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ALG I

Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

ALG I

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Alt 06.11.2018, 15:44   #1
Paar
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Beiträge: 41
Paar
Unglücklich Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Hallo,

nun hat es mich erwischt und ich bin zum 13.11. gekündigt, bin aber bis dahin krankgeschrieben, habe mich bereits arbeitslos gemeldet und bekam schon jetzt zwei Vermittlungsvorschläge.

Beim Amt war die Bearbeiterin recht freundlich (noch) und ich habe alle geforderten Papiere abgegeben, Kündigung, Arbeitsbescheinigungen usw...

Noch habe ich keinen endgültigen Bescheid wie hoch mein Geld sein wird.

Der Onlinerechner des AA lässt mich jedoch erschaudern. Ich kann es einfach nicht fassen, laut dem Onlinerechner soll ich nur 690. Euro bekommen?

Mein letztes Nettogehalt war 1700.- Allerdings habe ich in der Firma nur kurz gearbeitet, der Verdienst bei den vorigen Firmen war immer um die 1590-1600.- Netto.

Ich habe keine Ahnung von der Materie mit Arbeitsamt, Fallstricken, Boshaftigen usw....

Ich habe der Dame beim Amt gesagt dass ich keine Emailadresse habe und auch kein Handy mehr weil ich es mir einfach nicht mehr leisten kann.

Festnetz habe ich eh keines. Nun muss ich also schnbellstens per Postwege die bereits erfolgten zwei Vorschläge kontaktieren? Gibt es da eine Frist wie schnell? Bekommt man das Porto erstattet? Wie gehts weiter?

Die Wohnung alleine kostet 740.- Miete im MOnat. Ich bin echt am abdrehen, in voller Panik, hatte bisher keine Berührungen mit dem Arbeitsamt bzw. hatte noch nie Arbeitslosengeld bezogen.

Hinzukommt dass meine liebe Verlobte kein Einkommen hat und auch keine staatlichen Bezüge bekommt. Sie ist erheblich älter als ich und gesundheitlich nicht gerade topfit .

Wir lebten immer von meinem Einkommen und es war nie viel , konnten uns nichts leisten, keinen Urlaub, nicht Ausgehen, kein Kino... eben nichts. Aber wir haben das immer irgendwie so geschafft.

Für uns fällt gerade alles zusammen. Bitte, wenn hier jemand ist der uns sagen kann was wir auf jeden Fall vermeiden sollen dann bitten wir um Hilfe.

Können wir Wohngeld beantragen? Wenn ja, wrden wir dies bekommen? Oder fallen diese 690.- unter den H4 Satz? Denn dann habe ich gelesen bekommt man angeblich kein Wohngeld? Wir sind verwirrt und total am Boden.

Danke für jede Hilfe.

Geändert von Seepferdchen (06.11.2018 um 17:57 Uhr) Grund: Bitte immer eine aussagefähige Überschrift und Absätze eingefügt, Danke
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Alt 06.11.2018, 20:00   #2
atasteofbunny
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atasteofbunny atasteofbunny
Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Zum 13. kann nicht ordentlich gekündigt werden, nur zum 15. eines Monats oder zum Monatsende! Oder warst du noch in der Probezeit?

Falls du wirklich nur 690 Euro bekommen solltest, kannst du aufstockend noch ALG II beantragen. Wobei mir das auch (zu) wenig vorkommt. Normalerweise kriegst du zeitnah einen persönlichen Termin bei der Agentur für Arbeit und dann kannst du das ja ansprechen. Also fragen, wie viel du ungefähr bekommen wirst. Womöglich machst du dir umsonst Sorgen.

Arbeitslosengeld und Wohngeld schließen sich gegenseitig aus - grundsätzlich. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn man mit jemandem ohne Einkünfte zusammen lebt. Vielleicht kann deine Verlobte Wohngeld bekommen. Aber ich würde erstmal abwarten, wie viel ALG I es gibt.

Und zu den Vermittlungsvorschlägen: Wenn die keine Rechtsfolgenbelehrung haben, brauchst du dich nicht darauf zu bewerben. Falls es ganz gute Stellen sind, würde ich es aber tun.

Mir fällt gerade noch auf, dass du AU geschrieben bist. Bist du das auch über den 13.11. hinaus? Evtl. müsstest du dann Krankengeld bei deiner Krankenkasse beantragen.

Geändert von atasteofbunny (06.11.2018 um 20:15 Uhr)
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Alt 06.11.2018, 20:11   #3
Nena
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Nena Nena Nena
Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Bei der Berechnung interessieren nur sozialversicherungspflichtige Bruttogehälter. Du hast nicht vielleicht aus Versehen das Netto in dem Rechner angegeben?
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Alt 06.11.2018, 20:52   #4
vidar
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vidar Enagagiertvidar Enagagiertvidar Enagagiertvidar Enagagiertvidar Enagagiertvidar Enagagiertvidar Enagagiertvidar Enagagiert
Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Zitat von atasteofbunny Beitrag anzeigen
Arbeitslosengeld und Wohngeld schließen sich gegenseitig aus - grundsätzlich.
Das ist inkorrekt. Wer ALG-1 bezieht kann auch Wohngeld berechtigt sein. https://www.schleswig-holstein.de/DE.../wohngeld.html
__

(Dies ist meine persönliche Meinung und stellt keine Rechtsberatung dar)
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Alt 06.11.2018, 20:58   #5
Paar
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Paar
Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Zitat von Nena Beitrag anzeigen
Bei der Berechnung interessieren nur sozialversicherungspflichtige Bruttogehälter. Du hast nicht vielleicht aus Versehen das Netto in dem Rechner angegeben?
Oh Gott Nena, vielen Dank! Tatsächlich ich habe das Netto eingegeben gehabt. Du hast unseren Abend gerettet..
Obwohl es ja dennoch sehr wenig ist aber wenigstens ist das Dach über dem Kopf gesichert vorerst. Mit dem Essen müssen wir vorerst sehen, meine liebe Frau kocht so gut und sie wird sich sicherlich was einfallen lassen.

