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Start > > -> Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?


ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 10.02.2013, 00:01   #1
DanielT->Emailproblem
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DanielT
Standard Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Hallo!

Ich brauche dringend euren Rat.

Es geht um das Jobcenter, welches uns, meiner Frau und mir, unwirtschaftliches Heizverhalten vorwirft. Meine Frau ist SGB XII Empfängerin (Renterin, 69 Jahre) und ich bin (noch) SGB II Empfänger (arbeitslos, 64 Jahre). Wir bewohnen ein Eigenheim.

Laut Amt gelten für uns 2 Personen 15000kwh als Angemessenheitsgrenze und 75,00 € an Heizkosten für beide zusammen. Am 31.August 2012 wurden wir schriftlich aufgefordert unseren Heizenergieverbrauch zu senken.

Dazu haben wir auch schon vor Ort Stellung genommen. Wir sagten, dass seit letztem Jahr unsere Heizung in unregelmäßigen Abständen für eine Stunde bis zu einem Tag ausfällt, wir mit Gas nicht nur heizen, sondern auch kochen und das unser Haus nicht gedämmt ist und Doppelfenster hat und Baujahr 1960 ist. Auch sagten wir, dass schon Handwerker da waren und auch nicht wissen was mit der Heizung ist, außer das die Werte alle in Ordnung sind.

Wir sagten, dass sich das Amt auch gerne bei den Handwerkern erkundigen könne.

Wir durften uns daraufhin anhören, dass Heizung schon seit mindestens 5 Jahren defekt sein müsse, bei unseren Abrechnungen. Das ganze müsse mal in Wort und Bild festgehalten werden. Danach waren wir entlassen.

Drei Wochen später kam dann ein Brief vom Amt, dass noch nicht entschieden werden könne, weil die Sachlage noch unklar sei. Diesmal standen da Paragraphen (Mitwirkungspflicht, und ein 10-Punkte-Plan mit Senkungsmöglichkeiten a la Sarazin). Wir, meine Frau und ich sollen einen Termin mit dem hauseigenen Energieberater gemachen, um unserer Mitwirkungspflicht nach zu kommen.

Jetzt (seit Geld für Monat März) wurde bei meiner Frau schon um mehr als die Hälfte gekürzt (mit Bescheid).

Was sollen wir tun?
Müssen wir mit einem vom Amt vorgeschlagenen Energieberater einen Termin vereinbaren?
Wir haben selbst einen zertifizierten Energieberater gefunden.
Kann man sich gegen die Kürzung wehren?
Darf das Amt Fotos (durch wen auch immer) vom Inneren unseres Eigenheim machen lassen?


Gruß,
Daniel
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Alt 10.02.2013, 09:32   #2
Seepferdchen
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Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Hallo Daniel und willkommen,

zum besseren verstehen zunächst mal ein paar Fragen:

Zitat:
Laut Amt gelten für uns 2 Personen 15000kwh als Angemessenheitsgrenze und 75,00 € an Heizkosten für beide zusammen. Am 31.August 2012 wurden wir schriftlich aufgefordert unseren Heizenergieverbrauch zu senken.
Wie hoch sind eure Heizkosten?

Wie groß ist das Haus qm²?

Zitat:
Jetzt (seit Geld für Monat März) wurde bei meiner Frau schon um mehr als die Hälfte gekürzt (mit Bescheid).
Meinst du hier die Kosten für die Heizung, sicherlich!?

Zitat:
Kann man sich gegen die Kürzung wehren?
Ja Widerspruch einlegen und ggf. Klage beim SG einreichen!

Zitat:
Wir haben selbst einen zertifizierten Energieberater gefunden.
Welche Kosten entstehen da für euch?

Zitat:
Müssen wir mit einem vom Amt vorgeschlagenen Energieberater einen Termin vereinbaren?
Diese Kosten muß das JC übernehmen.

Zitat:
Darf das Amt Fotos (durch wen auch immer) vom Inneren unseres Eigenheim machen lassen?
Nein, ohne eure Zustimmung nicht!

Beantworte bitte erstmal diese Fragen.

Gruß
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2013, 13:04   #3
Heidschnucke
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Heidschnucke Heidschnucke Heidschnucke
Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Zitat von DanielT Beitrag anzeigen

Was sollen wir tun?

Müssen wir mit einem vom Amt vorgeschlagenen Energieberater einen Termin vereinbaren?

Nein, wo kommen wir da hin es ist ein Vorschlag mehr aber nicht allein schon der Vorschlag wäre ein Verstoß gegen das Wettbewerbsgesetz!

Wir haben selbst einen zertifizierten Energieberater gefunden.

