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Start > > -> Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 20.09.2017, 20:05   #26
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

Hallo BlueMoves,

Zitat:
Okay, dann sollte ich mal einen Termin bei der DRV vereinbaren. Wollte mich ohnehin wegen der Flexirente informieren. Dann können die mir gleich noch was zu LTA sagen.
Das kannst du doch alles auf der DRV-Homepage selber nachlesen ...

Deutsche Rentenversicherung - Flexirente

Deutsche Rentenversicherung - Berufliche Rehabilitation (LTA)

Du solltest nur nicht alles glauben, was da steht, jedenfalls nicht, dass es vom Lebensalter unabhängig auch nur nach den "Bedürfnissen" der Versicherten entschieden wird ...

Grau ist eben (wie immer) alle Theorie, mehr "Ehrlichkeit" hast du da bei einer Beratung in der DRV-Stelle aber auch nicht zu erwarten.

Zitat:
In der REHA war ich schon, die haben mir dort zumindest bescheinigt, dass mir aufgrund meiner Schilderungen der Ereignisse eine Weiterbeschäftigung nicht mehr zuzumuten ist.
Dann besorge dir mal den kompletten Reha-Bericht (bei einem Arzt der den schon hat oder direkt bei der DRV), damit du den Rest auch mal erfahren kannst.

Zitat:
Ob ich grundsätzlich BU bin, werden dann wohl Ärzte beurteilen müssen.
Das wurde dabei mit Sicherheit auch schon beurteilt, ein "Missverhältnis" am letzten Arbeitsplatz hat ja dafür noch keine allgemeine Bedeutung.

Zitat:
Immerhin habe ich noch was Positives gefunden. Ich kann gleichzeitig die BU-Rente und ALG1 beantragen und könnte auch beide Leistungen parallel erhalten.
Lies dir den Vertrag zu deiner privaten BU-Versicherung auch noch mal genau durch, die prüfen auch erst ob du tatsächlich als BU anzusehen bist ehe sie zahlen werden.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 20.09.2017, 23:47   #27
BlueMoves
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BlueMoves
Standard AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Hallo BlueMoves,



Das kannst du doch alles auf der DRV-Homepage selber nachlesen ...
Klar, alles steht irgendwo. Vor 3 Jahren hätte mir das auch gereicht und ich hätte ein solches Forum hier nicht gebraucht. Heute mangelt es mir an Auffassungsgabe und Geduld und ich möchte eine Aussage der DRV dazu, wie das, was da steht, in der Praxis gelebt wird.



Zitat:
Das wurde dabei mit Sicherheit auch schon beurteilt, ein "Missverhältnis" am letzten Arbeitsplatz hat ja dafür noch keine allgemeine Bedeutung.
Damals habe ich ja auch gedacht, dass es mir bald wieder besser geht, wenn ich dem "Missverhältnis" aus dem Weg gehe. Anderthalb Jahre später bin ich selbst entsetzt darüber, wie nachhaltig mich das "Missverhältnis" verunsichert hat.

LG BlueMoves

P.S. Ich hab jetzt auch ans Elo-Forum gespendet. Nicht, dass hier noch der Eindruck entsteht, dass ich die vielen Infos und Ratschläge für selbstverständlich halte.

Geändert von BlueMoves (21.09.2017 um 00:02 Uhr)
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Alt 21.09.2017, 01:38   #28
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

Hallo BlueMoves,

Zitat:
Klar, alles steht irgendwo. Vor 3 Jahren hätte mir das auch gereicht und ich hätte ein solches Forum hier nicht gebraucht.
Das war auch nicht böse gemeint, hier im Forum kannst du in vielen Berichten nachlesen wie die Realität dazu aussieht.

Die "Flexi-Rente" dürfte ohnehin nicht für dich noch gar nicht denkbar sein, das ist auch wieder so eine "Mogelpackung" für einige "Auserwählte" (mit ungestörter und langer Erwerbsbiografie), die es bald gar nicht mehr geben wird.

Die EM-Rente soll (theoretisch) auch dafür da sein, den Lebensunterhalt (einigermaßen) zu sichern wenn man aus gesundheitlichen Gründen gar nicht mehr arbeiten KANN.

So steht es auch sehr "blumig" auf der DRV-Seite und in den bunten Heftchen die fast jährlich neu aufgelegt werden, auf Kosten auch der Beitragszahler vermutlich, die dann jahrelang (bis zum Gericht), um diese (meist eher magere) Absicherung kämpfen müssen.

