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Start > > -> ALG nach Rückkehr aus der Elternzeit...

ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 09.07.2006, 21:27   #1
Zauberfee->Emailproblem
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Zauberfee
Standard ALG nach Rückkehr aus der Elternzeit...

Hallo,
ich habe eigentlich zwei Jahre Elternzeit genommen und muss theoretisch am 17.07.2006 wieder beginnen, wenn mein Arbeitgeber nicht die Niederlassung geschlossen hätte. Dies wurde mir dann netter weise zur Weihnachtsfeier offenbart. Ist eine miese Geschichte, denn er schreckt auch vor Mobbing nicht zurück, die Anwälte streiten sich.

So, nun bin ich zu meiner SB und die teilte mir dann mit, dass mir kein ALG zustünde, DENN ich hätte seit nun mehr als 12 Monaten kein sozialversicherungspflichtiges Einkommen mehr gehabt. Dies läge daran, dass es eine kleine Gesetzesänderung zum 1.1.06 gegeben hätte.

Weiß da jemand vielleicht mehr??

LG Zauberfee
Zauberfee ist offline  
Alt 09.07.2006, 21:53   #2
Arco
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Arco
Standard

... also die Aussage des SB kann richtig sein, da man jetzt innerhalb von 2 Jahren (früher 3 Jahren) mindestens 12 Monate Beiträge in die Arbeitslosenversicherung gezahlt haben muß.

Und in der Elternzeit werden keine Beiträge gezahlt.

Also wäre dann bei Arbeitslosigkeit der Weg zum Alg2 hier evtl. angesagt und möglich.

Allerdings drängt sich hier mir eine andere Frage auf, bist du denn überhaupt ordnungsgemäß gekündigt worden ? ?

Wenn ich mich nicht irre ist eine Kündigung während der Elternzeit doch garnicht möglich.

Und eine Niederlassungsschließung wäre doch evtl. in deinem Fall doch auch nicht kündigungswirksam da du ja theoretisch nach der Elternzeit woanders eingesetzt werden könnte :icon_kinn: :icon_kinn:

Nur mal so eine Überlegung .....
Arco ist offline  
Alt 09.07.2006, 22:20   #3
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Zauberfee
Standard

Klar bin ich in einer besseren Position. Man hat mir freundlicher Weise eine ordentliche Kü. angeboten und auch das Wort Abfindung in den Mund genommen.
*Ironie an* Mein AG wäscht sich sicherlich beim Wort Abfindung den Mund mit Seife aus *Ironie aus*.

Mag ja sein, aber ich bin ja in einem ungekündigtem Arbeitsverhältnis. Gut, ich bins ja selber Schuld, denn ich wollte ja unbedingt eine Familie haben :cry: . Aber mir will nicht in den Kopf, das mein AG, der mit Verlaub ein A... ist, ich dafür bestraft werden kann. ALG II weiß ich nicht, ob ich empfangsberechtigt bin, denn mein Gatte hat (zum Glück) noch Arbeit.
Gibt es hier in NRW dazu Bemessungsgrenzen, ob mir/uns ALG II zusteht?

LG Zauberfee
Zauberfee ist offline  
Alt 09.07.2006, 23:59   #4
Arco
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Arco
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... tut mir leid Zauberfeeeee,

aber jetzt verstehe ich deine Fragen nicht mehr so ganz - könntest du bitte deine Fragen nochmal sortieren :hug:
Arco ist offline  
Alt 10.07.2006, 00:14   #5
Ludwigsburg
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Zitat von Arco
... tut mir leid Zauberfeeeee,

aber jetzt verstehe ich deine Fragen nicht mehr so ganz - könntest du bitte deine Fragen nochmal sortieren :hug:
Die Frage war zuerst, ob es eine Gesetzesänderung gegeben hat, nach der sie keinen ALG I Anspruch hat.

Und die zweite, warum sie "bestraft" wird mit Verlust ihres ALG Anspruches, wenn ihr Chef so einen Mist baut.

