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Start > > -> Fahrkosten Bewerbung auf 130 € begrenzt.

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 06.06.2007, 09:46   #1
Symbiose->Emailproblem
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Registriert seit: 25.01.2006
Beiträge: 58
Symbiose
Standard Fahrkosten Bewerbung auf 130 € begrenzt.

Hallo,

wer kennt die Höhe des Fahrkostenzuschusses bzw. Erstattung bei Fahrten zu einem Bewerbungsgespräch?
Ist der Zuschuss von 0,22 € pro gefahrenen Kilometer nicht mehr gültig, oder werden die 0,22€ pro km gezahlt bis 130€ voll sind? Wie es es denn mit den Kosten für eine Übernachtung, bzw. Fahrten über 12h. Nach Sozialgesetzbuch ist da nichts rauszulesen, wie man auf 130€ kommt.
Eine Berechnung habe ich nicht bekommen.

Wer weiss bei dieser Sache, ob das rechtens ist, da die ARGE keine Info über geringere Kostenerstattung bzw. über eine Begrenzung dieser gegeben hat. Auch hat die ARGE keine Fahrkarte für den Zug bereitgestellt.
Mir wurde die Info von der ARGE gegeben, dass pro gefahrenem km 0,22€ erstattet werden.

Danke, wenn ihr was genaues über dies Thema wisst und mir eine Antwort darauf geben könnt.
Symbiose ist offline  
Alt 06.06.2007, 10:48   #2
na
Gast
 
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Standard

Vorab: Die Reisekosten für Bewerbungsgespräche sind unabhängig von den 260 Euro jährlich (weshalb 130 Euro?). D.h., sie sind zusätzlich und kommen auch aus einem anderen Topf.

Ich schmeiße mal ein wenig mit Paragraphen:

Sofern die Reisekosten für die Bewerbungen nicht genau in einer Vereinbarung festgelegt wurden, und sofern keine Vorabgenehmigung von dem SB erforderlich war, sind sie m.E. nicht auf eine Summe beschränkt und es gilt

§ 16 SGB II: Sichert Leistungen zur Eingliederung zu
§ 46 SGB III Abs. 2: Sichert auch Fahrtkosten bei Bewerbungen zu
§ 81 Abs. 2 SGB III: Regelt eine Fahrtkostenhöhe, bezieht sich allerdings auf Fahrten zur Bildungsstätte (d.h. so auch zu einem Ein-Euro-Job). Evtl. kannst du das anwenden. Ich zitiere mal:

"Als Fahrkosten ist für jeden Tag, an dem der Teilnehmer die Bildungsstätte aufsucht, eine Entfernungspauschale für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Bildungsstätte von 0,36 Euro für die ersten zehn Kilometer und 0,40 Euro für jeden weiteren Kilometer anzusetzen. Zur Abgeltung der Aufwendungen für die An- und Abreise bei einer erforderlichen auswärtigen Unterbringung sowie für eine Familienheimfahrt ist eine Entfernungspauschale von 0,40 Euro für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen dem Ort des eigenen Hausstands und dem Ort der Weiterbildung anzusetzen. Für die Bestimmung der Entfernung ist die kürzeste Straßenverbindung maßgebend".

Ich zitiere auch mal § 46 SGB III:
"Als Reisekosten können die berücksichtigungsfähigen Fahrkosten übernommen werden. ...... Bei mehrtägigen Fahrten können zusätzlich für jeden vollen Kalendertag ein Betrag von 16 Euro und für den Tag des Antritts und den Tag der Beendigung der Fahrt ein Betrag von jeweils 8 Euro erbracht werden. Daneben können die Übernachtungskosten erstattet werden. Übersteigen die nachgewiesenen Übernachtungskosten je Nacht den Betrag von 16 Euro, können sie erstattet werden, soweit sie unvermeidbar sind. Übernachtungskosten, die die Kosten des Frühstücks einschließen, sind vorab um 5 Euro zu kürzen." Der sagt nichts über Fahrtkosten mit PKW.