Zitat:
Heute mangelt es mir an Auffassungsgabe und Geduld und ich möchte eine Aussage der DRV dazu, wie das, was da steht, in der Praxis gelebt wird.
Wie das in der Praxis gelebt wird kannst du in den Beratungsstellen auch nicht erfahren, sondern erst wenn du selbst einen Antrag gestellt hast, wirst du erleben wie das dann für dich in der Praxis umgesetzt wird.

Mein Rat dir den Reha-Bericht zu besorgen, wenn du ihn noch nicht selber lesen konntest kam nicht ohne Grund, denn darin wird stehen ob man dich generell für Berufs-Unfähig (letzte Tätigkeit UNTER 3 Stunden) beurteilt hat oder nicht ...

Diese Einschätzung erfolgt ja unabhängig davon, ob du noch Anspruch auf eine gesetzliche BU-Rente haben würdest.

Das wäre z.B. erforderlich, um eine LTA (berufliche Förderung von der DRV) überhaupt bewilligt zu bekommen, denn sonst ist es ja nicht erforderlich, dich für eine andere Tätigkeit beruflich fördern zu müssen.

Die Bewilligung erfolgt bei gesundheitlich eingeschränkten Antragstellern Ü 50 meist schnell und problemlos ... und DANN wirst du mit diesem "DRV-Geschenk" alleine gelassen ...

Denn den AG dafür musst du selber finden, der bereit ist dich für diese DRV-Zuschüsse einzustellen, der muss das dann bei der DRV beantragen und es wird geprüft, ob der Arbeitsplatz dann "leidensgerecht und versicherungspflichtig" ist, ehe der dich gegen diese DRV-Belohnung einstellen darf.

Das haben hier schon einige User durch über die Jahre, DAS ist die Realität von der man dir bei der Beratungsstelle ganz sicher nichts erzählen wird.

In der Regel muss die DRV keinen Cent für diese LTA wirklich bezahlen, aber du wurdest ja beruflich gefördert von der DRV und brauchst vor Allem vorerst noch KEINE EM-Rente ...

Bei der AfA wirst du dann mit allen Bildungs-Wünschen daran erinnert, dass du ja eine LTA von der DRV bewilligt bekommen hast und die AfA für deine berufliche Förderung sowieso gar nicht mehr zuständig ist ...

Die sollen dich natürlich (lt. DRV-LTA-Bescheid) "unterstützen" einen geeigneten AG zu finden aber die haben ja nicht mal anständige Arbeit für gesunde Ü 50 anzubieten ...

Zitat:
P.S. Ich hab jetzt auch ans Elo-Forum gespendet. Nicht, dass hier noch der Eindruck entsteht, dass ich die vielen Infos und Ratschläge für selbstverständlich halte.
Das ist sehr nett von dir, ich spende meine Erfahrungen und meine Zeit, davon habe ich inzwischen genug, unsere (über Jahre) hart erkämpften EM-Renten lassen ansonsten KEINE "Extra-Ausgaben" zu.

MfG Doppeloma
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Alt 21.09.2017, 09:40   #29
BlueMoves
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BlueMoves
Standard AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen





Die "Flexi-Rente" dürfte ohnehin nicht für dich noch gar nicht denkbar sein, das ist auch wieder so eine "Mogelpackung" für einige "Auserwählte" (mit ungestörter und langer Erwerbsbiografie), die es bald gar nicht mehr geben wird.



MfG Doppeloma
Hallo Doppeloma,

das meinte ich aber. Ich bin einer dieser "Auserwählten". Ich habe viel Glück gehabt und konnte mein Hobby zum Beruf machen. Dann habe ich 30 Jahre lang 60 Stunden pro Woche gearbeitet und damit zumindest rein rechnerisch soviel wie jemand, der 45 Jahre 40 Wochenstunden gearbeitet hat.

Nach meinem Verständnis ist es die Hauptaufgabe der DRV, dafür zu sorgen, dass niemand zum "Sozialfall" wird. Diese Sorge möchte ich der DRV nehmen. Die sollen mir einfach sagen, was ich einzahlen soll, um mit 63 in Rente gehen zu können und ansonsten möchte ich gern in Ruhe gelassen werden.

Gleiches gilt für die AfA. Die haben viel Geld von mir bekommen und nie was getan. Ich erinnere mich noch, wie ich vom damaligen "Fachvermittlungsdienst" in Bonn gehört habe "wir melden uns bei Ihnen, wenn wir eine passende Stelle haben". Auf die Meldung warte ich seit 31 Jahren.

Jetzt bin ich aufgrund von ein paar weniger glücklichen Entwicklungen einfach platt und kann und will der AfA kein Theater vorspielen, um an meine Rechte zu kommen. Wegen mir dürfen die ihre Arbeitszeit und Fördermittel gerne für diejenigen verwenden, die sie dringend brauchen.

