ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 28.11.2012, 20:29   #1
Lilalaunebär->Emailproblem
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Lilalaunebär
Standard Arbeitszeiten b. Alleinerziehender Aufstockerin

Hallo,

ich hoffe ich bin hier im unterforum richtig.
Ich bin ALleinerziehende Mutter einer 3,5 jährigen Tochter die seid September einen Platz im örtlichen Kindergarten hat. Wir leben ländlich, der Kindergarten hat bis 15 Uhr offen an 3 Tagen, Montag und Freitag nur bis 14 Uhr.
Ich habe Tierarzthelferin gelernt, als ich schwanger wurde arbeitete ich im Zoofachhandel in der Stadt.
Unter anderem weil hier HIlfe durch Familie ist, bin ich dann aufs Land gezogen.
Als die kleine knapp 2 Jahre alt war habe ich wieder als TIerarzthelferin auf 30 Stunden angefangen.
Damit begannen im Prinzip die Probleme. Das arbeitszeitmodel war grauenvoll. Keine woche Schicht wie die andere. 4 Stunden block, 2 Stunden pause und dann wieder 4 Stunden block an 3 Tagen, an einem Tag frühschicht, am anderen Spätschicht + jedes 3. Wochenende Rufbereitschaft (incl. Samstag von 9-13 Uhr dienst - sofern kein Notfall kommt).
Nach 1 Jahr war ich fertig mit den Nerven, hab mein Kind kaum noch gesehen das von der Oma (offizielle Tagesmutter) betreut wurde da ich häufig abends durch Notfälle sehr spät rauskam und das kind dann bereits schlief und bei der Oma blieb.

Auch mit der Oma wurde der Umgang deutlich schwierier weil auch sie dieses Ausmaß nicht bedacht hat. Sie ist nicht mehr die jüngste und betreut den ganzen Tag Kinder zwischen 2-4 Kinder zwischen 1 und 8 Jahre.. und dazu die enkelin manchmal auch über nacht.

Letztlich habe ich gekündigt. Damit ging es dann so richtig los.. meine Idee war durchaus Umschulung, im Büro oder dergleichen, mit geregelten Arbeitszeiten ohne Wochenenddienst wäre es möglich das Kind mit Kindergarten und geringer HIlfe der Oma gut versorgt zu wissen und dabei auch mind. 30 Stunden arbeiten zu gehen.
Doch, schlecht gedacht "es gibt keine Umschulungen mehr" wurde mir von der ARge gesagt.
Im prinzip ist jede nicht sittenwiedrige Arbeit für mich zumutbar - das mit dem Kind müsse ich halt irgendwie auf die Reihe kriegen. Das die Oma nich tmehr gewillt ist das kind bis spät abends oder über nahct bei sich zu hat sie nicht interessiert.

Durch eigene Bemühungen habe ich wieder einen Job im Zoofachhandel angenommen (35 km vom Wohnort entfernt, wg. schlechter Bahnanbindung nur per Auto erreichbar). Anfangs sah das alles gut aus.. Kind war noch nicht im Kindergarten - Arbeitszeiten halbwegs moderat - allerdings auch nur noch auf 23 STunden in der Woche.

Ich arbeite dort jetzt seid gut 8 Monaten und allmählich bin ich wieder völlig fertig. Seid einigen Monaten ist dort kein Verlass mehra uf irgendwas. Die arbeitszeitmodelle werden immer extremer - Gespräche mit dem Chef bringen nichts. Ich bin die einzige mit so kleinem Kind unter anderen Teilzeitarbeitern aber ich habe aufgrund der meisten Beratungskompetenz die ******** und muss folglich an den Verkaufsstärksten tagen / zeiten anwesend sein. Und das ist überwiegend nachmittags und an jedem 2. Samstag.
Dazu kommt der Kindergarten. Auch an Tagen an denen ich spätschicht habe muss das Kind dorthin. Ich bringe sie also um 8-8:30 in den Kindergarten.. muss aber bereits um 14 Uhr in der ARbeit sein so das ich sie nur vom Kindergarten abholen kann, etwas zu essen geben und sie dann zur Oma bringen. Ich sehe sie dann aufgrund der Ladenöffnungszeiten oft erst gegen halb 9 wieder.. bringe sie ins bett.. habe ich am nächsten Tag frühschicht wecke ich sie bringe sie bis spätestens 8 Uhr in den Kindergarten und fahre in die ARbeit. WEil ich dort erst gegen 14 uhr manchmal 15 Uhr rauskomme müssen Oma / opa sie im kindergarten abholen und ich sehe sie erst wieder gegen 15 / 16 Uhr.
WEnn Kolleginnen im Urlaub sind, geht das teils die ganze woche so. Ich wecke sie, bringe sie ins bett - das wars - bei einer 23. Stunden woche.

Reine frühschichten bekomme ich nicht, dann wäre alles in butter. Schicht wäre von 9-14 Uhr = 25 Stunden + jedes 2. Wochenende.
Oma hätte auch noch was von ihrem Leben.

Aber: Chef weigert sich. ER will das jetzt so ummodeln das ich an 2 Tagen von 9-19 Uhr im laden bin damit sich der Fahrtweg lohnt und dann noch an 2 Tagen nachmittags Mir bringt das gar nix, ausser die geballte Ladung. Der Job ist nicht unstressig!
Zudem auch an den Tagen an denen ich frei hab, muss ich früh aufstehen, kInd in den Kindergarten.

