beträgt?


3. Sind die in Kassel festgelegten Pauschalen i.H.v. insgesamt 610,00 € für Regelsatz und Unterkunftskosten überhaupt europarechtlich vertretbar?


4. Ist die im Regelsatz 2006 im Vergleich zum Regelsatz 2005 vorgenommene drastische Kürzung von anerkannten Bedarfspositionen zumutbar und verfassungsrechtlich vertretbar?


Der Kläger schlägt zunächst eine Erhöhung des Regelsatzes auf 500 EUR an. Nur damit ist eine tatsächliche Teilhabe am kulturellen- und sozialen Existenzminimum möglich.
Der zeit stellt sich die Situation für die tägliche Ernährung so dar: 0,83 € fürs Frühstück und je 1,48 € für Mittag- und Abendessen Das ist bei einem alleinstehenden Hartz IV-Bezieher im Regelsatz enthalten. Diese Summe steht aber meist nicht zur Verfügung, weil viele notwendige Ausgaben nicht anerkannt und auf Kosten der Ernährung gedeckt werden müssen.
Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV) fordert eine Erhöhung des Regelsatzes für alleinstehende Hartz IV -Empfänger von 345 € auf 415 € (70 € mehr). Darunter 30 € mehr für Verkehrsmittel, je 10 € mehr für Nachrichtenübermittlung und alkoholische Getränke/Tabakwaren sowie je 5 € mehr für „Verzehr außer Haus” und Gesundheitspflege. 2004, vor Einführung von Hartz IV, waren im Regelsatz für Nahrung und nicht-alkoholische Getränke 4,36 € täglich drin, also 15% mehr als heute. (Roth/Thomé, Leitfaden ALG II/Sozialhilfe von A-Z, Frankfurt 2006 ->Regelsatz). Maßstab für die Regelsatzhöhe ist das Verbrauchsverhalten unterer Verbrauchergruppen. Diese bestehen überwiegend aus Personen über 65 Jahre. Und die geben bei steigenden Preisen erheblich weniger für Ernährung aus als früher und auch deutlich weniger als unter 65-jährige. Untersuchungen zeigen, dass eine vollwertige Ernährung erst mit 50% mehr Geld für Ernährung möglich ist. (W. Becker u.a., Vollwerternährung und Sozialhilfe, GesundhWes 57, 201-206).

Weiterer Vortrag bleibt vorbehalten.

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Martin

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Martin Behrsing ist offline  
Alt 26.06.2007, 08:14   #6
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Paul-der-Panther
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Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Vielleicht hilft dir das ganze, wogegen ich eine Klage laufen habe.
Moin, moin, Martin,

ich habe ein, zwei Nachfragen zu deinem laufenden Verfahren.

Liegt denn der Sachverhalt bereits dem Bundesverfassungsgericht vor und wenn ja, hat es sich bereits dazu geäußert, wann es sich damit befassen möchte?

War denn "lediglich" ein SG mit deiner Klage befasst worden oder bereits das LSG? Das geht leider nicht hervor..


Lg..
Paul-der-Panther ist offline  
Alt 26.06.2007, 08:23   #7
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Bisher liegt das ganze (seit Jan 2006) beim SG. Das SG soll aber gem. Artikel 100 GG von sich eine Richtervorlage für das BVerfG machen. Dann muss sich das BVerfG damit beschäftigen. Ob dies so geschieht weiß ich nicht. Ich habe auch noch wegen vieler anderer Sachen eine Klage laufen, diese habe ich dann noch nachgeschoben. Mal sehen, wie es weiter geht.
Zitat von Paul-der-Panther Beitrag anzeigen
Moin, moin, Martin,

ich habe ein, zwei Nachfragen zu deinem laufenden Verfahren.

Liegt denn der Sachverhalt bereits dem Bundesverfassungsgericht vor und wenn ja, hat es sich bereits dazu geäußert, wann es sich damit befassen möchte?