Vor ein paar Jahren habe ich das noch anders gesehen, aber die REHA hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Burn-Out und Depression sind keine "Modeerscheinungen" und "Ausreden für Drückeberger", sondern Krankheiten, die leider durch die Entwicklungen am Arbeitsmarkt begünstigt werden. Ich war ja selbst viele, viele Jahre überzeugter Kapitalist und habe dieses System unterstützt. Das sehe ich heute zumindest differenzierter.

LG BlueMoves
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Alt 21.09.2017, 10:41   #30
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

Falls Du 35 Jahre zusammenbekommst, kannst Du den Abschlag ausgleichen.
Bei einem GDB ab 50, auch mit 62 Jahren und weniger als 35 Beitragsjahren.

Normalerweise lohnt sich das nicht, aber in der Konstellation Niedrigzinsphase und Abfindung hast Du einen steuerlich relevanten Hebel.

Lohnt sich gerade bei hohen Abfindungen und keinerlei sonstigen Einkünften im Jahr der Veranlagung.

Deutsche Rentenversicherung - Nachzahlung - Rentenminderung ausgleichen
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Alt 03.10.2017, 18:46   #31
Djang
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Djang
Standard AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Herzlich Willkommen und hier wird Dir sicher geholfen.


Bist Du unwiderruflich freigestellt?

Kommst Du in den vergangenen 24 Monaten auf 150 Tage Arbeitsentgelt?

Unwiderrufliche Freistellung und Krankengeld zählen nicht.

Falls nein, freunde Dich schon mal mit erheblich weniger Alg1 an.
Kann sich um dreistellige Beträge pro Monat handeln.

Falls doch, melde Dich sofort arbeitslos, damit Dein Anspruch gesichert wird.
Bin in einer ähnlichen Situation wie der Threadersteller.
Falls nein, freunde Dich schon mal mit erheblich weniger Alg1 an.

Bezieht sich das auf die 150 Tage, oder auf das Wort unwiderruflich?
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Alt 03.10.2017, 19:03   #32
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

Bei einer unwiderruflichen Freistellung wird die Zeit der Freistellung für den Bemessungszeitraum nicht mitgezählt.
RobbiRob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2017, 20:02   #33
BlueMoves
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BlueMoves
Standard AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

So, am 3.1. hab ich endlich mein Blind Date mit der VF.

Über die Details des Aufhebungsvertrages darf ich nicht reden, über gesundheitliche Themen sollte ich mit der VF nicht reden, über Leistungsansprüche aus ALG1 kann die VF nicht reden, weil das nicht zu ihrem Aufgabengebiet gehört.

Dumme Frage, über was redet man bei einem solchen Termin? Wer redet? Wie gibt man sich? Dient der erste Termin rein statistischen Zwecken oder wird da schon wechselseitig geklärt, wie die weitere Zusammenarbeit aussehen soll?

Die AfA erzählt ja immer was von "fördern und fordern". Ich möchte aber grundsätzlich weder gefördert werden noch Forderungen erfüllen. Wie erreicht man dieses Ziel am Wahrscheinlichsten?

Die ALV ist ja keine Versicherung, die man freiwillig abgeschlossen hat, sondern ich wurde vom ersten Tag meines Berufslebens an zu meinem Glück gezwungen.
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Alt 09.12.2017, 02:42   #34
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

Hallo BlueMoves,

Zitat:
So, am 3.1. hab ich endlich mein Blind Date mit der VF.
Ich nehme an du meinst einen ersten Meldetermin mit deiner Arbeitsvermittlung (der Einfachheit halber SB = Sachbearbeiter) genannt, ich hatte etwas Probleme mit deiner "Privat-Abkürzung" (VF ?), meinst wohl "Vermittlungs-Fachkraft" ???

Nicht Jeder hier denkt so "um die Ecke", da bleiben wir mal beim gewohnten ELO-Kürzel SB, wenn es dir Recht ist.

Es sollte auch kein "Blind-Date" sein, zumindest hat ja der Grund der Einladung auch genannt zu werden ... vermute mal man möchte mit dir deine "aktuelle berufliche Situation" erörtern.

Zitat:
Über die Details des Aufhebungsvertrages darf ich nicht reden, über gesundheitliche Themen sollte ich mit der VF nicht reden,
Beides dürfte auch für die geplante Arbeitsvermittlung eher Nebensache sein.
Wenn es gesundheitliche Einschränkungen (bei deiner Vermittlung) zu beachten gibt, muss der ÄD der AfA beauftragt werden herauszufinden, wo da die beruflichen Grenzen zu finden sind.