Danke nochmals!
----------

Zitat von atasteofbunny Beitrag anzeigen
Zum 13. kann nicht ordentlich gekündigt werden, nur zum 15. eines Monats oder zum Monatsende! Oder warst du noch in der Probezeit?

Falls du wirklich nur 690 Euro bekommen solltest, kannst du aufstockend noch ALG II beantragen. Wobei mir das auch (zu) wenig vorkommt. Normalerweise kriegst du zeitnah einen persönlichen Termin bei der Agentur für Arbeit und dann kannst du das ja ansprechen. Also fragen, wie viel du ungefähr bekommen wirst. Womöglich machst du dir umsonst Sorgen.

Arbeitslosengeld und Wohngeld schließen sich gegenseitig aus - grundsätzlich. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn man mit jemandem ohne Einkünfte zusammen lebt. Vielleicht kann deine Verlobte Wohngeld bekommen. Aber ich würde erstmal abwarten, wie viel ALG I es gibt.

Und zu den Vermittlungsvorschlägen: Wenn die keine Rechtsfolgenbelehrung haben, brauchst du dich nicht darauf zu bewerben. Falls es ganz gute Stellen sind, würde ich es aber tun.

Mir fällt gerade noch auf, dass du AU geschrieben bist. Bist du das auch über den 13.11. hinaus? Evtl. müsstest du dann Krankengeld bei deiner Krankenkasse beantragen.
Hallo atasteofbunny,
ja ich war da noch in der Probezeit.
Ich habe für den 14.11. einen Termin bei einem Sachbearbeiter bekommen. Die haben mir aber jetzt schon 2 Vermittlungsvorschläge gemacht. Habe heute den Vermittlungsvorschlägen geschrieben, per Postweg, dass ich bis 13.11. krankgeschrieben bin und sie mir einen Terminvorschlag schreiben können. Ich hoffe das war richtig.

Ich wusste gar nicht dass sich Arbeitslosengeld 1 und Wohngeld gegenseitig ausschliesst? Bist Du dir da ganz sicher ? mensch das wäre ein Hammer. Wie stellen die sich das vor ? Wie soll ein Mensch in dieser Lage überleben?

Nein, ich bin nur bis einschliesslich 13.11. krankgeschrieben.

Ich danke schonmal sehr für die nette Hilfe hier. Meine liebe Frau ist fix und fertig wegen meinem dummen Fehler mit der Berechnung.

Vielen Dank nochmal.

Euer Tim
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Alt 06.11.2018, 21:28   #6
chris1975
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chris1975
Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Ich würde dir und deiner Verlobten empfehlen, dass ihr beide ALG II beantragt ZUSÄTZLICH zu deinem ALG I (das wird dann verrechnet).
Wegen der Miete könnte es sich finanziell lohnen statt als zukünftiges Ehepaar erstmal als Wohngemeinschaft zusammenzuleben.
Wenn ihr euch die Miete teilt und das Jobcenter von jeder der beiden Personen die Miete übernimmt dürfte das finanziell deutlich besser sein, als wenn du Geld bekommst, deine Verlobte nicht und ihr alles von deinem Geld zahlen müsst.
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Alt 07.11.2018, 00:11   #7
hansklein
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hansklein hansklein hansklein
Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Zitat:
Ich wusste gar nicht dass sich Arbeitslosengeld 1 und Wohngeld gegenseitig ausschliesst? Bist Du dir da ganz sicher ? mensch das wäre ein Hammer. Wie stellen die sich das vor ? Wie soll ein Mensch in dieser Lage überleben?
Mit ergänzendem ALG2, gerade wenn deine Partnerin kein Einkommen hat. Dann erhällst du ALG1 und gegebenenfalls ergänzend ALG2, kannst mal grob kalulieren: ALG2 Rechner.


Die RL für 2 Pers. müsste ohne Besonderheiten zu berücksichtigen 748.-€ sein + anerkannte Mietkosten abzüglich ALG1, logo.

Hier steht auch was zur Aufgabenteilung bei ALG I plus ALG II (Aufstockend)
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Alt 07.11.2018, 02:05   #8
Doppeloma
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Info AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Hallo Paar,

nehme mir mal deinen ersten Beitrag vor, denn da ergeben sich schon einige Fragen, deren Beantwortung nicht ganz unwichtig sein wird, um dir keine falschen Informationen zu geben.

Die sind (leider) auch schon dabei, denn es ist NICHT korrekt, dass man bei Bezug von ALGI kein Wohngeld bekommen könnte, habe ich selber praktiziert, um möglichst ALG II (Hartz 4) vermeiden zu können.

Bei gleichzeitigem Bezug / Antrag auf ALGII bekommt man allerdings KEIN Wohngeld mehr, denn fehlende Wohnkosten würde ja das JobCenter mit übernehmen.