Ich berichte mal über meinen Fall: Man will mir schon die 0,36 Euro pro km erstatten, aber nur für eine einfache Fahrt. D.h., man halbiert die km-Zahl. Ich bin noch am Kämpfen. Es scheint keine genaue Regelung zu geben. Evtl. kann jemand ja noch etwas dazu sagen.
 
Alt 06.06.2007, 11:49   #3
Knoellchen->Emailproblem
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Registriert seit: 17.03.2006
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 221
Knoellchen
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Ich berichte mal über meinen Fall: Man will mir schon die 0,36 Euro pro km erstatten, aber nur für eine einfache Fahrt. D.h., man halbiert die km-Zahl. Ich bin noch am Kämpfen. Es scheint keine genaue Regelung zu geben. Evtl. kann jemand ja noch etwas dazu sagen.
__________________


das ist bei meinem Bekannten auch so. Er fängt am Montag an und hat noch kein Fahrgeld. Er mußte sich heute dort vorstellen und keiner will für heute die Fahrtkosten übernehmen.
Hin und zurück 25 kilometer (wohnt auf dem Dorf)

Maßnahme , 4 Wochen Bewerbungstraining
Knoellchen ist offline  
Alt 06.06.2007, 12:19   #4
Haubold
Elo-User/in
 
Registriert seit: 28.03.2007
Beiträge: 726
Haubold
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Zitat von Knoellchen Beitrag anzeigen
Ich berichte mal über meinen Fall: Man will mir schon die 0,36 Euro pro km erstatten, aber nur für eine einfache Fahrt. D.h., man halbiert die km-Zahl. Ich bin noch am Kämpfen. Es scheint keine genaue Regelung zu geben. Evtl. kann jemand ja noch etwas dazu sagen.
__________________


das ist bei meinem Bekannten auch so. Er fängt am Montag an und hat noch kein Fahrgeld. Er mußte sich heute dort vorstellen und keiner will für heute die Fahrtkosten übernehmen.
Hin und zurück 25 kilometer (wohnt auf dem Dorf)

Maßnahme , 4 Wochen Bewerbungstraining
Gibt es.
http://www.arbeitsagentur.de/nn_2798...-UBV-Mobi.html
Haubold ist offline  
Alt 06.06.2007, 14:35   #5
kleindieter
 
Registriert seit: 10.01.2007
Beiträge: 4.189
kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard Nicht vergessen

Bei Bewerbungen ist zuerst der potentielle Arbeitgeber in der Pflicht. Sollte dieser in der Einladung nicht ausdrücklich die Kostenerstattung ausschliessen, dann zahlt er.
kleindieter ist offline  
Alt 06.06.2007, 14:55   #6
na
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Beiträge: n/a
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Zitat von kleindieter Beitrag anzeigen
Bei Bewerbungen ist zuerst der potentielle Arbeitgeber in der Pflicht. Sollte dieser in der Einladung nicht ausdrücklich die Kostenerstattung ausschliessen, dann zahlt er.
Oh Oh, Kleindieter, bekommst du eine Einladung von dem Arbeitgeber, steht meist wegen Fahrtkostenübernahme nichts drin. Das bedeutet im Klartext: "DAs ist bei uns nicht vorgesehen". Ansonsten kommt eine klare Kostenübernahmeerklärung.
 
Alt 06.06.2007, 15:45   #7
Seehase
Elo-User/in
 
Registriert seit: 06.06.2007
Beiträge: 110
Seehase
Standard

Hallo hier im Forum.

Ich bin neu hier im Forum und habe lange nach einem solchem forum für Erwerbslose gesucht.

Nun meine Erfahrung zum Thema Reisekostenerstattung. Ich bin ALG I empfänger und bundesweit auf Jobsuche.

