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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 08.10.2012, 14:20   #1
klaus1983->Emailproblem
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Registriert seit: 08.10.2012
Beiträge: 1
klaus1983
Standard [Geschichte] Ausbildungen abgelehnt dafür Weiterbildung vorgeschrieben

Hallo zusammen,

ich habe mich jetzt mal bei euch angemeldet weil ich absurde Probleme mit dem Jobcenter habe und es einfach mal jemanden erzählen möchte.

Ich musste den Beruf Teilezurichter (Böse gesagt Schlosser der nichts kann) lernen. Habe diese Ausbildung auch mit Mühe und Not gerade so bestanden weil es ein Beruf ist mit dem ich einfach nichts anfangen kann. Das war im Jahre 2005. Da ich wie zu erwarten in dem Beruf keine Arbeit finden konnte durfte ich noch teilnehmen an einer Weiterbildung zu Servicekraft für Wareneingang und Warenpflege und einer Weiterbildung zum CNC-Programmierer teilnehmen. Auch das führte nicht zu einer Arbeitsaufnahme. Schon am Anfang war bekannt das ich an einer Wirbelsäulenerkrankung leide und schwere körperliche Arbeiten nicht wirklich ausführen kann. Gleichzeitig verträgt meine Haut die ganzen Kühlschmiermittel nicht was zu sehr unangenehmen Hautausschlägen führt.

Die Rückenproblematik ist dem Jobcenter schon seit dem ersten Tag bekannt. Ein Antrag auf feststellung des GdB läuft schon dauert aber noch. Über die Hautproblematik habe ich leider noch nichts von einem Arzt weil es immer schwer ist einen Termin zu bekommen. Auf einen Hautarzt Termin wartet man gut ein halbes Jahr und bis dahin ist der Ausschlag verschwunden und der Arzt bittet einen zu kommen wenn es akut ist..

Im Zeitraum 2005 bis heute hatte ich immer mal wieder 1-5 Tage bei unterschiedlichen Zeitarbeitsfirma verbracht, war aber schnell wieder weg weil ich die körperlichen Anforderungen nicht erfüllt habe oder einfach schlechte Leistung erbracht habe weil ich eben mit dem Beruf nichts am Hut habe und so etwas sieht ja ein Arbeitgeber ob man etwas kann oder nicht.

Ich habe mich schon viel Bemüht einen Beruf zu lernen in dem ich auch arbeiten will. Jeder Versuch aus dem Metallbereich wegzukommen wurde jedoch verhindert. Hier mal eine kurze Auflistung meiner Versuche:

2006: Systembetreuer (EDV), Weiterbildung beim Arbeitgeber keine kosten für das Jobcenter, Einstellungszusage war vorhanden. Weiterbildung wurde abgelehnt mit der Begründung: Ausbildungsferne Weiterbildung

2010 habe ich bei einer Stadwirtschaft ein Freiwilliges Ökologisches Jahr gemacht und habe einen guten Eindruck hinterlassen. Ausbildung als Kaufmann für Bürokommunikation wurde angeboten mit anschließender Festeinstellung. Das Jobcenter lehnte diese Weiterbildung ab (Kein Anspruch mehr auf ALG2 da Zweitausbildung, BAFÖG Ansprcuh nicht im Voraus klär bar.).

Von Ende 2011 bis Anfang 2012 habe ich in einer Behindertenwerkstatt den Bundesfreiwilligendienst geleistet. Da man dort gesehen hat das eine Arbeit im Sozialen Bereich die Arbeit ist die ich gerne machen möchte und ich auch meine Arbeit gutgemacht habe wurde mir eine Ausbildung zum Sozialassistent angeboten. Ich hätte jedoch sofort beginnen müssen. Das ganze ist wieder am Jobcenter gescheitert da man mir keine Auskunft geben wollte. Ob ich BAFÖG oder ähnliche Ansprüche gehabt hätte konnte so nicht geklärt werden. Selbst das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben hat bei dem Jobcenter auf Granit gebissen und konnte die Haltung des Jobcenters nicht ändern. Selbst eine Garantie das ich nach der erfolgreicher Ausbildung beschäftigt werde brachte nichts. Man hat sich am Ende dann sogar noch quergestellt als ich den BFD um 6 Monate verlängern wollte.