Dafür fehlt den SB schon das erforderliche Medizinstudium, was auch der Grund dafür ist Gesundheits-Diskussionen beim Vermittler-SB zu unterlassen.

Zitat:
über Leistungsansprüche aus ALG1 kann die VF nicht reden, weil das nicht zu ihrem Aufgabengebiet gehört.
Das siehst du sicher richtig, dafür wäre die Leistungs-Abteilung zuständig, bei der du natürlich zu diesem Zwecke gerne einen Termin vereinbaren kannst.

Zitat:
Dumme Frage, über was redet man bei einem solchen Termin? Wer redet?
Worüber geredet werden soll, steht also schon in deiner Einladung (eher Vorladung), überlasse dem / der SB dir zu sagen was genau besprochen werden soll, sie / er hat dich doch eingeladen ...

Normal muss ja erst mal dein Bewerber-Profil erstellt werden und eine "Potential-Analyse" gemacht werden, damit die AfA -SB überhaupt (ungefähr) wissen, mit wem sie es zu tun haben und wohin man dich (vielleicht) vermitteln könnte.
Auch gesundheitliche Einschränkungen sollten da bereits "angedeutet / umschrieben" werden, damit das mit beachtet werden kann.

Über ALLEM ist § 140 SGB III zu beachten und natürlich falls erforderlich deine gesundheitliche Einsatzfähigkeit erst mal vom ÄD zu überprüfen, damit du nur zumutbare Angebote (VV) bekommen wirst.

Wie weit du da schon gehen willst entscheidest du letztlich selbst, wenn sich das Gespräch in deinem Sinne "entwickelt" kannst du natürlich auch auf die Einschaltung des ÄD (vorerst) verzichten.

Es wäre aber gut, wenn du einen Beistand (§ 13 SGB X) mitnehmen kannst, der diese mündlichen Absprachen dann später auch bestätigen könnte, denn schriftlich wird man dir nicht geben, dass man dich "schonungsvoll" behandeln wird.

Zudem wäre das auch nur an den aktuellen SB "gebunden", der Nächte kann dazu ganz andere Ansichten haben.

Dein Online-Profil (in der AfA-Job-Börse) solltest du nur "anonym" erlauben und KEINE "CallMy-Funktion" gestatten, es ist generell besser wenn die AfA KEINE Telefon-Nummern von dir hat und auch keine Mail-Adressen.

Solltest du das alles schon angegeben haben, kannst du gleich einen Lösch-Auftrag mitnehmen (Zugang auf Kopie bestätigen lassen), damit man das wieder raus nehmen muss aus deiner "Kunden-Akte" ...

Sehr wahrscheinlich wird man dir zur "Bekräftigung des Besprochenen" eine EGV zur Unterschrift vorlegen, die steckst du ganz gelassen zur Prüfung zu Hause ein.

OHNE dich weiter zu äußern ob du die unterschreiben wirst oder nicht, es steht dir natürlich frei, die gleich mal zu lesen und deine Fragen dazu zu stellen ODER auch Änderungs-Vorschläge zu unterbreiten.

Das ist immerhin ein Vertrag (jedenfalls nach deiner Unterschrift) mit dem beide Seiten "zufrieden" sein sollen ...
Dazu kannst du im entsprechenden Foren -Bereich (Eingliederungsvereinbarung) noch viel nachlesen bis dahin ...

Zitat:
Wie gibt man sich?
So wie man ist, möglichst "normal", die SB machen auch nur ihren Job, so wie es von "oben" angewiesen wird, Manche besser und Manche schlechter ...
Das merkst du aber erst wenn du selbst mehr Ahnung von der Materie ALGI hast ...

Zitat:
Dient der erste Termin rein statistischen Zwecken oder wird da schon wechselseitig geklärt, wie die weitere Zusammenarbeit aussehen soll?
Wie schon geschrieben, sollte der Zweck der Einladung erkennbar schon drin stehen ... die Zusammenarbeit wird eher nicht besonders "wechselseitig" sein ...

Zitat:
Die AfA erzählt ja immer was von "fördern und fordern".
Das "erzählen" die nicht, das steht so im Gesetz (SGB III), allerdings eher anders herum ... also erst wird gefordert (überwiegend) und wenn man Glück hat wird (vielleicht) auch gefördert ...

