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Alt 22.05.2017, 10:42   #1
MayBee
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MayBee Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Schwieriger Fall nach Selbstständigkeit - seit November kein Bewilligungsbescheid!

Liebe Foris,

ich schreibe hier heute für eine liebe Freundin (meine ehem. Chefin) und bitte euch dringend um Hilfe!

Meine Freundin hat am 17.11.2016 zum ersten mal beim Jobcenter Datteln vorgesprochen. Für den 05.12.2016 kam dann endlich eine Einladung. Diese besagte, dass ein gewisser Herr sich gerne mit ihr über ihre berufliche Situation sprechen würde.
Zu diesem Termin habe ich meiner Freundin meine Mutter an die Seite gestellt.
Gemeinsam mit besagtem Herrn, meiner Mutter und Freundin ging es dann zum Sachbearbeiter, wo der Antrag abgegeben wurde.
Es handelt sich hier um einen wirklich komplizierten Fall. Denn zeitgleich wurde die Firma meiner Freundin geschlossen und ein Insolvenzverfahren angestrebt. Des Weiteren ist meine Freundin vor ca. 1 1/2 Jahren an Krebs erkrankt (inzwischen in Remission) und die Auflösung der Firma brachte auch die Ehe ins Wanken, so dass hier quasi seit fast 4 Jahren eine Hausgemeinschaft besteht - sprich, getrennt lebend. Was auch den Tatsachen entspricht, da keinerlei Gemeinsamkeiten mehr stattfinden und eine räumliche Trennung innerhalb der Wohnung besteht.
Nun wurden also VIELE Dokumente gefordert um den Sachverhalt zu klären und den Anspruch zu prüfen.
Rente - nähhh...erst Ende 2017 und auch kein Anspruch auf Erwerbslosenrente, da nicht eingezahlt.
Unterhalt - wurde mittels Anwalt geprüft. Da der Exmann selbst nur eine kleine Rente bezieht gibts nix.
Das Ganze zog sich bis dato schon wochenlang hin und meine Freundin nahm aus Verzweiflung eine Putzstelle an.
Durch ihre gesundheitliche Vorgeschichte und die Nachwirkungen von Chemotherapie, kann sie diese aber nur in sehr geringem Maße ausüben. Doch sie gibt alles, um wenigstens diese 100 € im Monat zur Verfügung zu haben.
Am 16.01.2017 ging dann ein Versagungsentziehungsbescheid ab dem 01.11.2016 ein.
Hierin wurden fehlende Unterlagen angeführt. Das hat auch seine Richtigkeit! Denn der Exmann weigerte sich, trotz RA, seinen Teil zur BG/HG beizutragen. Auch hierüber gab es Schriftverkehr durch die entsprechnden Anwälte.
Monat 11/16 fällt sowieso heraus, da es zu diesem Zeitpunkt noch Einnahmen gab.
Kleckerweise gingen dann die geforderten Unterlagen an das Jobcenter. Immer so, wie meine Freundin eben die Unterlagen (RA, Insolvenzverwalter, Steuerberater, Rentenbescheid etc.) auch bekommen hat.
Auf ein Schreiben von ihrem RA bekam sie dann endlich für den 26.04.17 einen Termin zur Besprechung des Antrags und zur Abgabe weiterer Unterlagen, die inzwischen vollständig eingetroffen waren.

Zum Gespräch am 26.04.2017 bin ich als Begleitperson mitgegangen. Natürlich gab es die üblichen Aussagen wie...ja...is ja auch n schwieriger Fall, da dauert das länger. Dann war ich krank und im Urlaub etc. pp.
Es wurde uns dann bestätigt, dass alle Unterlagen nun vollständig seien und Leistungsanspruch seit dem 01.12.16 besteht. Der Bescheid würde dann in den nächsten 14 Tagen eingehen.
Zuvor gab es noch ein Telefongespräch mit der Insolvenzverwalterin, denn durch die Gesamtproblematik steht meine Freundin auch ohne Konto da. Gut, das wurde in unserem Beisein geklärt.
Um abschließend noch das Getrennt-lebend zu bestätigen, schrieb ich dem Mitarbeiter auf welche Gegenstände und Räumlichkeiten von der HG gemeinsam und jeweils allein genutzt werden. Er schlug vor den Ermittlungsdienst des Jobcenters zu schicken um auch diese Situation abschließend zu bestätigen. Dagegen haben wir uns nicht zur Wehr gesetzt, denn es entspricht alles den Tatsachen und es gibt nichts zu verbergen.
Uns wurde zugesagt, dass der Ermittlungsdienst sich zuvor telefonisch angkündigen würde. Dies ist leider nicht geschehen und somit standen sie wohl vor einer verschlossenen Tür.
Der freundliche Mitarbeiter des Jobcenters rief dann meine Freundin an und teilte ihr mit, dass der Ermittlungsdienst wohl dann erst in den nächsten 3 Werktagen erneut erscheinen würde und diese sich, entgegen der zuvor getroffenen Aussage, NICHT vorher ankündigen würden und meine Freundin solle dafür sorgen, dass dann jemand zu Hause sei - egal wer.
Seitdem sind 14 Tage vergangen und ich bin seit 14 Tagen bei meiner Freundin zu Besuch um zu gewährleisten, dass jemand zu Hause ist...bhoooo. So langsam fühlen wir uns eingesperrt und nurnoch verar....t - sorry für die Ausdrucksweise.
Meine Freundin hat nicht einmal mehr Geld um ihre Medikamente zu bezahlen. Eine Zuzahlungsbefreiung ist ohne Bescheid nicht möglich etc. pp.
Für mich grenzt das schon an Körperverletzung und ich stehe kurz davor auszurasten.
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen...ein leben lang gearbeitet (Familienbetrieb, nicht angestellt) und dann wird man krank - schwer krank - dann bricht die Firma zusammen und die ohnehin schon gescheiterte Ehe geht nach fast 40 Jahren auch noch komplett den Bach runter...da freut man sich doch, dass man dann noch zum Jobcenter darf und so behandelt bzw. ignoriert wird...traurig.

