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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 07.06.2007, 00:08   #1
FluteTraverse
Elo-User/in
 
Registriert seit: 06.06.2007
Beiträge: 1
FluteTraverse
Frage Leistungsminderung wg. Ablehnung einer Stelle

Hallo!

Wie kann ich mich gegen die Minderung der Leistung um 30% für 3 Monate wehren?

Mitte April hatte ich (Dipl.-Inf. FH) bei einem 2-Mann-Unternehmen ein Bewerbungsgespräch als Web-Programmierer. Der einzige Programmierer geht im Juli nach dem Ende seiner Ausbildung. Der Chef sucht seit Februar einen neuen Programmierer. Das ist erstaunlich, weil es immer noch ein Überangebot an guten Programmierern gibt.

Der Chef war mir äußerst unangenehm. Er schnauzte seine Kunden, Geschäftspartner und Bewerber am Telefon an. Auf meiner Bewerbung vor weit über einem Jahr fehlte die Gehaltsvorstellung. Als Absage schrieb der Chef mir 1 einzige Zeile: "Ich erwarte Zahlen." (ohne Anrede, ohne Gruß).

Kurz: Ich sagte dem Chef, daß es zwar fachlich prima paßt, aber menschlich nicht, wenn man zu zweit arbeitet. Wenige Tage danach nahm ich ein 4wöchiges Praktikum anderswo an.

Der Chef des 2-Mann-Unternehmens rief meiner Arbeitsagenturberaterin mehrfach an und setzte durch, daß sie Rechtsmittel gegen mich erwirkt - eben diese Minderung der Leistung um 30% für 3 Monate.

Kann ich mich gegen diesen Bescheid wehren? Welche Argumente gibt es? Man kann nicht jede Stelle annehmen, aber auch nicht jede Stelle ablehnen.

Danke! - Tschüß! - Georg
FluteTraverse ist offline  
Alt 07.06.2007, 00:16   #2
druide65
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von druide65
 
Registriert seit: 24.02.2006
Beiträge: 4.676
druide65 druide65 druide65 druide65 druide65
Standard

Zitat:
Kurz: Ich sagte dem Chef, daß es zwar fachlich prima paßt, aber menschlich nicht, wenn man zu zweit arbeitet. Wenige Tage danach nahm ich ein 4wöchiges Praktikum anderswo an.
Hat er dafür Zeugen?Oder gibts das schriftlich?

Wenn nicht ,würde ich das der ARGE gegenüber gar nicht erwähnen bzw.verneinen.
Dann hat sich der "Chef" halt eben für einen anderen Bewerber entschieden.

Und für eine Absage kann man keine Sanktionen verhängen.

Wenn man eine zumutbare Stelle ablehnt(Und für die ARGE gilt auch anschnauzen als zumutbar) dann greifen die Sanktionen.

In jedemfall Widerspruch gegen die Sanktionen einlegen und eventuell Eilantrag beim SG.
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline  
Alt 07.06.2007, 01:24   #3
na
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat von FluteTraverse Beitrag anzeigen
Hallo!

Wie kann ich mich gegen die Minderung der Leistung um 30% für 3 Monate wehren?

Mitte April hatte ich (Dipl.-Inf. FH) bei einem 2-Mann-Unternehmen ein Bewerbungsgespräch als Web-Programmierer. Der einzige Programmierer geht im Juli nach dem Ende seiner Ausbildung. Der Chef sucht seit Februar einen neuen Programmierer. Das ist erstaunlich, weil es immer noch ein Überangebot an guten Programmierern gibt.

Der Chef war mir äußerst unangenehm. Er schnauzte seine Kunden, Geschäftspartner und Bewerber am Telefon an. Auf meiner Bewerbung vor weit über einem Jahr fehlte die Gehaltsvorstellung. Als Absage schrieb der Chef mir 1 einzige Zeile: "Ich erwarte Zahlen." (ohne Anrede, ohne Gruß).

Kurz: Ich sagte dem Chef, daß es zwar fachlich prima paßt, aber menschlich nicht, wenn man zu zweit arbeitet. Wenige Tage danach nahm ich ein 4wöchiges Praktikum anderswo an.