SGB III Arbeitsförderung - SGB III Sozialgesetzbuch

Es wird allerdings gerne auch schnell mal mit sinnfreien Maßnahmen "gefördert", dass du aus der Statistik vorerst verschwunden bist ...
Gerade nach deiner langen Tätigkeits-Abstinenz kommt da so Manches in Frage, was am Jahresanfang die Bedeutung verschiedener Maßnahmeträger wieder bestätigen muss.

Damit die wenigstens weiter Geld an den Arbeitslosen verdienen können.

§§ 45 SGB III Massnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung

Solche Eingliederungsleistungen kann man nur selten "ungestraft" ablehnen ... und sind sehr beliebt (bei den SB) wenn man länger raus ist ...

Dazu kann man auch ohne EGV per separatem Zuweisungs-Bescheid "verdonnert" werden.

Zitat:
Ich möchte aber grundsätzlich weder gefördert werden noch Forderungen erfüllen.
Das solltest du besser für dich behalten, dann hast du keinen Anspruch auf ALGI, wenn du dich der Vermittlung nicht "zur Verfügung stellen willst" ...

Ernsthafte Förderung wird man dir kaum freiwillig anbieten, dafür wäre ja die DRV zuständig.

Zitat:
Wie erreicht man dieses Ziel am Wahrscheinlichsten?
Kommt auf den konkreten SB an und auf dein diplomatisches Geschick dabei, denn einen Anspruch darauf in Ruhe gelassen zu werden, hast du nicht erworben ...

Je mehr du dich offensichtlich sträubst, umso intensiver wird man dich "betreuen und beraten" wollen und durch diverse Sinnlos-Maßnahmen "fördern" wollen, um deine (angeblichen) Vermittlungshemmnisse und (vermeintlichen) "persönlichen Defizite" zu beseitigen...

Lehnst du die Teilnahme / Mitarbeit ab ist dein ALGI durch wenige Sperren sehr bald komplett verbraucht ...

§§ 159 SGB III Ruhen bei Sperrzeit

MfG Doppeloma
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Alt 10.12.2017, 14:04   #35
BlueMoves
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Standard AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

Hallo Doppeloma,

vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Zitat:
Nicht Jeder hier denkt so "um die Ecke"
Yep, da sehe ich auch ein Problem. Ich nehme viele Dinge anders wahr und denke anders als die meisten meiner Mitmenschen. Für Börsenspekulationen ist das vorteilhaft, für diplomatische Gespräche mit Menschen, von denen ich etwas will, eher mal nicht

Ich bin von der AU übergangslos in die Freistellung gegangen. Könnte die SB bzw. die Leistungsabteilung deswegen vermuten, dass ich weiterhin BU bin und keinen Anspruch auf ALG1 habe? Oder ist das auch wieder zu sehr um die Ecke gedacht und geht die AfA grundsätzlich erstmal davon aus, dass jemand gesund ist, solange er nicht selbst mit einer AU-Bescheinigung kommt?

Zitat:
Normal muss ja erst mal dein Bewerber-Profil erstellt werden und eine "Potential-Analyse" gemacht werden, damit die AfA -SB überhaupt (ungefähr) wissen, mit wem sie es zu tun haben und wohin man dich (vielleicht) vermitteln könnte.
Du hast völlig recht. Ich denke viel zu weit voraus. Also werde ich mich zum Antrittstermin professionell mit Nadelstreifenanzug und Aktentasche in Begleitung meiner Frau bei der AfA einfinden und den Worten der SB lauschen.

Was mir gerade noch einfällt: Wie viele Mitarbeiter von Versicherungen habe ich nebenher noch eine "Vermittlungsagentur". Früher habe ich da auch schon mal für Bekannte ne Baufinanzierung vermittelt, aber seit über 10 Jahren mache ich da nichts mehr. Um auch nach dem Ausscheiden aus dem Job meine Mitarbeiterrabatte nicht zu verlieren und im Metro einkaufen zu können, wollte ich die Agentur auf dem Papier weiterlaufen lassen. Muss ich das bei der AfA angeben und kann die mir daraus einen Strick drehen?
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Alt 10.12.2017, 15:20   #36
BlueMoves
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Standard AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

Und als wenn ich nicht schon genug psychische Baustellen hätte, bekam ich jetzt noch Post von der Betriebsrente.

Mir war nicht klar, dass die Rente nur zu 100% ausgezahlt wird, wenn man bis 65 arbeitet bzw. wegen Krankheit ausscheidet. Da ich 9 Jahre früher aufhöre, wird die Rente um gut 20% gekürzt.

