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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 08.07.2009, 18:30   #1
Irisanna->Emailproblem
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Irisanna
Standard ALG + Zuweisung in Maßnahme+Vermittlungsgutschein

Hallo ihr Lieben,

ich brauche eine Einschätzung bzw. einen Rat zu folgendem Sachverhalt:

Ein Tischler wird zum 30.4.09 gekündigt (Zeitarbeit, siehe #13 hier: http://www.elo-forum.org/news-diskus...tml#post394464 - Kündigungsschutzklage wurde eingereicht, Güteverhandlung war, Abfindung. War richtig lustig im Gericht! )


So. Er bezieht nun ALG I und sucht Arbeit, Leiharbeit kommt definitiv nicht mehr in Frage. Sein "Kundenbetreuer" der Agentur für Arbeit mag das nicht so recht akzeptieren, aber der Arbeitsuchende hat selbst sowieso kein Auto und ist somit nicht wirklich interessant für den Sklavenhandel Leiharbeit.
Bei dem ersten Besuch seines SB wollte dieser ihm- na klar- direkt eine dreiste EV unterjubeln. Dies hat der Tischler abgelehnt- es folgte Gegrummel in den Bart und- wie nicht anders zu erwarten- störrische Unfreundlichkeit.
Gestern dann hat er ihm folgendes in die Hand gedrückt:
http://img43.imageshack.us/img43/5310/zuweisung1.jpg

http://img44.imageshack.us/img44/8053/zuweisung2.jpg

Er hat das nicht unterschreiben, sondern wollte Bedenkzeit. Also gab der SB ihm das identische Schreiben nochmals, nur ohne "Entwurf" (siehe oben links auf dem Schreiben) und ohne die Empfangsbestätigung- aber wieder mit RB.

Heute hat der Maßnahmeträger den Tischler dann direkt kontaktiert und ihn zu Montag zu sich bestellt.

Dann hat der Tischler noch nach einem Vermittlungsgutschein gefragt- und diesen ausgehändigt bekommen. Ich dachte, es müssen 3 Monate zwischen einer Maßnahme und einem VG liegen- oder irre ich mich??

Die Maßnahme möchte der Tischler nicht machen, da ich selbst lange in einem Bildungsinstitut freiberuflich tätig war und u.a. die sog. Bewerbungstrainings, aber auch Vermittlungsarbeit als Soz.-Päd. geleistet habe. Seine Bewerbungsunterlagen sind top.

Was kann er tun, wie sieht es rechtlich aus?
__

Ein Verbrechen hört dadurch, dass es zum Gesetz erhoben wird, nicht auf, ein Verbrechen zu sein.
(Oskar Loerke, Tagebücher)
Irisanna ist offline  
Alt 08.07.2009, 18:44   #2
Gavroche
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Standard AW: ALG + Zuweisung in Maßnahme+Vermittlungsgutschein

Zitat von Irisanna Beitrag anzeigen
...Dann hat der Tischler noch nach einem Vermittlungsgutschein gefragt- und diesen ausgehändigt bekommen. Ich dachte, es müssen 3 Monate zwischen einer Maßnahme und einem VG liegen- oder irre ich mich??


Alles rund um den Vermittlunsgutschein



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Alt 08.07.2009, 18:53   #3
Irisanna->Emailproblem
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Irisanna
Standard AW: ALG + Zuweisung in Maßnahme+Vermittlungsgutschein

Hallo,

danke. Ich kenne den Text, aber ich meinte irgendwo gelesen zu haben, dass ein VG nicht parallel zu einer Maßnahme laufen darf. Ich suche nochmals.
__

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Alt 08.07.2009, 21:12   #4
kleindieter
 
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kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard AW: ALG + Zuweisung in Maßnahme+Vermittlungsgutschein

Maßnahmeträger
Der ist zu direkten Kontaktaufnahme nicht berechtigt. Einladungen hat dieser überhaupt nicht auszubringen, könnte in Richtung Amtsanmaßung gehen.

Die Zuweisung von ARGE ist auch nur difus. Es fehlt z.B. eine Zeitangabe für Beginn, eine für Ende, Pausenregelung etc. Auch eine Festlegung der "Arbeitstage" innerhalb der Woche wäre wünschenswert.

