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Start > > -> rausschmiss in-job trotz schwangerschaft???

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 07.06.2007, 11:49   #1
Mrs_Evil->Emailproblem
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Registriert seit: 07.06.2007
Beiträge: 5
Mrs_Evil
Ausrufezeichen rausschmiss in-job trotz schwangerschaft???

hallo!

hab da mal ne frage... und zwar... weiß ichgarnich wie ich anfangen soll....

also, ich wurde im märz von der bagis in einen in-job vermittelt, bei dem ich von anfang, aus gesundheitlichen UND attestierten gründen fehlte. lag einfach daran, dass ich schwanger war (und auch noch bin) und ich diese übelkeit und das erbrechen nicht nur morgens hatte, sondern das den ganzen tag anhielt. das zog sich auch über den gesamten zeitraum dieser ersten 3 monate hin und wurde zusätzlich begleitet von kopfschmerzen und zum teil heftigen migräneattacken, die leider nicht aufgehört (im gegensatz zu übelkeit und erbrechen). dieses ist auf die computerarbeit zurückzuführen (8 stunden web-seiten erstellen, layouts machen, texte schreiben und korrigieren, arbeitsblätter erstellen usw usw), die ich dort zu verrichtet habe. wurde auch alles von meiner ärztin attestiert und die atteste alle abgegeben.
nun liege ich diese woche leider mit einer grippe flach, das attest hierfür gab ich heute ab, innerhalb dieser 3 tage, montag war ich noch da und habe mich dann zum arzt schicken lassen, da ich heftige ohrenschmerzen hatte. wusste nicht, dass ich dann noch anrufen muss wenn ich dann nicht zur arbeit kommen kann, weil meiner meinung dann klar ist, wenn jemand total erkältet, hustend und verschnupft mit ohrenschmerzen zum arzt geht, dass der dann krankgeschrieben ist... ist wohl mein denkfehler gewesen. auf jeden fall wurde ich aufgrund dieses nixcht anrufens heute rausgeschmissen, in absprache zwischen dem träger und dem fallmanager bei der bagis.
aus diesem problem resultiert aber nun das eigentlixche dilemma, denn der typ von der bagis hat gesagt (und so steht es auch in der eingliederungsverenbarung), wenn ich da rausfliege bekomme ich 3 monate kein geld und der zieht das auch eiskalt durch. hatte grad das vergnügen 3 monate mit 20% weniger auszukommen, weil ich mich bei nem termin mit der berufsberatung um 2 tage versehen habe und als ich das am selben tag des eigentlichen termins noch bemerkte, weil ich nochmal auf den brief schaute habe ich SOFORT da angerufen und nen neuen termin vereinbart. "wäre ja kein problem, könne ja mal passieren" wurde mir gesagt und ein neuer termin zugeschickt den ich auch wahrnahm. trotzdem wurden mir das geld gekürzt.

aber ich frage mich wirklich ob die mich überhaupt hätten rausschmeißen dürfen, aufgrund der schwangerschaft (e3 liegt auch beim amt sowie beim träger ne kopie des mutterpasses vor)? dachte man steh unter kündigungsschutz, oder entfällt fieser hioer, weil "nur" so ne in-job gecshichte ist???
und meine zweite frage, die mir wirklich angst macht ist, dürfen die mir wirklich das komplette geldstreichen??? miete lebenshaltungskosten, etc? obwohl ich schwanger bin????? den antrag auf mehrbedarf für ernährung hab ich grad letzten freitag gestellt und einen weiteren antrag auf kostenübernahme montag abgeschickt, kann ich dann wohl auch vergessen oder wie?????
würde am liebsten sofort zum amt hinrennen, aber ich will da nicht allein hin, weil ich einfach zuwenig kenntnisse über gesetze und paragraphen habe, kann ich meine tante da mit hinnehmen? hab gelesen, es sei nicht so gut wenns vermandte sind... bzw wollte icgh mich bei nem anwalt vorher erkundigen und evtl was schriftliches in der hand haben.....

oh mann, hoffe hier steigt jemand durch, bin nur grad am rand der verzweiflung, die ganze zeit am heulen und krieg auch noch unterleibschmerzen.... alles zu viel stress grad.......

würd mir ja auch nen job suchen, voll oder teilzeit, aber wer stellt schon ne schwangere ein? gleich ma rumtelefonieren und internetten nach arbeit!

wär toll eine antwort und den einen oder anderen tipp zu bekommen..... vielen vielen dank

mrs_evil
Mrs_Evil ist offline  
Alt 07.06.2007, 12:20   #2
Rechtsverdreher
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Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher Rechtsverdreher
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Vergiss das erstmal, nur keinen Stress deswegen.