Also stehe ich jetzt vor der Entscheidung, ob ich sofort einen BU-Antrag stelle, um dann gegebenenfalls die Betriebsrente sofort und ungekürzt zu erhalten (aber auch keinen Anspruch auf ALG1 zu haben) oder die Kürzung der Betriebsrente (und damit auch eine eventuelle spätere BU-Rente) zu akzeptieren und auf die Karte ALG1 zu setzen.

Diese ganzen wechselseitigen Abhängigkeiten, Unsicherheiten, Fallstricke und Entscheidungen machen mich fertig.
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Alt 10.12.2017, 16:01   #37
RobbiRob
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Standard AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

„dem Verhältnis der Dauer der Betriebszugehörigkeit zu der Zeit vom Beginn der Betriebszugehörigkeit bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung entspricht“

§ 2 BetrAVG Höhe der unverfallbaren Anwartschaft - dejure.org

Beispiel:

Mit 20 im Betrieb angefangen.
Bis 65 wären 45 Jahre Betriebszugehörigkeit.

Mit 56 ausgeschieden, also nach 36 Jahren.

36 tatsächliche Jahre / 45 mögliche Jahre = 0,8
Also 20% Abzug.

Mit Krankheit hat das zunächst nichts zu tun, es geht um das Ausscheiden.

Wenn Du die BU noch vor dem Ausscheiden beantragt hättest, würdest Du keinen Abzug nach dem Schema erhalten.

Ich würde den Antrag vor dem 31.12.2017 einreichen, falls das nicht mit Deinem Aufhebungsvertrag kollidiert!
In der Regel gibt es die Abfindung wegen dem Verlust des Arbeitsplatzes, deshalb genau aufpassen, da gibt es findige Personaler!

Und in der Regel ist bis zum letzten Tag der Beschäftigung der AG der Versicherungsnehmer, der ist also zwingend mit im Boot und muss den Antrag auch unterschreiben.

Geändert von RobbiRob (10.12.2017 um 16:19 Uhr)
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Alt 11.12.2017, 18:47   #38
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Wenn man von einem 20jährigen Bezug der Betriebsrente ausgeht, dann macht die Rentenkürzung mehr als die Hälfte meiner Abfindung aus. Damit sollte das Thema "Sperrzeit wegen überhöhter Abfindungszahlung" hoffentlich endgültig vom Tisch sein.

Menno, in meinem Fall ist das Ganze ja zum Glück nicht "auf Kante genäht", aber ich sollte mal einen Thread zu den ganzen Fallstricken im Ü50-Forum aufmachen.

Ich bin übrigens wirklich komplett naiv In einem anderen Thread habe ich jetzt gesehen, dass so ein Bewerbungscoaching über 2 Monate in Vollzeit geht. Ich dachte ehrlich, da setzt man sich mal 2 Vormittage hin und geht nochmal seinen Lebenslauf und eine Musterbewerbung durch

Gut, dass es dieses Forum gibt. Ich befürchte allerdings, dass ich echt nicht zur Zielgruppe für die AfA gehöre.
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Alt 22.01.2018, 13:52   #39
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RobbiRob hatte mir in einem anderen Thread geschrieben

Zitat:
Wenn in Deiner Kündigung „betriebsbedingt“ steht, dann muss und wird der Ag das so auch in die Arbeitsbescheinigung eintragen.

Dein Anwalt wird Dir auf Nachfrage mitteilen, dass er keine Vergleiche macht, die eine Sperre zur Folge haben.
Verstanden?

Weitere Ausführungen von Deiner Seite sind da weder erforderlich, noch hilfreich.

Die sind zwar auch nicht doof bei der Afa, haben das aber zu akzeptieren, was in der Kündigung und Arbeitsbescheinigung steht.
Jetzt ist das Chaos bei mir komplett. Ich habe keinen Aufhebungsvertrag unterschrieben, sondern einen Abwicklungsvertrag. Wie mir erst jetzt bekannt wurde, ersetzt ein Abwicklungsvertrag keine Kündigung, sondern setzt selbige voraus. Eine Kündigung habe ich aber nie erhalten

In der Arbeitsbescheinigung schreibt der AG jetzt, dass ich eine Kündigung erhalten habe (wer trägt hier die Beweislast?), allerdings erst NACH Unterzeichnung des Abwicklungsvertrages, was so wohl nicht in Ordnung ist.

Im Abwicklungsvertrag steht, dass mir betriebsbedingt gekündigt wurde (DAS hätte mir natürlich auch mal früher auffallen können, aber zu dem Zeitpunkt war ich völlig von der Rolle), in der Arbeitsbescheinigung hat mein AG aber angekreuzt, dass es keine betriebsbedingte Kündigung mit Abfindungsangebot war. Vertragswidrig verhalten habe ich mich aber auch nicht. Was soll denn dann der Grund für die Kündigung gewesen sein?

