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Start > > -> ALG I bei Weiterbildung fortlaufend?

ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 18.07.2006, 18:50   #1
fragender06->Emailproblem
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fragender06
Standard ALG I bei Weiterbildung fortlaufend?

Hallo!

Sachverhalt:

Ich war bis 30.06.2006 erwerbstätig und habe Anspruch auf 180 Tage ALG I. Dies wurde auch von Nürnberg per Post zugesichert und Ende diesen Monats müßte die erste Überweisung vom Arbeitsamt kommen. Ich hatte diese Situation noch nie.
Gleich im Anschluß an meine Tätigkeit bis 30.06. habe ich am 01.07.06 eine Weiterbildung begonnen, die bis Mai 2007 läuft. Mein Anspruch von 180 Tagen endet am 31.12.2006.
Wie wird das nun gehandhabt? Wird mir das ALG I weitergezahlt? Ein Freund meinte das das der Fall sein müsste.
Die Weiterbildung geht genau 11 Monate mit IHK Abschluß. Das ganze wurde auch von der Arbeitsagentur genehmigt und ich habe dafür eine Negativerklärung bekommen (muß mich also nicht dort melden monatlich, wie auch wenn ich nie zuhause bin).
Die Dame der Leistungsabteilung hatte damals irgendwie kein offenes Ohr und erzählte mir was von einer Zahlung des ALG I bis zum Ende der Weiterbildung, dass ich mir aber DANACH (nach der Weiterbildung) keinen neuen Anspruch erarbeitet hätte und nur noch 1 Monate danach (warum auch immer??? es sei gesetzlich so festgelegt), also dann im Juni ALG I bekommen würde und dann garnichts mehr?
Wie denn nun?

Wichtig wäre für mich zu klären:
- muß ich mich im Dezember (oder eher, wenn ja WANN?) bei der Agentur melden und einen neuen Antrag stellen od. geht das automatisch? (ich denke mal sicher nicht?)
- wird mir für die Zeit der Weiterbildung ALG I gezahlt?

Leider sind auch die Kosten für Bahnfahrten teuer, tägl. 160 km, macht im Monat ca. 150 € Bahnkosten. :kratz:

Wäre klasse wenn mir jemand Auskunft geben kann zu dem Sachverhalt.

tschö
fragender06 ist offline  
Alt 18.07.2006, 20:02   #2
gelibeh
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Scheint so hinzukommen, hab dazu hier was gefunden, kannst Du Dir dann ja ausrechnen
http://www.elo-forum.org/forum/ftopic8085.html
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 18.07.2006, 20:11   #3
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fragender06
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Ja, dass stellt ja noch mehr Fragen.

Wenn 2 Tage Weiterbildung (es ist übrigens eine Weiterbildung gefördert vom ESF) das ALG I um je 1 Tag verlängern wären das ja ins (Juni 06 bis Mai 07 = 11 Monate) 5 1/2 Monate zusätzlich ALG I NACH Mai 2007?

Oder rechne ich jetzt vollkommen falsch? :icon_kinn:

Kann nochjemand evlt. aus Erfahrung zu der Thematik etwas sagen?

Bin für jede Auskunft dankbar, ggf. auch Meldefristen wegen einem Verlängerungsantrag (oder Ähnlichem??) wenn bei mir am 31.12.06 der "normale 180 Tage" Anspruch abgelaufen ist.

Tschö
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Alt 18.07.2006, 20:19   #4
gelibeh
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nee, ich denke Du rechnest falsch
Weiterbildung 11Monate a 30Tage sind 330Tage/2=165Tage.
Anspruch 180Tage-165 Tage
Rest 15Tage.
So würde ich rechnen, aber vielleicht weiß noch jemand mehr.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 18.07.2006, 20:34   #5
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fragender06
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Hä? Dann würde ich ja wenn die Weiterbildung doppelt so lang gehen würde schon im November keinen Anspruch mehr?

ich bin total verwirrt
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Alt 02.08.2006, 15:49   #6
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fragender06
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Ich muß das Thema nochmal hochziehen,
heute bekam ich (nach Anfrage) folgende E-Mail meiner Berufsberaterin, die ich nun überhaupt nicht nachvollziehen kann.


