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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 09.11.2005, 18:04   #1
terri->Emailproblem
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Registriert seit: 24.09.2005
Ort: München
Beiträge: 173
terri
Standard Noch mal Frage wegen Aufwandsentschädigung und Bewerbungen

Hallo,
ich mache neben einem kleinen Job, bekomme ergänzendes ALG 2, und dazu mache ich eine ehrenamtl. Tätigkeit die mehr abwirft als 1,20 Euros.
Übers ganze Jahr sind es ca.1.900-2.000 Euros, je nach Einsätzen im Monat.
Ich war nun der Meinung dass
a, der Überschuss von der Aufwandsentsch. auf das Einkommen angerechnet wird. Der SB streicht den Überschuss ganz raus.
b, da ich ca. 10 Monate die ehranamtl. Tätigkeit mache war ich der Meinung dass der Jahresbetrag auf zwölf Monate umgerechnet wird so wie bei der Steuer, und dann erst bereinigt.

Liege ich da komplett falsch.
Da es eine schwere (nicht körperlich aber von den Temperaturen her) ehrenamtl. Tätigkeit ist, gibts da einen Nachlass bei der Anrechnung?

Wer kann mir da etwas genaueres sagen.
Kann natürlich auch sein dass mein SB recht hat und alles, was über 1.800 Euros ist komplett weg fällt.
Bitte dringend Rat.
terri
Thema Bewerbungen hab ich vergessen.
Meine AV verlangt Kopien von meinen Bewerbungsschreiben.
Muss also jedes Monat ca. 20 Seiten ausdrucken.
Nicht dass ich geizig wäre aber ich finds schon kostspielig da ja für Onlinebewerbungen schon nichts bezahlt wird.
Reicht da nicht ne Auflistung?
Danke für die Antworten.
terri ist offline  
Alt 09.11.2005, 18:20   #2
Janchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten, werden generell nicht als Einkommen gegengerechnet - es sei, dieses wäre höher als die Grundsicherung an sich, wobei der Gesetzgeber dann von einer Tätigkeit ausgeht, die voll zum Lebensunterhalt dienen könnte.

Zweckgebundene Einnahmen, die einen anderen Zweck als die Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem SGB II verfolgen, und in begrenztem Umfang Zuwendungen der freien Wohlfahrtspflege sind kein Einkommen.

Dazu noch folgendes :

Als zweckbestimmte Leistungen kommen in Betracht: Leistungen nach dem SGB XI (Pflegegeld, Pflegesachleistungen und sonstige Pflegeleistungen) und ähnliche Leistungen nach anderen Gesetzen (auch an den Pflegenden weitergeleitetes Pflegegeld bei diesem), Leistungen nach dem SGB VII (Verletztengeld, Verletztenrente), Leistungen nach dem Mutterschutzgesetz und Heimkehrergesetz. Die Rechtfertigungsbewertung über die Weiterzahlung von Leistungen nach dem SGB II ist eine Einzelfallentscheidung, bei der nicht allein die Höhe der zweckbestimmten Einnahme entscheidend ist. Es kommt auf die Lage des Empfängers insgesamt, nicht allein auf seine wirtschaftliche Lage an. Die gesamten, auch persönlichen Lebensumstände sind zu berücksichtigen. Dazu gehören Lebensgewohnheiten, bisheriges Berufsleben, Bildungsstand. In einer Gesamtschau ist anhand eines Vergleichs mit dem Leitbild des Hilfebedürftigen bei typisierender und pauschalierender Betrachtung abzuwägen, ob unter Berücksichtigung des öffentlichen Interesses, insbesondere der Steuerzahler, ungekürzte Leistungen nach dem SGB II noch als gerechtfertigt erscheinen. Ist das der Fall, hat eine Berücksichtigung zu unterbleiben. In jedem Fall ist zu prüfen, ob nicht die nach Maßgabe des § 13 erlassene Rechtsverordnung bereits das betroffene Vermögen von der Berücksichtigung ausnimmt.