Eine Firma "Concept gGmbH" gibt es auch nicht. Eine Firmierung mit einem Zusatzbuchstaben vor dem GmbH ist nach HGB unzulässig.
kleindieter ist offline  
Alt 08.07.2009, 21:20   #5
hajoma
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Standard AW: ALG + Zuweisung in Maßnahme+Vermittlungsgutschein

gGmbH heißt nichts anderes wie "gemeinnützige GmbH"
Das hat mit dem HGB nichts zu tun.
Was anderes wäre es bei einr GmbH i.G.
 
Alt 08.07.2009, 21:20   #6
Gavroche
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Standard AW: ALG + Zuweisung in Maßnahme+Vermittlungsgutschein

Zitat von Irisanna Beitrag anzeigen
Hallo,

danke. Ich kenne den Text, aber ich meinte irgendwo gelesen zu haben, dass ein VG nicht parallel zu einer Maßnahme laufen darf. Ich suche nochmals.
Seite 5, ab § 421g.11, Abs. 1 ist nicht was Du suchst?
 
Alt 13.07.2009, 22:30   #7
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Irisanna
Standard AW: ALG + Zuweisung in Maßnahme+Vermittlungsgutschein

Hallo und sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde.

@Gavroche: nein, das war nicht das, was ich suchte- macht aber nix.


So, heute war er beim dem Maßnahmeträger. Dieser hat ihm zuerst einmal empfohlen, umzuziehen.
Nun ja, was mir jedoch (wieder einmal) nicht gefällt, ist der Wisch, den er zur Unterschrift vorgelegt bekommen hat.

Ich scanne ihn mal ein, hier der Link:

http://img233.imageshack.us/img233/5...iserklrung.jpg

Was mir daran nicht gefällt:

Zu Absatz 2:
Was genau sind "notwendige Mitteilungen"- wie umfangreich ist der "erforderliche Umfang"? Wo kann man das nachlesen, was sind die Standards?

Zu Absatz 3:
Wie sieht ein Bericht zur "Beruflichen Entwicklung" aus, was steht da drin? Wie kann man sich beruflich entwickeln, wenn man arbeitsuchend bleibt- zumal bei Arbeitsaufnahme die Maßnahme und somit auch die "Berichterstattung" "in regelmäßigen Abständen" entfällt. Wie sind die "regelmäßigen Abstände"?
"Alle Unterlagen der xxxgGmbH,..., können dabei von mir eingesehen werden." - Nur eingesehen, oder kann ich auch Durchschriften erhalten? Sind Formulare, die der Träger über mich ausfüllt, Unterlageneigentum der AfA (und damit für mich nicht einsehbar) oder des Trägers?

Zu Absatz 4:

"(...) die xxxgGmbH berechtigt ist, vier Monate nach Beschäftigungsaufnahme (...) eine Beschäftigungsbestätigung des Arbeitgebers einzuholen. - Klingt nach nachhaltiger Kontrolle und überschreitet den (zeitlichen) Rahmen der Maßnahme.

Zu Absatz 5:
"(...) ihr (der XXXgGmbH) eineKopie des Arbeitsvertrages zu überlassen." Wozu? Der Träger braucht meinen Arbeitsvertrag nicht, das überschreitet den Datenschutz bzw. das Speichern/Ablegen von Daten.


Darum: Nicht unterschreiben.

Und was passiert dann?

SPERRE?
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Alt 13.07.2009, 22:42   #8
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was ist das für ein träger?
den braucht man nicht anonymisieren, da die selber meist einen internetauftritt haben und somit kein rechteschutz angegriffen wird.

wenn man den träger kennt, dann kann man sicher mehr dazu sagen...

Zitat:
"(...) ihr (der XXXgGmbH) eineKopie des Arbeitsvertrages zu überlassen." Wozu? Der Träger braucht meinen Arbeitsvertrag nicht, das überschreitet den Datenschutz bzw. das Speichern/Ablegen von Daten.
der AV geht den träger wahrlich einen dreck an, der ist relevant für den AG und den AN sonst niemanden, wenn man nicht vor einem AG klagen will.

gruß physicus
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Alt 13.07.2009, 22:47   #9
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Irisanna
Standard AW: ALG + Zuweisung in Maßnahme+Vermittlungsgutschein

Stimmt, das anonymisieren ist Quatsch. Ich hatte den Träger sowieso oben schon erwähnt: concept gGmbH.
Sagt der dir was?

