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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 25.11.2009, 14:51   #1
redflower77
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redflower77
Standard Dringend-wie läuft es jetzt beim Arbeitsamt ab?

Hallo,

Ich habe viele Fragen die mich momentan sehr beschäftigen. Ich bin Fremdsprachensekretärin und muss mich arbeitslos melden. Ich war 1 Jahr krank mit einem schweren Rückenproblem. Ich will mich beim Arbeitsamt melden aber nur wieder nach so einem Job suchen den ich schon hatte. Ich habe gehört man muss nur bei ALG2 irgendeinen Job annehmen aber nicht bei ALG1?

1) Was passiert wenn ich mich arbeitslos melde und es in meiner Stadt keine Stellen als Fremdsprachensekretärin gibt?

2) Guckt sich die Arbeitsagentur das für eine Weile an und sagt dann man muss jeden Bürojob annehmen den es in der Stadt überhaupt gibt auch wenn man das nicht gelernt hat?

Ich bekomme dann ziemlich gutes Arbeitslosengeld, da ich einen Job bei einer internationalen Firma hatte. Und möchte natürlich nicht "irgendeinen" Bürojob annehmen wobei sich das auch nicht gut auf meinem Lebenslauf machen würde. Wie läuft das ab?

3) Hat man das Recht nur in seinem Beruf arbeiten zu dürfen?

4) Und hat man das Recht wenn man viel verdient hat wieder ein gewisses "Grundgehalt" haben zu wollen?

5) Wie oft muss man vorsprechen?

6) Was muss man alles beweisen können damit einem geglaubt wird dass man sich bewirbt? Also wie oft muss man sich bewerben? Was wollen die dann sehen?

Bitte nur Leute melden die selbst arbeitslos sind oder (zB von Freunden) wissen wie es wirklich derzeit abläuft. Da ich weiss dass sich die Dinge auch von Jahr zu Jahr ändern können. Sehr dankbar wenn mich hier jemand aufklären würde. :)
redflower77 ist offline  
Alt 25.11.2009, 16:34   #2
xanathar
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xanathar
Standard AW: Dringend-wie läuft es jetzt beim Arbeitsamt ab?

Als ALG-I-Empfängerin bist Du zunächst erst einmal noch in einer relativ komfortablen Situation. Jedenfalls meinen Erfahrungen zufolge sind die Sachbearbeiter da im Rahmen ihrer (sehr bescheidenen) Möglichkeiten wirklich bemüht, Dir bei der Suche nach einer adäquaten Beschäftigung zu helfen. Man geht halt noch nicht davon aus, daß Du sowieso nur ein Schmarotzer bist, den man erst einmal wieder "aktivieren", spricht schikanieren, muß.

Du mußt auf jeden Fall, anders als beim ALG II, nicht pauschal "jede zumutbare", d. h. im Prinzip schlichtweg jede, Arbeit annehmen, sondern kannst, wenn sie z. B. unter einem gewissen Richtwert Deines bisherigen Einkommens liegen, ohne Konsequenzen ablehnen. (Den genauen Wert weiß ich gerade nicht aus dem Kopf, ein Blick ins SGB III hilft hier weiter.) Zumindest meinen Erfahrungen zufolge führt das auch dazu, daß man zunächst keine Call-Center- und Hilfsarbeiter-"Angebote" bekommt, wenn man vorher einen besser bezahlten Job hatte, der auch einen höheren Bildungsabschluß erforderte.

Du wirst zwar eine Eingliederungsvereinbarung mit der Agentur abschließen sollen, aber die fällt weitaus weniger streng aus als bei der ARGE. (Bei mir läuft gerade der befristete Arbeitsvertrag aus, und da ich noch keinen neuen Vertrag vorliegen habe, auch wenn die Zusage besteht, habe ich mich sicherheitshalber arbeitssuchend gemeldet. Meine EGV verlangt von mir nur, daß ich mich weiterhin um Stellen bemühe, ohne irgendwelche genaueren Vorgaben.) Dementsprechend wirst Du, wenn Du Glück hast, gar keine Pflichtbewerbungen schreiben müssen, oder jedenfalls nicht die 20 im Monat, die manch ALG-II-Empfänger aufgebrummt bekommt. Auch wirst Du zumindest zunächst vermutlich wie gesagt von Angeboten verschont bleiben, die nur dem Zweck dienen, Dich sanktionieren zu können oder loszuwerden, wie es beim ALG II üblich ist. Auch die Anzahl der "Einladungen" wird sich während des ALG-I-Bezugs in Grenzen halten, und die Abschiebung in schwachsinnige Maßnahmen ist auch erst mal nicht zu befürchten.