ESF-Lehrgang

Hallo Herr ***,

bezüglich Ihrer Anfrage vom **.**.2006 teile ich Ihnen mit, dass die Zahlung des Arbeitslosengeldes der Agentur für Arbeit nur bis 30.12.2006 erfolgt. Dann ist Ihr Anspruch, den Sie sich aufgrund Ihrer Erwerbstätigkeit erarbeitet haben, verbraucht. Da dieser Anspruch nichts mit Ihrem Lehrgang zu tun hat, kann auch keine Verlängerung erfolgen. Bitte wenden Sie sich zur Klärung der weiteren finanziellen Unterstützung an den Bildungsträger, bei dem Sie den Lehrgang absolvieren.

Mit freundlichen Grüßen
***



Ähm, das AA hat meinen Weiterbildungsantrag mittels Negativerklärung bewilligt. Von was soll ich bitte das halbe Jahr leben?

Meines Erachtens handelt es sich bei mir um das sognannte "Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung".
Wie oben schon verlinkt gab es Ähnliches hier schon einmal:
http://www.elo-forum.org/forum/ftopic8085.html

Nun habe ich in mein Merkblatt für Arbeitslose (Kapitel 5 - Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung) geschaut, dort steht wörtlich:
(in Klammern meine Bermerkungen)

Wenn die Teilnahme an einer Weiterbildung für Ihre berufliche Eingliederung notwendig ist (ja), erhalten Sie von Ihrer Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein (Benötige ich den noch, wo bekomme ich diesen. Mir wurde eine Negativerklärung ausgestellt und die Weiterbildung von der Agentur genehmigt). Mit diesem Bildungsgutschein werden die Kosten für die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung übernommen, vorausgesetzt, die ausgewählte Maßnahme sowie der Träger (ESF - Europäischer Sozialfonds / Akademie für Wirtschaft und Verwaltung) der Weiterbildung sind für die Weiterbildungsförderung zugelassen.
Für die Zeit einer von der Agentur für Arbeit geförderten Weiterbildung wird das Arbeitslosengeld weiter gezahlt.
Die Regelungen für das Arbeitslosengeld gelten unverändert während der Weiterbildung.


Ich seh nicht mehr durch und hoffe ein Sachverständiger kann mir Auskunft geben. Langsam regt mich das alles ein wenig auf. :?:
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Alt 02.08.2006, 15:59   #7
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fragender06
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Habe eben noch folgendes gefunden, dies trifft ja nun voll auf mich zu, oder?

http://www.arbeitsamt-wissen.info/ar...ld-studium.htm

Im Unteren Teil dieses Textes steht folgendens:

Eine weitere sehr wichtige Voraussetzung, die bei einer nicht geförderten Maßnahme vorliegen muss, ist der Vorrang der Vermittlung des Arbeitsuchenden gegenüber einer weiteren Teilnahme an der Bildungsmaßnahme. Der Bildungsträger oder die Schule hat vorab schriftlich zu bestätigen, dass ein Abbruch der Maßnahme jederzeit gewährleistet ist.

Diese schrifltich Bestätigung meines Bildungsträgers/Schule liegt der Arbeitsagentur vor!!!!
fragender06 ist offline  
Alt 02.08.2006, 21:28   #8
Mambo
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Standard § 128 SGB III Minderung der Anspruchsdauer

§ 128 SGB III Minderung der Anspruchsdauer
(1) Die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld mindert sich um
...
8. jeweils einen Tag für jeweils zwei Tage, für die ein Anspruch auf Unterhaltsgeld erfüllt worden ist.

Heißt 1 Weiterbildungstag mindert den noch bestehenden ALG-Anspruch um einen halben Tag.

Ausgenommen, es besteht nur noch ein ALG-Anspruch auf 30 Tage und weniger .
 
Alt 02.08.2006, 21:40   #9
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fragender06
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Bedeutet das, dass mir 3 Monate länger ALG gezahlt werden können oder das ich nach der Weiterbildung noch einen Restanspruch habe?