Schön für euch aber wozu wer trägt die Kosten, im Regelsatz ist dafür kein Posten vorgesehen! Und wer trägt die Kosten für die Maßnahmen die der Energieberater vorschlägt, wenn den Nachgekommen werden soll?

Kann man sich gegen die Kürzung wehren?

Ja natürlich; Widerspruch; Klage Anwalt mit ins Boot nehmen!

Darf das Amt Fotos (durch wen auch immer) vom Inneren unseres Eigenheim machen lassen?

Ganz eindeutig NEIN und auch von außen nicht auch vom Grundstück nicht, sie würden gegen Gesetze verstoßen die ziehen sich durch alle deutsche Gesetzbücher!

Gruß,
Daniel
Aber ansonsten schließe ich mich @Seepferdchen an!
Heidschnucke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2013, 14:54   #4
DanielT->Emailproblem
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DanielT
Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Hallo Seepferdechen! Hallo Heidschnucke!

Vielen Dank für Eure Antwort.

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
Wie hoch sind eure Heizkosten?
Laut Energieversorger-Jahresabrechnug 2091,00€ für 39000 kwh Gasverbrauch. Macht im Monat 174,25€
Die Kosten für die Kochfeuerung sind enthalten.

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
Wie groß ist das Haus qm²?
110qm²

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
Meinst du hier die Kosten für die Heizung, sicherlich!?
Ja

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
Welche Kosten entstehen da für euch?
100,00€ mit Thermographie. Muss das beantragt werden? Der Energieberater vom Amt würde uns nichts kosten. Aber bei dem Energieberater vom Amt wissen wir ja nicht mal Was der wie machen will.

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
Diese Kosten muß das JC übernehmen.
Dies wurde schon vorab mündlich durch das Amt abgelehnt. Sollen wir da trotzdem einen Antrag stellen? Wenn ja, wie? Wäre das überhaupt sinnvoll, weil das Amt ja jemanden kostenloses anbietet?


Zitat von Heidschnucke Beitrag anzeigen

Schön für euch aber wozu wer trägt die Kosten, im Regelsatz ist dafür kein Posten vorgesehen! Und wer trägt die Kosten für die Maßnahmen die der Energieberater vorschlägt, wenn den Nachgekommen werden soll?
Davon wurde vom Amt nichts geschrieben. Sollen wir das vorab beantragen?


Kann der Widerspruch gegen die Kürzung formlos sein?

Gruß
Daniel
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Alt 10.02.2013, 15:35   #5
Seepferdchen
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Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Zitat:
Wäre das überhaupt sinnvoll, weil das Amt ja jemanden kostenloses anbietet?
Nein, das wäre nicht sinnvoll.

Zitat:
100,00€ mit Thermographie
man weis ja nicht was für ein Gutachter da vom JC kommt, dein Gutachter
kommt womöglich zu einem anderen Ergebnis.

Zitat:
Kann der Widerspruch gegen die Kürzung formlos sein?
Ja und du solltest dir dazu einen RA suchen, es gibt Anwälte die für dich den Beratungshilfeschein beim Amtsgericht beantragen, kostet 10€.

Du kannst auch im Net dir anschauen, was man alles braucht an Unterlagen
bei einem Antrag für den Beratungshilfeschein, du brauchst nur diesen Begriff
bei Google eingeben und schon kommst du auf das Formular.

Und schau mal unter heizspiegel.de hier findest du auch einige nützliche Tipps.

Hier noch ein Urteil

Tacheles EV - Entscheidungsdatenbank

Zitat:
1. Heizkosten sind in tatsächlicher Höhe zu übernehmen, soweit den Leistungsempfängern kein unwirtschaftliches Heizverhalten nachgewiesen werden kann.
Gruß
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2013, 15:45   #6
Heidschnucke
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Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Zitat von DanielT Beitrag anzeigen

Davon wurde vom Amt nichts geschrieben. Sollen wir das vorab beantragen?

Gruß
Daniel
Es ist immer vorab zu beantragen egal was!