Zitat:
nun hat es mich erwischt und ich bin zum 13.11. gekündigt, bin aber bis dahin krankgeschrieben, habe mich bereits arbeitslos gemeldet und bekam schon jetzt zwei Vermittlungsvorschläge.
Leider hast du die Frage noch nicht beantwortet, ob diese Kündigung ordentlich / fristgerecht erfolgte, in der Regel wird zum 15. oder zum Ende eines Monats gekündigt ???

Es wäre eventuell eine Kündigungsschutzklage sinnvoll, dafür hast du nur 3 Wochen Zeit ab Zugang der schriftlichen Kündigung.
Wird man dir deinen Resturlaub abgelten oder hast du keinen mehr, den kannst du ja nicht mehr nehmen wenn du aktuell AU geschrieben bist bis zum Ende des Arbeitsvertrages.

Zitat:
Beim Amt war die Bearbeiterin recht freundlich (noch) und ich habe alle geforderten Papiere abgegeben, Kündigung, Arbeitsbescheinigungen usw...
Noch habe ich keinen endgültigen Bescheid wie hoch mein Geld sein wird.
Noch bist du ja auch gar nicht wirklich "arbeitslos" und man versucht ja schon fleißig das (mit VV) zu verhindern, sind die denn überhaupt zumutbar nach § 140 SGB III und haben eine Rechtsfolgen-Belehrung (RFB) ???

Zitat:
Der Onlinerechner des AA lässt mich jedoch erschaudern. Ich kann es einfach nicht fassen, laut dem Onlinerechner soll ich nur 690. Euro bekommen?
Das wurde ja schon geklärt, dass man kein Netto eingibt in solche Rechner, den tatsächlichen Betrag bekommst du letztlich von der AfA auf deinem Leistungs-Bescheid mitgeteilt und wenn da was nicht stimmen sollte musst du das mit der AfA klären, notfalls (schriftlich / nachweislich) Widerspruch einlegen.

Zitat:
Mein letztes Nettogehalt war 1700.- Allerdings habe ich in der Firma nur kurz gearbeitet, der Verdienst bei den vorigen Firmen war immer um die 1590-1600.- Netto.
Wenn du die Arbeitsbescheinigungen beider Firmen abgegeben hast dann wird man das bei der AfA auch anders berechnen (müssen) als die Online-Rechner das machen, für Sonderfälle taugen die in der Regel NICHTS.

Waren da Zuschläge bei (für Schichtarbeit z.B.) dann musst du das herausrechen, das geht nicht in das ALGI mit ein, ansonsten kann man ca. mit 60 % vom letzten Netto-Einkommen rechnen, in deinem Falle der Durchschnitt aus beiden Einkommen (vermutlich).

Wenn ich das mal grob überschlage sind das ca. 960 € ALGI ... das dürfte für 2 Personen und diese Miete sehr wahrscheinlich NICHT ausreichen, um Wohngeld zu bekommen.

Zitat:
Ich habe keine Ahnung von der Materie mit Arbeitsamt, Fallstricken, Boshaftigen usw....
Dann solltest du dich dazu schnellstens hier umfassend kundig machen.

Zitat:
Ich habe der Dame beim Amt gesagt dass ich keine Emailadresse habe und auch kein Handy mehr weil ich es mir einfach nicht mehr leisten kann.
Festnetz habe ich eh keines.
Das ging die "Dame" schon mal GAR NICHTS an, denn diese Angaben sind freiwillig, gesetzlich muss man NUR auf dem Postwege an der Meldeanschrift erreichbar sein und das ist in der Regel auch besser so.

Dafür brauchst du keine Erklärungen abzugeben, du möchtest diese Kontaktwege nicht angeben und das hat den AfA-SB (auch den JC-SB) zu genügen.
Telefonische Forderungen (oder per Mail) sind rechtlich nicht bedeutsam, es gilt NUR was du schriftlich bekommst ...

Zitat:
Nun muss ich also schnbellstens per Postwege die bereits erfolgten zwei Vorschläge kontaktieren? Gibt es da eine Frist wie schnell? Bekommt man das Porto erstattet? Wie gehts weiter?
Wenn du reguläre VV bekommen hast (mit RFB), dann sollte auch drauf stehen (Rückseite beachten) in welchem Zeitraum die Bewerbungen zu erledigen sind ("umgehend" ist beliebt oder "innerhalb 3 Tagen").

Bewerbungskosten werden NUR auf Antrag erstattet (aus dem Vermittlungsbudget der AfA), im ALGI wird aber eine gewisse finanzielle Eigenleistungsfähigkeit "angenommen" ...

Zitat:
Die Wohnung alleine kostet 740.- Miete im MOnat. Ich bin echt am abdrehen, in voller Panik, hatte bisher keine Berührungen mit dem Arbeitsamt bzw. hatte noch nie Arbeitslosengeld bezogen.
Deine Wohnkosten interessieren die AfA nicht sonderlich, das ALGI ist eine Lohnersatz-Leistung aus deinen (bisher) eingezahlten Beiträgen, wenn das nicht reicht für Alles, dann musst du soziale Zuschüsse (Wohngeld ODER ALGII) beantragen.

Von der AfA bekommst du nur das ALGI was dir aus deinen Beiträgen (lt. Arbeitsbescheinigungen der AG) zusteht ...