Es geht mir darum zu wissen, ob ich für die Dauer der Weiterbildung finanziell abgesichert bin, danach möchte ich ja wieder arbeiten.
fragender06 ist offline  
Alt 02.08.2006, 21:47   #10
Barney
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Gefunden auf der Seite der BA:

Zitat:
Unterhaltsgeld wird durch Arbeitslosengeld ersetzt

Arbeitslosengeld I und Unterhaltsgeld werden zu einer einheitlichen Versicherungsleistung "Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit und bei beruflicher Weiterbildung" zusammengefasst. Möchte man ab 01. Januar 2005 eine Weiterbildung beginnen, muss man einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben. Es bleibt bei der bislang schon geltenden Minderung der Anspruchsdauer um jeweils einen Tag Arbeitslosengeldanspruch für jeweils zwei Tage der Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung.
http://www.arbeitsagentur.de/vam/vam...&ls=false&ut=0
 
Alt 02.08.2006, 22:52   #11
Mambo
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Unterhaltsgeld

§ 153 SGB III
Voraussetzungen

Arbeitnehmer können bei Teilnahme an einer für die Weiterbildungsförderung anerkannten Vollzeitmaßnahme ein Unterhaltsgeld erhalten, wenn sie die allgemeinen Förderungsvoraussetzungen für die Förderung der beruflichen Weiterbildung einschließlich der Vorbeschäftigungszeit erfüllen.

Unterhaltsgeld in Höhe des ALG I wird für die gesamte Dauer der Weiterbildung gezahlt.


Unterhaltsgeld mindert den Anspruch auf Arbeitslosengeld

Der Bezug von Unterhaltsgeld führt bei der anschließenden Wiederantragstellung für Arbeitslosengeld zur Minderung der Anspruchsdauer vom Arbeitslosengeld. Diese Regelung tritt selbstverständlich nur für den Personenkreis ein, der unmittelbar vor der Umschulungs- oder Fortbildungsmaßnahme zuletzt Arbeitslosengeld bezogen haben.

bei der Wiederbewilligung des Arbeitslosengeldes wird die Hälfte der Tage des Unterhaltsbezuges von der Restanspruchsdauer des Arbeitslosengeldes gemindert. Die Minderung der Anspruchsdauer darf 30 Tage nicht unterschreiten. Demzufolge unterbleibt eine Minderung bei den Arbeitslosen, die nur noch 30 Tage oder weniger, einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben.

1. Beispiel: Arbeitslosengeldbezug bis zum 30.06.03 mit einer Restanspruchsdauer von 300 Tagen
Unterhaltsgeld vom 01.07.03 bis 31.12.03 (184 Tage)
die Hälfte von 184 Tagen entspricht 92 Tage
Damit wird ab dem 01.01.04 nur noch ein Arbeitslosengeld von 208 Tagen bewilligt

2. Beispiel: Arbeitslosengeld bis zum 30.06.03 mit einer Restanspruchsdauer von 60 Tagen
Unterhaltsgeld vom 01.07.03 bis 31.12.03 (184 Tage)
die Hälfte von 184 Tagen entspricht 92 Tage
Damit wird ab dem 01.01.04 nur noch ein Arbeitslosengeld von 30 Tagen bewilligt, da der Restanspruch nicht weniger als 30 gemindert werden darf.

3. Beispiel: Arbeitslosengeld bis zum 30.06.03 mit einer Restanspruchsdauer von 24 Tagen
Unterhaltsgeld vom 01.07.03 bis 31.12.03 (184 Tage)
die Hälfte von 184 Tagen entspricht 92 Tage
Damit wird ab dem 01.01.04 nur noch ein Arbeitslosengeld von 24 Tagen bewilligt, da der Restanspruch bereits unter 30 Tagen ist.

http://www.finanztip.de/recht/sozialrecht/659.htm

180 Tage Alg I-Anspruch (30 Tage pro Monat)

11 Monate Weiterbildung à 30 Tage = 330 Tage
Davon die Hälfte sind 165 Tage.
180 - 165 = 15 Tage Rest.


Es kann sein, dass für die 11 Monate die tatsächlichen Kalendertage gezählt werden. Das weiß ich jetzt nicht.
Nach den Beispielen ist es jedenfalls so.

Die 11 Monate entsprechen dann 335 Tage
Davon die Hälfte = 168 Tage
Rest: 12 Tage.
 
Alt 02.08.2006, 23:18   #12
Mambo
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Standard Zusatz:

Hast Du das mit den Fahrtkosten nicht im vorab geklärt.
Fahrtkosten müssen beantragt und können übernommen werden.
Was sagt der Träger dazu, übernimmt er vielleicht.
Melden mußt Du dich persönlich am 1. Arbeitstag nach der Weiterbildung.
 
Alt 03.08.2006, 09:59   #13
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fragender06
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@ mambo

Fahrtkosten sind nicht das Problem, sie liegen bei mir bei ca. 155 € im Monat und werden vom Träger (ESF) übernommen.