Vor allen bei so was, würde ich bevor ich nicht einen Rechtsverbindliche Kostenübernahme Erklärung in der Hand habe keinen Finger rühren.
Heidschnucke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2013, 22:29   #7
Herbert Kroll
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Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Das ist vollkommen klar ,so wie ich das ganze hier mitbekommen habe geht es hierbei um Fragen der Wärmedämmung der Bauteile im Sinne der DIN 4108 .Hierbei ist es grundsätzlich erforderlich das man die vorhandene Wärmedämmung ,und die erforderliche mindeste Wärmedämmung ins Verhältniss setzt . Und die Abweichung von der erforderlichen Mindestdämmung und der vorhandenen Dämmung ist die Ursache für das Heizverhalten.Es kann hier keineswegs von unwirtschaftlichen Heizverhalten ausgegangen werden ,das ist großer Unfug .
Der Sachverhalt ist doch folgender warum wird saniert ?
Um Heizkosten einzusparen ,oder nicht !
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Alt 11.02.2013, 00:33   #8
Hananah
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Hananah
Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Zitat:
Und die Abweichung von der erforderlichen Mindestdämmung und der vorhandenen Dämmung ist die Ursache für das Heizverhalten.Es kann hier keineswegs von unwirtschaftlichen Heizverhalten ausgegangen werden ,das ist großer Unfug .
Du hast aber schon gelesen, dass es hier um sagenhafte 39.000 kWh bei für ein Eigenheim relativ geringen 110 qm geht?

Das sind 354,5 kWh je qm je Jahr!!

Altbauten jenseits von 270 kWh/qm/a ist schon sauschlecht. Dennoch gibt es ab und an auch Werte um und über 300.

354 kWh sind definitiv jenseits von gut und böse.
Hananah ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2013, 00:42   #9
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DanielT
Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Hallo Herbert Kroll!

Vielen Dank für deine Antwort.

Zitat von Herbert Kroll Beitrag anzeigen
... DIN 4108...
Davon steht nichts in den Briefen vom Amt. Wie können wir uns denn gegen eine drohende Sanierung, die wir bezahlen müssten, wehren?

Zitat von Herbert Kroll Beitrag anzeigen
Und die Abweichung von der erforderlichen Mindestdämmung und der vorhandenen Dämmung ist die Ursache für das Heizverhalten.Es kann hier keineswegs von unwirtschaftlichen Heizverhalten ausgegangen werden ,das ist großer Unfug .
Gibt es dazu Urteile und Musterschreiben mit denen man sich wehren kann?

Können wir den Energieberater vom Amt nun ablehnen?

Gruß
Daniel
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Alt 11.02.2013, 00:52   #10
Hananah
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Hananah
Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Zitat:
Davon steht nichts in den Briefen vom Amt. Wie können wir uns denn gegen eine drohende Sanierung, die wir bezahlen müssten, wehren?
Niemand wird euch zu einer Sanierung zwingen, die ihr ohnehin nicht bezahlen könntet. Ganz sicher!

Der Energieberater vom Amt will gucken, ob ihr durch "Verbrauchs-Verhaltensänderung" was einsparen könnt. Meistens ist das auch möglich.

Schlimmstenfalls wird das Amt eure HK einfach nicht mehr in voller Höhe bezahlen. Ob ihr das denn ausgleichen könnt, müsst ihr sehen.
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Alt 11.02.2013, 10:03   #11
Herbert Kroll
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Herbert Kroll Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Es gibt hier Kategorien wie Bauten eingeteilt werden .Das richtet sich nach der Bauweise ,wann es gebaut wurde (konkret die Jahreszahl ,und auch an welchen Ort in Deutschland ).Und vor allem geht es darum ,welche Mindestdämmwerte zur Zeit der Errichtung des Hauses aktuell waren .
Hier wird sicherlich die Kategorie 4 vorhanden sein ,das heißt zur Zeit der Errichtung entsprach der Bau den den gesetzlichen Mindestdämmwerten -----aber zur heutigen Zeit nicht mehr ----.
Nun ist das Problem der Sanierung und Dämmung ,aber dazu kann ich keine Auskünfte geben,weil ich einfach nicht weiss wie das gesetzlich geregelt ist .
Herbert Kroll ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2013, 23:18   #12
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DanielT
Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Zitat von Hananah Beitrag anzeigen
Du hast aber schon gelesen, dass es hier um sagenhafte 39.000 kWh bei für ein Eigenheim relativ geringen 110 qm geht?

Das sind 354,5 kWh je qm je Jahr!!

Altbauten jenseits von 270 kWh/qm/a ist schon sauschlecht. Dennoch gibt es ab und an auch Werte um und über 300.

354 kWh sind definitiv jenseits von gut und böse.
Hallo Hananah!

In den 39000kwh ist auch der Verbrauch fürs Kochen drin. Ist nicht nur heizen alleine.

Gruß
Daniel
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Alt 11.02.2013, 23:23   #13
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DanielT
Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Zitat von Herbert Kroll Beitrag anzeigen
Das ist vollkommen klar ,so wie ich das ganze hier mitbekommen habe geht es hierbei um Fragen der Wärmedämmung der Bauteile im Sinne der DIN 4108 .Hierbei ist es grundsätzlich erforderlich das man die vorhandene Wärmedämmung ,und die erforderliche mindeste Wärmedämmung ins Verhältniss setzt . Und die Abweichung von der erforderlichen Mindestdämmung und der vorhandenen Dämmung ist die Ursache für das Heizverhalten.Es kann hier keineswegs von unwirtschaftlichen Heizverhalten ausgegangen werden ,das ist großer Unfug .
Der Sachverhalt ist doch folgender warum wird saniert ?
Um Heizkosten einzusparen ,oder nicht !
Hallo Herbert Kroll!