Das absurde bei solchen Sachen ist ja das man beim Beginn einer Weiterbildung den ALG2 Anspruch verliert da man dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung steht. Verboten wird eine Weiterbildung ja nicht direkt. Sollte man dann jedoch keinen Anspruch auf BAFÖG oder ähnliches haben und kann es sich nicht mehr leisten und bricht diese Ausbildung ab, dann bekommt man als dank noch 3 Monate sperre da man nun wieder selbstverschuldet Arbeitslos ist... Wer sich so etwas ausgedacht hat muss doch wirklich zu warm gebadet haben... Oder er war zu lange mit dem Kopf unter Wasser...

Nun ist mein Vermittler wieder auf die glorreiche Idee gekommen das ich eine Qualifizierung machen soll im Bereich Qualitätssicherung, was aber auch schon wieder in meinem geliebten Beruf ist in dem ich nicht arbeiten will. Der Start der Maßnahme war am 1.7.2012 und einsteigen musste ich zum 19.7.2012. Allerdings bin ich krankgeschrieben seit dem 20.7.2012 bis erst einmal Ende dieser Woche. Also schon gute 3 Monate. Zum einen hat mich das Drüsenfieber erwischt und nun bin ich weiterhin krankgeschrieben weil ich einfach keinen Sinn in dieser Weiterbildung sehe und meiner Meinung nach nicht die Anforderungen für diese Weiterbildung erfülle. Mal abgesehen da von das ich beim besten Willen nicht weiß was ich dort soll wenn mir 3 Monate fehlen... Soll ich mich über einen warmen Raum mit Sitzgelegenheit freuen wo ich in Ruhe ein Buch lesen kann?

Der Versuch aus dieser Maßnahme heraus zukommen ist auch beim letzten Besuch auf dem Jobcenter gescheitert. Ich wäre ja so begeistert von dieser Weiterbildung gewesen und mein Vermittler sehe keinen Grund diese Maßnahme vorzeitig zu beenden... Mein Vermittler meinte noch zu mir dann soll ich mich eben weiterhin krankschreiben lassen... Das lustige an dieser Sache, sofern es überhaupt lustig ist, ist das ich genaugenommen noch nicht einmal in dieser Maßnahme bin da an dem einen Tag den ich dort war kein Vertrag unterzeichnet wurde... Also stellt sich ja die Frage ob ich überhaupt im rechtlichen Sinne Teilnehmer dieser Maßnahme sein kann...

Jetzt habe ich in zwei Wochen wieder einen Termin bei meinem Vermittler und inzwischen liegt sogar ein Schreiben vom Träger vor das er die Weiterbildung in meinem Fall für nicht erfolgsversprechend hält...

Was meint ihr zu meiner Geschichte? Bin ich ein typischer Fall wie es standardmäßig zugeht? Warum wird über einen immer entschieden ohne das mit dem Betroffenen gesprochen wird, ich bin jetzt beim Jobcenter Kunde seit 2005, in dieser Zeit musste ich schon einigen Käse mitmachen. Ich habe an allem immer zuverlässig teilgenommen und gehofft das man mich irgendwann mal fragt was ich überhaupt möchte. Bis jetzt hat das aber noch keiner so wirklich getan. Obwohl man weiß das ich die Anforderungen im Metall Bereich nicht erfülle und auch eine Abneigung gegen diesen Beruf habe versucht man mit immer neuen Maßnahmen mich dort unterzubringen. Wenn ich eine Chance habe in einen Beruf einzusteigen in dem ich eine Zukunft habe und auch arbeiten will dann renne ich gegen eine Wand.

Was kann man da machen, habt ihr irgendwelche Ratschläge für mich? Gibt es nicht Rechtlich eine Möglichkeit wenn das Jobcenter eine Arbeitsaufnahme verhindert? Muss ich mir wirklich von einer Person die nicht einmal fragt was ich gerne machen würde mir meinen Lebenslauf vorschreiben lassen?

So das war jetzt doch recht lang. Ich hoffe einfach mal auf ein paar Anregungen.

Und danke für das lesen
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abgelehnt, ausbildungen, geschichte, vorgeschrieben, weiterbildung

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