Denn ALG II Anspruch wird sie wohl nicht haben... und ALG II ist ja auch ne "Strafe" ... von wegen residenzpflicht usw.

Gruß aus Ludwigsburg
 
Alt 10.07.2006, 00:16   #6
Arco
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:hihi: :hihi: :hug: :knutsch: :hug:
Arco ist offline  
Alt 10.07.2006, 10:18   #7
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Zwergenmama
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Aaaaaaaaaaaaaaaalso... Wenn Du aus der Elternzeit mit einem ungekündigtem Arbeitsvertrag kommst und Dein Betrieb über mind 10 Angestellte verfügt, dann MUß Dein Arbeitgeber dich zurück nehmen. ER MUß!!!
Außerdem bist Du nach der Elternzeit für weitere 3 Monate UNKÜNDBAR !!! So, das ist das eine.

Das andere: Natürlich hast Du Anspruch auf ALG 1, wenn Du in den letzten 12 Monaten vor deiner Erziehungszeit durchgehend gearbeitet hast. Ich könnte gerade :kotz: , wenn ich höre, zu welchen Mafiamethoden da gegriffen wird, um Mütter aus den sozialpflichtigen Jobs zu bekommen. Aber das hat anscheinend Methode :cry:

Ich würde es wie folgt angehen: Du erklärst deinem Arbeitgeber, daß Du nicht gewillt bist, deine Stelle aufzugeben. Kündigen kann er Dir (noch) nicht, im schlimmsten Fall zahlt er kein Gehalt. Wenn dieser Fall eintreten sollte, gehst Du zum Anwalt und mit dem dann zum Arbeitsgericht. Wenn Dein Chef mit Mobbing anfängt, gehst Du ebenfalls zum Gericht und erwirkst eine einstweilige Verfügung gegen ihn. Also liebe Zauberfee- Lass Dich bloß nicht verarschen und mit einer Abfindung abspeisen !!

Wenn Du eine feste Stelle hast, dann nimm diese um Himmels Willen an!! Lass Dich krank schreiben oder, oder, oder... Ich sitze hier nämlich mit Kleinkind, komme auch aus der Elternzeit, mußte meine Stelle aufgeben, weil ich keine Betreuung hatte und habe nunmehr KEINE Chancen auf eine neue Arbeitsstelle.
Zwergenmama ist offline  
Alt 18.07.2006, 13:30   #8
Zauberfee->Emailproblem
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Zauberfee
Standard Neuigkeiten...

So, hatte gestern meinen ersten Arbeitstag, der genau 15 Minuten gedauert hat. Denn, wie nicht anders zu erwarten war, bekam ich meine "fristgerechte Kündigung" und Freistellung bis auf weiteres.

Jetzt zum eigentlichen Ärgernis. Denn es ist tatsächslich so, dass diejenigen Mütter/Väter, die sich erdreistet haben und sich länger als 12 Monate Erziehungsurlaub genommen haben und somit mehr als 12 Monate kein sozialversicherungspflichtiges Einkommen hatten und der AG sie dann Kündigt (aus welchen Gründen auch immer), hat man KEINEN Anspruch auf ALG!!
Mein Anwalt war auch sehr verwundert, aber das ist eben die Politik, die das so klamm heimlich auf den Weg bringt, um sich mit anderen großen Dingen zu profilieren! Na dann, Armes Deutschland!
Zauberfee ist offline  
Alt 18.07.2006, 14:56   #9
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Quirie
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Dein Anwalt soll sich nicht wundern, der soll was tun.

Da die Regelung völlig neu ist, kann es noch keine Entscheidung dazu geben.

Deshalb würde ich den Antrag stellen, um einen rechtsmittelfähigen Bescheid zu bekommen.

Und die Gerichte entscheiden lassen, ob da nicht möglicherweise ein Fehler in der Gesetzgebung liegt, wenn die Elternzeit angerechnet wird.