Wie stellt man denn den entsprechenden Antrag?

Gruß
Daniel
DanielT ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2013, 23:59   #14
Hananah
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Hananah
Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Hallo Daniel,

Laut Stadtwerke Ahlen: Gasverbrauch sind für das Kochen 20kwh/qm/Jahr anzusetzen.

Sind bei euch dann 2.200 kWh im Jahr, bleiben 36.800 fürs heizen.


Andere Quelle Kochgasförderung

Ein Durchschnittshaushalt in Deutschland benötigt jährlich rund 600 kWh Wärme zum Kochen und Backen. Beim Kochen und Backen mit Strom liegen die Stromkosten bei circa 80 € pro Jahr. Wer jedoch in der Küche die Primärenergie Erdgas einsetzt, muss für das Kochen und Backen jährlich nur etwa 15 € zusätzlich zu den Heizkosten aufbringen.


Noch ne Quelle. http://www.verbraucherinfothek.de/me...hen_Backen.pdf

Was der Gasherd verbraucht...
Profiköche benutzen Gasherde, denn mit ihnen kann man die Hitze viel genauer regulieren als mit Elektroherden. Außerdem verursachen sie weniger Kohlendioxid- Emissionen. Sollte die Wohnung einen Gasanschluss ha- ben, lohnt sich in Sachen Energie sparen der Wechsel vom Elektro- zum Gasherd. Erdgas kommt als Primärener- gie ins Haus und wird im Gasherd nahezu in 100 % Wärme umgewandelt.
Bezogen auf den Jahres-Strom-Verbrauch eines 3- Personen-Haushaltes fürs Kochen (470 kWh) ergeben sich folgende Kosten:
Bei einem Strompreis von 0,24 Cent pro kWh und einem Erdgaspreis von 7 Cent pro KWh ergeben sich Stromkos- ten in Höhe von ca. 112,80 € und Gaskosten in Höhe von 32,90 €.

Sehr unterschiedliche Jahresangaben fürs Familienkochen, geb ich zu, von 470 kWh über 600 bis zu 2200.
Im Ergebnis heißt das aber, soooo viel Einfluss hat das Kochen mit Gas auf deinen Gesamtverbrauch nicht.

Nun hab ich auch noch eine GUTE Quelle für dich, die deine Argumentation beim JC unterstützen könnte Gasverbrauch
Leider ist der Seite nicht zu umnehmen, wo die Werte herkommen. Hab ich jedenfalls jetzt nicht gefunden.

Gruss Hananah
Hananah ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2013, 01:01   #15
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Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Zitat von DanielT Beitrag anzeigen
Laut Energieversorger-Jahresabrechnug 2091,00 € für 39000 kwh Gasverbrauch. Macht im Monat 174,25 €. (...) Die Kosten für die Kochfeuerung sind enthalten. (...) Wohnfläche 110 Qudratmeter. Davon wurde vom Amt nichts geschrieben. (...) Sollen wir das vorab beantragen? (...) Wie stellt man denn den entsprechenden Antrag? (...) Können wir den Energieberater vom Amt nun ablehnen? (...) Kann der Widerspruch gegen die Kürzung formlos sein?
Unabhängig von den bereits erfolgten Hilfestellungen nehme ich dazu vorab rein informativ Stellung. Ich fasse zusammen - es geht hier;

- erstens um den Vorwurf eines unwirtschaftlichen Heizverhalten

- zweitens um Übernahme der monatlich zu zahlenden reinen Heizkosten,

- drittens über den bewilligten Betrag hinaus,

- viertens, um Zulassung einer JC-internen Augenscheinnahme des Wohnobjektes,

- fünftens, wie dem insgesamt (einschließlich der JC-Begutachtung) begegnet werden kann, und

- sechstens, ist ein Klageverfahren mit welchem Inhalt und Ziel erfolgversprechend, oder sollte vorab eine entsprechende Beantragung-JC, ggf. Zahlungsaufforderung, erfolgen.