Wie soll ich denn bei der Sachlage einen ALG-Antrag einreichen? Leistungsberatung erfolgt bei der AfA nur telefonisch. Ich habe zwar mal um Rückruf gebeten (Fehler?), aber was will ich denn mit mündlichen Auskünften?

Um das Maß voll zu machen, wird der AG bei der Auszahlung der Abfindung auch die Fünftelregelung nicht anwenden. Man möchte sich ja nicht selbst untreu werden, oder was?
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Alt 25.01.2018, 17:17   #40
Max555
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Hallo,

ich blicke durch deinen Fall nicht so ganz durch was deine BU angeht. Hast Du die BU schon beantragt? Gibt es irgendwelche ärztlichen Gutachten oder Aussagen, die Dir eine Beantragung der BU (und vermutlich ja auch EM- Rente) erfolgversprechend erscheinen lassen?
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Alt 25.01.2018, 18:30   #41
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Zitat von Max555 Beitrag anzeigen
Hallo,

ich blicke durch deinen Fall nicht so ganz durch was deine BU angeht. Hast Du die BU schon beantragt? Gibt es irgendwelche ärztlichen Gutachten oder Aussagen, die Dir eine Beantragung der BU (und vermutlich ja auch EM- Rente) erfolgversprechend erscheinen lassen?
Ich habe die BU noch nicht beantragt, denn wenn ich zum Zeitpunkt der AL-Meldung bereits BU bin, dann gelte ich laut den geltenden Bestimmungen für die AfA auch als AU und habe deswegen keinen Anspruch auf ALG1.

Laut REHA-Entlassungsbericht war mir nach Abschluss der REHA eine Weiterbeschäftigung bei meinem AG nicht mehr zuzumuten. Ob zwei Jahre später immer noch eine BU vorliegt, sollen die Ärzte entscheiden.
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Alt 25.01.2018, 18:59   #42
Doppeloma
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Frage AW: Aufhebungsvertrag, Abfindung, gefühlt BU, Ehefrau krank, was tun?

Hallo BlueMoves,

Zitat:
Jetzt ist das Chaos bei mir komplett. Ich habe keinen Aufhebungsvertrag unterschrieben, sondern einen Abwicklungsvertrag. Wie mir erst jetzt bekannt wurde, ersetzt ein Abwicklungsvertrag keine Kündigung, sondern setzt selbige voraus. Eine Kündigung habe ich aber nie erhalten
Davon habe ich nun wieder gar keine Ahnung, auch nicht was die Auswirkungen z.B. bei der AfA und im Bezug auf Leistungssperren betrifft.

Zitat:
In der Arbeitsbescheinigung schreibt der AG jetzt, dass ich eine Kündigung erhalten habe (wer trägt hier die Beweislast?), allerdings erst NACH Unterzeichnung des Abwicklungsvertrages, was so wohl nicht in Ordnung ist.
In der Regel der AG, denn den Empfang der AG-Kündigung (die auch klar als solche erkennbar sein muss) bestätigt man ja normal mit seiner Unterschrift.

Da war schon mancher AG auf dem "falschen Dampfer" wenn er meinte mündlich reicht auch oder das über normalen Postweg gemacht hat ohne ein Doppel mit Unterschrift einzufordern.

Du selbst musst doch nicht beweisen können, dass der AG dich (zu wann denn nun genau) schriftlich gekündigt hat und die Schriftform ist dabei zwingend vom Gesetzgeber festgelegt.

Das erfordert auch überhaupt NICHT deine Zustimmung (nur die Kenntnisnahme), daraus darf sich keine Sperre des ALGI ergeben.

Zitat:
Im Abwicklungsvertrag steht, dass mir betriebsbedingt gekündigt wurde (DAS hätte mir natürlich auch mal früher auffallen können, aber zu dem Zeitpunkt war ich völlig von der Rolle), in der Arbeitsbescheinigung hat mein AG aber angekreuzt, dass es keine betriebsbedingte Kündigung mit Abfindungsangebot war. Vertragswidrig verhalten habe ich mich aber auch nicht. Was soll denn dann der Grund für die Kündigung gewesen sein?
Einen "Grund" muss der AG gar nicht angeben für eine reguläre Kündigung (nicht mal für eine fristlose aber die macht eher mal Probleme bei der AfA) unter Einhaltung der Kündigungsfrist, die "betrieblichen Gründe" ergeben sich doch schon aus den anderen Unterlagen.