Eine konkrete Prognose ist natürlich schwer zu machen, weil das einmal vom jeweiligen Fall abhängt, und andererseits schlicht auch vom Sachbearbeiter, aber wie Du siehst: Der ganz große Terror bleibt Dir ziemlich sicher erst mal erspart. Du hast übrigens auch noch mehr Optionen als später: Erkundige Dich, wenn es nicht sofort mit einer neuen Stelle klappt, mal nach der Ausstellung eines Vermittlungsgutscheins - auf den haben ALG-I-Empfänger nach einer gewissen Zeit einen Rechtsanspruch (ALG-II-Empfänger hingegen nicht mehr).

Das heißt aber gleichzeitig, daß Du unbedingt versuchen solltest, den Übergang ins ALG II zu vermeiden, ggf. zunächst halt auch mit einer etwas schlechter bezahlten Stelle. Erst dann wird es nämlich richtig "lustig" mit all dem Ärger und den Schikanen, von denen Du hier lesen kannst. Dann immer noch besser einen kleinen Schritt zurück auf der Karriereleiter, als sich der völligen Willkür anderer auszuliefern.

Ich hoffe, das hilft etwas weiter und wünsche Dir viel Erfolg!

PS: Aufpassen solltest Du aber, daß Du Deinen Meldepflichten etc. nachkommst, insbesondere Dich nicht zu spät arbeitslos meldest. Beim ALG I kommt es sonst zu Sperrzeiten, in denen Du das Geld nicht ausgezahlt bekommst, und für die Du dann allenfalls Grundsicherung beantragen kannst, was 1) weniger ist als Du als ALG I bekommst, 2) eine Menge Papierkram bedeutet und Dich 3) in die Fänge derer bringt, die Dich herumschikanieren können, wenn sie wollen.
xanathar ist offline  
Alt 25.11.2009, 17:07   #3
redflower77
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redflower77
Standard AW: Dringend-wie läuft es jetzt beim Arbeitsamt ab?

Hallo,

Danke!

Nehmen wir mal an ich melde mich am Montag arbeitslos. Wird einem dann gleich gesagt wann man wieder kommen muss? Ist es 1x im Monat?

Kann ich dann sagen dass ich wenn ich nichts in D. finde zurück ins Ausland gehe. (Ich habe das Problem dass ich ewig im Ausland war und von dieser Zeit keine Zeugnisse habe, weil die da sowas nicht ausstellen wg Datenschutz)

In meinem gelernten Beruf habe ich schon ewig nicht mehr gearbeitet, da man im Auslands nichts "lernt". Da bin ich dann aufgestiegen. Dann hierher zurück mit einem völlig anderen Beruf, und dann den Job als Fremdsprachensekretärin gefunden. Da 1 Jahr gearbeitet, dann 1 Jahr krank gewesen und nun habe ich 6 Monate Anspruch auf ALG1. Ich habe aber noch einen Restanspruch von 2007, da sie die ganze Zeit vom Ausland mit angerechnet hatten.

Meinen Job habe ich natürlich in der langen Krankheitszeit verloren. Ich bin jetzt fast wieder gesund. Ich möchte aber nur noch in dem Beruf arbeiten und nicht für wenig Geld 40 Std. die Woche als irgendeine Bürokraft arbeiten, weil schon mein Krankengeld und Arbeitslosengeld hoch sind.


Also was ich machen wollte, ich wollte für ein halbes Jahr nach einem Fremdsprachenjob suchen (zum ähnlichen Gehalt) und wenn ich dann nichts finde zurück ins Ausland gehen, weil da finde ich sicher was. Auch wegen meinen perfekten Sprachkenntnissen und weil ich da schon 1 Jahrzent gearbeitet habe.
redflower77 ist offline  
Alt 25.11.2009, 17:52   #4
xanathar
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xanathar
Standard AW: Dringend-wie läuft es jetzt beim Arbeitsamt ab?

Wenn Du Dich arbeitslos meldest, wirst Du vermutlich erst einmal einen Termin bekommen, um Dich bei der Arbeitsvermittlung vorzustellen. (Leistungsfragen und Arbeitsvermittlung machen zwei unterschiedliche Personen.)