Auf jeden Fall gleich erstmal Widerspruch gegen die Kürzungen einlegen. Ausserdem würde ich mich mal direkt an den Vorgesetzten wenden, ich bin sicher der regelt das sofort. Der hat sicherlich keine Lust morgen in der Zeitung zu stehen.

Wenn der Vorgesetzte das hört, dann wird er Deinen Sachbearbeiter aber ganz schnell mit Fusstritten durch den Raum treten wie einen Fussball. Jedenfalls würde ich das so machen mit diesem Cretain.

Scanne doch mal die EinV ein, das ist wichtig, weil die wahrscheinlich sowieso Nichtig ist.

Was ist das genau für ein Ein-Euro-Jobob? Hört sich nicht gerade zusätzlich und gemeinnützig an.

Du hast wegen einen versäumten Termin eine 20%ige Kürzung bekommen? Entweder 10% oder 30%, je nach Verstoss, alles was davon abweicht dürfte rechtswidrig sein.

Gehe besser zu einem Anwalt, der regelt das 100%ig zu Deinen Gunsten.

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/a...n/default.aspx
__

Alle von mir gemachten Aussagen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keine Rechtsberatung dar.
Rechtsverdreher ist offline  
Alt 07.06.2007, 12:24   #3
na
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Die Verzweiflung ist nicht zu übersehen. Ich fasse mal zusammen was ich hier verstanden habe, und du sagst mir, ob ich das so richtig verstanden habe:

1. Du bist schwanger und erhälst ALG II. Man schloss mit dir eine Eingliederungsvereinbarung ab und vermittelte dir einen Job, den du aber von vornherein nicht angetreten hast, weil du immer krankgeschrieben warst.

2. Jetzt kündigt dir der Arbeitgeber, weil er meint, du hättest eine neue Krankmeldung nicht rechtzeitig gemeldet. Wegen dieser Kündigung kürzt dir das Amt (oder der BAGIS) 30% des Einkommens, weil du in der Eingliederungsvereinbarung unterschrieben hast, dass das im Kündigungsfall so rechtens ist.

Über diese 2 Punkte muss ich noch ein wenig "brüten". Kannst du vielleicht mal den Teil der EGV einscannen oder eintippen, in dem steht, dass du im Kündigungsfall eine Kürzung von 30% erhälst? Ich frage mich auch allen ernstes, ob man mit einer Schwangeren eine EGV abschließen kann, denn als Schwangere ist jede Eingliederung in den Arbeitsmarkt aussichtslos.

Dazu kann ich vorab nur sagen:

1. Schwangerschaft schützt bei einem Ein-Euro-Job nicht vor Kündigung, denn das ist ja keine Festeinstellung. Allerhöchstens sollte eine schwangere keinen Ein-Euro-Job ausüben, genauso wenig wie eine Alleinerziehende mit kleinen Kindern.

2. Die Kündigung kam wegen Unzuverlässigkeit. Ich muss mir Gedanken machen, wie man das umgehen kann.

3. Die können dir die Leistung nicht streiche, so z.B. die Unterkunftskosten nicht. Und wenn es zum Essen nicht mehr reicht, erhält du Lebensmittelgutscheine. Hier weiss ich nicht so bescheid, da meldet sich vielleicht noch jemand.

4. Wenn du zu Terminen geladen wirst, nehme ruhig deine Tante mit. Das ist doch gleichgültig, ob verwandt oder nicht.

Wegen dieser Kürzung muss ein Widerspruch eingereicht werden. Hast du denn schon den Bescheid dazu, oder war das nur eine Drohung? Wenn da kein Bescheid kommt, würde eine gute, schriftrliche Erklärung reichen.