Ich gucke mal, ob ich da was finde. :)
__

Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht zurück, um zu sehen.
(Verf.unbekannt, Realitätsgehalt 100 %)

- Keine Rechtsberatung, die ist Sache der Rechtsanwälte-
Quirie ist offline  
Alt 18.07.2006, 17:35   #10
Arco
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Arco
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... @ Zauberfee

eine Verständnisfrage zu der fristgerechten Kündigung die du erhalten hast ...

welche Kündigungsfrist wurde dann genommen

.... 3 Monate oder ? ? ?
Arco ist offline  
Alt 18.07.2006, 18:22   #11
Cha
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Cha Cha Cha Cha Cha
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Nach § 26 Abs 2a SGB III gehört die Erziehungszeit unter bestimmten Voraussetzungen zu den Versicherungszeiten und zählt damit zur Anwartschaftszeit.

Diese Rechtslage hat sich nach meinen bescheidenen Kenntnissen auch im Jahr 2006 nicht geändert.

Es ist möglich, dass die Personen in den Anmeldestellen keine ausreichenden Kenntnisse haben, daher halte ich es für sinnvoll, die Sache beim zuständigen SB/Leistungsberater/Teamleiter konkret nochmal nachzufragen.

Viele Grüsse

Cha
Cha ist offline  
Alt 18.07.2006, 21:58   #12
Arco
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Arco
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Zitat von Cha
Nach § 26 Abs 2a SGB III gehört die Erziehungszeit unter bestimmten Voraussetzungen zu den Versicherungszeiten und zählt damit zur Anwartschaftszeit.

Diese Rechtslage hat sich nach meinen bescheidenen Kenntnissen auch im Jahr 2006 nicht geändert.

Es ist möglich, dass die Personen in den Anmeldestellen keine ausreichenden Kenntnisse haben, daher halte ich es für sinnvoll, die Sache beim zuständigen SB/Leistungsberater/Teamleiter konkret nochmal nachzufragen.

Viele Grüsse

Cha

.... dazu folgende Ergänzung zum Bleistift:


Zitat:
Arbeitslosigkeit nach der Eltern- oder Erziehungszeit - Welche voraussetzungen müssen vorliegen?

Viele Arbeitnehmer haben nach dem Ende der Elternzeit, früher Erziehungszeit, nicht die Möglichkeit, die frühere Beschäftigung vor Beginn der Eltern- oder Erziehungszeit aufzunehmen, weil sich die Arbeitszeit mit der Betreuung der Kinder nicht vereinbaren lässt. In den meisten Fällen, kann der Arbeitgeber keinen angemessenen Ersatzarbeitplatz mit entsprechender Verkürzung oder Verteilung der Arbeitszeit anbieten, so dass eine Betreuung des Kindes sichergestellt wäre. Demnach bleibt in diesem Fall nur die Kündigung.


Bevor es zur Kündigung kommt, sollte geklärt werden, inwieweit die Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld erfüllt sind.


Für alle Erziehungszeiten vor dem 01.01.2003 gilt, dass diese Zeiten nicht versicherungspflichtig sind. Lediglich eine Fristverlängerung wird damit erwirkt. Um einen Anspruch auf Arbeitslosengeld zu erfüllen, muss in den letzten drei Jahren vor der Arbeitslosigkeit mindestens 360 Tage versicherungspflichtige Zeit vorliegen. Bei drei Jahren Erziehungszeit vor der Arbeitslosigkeit, wären die Anspruchsvoraussetzungen so nicht mehr erfüllt. Deshalb ist die 3 Jahres Frist um die Erziehungszeit zu verlängern. Ab dem 01.01.2003 sind die Zeiten für die Erziehung eines Kindes bis Vollendung des dritten Lebensjahres versicherungspflichtig, wenn vorher eine versicherungspflichtige Zeit oder ein Bezug einer Lohnersatzleistung des Arbeitsamtes unterbrochen wurde, d.h. eine Elternzeit dient zur Erfüllung eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld. Damit hat nach der Eltern- oder Erziehungszeit ein Anspruch auf Arbeitslosengeld, wer vor dieser Zeit mindestens 360 Tage versicherungspflichtig beschäftigt war oder unmittelbar vorher eine Lohnersatzleistung vom Arbeitsamt bezogen hat und mindestens 360 Tage Elternzeit nach dem 31.12.2002 vorliegt.