Zitat:
Hinzukommt dass meine liebe Verlobte kein Einkommen hat und auch keine staatlichen Bezüge bekommt. Sie ist erheblich älter als ich und gesundheitlich nicht gerade topfit .
Wer zahlt aktuell die Krankenversicherung, eine Lebensgefährtin kann ja nicht in die Familienversicherung ???

Zitat:
Wir lebten immer von meinem Einkommen und es war nie viel , konnten uns nichts leisten, keinen Urlaub, nicht Ausgehen, kein Kino... eben nichts. Aber wir haben das immer irgendwie so geschafft.
Das ist nachvollziehbar bei deinem Einkommen, da kann man dir / euch nur wünschen, dass du schnellstens eine neue Arbeitsstelle findest, wo du wieder einigermaßen verdienen wirst.

Der Regelsatz im SGB II beträgt aktuell für ein Paar 374 € pro Person = 748 € für den Lebensunterhalt plus KdU (Wohnkosten) in eurem Falle 740 € = Gesamtbedarf aus dem SGB II 1488 €

Dabei lasse ich jetzt mal unberücksichtigt, ob eure Wohnkosten örtlich als "angemessen" anerkannt werden vom JC (und auch bei Nachfrage von der Wohngeldstelle), davon würde das JC dann dein ALGI (als Einkommen) in Abzug bringen.

Also 1488 - 960 = 528 € Zuschuss (wahrscheinlich) vom JC ... betrachte das bitte als Beispiel ... ich denke eher NICHT, dass euch Wohngeld bewilligt wird bei so einem hohen Fehlbetrag am Gesamtbedarf nach SGB II.
Das Wohngeld soll ja nur ein Zuschuss zur Miete sein und der wäre schon ziemlich "großzügig" in der Höhe.

Zitat:
Für uns fällt gerade alles zusammen. Bitte, wenn hier jemand ist der uns sagen kann was wir auf jeden Fall vermeiden sollen dann bitten wir um Hilfe.
Das geht schnell heutzutage, was sind denn das für VV, nur weil du noch ein paar Tage AU geschrieben bist hast du keinen Grund dich dort nicht zu bewerben, das könnte die AfA schon als "Vereitelung" einer Einstellung ansehen.

Du schreibst ja, dass du zum 14.11. wieder gesund sein wirst und dann ALGI beziehen möchtest, wer AU-krank ist bekommt KEIN ALGI, da könntest / müsstest du Krankengeld von der KK beantragen wenn du nach dem 13.11. doch noch weiter AU sein solltest.

Deine Kündigung bewirkt nur, dass der AG keine Lohnfortzahlung mehr leisten muss, wenn du weiter AU bist (OHNE Lücke !!!), dann ist zunächst die KK in der Pflicht und die AfA muss noch warten.

Das soll nur ein Hinweis sein, dass du nicht wegen der Arbeitslosigkeit sofort "gesund" sein musst wenn du es nicht wirklich bist, die AfA will dich (gesund) in Arbeit vermitteln, was finden wirst du aber letztlich NUR wenn du dich selbst intensiv darum kümmerst.

Zitat:
Können wir Wohngeld beantragen? Wenn ja, wrden wir dies bekommen?
Ich denke NICHT, dass ihr Wohngeld bekommen werdet auch wenn dein ALGI höher sein wird, als du es bisher berechnet hattest, es reicht einfach NICHT für 2 Personen UND die Miete, so hohe Zuschüsse zahlt die Wohngeldstelle NICHT.

Zudem kann deine Partnerin bei Wohngeld nicht mehr krankenversichert werden aus dem Geld was ihr dann noch übrig haben werdet, das JC übernimmt die Krankenversicherung für deine Partnerin (deine KV läuft dann über die AfA).

Sie wird sich allerdings auch um Arbeit bemühen müssen, ich nehme an, dass sie keine Nachweise dazu hat (von der DRV z.B.), dass sie Erwerbsgemindert wäre, für den Anspruch auf ALG II muss sie auch (wenigstens 3 Stunden täglich) Erwerbsfähigkeit angeben.

Das JC wird sich jedenfalls nicht damit zufrieden geben (wollen), dass sie vielleicht meint nicht arbeiten zu können, schade, dass ihr euch für so einen Fall noch gar keine Gedanken gemacht habt ...
Das wird euch jetzt gewaltig "auf die Füße fallen", denn ALG II ist KEIN Einzel-Anspruch mehr, da seid ihr automatisch eine "Bedarfsgemeinschaft", in der sich Alle (die Geld von diesem Amt bekommen) zu bemühen haben, den Bezug wieder zu beenden.

Retten kann euch NUR ein neuer Arbeitsplatz und den wirst du sicher nicht von AfA oder JC bekommen ...

Hat deine Partnerin mal gearbeitet (wenn ja, wann ca. zuletzt ?), hat sie irgendwelche Renten-Ansprüche ???
Den Hinweis eines Vorschreibers auf eine "Wohngemeinschaft", um mehr Geld aus Harzt 4 zu bekommen solltest du besser ganz schnell vergessen ...

Es gibt sicher einen Mietvertrag und ein Datum seit wann ihr schon zusammen in dieser Wohnung lebt als Paar, da kauft euch Niemand mehr ab, dass ihr "nur eine Wohngemeinschaft" seid und sie (ohne eigenes Einkommen) von "Luft und Liebe gelebt haben will" ...