Auch gegen die Kürzung von 20% wegen nicht Einhaltung eines Termines hätte Widerspruch eingereicht werden müssen. Wann ist denn das gewesen? Schau auch mal in die Rechtsfolgebelehrung bei Nicht-Einhaltung eines TErmines. Was steht da ganz genau drin?

M.E. ist das schon ein Fall für einen Sozialrechtler. Warte mal ab, was hier andere schreiben.
 
Alt 07.06.2007, 12:32   #4
Vater Flodder
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Vater Flodder
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Zitat:
aus diesem problem resultiert aber nun das eigentlixche dilemma, denn der typ von der bagis hat gesagt (und so steht es auch in der eingliederungsverenbarung), wenn ich da rausfliege bekomme ich 3 monate kein geld und der zieht das auch eiskalt durch.
Nur wenn dich ein "Verschulden" träfe, nicht aber wenn dich der AG aus allgemeinen Gründen kündigt.
Dieses Verschulden wird man dir deswegen (
Zitat:
wusste nicht, dass ich dann noch anrufen muss wenn ich dann nicht zur arbeit kommen kann, weil meiner meinung dann klar ist, wenn jemand total erkältet, hustend und verschnupft mit ohrenschmerzen zum arzt geht, dass der dann krankgeschrieben ist... ist wohl mein denkfehler gewesen. auf jeden fall wurde ich aufgrund dieses nixcht anrufens heute rausgeschmissen,
) andichten wollen, um so die Sanktion zu rechtfertigen.

Möglicherweise kannst du dir über das Amtsgericht einen Beratungshilfeschein ausstellen lassen und anwaltliche Hilfe hinzuziehen, wenn der Sanktionsbescheid kommt.

Nach meiner bescheidenen Meinung erscheint dein "Fehlverhalten" nicht sanktionswürdig, es sei denn du wärst ein erfahrener Hase in der Arbeitswelt. Denn welcher Arbeitnehmer kennt sich mit allen Details des Arbeitsrechts aus? Da wäre zunächst eine Abmahnung geboten.

Und da genau liegt das Problem:
Zitat:
ich wurde im märz von der bagis in einen in-job vermittelt
.

Ist das ein sog. 1 € Job ? Dann gelten meines Wissens wesentliche arbeitsrechtliche Bestimmungen nicht, da es sich nämlich um kein klassisches Arbeitsverhältnis handelt.

Aber paradoxerweise stündest du genau dadurch wesentlich schlechter als ein "normaler" Arbeitnehmer.

Aber wie gesagt, lieber anwaltliche Hilfe hinzuziehen, wenn es hart auf hart kommt.

Zitat:
hatte grad das vergnügen 3 monate mit 20% weniger auszukommen, weil ich mich bei nem termin mit der berufsberatung um 2 tage versehen habe und als ich das am selben tag des eigentlichen termins noch bemerkte, weil ich nochmal auf den brief schaute habe ich SOFORT da angerufen und nen neuen termin vereinbart. "wäre ja kein problem, könne ja mal passieren" wurde mir gesagt und ein neuer termin zugeschickt den ich auch wahrnahm. trotzdem wurden mir das geld gekürzt.
Vielleicht könnte ein Anwalt da rückwirkend auch noch etwas dran ändern (durch Überprüfungsantrag, da Widerspruchsfrist offenbar abgelaufen), denn man sagt dir ja quasi selbst, dass kein sanktionswürdiges Verhalten vorliegt.

Und am wichtigsten:

Zitat:
oh mann, hoffe hier steigt jemand durch, bin nur grad am rand der verzweiflung, die ganze zeit am heulen und krieg auch noch unterleibschmerzen.... alles zu viel stress grad.......
Kopf hoch und lass dich nicht runterziehen. Dein Kind braucht eine ausgeglichene Mutter. Die Probleme lassen sich alle lösen.