Für die Arbeitnehmer, die aufgrund der eingeschränkten Arbeitszeit Ihre Beschäftigung nach der Elternzeit nicht mehr aufnehmen können, gilt es besondere Regeln einzuhalten. In diesen Fällen kommt meist nur eine eigene Kündigung oder ein Aufhebungsvertrag in Frage. Unter diesen Umständen wird durch das Arbeitsamt eine Sperrzeit geprüft, da ein eigene Kündigung oder eine Aufhebungsvertrag ein Sperrzeittatbestand ist. Eine Sperrzeit tritt nicht ein, wenn ein wichtiger Grund für die Kündigung des Arbeitnehmers vorliegt. In diesem Fall wäre der wichtige Grund der fehlende Arbeitsplatz mit der Berücksichtigung der Arbeitszeiteinschränkung. Allerdings ist dieser Grund durch den Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin nachzuweisen. Der Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin sollte deshalb vor dem Schritt zur Kündigung eingehend Alternativen prüfen oder prüfen lassen. Insbesondere sind Gespräche mit dem Arbeitgeber hinsichtlich einer Weiterbeschäftigung unter Maßgabe der Einschränkungen zu führen. Sollten keine Möglichkeiten bestehen eine Weiterbeschäftigung aufgrund der zeitlichen Einschränkung gegeben sein, sollte sich dies unbedingt durch den Arbeitgeber bestätigt werden lassen oder in einem Aufhebungsvertrag aufgeführt sein. Darüber hinaus sollte der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin sich frühzeitig beim Arbeitsamt arbeitssuchend melden, damit ggf. eine Arbeitslosigkeit durch ein neues Beschäftigungsverhältnis vermieden werden kann.
http://www.finanztip.de/recht/sozialrecht/541.98.html

Und in diesem Zusammenhang nochmal die Frage an Zauberfee ! !

Mit welcher Kündigungsfrist wurde dir gekündigt ? ? ?
Arco ist offline  
Alt 18.07.2006, 22:31   #13
Zwergenmama->Emailproblem
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Zwergenmama
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Zauberfee..das stimmt nicht !!!!!!!
Ich war auch zwei Jahre in Elternzeit (2003-2005) und hatte den vollen ALG 1-Anspruch von 12 Monaten! Elterzeit gilt als sozialversicherter Zeitraum und ist Dir anzurechnen!

Der SB hat keine Ahnung, wenn er eine derartige Behauptung in den Raum stellt!!! Hast Du einen schriftlichen Bescheid ?? SOFORT Einspruch erheben. BITTE zur AlleinerziehendenBeratung!! Tu was!! Das dürfen die nicht !!!!

Zwergenmama :kotz:
Zwergenmama ist offline  
Alt 19.07.2006, 13:04   #14
Zauberfee->Emailproblem
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Zauberfee
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Hallo!
Das ist die Sachlage, wenn ich meinen Arbeitsplatz kündigen muss, wegen fehlender Kinderbetreuung. Dies ist aber nicht gegeben, denn mir wird "angeblich" betriebsbedingt gekündigt. Und das stellt nach durchsicht des obigen Threads eine völlig andere Sachlage dar. Möglich wäre aber ein ähnliches Erbebnis. Das muss jetzt aber abgewartet werden.