Was passiert, wenn er die Einverständniserklärung nicht unterschreibt?
__

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Alt 14.07.2009, 08:15   #10
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Irisanna
Standard AW: ALG + Zuweisung in Maßnahme+Vermittlungsgutschein

Zitat:
.....
Nun ja, was mir jedoch (wieder einmal) nicht gefällt, ist der Wisch, den er zur Unterschrift vorgelegt bekommen hat.

Ich scanne ihn mal ein, hier der Link:

http://img233.imageshack.us/img233/5...iserklrung.jpg

......

Darum: Nicht unterschreiben.

Und was passiert dann?

SPERRE?
Kann jemand bitte etwas dazu schreiben? Was kann passieren, wenn die Schweigepflichtentbindung unterschreiben wird?

Zur Ergänzung:
Die Maßnahme besteht aus einem Beratungstermin in der Woche. Der Träger will digital Bewerbungen an Firmen verschicken, mit denen er kopperiert- also eigentlich eher ein Arbeitsvermittler.
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Alt 14.07.2009, 08:39   #11
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Zitat:
Was passiert, wenn er die Einverständniserklärung nicht unterschreibt?
wenn er diese nicht unterschreibt, sollte ihm nicht viel passieren denn er wahrt ja damit sein recht, seine daten zu schützen und nicht jedem windbeutel an den hals zu schmeissen.
er wird dann sicher nicht zu vermittlen sein von diesem träger aber was solls, muss der träger durch.
der wird dann die ARGE informieren, da muss man dann abwarten wie die reagieren wird.

sollte die ihn sanktionieren wollen wegen verstoss gegen die mitwirkungspflichten, dann kann man dagegen leicht vorgehen.
es ist ja niemand verpflichtet seine daten offen zu legen, darum gibt es ja den datenschutz und die entbindungsklausel, das ist freiwillig.

gruß physicus

ps. der träger sagt mir persönlich nichts, viell. kannst du mit google etwas über ihn rausfinden.
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Alt 14.07.2009, 08:44   #12
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Zitat:
Die Maßnahme besteht aus einem Beratungstermin in der Woche. Der Träger will digital Bewerbungen an Firmen verschicken, mit denen er kopperiert- also eigentlich eher ein Arbeitsvermittler.
das heist nichts weiter, als das er die daten im netz ordentlich verbreitet und in kürze wohl jeder drüber bescheid weis der internet hat. ^^

der träger schickt die für dich unkontrollierbar an alle möglichen anderen PaV und träger, für die ist er dann der gläserne mensch schlechthin.

ICH würde den murks nicht unterzeichnen....

ich würde warten was dann kommt und mich dann dagegen wehren, wenn es sein muss auch gerichtlich.

gruß physicus
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Alt 14.07.2009, 09:14   #13
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Irisanna
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Hallo und vielen Dank für eure Rückmeldungen!

Er wird den Wisch nicht unterzeichnen, er wird jedoch darauf bestehen, dass er dennoch Termine bei dem Träger hat- womit die Mitwirkungspflicht vorhanden ist. Er kann ihn beraten, er kann ihm auch Firmen nennen, bei denen ers ich bewerben soll.

Gottseidank haben wir in D die Verfassung, die einem jeden Vertragsfreiheit zusichert. Sollte dann mit einer Sperre gedroht werden, würde das für mich geradezu einer Nötigung gleich kommen.

Ich würde zu dem nächsten Termin (kommende Woche Mittwoch) gerne mitgehen- kann der Träger es verbieten, dass ich mich dazu setze?
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Alt 14.07.2009, 09:23   #14
physicus
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Zitat:
Er wird den Wisch nicht unterzeichnen, er wird jedoch darauf bestehen, dass er dennoch Termine bei dem Träger hat- womit die Mitwirkungspflicht vorhanden ist. Er kann ihn beraten, er kann ihm auch Firmen nennen, bei denen ers ich bewerben soll.
richtig so...