Und wenn du das Kleine auf dem Arm hältst, wirst du sehen was Glück bedeutet und gar nicht mehr an die Querelen denken.
Vater Flodder ist offline  
Alt 07.06.2007, 14:09   #5
Mrs_Evil->Emailproblem
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Mrs_Evil
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oh danke für die schnellen antworten *freu*

@rotkäppchen:
zu punkt 1a) ja ich war schon schwanger als vermittelt wurde, war da grad ausm krankenhaus zurück wegen vedacht auf eileiterschwangerschaft.
und punkt 2a) doch die krankmeldung ist definiv fristgerecht abgegeben, heut ist der 3. fehltag, aber er kpündigt mir weil ich icht angerufen habe um ihm bescheid zu geben. nur wei ich dachte, dass er sich das von alleine denkt das ich wohl dan krakgeschrieben bin wenn ich nicht komme, wenn ich schon montag mit husten schnupfen usw und ohrenschmerzen zum arzt gegangen bin. da ich montag ja cshon bei der arbeit war brauchte ich für den tag keine krankmeldung.


hier der auszug aus der eingleiderungsvereinbarung

"Rechtsfolgenbelehrung:
[...]Das Gesetz sieht bei pflichtwidrigem Verthalten unterschiedliche Leistungskürzungen vor. Die Leistung kann danach - auch mehrfach oder ganz entfallen."

wobei weiter unten dann auch steht:

"Gemeinsame Vorschriften:
9. Die Absenkung des ALG II und der Wegfall des Zuschlags treten nicht ein, wenn Sie für die Pflichtverletzung einen wichtigen Grund nachweisen können."

Also dass ich schwanger bin kann ich durchaus beweisen, man seht auch schon nen Bauch und den Mutterpass bekommt man auch icht aus jux und dollerei, ebenso hab ich auch schon ultraschallbilder, also genug nachweise. und die migräne kann mir meine ärztin auch nocmal bestätigen, hab da schon lange mit zu tun. also müsste rein theoretisch ja Punkt 9 wie oben genannt in Kraft treten, aber wahscheinlich haben die beim amt auch dafür wieder irgendwelche paragrafen mit denen die das umgehen können....

Und der amtsfuzzi hat mir beim letzten gespräch mündlich mit der 3 monatigen sperre gedroht, direkt stehts doch nich in der vereinbarung drin, außer so wie oben zitiert.


@vater flodder (so nenn ich meinen freund auch immer *g*)

Zitat:
Da wäre zunächst eine Abmahnung geboten.
ja eine abmahnung habe ich bekommen. mein chef meinte er hätte 2 bei mir in den briefkasten geworfen, aber ich habe definitiv nur eine einzige bekommen. mein freund und meine bste freundin wussten auch nur von einer, mit denen hab ich da heuit schon drüber gesprochen und die waren ganz erstaunt als ich (bewusst) von den 2 abmahnungen gesprochen hatte, wollte sehen ob die was von 2 wissen. aber war nicht so.
aber das müsste er ja nachweisen, dass er die bei mir in briefkasten geschmissen hat, oder?

in-job steht für integrations-job (wie lächerlich) und ist so ne art 1eurojob, nur dass man eine mehraufwandsentschädigung von € 0,57 bekommt statt nen euro *g*


werd nun mal eben zum amt gehen, erst mal allein um zu sehen ob die mir das wirklich komplett streichen jetzt, sonst bin ich morgen beim amtsgericht für so nen beratungshilfeschein (danke@vater flodder, wusst nicht, dass es sowas gibt) und dann sofort zu nem anwalt.

und diese lebensmittelmarken sind ja wohl auch das allerletzte.... is ja wie nachm krieg wo es kein essen gab... nun gibts das in hülle und fülle und man hat trotzdem nix!!!!!

mal eben ne andere frage, hab meine wohnung gekündigt, weil zu klein für ne familie (1 zimmer^^ dem amts würds wohl reichen für 3) ich hab 3 monate kündigungsfrist, d.h. doch ich muss die zum 30.8. kündigen oder? weil meine vermieterin sagte zum 30.9. und ich musste ihr das noch gegenzeichnen... für mich sind 3 monate bis zum 30.8. weiß da jemand bescheid, beim mitererschutzbund kriegt man ja auch nur infos wenn man mietglied is, was ich mir nich leisten kann...


bis dahin erstmal, werd später noch berichten wies beim amt war...