Der Chef des 2-Mann-Unternehmens rief meiner Arbeitsagenturberaterin mehrfach an und setzte durch, daß sie Rechtsmittel gegen mich erwirkt - eben diese Minderung der Leistung um 30% für 3 Monate.

Kann ich mich gegen diesen Bescheid wehren? Welche Argumente gibt es? Man kann nicht jede Stelle annehmen, aber auch nicht jede Stelle ablehnen.

Danke! - Tschüß! - Georg

Aber natürlich! Wie stellt man sich denn die ARbeit zu zweit mit einem Kotzbrocken vor! Der Kürzung von 30% solltest du widersprechen. Da kannst du nichts verlieren. Und wenn dem nicht stattgegeben wird, dann suche bitte mit einem Berechtigungsschein vom Amtsgericht (kostet 10 Euro) einen Sozialrechtler auf.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden habe, denn du kanntest diesen Mann ja bereits vor deiner Bewerbung, oder? Ich hätte diesen Vermittlungsvorschlag bereits von vornherein abgelehnt, mit der Begründung, dass du dich da schon einmal beworben hast und das nichts für dich ist.

In dem Widerspruch würde ich folgendes reinschreiben:

"Wegen mehrfachen Beschwerden des Arbeitgebers Herr Kotzbrocken, bei dem ich mich auf Empfehlung der ARGE bewarb, vorstellte und absagte, wurde meine Leistung um 30% für 3 Monate gekürzt. Dem widerspreche ich.

Obwohl Herr Kotzbrocken mir fachlich sicher eine passende Stellung bieten konnte, bin ich mir völlig sicher, dass eine Zusammenarbeit mit ihm nicht möglich ist. Außerdem halte ich den Betrieb von Herrn Kotzbrocken für äußerst unseriös und schildere nachstehend meine Erlebnisse und Eindrücke:

Ich hatte mich bei Herrn Kotzbrocken bereits schon vor einem Jahr einmal beworben. Seine damalige Absage war ein simpler Kommentar auf der Bewerbung, der aus den drei Worten "Ich erwarte Zahlen" bestand. Gemeint war damit der fehlende Gehaltswunsch auf meiner Bewerbung. Bereits damals hatte ich kein Interesse an einer derartigen Zusammenarbeit in einem 2-Mann-Betrieb und entschloss mich für eine andere berufliche Möglichkeit.

Nun vermittelte mich die ARGE ausgerechnet noch ein weiteres Mal zu Herrn Kotzbrocken. Lt. seiner eigenen Aussage, verlässt ihn sein Programmierer nach seiner Ausbildung. Es wunderte mich nicht, dass er, trotz einem Überangebot an qualifizierten Bewerbern, seit Februar keinen Nachfolger findet, denn seine äußerst aggresive Art gegenüber Kunden, Geschäftspartner und Bewerbern, die ich während meiner Anwesenheit erleben durfte, wirkte auf mich unangenehm, unfreundlich und alles andere als einladend. Schon allein sein zudringliches Durchsetzen meiner Leistungskürzung zeugt von einer sehr negativen Persönlichkeit.

Sie werden verstehen, dass ich nur eine gute Arbeit leisten kann, wenn das soziale Umfeld stimmt. Diese Stelle war völlig ungeeignet für mich und ich sagte Herrn Kotzbrocken ab".

Hiermit müsstest du durchkommen. Schau doch mal, ob du die damalige Absage mit dem 3-Worte-Vermerk noch findest. Die würde ich dann noch beilegen. Das ist ein sehr guter Beleg. Ansonsten geht das auch ohne dem. Gib das auch bitte persönlich ab und lass dir den Empfang quittieren.
 
Alt 07.06.2007, 13:41   #4
Rechtsverdreher
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Zitat von FluteTraverse Beitrag anzeigen
Wie kann ich mich gegen die Minderung der Leistung um 30% für 3 Monate wehren?

Der Chef des 2-Mann-Unternehmens rief meiner Arbeitsagenturberaterin mehrfach an und setzte durch, daß sie Rechtsmittel gegen mich erwirkt - eben diese Minderung der Leistung um 30% für 3 Monate.

Hat Deine Sachbearbeiterin Dich vorher angehört? Wenn nicht, dann ist das ein schöner Angriffspunkt.
__

Alle von mir gemachten Aussagen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keine Rechtsberatung dar.
Rechtsverdreher ist offline  
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