Zitat:
Ich würde zu dem nächsten Termin (kommende Woche Mittwoch) gerne mitgehen- kann der Träger es verbieten, dass ich mich dazu setze?
hm das kommt auf den träger an, in welchem verwandschaftl. verhältnis steht ihr zueinander?
wenn es dein mann ist, dann könntest du argumentieren, das ihr keine geheimnisse voreinander habt und du sowieso alles erfährst was besprochen wird.
ich denke aber die werden bockig sein wenn er nicht unterschreiben will, dann wird dir die beiwohnung der sache sicher verbaut.

ein beistandsrecht nach § 13 SGB X gibt es dort glaube ich nicht.

gruß physicus
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Alt 14.07.2009, 09:28   #15
Martin Behrsing
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Maßgeblich ist der § 35 SGB III
hiermal die gängiste Kommentierung (Gagel) zu § 35 SGB III
Zitat:
Der neue Abs 4 trifft nähere Bestimmungen zur Eingliederungsvereinbarung, die nach § 6 zu treffen ist. Sie ist bei Arbeitsuchenden spätestens im Anschluss an die Arbeitslosmeldung, für Ausbildungsuchende erst im Falle fehlender Vermittlung zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres (spätestens bis zum 30. 9. eines Kalenderjahres) zu schließen. Anders als bei Leistungsbeziehern von ALG II bleibt die Weigerung des Abschlusses eine Eingliederungsvereinbarung im SGB III ohne Sanktion (s bereits o Rz 10).
Peters-Lange in Gagel in SGB III, § 35 Rz. 25

Zitat:
Fraglich ist, welchen Rechtscharakter die Eingliederungsvereinbarung hat. In der Gesetzesbegründung (BT-Drucks 14/6944, S 30 f) ist bestimmt, dass sie kein neues Rechtsverhältnis zwischen AA und Arbeitslosen begründet. Damit ist sie nicht gedacht, als rechtlich verbindlicher Rahmen neue Rechte und Pflichten beider Seiten über die durch das Gesetz begründeten beiderseitigen Rechte und Pflichten hinaus zu schaffen. Vielmehr konkretisiert sie lediglich vorhandene Pflichten oder Obliegenheiten, so auf Seiten der Arbeitsagentur die durch § 35 begründete Verpflichtung zum Angebot von Vermittlungsaktivitäten. Im Gesetz wird ferner ausdrücklich hervorgehoben, dass in der Eingliederungsvereinbarung die Eigenbemühungen der Arbeit- oder Ausbildungsuchenden festzulegen sind. Damit schafft die schriftliche Fixierung lediglich eine verbindliche Vorgabe solcher vom Gesetz nicht näher konkretisierten Eigenbemühungen, zugeschnitten auf den jeweiligen Einzelfall. Sie dient damit für den Einzelnen der Rechtsklarheit und -verbindlichkeit und schafft eine sichere Grundlage für Sanktionen, wie der Sperrzeit nach § 144 Abs 1 S 2 Nr 3 wegen fehlender Eigenbemühungen. Es spricht aber keinesfalls alles dafür, die Eingliederungsvereinbarung wegen der rechtlichen Konsequenzen bei Nichteinhaltung der in ihr vorgesehenen Pflichten als öffentlich-rechtlichen Vertrag zu qualifizieren (so Rademacker in Hauck/Noftz, SGB III § 35 Rz 51 mN); wie hier Rixen in Eicher/Spellbrink, SGB II § 15 Rz. 2). Denn auch ohne den Abschluss einer solchen Vereinbarung riskiert der Arbeitslose, der im Leistungsbezug steht, bei fehlendem Nachweis ausreichender Eigenbemühungen eine Sperrzeit (von 2 Wochen, s § 144 Abs 5). Eine darüber hinaus gehende Deutung widerspräche dem erkennbaren Anliegen des Gesetzgebers, mit der Eingliederungsvereinbarung ähnlich einem Reha-Plan die strategischen Schritte im Rahmen der Vermittlungsaktivitäten der Arbeitsagentur verbindlich zu planen und festzuhalten.
Peters-Lange in Gagel in SGB III, § 35 Rz. 27