Zunächst einige Fragen: Wie viel Personen gehören der BG an (2 Personen - richtig?) und wie argumentiert das JC hinsichtlich Wohnungsgröße (110 Quadratmeter). Stellt das JC die Wohnungsgröße in Frage, bzw. wird der anerkannte Heizkostenbetrag auf eine bestimmte Wohnungsgröße abgestellt? Gibt es eine Kostensenkungsaufforderung hinsichtlich Heizkosten? Kannst Du (falls Senkungsaufforderung) dieses Schreiben anonymisiert hier hochladen? Wie wurden die monatlichen Heizkosten vor der Senkungsaufforderung behandelt (falls geschehen, auch Anteil für Eigenverbrauch)? Gibt es schon eine Gasabrechnung für 2011 (2091,- €?)

Vorab: Rechne ich den Jahresverbrauch (Gasabrechnung) um, so ergibt sich ein Betrag in Höhe von 1,58 €/Quadratmeter (bei 110 Quadratmeter-Wohnfläche), wenn ich richtig gerechnet habe - abzüglich Eigenverbrauch/Küche (in Regelsatz enthalten). Der vorgenannte Heizkostenbetrag pro Quadratmeter ist meiner Meinung nach durchaus ok.

Beantworte bitte meine Fragen und ich melde mich spätestens Mittwoch im laufe des Tages und versuche einige Hilfestellungen zu geben - eher schaffe ich es nicht.
__

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit (Ebner-Eschenbach)
lpadoc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.02.2013, 13:47   #16
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DanielT
Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Hallo Ipadoc!

Vielen Dank für deine Antwort.

Zitat von lpadoc Beitrag anzeigen
Zunächst einige Fragen: Wie viel Personen gehören der BG an (2 Personen - richtig?)
ja, 2 Personen

Zitat von lpadoc Beitrag anzeigen
und wie argumentiert das JC hinsichtlich Wohnungsgröße (110 Quadratmeter). Stellt das JC die Wohnungsgröße in Frage, bzw. wird der anerkannte Heizkostenbetrag auf eine bestimmte Wohnungsgröße abgestellt?
Da wurde in der Vergangenheit nichts und heute nichts bemängelt. Auch nicht auf eine bestimmte Wohnungsgröße abgestellt. Nicht mal im Schreiben zur Heizkosten-Senkung.

Zitat von lpadoc Beitrag anzeigen
Gibt es eine Kostensenkungsaufforderung hinsichtlich Heizkosten? Kannst Du (falls Senkungsaufforderung) dieses Schreiben anonymisiert hier hochladen?
Ja. Hab abgetippt.

Zitat von lpadoc Beitrag anzeigen
Wie wurden die monatlichen Heizkosten vor der Senkungsaufforderung behandelt (falls geschehen, auch Anteil für Eigenverbrauch)?
Die wurden immer ohne Beanstandung übernommen.

Zitat von lpadoc Beitrag anzeigen
Gibt es schon eine Gasabrechnung für 2011 (2091,- €?)
Genau um die gehts dem Amt.


Jetzt folgt das von mir abgetippte Schreiben vom Amt:

Zitat:
Sehr geehrter Herr T. Sehr geerte Frau T.,

Sie beziehen derzeit Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB II bzw SGB XII einschließlich der Kosten für Unterkunft und Heizung.

Die Heizkosten (ohne Warmwasseraufbereitung) für die derzeit von Ihnen bewohnte Unterkunft betragen nach der Endabrechnung des Energieversorgers vom 31.12.2011 = 2091,00€

Diesen Kosten liegt ein tatsächlicher Verbrauch von 39000 kWh (für den Zeitraum vom 01.01.2011-31.12.2011) zu Grunde.

Nach § 22 Abs. 1 SGB II bzw. § 35 Abs. 4 SGB XII werden Leistungen für Unterkunft und Heizung in Höhe der tatsächlichen
Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind.

Zu Ihrem Haushalt, der mit den o.g. Energieeinheiten versorgt wird, gehören insgesamt 2 Personen.

Für diese Haushaltsgröße gilt eine Grenze, unterhalb derer der Energieverbrauch (ohne Warmwasseraufbereitung) immer als angemessen angesehen wird ("Angemessenheitsgrenze") von 15000 kWh.

Dieser Wert wurde ermittelt unter Berücksichtigung der vom Bundessozialgericht anerkannten Berechnungsmethode,
bei der eine angemessene Wohnfläche für Ihre Haushaltsgröße
und ein weit überdurchschnittlicher Energieverbrauch je qm² einfließen.
Der Heizverbrauch in der von Ihnen der zeit bewohnten Unterkunft ist nach den mir vorliegenden Unterlagen unangemessen, da die tatsächlichen Verbrauchswerte die angemessenen Verbrauchswerte übersteigen.

