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Start > > -> Hilfe! Sperrung bei Jobablehnung! Wenn weniger Geld als zuvor ?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 21.06.2007, 19:58   #1
delia
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Hilfe! Sperrung bei Jobablehnung! Wenn weniger Geld als zuvor ?

Hallo !

Ich heiße Delia bin 33 Jahre alt und habe eine Tochter von 12 Jahren.
Ich habe Alg2 und verdiene mir im Monat 150 Euro dazu.
Ich bekomme von der Arge immer Adressen wo ich mich bewerben muss.
Was auch in Ordnung ist da ich selber gerne einen Halbtags Job hätte wo ich selber genug verdienen würde das ich keine Unterstützung mehr bräuchte.

Darf ich den Job der mir jetzt Angeboten wird ablehnen weil ich mit dem Auto am Tag 40 KM hin und 40 KM zurück fahren muss und durch die Benzinkosten dann weniger an Geld zu verfügung habe als jetzt.

Die rechnung sieht ca. so aus:

Der Uns zustehender Bedarf ca.1000 €

Rein kommt:
154 € Kindergeld
300 € KindesUnterhalt
150 € Nebenverdienst

Die Differenz bis 1000€ Zahlt Alg2 (Leistung und Unterkunft)

Bei dem mir Angebotenen Jobwürde ich nur 270 € bekommen.
Und bei den Benzinkosten hätte ich dann weniger Geld als vorher zu Verfügung

sieht ca. so aus:

Bedarf wieder ca.1000 €

Rein kommt:
154 € Kindergeld
300 € KindesUnterhalt
270 € Nebenverdienst

Differenz bis 1000€ Zahlt Alg2 (Leistung und Unterkunft)


Darf ich solch einen Job ablehnen???
Und wo liegt die Grenze an Kilometer die ich für einen Job fahren muss?

vielen Dank Delia !
 
Alt 21.06.2007, 21:46   #2
na
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

40 km hin und 40 km zurück ist tatsächlich ein sehr weiter Weg zur Arbeit. Für einen Halbtagsjob lohnt sich das nicht.

Ob du ihn ablehnen darfst, kann ich dir nicht genau sagen. Eigentlich darf man ja nur etwas ablehnen, wenn es sittenwidrig ist.

Ich rate dir, die SB anzurufen und ihr das zu sagen. Ich würde ihr nicht direkt sagen, dass dir von dem Gehalt nichts übrig bleibt (das wird sie nicht interessieren), sondern ich würde ihr sagen, dass du täglich als Alleinerziehende nicht so weit fahren kannst. Das sind zu viele Stunden, die du außer Haus bist, die dir kein Geld bringen und die dein Kind ohne Betreuung zuhause ist.

Solange du den Hinzuverdienst von 150 Euro hast, wird sie wahrscheinlich damit einverstanden sein. Probiere es mal im guten.
 
Alt 21.06.2007, 21:53   #3
Haubold
Elo-User/in
 
Registriert seit: 28.03.2007
Beiträge: 726
Haubold
Standard

Die Frage ist wieviel erhälst Du ALG II noch dazu???

Hier Steht nix von Miete nur von Bedarf von 1000 Euro!

Gruß Haubold
Haubold ist offline  
Alt 21.06.2007, 22:00   #4
angel6364
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Delia,
bei Deiner Rechnung im Eingangspost: die 150 Euro bzw. 270 Euro, sind das die Freibeträge oder das Nettoeinkommen? Bei beiden Varianten kann Deine Rechnung so nicht stimmen.
Schreib doch mal mehr über das Nettoeinkommen und Deinen bisherigen Bescheid von der Arge.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 22.06.2007, 12:20   #5
delia
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Erst mal danke an Euch!

Also wir bekommen von Arge 505 €
Plus 154 € Kindergeld
Plus 300 € Kindesunterhalt
Plus meine verdienten 150€


Wenn ich jetzt 270€ verdiene zahlt die Arge automatisch weniger.
Durch die Benzinkosten habe ich dann aber weniger Geld zur verfügung.
 
Alt 22.06.2007, 13:32   #6
angel6364
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Die Arge zieht Dir bei 270 Euro Einkommen 136 Euro bei ihrer Zahlung ab. 134 Euro darfst du anrechnungsfrei behalten.
Also hast Du 134 Euro mehr als ohne Arbeit.

Ob sichs dafür rentiert, so eine lange Strecke zu fahren, ist natürlich die Frage. Ich würde mich wehren und mit dem Zeitfaktor argumentieren, wie Rotkäppchen schon schrieb.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 23.06.2007, 17:24   #7
Rechtsverdreher
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 14.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 2.549
Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher
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Zitat von delia Beitrag anzeigen
Also wir bekommen von Arge 505 €
Plus 154 € Kindergeld
Plus 300 € Kindesunterhalt
Plus meine verdienten 150€

Wenn ich jetzt 270€ verdiene zahlt die Arge automatisch weniger.
Durch die Benzinkosten habe ich dann aber weniger Geld zur verfügung.

Wenn Du da nur mit dem Auto hinkommst, dann würde ich mal Kilometergeld beantragen. Für die ersten 10km gibt es wohl 0,3 Euro/km und für die weiteren 0,2 Euro/km. Das wären bei 20 Arbeitstagen im Monat und 70km am Tag ca. 340 Euro im Monat.

Einfach mal beantragen, dann wird dieser Sachbearbeiter schon von selbst davon abstand nehmen Dir so einen Job anzubieten.
__

Alle von mir gemachten Aussagen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keine Rechtsberatung dar.
Rechtsverdreher ist offline  
Alt 23.06.2007, 18:59   #8
cmxy
Elo-User/in
 
Registriert seit: 26.01.2007
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 49
cmxy Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Hi,
@Rechtsverdreher:
Bist Du Dir mit den Fahrtkosten sicher, ich hab mal irgendwo im SGB2 was von 0,06 €/KM gelesen.

mfg
Christian
cmxy ist offline  
Alt 24.06.2007, 00:38   #9
Rüdiger_V
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Erst ab einen Verdienst über 400 € können die tatsächlichen Werbungskosten (Fahrtkosten) geltend gemacht werden, bis 400 € sind die Werbungskosten in den 100 € Freibetrag enthalten.
 
Alt 24.06.2007, 07:39   #10
gelibeh
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Zu den zumutbaren Fahrzeiten kannst Du hier schauen
Zitat:
SGB III § 121 Zumutbare Beschäftigungen

(1) Einem Arbeitslosen sind alle seiner Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen.
(2) Aus allgemeinen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn die Beschäftigung gegen gesetzliche, tarifliche oder in Betriebsvereinbarungen festgelegte Bestimmungen über Arbeitsbedingungen oder gegen Bestimmungen des Arbeitsschutzes verstößt.
(3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist dem Arbeitslosen eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.
(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einem Arbeitslosen zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.
(5) Eine Beschäftigung ist nicht schon deshalb unzumutbar, weil sie befristet ist, vorübergehend eine getrennte Haushaltsführung erfordert oder nicht zum Kreis der Beschäftigungen gehört, für die der Arbeitnehmer ausgebildet ist oder die er bisher ausgeübt
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline  
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