Bin auf eigeninitiative an eine Stellenausschreibung gekommen die ca 750 KM von meinem Wohnort entfernt liegt. 9 Stunden Fahrzeit mit der Bahn!

Habe im Vorfeld mit meinem Sachbearbeiter bei der Bundesagentur gesprochen, die Einladung zum Vorstellungsgespräch vorgelegt und einen Antrag auf Erstattung der Reisekosten bekommen.
Nach der Vorstellung den Erstattungsantrag mit Belegen wie Fahrkarten, 2 Hotelübernachtungen eingereicht.

Nach ca. 1 Woche erhielt ich eine erneute Einladung zur 2. Personalvorstellung, da ich in die engere Wahl gekommen bin.

Hin zum Sachbearbeiter der Bundesagentur, erneut einen Antrag auf Erstattung der Reisekosten bekommen und nach der Vorstellung erneut mit den Belegen wie Fahrkarten, 2 Hotelübernachtungen eingereicht.

Gesamtauslagen ca. 460,00 €

Nach ca. 4 Wochen habe ich bei meinem Sachbearbeiter angefragt wie weit der Sachstand der Bearbeitung für die Rückerstattung sei?

Dann erfolgten Teilzahlungen, insgesamt 3 Raten. Nachdem mir der Kragen geplatzt ist habe ich ein freundliches aber bestimmtes Schreiben an die Agentur geschrieben und auf die Rechtsgrundlagen für die Erstattung von Reisekosten hingewiesen und mir den Beschwerdeweg offen gehalten.

Jetzt fehlen immer noch 53,00 € an meinen zu erstattenden Auslagen. Bin mal gespannt wie es weiter gehen wird oder wann ich über den Restbetrag verfügen kann.

Viele Grüße vom Seehasen
Seehase ist offline  
Alt 06.06.2007, 15:54   #8
na
Gast
 
Beiträge: n/a
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Zitat von Seehase Beitrag anzeigen
Hallo hier im Forum.

Ich bin neu hier im Forum und habe lange nach einem solchem forum für Erwerbslose gesucht.

Nun meine Erfahrung zum Thema Reisekostenerstattung. Ich bin ALG I empfänger und bundesweit auf Jobsuche.

Bin auf eigeninitiative an eine Stellenausschreibung gekommen die ca 750 KM von meinem Wohnort entfernt liegt. 9 Stunden Fahrzeit mit der Bahn!

Habe im Vorfeld mit meinem Sachbearbeiter bei der Bundesagentur gesprochen, die Einladung zum Vorstellungsgespräch vorgelegt und einen Antrag auf Erstattung der Reisekosten bekommen.
Nach der Vorstellung den Erstattungsantrag mit Belegen wie Fahrkarten, 2 Hotelübernachtungen eingereicht.

Nach ca. 1 Woche erhielt ich eine erneute Einladung zur 2. Personalvorstellung, da ich in die engere Wahl gekommen bin.

Hin zum Sachbearbeiter der Bundesagentur, erneut einen Antrag auf Erstattung der Reisekosten bekommen und nach der Vorstellung erneut mit den Belegen wie Fahrkarten, 2 Hotelübernachtungen eingereicht.

Gesamtauslagen ca. 460,00 €

Nach ca. 4 Wochen habe ich bei meinem Sachbearbeiter angefragt wie weit der Sachstand der Bearbeitung für die Rückerstattung sei?

Dann erfolgten Teilzahlungen, insgesamt 3 Raten. Nachdem mir der Kragen geplatzt ist habe ich ein freundliches aber bestimmtes Schreiben an die Agentur geschrieben und auf die Rechtsgrundlagen für die Erstattung von Reisekosten hingewiesen und mir den Beschwerdeweg offen gehalten.

Jetzt fehlen immer noch 53,00 € an meinen zu erstattenden Auslagen. Bin mal gespannt wie es weiter gehen wird oder wann ich über den Restbetrag verfügen kann.