Versteht mich nicht falsch, ich arbeite gerne. Durchaus.. aber es kann doch nicht sein das ich für einen Job mit 1000 Monatsstunden einen Aufwand habe wie fast Vollzeitarbeit, das Kind mich teils tagelang nur von Hinten sieht ich haufenwese Geld für Auto und Sprit ausgebe und das alles zumutbar ist?

Ich kriech allmählich auf dem Zahnfleisch..., die SItuation zwischen Oma und mir spitzt sich auch wieder zu, ihr wird das zuviel mit meinem Kind zusätzlich. SIe bekommt ja nichts dafür - woher auch. Das was ich dazu verdiene geht für das Auto drauf - und noch mehr, weil es davon gar nicht gedeckt ist. Ich kann ihr nicht mal was zahlen.
Vom Jugendamt bekommt sie nichts, weil das ja in der Familie ist.

Zudem: ich habe einen knorpelschaden am knie und Rückenprobleme - Dadurch das ich v.a. am Liefertag extrem tragen muss machen sich hier verschleißerscheinungen bemerkbar. ALle paar wochen sind die kniegelenke dick. Ich gehe trotzdem arbeiten - welche wahl habe ich denn?

Ich überlege mich kündigen zu lassen oder zu kündigen (AG wird mich nicht freiwillig kündigen).. aber: was dann?
Ich musste einen "Wiedereingleiderungsvereinbarung" unterzeichnen das ich "alles in meiner Macht stehende versuche den Job zu halten und die Stunden aufstocke" - wo soll ich die herholen? Die zeit dort noch mehr stunden zu arbeiten?
Lilalaunebär ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2012, 21:10   #2
Malus
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Arbeitszeiten b. Alleinerziehender Aufstockerin

Versuch erst mal, eine Krankschreibung zu bekommen, damit Du zur Ruhe kommst. Wieso gehst Du überhaupt mit Schmerzen / dicken Knien zur Arbeit?

Neben den körperlichen Problemen sollte auch die psychische Überlastung bei der Krankschreibung helfen können.


Das könnte, wenn's lange genug dauert, evtl. sogar dazu beitragen, daß Du die Kündigung kriegst. Außerdem mußt Du in der Zeit die Kleine nicht mehr zur Oma bringen, das entlastet Eure Beziehung.

Und dann, wenn Du etwas durchatmen konntest, mal in Ruhe über die Zukunft nachdenken.


Ich hoffe, da kommen bald hilfreiche und beruhigende Tipps von anderen Usern, die Du lesen kannst.
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Alt 29.11.2012, 02:41   #3
gast_
Elo-User/in
 
Registriert seit: 12.10.2008
Beiträge: 22.613
gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_
Standard AW: Arbeitszeiten b. Alleinerziehender Aufstockerin

Wenn die Tagesmutter (Oma) die Betreuung nicht weiter übernehmen kann (oder nur nicht mehr Vollzeit) und du niemand anderen hast, könntest du kündigen - bzw. versuchen, Teilzeit zu arbeiten.
Laß dir von ihr schriftlich geben, daß sie ab ... nicht mehr für die Betreuung zur Verfügung steht.

Eine EGV mußt du nicht unterzeichnen - bitte hier im Forum mal etwas nachlesen. Tust du es nicht, kriegst du eine EGV per verwaltungsakt, gegen die man dann vorgehen kann.

Zitat:
Dadurch das ich v.a. am Liefertag extrem tragen muss machen sich hier verschleißerscheinungen bemerkbar.
Dann laß dir vom Arzt ein Attest geben, daß du nur noch Tätigkeiten machen darfst, wo du nicht mehr schwer heben mußt.

Zitat:
ALle paar wochen sind die kniegelenke dick.
Deine Gesundheit solltest du dir für ein paar Kröten nicht ruinieren!
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2012, 09:09   #4
Malus
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Arbeitszeiten b. Alleinerziehender Aufstockerin

Zitat von Lilalaunebär Beitrag anzeigen
Durch eigene Bemühungen habe ich wieder einen Job im Zoofachhandel angenommen (35 km vom Wohnort entfernt, wg. schlechter Bahnanbindung nur per Auto erreichbar). Anfangs sah das alles gut aus.. Kind war noch nicht im Kindergarten - Arbeitszeiten halbwegs moderat - allerdings auch nur noch auf 23 STunden in der Woche.

...

Ich bin die einzige mit so kleinem Kind unter anderen Teilzeitarbeitern

...

Ich wecke sie, bringe sie ins bett - das wars - bei einer 23. Stunden woche.
Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Wenn die Tagesmutter (Oma) die Betreuung nicht weiter übernehmen kann (oder nur nicht mehr Vollzeit) und du niemand anderen hast, könntest du kündigen - bzw. versuchen, Teilzeit zu arbeiten.
Toller Tipp an eine Teilzeitkraft, doch zu versuchen, Teilzeit zu arbeiten.

Du solltest Dir angewöhnen zu lesen, worauf Du antwortest, oder einfach mal früher schlafen gehen.
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