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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 04.07.2009, 13:01   #1
Roswitha->Emailproblem
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Registriert seit: 04.07.2009
Beiträge: 4
Roswitha
Standard Wie geht es weiter?

Hallo zusammen,

ich bin neu in diesem Forum und habe einige Fragen, die evtl. nicht exakt unter diese Rubrik passen. Vielleicht kann mir aber trotzdem geholfen werden, da ich total verwirrt bin und nichts mehr verstehe.

Ich bin 53 Jahre alt und seit 3 Jahren arbeitsunfähig bzw. laut Gutachten der Arbeitsagentur bis 15 Wochenstunden arbeitsfähig und deshalb nicht vermittelbar. Momentan erhalte ich ALG 1 in voller Höhe (bzw. Übergangsgeld aufgrund Rehamaßnahme) wegen der sog. Nahtlosigkeitsregelung.

Ich habe aktuell meine zweite Rehamaßnahme innerhalb zwei Jahren beendet und wurde als arbeitsunfähig entlassen. Andererseits wurde meine Arbeitsfähigkeit eingestuft mit 3 bis unter 6 Std. täglich. Alleine diesen Widerspruch verstehe ich nicht.

Welche Bezüge stehen mir denn nun eigentlich zukünftig zu? Was muss ich denn beachten bzw. beantragen? Muss ich AU-Bescheinigungen vom Arzt holen und wem bzw. welcher Behörde lege ich diese vor?

Vielen Dank vorab für Eure Antworten.

Grüße
Roswitha
Roswitha ist offline  
Alt 04.07.2009, 13:36   #2
Muci
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Wie geht es weiter?

Zitat von Roswitha Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

Hi Roswitha und herzlich willkommen im Forum,

ich bin neu in diesem Forum und habe einige Fragen, die evtl. nicht exakt unter diese Rubrik passen. Vielleicht kann mir aber trotzdem geholfen werden, da ich total verwirrt bin und nichts mehr verstehe.

Ich bin 53 Jahre alt und seit 3 Jahren arbeitsunfähig bzw. laut Gutachten der Arbeitsagentur bis 15 Wochenstunden arbeitsfähig und deshalb nicht vermittelbar. Momentan erhalte ich ALG 1 in voller Höhe (bzw. Übergangsgeld aufgrund Rehamaßnahme) wegen der sog. Nahtlosigkeitsregelung.

Zum Thema "Nahtlosigkeit" gibt es hier schon sehr viele eingestellte Themen. Einfach mal in "Suche" eingeben. Da gibts Einiges zu lesen

z.B.
http://www.elo-forum.org/schwerbehin...ankengeld.html

http://www.elo-forum.org/schwerbehin...ngs-rente.html

Auch die beigefügten Anlagen in diesen Themen sind recht interessant.


Ich habe aktuell meine zweite Rehamaßnahme innerhalb zwei Jahren beendet und wurde als arbeitsunfähig entlassen. Andererseits wurde meine Arbeitsfähigkeit eingestuft mit 3 bis unter 6 Std. täglich. Alleine diesen Widerspruch verstehe ich nicht.

Es gibt immer unterschiedliche Meinungen, ebenso unterschiedliche Entlassungsberichte, Gutachten oder ärztliche Stellungnahmen.

Welche Bezüge stehen mir denn nun eigentlich zukünftig zu? Was muss ich denn beachten bzw. beantragen? Muss ich AU-Bescheinigungen vom Arzt holen und wem bzw. welcher Behörde lege ich diese vor?

An Deiner Stelle würde ich mich ausführlich bei einem Sozialverband (z.B. VDK oder SoVD) oder einer Gewerkschaft beraten lassen. Man muss hier Mitglied sein. Ist aber kein Problem mit Anmelden. VDK in München kostet z.B. 5 Euro Mitgliedsbeitrag pro Monat, 30 Euro für einen Widerspruch und 40 Euro für eine Klage (so ists zumindest bei mir). Hab aber schon anderes gehört. Also einfach dort anrufen und fragen.

Oben genannte Institutionen können auch rechtlich an Deiner Seite stehen, haben sehr gute Juristen und sind natürlich mit diesen Themen laufend befasst.

Hast Du eine Schwerbehinderung und wie sieht es aus mit einem evtl. Antrag auf Erwerbsminderungsrente?


Solltest Du weiterhin krank geschrieben sein, so kann es Dir passieren, daß die Bundesagentur für Arbeit Dich als nicht vermittelbar ansieht und sie Dir das ALG I einstellen. Schau auch mal hier:
http://www.123recht.net/Arbeitslosengeld futsch? und http://lexetius.com/Urteil Nahtlosigkeitsregelung und http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Nahtlosigkeitsregelung

Nach Widerspruch (am besten durch Sozialverband) bliebe Dir dann im Grunde nur ein Antrag auf ALG II und dort würde man Dich nach einiger Zeit zum Medizinischen Dienst der ARGE laden. Dort würdest Du begutachtet werden und je nach dem, dann entweder in Arbeit vermittelt werden (können) oder aber in die Grundsicherung (Sozialhilfe) abrutschen. (Siehe Anlage "Ziel der gutachterlichen Untersuchung").

