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Start > > -> Was bleibt denn wirklich bei einer Teilzeitstelle übrig?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 14.06.2007, 09:50   #1
cmxy
Elo-User/in
 
Registriert seit: 26.01.2007
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 49
cmxy Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Was bleibt denn wirklich bei einer Teilzeitstelle übrig?

Hallo,
ich blicke leider bei der Berechnung von Einkommen und deren Absetzbeträge nicht mehr durch und benötige hilfe.

Folgende Konstellation:

Familie mit 2 Kindern (3 und 9)
Meine Frau hat eine Chance auf einen Teilzeitjob mit ca. 600 euro mtl brutto
Nach Abzügen von SV-Beiträgen würden ca. 500 netto bleiben.

Meine Frau hätte für den Erwerb tgl. 32 KM Pendelstrecke tgl x 22 Arbeitstage = 704 KM mtl.
Haftpflichtvers. fürs Auto wären 45,- mtl.

Wie muß denn nun berechnet werden um das anrechenbare Einkommen zu erhalten welches dann vom ALG 2 Bedarf abgezogen wird?

Bin ich so richtig:
500 netto - 141 € Fahrkosten (704KM x 0,2 €) - 45,- Kfzvers. = 314€ anrechenbar.
Oder werden von den 314€ dann noch die 100€ pauschale und 20% abgezogen, sodass ich nur noch auf 171,- euro komme die vom ALG 2 abgezogen werden?
Oder müssen die Freibeträge (100,- und die 20%) von den 500 nettor gerechnet werden, also dann 500€ - 100€(pauschale) - 20% = 300 euro
und dann von den 300€ noch die Fahrkosten und Kfzvers. runter was dann nur noch 114 € als Abzug vom ALG2 bedeuten würde?

Ich sag ja bin völlig verwirrt, und für hilfe dankbar, habe auch schon den verlinkten ALG2 Rechner genutzt, der sagt mir das ich mit meiner letzten Einschätzung richtig liegen würde, sprich also erst vom netto Freibeträge runter und davon dann noch die Werbungskosten (Vers und Fahrt) abgezogen, ergibt also die 114,- weniger ALG2.

Ich hoffe hier kennt sich jemand mit aus und danke schonmal für Antworten.

mfg
Christian
cmxy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2007, 12:11   #2
Ludwigsburg
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat von cmxy Beitrag anzeigen
Hallo,
ich blicke leider bei der Berechnung von Einkommen und deren Absetzbeträge nicht mehr durch und benötige hilfe.

Folgende Konstellation:

Familie mit 2 Kindern (3 und 9)
Meine Frau hat eine Chance auf einen Teilzeitjob mit ca. 600 euro mtl brutto
Nach Abzügen von SV-Beiträgen würden ca. 500 netto bleiben.

Meine Frau hätte für den Erwerb tgl. 32 KM Pendelstrecke tgl x 22 Arbeitstage = 704 KM mtl.
Haftpflichtvers. fürs Auto wären 45,- mtl.

Wie muß denn nun berechnet werden um das anrechenbare Einkommen zu erhalten welches dann vom ALG 2 Bedarf abgezogen wird?