Bei diesem Erstgespräch wird man Deine Situation genauer mit Dir besprechen und Du wirst vermutlich auch ein paar Stellenangebote, die Deinen Qualifikationen einigermaßen entsprechen könnten, in die Hand gedrückt bekommen. (Davon würde ich mir allerdings nicht allzu viel versprechen, weil das i. d. R. nur Angebote sind, die man selbst online finden kann und oft passen sie auch nicht wirklich, weil die Arbeitsvermittler selbst gar nicht so richtig Ahnung von dem haben, was man da an Stellen sucht bzw. sehr festgefahrene / realitätsferne Vorstellungen haben. Aber vielleicht machst Du da ja auch bessere Erfahrungen.)

Grundsätzlich wirst Du ziemlich sicher nicht monatlich dahin müssen. Nach dem Erstgespräch ist erst mal Ruhe, irgendwann, spätestens, wenn ALG II ansteht, hast Du dann eine "Einladung" in Deinem Briefkasten. Als ich nach einem Jahr als Mitarbeiter an einer Uni im ALG I war, bin ich in dem halben Jahr nur zweimal dort gewesen, einmal für das Erstgespräch und schließlich auf eigenen Wunsch, weil ich umziehen wollte und vorher noch ein paar Fragen hatte. Bei ALG II wird man da weitaus öfter hinzitiert. Das heißt aber im Umkehrschluß natürlich auch, daß Du nicht mit sonderlich vielen brauchbaren Vermittlungsvorschlägen rechnen solltest. Als ALG-I-Empfänger hat man halt den Vorteil, erst mal noch weitgehend in Frieden gelassen zu werden, aber die neue Stelle muß man in der Regel schon selbst finden.

Insofern noch mal der Tipp mit dem Vermittlungsgutschein. Den bekommst Du nach (soweit ich weiß, nagel mich nicht drauf fest) drei Monaten ALG-I-Bezug ausgestellt, und mit dem kannst Du Dich an private Vermittler wenden, die vermutlich bessere Möglichkeiten haben, auch "anspruchsvollere" Stellen zu finden.

Ins Ausland gehen kannst Du natürlich, wann immer Du willst (solange Du es Dir leisten kannst). Da wird Dir auch sicher keine Behörde Schwierigkeiten machen, denn die sind ja froh, wenn sie Dir kein Geld mehr geben müssen. Unter Umständen kannst Du Dir sogar den Umzug bezuschussen lassen, wenn Du schon eine konkrete Stelle zugesagt bekommen hast. Insofern ist das, wenn für Dich aus privaten Gründen nichts dagegen spricht, jedenfalls sicher eine angenehmere Lösung als ALG II. Denn bei ALG II droht Dir ein dauerhafter "Abstieg", was Deinen Tätigkeitsbereich anbelangt - da bist Du zu so ziemlich jedem Quatsch gezwungen der denen einfällt, und das macht eine Rückkehr in den Bereich, in dem Du arbeiten willst, auf jeden Fall nicht einfacher. Ich bin jedenfalls als Akademiker mit sehr gutem Abschluß heute Postbote - und sehr froh darüber, weil ich nur so vermeiden konnte, für sechs bis sieben Euro die Stunde im Call Center oder am Fließband zu landen, womit ich überhaupt nicht klar gekommen wäre.
xanathar ist offline  
Alt 25.11.2009, 17:57   #5
Mario Nette
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Standard AW: Dringend-wie läuft es jetzt beim Arbeitsamt ab?

Zur Zumutbarkeit: zumutbare und unzumutbare Beschäftigung beim ALG I - allerdings weiß ich nicht, wie alt der Beitrag ist.

Mario Nette
__

Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen, es sind überall dieselben, die uns verpesten.

Ca' canny!

Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm)
Fehlende Tagesstruktur? Quatsch! Ich lebe in Gleitzeit.

Bescheiß das Elend!
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.
Mario Nette ist offline  
Alt 26.11.2009, 00:21   #6
stummelbeinchen
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stummelbeinchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Dringend-wie läuft es jetzt beim Arbeitsamt ab?