Davon KANN sie ja gar nicht "alleine gewirtschaftet" (also völlig unabhängig von dir gelebt) haben, wie es für eine WG zwingend erforderlich ist ... sei vorsichtig bei solchen Vorschlägen.
In der Regel zahlt man für ein WG-Mitglied auch nicht die Krankenversicherung ... ich nehme mal an, die hast du bisher für sie gezahlt, sonst steht noch mehr Ärger ins Haus ???

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 07.11.2018, 02:40   #9
Doppeloma
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Frage AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Hallo chris1975,

Zitat:
Ich würde dir und deiner Verlobten empfehlen, dass ihr beide ALG II beantragt ZUSÄTZLICH zu deinem ALG I (das wird dann verrechnet).
Ich würde dir dringend empfehlen nicht solche sinnfreien Vorschläge zu machen, das hilft dem TE kein Stück weiter.

Zitat:
Wegen der Miete könnte es sich finanziell lohnen statt als zukünftiges Ehepaar erstmal als Wohngemeinschaft zusammenzuleben.
Dass geheiratet werden soll steht nirgens geschrieben, es soll auch "ewige Verlobte" geben, zusammen wohnen die Beiden aber offenbar schon länger, als Paar und NICHT als "Wohngemeinschaft" ...

Warum hat die (angebliche) "Mitbewohnerin" denn bisher KEIN Geld beim JC beantragt, wenn sie völlig ohne Einkommen gewesen ist, wer hat die Krankenversicherung, ihren Mietanteil und ihr Essen bezahlt ?

Zitat:
Wenn ihr euch die Miete teilt und das Jobcenter von jeder der beiden Personen die Miete übernimmt dürfte das finanziell deutlich besser sein, als wenn du Geld bekommst, deine Verlobte nicht und ihr alles von deinem Geld zahlen müsst.
Rein theoretisch schon aber praktisch darfst du das JC nicht für so "blöde" halten wollen, dass die das glauben werden.
Zudem dürfte der TE als Teil einer WG gar keinen Anspruch an das JC haben, denn für ihn alleine (mit "halber Miete") dürfte das ALGI bereits ausreichend sein, was er bekommen wird, um seinen persönlichen Bedarf zu decken.

Die Verlobte müsste also als einziger Antragsteller alleine das JC versuchen davon zu überzeugen, dass sie bisher völlig ohne Einkommen aber trotzdem finanziell (vom Mitbewohner) unabhängig in dieser WG gewohnt hat ...

Dass solche Versuche zur unermesslichen Neugierde bei den JC führen (Hausbesuch um die Wohnsituation in der angeblichen WG zu überprüfen ???) dürfte nicht ganz unbekannt sein, wenn du keine besseren Ideen hast, dann solltest du dich hier raus halten.

MfG Doppeloma
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Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 07.11.2018, 13:27   #10
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Guten Tag "Doppeloma".

Ich möchte mich zunächst sehr bedanken für deinen so ausführlichen Beitrag. Das ist alles sehr informativ für uns. Danke!



Zitat:
Leider hast du die Frage noch nicht beantwortet, ob diese Kündigung ordentlich / fristgerecht erfolgte, in der Regel wird zum 15. oder zum Ende eines Monats gekündigt ???

Also im Arbeitsvertrag steht eben dass man in der Probezeit eine zweiwöchige Kündigungsfrist hat und das hat die Firma genutzt.
Die zwei Wochen enden eben am 13.11.

Zitat:
Wird man dir deinen Resturlaub abgelten oder hast du keinen mehr, den kannst du ja nicht mehr nehmen wenn du aktuell AU geschrieben bist bis zum Ende des Arbeitsvertrages.
Das mit dem Resturlaub hatte ich angesprochen beim AG, eigentlich wurden mir bei Einstellung 18 Tage für dieses Jahr anerkannt, nach Abgabe der Urlaubsbescheinigung vom alten AG, ob und wieviel ich dort hatte und verbraucht hatte etc..

Beim neuen AG habe ich nur 2 Monate gearbeitet. Der neue AG begründete die Verweigerung der Auszahlung des Resturlaubes unter Berufung deren Tarifvertrages, in dem steht, dass bei vorzeitiger Beendigung des Arbeitsvertrages nur zu Anteilig Zwölftel anerkanntwerden würde. Auf meine Anfrage diesbezüglich.....:

Die Sachbearbeiterin des AG antwortete mir:
Zitat:
Sehr geehrter Herr XXXXXX,

Gemäß Tarifvertrag haben Sie für jeden vollen Monat der Beschäftigung einen anteiligen Urlaubsanspruch von 2,5 Tagen. Da Ihr Arbeitsverhältnis am 13.11.2018 endet, beträgt der Urlaubsanspruch für die Beschäftigungszeit bei der XXXXX GmbH insgesamt 5 Tage.
Mit diesen Tagen ist der Anspruch auf Tarifurlaub abgegolten.
Der Jahresurlaub beträgt 30 Tage, anteilig für volle Monate der Beschäftigung 1/12.
Somit ist eine Klage auf Auszahlung gemäß deren Tarifvertrag
aussichtslos.


Zitat:
Noch bist du ja auch gar nicht wirklich "arbeitslos" und man versucht ja schon fleißig das (mit VV) zu verhindern, sind die denn überhaupt zumutbar nach § 140 SGB III und haben eine Rechtsfolgen-Belehrung (RFB) ???
Was ich im § 140 SGB III lesen konnte, sind diese zwei VV von Zeitarbeitsfirmen leider zumutbar. Es sind in den VVs ledoglich keine Gehaltsinformationen enthalten, steht nur drin "übertariflich". Da weiss ich dann nicht ob das zumutbar wäre und was diese Seelenverkäufer unter Übertariflich wirklich verstehen....