Zuverdienst

Zitat:
Langzeitarbeitlose dürfen ab 1. Oktober 2005 mehr hinzuverdienen.
- bis 100 EUR freies Zusatzeinkommen als Grundfreibetrag
- 20% bis 800 EUR Einkommen
- 10% ab 800 EUR Einkommen
Der Rest wird auf das ALGII angerechnet. Die Obergrenze für Freibeträge beträgt 1200 EUR für Kinderlose und 1500 EUR bei Langzeitarbeitslosigkeit mit Kindern. Von den besseren Zuverdienst-Möglichkeiten zum ALG II profitieren somit insbesondere Bezieher niedriger Einkommen.
Beispiele: Bei 400-Euro-Zusatzverdienst bleiben 160 Euro frei und bei 600-Euro-Zusatzverdienst sind es 200 Euro. Vom Zusatzverdienst wird zunächst der Freibetrag von 100 Euro abgesetzt und auf den so reduzierten Betrag dann der Prozentsatz angewendet.
http://www.finanztip.de/recht/sozial...sengeld-II.htm
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Alt 14.06.2007, 12:37   #3
gelibeh
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@Ludwigsburg, das was im ersten Link steht ist von 2005. Da hat sich doch inzwischen bei den Freibeträgen was geändert.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2007, 12:57   #4
Ludwigsburg
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Beiträge: n/a
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Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
@Ludwigsburg, das was im ersten Link steht ist von 2005. Da hat sich doch inzwischen bei den Freibeträgen was geändert.
Danke, habs geändert.
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Alt 14.06.2007, 13:00   #5
gerda52
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gerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiert
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Zitat:
@Ludwigsburg, das was im ersten Link steht ist von 2005. Da hat sich doch inzwischen bei den Freibeträgen was geändert.
Das war schon die Änderung gelibeh.

Die Äußerung bezog sich auf das von Ludwigsburg Zitierte, hatte den Link gar nicht betätigt, also verzeih bitte.

@ cmxy

Der Freibetrag wird vom Brutto, hier von 600 Euro berechnet und vom Netto abgezogen.

In dem Grundfreibetrag ist bereits die Wk-Pauschale von 15,33 Euro sowie die Versicherungspauschale von 30 Euro enthalten.

Aufgrund der Fahrtkosten und der KFZ-Versicherung übersteigen die tatsächlichen Aufwendungen plus die Pauschalen diese 100 Euro.
Die Differenz ist daher zusätzlich absetzbar. Nachzulesen in den DVO zu § 11 SGB II.
gerda52 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2007, 18:38   #6
cmxy
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Hi,
danke für die Antworten, verstehen tu ich glaub ich immer noch nichts.

Wenn ich nicht ganz verkehr bin heißt das jetzt in Zahlen:

600 brutto
500 netto
Freibetrag 100 euro plus 20% von 500 (600 - 100 Pauschale) ergibt 200,- Freibetrag, der von dem Netto abgezogen wird
ergibt bis hier dann 300,- die anzurechnen bleiben
von diesen 300,- noch die Kosten die die 100 euro Grundfreibetrag übersteigen abziehen, in dem Fall also 86,-
ergibt dann 214,- die beim ALG 2 angerechnet werden, sprich abgezogen?

Hab ich das so richtig verstanden?

Wie gesagt, ich habe mal mit dem hier im Forum von Martin verlinktem ALG 2 Rechner gerechnet, der sagt mir 114,- anrechenbar, also nach meinem letzten Beispiel im ersten Post.
Dieser rechnet erst die Freibeträge runter und dann, da über 401,- Einkommen, noch die tatsächlichen Werbungskosten runter.

mfg
Christian
cmxy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2007, 19:52   #7
gelibeh
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ich würde das auch so sehen wie Du und sagen, dass der Rechner da was falsch macht. Ist aber nur meine Meinung
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 14.06.2007, 20:28   #8
gerda52
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gerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiert
Blinzeln

Hier der Link zu den DVO, wichtig die §§ 11 und 30.

Dann hast Du die amtliche Version mit Rechenbeispielen.

Bitte runterladen und studieren.

Zitat:
von diesen 300,- noch die Kosten die die 100 euro Grundfreibetrag übersteigen abziehen, in dem Fall also 86,-
Auch die Pauschalen kommen bei der Berechnung der tatsächlichen Aufwendungen zum Ansatz, sodass weitere 45,33 Euro abzugsfähig sind.

Von den verdienten 500 cash bleiben demnach 331,13 Euro anrechnungsfrei.
gerda52 ist offline   Mit Zitat antworten
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bleibt, denn, teilzeitstelle, uebrig, wirklich, übrig

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