Zitat:
Melden mußt Du dich persönlich am 1. Arbeitstag nach der Weiterbildung.
DAS IST ES JA GERADE. Ich habe sofort nach meiner letzten Arbeit die Weiterbildung begonnen. Das AA wußte davon und hat mich freigestellt (Negativerklärung).
Mein ALG I Anspruch läuft bis 31.12.06 ABER die Weiterbildung geht bis Ende Mai 2007 bzw. die Prüfungen bis Ende August 2007.
WIE MUß ICH ALSO NUN VERFAHREN DAMIT AUCH WEITERHIN DAS GELD GEZAHLT WIRD? Also ab Januar bis Ende August bis die Prüfungen vorüber sind?
Wo mußt ich WANN WAS beantragen? Denn nachdem was meine Berufsberaterin mir geschickt hat (siehe oben), würde ich angeblich nichts mehr bekommen, nur von irgendwas muß auch ich meinen Unterhalt bezahlen. :kratz:

Wie genau bezieht sich das auf mich?

Zitat:
bei der Wiederbewilligung des Arbeitslosengeldes wird die Hälfte der Tage des Unterhaltsbezuges von der Restanspruchsdauer des Arbeitslosengeldes gemindert. Die Minderung der Anspruchsdauer darf 30 Tage nicht unterschreiten. Demzufolge unterbleibt eine Minderung bei den Arbeitslosen, die nur noch 30 Tage oder weniger, einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben.
Sch**ß Beamtendeutsch :?


@ barney

Danke, also auch darin lese ich raus, dass mein Anspruch auf "Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit und bei beruflicher Weiterbildung" besteht!
fragender06 ist offline  
Alt 03.08.2006, 10:13   #14
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fragender06
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Ich nochmal, habe eben einen ganz wichtigen Punkt im Merkblatt 1 für Arbeitslose gefunden.
-----
Kapitel 5 - Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung
Seite 39
(rot in Klammern wieder meine Bemerkungen)

Wollen Sie an einer Maßnahme der beruflichen Weiterbildung teilnehmen, für die eine Förderung durch Übernahme der Weiterbildungskosten nicht möglich ist (Träger der Kosten hier der ESF, nicht die Agentur f.A.), kann Ihnen für die Zeit der Weiterbildung Arbeitslosengeld weiter gezahlt werden, wenn

- die Agentur für Arbeit der Teilnahme vorher zugestimmt hat,(hat sie!)
- Sie bereit sind, die Maßnahme abzubrechen, sobald eine berufliche Eingliederung in Betracht kommt und (mußte ich schriftlich einreichen und bin ich!)
- Sie mit dem Träger der Maßnahme die Möglichkeit zum jederzeitigen Abbruch vereinbart haben. (habe ich ebenfalls schriftlich bei der Agentur eingereicht)
-----

Somit sind meine Punkte glaube ich erfüllt, was will dann meine Berufsberateriun mit dieser EMail?
fragender06 ist offline  
Alt 04.08.2006, 02:21   #15
Barney
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Sag mal, du mußt doch einen Bescheid - eine Änderung - deines Alg-Bezuges bekommen haben. Da steht doch drin, von wann bis wann du Geld bekommen wirst.

Sowas wird einem doch nicht nur mündlich mitgeteilt.

:?:
 
Alt 04.08.2006, 11:30   #16
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fragender06
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Ich habe einen Bescheid für 180 T bis 31.12.06

Desshalb bin ich ja hier, wo verdammt nochmal kann ich das verlängern. Eiegntlich müßte das ja automatisch passieren.
fragender06 ist offline  
Alt 04.08.2006, 11:41   #17
Barney
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Zitat von fragender06
Ich habe einen Bescheid für 180 T bis 31.12.06

Desshalb bin ich ja hier, wo verdammt nochmal kann ich das verlängern. Eiegntlich müßte das ja automatisch passieren.
Richtig, und deswegen hoffe ich, die vier Wochen für den Widerspruch sind noch nicht um. Dann mußt du ja eine Antwort bekommen.

Mündlich, wie es geschehen ist, zählt sowieso nicht.

Von hier ist es schwierig, dir genau zu sagen, was für dich zutrifft.

Das ist auch von deinem Lehrgang oder was auch immer das ist, abhängig. Deswegen beziehe dich in deinem Widerspruch ganz konkret darauf.