viele liebe grüße
Mrs_Evil ist offline  
Alt 07.06.2007, 14:37   #6
na
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Ich glaube auch, dass du mit allen Fragen zum Sozialrechtler gehen solltest. Das ist schon alles ein wenig viel. Schau mal unter http://www.my-sozialberatung.de/cgi-...&localparams=1. wenn du keinen kennst. Bei mir hatte sich ein junger, frisch niedergelassener Anwalt sehr bewährt. Am besten du holst dir einen dringenden Termin wegen Hartz IV und fragst ihn, wo du den Beratungsschein für ihn holen musst. In der Regel beim Amtsgericht. Die 10 Euro zahlt man dann beim RA.

M.E. vermittelt man eine Schwangere nicht zu einem Integrationskurs. In der Regel kann die ja für die nächsten 2 Jahre gar nicht arbeiten. Einen Grund für eine Leistungskürzung kann ich hier nicht erkennen. Das war eine leere Drohung.

Zeige dem Anwalt auch den Bescheid mit der vergangenen Leistungskürzung von 20%. Vielleicht lässt sich da noch etwas machen.

Und schreibe dir bitte alles ganz genau auf, denn der Anwalt berät dich ja nur. Und wenn du Formulierungshilfe brauchst, dann schreibe nochmal ins Forum.

Wünsche dir viel Glück.
 
Alt 08.06.2007, 09:45   #7
Mrs_Evil->Emailproblem
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Mrs_Evil
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soo, war ja gestern noch mal bei der bagis und soltle heute früh wieder kommen. hab ich gemacht und da hab ich erfahren, dass die mir nen brief zugeschickt haben (soll heute oder morgen da sein) mit ner einladung zu einer anhörung. der amtfuzzi (gruppenleiter) mente, dass er das in kollegenversammlung mit reinnimmt und da bespricht und dass je nachdem ich ne leistungskürzung von 100% bekomme.

na ja, heut is in unserem amtsgericht ne offene kostenlose rechtsberatung, aufm freitag nachmattiag (man mag es kaum glauben), da werd ich auf jeden fall heut hingehen...

danke nochmal für die ratschläge, werd euch aufm laufenden halten (wenn ihr wollt) :)


schönes wochenende
Mrs_Evil ist offline  
Alt 08.06.2007, 10:25   #8
Kaffeeline
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Punkt 1:

Es gibt eine 2 Wochenfrist.Das heisst die greifen wenn du erfährst das du schwanger bist,und du sagst auf dem Amt bescheid,können die nix machen,weil du 2 Wochen zuvor auch schon schwanger gewesen bist,das aber noch nicht wissen konntest.

Das gilt auch fürs Arbeitsrecht.Hast du einen Job 3 Tage und erfährst das du schwanger bist,ist die Probezeit sofort aufgehoben.Habe ich selbst alles mitgemacht,und sehr feine Prozesse auf dem Arbeitsgericht geführt.Und gewonnen.

Das verfassungswidrige an Ein-Euro-Job ist,das das tatsächlich hier nicht greift.

Eine Eingliederungsvereinbarung abzuschliessen,spricht theoretisch nix gegen,weil du bist ja nur schwanger,es sei denn der FA hat Bedenken,und nicht krank,praktisch aber unsinnig weil wenn du dem potenziellen Arbeitgeber sagst das du schwanger bist,stellt der dich eh nicht ein,aber du darfst im das verschweigen,wenn er es dann rausskriegst oder er kündigt dich in der Probezeit,reibst du ihm den Mutterpass unter die Nase und er kann ebenfalls nix machen!Ist die Frage ob du bereit bist das dann vor dem Arbeiotsgericht im ZWeifelsfall durchzuziehen.Gewinnen tust du,aber ob du die Nerven hast,ist die andere Seite.Hab ich schon so gemacht.Und ebenfalls gewonnen.War aber anstrengend.

Klär alles mit einem RA ab,denn was die auf dem Amt machen mit Kürzen ist nicht richtig.Dich trifft hierbei kein Verschulden.Und davon mal abgesehen:Als ich meine Tochter bekam hätte ich in den ersten 3 Mon.auch nicht arbeiten können.