War denn "lediglich" ein SG mit deiner Klage befasst worden oder bereits das LSG? Das geht leider nicht hervor..


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Alt 26.06.2007, 08:42   #8
Paul-der-Panther->Emailproblem
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Paul-der-Panther
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Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Bisher liegt das ganze (seit Jan 2006) beim SG. Das SG soll aber gem. Artikel 100 GG von sich eine Richtervorlage für das BVerfG machen. Dann muss sich das BVerfG damit beschäftigen. Ob dies so geschieht weiß ich nicht. Ich habe auch noch wegen vieler anderer Sachen eine Klage laufen, diese habe ich dann noch nachgeschoben. Mal sehen, wie es weiter geht.
Danke, danke Martin für deine schnelle Antwort.. :-)
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Alt 29.06.2007, 09:21   #9
legia->Emailproblem
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Hi Leuite, da der 1.7.2007 ein Sonntag ist, sollte das ALG2 doch am heutigen Freitag auf dem Konto sein, oder? Ich sehe leider noch nichts.
legia ist offline  
Alt 29.06.2007, 09:43   #10
Rüdiger_V
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Zitat von legia Beitrag anzeigen
Hi Leuite, da der 1.7.2007 ein Sonntag ist, sollte das ALG2 doch am heutigen Freitag auf dem Konto sein, oder? Ich sehe leider noch nichts.
Das ist ja noch sehr früh. Bei mir wird das ALG II immer gegen Mittag gebucht.
 
Alt 29.06.2007, 09:46   #11
gelibeh
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meines ist drauf. incl der Wahnsinnerhöhung von 2€
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§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline  
Alt 29.06.2007, 10:12   #12
Ralf Hagelstein->Emailproblem
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Ralf Hagelstein
Frage

Mein Geld ist auch drauf, aber bisher habe ich noch keinen Änderungsbescheid.
__

"Zynisch ist nicht der Satiriker, sondern die Gesellschaft." Gabriella Lorenz

PeNG! Aktive Erwerbslose und Geringverdiener e.V.
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Ralf Hagelstein ist offline  
Alt 29.06.2007, 13:09   #13
Arania->Emailproblem
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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alles okay, der Änderungsbescheid kam vor 10 Tagen
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Arania ist offline  
Alt 29.06.2007, 13:10   #14
eAlex79->Emailproblem
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eAlex79
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*heul*
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Aegroti salus suprema lex.

Man möge sich dieses zu Herzen nehmen :)

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Dieser Beitrag ist Copyright © 2006, 2007 eAlex79 ;) Alle Rechte vorbehalten.
eAlex79 ist offline  
Alt 29.06.2007, 15:08   #15
amondaro
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amondaro
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Moin,

normal wird das Geld immer in voraus überwiesen,also muss es auch zum 1. jeden Monats auf dem Konto sein.Da der 1. am Sonntag ist,sollte es heute Freitag auf dem Konto auch sein.Das liegt mehr an den Banken ,wann die es Buchen,immer hin verdienen se auch damit ihr Geld,Zinsen Zinsen Zinsen...

Und denen ist es egal ob es jetzt ALG2 Geld ist oder Gehalt.

Spätestens Nachmittags musss es drauf sein,oder eure ARGE hat Schlampig gearbeitet und die Überweisung nicht beauftragt.

Die Sparen auch damit Geld und Zinsen wenn se es Ausversehen später überweisen,was schon öffteres vorkam.

Meinste warum all die Retner erst immer zum 3. das Geld haben,der Staat spart dadurch paar 10.000 Euro jeden Monat...