Vielen Dank vorab für Eure Antworten.

Grüße
Roswitha
Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung musst Du an die Bundesagentur für Arbeit senden (dort bist Du ja bezüglich ALG 1 gemeldet).

Wie hoch das ALG 1 in Deinem Falle (wegen 3-6 Std. Arbeit) wäre kann ich Dir nicht beantworten, da ich es nicht weiß. Evtl. meldet sich hier noch ein anderer User aus dem Forum. Ansonsten evtl. auch beim Sozialverband nachfragen.

http://www.vdk.de/Landesverbände/Adressen
http://www.vdk.de/Mitglied werden (im Link ganz unten)


LG und alles Gute! Und wenns Fragen gibt, einfach fragen



.
 
Alt 05.07.2009, 12:54   #3
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Roswitha
Standard AW: Wie geht es weiter?

Hallo Muci,

vielen Dank für deine Ausführungen; du hast dir ja wirklich viel Mühe gegeben.

Naja, ich bin sowohl Verdi- als auch VdK-Mitglied, aber was ich gestern bei einem Beratungsgespräch erlebt habe (VdK), das ist schon sensationell. Dieser Mensch ging weder auf meine Fragen ein (vorausgesetzt er ließ mich einmal zu Ende reden), noch ließ er mich den Sachverhalt erklären. Letztendlich habe ich meinen Mann zu dem Gespräch hinzurufen müssen, da mir dieser Kanditat auf mein mehrmaliges Auffordern hin nicht einmal seinen Namen verriet und meine Nerven versagten, woran dieser sich ergötzte. Nachdem mein Mann eingetroffen war, verriet er mir zumindest einmal seinen Namen. Folge: Der Kanditat öffnete die Tür, damit das Gepräch von Wartenden gut mitzuhören war und ich nur Belangloses und nichts Personenbezoges fragen konnte/wollte. Natürlich schreibe ich heute noch eine Beschwerde und meine Fragen in schriftlicher Form.

Die Frage nach dem ALG 1 war dahingehend gestellt, ob dies in voller Höhe weitergezahlt wird oder eben nur die Hälfte, da ich ja anscheinend nur für 3-unter 6 Std./wchtl. arbeiten kann. Das irritiert mich. Parallel dazu müsste doch die Erwerbsminderungsrente hälftig gezahlt werden, vorausgesetzt, die DRV erkennt dies an.

Wenn ich weiterhin AU bin, dann müsste doch wieder (nach Aussteuerung, halbjähriger Pause und 3 Jahren Wartezeit) Krankengeld gezahlt werden. Dies ist jetzt nur eine Vermutung meinerseits.

Ich werde mich nun nach und nach einmal durch verschiedene Hinweise, Paragraphen, Links und Urteile quälen.

Noch einen schönen Sonntag wünscht

Roswitha
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Alt 17.07.2009, 11:52   #4
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Roswitha
Standard AW: Wie geht es weiter?

Hallo Muci,

muss kurz antworten; konnte deine "gesammelten Werke" zum Teil schon einmal durchlesen. Ist sehr viel Informatives dabei.

Allerdings: Herzlichen Glückwunsch zu deiner 100 % EM-Rente!!!

Die hast du dir auch redlich verdient nach so einem langen umfangreichen Kampf.

Das wird mir sicherlich auch bevorstehen. Die Nerven werden dadurch nicht weniger strapaziert!

Viele Grüße
Roswitha
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Alt 07.10.2009, 22:07   #5
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Roswitha
Standard AW: Wie geht es weiter?

Hallo Muci und alle, die diesen Beitrag gelesen haben,

ich kann es einfach nicht fassen: Ich habe - ohne Gutachter oder sonstiges Nervtötendes - die volle Erwerbsminderungsrente genehmigt erhalten. Das erste Mal seit vielen Jahren bin ich wieder so richtig glücklich...

Nun habe ich noch folgende Fragen: Da zwischen Ende meines Bezugs von ALGI und dem Beginn der Zahlungen meiner Erwerbsminderungsrente noch "Freiraum" ist, muss ich diesen Zeitraum wohl mit mir zustehendem Krankengeld überbrücken. Entsteht mir dadurch ein Nachteil bzw. ist auf etwas Besonderes zu achten?

Da mir zusätzlich und parallel zur gesetzlichen Rente eine Betriebsrente zusteht, hätte ich gerne gewusst, wie ich hier vorgehen muss. Klar, dem Betrieb eine Kopie des Rentenbescheids zukommen lassen, aber ist das alles? In welcher Höhe wird denn die Betriebsrente bei voller Erwerbsminderungsrente überhaupt bezahlt?

Wäre über eine Antwort sehr dankbar. Höchstwahrscheinlich werdet Ihr mir allerdings vorschlagen, mich an den VdK zu wenden...

Viele Grüße
Roswitha
Roswitha ist offline  
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