Wir hatten diesen ziemlich heissen Sommer 2003.Ich habe auch niedrigen Blutdruck.Mein Mann musste sehr viel für mich übernehmen,denn ich habe mich vor lauter Übelkeit,Kreislaufbeschwerden und Müdigkeit fast nur auf dem Sofa befunden.Überdies erbrach ich fast nur,das man überlegte mich in KH einzuweisen und mit intravenös mit Flüssigkeit zu versorgen,damit keine Gefahr für das Kind besteht.Ist aber in der Regel nicht schlimm,auch wenn du wegen sowas ins KH musst,wenn es Dir so dreckig geht,heisst das nur das du eine sehr stabile SSW. hast.Ordentlich Hormone.

Und ich drücke dir die Daumen das alles in Ordnung ist.

Kaffeeline
 
Alt 08.06.2007, 10:36   #9
na
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Zitat von Kaffeeline Beitrag anzeigen
Punkt 1:

Es gibt eine 2 Wochenfrist.Das heisst die greifen wenn du erfährst das du schwanger bist,und du sagst auf dem Amt bescheid,können die nix machen,weil du 2 Wochen zuvor auch schon schwanger gewesen bist,das aber noch nicht wissen konntest.

Das gilt auch fürs Arbeitsrecht.Hast du einen Job 3 Tage und erfährst das du schwanger bist,ist die Probezeit sofort aufgehoben.Habe ich selbst alles mitgemacht,und sehr feine Prozesse auf dem Arbeitsgericht geführt.Und gewonnen.

Das verfassungswidrige an Ein-Euro-Job ist,das das tatsächlich hier nicht greift.

Eine Eingliederungsvereinbarung abzuschliessen,spricht theoretisch nix gegen,weil du bist ja nur schwanger,es sei denn der FA hat Bedenken,und nicht krank,praktisch aber unsinnig weil wenn du dem potenziellen Arbeitgeber sagst das du schwanger bist,stellt der dich eh nicht ein,aber du darfst im das verschweigen,wenn er es dann rausskriegst oder er kündigt dich in der Probezeit,reibst du ihm den Mutterpass unter die Nase und er kann ebenfalls nix machen!Ist die Frage ob du bereit bist das dann vor dem Arbeiotsgericht im ZWeifelsfall durchzuziehen.Gewinnen tust du,aber ob du die Nerven hast,ist die andere Seite.Hab ich schon so gemacht.Und ebenfalls gewonnen.War aber anstrengend.

Klär alles mit einem RA ab,denn was die auf dem Amt machen mit Kürzen ist nicht richtig.Dich trifft hierbei kein Verschulden.Und davon mal abgesehen:Als ich meine Tochter bekam hätte ich in den ersten 3 Mon.auch nicht arbeiten können.

Wir hatten diesen ziemlich heissen Sommer 2003.Ich habe auch niedrigen Blutdruck.Mein Mann musste sehr viel für mich übernehmen,denn ich habe mich vor lauter Übelkeit,Kreislaufbeschwerden und Müdigkeit fast nur auf dem Sofa befunden.Überdies erbrach ich fast nur,das man überlegte mich in KH einzuweisen und mit intravenös mit Flüssigkeit zu versorgen,damit keine Gefahr für das Kind besteht.Ist aber in der Regel nicht schlimm,auch wenn du wegen sowas ins KH musst,wenn es Dir so dreckig geht,heisst das nur das du eine sehr stabile SSW. hast.Ordentlich Hormone.

Und ich drücke dir die Daumen das alles in Ordnung ist.

Kaffeeline

Oh Kaffeeline, ich glaube, hier geht es um etwas anderes. Das war ein überflüssiger Ein-Euro-Job (für was sollte eine Integration jetzt denn gut sein, wenn sie vorerst nicht arbeiten kann?) M.E. ist die gesamte EGV überflüssig. Das müsste der RA klären.

Dann kommt ja noch die Kündigung. Irgend etwas muss ja gewesen sein, dass die Einrichtung ein Grund für eine Abmahnung hatte. D.h., irgendwann muss sie ja nicht krank gewesen sein, selbst wenn die Kündigung nicht rechtens sein sollte (weil sie ja krank war und es nicht ordnungsgemäß gemeldet hat).