Nach den Durchführungsanweisungen der Bundesagentur für Arbeit zu § 11 SGB II rechnen die Agenturen für Arbeit folgende Leistungen nicht an:

• Arbeitsförderungsgeld in Werkstätten für Behinderte (§ 43 SGB IX),

• Aufwandsentschädigungen für Mitglieder von kommunalen Vertretungen oder Ausschüssen, vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers,

• Blindenführhundleistungen, Blindengeld nach Landesblindengesetzen,

• Kleider- und Wäscheverschleißleistungen, Erholungshilfe, Schwerstbeschädigtenzulagen und Elternrenten (§ 15, 27b, § 31 Abs. 5 und § 49 BVG),

• Entschädigungen für Blutspender,

• Ersatzleistungen für Luftschutzdienst,

• Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung und vergleichbare Leistungen der privaten Pflegeversicherung, Pflegegeld nach § 23 SGB VIII bei nicht gewerbsmäßiger Pflege,

• Leistungen nach § 7 Unterhaltssicherungsgesetz,

• Leistungen zur Förderung der Aufnahme einer Beschäftigung (§§ 53 ff. SGB III) und Mehraufwands-Wintergeld (§ 212 SGB III),

• SED-Opfer-Kapitalentschädigung und soziale Ausgleichsleistungen für SED-Opfer nach § 16 Abs. 4 des Gesetzes zur Bereinigung von SED-Unrecht bzw. § 9 Abs. 1 des Beruflichen Rehabilitationsgesetzes und § 16 Abs. 4 des Strafrechtlichen Rehabilitationsgesetzes,

• pauschale Eingliederungshilfe für Spätaussiedler aus der ehemaligen UdSSR,

• steuerfreie Aufwandsentschädigung aus öffentlichen Kassen für öffentliche Dienste im Rahmen des tatsächlichen Aufwandes,

• Witwen- und Witwerrente für das Sterbequartal zu dem das Normalmaß übersteigenden Betrag.


Nicht zu den privilegierten Einkommen gehören dagegen die Übergangsgebührnisse und Übergangsbeihilfen nach dem Soldatenversorgungsgesetz und der Existenzgründungszuschuss nach § 421l SGB III.

;)
 
Alt 09.11.2005, 18:31   #3
Lillybelle
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

" • Entschädigungen für Blutspender, "
( Gilt das auch für Blutsauger" ) :lol:

Die Fotokpoien kann die SB selbst machen, wenn sie wert darauf legt. Du brauchts sie nur vorzuzeigen, dann kann sie schön kopieren, ist ja auch dein Geld, die kann dort umsonst kopieren. Sonst liste jede Koie als Bewrbungskosten mit auf und las dir das erstatten.
 
Alt 09.11.2005, 19:18   #4
terri->Emailproblem
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Registriert seit: 24.09.2005
Ort: München
Beiträge: 173
terri
Standard

Danke für die schnellen Antworten.

Bei der Aufwandsentschädigung bin ich ja dann gespannt wenn ich demSB mal das Ausdrucke.
Er streicht alles was über 156 Euros ist weg.
Da ich Sommer wie Winter drei mal täglich auf der Strasse stehe (Sommer ist toll, Winter 7:30 Uhr morgens, minus 10-20 Grad, Eisregen, oder sonstige Witterungsbedingungen) das meinte ich mit schwerem Einsatz.
Da ich aber zwei bis drei Monate nicht tätig bin dachte ich auf die Umrechnung auf zwölf Monate weil ich das das ganze Jahr mache.
Verwirrend?
Im Monat bekomme jcb dann zwischen 145 bis 280 Euros, eben abhängig wie viele Einsätze ich mache.
Bezahlt wird es von der Kommune.
Die Kommune rechnet den Betrag der über der steuerfreien Aufwandsentschädigungsregelung liegt in einen Minijob um und bezahlt dann dafür pauschal an die Bundesknappschaft.
So könnte der SB auch machen wenn er schon was abziehen muss.
terri

Wegen der Bewerbungsausdrucke (Anschreiben) werd ich noch mal mit meiner AV reden.
Aber die wollen ja immer so viel zu lesen und zu kontrollieren.
terri ist offline  
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aufwandsentschädigung, bewerbungen, frage, mal, wegen

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