Hallo,

auch der ALG1- Bezug ist an Bedingungen geknüpft. Die Wichtigsten stehen im § 119 und § 121 SGB III. Auch im ALG1 bist Du verpflichtet alle Tätigkeiten anzunehmen, die Du physisch und psychisch ausüben kannst. Es gibt keinen Berufsschutz. Da jedoch die Wahrscheinlich im erlernten und ausgeübten Beruf eingestellt zu werden sehr groß ist, wird das auch normalerweise das vorrangige Ziel sein.
Die Einschränkung, die für Dich am Wichtigsten sein könnte (Arbeitsentgelt) findest Du im § 121 Abs. 3.
Es kommt immer darauf an, auf welchem Arbeitsmarkt Du Dich bewirbst. Gibt es für Deine Parameter keine oder nur sehr wenige Stellen ist das normalerweise kein realistisches Ziel. Dann musst Du Deine Parameter ändern (entweder räumlich oder auf alternative Stellen).
Wie oft Du Termine hast und wie die Nachweise erfolgen, besprichst Du im ersten Gespräch mit Deinem Vermittler, das ist sehr individuell.

LG
stummelbeinchen ist offline  
Alt 26.11.2009, 04:12   #7
ethos07
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Standard AW: Dringend-wie läuft es jetzt beim Arbeitsamt ab?

Wichtig war bei mir,dass ich im Erstgespräch klar machen konnte, in welcher Qualifikationsstufe sie mich für ihre (nicht wirklichen) Vermittlungsbemühungen einsortieren sollen. Also ist schon wichtig lückenlos deinen Berufsweg - insbesondere auch mit den ggf. vergangenen Arbeitslos-zeiten - präsent zu haben und so darzustellen, dass deine guten Qaulifikationen zählen.

Sinnvoll könnte für dich die Möglichkeit sein, dass man sein ALG1 problemlos ins Ausland mitnehmen kann - dort aber dann sich den landestypischen Gepflogenheit gegenüber Erwerbslosen zu unterziehen hat. (Keine Ahnung habe ich, ob und ggf. wie eine solche Auflage kontrolliert wird )

Auch überlegen kannst du dir, wenn du keine gute Stelle findest, ob du dich mit dem Existenzgründungsgeld selbständig machen möchtest - dazu benutze mal hier im Forum oder allgemein die Suchfunktion.

Viel Glück!
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Viele Grüße aus Berlin
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Alt 26.11.2009, 04:30   #8
ethos07
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Standard AW: Dringend-wie läuft es jetzt beim Arbeitsamt ab?

geschlöst weil doppelt
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Alt 26.11.2009, 04:35   #9
ethos07
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Standard AW: Dringend-wie läuft es jetzt beim Arbeitsamt ab?

OT @ xanatahr - ich will ja hier nicht den Thread von redflower stören, aber deine Aussage hat mich doch sehr verwundert:

Zitat:
Ich bin jedenfalls als Akademiker mit sehr gutem Abschluß heute Postbote - und sehr froh darüber, weil ich nur so vermeiden konnte, für sechs bis sieben Euro die Stunde im Call Center oder am Fließband zu landen, womit ich überhaupt nicht klar gekommen wäre.
-Hast du nun eine feste Stelle als Postbote?
Bisher habe ich nur immer von Postboten gehört, die zur Weihnachtszeit eingestellt wurden, und dann völlig kaputt irgendwann im Frühjahr diese "tolle Chance" wieder aufgegeben haben.
- und bist du langfrsitig glücklich damit oder suchst du weiterhin in deinem akademischen Feld nach Stellen/Perspektiven?

Ausserdem vermute ich, dass du den zwar gewiss blöden Status als ALG-II-beziehenden einstigen Akademiker doch etwas zu schwarz siehst: viele können sich, je nach ARGE und Vermittler, da schon auch einen Zuschnitt herausbedingen, den sie sicherlich erstmal akzeptabler finden, als sich ggf. als (Hilfshilfs-)Postbote abzuquälen.
Bist du denn bei der guten alten Bundespost oder einem dieser neuen Dienste angestellt oder gar verbeamtet und hast alles Aufstiegschancen, die es dort für Festangestellte gibt?
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Alt 26.11.2009, 17:54   #10
xanathar
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xanathar
Standard AW: Dringend-wie läuft es jetzt beim Arbeitsamt ab?

-Hast du nun eine feste Stelle als Postbote?
Bisher habe ich nur immer von Postboten gehört, die zur Weihnachtszeit eingestellt wurden, und dann völlig kaputt irgendwann im Frühjahr diese "tolle Chance" wieder aufgegeben haben.

