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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 15.02.2013, 14:07   #1
Doktor H4
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Standard Fallmanagement

Hallo zusammen,

ich hätte mal eine Frage: Ist es rechtlich zulässig, dass ein "Kunde" ohne sein Wissen einfach ins Fallmanagement "abgeschoben" wird, obwohl keinerlei Vermittlungshemmnisse vorliegen?

Ich habe gelesen, dass für die Aufnahme in das Fallmanagement strenge Kriterien gelten, die erfüllt sein müssen.

Bei mir ist es nämlich so, dass ich eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen meine Arbeitsvermittlerin eingereicht habe. Danach wurde mir seitens des JC angeboten, die Arbeitsvermittlerin zu wechseln. Das habe ich angenommen. Von Fallmanagement war nie die Rede. Und jetzt erfahre ich durch Akteneinsicht, dass man mich ins Fallmanagement aufgenommen hat.

Ich bin kein Alkoholiker, habe keine Schulden, Deutsch ist meine Muttersprache und auch sonst kann ich beim besten Willen keine Vermittlungshemmnisse erkennen. Laut Aktenlage erfolgte die Aufnahme ins Fallmanagement, nachdem ich erst sechs Monate ALG II bekommen hatte.

Muss ich dazu nicht meine Zustimmung geben oder zumindest darüber im persönlichen Gespräch informiert werden?
Schließlich hat eine derartige Aufnahme ins Fallamanagement erhebliche Auswirkungen, bspw. auch auf die Speicherfrist meiner Daten und die Weitergabe an Dritten, von unsinnigen Maßnahmen ganz zu schweigen.
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Alt 15.02.2013, 14:13   #2
ZynHH
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ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH
Standard AW: Fallmanagement

Vieleicht war bei den "Normalen" SB einfach niemand frei um so einen "Aufsässigen" zu betreuen?

Fallmanagement ist freiwillig, kannst du ohne Konsequenzen jederzeit beenden.

Ich verstehe nur nicht was dich daran stört?
Ich sehe meine FM nur alle 6 Monate mal.... still ruht der See... na wollen wir mal nichts beschreien.

Ausserdem hast du ja ein Vermittlungshemmniss... ganz automatisch wenn du in ALG II bist... du bist LANGZEITARBEITSLOS.

Das mit der Weitergabe und Speicherfrist sehe ich nicht, denn dafür müsstest du etwas derartiges unterschreiben, ich hab das nie.

Und Massnahme habe ich eine gemacht, 4 Wochen Arbeitserprobung im Süden Europas.. letzten Sommer, war genial.
__

Mahalo


"Wenn das die Lösung ist, möchte ich mein Problem zurück."
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Alt 15.02.2013, 15:11   #3
Doktor H4
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Standard AW: Fallmanagement

Danke für deine Antwort.

Auswirkungen hat es schon für mich, nämlich dahingehend, dass nun meine Daten in der Arbeitsvermittlung für fünf Jahre anstatt für 10 Monate gespeichert werden.

Langzeitarbeitslos war ich auch nicht, da ich vorher viele Jahre in Vollzeit im außereuropäischen Ausland gearbeitet habe. Leider wurde mir das aber in D nicht anerkannt und ich bin gleich in Hartz IV gerutscht.

Ich war nur kurze Zeit im Bezug, es handelte sich nur um eine Übergangsphase. Denn kurz nach der Aufnahme ins Fallmanagement habe ich dem JC schon wieder den Rücken gekehrt.

Wenn ich das mit dem Fallmanagement gewusst hätte, dann hätte ich schon gar nicht meine Zustimmung gegeben. Und nachdem ich auch nichts davon wusste, konnte ich es auch nicht jederzeit beenden.

Darin liegt mein eigentlicher Kritikpunkt begründet. Dass man mich ins Fallmanagement abgeschoben hat, ohne mit mir darüber zu reden oder mich darüber zu informieren.

Mein großes Problem ist nun aber, dass ich mich an den Datenschutz gewendet habe, mit der Bitte die Löschung meiner Daten, die im Rahmen der Arbeitsvermittlung erhoben worden sind (Lebenslauf, bisherige Tätigkeiten, Namen der Arbeitgeber, Verdienst usw.) zu löschen. Denn diese müssen nach 10 Monaten gelöscht werden. Daraufhin habe ich über den Datenschutz erfahren, dass mich das JC ins Fallmanagement aufgenommen hat und deswegen meine Daten für fünf Jahre speichert. Mir entstehen dadurch erhebliche Nachteile, auf die ich nicht näher eingehen möchte. Ich nehme an, dass es sich hier wieder um eine besondere Form der Behördenwillkür handelt.