Ich wundere mich nur warum der Anwalt nicht Eilantrag (falls es so etwas gibt) oder Vorschuss beantragt hat etc.
Liegen da nicht etliche Schritte dazwischen die wir hätten einleiten können?

Bitte! Kann uns jemand helfen, dass meine Freundin endlich ihr Geld bekommt und sich wieder ausreichend ernähren kann, ihre Medikamente bezahlen und am sozialen Leben teilnehmen kann? Ich kann es nicht mehr mit ansehen, wie sie unter der Gesamtsituation leident :( )
Was können/sollen/müssen wir tun?

Das Jobcenter in Datteln lässt jedenfalls niemanden ohne Termin zu den Sachbearbeitern - dafür stehen "Bodyguards" parat. Auch wird man am Schalter nur vertröstet. Telefonisch ist nur die freundliche Dame am Eingang zu erreichen usw.

Wir haben heute Nachmittag einen Termin beim Rechtsanwalt. Mir scheint aber, dem müssen wir genauso in den Hintern treten wie dem Jobcenter.

Nun ist es ein Roman geworden, entschuldigt - aber ich weiß echt nicht wie ich ihr helfen kann.

Liebe Grüße und einen sonnigen Tag!
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Alt 22.05.2017, 11:06   #2
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Schwieriger Fall nach Selbstständigkeit - seit November kein Bewilligungsbescheid!

Auf jeden Fall müßt ihr nicht zu Hause Sitzen und auf den Aussendienst warten.

Wurde schonmal ein Antrag auf Vorschuss gestellt?
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 22.05.2017, 11:20   #3
MayBee
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Standard AW: Schwieriger Fall nach Selbstständigkeit - seit November kein Bewilligungsbescheid!

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Auf jeden Fall müßt ihr nicht zu Hause Sitzen und auf den Aussendienst warten.

Wurde schonmal ein Antrag auf Vorschuss gestellt?
Es wurde bisher kein Antrag auf Vorschuss gestellt. Der Anwalt sagte, dass dauert auch locker seine 3-4 Wochen. Bis dato haben wir ja noch gehofft, dass nun endlich mal ein Bescheid ergeht.
Die große Sorge ist auch, dass mit jedem weiteren Antrag oder ähnliches das Ganze noch weiter verzögert wird :(
Natürlich sind wir nicht verpflichtet zuhause zu warten, aber wir wollen das Ganze ja auch nicht noch hinauszögern. Meine Freundin heult schon nurnoch.
Sie steht ja nun schon über ein halbes Jahr ohne Geld da, bis auf die 100 Euro die sie verdient. Inzwischen klagt der Exmann auf Zahlung der Miete.

LG
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Alt 22.05.2017, 11:24   #4
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Schwieriger Fall nach Selbstständigkeit - seit November kein Bewilligungsbescheid!

Ein Antrag auf Vorschuss Dauert keine drei bis vier Wochen, den gibt man persönlich ab und geht nicht, eh man nich eine Barauszahlung oder einen Scheck erhalten hat.

Weiss das JC von der Mietklage?
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 22.05.2017, 11:26   #5
HartzVerdient
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Standard AW: Schwieriger Fall nach Selbstständigkeit - seit November kein Bewilligungsbescheid!

Zitat von MayBee Beitrag anzeigen
Der Anwalt sagte, dass dauert auch locker seine 3-4 Wochen.
Umgehend den Anwalt wechseln. Nicht jeder Anwalt ist qualifiziert in Belangen des Sozialrechts. Einen Antrag nach § 42 SGB 1 stellt man vor Ort mit einem Kontoauszug und wartet sodann auf die Barauszahlung der Kasse. Gerne winden sich Jobcenter um die Auszahlung, was dann den Gang zum Sozialgericht berechtigt, wo dann - nach sofortiger Prüfung - die Auszahlung angeordnet wird.
__

"Eines Tages, möglicherweise jedoch nie, werde ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten."
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Alt 22.05.2017, 11:42   #6
MayBee
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MayBee Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Schwieriger Fall nach Selbstständigkeit - seit November kein Bewilligungsbescheid!

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Ein Antrag auf Vorschuss Dauert keine drei bis vier Wochen, den gibt man persönlich ab und geht nicht, eh man nich eine Barauszahlung oder einen Scheck erhalten hat.

Weiss das JC von der Mietklage?
Nein, denn darüber gibt es noch kein Schriftstück. Der Exmann hat es angedroht und wie wir herausgefunden haben, war er wohl am Freitag beim RA.
Über die Androhung durch den Mann haben wir im letzten Gesprächstermin sehr wohl gesprochen.
Man riet meiner Freundin dann zum Wohnungswechsel. Tolle Wurst...ohne Geld und mit Insolvenzeintrag in der Schufa!

Ich sehe schon, was den Vorschuss angeht sind wir falsch informiert worden. Ich mache mich gleich mal auf die Suche, wie ich das schriftlich formulieren kann.
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