Und ein Leistungsentzug von 100%, das kann doch gar nicht sein! Das war eine Einschüchterung.

An der Kiste ist etwas ganz faul. Wenn der RA gut beraten soll, muss er die gesamte Wahrheit exakt kennen!
 
Alt 08.06.2007, 10:45   #10
Vater Flodder
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Vater Flodder
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Zitat:
ja eine abmahnung habe ich bekommen. mein chef meinte er hätte 2 bei mir in den briefkasten geworfen, aber ich habe definitiv nur eine einzige bekommen.
Was ist das denn für ein schräger Galgenvogel? Spart er so die Briefmarken oder streunt er gerne vor der Behausung seiner Mitarbeiterinnen herum. Dafür gibt es die Post (Einschreiben etc.).

Das könnte sich aber zu deinen Gunsten auswirken .

Denn offenbar ging er davon aus, dir erst nach der dritten Abmahnung kündigen zu dürfen. Da dir aber wenigstens eine der Abmahnung nicht zugegeangen ist - wofür er in der Tat beweispflichtig wäre - könnte die Kündigung unwirksam sein. Was aber verläßlich nur ein Anwalt beurteilen kann.

Zitat:
doch die krankmeldung ist definiv fristgerecht abgegeben, heut ist der 3. fehltag, aber er kpündigt mir weil ich icht angerufen habe um ihm bescheid zu geben.
Wie hat er denn an deinem ersten Fehltag erfahren, dass du krank bist? Durch deine Abwesenheit ? Dann ist natürlich zunächst verständlich, dass er stinkig ist, auch wenn er ein paar Tage später die Post mit deiner Krankmeldung erhält :o.

Zitat:
Scanne doch mal die EinV ein, das ist wichtig, weil die wahrscheinlich sowieso Nichtig ist.
Der Tipp von Rechtsverdreher ist auch nicht zu verachten ( deine persönlichen Daten natürlich unkenntlich machen ).

Meines Wissens dürfen nämlich gar keine Sanktionen aufgrund einer rechtswidrigen EGV erfolgen. Auch dazu kann dir ein Anwalt mehr zu sagen.
Vater Flodder ist offline  
Alt 08.06.2007, 10:53   #11
Kaffeeline
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Zitat:
Oh Kaffeeline, ich glaube, hier geht es um etwas anderes. Das war ein überflüssiger Ein-Euro-Job (für was sollte eine Integration jetzt denn gut sein, wenn sie vorerst nicht arbeiten kann?) M.E. ist die gesamte EGV überflüssig. Das müsste der RA klären.

Dann kommt ja noch die Kündigung. Irgend etwas muss ja gewesen sein, dass die Einrichtung ein Grund für eine Abmahnung hatte. D.h., irgendwann muss sie ja nicht krank gewesen sein, selbst wenn die Kündigung nicht rechtens sein sollte (weil sie ja krank war und es nicht ordnungsgemäß gemeldet hat).

Und ein Leistungsentzug von 100%, das kann doch gar nicht sein! Das war eine Einschüchterung.

An der Kiste ist etwas ganz faul. Wenn der RA gut beraten soll, muss er die gesamte Wahrheit exakt kennen! __________________

Das die Kiste faul ist ist ganz klar.Die Kündigung war überhaupt nicht rechtens.Abmahnungen zählen auch nicht wegen KH.Weil hier eine Schwangerschaft besteht.Und da zählt auch die 2 Wochenfrist zu.
In der SSw,kannst du machen was du willst,der Arbeitgeber kann nix machen und das Amt auch nicht.

Die Eingliederungsvereinbarung ist Quark.Theoritsch ja,praktisch ne.Hab ich aber geschrieben.

Hier muss der RA arbeiten und Fakt ist:Rechtlich bestehen für Arge und so keine Chance wegen Schwangerschaft.

Googelt mal:Mutterschutzgesetz.