Viele Grüße vom Seehasen

Schick doch mal eine schriftliche Beschwerde, in der du alles klar und gut ausgedrückst, an den Vorgesetzten der Stelle. In der Regel tut sich etwas. Oft ist es nur Dummheit der Sachbearbeiter. Die haben die Anweisung, es den Leuten nicht leicht zu machen. Dabei mißbraucht der eine seine Macht, der andere wird zickig, der dritte glaubt sich der größte und beste zu sein, und was so alles zu Allüren dazugehört. Das sind eben Staatsangestellte mit einem mikrigen BAT-Gehalt.
 
Alt 06.06.2007, 21:51   #9
Symbiose->Emailproblem
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Symbiose
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Danke,

euer Beitrag hat mir sehr geholfen. Wie ich wohl sehe, gibt es auch bei den Reisekosten so einige Differenzen was, wie, wann, und wem gezahlt wird.

Vielen Dank noch mals.
Symbiose ist offline  
Alt 11.06.2007, 13:15   #10
elskedi->Emailproblem
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Beiträge: 14
elskedi
Standard Reisekosten Vortsellungsgespräch oder Probearbeiten

Hallo, ich bin auch relativ neu im Forum, also dies ist mein erster Eintrag, aber heute ist mir zum Thema Reisekosten wieder solch eine willkürliche Behandlung im Job-Center wiederfahren, dass ich das hier mal loswerden muss. Vielleicht kann mir ja auch jemand einen Hinweis geben was ich am Besten machen kann.
Also, ich habe gerade ein Bewerbungsverfahren in Berlin laufen, wohne jedoch in Hildesheim. Vor drei Wochen hatte ich das Bewerbungsgespräch. Dafür habe ich von Job-Center vorher die Zugfahrkarte für den ICE bekommen (Wert99€)
Öffis zu Haus und Berlin musste ich erst mal selber auslegen.
Jetzt bin ich von dem Arbeitgeber zu einem Tag Hospitation und Probearbeiten eingeladen worden. Ich also wieder zum Job Center und da hieß es jetzt. "Im Falle eines Probearbeitens können wir vorher keine Fahrkarte ausstellen" ich darf die kosten also vorher auslegen, da meine Sachbearbeiterin grundsätzlich Termine zum Ausstellen des Reisekostenformular nur zwei bis drei tage vor dem termin vergibt. kann ich jetzt nicht mal auf den Frübuchertarif zurückgreifen und werde locker Auslagen in Höhe von 120€ haben. das erfreut mich nicht wirklich, da ich auf ausgelegte Reisekosten vom Monat März bis heute (Juni)warte.

Ich habe auch schon die Dienstanweisung zu diesem Thema studiert und das Blöde ist, das die Reisekostenübernahme ein Kann-Bestimmung ist, was sich ja schon so anhört, das man ja froh sein kann wenn überhaupt die Kostenübernahme in Erwägung gezogen wird. Wie soll man dagegen vorgehen?
elskedi ist offline  
Alt 11.06.2007, 13:45   #11
na
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Zitat von elskedi Beitrag anzeigen
Hallo, ich bin auch relativ neu im Forum, also dies ist mein erster Eintrag, aber heute ist mir zum Thema Reisekosten wieder solch eine willkürliche Behandlung im Job-Center wiederfahren, dass ich das hier mal loswerden muss. Vielleicht kann mir ja auch jemand einen Hinweis geben was ich am Besten machen kann.
Also, ich habe gerade ein Bewerbungsverfahren in Berlin laufen, wohne jedoch in Hildesheim. Vor drei Wochen hatte ich das Bewerbungsgespräch. Dafür habe ich von Job-Center vorher die Zugfahrkarte für den ICE bekommen (Wert99€)
Öffis zu Haus und Berlin musste ich erst mal selber auslegen.
Jetzt bin ich von dem Arbeitgeber zu einem Tag Hospitation und Probearbeiten eingeladen worden. Ich also wieder zum Job Center und da hieß es jetzt. "Im Falle eines Probearbeitens können wir vorher keine Fahrkarte ausstellen" ich darf die kosten also vorher auslegen, da meine Sachbearbeiterin grundsätzlich Termine zum Ausstellen des Reisekostenformular nur zwei bis drei tage vor dem termin vergibt. kann ich jetzt nicht mal auf den Frübuchertarif zurückgreifen und werde locker Auslagen in Höhe von 120€ haben. das erfreut mich nicht wirklich, da ich auf ausgelegte Reisekosten vom Monat März bis heute (Juni)warte.

