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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 24.01.2009, 22:23   #1
Rose234->Emailproblem
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Registriert seit: 27.08.2008
Beiträge: 5
Rose234
Standard eine frage wegen Abfindung

Hallo zusammen!
Ich habe folgendes Problem:es geht aber nicht um mich,es geht um einen bekannten von mir.

mein Bekannter hat 27jahren bei der Stadt gearbeitet...und wurde gekündigt auf grund zu langer Krankheit.Er hat eine Gerichtliche vereinabarte Abfindung von 12.500Euro bekommen. Er muss jetzt Arbeitslosengeld I beantragen weil sein Krankengeld ausläuft.... und ich wollte jetzt fragen kann die Arge ihn dazu zwingen von den 12.500euro erstmal zuleben und dann kann er erst Arbeitslosengeld I beantragen?Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

LG Rose234
Rose234 ist offline  
Alt 24.01.2009, 23:03   #2
martman->Emailproblem
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Ort: tief unten
Beiträge: 127
martman
Standard AW: eine frage wegen Abfindung

"kann die Arge ihn dazu zwingen von den 12.500euro erstmal zuleben und dann kann er erst Arbeitslosengeld I beantragen?"

nur 12500 teuros für 27 Jahre?super,und das auch noch "gerichtlich"
__

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martman ist offline  
Alt 24.01.2009, 23:07   #3
biddy
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Benutzerbild von biddy
 
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Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: eine frage wegen Abfindung

Ich kenne mich mit Abfindung vor Beantragung von Arbeitslosengeld I nicht aus, habe aber dieses hier beim Googlen gefunden:

*klick* Handbuch Arbeitsrecht: Abfindung und Arbeitslosengeld

Vielleicht hilft's ... ein bisschen ;)
__


biddy ist offline  
Alt 24.01.2009, 23:10   #4
ronk96->Emailproblem
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Ort: Regensburg
Beiträge: 272
ronk96
Standard AW: eine frage wegen Abfindung

Hallo

Alg 2 wird nicht bei der Arge sondern beim Arbeitsamt beantragt und ist eine Versicherungsleistung.
Bis dahin spielt Sein Vermögen meines Wissens noch keine Rolle um Anspruch zu haben.

Gruß ron

Edit. sorry ich meinte Alg 1
ronk96 ist offline  
Alt 24.01.2009, 23:13   #5
Paolo_Pinkel
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Paolo_Pinkel Investor/inPaolo_Pinkel Investor/inPaolo_Pinkel Investor/inPaolo_Pinkel Investor/inPaolo_Pinkel Investor/inPaolo_Pinkel Investor/inPaolo_Pinkel Investor/inPaolo_Pinkel Investor/inPaolo_Pinkel Investor/inPaolo_Pinkel Investor/inPaolo_Pinkel Investor/in
Standard AW: eine frage wegen Abfindung

Zitat von ronk96 Beitrag anzeigen
Hallo

Alg 2 wird nicht bei der Arge sondern beim Arbeitsamt beantragt und ist eine Versicherungsleistung.
Bis dahin spielt Sein Vermögen meines Wissens noch keine Rolle um Anspruch zu haben.

Gruß ron
Hi,

ALG-I = BA
ALG-II = ARGE

Abfindung wird meines Wissens bei ALG-I nicht als anrechenbares Einkommen berücksichtigt, da es sich - wie bereits geschrieben - um eine Versicherungsleistung handelt.

Gruss

Paolo
__

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Paolo_Pinkel ist offline  
Alt 24.01.2009, 23:16   #6
biddy
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Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: eine frage wegen Abfindung

Es kommt auf den Umstand an, wie es zur Kündigung gekommen ist, ob es einen Aufhebungsvertrag gab und einiges mehr.

Siehe unter anderem hier:
Zitat:
Später hat man sich dann vor dem Arbeitsgericht im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung geeinigt und dadurch den Prozess einvernehmlich beendet. Dabei hat man die vom Arbeitgeber zu beachtenden Kündigungsfristen einvernehmlich verkürzt.