Zitat:
Auch das Verfahren zum Abschluss der Eingliederungsvereinbarung, wie es der Gesetzgeber vorschreibt, bewegt sich in der Gedankenwelt kooperativen - von Zwangselementen und Gesetzesbindung - befreiten Verwaltungshandelns gegenüber dem Betroffenen: Die Eingliede- rungsvereinbarung wird vom zuständigen Mitarbeiter des Arbeitsamtes und dem Betroffenen gemeinsam erarbeitet. Bei Differenzen über die vorzusehenden Maßnahmen kann der Arbeitslose eine Beratung und eine Entscheidung des Vorgesetzten verlangen. Hierbei kann er zu seiner Unterstützung auch einen Berater seines Vertrauens hinzuziehen. Kann auch bei diesem Einigungsversuch kein Einvernehmen erzielt werden und kommt deshalb eine Eingliederungsvereinbarung nicht zustande, bleibt es dabei, dass das Arbeitsamt Vermittlungsvorschläge unterbreitet und über Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung entscheidet (BT-Drucks 14/6944, S 31). Dies unterscheidet sich auch vom Eingliederungsvertrag für ALG II-Bezieher nach § 15 SGB II, dem das Gesetz die sanktionsbewehrte Verpflichtung zum Abschluss der Eingliederungsvereinbarung auferlegt sowie der Verwaltung bei Scheitern einer Einigung verpflichtet, an dessen Stelle einen Verwaltungsakt zu erlassen (§ 15 Abs 1 S 6, vgl auch § 15 SGB II Rz 46, 109 ff).
Peters-Lange in Gagel in SGB III, § 35 Rz. 29
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Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 14.07.2009, 11:10   #16
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Hallo,

Martin, er hat keine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben- und er bezieht ALG I.

Bedeutet das, was du zitiert hast, dass der Verwaltungsakt der Zuweisung rechtlich nicht korrekt ist?
Soll er Widerspruch dagegen einlegen? (Ein Muster von dir habe ich entdeckt undmir berets rausgezogen.)
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Alt 14.07.2009, 12:16   #17
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Dies sind die Ausführungen für eine EGV nach SGB III (ALG I).
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Alt 14.07.2009, 14:58   #18
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Zitat:
...dass das Arbeitsamt Vermittlungsvorschläge unterbreitet und über Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung entscheidet...
Sorry, abr ich blicke das nicht ganz. Heißt das nun, dass die AfA den Verwaltungsakt ohne Widerspruchsrecht (erscheint nicht in der RB) erlassen darf oder nicht?
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Alt 05.08.2009, 22:10   #19
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MARTIN!!! Jetzt habe ich es endlich geschnallt!!!!

Soooo, da bin ich wieder.

Er hat den Wisch von concept nicht unterschrieben.
Bei dem nächsten Termon bin ich einfach mal mitgegangen und habe nett gefragt, ob ich dabei sein darf- der Träger hatte nix dagegen. Prima, dachte ich, das ist ja nett.
Er war dann etwas "pikiert", weil die Schweigepflichtsentbindung nicht unterschrieben wurde und er sagte, er könne dann wohl nicht mit ihm arbeiten und es gäbedann eine Sperre usw.
Dennoch sind wir freundlich auseinander gegangen. Zudem haben wir darüber gesprochen, dass er evtl. mit seinem Vermittlungsgutschein nochmals auf ihn zukommen würde.

Dann hatte er wieder einen Termin bei der Bundesagentur. Er hat einen neuen, eigentlich ganz putzigen, SB. Ich bin mitgegangen und habe mich als "Beistand" vorgestellt.

Der SB sagte, es gäbe dann wohl eine Sperrzeit, weil die Mitwirkungspflicht nicht erfüllt worden sei. Wir baten dann um ein Gespräch mit der Vorgesetzten. Sie kam und es gab ein grundsätzlich freundliches Gespräch. Ich habe, als "Beistand", auf die Fehler im Vorgehen hingewiesen, auf die Missachtung des Datenschutzgesetzes usw. usw.

Im Ergebnis versprach die Leiterin, dass sie sich darum kümmern werde und eine Sperrzeit nicht eintreten werde.

Die Gute wollte gerne mein "Kärtchen"- was ich nicht herausgeben wollte, ich "darf" ja anonym bleiben nach § 13SGBX.