Ich wurde mit einer 3 Monatigen Frist gekündigt, mit Freistellung bis auf weiteres. Betriebsbedingte Kündigung wird aber von mir auch bestritten, denn es wurden im letzten Halbjahr 2 neue Arbeitskräfte eingestellt :icon_kinn:

Nach meinem Gespräch am Montag zeichnete sich sehr deutlich ab, dass es mit meiner noch-Kollegin zu tun hat, denn sie neigt sehr zum Mobbing. Aber die Frau hat leider gute Ideen, die für die Firma mehr Wert sind, als meine Person. Dass ich meinem Chef die Meinung gesagt habe und er ziemlich dumm geschaut hat, kann man sich vorstellen. 2 Jahre mit kleinem Kind und persönliche positive Entwicklung liegen hinter mir :twisted: . Im Gespräch hatte ich teilweise das Gefühl, dass ich ein Kleinkind vor mir sitzen hatte :hihi:

Ich kann nur eines tun, nämlich zur SBin gehen und ihr die Kündigung mitteilen und einen Antrag stellen. Abwarte und Tee trinken ist dann angesagt...

LG



Zitat von Arco
Zitat von Cha
Nach § 26 Abs 2a SGB III gehört die Erziehungszeit unter bestimmten Voraussetzungen zu den Versicherungszeiten und zählt damit zur Anwartschaftszeit.

Diese Rechtslage hat sich nach meinen bescheidenen Kenntnissen auch im Jahr 2006 nicht geändert.

Es ist möglich, dass die Personen in den Anmeldestellen keine ausreichenden Kenntnisse haben, daher halte ich es für sinnvoll, die Sache beim zuständigen SB/Leistungsberater/Teamleiter konkret nochmal nachzufragen.

Viele Grüsse

Cha

.... dazu folgende Ergänzung zum Bleistift:


Zitat:
Arbeitslosigkeit nach der Eltern- oder Erziehungszeit - Welche voraussetzungen müssen vorliegen?

Viele Arbeitnehmer haben nach dem Ende der Elternzeit, früher Erziehungszeit, nicht die Möglichkeit, die frühere Beschäftigung vor Beginn der Eltern- oder Erziehungszeit aufzunehmen, weil sich die Arbeitszeit mit der Betreuung der Kinder nicht vereinbaren lässt. In den meisten Fällen, kann der Arbeitgeber keinen angemessenen Ersatzarbeitplatz mit entsprechender Verkürzung oder Verteilung der Arbeitszeit anbieten, so dass eine Betreuung des Kindes sichergestellt wäre. Demnach bleibt in diesem Fall nur die Kündigung.


Bevor es zur Kündigung kommt, sollte geklärt werden, inwieweit die Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld erfüllt sind.


Für alle Erziehungszeiten vor dem 01.01.2003 gilt, dass diese Zeiten nicht versicherungspflichtig sind. Lediglich eine Fristverlängerung wird damit erwirkt. Um einen Anspruch auf Arbeitslosengeld zu erfüllen, muss in den letzten drei Jahren vor der Arbeitslosigkeit mindestens 360 Tage versicherungspflichtige Zeit vorliegen. Bei drei Jahren Erziehungszeit vor der Arbeitslosigkeit, wären die Anspruchsvoraussetzungen so nicht mehr erfüllt. Deshalb ist die 3 Jahres Frist um die Erziehungszeit zu verlängern. Ab dem 01.01.2003 sind die Zeiten für die Erziehung eines Kindes bis Vollendung des dritten Lebensjahres versicherungspflichtig, wenn vorher eine versicherungspflichtige Zeit oder ein Bezug einer Lohnersatzleistung des Arbeitsamtes unterbrochen wurde, d.h. eine Elternzeit dient zur Erfüllung eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld. Damit hat nach der Eltern- oder Erziehungszeit ein Anspruch auf Arbeitslosengeld, wer vor dieser Zeit mindestens 360 Tage versicherungspflichtig beschäftigt war oder unmittelbar vorher eine Lohnersatzleistung vom Arbeitsamt bezogen hat und mindestens 360 Tage Elternzeit nach dem 31.12.2002 vorliegt.