Ich weiss das von meiner Mutter,da sie Rentnerin ist,das Geld ist am Montag wenn se Glück hat drauf.Im gegsatz zu den viele Pansioneren die Pünklich ihr Geld haben ...und viel zu viel die Faulen Säcke !!

mfg
amondaro ist offline  
Alt 29.06.2007, 15:12   #16
Rüdiger_V
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Also, ich werde langsam unruhig. Normalerweise ist mein Geld bis spätestens 12 Uhr auf meinem Konto gebucht. Habe eben online reingeschaut, nix *grummel*
 
Alt 29.06.2007, 15:32   #17
Ela
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Ela
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Autsch... mein Sohn ist auch schon am rotieren...
auch sein Geld ist immer noch net da.


Meins dagen schon...... Gleiche Adresse, gleiche Arge, seit diesen Monat sogar gleiche SB..... beide Postbank......
wie geht denn sowas????
Ela ist offline  
Alt 29.06.2007, 15:53   #18
redfly
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redfly redfly redfly redfly
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Das blöde ist nur, nicht alle Kunden haben eine Automatenkarte. Es gibt Betroffene, die können sich nur am Schalter Geld auszahlen lassen. Für die heisst es dann wohl, erst am Montag wieder bei der Bank antreten.


mfg ft60user
redfly ist offline  
Alt 29.06.2007, 16:19   #19
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aladin
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Hallo,

das Geld ist bei mir auch noch nicht drauf.
2 Personen in der BG warten.

Normalerweise kommt es immer gegen 14 -15 Uhr.

Bin bei der Postbank und hoffe, dass es heute noch kommt da sonst Storno Gebühren für Rechnungen anfallen.

Die hätten ja wenigstens ne Benachrichtigung schicken können bzgl der Verspätung.
aladin ist offline  
Alt 29.06.2007, 16:19   #20
Schnuckel->Emailproblem
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Schnuckel
Standard

Meins ist drauf...auch 2 € mehr. Änderungsbescheid kam gestern.
__

Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
Schnuckel ist offline  
Alt 29.06.2007, 16:30   #21
unfroynd->Emailproblem
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unfroynd
Böse kein geld

Also mein Geld ist bis jetzt (16:26 Uhr) nicht da!

Normalerweise ist es immer pünktlich zum Monatsende bzw. je nachdem wie das ausfällt einen Tag vorher da.

Das macht mich stutzig.... habe irgendwann Anfang Juni in der Bild gelesen, dass es bei den Juli Auszahlungen wieder zu schwierigkeiten beim ALG II kommen soll und mehrere davon betroffen sind.

Na Super!!!!!!!!!!!!
unfroynd ist offline  
Alt 29.06.2007, 16:37   #22
Martin Behrsing
Redaktion
 
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Ich habe es auch gerade bekommen. Tatsächlich 2 euro mehr. Da kauf ich mir doch glatt gleich ein Eis
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 29.06.2007, 16:39   #23
aladin->Emailproblem
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aladin
Standard

Hallo.. Eben ist das Geld eingetroffen.
Dachte schon ich muss bis Montag warten.

Aber leider fehlen ca. 20 Euro.

Werde nachher alles nochmal prüfen.

Ich hoffe bei den anderen kommt das Geld jetzt mal drauf.
Ich kenne das wenn man wartet meine F5 Taste ist schon völlig ausgeleiert.
aladin ist offline  
Alt 29.06.2007, 17:32   #24
gummibaer->Emailproblem
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Registriert seit: 29.06.2007
Beiträge: 24
gummibaer
Standard

klasse mein geld ist auch noch nicht da hoffe ja das es heute noch kommt sonst bin ich dank arge übers we echt aufgeschmissen
naja erstmal abwarten
gummibaer ist offline  
Alt 29.06.2007, 17:45   #25
Argon5
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Argon5
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Meines war schon sogar am Mittwoch da, plus die Bewußten 2€.

Argon5
__

Möge die Macht mit uns sein


"ARMUT IST DIE SCHLIMMSTE FORM VON GEWALT"
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Nichts macht uns feiger und gewissensloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden.
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Alles was ich hier von mir gebe, stellt nur meine persönliche Meinung dar, keine Rechtsberatung.

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Argon5 ist offline  
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