Die Frage ist nun, wie wehre ich mich gegen diese Aufnahme in das Fallmanagement, die ohne mein Wissen erfolgte, und die damit verbundene Datenspeicherung?

Laut BA kostet dieses ganze Fallmanagement auch erheblich mehr, als eine "normale" Betreuung. Vielleicht sollte ich der BA einfach mal stecken, dass hier Steuergelder quasi zum Fenster rausgeschmissen werden, nur weil das JC der Meinung ist, jemanden, der Kritik übt, mundtot zu machen...
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Alt 15.02.2013, 15:18   #4
ZynHH
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Standard AW: Fallmanagement

Kann es sein, dass du über deine damalige Wohnungslosigkeit ins FM gerutscht bist?

Wenn du dem FM nie zugestimmt hast, solltest du genau das dem FM mitteilen und darauf bestehen, dass das beendet wird und du so gestellt wirst, Datentechnisch, als wärest du nie im FM gewesen.

Was mich natürlich brennend interessiert ist, was dir daraus für Nachteile entstehen, wer hat denn da schon Zugriff drauf? Jedenfalls kein Nichtöffentlicher Arbeitgeber....
__

Mahalo


"Wenn das die Lösung ist, möchte ich mein Problem zurück."
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Alt 15.02.2013, 17:43   #5
Doktor H4
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Standard AW: Fallmanagement

Zitat von ZynHH Beitrag anzeigen
Kann es sein, dass du über deine damalige Wohnungslosigkeit ins FM gerutscht bist?

Wenn du dem FM nie zugestimmt hast, solltest du genau das dem FM mitteilen und darauf bestehen, dass das beendet wird und du so gestellt wirst, Datentechnisch, als wärest du nie im FM gewesen.

Was mich natürlich brennend interessiert ist, was dir daraus für Nachteile entstehen, wer hat denn da schon Zugriff drauf? Jedenfalls kein Nichtöffentlicher Arbeitgeber....
Das mit der Wohnungslosigkeit hat damit nichts zu tun, denn ich wurde laut Akten bereits nach 6 Monaten und nachdem ich Dienstaufsichtsbeschwerde und Widersprüche eingereicht habe, ins Fallmanagement abgeschoben. Das war also lange davor.
Deswegen denke ich, dass ich einfach zu unbequem für das JC war und sie mich deswegen als besonders schweren Fall eingestuft haben.

Die Wohnungslosigkeit kam erst später hinzu, weil mir das JC die notwendige Hilfe versagt hat.

Ich werde mich mal an das Kundenreaktionsmanagement wenden, obwohl ich da nicht viel Hoffnung habe, dass die was unternehmen.

Wahrscheinlich bleibt mir mal wieder nichts anderes übrig, als damit an die Öffentlichkeit zu gehen, Politik und Presse einzuschalten.

Man glaubt ja kaum, wer alles Zugriff auf die Daten hat... Vor allem dann, wenn man im öffentlichen Sektor tätig sein will... Die sind alle vernetzt und ein Anruf und ein Blick in Verbis können so ganz schnell dazu führen, dass man als ehemaliger Hartzer enttarnt wird und somit raus aus dem Rennen um den Arbeitsplatz ist...
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Alt 16.02.2013, 11:32   #6
Doktor H4
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Standard AW: Fallmanagement

Habe im Internet folgende Broschüre der BA gefunden:

http://www.arbeitsagentur.de/zentral...achkonzept.pdf


Hier wird genau erklärt, wann der Zugang ins Fallamanagement angezeigt ist und wie er zu erfolgen hat.

Der Hilfebedürftige MUSS zustimmen und genauestens informiert werden. Außerdem dürfen keine willkürlichen Zuweisungen in das Fallmanagement erfolgen.

Nur weil man sich beschwert und somit in den Augen des JC als Querulant gilt, darf man auf keinen Fall ins Fallmanagement abgeschoben werden.

Ich denke, ein Schreiben ans BMAS sowie an die Medien ist hier angebracht. Schadenersatz werde ich auch geltend machen!

Und es zeigt sich einmal mehr, dass man als ALG II - Empfänger der elementarsten Grundrechte beraubt wird!
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Alt 16.02.2013, 19:59   #7
Kaffeesäufer
 
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