Hast du das alles schon (in Kopie) bei der AfA vorgelegt, das werden die dann wohl mit deinem AG klären müssen, einen "Abwicklungsvertrag" gibt es (soweit mir bekannt) aber nur wenn Firmen oder Firmenteile "aufgelöst" werden und dadurch (meist viele) Arbeitsplätze wegfalllen werden.

Das ist natürlich eine eindeutig betriebliche Angelegenheit, das machen ja nicht die Angestellten "freiwillig" ...

Zitat:
Wie soll ich denn bei der Sachlage einen ALG-Antrag einreichen?
Ganz normal den Antrag ausfüllen und ALLE Unterlagen (in Kopie) beifügen die du selbst dazu vom AG bekommen hast, dann müssen die sich damit herumschlagen und das (nach meiner Ansicht) notfalls mit dem AG klären.

Zitat:
Leistungsberatung erfolgt bei der AfA nur telefonisch. Ich habe zwar mal um Rückruf gebeten (Fehler?), aber was will ich denn mit mündlichen Auskünften?
Das ist Unsinn, du hast Anspruch auf persönliche Beratung, gerade bei so komplizierter Lage, wie sollst du denn am Telefon diese Unterlagen mit Jemandem sichten und besprechen können ???

Vielleicht solltest du mal freundlich (aber deutlich) über das KRM in Nürnberg nachfragen wer dafür zuständig ist das persönlich mit dir zu besprechen und zu klären, ich denke mal die Leistungs-Abteilung wäre da passend.

Nuernberg.Kundenreaktionsmanagement@arbeitsagentur.de

Die Arbeitsvermittler sind ja dafür (eigentlich) nicht zuständig ...

Einen "Rückruf" auszumachen wird dir dazu auch nicht weiter helfen, die AfA hat Beratungs- und Informations-Gespräche mit dir persönlich zu führen wenn du das verlangst, die Telefon-Nummer braucht man gar nicht anzugeben.

Wenn man dich zum Meldetermin "bittet" kannst du ja auch nicht auf ein Telefonat bestehen, dann sollst du ja auch in deren Büro erscheinen, wirklich was zu besprechen gibt es ja da eher selten was Sinn ergeben würde.

Zitat:
Um das Maß voll zu machen, wird der AG bei der Auszahlung der Abfindung auch die Fünftelregelung nicht anwenden.
Kann ich zwar nicht genau beurteilen aber diese Regelung wird das Finanzamt dann anwenden, wenn die Bedingungen dafür erfüllt sind (bei der nächsten Steuererklärung), ob das bereits der AG machen müsste ist mir nicht bekannt.

Ich bekam zwar keine Abfindung aber eine Urlaubs-Abgeltung, die wurde auch im Folgejahr dann vom Finanzamt anders berücksichtigt und so bekam ich noch eine nette Steuererstattung, weil mein AG zu viel Steuern abgeführt hatte.

Darum würde ich mir also zunächst mal keine Gedanken weiter machen, ist ja besser als wenn du dann was nachzahlen musst, ODER ?

Zitat:
Also stehe ich jetzt vor der Entscheidung, ob ich sofort einen BU-Antrag stelle, um dann gegebenenfalls die Betriebsrente sofort und ungekürzt zu erhalten (aber auch keinen Anspruch auf ALG1 zu haben) oder die Kürzung der Betriebsrente (und damit auch eine eventuelle spätere BU-Rente) zu akzeptieren und auf die Karte ALG1 zu setzen.
Habe jetzt nicht alles noch mal nachgelesen aber zumindest schon davon gehört, dass Betriebsrenten auch gekürzt werden wenn man vorzeitig in Rente geht, meine "Pensions-Versicherung" wurde mir dagegen (planmäßig) mit 60 schon ausgezahlt, ich hätte aber (theoretisch) noch weiter einzahlen können.

Ging aber finanziell schon seit Jahren wegen Krankheit nicht mehr und so habe ich mich dann gefreut das Geld zu bekommen, konnte es gut gebrauchen ... mit der EM-Rente auf Dauer wäre dann auch die Auszahlung erfolgt.

Es ist wirklich schwierig dir dazu was zu raten, du solltest dich bei der AfA durchsetzen und eine persönliche Beratung zm weiteren Vorgehen einfordern.
Was dort dann gesagt wird lass dir bitte auch schriftlich geben.

Stell deinen Antrag auf ALGI und dann hast du einen Bescheid zu bekommen, wird abgelehnt (oder eine Sperre verhängt) hat man das zu begründen, dann wird man weiter sehen und entsprechend reagieren müssen ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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abfindung, aufhebungsvertrag, ehefrau, gefühlt, krank

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