Ich habe auch schon die Dienstanweisung zu diesem Thema studiert und das Blöde ist, das die Reisekostenübernahme ein Kann-Bestimmung ist, was sich ja schon so anhört, das man ja froh sein kann wenn überhaupt die Kostenübernahme in Erwägung gezogen wird. Wie soll man dagegen vorgehen?

Ich vermute mal, dass dir hier die ARGE für eine Probearbeit keine Reisekosten erstatten wird.

Ich gehe mal davon aus, dass der Arbeitgeber dir die Probearbeiten auch bezahlen wird. Jedenfalls ist das so üblich, denn du erbringst ja für ihn eine Leistung. Ich weiss ja nicht genau wieviel du für ihn arbeiten musst, kannst du dir aber nicht auf eine geschickte Weise die FAhrtkosten aushandeln?

Nehmen wir mal an, er wollte dafür nichts bezahlen (oder vielleicht nur ein klein wenig). Kannst du ihn dann vielleicht sagen, dass dir diese Probearbeit höhere Unkosten verursacht, ob er dir da nicht etwas entgegen kommen kann?

Ein seriöser Betrieb macht das. Der übernimmt auch die Reisekosten, wenn er jemand von weither anreisen lässt. Obwohl ich manchmal glaube, dass es heute kaum noch seriöse Betriebe gibt.
 
Alt 11.06.2007, 19:17   #12
peter_S->Emailproblem
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Registriert seit: 15.02.2006
Ort: Reutlingen
Beiträge: 473
peter_S
Standard

die Geschichte das nur die einfache Fahrt übernommen wird stimmt tatsächlich und führt hier in baden-Württemberg zu recht kuriosen auswirkungen.

Ich war am Freitag bei meiner SB gerade wegen Fahrtkosten zu einer Trainigsmassnahme. Bei mir geht das ja noch, ich muss nur etwa € 35,- zu den erstatteten Fahrtkosten draufzahlen. Ich habe dann gefragt wie das eigentlich ist wenn jemand aus dem Nachbarort zu dieser Massnahme müsste (wir haben hier in öffentl. Nahverkehr so ein lustiges "Wabensystem" und der braucht eine Wabe mehr), der müsste ja zu den von der ARGE erstatteten Kosten sage und schreib € 81,- von seinem Regelsatz jeden Monat draufzahlen und das geht ja gar nicht mehr bei dem Regelsatz.

Die Antwort hat mich einerseits gefreut, andererseits war ich geschockt. Meine SB sagte zu mir das Leute die weiter als 1 Wabe weit weg wohnen keine Massnahmen mehr bekommen weil man sich über die Problematik der Fahrtkosten bewusst ist. Dazu sagte sie noch das diese Fahrtkostenregelung "totaler Unsinn" sei aber die ARGE nichts gegen diese Vorschrift machen könnte.

Ich mein ich finde das ja toll das meine ARGE das Problem erkannt hat und die Leute dann auch nicht dazu zwingt für Fahrtkosten Hungern zu müssen, andererseits finde ich es schon erschreckend wenn ganze Ortschaften von Weiterbildung, Trainingsmassnahmen usw. ausgeschlossen sind nur weil es ein offensichtlich schwachsinniges Fahrtkostensystem gibt.
__

Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank Jürgen Weise: „Die Agentur hat keinen sozialpolitischen Auftrag.“
peter_S ist offline  
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