Ich bin jetzt 1 1/4 Jahre dabei und bekomme auf jeden Fall einen neuen Vertrag, der mit etwas Glück dann auch ein fester sein wird. Bei uns im Team wimmelt es übrigens nur so von Akademikern mit und ohne Abschluß - BWL, Primarstufe, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft - alles vertreten.

- und bist du langfrsitig glücklich damit oder suchst du weiterhin in deinem akademischen Feld nach Stellen/Perspektiven?

Beides. ;-) Also, ich mache den Job extrem gern, lieber eigentlich als das, was ich dafür an der Uni gemacht habe. Ich suche auch weiter, aber das ist als Sozialwissenschaftler ohne Beziehungen nicht gerade leicht. Und manchmal frage ich mich tatsächlich, ob ich das wirklich noch will, oder mir nicht tatsächlich die Post besser gefällt. Ist halt nur auch eine Frage, was die Zukunft des Jobs angeht...

- Ausserdem vermute ich, dass du den zwar gewiss blöden Status als ALG-II-beziehenden einstigen Akademiker doch etwas zu schwarz siehst: viele können sich, je nach ARGE und Vermittler, da schon auch einen Zuschnitt herausbedingen, den sie sicherlich erstmal akzeptabler finden, als sich ggf. als (Hilfshilfs-)Postbote abzuquälen.

In Münster kann man das vergessen. Da gibt es nur die Alternativen Call-Center, Produktionshelfer (beides mit Vorliebe über Zeitarbeitsfirmen) oder selbst was finden. Hier interessiert das die Leute von der ARGE nicht nur nicht, was man kann und gemacht hat, sondern im Gegenteil wird betont, daß das keine Rolle mehr spielt und man sich davon zu verabschieden hat. Mein SB hat sogar angefangen, Bewerbungen auf Akademiker-Stellen nicht mehr uneingeschränkt mitzuzählen, weil ich mich schließlich auf ALLES zu bewerben hätte und nicht nur Rosinen rauszupicken.

- Bist du denn bei der guten alten Bundespost oder einem dieser neuen Dienste angestellt oder gar verbeamtet und hast alles Aufstiegschancen, die es dort für Festangestellte gibt?

Bei der guten alten, ja. :-) Verbeamtet natürlich nicht mehr, Aufstiegschancen wohl auch erst mal nicht.
xanathar ist offline  
Alt 01.12.2009, 12:45   #11
ryan
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Zitat von redflower77 Beitrag anzeigen
Hallo,

Danke!

Nehmen wir mal an ich melde mich am Montag arbeitslos. Wird einem dann gleich gesagt wann man wieder kommen muss? Ist es 1x im Monat?

Kann ich dann sagen dass ich wenn ich nichts in D. finde zurück ins Ausland gehe. (Ich habe das Problem dass ich ewig im Ausland war und von dieser Zeit keine Zeugnisse habe, weil die da sowas nicht ausstellen wg Datenschutz)

In meinem gelernten Beruf habe ich schon ewig nicht mehr gearbeitet, da man im Auslands nichts "lernt". Da bin ich dann aufgestiegen. Dann hierher zurück mit einem völlig anderen Beruf, und dann den Job als Fremdsprachensekretärin gefunden. Da 1 Jahr gearbeitet, dann 1 Jahr krank gewesen und nun habe ich 6 Monate Anspruch auf ALG1. Ich habe aber noch einen Restanspruch von 2007, da sie die ganze Zeit vom Ausland mit angerechnet hatten.

Meinen Job habe ich natürlich in der langen Krankheitszeit verloren. Ich bin jetzt fast wieder gesund. Ich möchte aber nur noch in dem Beruf arbeiten und nicht für wenig Geld 40 Std. die Woche als irgendeine Bürokraft arbeiten, weil schon mein Krankengeld und Arbeitslosengeld hoch sind.


Also was ich machen wollte, ich wollte für ein halbes Jahr nach einem Fremdsprachenjob suchen (zum ähnlichen Gehalt) und wenn ich dann nichts finde zurück ins Ausland gehen, weil da finde ich sicher was. Auch wegen meinen perfekten Sprachkenntnissen und weil ich da schon 1 Jahrzent gearbeitet habe.


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