Für die Arbeitnehmer, die aufgrund der eingeschränkten Arbeitszeit Ihre Beschäftigung nach der Elternzeit nicht mehr aufnehmen können, gilt es besondere Regeln einzuhalten. In diesen Fällen kommt meist nur eine eigene Kündigung oder ein Aufhebungsvertrag in Frage. Unter diesen Umständen wird durch das Arbeitsamt eine Sperrzeit geprüft, da ein eigene Kündigung oder eine Aufhebungsvertrag ein Sperrzeittatbestand ist. Eine Sperrzeit tritt nicht ein, wenn ein wichtiger Grund für die Kündigung des Arbeitnehmers vorliegt. In diesem Fall wäre der wichtige Grund der fehlende Arbeitsplatz mit der Berücksichtigung der Arbeitszeiteinschränkung. Allerdings ist dieser Grund durch den Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin nachzuweisen. Der Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin sollte deshalb vor dem Schritt zur Kündigung eingehend Alternativen prüfen oder prüfen lassen. Insbesondere sind Gespräche mit dem Arbeitgeber hinsichtlich einer Weiterbeschäftigung unter Maßgabe der Einschränkungen zu führen. Sollten keine Möglichkeiten bestehen eine Weiterbeschäftigung aufgrund der zeitlichen Einschränkung gegeben sein, sollte sich dies unbedingt durch den Arbeitgeber bestätigt werden lassen oder in einem Aufhebungsvertrag aufgeführt sein. Darüber hinaus sollte der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin sich frühzeitig beim Arbeitsamt arbeitssuchend melden, damit ggf. eine Arbeitslosigkeit durch ein neues Beschäftigungsverhältnis vermieden werden kann.
http://www.finanztip.de/recht/sozialrecht/541.98.html

Und in diesem Zusammenhang nochmal die Frage an Zauberfee ! !

Mit welcher Kündigungsfrist wurde dir gekündigt ? ? ?
Zauberfee ist offline  
Alt 19.07.2006, 14:52   #15
Arco
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:!: :!: :!: ja und der Kündigung innerhalb der 3-Wochenfrist eine Kündigungsschutzklage folgen lassen :!: :!: :!:

... denn wenn das so ist wie du schreibst, dann sollte man wenigstens eine Abfindung rausklagen - gelllll :pfeiff: :pfeiff:
Arco ist offline  
Alt 19.07.2006, 22:06   #16
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Da kann ich Dir nur zustimmen!!
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Alt 20.07.2006, 10:40   #17
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Hallo Zauberfee,

sofort beim Arbeitsgericht eine Kündigungsschutzklage einreichen.
Am besten über Anwalt oder Gewerkschaft, wenn kein Mitglied in Gewerkschaft kann das auch persönlich beim Arbeitsgericht gemacht werden.

Schau mal hier nach, da steht es etwas genauer drin:

http://www.advocat24.de/user_files/r...tstipp_kschkla ge.pdf

Viel Erfolg, hoffentlich ist die Frist noch nicht abgelaufen?

Toi, toi toi Wernersen
__

Alle denken nur an sich, nur ich, ich denk an mich.
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Wernersen ist offline  
Alt 20.07.2006, 11:06   #18
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Klage wird derzeit von meinem Advocaten angefertigt und binnen der 3 Wochen Frist dem zuständigen Arbeitsgericht eingereicht.
Denn ohne Federn zu lassen, kommt er mir nicht so ohne weiteres aus dieser Angelegenheit raus :D

LG

PS
Bin zu meinem großen Glück Rechtsschutzversichert :party:
Zauberfee ist offline  
Alt 20.07.2006, 11:26   #19
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@Zauberfee

:daumen: :daumen: :daumen: :daumen:
__

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Wernersen ist offline  
Alt 29.08.2006, 14:27   #20
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Zauberfee
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So, es gibt Neuigkeiten.
Wir hatten also den ersten Gütetermin. Mein Anwalt meint, dass das AG-Oberhausen (Rheinland) nicht so sehr arbeitnehmerfreundlich ist. Düsseldorf wäre wohl um einiges "besser". Da mein Vertrag aber auf den Hauptsitz läuft (Arbeitsort war Düsseldorf), der ist leider in Mülheim, ist der Gerichtsstand somit Mülheim und zuständig ist damit Oberhausen.
Es ist nicht zu einer Regelabfindung gekommen, sondern der Vergleich liegt mit 600 Euro deutlich darunter. Ich behielt mir vor, bis zum 01.09.2006 darüber zu befinden, ob ich den Vergleich annehme oder nicht. Meine Magengrube sagt mir aber deutlich, dass ich meinen Arbeitgeber ärgern sollte, da ich das Gefühl nicht los werde, dass da was gemauschelt wurde.
Ich schätze, ich werde ihn noch ein wenig ärgern und damit muss er die Sache auseinander pusseln :P