Übersteigen - wie in Ihrem Fall - die Verbrauchswerte dengenannten Grenzwert (Angemessenheitsgrenze) obliegt es dem Leistungsempfänger konkret vorzutragen, warum sein Energieverbrauch über dem Grenzwert liegt, aber gleichwohl noch als angemessen anzusehen ist (vgl. Urteil des Bundessozialgerichts vom 02.07.2009, B 14 AS 36/08 R, Randziffer 23).

Dabei weise ich darauf hin, dass nur in Aus nahmefällen ein über dem genannten Grenzwert liegender Energieverbrauch anerkannt werden kann, da der Grenzwert

- bereits einen weit überdurchschnittlichen Energievrebrauch je m² berücksichtigt

- bereits berücksichtigt, dass Leistungsberechtigte typischerweise ältere Wohnungen im unteren Marktsegment mit unterdurchschnittlichen Energiestandards bewohnen


Ich beabsichtige daher, Sie aufzufordern, Ihren Heiz-Energieverbrauch auf die o.g. Angemessenheitsgrenze zu senken.

Zuvor gebe ich Ihnen hiermit die Gelegenheit, mir

bis zum 07.09.2012

mitzuteilen, warum Ihr Energieverbrauch über dem Grenzwert liegt, aber gleichwohl noch als angemessen anzusehen ist. Sollten Sie sich bis zum Termin nicht melden, so werde ich nach Aktenlage entscheiden.


Zu Ihrer Information ist das "Merkblatt zur Senkung der Heizkosten" beigefügt.

Mit freundlichem Gruß
Gruß
Daniel
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Alt 13.02.2013, 16:18   #17
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Zunächst mal und unabhängig von dem Schreiben des JC und den Energie-Einsparungsmöglichkeiten u.s.w..

"DanielT", die Gasrechnung für den Zeitraum 2011 wurde im Ergenis vom JC getragen, falls ich dies richtig verstanden habe. Und die monatliche Vorauszahlung / Anschlagszahlung über monatlich 174,25 € wurde übernommen - ist dies richtig?

- Und ist es ferner richtig, das die monatliche Abschlagszahlung, seitens des JC, ab August 2012 auf 75,00 € monatlich gekürzt wurde ? Dies geht aus dem geschrieben nicht klar hervor. Falls gekürzt wurde, müsste es doch einen Bescheid geben. Liegt dieser vor? Wurde ggf. Widerspruch eingelegt?

- Was zahlt ihr monatlich, seit der JC-Kürzung, konkret als Abschlag an den Energieversorger - sind dies 174,25 €?

Ich frage deshalb, da es in erster Linie jetzt schnellstens darum gehen sollte, den Differenzbetrag zu dem, was das JC monatlich gezahlt hat, bzw. zahlt, und dem, was ihr monatlich an den Gasversorger leistet, vom JC jetzt unverzüglich einzufordern ist. Denn je länger damit gewartet wir, umso schlechter sind die Aussichten, dies ggf. im Wege einer einstweiligen Anordnung vor dem Sozialgericht durchsetzen zu können (dazu später).

Wie hoch ist dieser Fehlbetrag einschließlich Februar 2013?

Teile den offen Betrag bitte hier mit, damit ein Forderungsschreiben gegenüber dem JC (als Vorschlagshilfe) formuliert werden kann.
__

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Alt 13.02.2013, 16:54   #18
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Hmm dein Verbrauch ist aber sehr hoch......irgendwo stimmt da was nicht,

für unser Haus haben wir letztes Jahr 38000 (Ww und Heizung)gebraucht aber für 320qm Wohnfläche über 3 Etagen.Und das Haus ist BJ 1970 und nicht gedämmt und nur Doppelglasfenster mit Holzrahmen.

Habt ihr schon Fachmänner dagehabt und was meinten die?
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Alt 13.02.2013, 17:29   #19
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Zitat von lpadoc Beitrag anzeigen
Zunächst mal und unabhängig von dem Schreiben des JC und den Energie-Einsparungsmöglichkeiten u.s.w..

"DanielT", die Gasrechnung für den Zeitraum 2011 wurde im Ergenis vom JC getragen, falls ich dies richtig verstanden habe. Und die monatliche Vorauszahlung / Anschlagszahlung über monatlich 174,25 € wurde übernommen - ist dies richtig?

- Und ist es ferner richtig, das die monatliche Abschlagszahlung, seitens des JC, ab August 2012 auf 75,00 € monatlich gekürzt wurde ? Dies geht aus dem geschrieben nicht klar hervor. Falls gekürzt wurde, müsste es doch einen Bescheid geben. Liegt dieser vor? Wurde ggf. Widerspruch eingelegt?

- Was zahlt ihr monatlich, seit der JC-Kürzung, konkret als Abschlag an den Energieversorger - sind dies 174,25 €?