Etwa so: In dem Bescheid vom .... teilen sie mir eine Bezugsdauer meiner Leistungen bis zum 31.12.2006 mit. Hiergegen lege ich Widerspruch mit dem Ziel ein, dass die Bezugsdauer entsprechend der Vorschriften angegeben wird.

Außerdem bitte ich Sie, mir die entsprechenden Vorschriften für Ihre Entscheidung mitzuteilen.

MfG

und fertig

Dann mußt du ja eine "amtliche" Antwort bekommen.
 
Alt 04.08.2006, 15:50   #18
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sammy sammy
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Zitat von fragender06
I
ESF-Lehrgang
Da dieser Anspruch nichts mit Ihrem Lehrgang zu tun hat, kann auch keine Verlängerung erfolgen.
da es sich hier um keine von der agentur nach §77 ff. sgbIII geförderte maßnahme handelt, gibt es hier auch kein alg-w(eiterbildung). ob esf oder vhs-kurs, ihk-zertifizierter lehrgang spielt hier keine rolle. es wurde nur hinsichtlich der verfügbarkeit auf dem arbeitsmarkt gestattet, daran teilzunehmen. deshalb auch die negativerklärung mit der sofortigen abbruchmöglichkeit. deshalb gibt es dann auch keine 30 tage rest-alg nach ende der weiterbildung.

letztendlich hilft eine konkrete und persönliche nachfrage in der leistungsabteilung.

schönen gruß
sammy
sammy ist offline  
Alt 04.08.2006, 18:22   #19
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fragender06
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Ich habe eben den Brief an die Leistungsabteilung meiner Arbeitsagentur abgefeuert.

Vielen Dank @ Barney, ich habe deine Vorschläge verwendet.

@ sammy

drum tritt ja bei mir eigentlich folgendes, wie unten erwähnt, in Kraft...

"Wollen Sie an einer Maßnahme der beruflichen Weiterbildung teilnehmen, für die eine Förderung durch Übernahme der Weiterbildungskosten nicht möglich ist, kann Ihnen für die Zeit der Weiterbildung Arbeitslosengeld weiter gezahlt werden, wenn

- die Agentur für Arbeit der Teilnahme vorher zugestimmt hat,
- Sie bereit sind, die Maßnahme abzubrechen, sobald eine berufliche Eingliederung in Betracht kommt und
- Sie mit dem Träger der Maßnahme die Möglichkeit zum jederzeitigen Abbruch vereinbart haben."
fragender06 ist offline  
Alt 04.08.2006, 18:33   #20
sammy->Emailproblem
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sammy sammy
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hi fragender06,

es geht ja nicht um´s recht haben, sondern darum dass du recht kriegst. ich drücke dir jedenfalls die daumen, dass du dich mit deiner auffassung bei der leistungsabteilung durchsetzt.

lass hören, wie es ausgeht bzw. welche reaktionen auf deinen brief kommen.

schönen gruß
sammy
sammy ist offline  
Alt 04.08.2006, 19:03   #21
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fragender06
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Zitat:
es geht ja nicht um´s recht haben, sondern darum dass du recht kriegst. ich drücke dir jedenfalls die daumen, dass du dich mit deiner auffassung bei der leistungsabteilung durchsetzt.
Du hast vollkommen Recht, ich lege hier alles penibel genau nieder was da jetzt noch kommt. :hug:

Ich will hoffe, denn ich möchte die Weiterbildung auf jeden Fall zuende bringen.
Aber wie gesagt bis Ende August ohne Geld, ist schlecht machbar. Ich wohne zwar noch bei meinen Eltern, aber Auto, Unterhalt und die alltäglichen verfluchten Rechnungen müssen trotzdem gezahlt werden.

Was mache ich im Falle dessen, dass die sich nun immer noch quer stellen?

Ich weiß ich hätte mir das damals gleich schriftlich geben lassen müssen. Aber die von der Leistungsabteilung, bei der ich kurz vor Beginn meiner Weiterbildung noch war, hatte damals klipp und klar gesagt, dass mir das Geld bis Ende der Weiterbildung gezajlt wird und ich dann einen Restanspruch von 30 Tagen hätte.
Drum dachte ich ja auch man muß dann nochmal wie neu einen Antrag stellen.
Alles verdammt sch**ße! Entschuldigung!