Ein paar Tage später rief sie an (obwohl der Betroffene ausdrücklich gefordert hat, dass seine nicht relevanten Daten gelöscht werden!!- ich weiß, immer schriftlich machen ... und sagte, dass er weiterhin die Dienste des Vermittlers in Anspruch nehmen könne und den Wisch nicht unterschreiben müsse.
Er hat sich gefreut, denn er hatte die Hoffnung, dass der Träger ihm irgendwie helfen und eine passende Arbeitsstelle finden könne.

Heute hatte er dann wieder einen Termin bei concept- der Knaller kommt:
Er wurde hämisch begrüßt und der Typ überreichte ihm einen Zettel für mich (!), auf dem ein Auszug aus dem StGB über "Amtsanmaßung" zitiert wird. Ich hätte mich bei der Agentur für Arbeit als "Rechtsanwältin" ausgegeben- habe ich aber definitiv nicht. Zudem würde ich mich strafbar machen, wenn ich meinem "Bekannten" rechtliche Ratschläge geben würde. Er hat ihm dann, trotz vorheriger Absprache, dass ZA ausgeschlossen sei, Randstad vorgelegt, dort solle er sich bewerben. Der Tischler sagte dann "Randstad sind doch die größte Verbrecher!" Der Typ hat das auf den Zettel mit der Stelle geschrieben (also wirklich wort-wörtlich "Das sind doch die größten Verbrecher!" und sagte dann: "So, unterschreiben Sie das mal, Herr XXX!"
Er hat dann aus den gelben Seiten im Internet alle Tischlerbetriebe in der Umgebung ausgedruckt und gesagt "So, und da rufen Sie bis zum nächsten Termin überall an!"- als hätte er das nicht längst getan ...

Nachdem der Tischler mich über diesen hässlichen Termin informiert hat, bin ich dort hingefahren. Ich hatte etwas zu klären!
Der Diplomkaufmann hat mich "empfangen"- ich habe ihn darauf hingewiesen, dass ich das im Rahmen von Freundschaft mein Wissen über die SGBs und dir Rechte von Arbeitslosen durchaus teilen darf. Und dass ich als Sozialpädagogin/-arbeiterin rechtskundig bin und beraterisch tätig sein darf- in meinem Job mache ich das täglich- muss ich es täglich machen.
Er hat gesagt, dass er den Tischler garnicht vermitteln will, da er ja "so ein arrogantes Auftreten" habe und er schließlich mit seinem Namen für ihn bürge!

Morgen ist ein Termin bei der AfA. Ich habe mich umfassend weiter informiert und bin "kampfbereit".

Was sagt ihr zu dem hier: Quelle: Zuweisung private Arbeitsvermittlung

In der Zuweisung steht keine Widerspruchsfrist ... also 1 Jahr?
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Alt 06.08.2009, 19:09   #20
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Mh, ist mein Thread irgendwie doof oder so? Mag niemand etwas dazu schreiben?


Ich war heute mit bei der BAfA- es war entsetzlich, schockierend, grauselig.
Vielleicht, weil wir heute einen schreiftlichen Widerspruch eingereicht haben?
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Alt 06.08.2009, 19:21   #21
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Standard AW: ALG + Zuweisung in Maßnahme+Vermittlungsgutschein

Zitat:
In der Zuweisung steht keine Widerspruchsfrist ... also 1 Jahr?
soviel mir bekannt ist, sind widersprüche für verwaltungsakte innerhalb 4 wochen zulässig.
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Alt 06.08.2009, 19:29   #22
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Ja, so kenne ich das auch. Allerding nur dann, wenn auf die Widerspruchsmöglichkeit und die Frist im RB hingewiesen wurde. Darauf wurde jedoch nicht hingewiesen.
Zitat:
Enthält die Zuweisung keine Rechtsbehelfsbelehrung, also den Hinweis, dass er binnen Monatsfrist angefochten werden kann, so macht das die Zuweisung nicht unwirksam. Aber die Rechtsbehelfsfrist verlängert sich dann auf ein Jahr
Quelle: Zuweisung private Arbeitsvermittlung
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Alt 06.08.2009, 19:31   #23
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physicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiert
Standard AW: ALG + Zuweisung in Maßnahme+Vermittlungsgutschein

wenn das gericht es so sieht sollte es wohl stimmen ;)
ich höre oder lese das aber zum ersten mal.
__

JobCenter we have Just Chaos

Meine Beiträge stellen keine Rechtshilfe dar, sondern sind lediglich Erfahrungswerte und meine Meinung, welche ich weiter gebe.
physicus ist offline  
Alt 15.08.2009, 16:51   #24
Irisanna->Emailproblem
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Irisanna
Standard AW: ALG + Zuweisung in Maßnahme+Vermittlungsgutschein

So, es geht weiter.