Ich frage deshalb, da es in erster Linie jetzt schnellstens darum gehen sollte, den Differenzbetrag zu dem, was das JC monatlich gezahlt hat, bzw. zahlt, und dem, was ihr monatlich an den Gasversorger leistet, vom JC jetzt unverzüglich einzufordern ist. Denn je länger damit gewartet wir, umso schlechter sind die Aussichten, dies ggf. im Wege einer einstweiligen Anordnung vor dem Sozialgericht durchsetzen zu können (dazu später).

Wie hoch ist dieser Fehlbetrag einschließlich Februar 2013?

Teile den offen Betrag bitte hier mit, damit ein Forderungsschreiben gegenüber dem JC (als Vorschlagshilfe) formuliert werden kann.
Hallo Ipadoc!

Vielen Dank für deine Antwort.

Das Amt zahlt für uns beide zusammen 75,00€ seit Januar an den Energieversorger. Den Rest vom Gas und Strom und Wasser, zahlen wir selbst. Widerspruch haben wir nicht gemacht. Man hat uns aber einen Energieberater vom Amt "verordnet".

Gruß
Daniel
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Alt 13.02.2013, 19:48   #20
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Standard AW: Unwirtschaftliches Heizverhalten! - Energieberater vom Amt?

Hallo!

Mir ist gerade bei Durchsehen der Kontoauszüge aufgefallen, dass mir weniger gezahlt wurde. Ich habe, anders als meine Frau, keinen Bescheid bekommen.

Seit Januar 2013 ist der Betrag der Heizkosten von 180,00€ für 2 Personen auf 75,00€ für 2 Personen bei uns gesenkt worden.

Am 31. August 2012 lief mein Bewilligungszeitraum aus. Ich stellte am 09.07.2012 meinen Weiterbewilligungsantrag. Meine Frau musste am 10. Januar 2013 ran.

Die Beantragung war bei uns beiden wie immer. Gegen den Bescheid meiner Frau ist noch kein Widerspruch eingelegt.

Wir möchten Widerspruch einlegen, wissen aber nicht wie.

Daher bitten wir Euch um Hilfe.

Gruß
Daniel
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Alt 13.02.2013, 19:49   #21
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DanielT
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Zitat von Kaffeesäufer Beitrag anzeigen
Hmm dein Verbrauch ist aber sehr hoch......irgendwo stimmt da was nicht,

für unser Haus haben wir letztes Jahr 38000 (Ww und Heizung)gebraucht aber für 320qm Wohnfläche über 3 Etagen.Und das Haus ist BJ 1970 und nicht gedämmt und nur Doppelglasfenster mit Holzrahmen.

Habt ihr schon Fachmänner dagehabt und was meinten die?
Hallo Kaffesäufer!

Für die Heizung waren Handwerker da. Die wissen nicht was mit der Heizung ist.

Gruß
Daniel
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Alt 14.02.2013, 00:12   #22
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Zitat von DanielT Beitrag anzeigen
(...) Mir ist gerade bei Durchsehen der Kontoauszüge aufgefallen, dass mir weniger gezahlt wurde. Ich habe, anders als meine Frau, keinen Bescheid bekommen. Seit Januar 2013 ist der Betrag der Heizkosten von 180,00€ für 2 Personen auf 75,00€ für 2 Personen bei uns gesenkt worden. (...) Am 31. August 2012 lief mein Bewilligungszeitraum aus. Ich stellte am 09.07.2012 meinen Weiterbewilligungsantrag. Meine Frau musste am 10. Januar 2013 ran.
Konkrete Angaben wäre nicht schlecht. Aus den Ausführungen sehe ich, das ihr wohl als zwei getrennte BGs angesehen werdet. Bitte schau mal in vorhandene Bescheide und vergleiche die BG-Nummer.

Deine Ausführungen hinsichtlich Antrag auf Weiterbewilligung (zum 1.9.2012) ist beschieden worden? Oder bist Du der Ansicht, das bezüglich der HzK-Senkung ab dem 1.1.2013 kein Bescheid erfolgte? Was denn nun?

Bezüglich Deiner Frau: Da die JC-Zahlungen im Voraus erfolgen, müsste die HzK-Kürzung für Januar folglich ohne Bescheid erfolgt sein - richtig? Im Ergebnis bedeutet dies für mich, das die HzK-Kürzungen für Januar 2013 ohne Rechtsgrundlage erfolgte. Die wage Ankündigung (Senkungsforderung) einer vermeintlichen Kürzung aus der Mitteilung vom ... (?) ersetzt keinen Bescheid.