Schönes WE allen
fragender06 ist offline  
Alt 09.08.2006, 18:15   #22
alpha
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alpha Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Mhh.. meiner Ansicht nach wird Dir während der Weiterbildung ganz normal ALG1 bezahlt (solange Du halt Anspruch hast - idR 1 Jahr glaube ich). Dann mußt Du halt H4 beantragen, wenn Anspruch erschöpft ist. Anderes wäre es bei einer von AfA ( o. Rententräger) getragenen Weiterbildung, dann würdest DU UHG bekommen (solange Maßname andauert). So war es zumindest bei mir.
__

- Meine Beiträge im Forum stellen lediglich meine pers. Meinung dar und sind nicht als Rechsberatung oder Fakten ...etc. anzusehen
alpha ist offline  
Alt 10.08.2006, 17:49   #23
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fragender06
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Zcha, mein Anspruch ist normal 1/2 Jahr bis 30.12.06, die Weiterbildung geht aber 1 Jahr (bis Mai 07+3 Monate IHK Prüfungen bis Ende August 07)

Wie ich es in Beitrag #19 schon mal geschrieben habe dachte ich, das auch nicht geförderte Weiterbildungen mit ALG oder ALG bei beruflicher Weiterbildung gefördert werden (siehe Auszug weiter oben)

Noch gabs keine Antwort vom Amt.
fragender06 ist offline  
Alt 12.08.2006, 23:23   #24
fragender06->Emailproblem
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fragender06
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Heute erhielt ich vom Amt einen Brief, in dem stand, dass mein Widerspruch bearbeitet wird, dies allerdings etwas dauern kann.

Na da bin ich mal echt gespannt jetzt.


Welche Möglichkeiten habe ich bei einem negativen Ausgang?

Nochmaligen Widerspruch? Gibt es eine andere Form der Förderung? Übergangsgeld oder sowas in der Art?

Gute Nacht!
fragender06 ist offline  
Alt 09.10.2006, 19:10   #25
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fragender06
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Der Widerspruch wurde abgelehnt. :(

Nun habe ich mit meiner Tante (selbst Arbeitsvermittler in einer anderen AA) darüber unterhalten und sie meinte, als ich ihr meinen Fall neulich genau schilderte, dass man den Widerspruch NICHT an die jeweilige Leistungsabteilung schicken darf, da über Geldmittel und das JA oder NEIN mein Vermittler quasi entscheidet, dass wusste ich leider vorher nicht und habe meinen Widerspruch an meine zuständige Leistungsabteilung geschickt. Ich habe zwar nen 5 Seiten Brief (maschinell) als Antwort bekommen, der beinhaltet aber nur mit einem kurzen Abschnitt am Ende überhaupt den Grund MEINES Widerspruchs. Sonst steht nur drin das ich eben 180 Tage Anspruch habe und das wars usw. usf.!
Nun meinte meine Tante das meine Chancen schlecht stehen, ich aber wenn überhaupt mit meiner Vermittlerin darüber sprechen soll.

Meine Frage nun, wie kann ich argumentieren? Wie kann ich ihr klar machen das ich sonst in der Luft hänge die 5 Monate nächstes Jahr, wenn ich kein ALG oder ALG für berufliche Weiterbildung erhalte.

Hier nochmal die Fakten:
- Weiterbildung (ESF gefördert) zum Bürokaufmann von 07/2006 bis 05/2007.
- ALG 1 bis 30.12.2006
- 21 / keine eigene Wohnung
- ALG 2 Antrag lohnt nicht, da Eltern gut verdienen, sich aber nun scheiden lassen und wir durch Haus etc. dann wohl Schulden haben werden

Sollte absolut kein Durchringen bei einem weiteren Bezug von ALG 1 bestehen, würde ich eine Chance haben ESF-Unterhaltsgeld (345 €/Monat) zu erhalten, da dies nur eine "Kann-" Leistung ist?
Mich macht diese Unwissenheit langsam verrückt.
Jeden Tag steht man sonstewann auf, radelt bei Wind und Wetter zum (nicht nahegelegenen) Bhf, dann 2 h Zug (jeden Tag 160 km) und dann streichen die einen für das Engagement noch komplett das Geld, wo bitte ist da die Relativität?

Ich würde mich über jeden Tipp oder anderweitige Mittel/Wege freuen.

Martin
fragender06 ist offline  
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