Kaffeeline
 
Alt 08.06.2007, 14:18   #12
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Du hast auch einen Anspruch auf eine Baby-Erstausstattung. Das sind 500 Euro. Die werden manchmal auch pauschal ausgezahlt. Auf jeden Fall beantragen.

http://www.elo-forum.org/archive/l-1...des-t3914.html

Bei der Bemessung der Höhe des an den Antragsteller im einstweiligen Rechtsschutzverfahren zuzuerkennenden noch zu deckenden Sonderbedarfs war zu berücksichtigen, dass der anlässlich der Geburt eines Säuglings entstehende Sonderbedarf (Bekleidungsbedarf eingeschlossen) sich in einer Größenordnung von rund 500,- Euro bewegen dürfte. So sehen etwa die im Land Berlin geltenden Vorschriften für die Babyerstausstattung (Bekleidungs- und Hygienebedarf und Bettenausstattung) einen Betrag von 310,74 Euro vor. Zusätzlich sind weitere Bedarfe zu decken: 100,- Euro für einen Kinderwagen (gebraucht) mit Matratze (neu), 100,- Euro für ein Kinderbett (gebraucht) mit Matratze (neu) und 15,- Euro für einen Hochstuhl (vgl. Rundschreiben I Nr. 38/2004 der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz). In der Hansestadt Hamburg beträgt die Babypauschale 500,- Euro und deckt dort sämtliche geburtsbedingte Bedarfe ab (vgl.http:/fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/behoerden/soziales-famili e/infoline/dienstvorschriften).
__

Alle von mir gemachten Aussagen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keine Rechtsberatung dar.
Rechtsverdreher ist offline  
Alt 08.06.2007, 15:52   #13
na
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Eine Abmahnung oder eine Kündigung, die in den Briefkasten geworfen wurde, ist nur dann gültig, wenn das ein externer Anwalt gemacht hat. Auch wenn es eine andere Person mit einem Zeugen (d.h. mindestens 2 Personen) in den Briefkasten eingeworfen hat, ist sie auch gültig.

Trotzdem ist das alles Schwachsinn und irgend etwas stimmt nicht an der Geschichte.
 
Alt 08.06.2007, 21:44   #14
kleindieter
 
Registriert seit: 10.01.2007
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kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
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Der direkte Ansprechpartner den IN-Job hat den Gang zu Arzt empfohlen.
Somit darf sich auch die ARGE als informiert betrachten.
Ich sehe hier keine plausiblen Grund für einen Rausschmiss oder gar eine Sanktion. Halt doch, aber gegen den netten SB.

Krankheit ist nie UNZUVERLÄSSIGKEIT!

Ich glaube der SB will die zu erwartenden Mehrkosten des zukünftigen Mitmenschen schon einmal reinholen. Wer da nicht ausholt....
kleindieter ist offline  
Alt 09.06.2007, 11:10   #15
Mrs_Evil->Emailproblem
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ich war gesterhn in der rechtsberatung im amtsgericht und hatte eine sehr nette junge anwältin vor mir, die meine übelkeits- und erbrechensprobleme in der schwangerschat sehr gut kannt ;)
die hat mir gesagt, ich soll montag früh gleich zur rechtsantragsstelle gehen und nen antrag gegen die kündigung stellen. werd ich tun! danach soll ich sie anrufen, ihr sagen wie ich mit denen beim gericht verblieben bin und dann will sie mir weiterhelfen, also ich krieg dann nen termin bei ihr usw....
hat mir auch schon mal vorsorglich einen antrag auf prozesskostenbeihilfe mitgegeben...
UND es gibt in bremen doch einen beratungshilfeschein... hatte ja bei 2 verschiedenen amtsgerichten angerufen und beide male hieß es "sowas gibts hier nicht"... na ja, wenn man die falschen leute am telefon hat =)


@rechtsverdreher: hab bis jetzt einen antrag auf kostenübernahme für umstandsmode gestellt, weil die trulla in der leistungsabteilung meinte den für die erstausstattung brauch ich erst im 7. monat zu stellen.


auf jeden fall danke für eure hilfe, fühl mich schon wesentlich besser und stärker. werd euch auf jeden fall auf dem laufenden halten.

have a nice and stressless weekend ;)
Mrs_Evil ist offline  
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