Deine Frau müsste somit, was ich empfehle, einen Betrag (Januar) von in Höhe 52,50 € beim JC schriftlich einfordern. Ich rate an, diese Forderung mit einer Frist von 7 Werktagen zu versehen (Formulierungshilfe kommt). Nach Ablauf der Frist könnte über die gerichtliche Rechtsberatungshilfe eine anwaltliche Beratung in Anspruch genommen werden und ggf. der Forderungsbetrag dann eingeklagt werden.

Ist der Weiterbewilligungsantrag für Deine Frau schon beschieden - liegt dieser vor und welche HzK-Summe wurde bewilligt?. Dies bezogen darauf, falls anteilige Heizkosten aus 75,- € gehälftet wurde. Gegen einen solchen Bescheid bitte Widerspruch einlegen und die 4-Wochenfrist beachten. Als Widerspruchstext würde zunächst reichen: ... Gegen den Bescheid vom ... lege ich hiermit Widerspruch hinsicht der Heizkostenberechnung ein. ... - mehr nicht.

Was Deine Situation betrifft, so schau bitte nach, was Dir zunächst für Januar an Heizkosten überwiesen wurde. Falls dies weniger als 90,- € sind, dann verfahre so, wie ich dies für Deine Frau dargestellt habe. Und, wie oben geschrieben, prüf nach, ob zwei BG's vorhanden sind (was ich vermute). Melde Dich nochmal.
__

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit (Ebner-Eschenbach)
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Alt 14.02.2013, 02:14   #23
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DanielT
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Hallo Ipadoc!

Vielen Dank für deine Antwort.

Zitat von lpadoc Beitrag anzeigen
Konkrete Angaben wäre nicht schlecht. Aus den Ausführungen sehe ich, das ihr wohl als zwei getrennte BGs angesehen werdet. Bitte schau mal in vorhandene Bescheide und vergleiche die BG-Nummer.
Es sind zwei Nummern. Meine Frau ist Rentnerin+SGB XII, ich SGB II. Normalerweise wird bei uns immer, wenn sich was ändert, Halbe-Halbe gerechnet. Diesmal nicht.

Zitat von lpadoc Beitrag anzeigen
Deine Ausführungen hinsichtlich Antrag auf Weiterbewilligung (zum 1.9.2012) ist beschieden worden? Oder bist Du der Ansicht, das bezüglich der HzK-Senkung ab dem 1.1.2013 kein Bescheid erfolgte? Was denn nun?
Da hab ich missverständlich formuliert. Entschuldige bitte!
Ja, für die HzK-Senkung ab dem 1.1.2013 gibt es keinen Änderungsbescheid. Nur im Änderungsbescheid meiner Frau steht eine Kürzung für März. Ich hab keinen Änderungsbescheid, aber eine Kürzung.

Zitat von lpadoc Beitrag anzeigen
Bezüglich Deiner Frau: Da die JC-Zahlungen im Voraus erfolgen, müsste die HzK-Kürzung für Januar folglich ohne Bescheid erfolgt sein - richtig? ...
Jein. Nicht bei meiner Frau sondern bei mir. Meine Frau hat den Änderungsbescheid, ich die Kürzung.

Zitat von lpadoc Beitrag anzeigen
... Gegen einen solchen Bescheid bitte Widerspruch einlegen und die 4-Wochenfrist beachten. Als Widerspruchstext würde zunächst reichen: ... Gegen den Bescheid vom ... lege ich hiermit Widerspruch hinsicht der Heizkostenberechnung ein. ... - mehr nicht.
Danke! Machen wir.


Zitat von lpadoc Beitrag anzeigen
Was Deine Situation betrifft, so schau bitte nach, was Dir zunächst für Januar an Heizkosten überwiesen wurde. Falls dies weniger als 90,- € sind, dann verfahre so, wie ich dies für Deine Frau dargestellt habe. Und, wie oben geschrieben, prüf nach, ob zwei BG's vorhanden sind (was ich vermute). Melde Dich nochmal.
Ja sind zwei Nummern. Meine Frau hat den Bescheid, ich die Kürzung.

Gruß
Daniel
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Alt 16.02.2013, 23:57   #24
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Hallo!

Meine Frau und ich gehen Montag zum VdK. Dort werden wir uns beraten lassen.

Gruß
Daniel
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Alt 23.02.2013, 00:11   #25
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Hallo!

Wir waren beim VdK. Dort hat man uns geholfen, die Schreiben durch zu gehen und Widersprüche zu schreiben. Ist ein sehr schwieriger Fall. Es wurden nicht nur beim letzten Bescheid Fehler gemacht. Wir müssen jetzt warten was kommt.

Gruß
Daniel
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