Unter solchen Umständen kann es passieren, dass die Abfindung teilweise auf das Arbeitslosengeld angerechnet wird. Ob und wie das geschieht, ist in § 143a SGB III geregelt. Das Grundprinzip dieser Regelung lautet:

Werden Kündigungsfristen gegen Zahlung einer Abfindung "verkauft", ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Dauer der "abgekauften" Kündigungsfristen.
Quelle: Link unten

Von den näheren Umständen, die Roses Fall betreffen, wissen wir ja nichts.
__


biddy ist offline  
Alt 24.01.2009, 23:31   #7
avalon->Emailproblem
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Beiträge: 920
avalon
Standard AW: eine frage wegen Abfindung

Langer Rede kurzer Sinn:

Die Abfindung führt nicht zu leistungskürzungen, wenn

1. Die Kündigung arbeitsrechtlich nicht angreifbar und die Abfindung nicht als Gegenleistung für die ansonsten vermeidbare Beendigung des Arbeitsverhältnisses gezahlt wurde

UND

2. Das AV nicht vor dem Ende der Kündigungsfrist beendet wurde.

Im konkreten Fall habe ich Zweifel, ob das funktioniert, und zwar wegen Bedingung 1!
Eine krankheitsbedingte Kündigung ist nur zulässig, wenn die ZUKUNFTSPROGNOSE über den Gesundheitszustand negativ ist, die bisherige Dauer der Krankheit ist eher unwichtig.
Wenn aber die Zukunftsprognose so schlecht ist, müsste er eigentlich AU sein, und könnte gar kein ALG1 beantrage sondern Krankengeld. Ist er nicht AU, dürfte die Kündigung abwendbar gewesen sein, wenn er dem gerichtlichen Vergleich nicht zugestimmt hätte! Das widerum führt zur Anrechnung der Abfindung!

Und: nicht auf den Richter einhauen! Der ist im Gütetermin verpflichtet, einen Vergleich anzustreben! Wenn hier jemand gepennt hat, dann der Kläger oder sein Anwalt!
avalon ist offline  
Alt 24.01.2009, 23:51   #8
Rose234->Emailproblem
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Beiträge: 5
Rose234
Standard AW: eine frage wegen Abfindung

@avalon mein bekannter hat ein behinderungsgrad von 80% und eine geh behinderung. sein Arbeitgeber hat sich das OK vom Integrationsamt geholt das er gekündigt werden darf .weil seine zukunftprognose schlecht aussah. und wie ich ja schon sagte er muss ALG I beantragen weil sein krankengeld ja ausläuft.und sein arbeitgeber wollte ihm erst gar keine abfindung geben.aber der richter wollte es so haben.
Rose234 ist offline  
Alt 25.01.2009, 00:53   #9
avalon->Emailproblem
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Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 920
avalon
Standard AW: eine frage wegen Abfindung

Ahhh sooo, jetzt hab ich es kapiert!
Er hat die ganze zeit schon Krankengeld bekommen und ist weiterhin AU!
Dann sieht das natürlich anders aus! Sollte kein Problem geben.

Was die generelle Problematik zum ALG1 nach Ablauf des Krankengeldbezugs angeht, findest Du hier eine ganze Menge: musst nur suchen nach entweder "§ 125 SGB3" oder "Nahtlosigkeitsregelung", falls es Dich interressiert!
avalon ist offline  
Alt 25.01.2009, 22:23   #10
lopo->Emailproblem
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Registriert seit: 21.09.2006
Beiträge: 644
lopo
Standard AW: eine frage wegen Abfindung

Zitat von Rose234 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen!
Ich habe folgendes Problem:es geht aber nicht um mich,es geht um einen bekannten von mir.

mein Bekannter hat 27jahren bei der Stadt gearbeitet...und wurde gekündigt auf grund zu langer Krankheit.Er hat eine Gerichtliche vereinabarte Abfindung von 12.500Euro bekommen. Er muss jetzt Arbeitslosengeld I beantragen weil sein Krankengeld ausläuft.... und ich wollte jetzt fragen kann die Arge ihn dazu zwingen von den 12.500euro erstmal zuleben und dann kann er erst Arbeitslosengeld I beantragen?Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

LG Rose234
Hi,

vermutlich war der Bekannte aufgrund der langen Beschäftigung bei der Stadt unkündbar.

Dann gibt es besondere Kündigungsfristen zu beachten.

Lies dir mal das Merkblatt Berücksichtigung von Entlassungsentschädigungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufmerksam durch.

klick hier
__

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Angaben kann ich keine Gewähr übernehmen.

Nobody is perfect.
lopo ist offline  
Alt 25.01.2009, 23:22   #11
avalon->Emailproblem
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Beiträge: 920
avalon
Standard AW: eine frage wegen Abfindung

Unkündbar gibt es nicht! Nicht betriebsbedingt kündbar gibt's, das wird bisweilen etwas vereinfacht als "unkündbar" bezeichnet. Wer z.B. goldene Löffel klaut oder den Chef KO haut, oder halt wer -wie hier- nicht mehr in der Lage ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen, ist immer kündbar!
avalon ist offline  
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