Zitat:
Waren da Zuschläge bei (für Schichtarbeit z.B.) dann musst du das herausrechen, das geht nicht in das ALGI mit ein, ansonsten kann man ca. mit 60 % vom letzten Netto-Einkommen rechnen, in deinem Falle der Durchschnitt aus beiden Einkommen (vermutlich).
Wie , jetzt doch vom Nettoeinkommen und nicht Bruttoeinkommen??
Ich habe keine Schichten gearbeit usw. Keine Zuschläge usw..


Zitat:
Wer zahlt aktuell die Krankenversicherung, eine Lebensgefährtin kann ja nicht in die Familienversicherung ???
Sie hat den Niedrigsttarif bei ihrer KK und zahlte den bisher von ihrem kleinen geerbten Geld. Ihre Eltern starben 2013. Es ist nicht viel was sie erbte aber es reicht um einige Monate davon die KK zu zahlen.
Die Sache war bei ihr die, dass bevor ich mit ihr zusammenkam, sie in dieser Wohnung schon mit ihrem Expartner 7 Jahre lebte. Er zahlte alles für sie mit da sie Hausfrau war und jeden Tag sich um 3 Personen und 2 Kinder kümmerte, KOchen, Bügeln, Einkaufen, Putzen usw usw... es waren nicht ihre Kinder doch sie hatte einen Fulltimejob, anders kann man dies nicht nennen. Ihr Exmann hatte sie teilweise misshandelt und sie war sehr ängstlich. Traute sich nichts mehr und lebte fast nur in dieser Wohnung ( ausser wenn sie zum Arzt musste oder einkaufen ging) Sie hatt in ihrem Leben schon 21 Jahre gearbeitet, bis 2005. Ab 2005 dann nicht mehr. Dann lernte sie diesen Mann kennen der sie halt systematisch in die Abhängigkeit trieb und in die Angst.... doch das ist ein anderes Thema...Sie sagte einmal, sie und ihr Ex sind zwar Deutsche, aber fühlte sich manchmal so wie man sich das Klischee von einer Moslemfrau vorstellt die nichts zu melden hatte, mit allen üblen Gewalterlebnissen..


Zitat:
Du schreibst ja, dass du zum 14.11. wieder gesund sein wirst und dann ALGI beziehen möchtest, wer AU-krank ist bekommt KEIN ALGI, da könntest / müsstest du Krankengeld von der KK beantragen wenn du nach dem 13.11. doch noch weiter AU sein solltest.
Ja, das ist klar. Danke aber denn manche wissen das vielleicht nicht.
Zitat:
Das soll nur ein Hinweis sein, dass du nicht wegen der Arbeitslosigkeit sofort "gesund" sein musst wenn du es nicht wirklich bist, die AfA will dich (gesund) in Arbeit vermitteln, was finden wirst du aber letztlich NUR wenn du dich selbst intensiv darum kümmerst.
Ah, verstehe. Ja, ich kümmere mich ja auch privat drum. Hänge ja jeden Tag im netz auf der Suche. Wir sind sogar bereit aus dieser Stadt wegzuziehen. ( Was ich nicht der AA sagte)

Zitat:
Sie wird sich allerdings auch um Arbeit bemühen müssen, ich nehme an, dass sie keine Nachweise dazu hat (von der DRV z.B.), dass sie Erwerbsgemindert wäre, für den Anspruch auf ALG II muss sie auch (wenigstens 3 Stunden täglich) Erwerbsfähigkeit angeben.

Und hier hakt es. Sie kann das nicht. Das hat ein langes Vorspiel. Sie ist Angsterkrankt und leidet nun noch seit 8 Monaten an einem schmerzhaften Knieproblem, Montag geht es zum Arzt deswegen, da die Schmerzen schlimmer wurden. Sie kann nicht länger als 20 Minuten stehen und kaum mehr als 100 Meter laufen. Dann kommt noch ihr Alter ins Spiel, mit 53 wird sie kaum begehrt sein auf dem Arbeitsmarkt. Die Arneot die sie 20 Jahre damals ausführte war eine nichtqualifizierte Arbeit, also sie hat keinen erlenten Beruf und was sie damals tat war sowas wie Telefondienst, Büroablage, Botengänge, Schreibmaschinenbriefe schreiben usw usw... Aber sie hat einen Rentenanspruch von ca 428.- Euro. Der Wisch kommt ja jedes Jahr ins Haus, welche Ansprüche man hätte wenn man jetzt so weit wäre in Rente zu gehen.

Zitat:
Das JC wird sich jedenfalls nicht damit zufrieden geben (wollen), dass sie vielleicht meint nicht arbeiten zu können, schade, dass ihr euch für so einen Fall noch gar keine Gedanken gemacht habt ...
Ja das ist eine lange Geschichte... die letzten 4 Jahre dachten wir oder besser gesagt ich, daran sie aus dieser Hölle zu holen ( denn das ging nicht von heute auf morgen) musste kämpfen, teiweise mit Polizeigewalt usw usw... da war das wichtigste sie erst einmal in Sicherheit zu bringen , sie etwas seelisch zu stabilisieren, sie war dem Selbstmord nahe. Da denkt man nicht an Altersversorgung und so weiter...

