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ALG II - Sanktion, Kürzung, Sperre Alles rund um Sanktion bzw. Leistungsentzug oder -kürzung bei ALG 2


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Alt 28.03.2017, 21:23   #1
Blackman1
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Blackman1 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard 100 % Kürzung nach Kündigung Job

Hi, ich schreibe heute mal im Namen meiner Bekannten..

Und zwar geht es darum:

Der Freund von meiner Bekannten hat sich von ihr getrennt, beide haben 2 Kinder zusammen, eins ist 11 und das andere ist 4, die älteste 15, ist aber nicht von ihm. Meine Bekannte hat gearbeitet und konnte jetzt durch den psychischen Druck diese nicht mehr ausüben, weil ihr Freund sie hängen lässt und sie keinen für die Kinder hat, zudem nimmt sie Medikamente Depresiva, weil sie mit der ganzen Situatuon nicht mehr klarkommt, denkt manchmal an Selbstmord.. jetzt war sie beim Amt und man hat ihr gesagt das sie zu 100 % gekürzt werden würde. Zudem ist sie noch krank geschrieben.

Am Donnerstag hat sie einen Termin und ich wollte sie als Beistand begleiten, da ich ja auch nicht auf den Mund gefallen bin und generell gegen das Jobcenter angehe.

Was würdet Ihr mir raten auf was man achten sollte im Gespräch und wie wir reagieren sollen?
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Alt 29.03.2017, 08:57   #2
Regensburg
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Regensburg Regensburg Regensburg Regensburg Regensburg Regensburg Regensburg Regensburg
Standard AW: 100 % Kürzung nach Kündigung Job

Hu Hu Black :-)

ich werde Dir nicht antworten, nur zusätzliche Fragen stellen

- hat Sie schon Gekündigt?
- ALG1 oder ALG2?

LG aus der Ostfront
Regensburg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2017, 10:25   #3
Blackman1
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Blackman1 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 100 % Kürzung nach Kündigung Job

Hi..

ja schon gekündigt und ALG 2.
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Alt 29.03.2017, 11:42   #4
schlaraffenland
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schlaraffenland Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 100 % Kürzung nach Kündigung Job

Hi Blackman1,

Deine Bekannte sollte sich umgehend von einem Facharzt (Psychiater oder ggf. Neurologe) ein Attest besorgen, aus dem hervorgeht, dass ihr das Fortsetzen des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Gründen nicht zuzumuten ist.

Ist Deine Bekannte jünger als 25 Jahre?
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
schlaraffenland ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2017, 14:50   #5
Blackman1
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Blackman1 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 100 % Kürzung nach Kündigung Job

Hallo,

nein wird 34..
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Alt 29.03.2017, 20:25   #6
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
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Zitat von Blackman1 Beitrag anzeigen
Hi, ich schreibe heute mal im Namen meiner Bekannten..

da ich ja auch nicht auf den Mund gefallen bin und generell gegen das Jobcenter angehe.

Was würdet Ihr mir raten...
Deine generelle Einstellung zu überdenken und erstmal auszuloten wie der SB argumentiert und ob der SB evtl. zugänglich ist.

Deine generelle Haltung kannst Du dann immer noch hervorheben.
Vor allem mal dabei bedenken, dass Deine Bekannte ja nicht ganz unschuldig ist an dem Dilemma.

Der Klassiker:
Hauptsache erstmal kündigen, dann nachdenken.

Ansonsten sehe ich auch nur die Chance der Unzumutbarkeit aufgrund der angeschlagenen Gesundheit.
RobbiRob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2017, 20:32   #7
HartzVerdient
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HartzVerdient Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 100 % Kürzung nach Kündigung Job

Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Der Klassiker:
Hauptsache erstmal kündigen, dann nachdenken.
Ich kann dir versichern:

Man ist bereits einen langen Weg gegangen, wenn man an diesen Punkt gelangt. Ich selbst war auch in einer depressiven Lage, wurde von meinen Kollegen aus dem Unternehmen gemobbt (dort wurde der Giftschrank aufgemacht). Man musste sich 2008/2009 von Mitarbeitern trennen. Projekte blieben aus und das Unternehmen (USA) brach an der Börse (S&P500) ein.

Du selbst gehst bis zum äußersten, da mit der Arbeit deine gesamte Existenz auf dem Spiel stehst. Mobbingberatung, Krankheit, Krankschreibung... Kaum wieder da und der Terror geht wieder los... Massenabmahnung, Kritik an jeder Stelle... Wieder Krankschreibung... Aus der Krankheitszeit heraus fasst man den Entschluss und kündigt. Bis zu diesem Punkt hat man schon "sehr viel nachgedacht".

Rückblickend - ich leben momentan von HartzIV - war das eine richtige und gute Entscheidung. Würde ich es wieder tun. Definitiv! Nichts ist wichtiger als die eigene Gesundheit. Kein Geld dieser Welt kann das aufwiegen.

Doch... Manchmal muss man zuerst kündigen... Der Gesundheit willen... Es ist immer sehr leichtfertig gesagt, dass man die Arbeit um jeden Preis halten sollte... Nein! Muss man nicht!
__

"Eines Tages, möglicherweise jedoch nie, werde ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten."
HartzVerdient ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2017, 21:05   #8
Existenzminimum
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Existenzminimum Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 100 % Kürzung nach Kündigung Job

Bei einer Eigenkündigung und ohne ALG I-Anspruch ist meiner Kenntnis nach nur eine Sanktion in Höhe von 30 % möglich.