Den Widerspruch haben wir eingereicht, am 10.8.09 kam die Bestätigung, dass der Widerspruch eingegangen ist, die Bearbeitung jedoch noch Zeit braucht.

Heute dann kam die Sperre:

3 Wochen.

Also ein weiterer Widerspruch .... wer kann mir helfen?
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Ein Verbrechen hört dadurch, dass es zum Gesetz erhoben wird, nicht auf, ein Verbrechen zu sein.
(Oskar Loerke, Tagebücher)
Irisanna ist offline  
Alt 15.08.2009, 17:46   #25
lupe
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lupe lupe
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@ Irisana, ich schreib jetzt eine Menge Text. Lese ihn (auch wenn es schwierig ist), denn ich denke, es lohnt sich...

ehrlich gesagt, ich kenne keine EGV in ALG I. Nur aus ALG II. Und ich, das ist nur meine Meinung halte solch Schriftstücke auch für einen Humbug. Das kommt mir so vor, als wenn die ARGEN und Agentur für Arbeit (könnte man eigentlich auch einstampfen und diese frei gewordenen Gelder an "Arbeitslose" aufteilen) annehmen, ein Arbeitsloser hat nie gearbeitet, ist Faul und hat keinen Bock.

Ich werde mal versuchen, den Spagatt (Gradwanderung) von Deinem "Tischler, den ich nicht kenne" zu mir zu vollziehen. Mit gesundem Menschenverstand.

Ich finde, das habe ich MEINER SB so gesagt, eine EVG, für jemanden, der wie ich 30 Jahre gearbeitet hat, total daneben. Für mich bedeutet alleine schon das Wort einen gewissen Hohn. Ich hatte, habe und bin "eingegliedert".

Zu verdanken ist das ganze Dilemma der SPD und den Grünen, nämlich seit der Agenda 2010. Damals ist man z.B. gegen die Arbeitslosenhilfe, die sich nach dem letzten Nettogehalt errechnet hatte, mit dem Beispiel des Bankmanagers, der 5000€ im Monat an Arbeitslosenhilfe beziehe, wohl keine Lust mehr hätte sich einen neuen Job zu suchen, zu Felde gezogen. In erster Linie war das G.Schröder, der Medienkanzler, der diesen unglaublichen Schwachsinn verbreitete. Der Kanzler (Automann) und Retter von Phillip Holzmann, die dann doch in die Insolventz gingen.

Leider hat sich seit diesen Tagen vieles zum Schlechten verändert. Ich denke mal, diese Damen und Herren der damailgen Regierung waren sich gar nicht bewußt, was sie im Volk angerichet hatten. Na ja, 7 Millionen Hartz IV Empfänger und heruntergerechnete 3,4 Millionen ALG I Empfänger sind ja auch ein Wählerpotenzial.

So, jetzt mal zu Deinem Anliegen...

Diese concept gGmbH Mafia scheint mir da eher unseriös zu sein. Seröse Träger fördern eine Berufliche Weiterbildung durch Know How (um ihn in seinem Beruf weiterzubringen und eine Einstellung zu erzielen) und nicht durch unsinnige Datenübermittlung. Wobei, ich habe diese Erfahrung gemacht, auch diese seriösen Bildungsträger versuchen, sich Erfolge auf die Fahne zu schreiben. Nämlich mittels "Privater Arbeitsvermittlung". Kann man aber umgehen.

Eines aber noch...

Eine EVG muß auch immer ein bestimmtes Ziel definieren, wie der "Probant" wieder in den ersten Arbeitsmarkt zurückfinden soll. Nur sinnlose (Kacke;maßnahmen) muß auch keiner akzeptieren.
lupe ist offline  
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