Zitat:
Das wird euch jetzt gewaltig "auf die Füße fallen", denn ALG II ist KEIN Einzel-Anspruch mehr, da seid ihr automatisch eine "Bedarfsgemeinschaft", in der sich Alle (die Geld von diesem Amt bekommen) zu bemühen haben, den Bezug wieder zu beenden.

Ja, das befürchte ich in diesem Staat..... eiskalt..


Zitat:
Es gibt sicher einen Mietvertrag und ein Datum seit wann ihr schon zusammen in dieser Wohnung lebt als Paar, da kauft euch Niemand mehr ab, dass ihr "nur eine Wohngemeinschaft" seid und sie (ohne eigenes Einkommen) von "Luft und Liebe gelebt haben will" ...
Es gibt den alten Mietvertrag wo sie drinsteht und ihr EX. Ich wurde (nach erfolgreicher Entfernung des Ex durch die Polizei) dann nachträglich in den Vertrag mitaufgenommen, von der Vermieterin auch ordentlich unterschrieben. Ich bin 2015 reingekommen.


Vielen lieben Dank nochmals.


P.S. Die Rechtsfolgen-Belehrung ist tatsächlich umseitig gedruckt, auf den VVs.
Es ist kein genauer Zeitrahmen auf den VVs definiert nur das Wort "umgehend".

.

Geändert von Paar (07.11.2018 um 13:42 Uhr)
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Alt 07.11.2018, 19:34   #11
hansklein
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hansklein hansklein hansklein
Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Zitat:
Sie wird sich allerdings auch um Arbeit bemühen müssen, ich nehme an, dass sie keine Nachweise dazu hat (von der DRV z.B.), dass sie Erwerbsgemindert wäre, für den Anspruch auf ALG II muss sie auch (wenigstens 3 Stunden täglich) Erwerbsfähigkeit angeben.

Sie kann das nicht. Das hat ein langes Vorspiel. Sie ist Angsterkrankt und leidet nun noch seit 8 Monaten an einem schmerzhaften Knieproblem, Montag geht es zum Arzt deswegen, da die Schmerzen schlimmer wurden. Sie kann nicht länger als 20 Minuten stehen und kaum mehr als 100 Meter laufen. Dann kommt noch ihr Alter ins Spiel, mit 53 wird sie kaum begehrt sein auf dem Arbeitsmarkt. Die Arneot die sie 20 Jahre damals ausführte war eine nichtqualifizierte Arbeit, also sie hat keinen erlenten Beruf und was sie damals tat war sowas wie Telefondienst, Büroablage, Botengänge, Schreibmaschinenbriefe schreiben usw usw... Aber sie hat einen Rentenanspruch von ca 428.- Euro. Der Wisch kommt ja jedes Jahr ins Haus, welche Ansprüche man hätte wenn man jetzt so weit wäre in Rente zu gehen.
Das ist im Bezug auf die Antragsstellung bei dem JC erstmal nicht weiter schlimm, der medizinische Dienst kann feststellen, ob sie noch Vollzeit arbeiten kann,ansonsten wieviele Std. täglich oder gar nicht mehr.

Durchaus kann man angeben, das man sich im Rahmen des Restleistungsvermögens dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen will. Dann kann es sein, das ihr empfohlen wird, die EM-Rente in Anspruch zu nehmen. Gegebenenfalls wird für sie dann die Grundsicherung eintreten, je nachdem.

Hat sie einen Schwerbehindertenausweis? Wenn nicht, empfehle ich einen zu beantragen. Kostet nichts und kann etwas bringen.
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Alt 07.11.2018, 20:46   #12
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Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Zitat von Paar Beitrag anzeigen
P.S. Die Rechtsfolgen-Belehrung ist tatsächlich umseitig gedruckt, auf den VVs.
Es ist kein genauer Zeitrahmen auf den VVs definiert nur das Wort "umgehend".
.
Dann musst du dich bewerben - hilft nix. Es sei denn, die Beschäftigung ist nicht zumutbar, z. B. zu lange Pendelzeiten oder zu niedriges Gehalt. Das kannst du detailliert in dem von @Doppeloma verlinkten Paragraphen nachlesen.

dass ich dir weiter oben etwas Falsches erzählt habe zu ALG und Wohngeld.
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Alt 08.11.2018, 12:08   #13
Paar
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Paar
Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Zitat von hansklein Beitrag anzeigen
Das ist im Bezug auf die Antragsstellung bei dem JC erstmal nicht weiter schlimm, der medizinische Dienst kann feststellen, ob sie noch Vollzeit arbeiten kann,ansonsten wieviele Std. täglich oder gar nicht mehr.

Durchaus kann man angeben, das man sich im Rahmen des Restleistungsvermögens dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen will. Dann kann es sein, das ihr empfohlen wird, die EM-Rente in Anspruch zu nehmen. Gegebenenfalls wird für sie dann die Grundsicherung eintreten, je nachdem.

Hat sie einen Schwerbehindertenausweis? Wenn nicht, empfehle ich einen zu beantragen. Kostet nichts und kann etwas bringen.
Nein, sie hat keinen Schwerbehindertenausweis. Wie soll dies auch in Deutschland gehen? Angsterkrankung wird immer noch nicht anerkannt, ja, es gibt zwar viel blabla im Internet dazu aber wirklich anerkannt wirst Du deswegen nicht um einen Schwerbehindertenausweis zu bekommen.