Diese wäre wohl ausszuschliessen, wenn sie glaubhaft darlegen kann, dass die Fortführung der Tätigkeit , z.B. aus gesundheitlichen Gründen unzumutbar wäre. Insbesondere die Paragraphen 31 und 31a des SGB II sind hier relevant:

https://www.gesetze-im-internet.de/s...3BJNG002001308

Wenn du begleitest und redest, denk daran, das dass, was du sagst als vom Hilfempfänger/antragsteller gesagt gilt!
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Alt 30.03.2017, 09:31   #9
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: 100 % Kürzung nach Kündigung Job

Zitat von HartzVerdient Beitrag anzeigen
Ich kann dir versichern:
Und ich kann Dir versichern, dass Du das falsch verstanden hast und kann Deinen Fall nur zu gut nachvollziehen.
Mir liegt es auch fern depressive Erkrankungen gleich welcher Ursache zu verunglimpfen.

Wenn das so rüber kommt entschuldige ich mich hiermit offiziell!


Der Weg in dem Fall hier wäre aber gewesen wie Du ihn bei Dir anfangs auch beschreibst in Form einer AU.
Für mich kommt das aber in dem Fall so rüber wie "sofort gekündigt".
RobbiRob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2017, 10:07   #10
HartzVerdient
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HartzVerdient Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Wenn das so rüber kommt entschuldige ich mich hiermit offiziell!
Kein Problem

Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Für mich kommt das aber in dem Fall so rüber wie "sofort gekündigt".
Bei Depressionen (mit Gedanken an Selbstmord (also zumindest das Denken daran)), versetzt dich in eine Gedankenfalle. Da dreht sich dein Kopf den ganzen Tag wie ein Plattenteller. Immer die gleichen wiederkehrenden Gedanken. Mann/Freund futsch, Kinder, auf der Arbeit läufts auch nicht rosig, sonstige Probleme.

Je nach Schwere der Episode (Depressiva) wird man vom Arzt oder Psychiater eingestuft. Leichte-, Mittlere bis Schwere Episode. In der Regel verschreiben die Ärzte entsprechende Medikamente wie z.B. Remergil (Mirtazapin), was den Kopf abdämpft und die Gedanken zerstreut. Mit dem Zeug fasst du keine klaren Gedanken mehr (selbst bei kleinster Medikation).

In den ersten Tagen der Medikation wirst du nicht einmal den "Antworten" oder "Vorschau" Knopf in diesem Forum richtig drücken können, weil das alles im Kopf verschwimmt. Selbst das logische Denken wird gehemmt (The Walking Dead). Es dauert dann eine zeitlang, bis man sich an die Medikamente gewöhnt hat. Allerdings wirds dadurch nicht besser, da die Gedanken weiterhin "gestreut" werden.

Dann kommt der Moment, wo man etwas Erleichterung verspürt und Momente mit Lichtblicke eintreten. Der Moment, wo man sich sagt: "Etwas mus geschehen"... und man kündigt, weil man der Ansicht ist, dass das die Ursache aller Probleme sei (was sie meistens auch sind).

Mir ist bewusst, dass es in größeren Unternehmen laut Gesetz auch eine Pflicht für "Wiedereingliederung" von Arbeitnehmern gibt. Wo der Betriebsrat mit dem Chef dann versucht, die Person auf andere Bereiche des Unternehmens zu versetzen.

In vielen Unternehmen wird das aber kaum praktiziert. Kaum kommt man von der AU Phase wieder ins Unternehmen, finden auch schon die Rückkehrergespräche zwischen dem Kranken und dem Arbeitgeber statt (gerne mit Ausschluss des Betriebsrats). In solchen Gesprächen wird der Mitarbeiter gerne gegen die Wand gefahren und zerpflückt, da die Umsetzungs- und Genesungspläne der Wiedereingliederung nur mehr Geld kosten. Da wäre es günstiger, einen "Neuen Mitarbeiter" einzukaufen.

Auch mit Betriebsrat wird die Situation des Mitarbeiters nicht besser, wenn hintenrum der Abschuss von ganz oben freigegeben wird. Teilweise klüngelt man auch mit dem Betriebsrat. Zumal die Gründe für die Krankheit durch das Unternehmen erst eingeleitet wurden. Man wollte sich möglicherweise vor dessen Krankheit vom Arbeitnehmer trennen und hat diesen absichtlich bis zum Krankenhausaufenthalt kaputt gemacht (Phase 1). Phase 2 war der KK Aufenthalt und Phase 3 wird dann der "Rest" sein, dem man dem Mitarbeiter gibt, wenn er wieder da ist (gefolgt mit der Eigenkündigung wegen dem ganzen Druck und Drohkulisse). Eine Wiedereingliederung stand nie auf dem Plan.

Depressionen, Medikamente, Familäre Probleme usw. spielen alles in solche "Entscheidungen" hinein.
__

"Eines Tages, möglicherweise jedoch nie, werde ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten."

Geändert von HartzVerdient (30.03.2017 um 10:20 Uhr)
HartzVerdient ist offline   Mit Zitat antworten
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