LG
Zauberfee ist offline  
Alt 29.08.2006, 14:41   #21
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Es geht hier um Deinen Arbeitsplatz und um deine Zukunft. Da würde ich den Arbeitsgeber nicht so einfach davon kommen lassen und alle mir bekannten Möglichkeiten ausschöpfen. Bei einem Vergleich, der den Verlust des Arbeitsplatzes bedeutet, kann man nicht hoch genug pockern. Wenn Du Prozesskostenbeihilfe bekommst, würde ich auf jeden Fall vor Gericht gehen.
Zwergenmama ist offline  
Alt 29.08.2006, 14:46   #22
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... da kann mann/frau sich nur anschließen


alles Gute und gibs denen ;) ;)
Arco ist offline  
Alt 29.08.2006, 14:48   #23
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PKH (Prozeßkostenhilfe) steht ja gar nicht zur Debatte, bin ja gut versichert. Zudem steht man vor dem Arbeitsgericht vorerst mit den Kosten alleine da, wenn man nicht versichert ist.

Dies ist viel mehr eine Kopf, bzw. eine Bauchsache. Nehm ich den Spatz in der Hand oder versuch ich die Taube auf dem Dach zu bekommen. Denn, wenn die Kündigung durch meinen AG rechtens wäre, bekomme ich nichts, auch keine Abfindung. Das ist eine 50:50 Entscheidung. Die Frage ist, ob ich unbedingt Geld mitnehmen will und keine Streß mehr möchte, oder ihn ärgern will - egal wie die Sache ausgeht.
Mir ist die Kohle eigentlich egal, ich möchte meinen Spaß :x
Denn, ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert :twisted:
Zauberfee ist offline  
Alt 29.08.2006, 17:41   #24
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@Zauberfeee

Mach weiter, bis die Schwarte kracht.
Auch ich hab schon mal einen Ex-Arbeitgeber auf Abfindung und den ganzen Schladderradazz verklagt, ich hab erst nach eineinhalb Monatsgehältern aufgehört zu klagen, da is dem Controller das Lachen aber im Hals stecken geblieben. :lol: :lol:
Wenn Du eh rechtschutzversichert bist, würd ich mir das Vergnügen gönnen und nach Möglichkeit viele Kunden des ehemaligen Arbeitgebers drauf aufmerksam machen, damit die auch wissen, was der fürn ***** mit Ohren ist. :kotz:

LG Wernersen
:daumen: :daumen: :daumen: :daumen:
__

Alle denken nur an sich, nur ich, ich denk an mich.
Alles was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung, Rechtsberatung machen Anwälte, aber nicht ich.
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Alt 29.08.2006, 21:03   #25
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@Wernersen:

:D Mach ich!!!



Noch ein Nachtrag in eigener Sache...
Ich hatte letztens einen Besuch bei meinem SB. Der stellte mir einige Fragen, so zB, wie lange ich arbeiten könnte. Tjaaa, so 20 bis 25 Std. sagte ich dann. Ich würde mich nicht um eine Stunde mehr streiten wollen.
SB meinte, dass danach das ALG berechnet würde, denn Anfahrt und Abfahrt müsse man ja als reelle Arbeitszeit raus rechnen... :icon_kinn:

Weiß dazu jemand mehr? :kratz:
__

LG Zauberfee

Freude an der Arbeit läßt das Werk trefflich geraten. (Aristoteles)
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