Viele Menschen denken immer noch das sowas wie Panikattacken eine psychische Unpässlichkeit wäre, die ja nicht so schlimm ist und irgendwie in den Griff zu bekommen wäre. Das ist halt eben nicht wahr und es existiert ganz viel Unwissenheit auf diesem Gebiet. Nur wer als Angehöriger einer betreffenden Person solche Panikattacken live miterlebt , ahnt wie ein solcher Mensch manchmal leidet.

Sie hatte 2015 psychotherapeutische Sitzungen, haben gar nichts gebracht an Heilung und die Therapeutin sagte ihr ganz klar dass sie in Deutschland keine "Behinderung" deswegen anerkannt bekommen würde. Da nutzt auch das echte Leid der Betroffenen nichts, in diesem Land hat man nichts zu erwarten.

Zumindest nicht als einfacher Deutscher Mensch, der seelisch leidet.
Keine Ahnung wie und wo man einen medizinischen Dienst erreicht, wir haben da keinerlei Erfahrungen mit.
Für einen Schwerbehindertenausweis muss man ja , nach meinem Wissen, irgendwelche Prozente bekommen. Die wird sie wohl nicht kriegen unter den genannten Bedingungen. Wir werden aber auf jeden Fall sehen, was die Untersuchung am Montag ergibt, denn die Sache mit ihrem Knie ist schon sehr schmerzhaft und hartnäckig.

So, habe nun wegen der angesprochenen EM rente geschaut. Auch da hat sie keinen Anspruch denn:

....Zitat:

Versicherungsrechtliche Voraussetzungen: Bedingung für den Erhalt einer Erwerbsminderungsrente ist zunächst, dass man die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat – also das Alter, ab dem man die Altersrente erhalten würde. Außerdem muss man mindestens fünf Jahre lang in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert gewesen sein, bevor die Erwerbsminderung eingetreten ist. In den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung müssen drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit belegt sein.

Quelle: https://www.vdk.de/deutschland/pages...ngen_und_tipps

schei*s Land!

Die Altersarmut wird hier gefördert und Menschen aus einer anderen Generation die nicht mit den heutigen Versagensproblemen der Politik zu ihrer Zeit mit heutigen Problemen in Verbindung standen ( ..die Rente ist sicher ...Blüm..) werden systematisch in die Altersarmut gebracht. Frauen wie meine Verlobte kommen aus einer politischen Zeit wo alles geregelt schien und man sich "keine Sorgen machen brauchen sollte"...es würde schon irgendwie alles geregelt werden. naja... egal.

Es ist also nicht so dass wir uns durchaus so gar keine Gedanken gemacht hatten bereits. Sie sagte einmal zu mir:
" Weisst Du, dieser Staat baut darauf dass Du entweder wegstirbst bevor du irgendwelche Ansprüche hast oder du in den Freitod gehst oder durch jahrelange Bürokratiekämpfe sowie Mürbemachentaktik aufgibst".

Nach allem was ich bisher weiss und erlebt habe, muss ich ihr zustimmen.

Geändert von Paar (08.11.2018 um 12:27 Uhr) Grund: Nachtrag
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Alt 08.11.2018, 16:51   #14
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Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Zitat von Paar Beitrag anzeigen

Nach allem was ich bisher weiss und erlebt habe, muss ich ihr zustimmen.
Hat Sie es schon beim Sozialamt versucht?
__

Der Neid ist der stille Applaus der Kleingeister.
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Alt 08.11.2018, 19:18   #15
Paar
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Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Zitat von Zerberus X Beitrag anzeigen
Hat Sie es schon beim Sozialamt versucht?
Hallo Zerberus,

nein hat sie nich nicht. Sie hatte eine Freundin die sich das Leben nahm, diese wurde von dem Amt derart schikaniert dass sie keinen Ausweg mehr wusste. Man wollte dieser Frau 1 Euro Jobs zumuten die diese Frau nicht machen konnte und wollte. Dennoch bestand das Amt darauf, die Frau kämpfte wohl über 2 Jahre um Ansprüche, war total demoralisiert, war depressiv und es wurde nicht anerkannt und gab schliesslich auf. Sie legte sich in die Wanne und schnitt sich die Pulsadern auf. Meine Verlobte hat sie entdeckt mit einer anderen Freundin und dem Hausmeister der die Wohnung aufschloss, als die beiden sie besuchen wollten um ihr beizustehen.....Das hat meine Verlobte total runtergerissen und nun hat sie eine Riesenangst dass das mit ihr genauso passiert. Demütigung, Zumutung usw...
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Alt 08.11.2018, 23:27   #16
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Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Sozialamt ist nicht ALG 2
__

Der Neid ist der stille Applaus der Kleingeister.
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Alt 09.11.2018, 12:43   #17
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Zitat von Zerberus X Beitrag anzeigen
Sozialamt ist nicht ALG 2
Keine Ahnung, gibt es so etwas noch wie ein Sozialamt ? Wenn ja dann danke ich Dir, dann werde ich das gleich mal versuchen zu recherchieren. Und hätte sie da Chancen irgendetwas zu bekommen? Das wäre eine enorme Hilfe.

Habe gerade gesucht und finde dies hier:

Zitat..
Sozialhilfe im eigentlichen Sinne gibt es nicht mehr, seitdem Hartz IV den größten Teil der Sozialleistungen bei bestehendem Hilfebedarf übernimmt. Unterschieden wird dennoch zwischen Sozialhilfe und Sozialgeld, das als Grundsicherung über das Hartz IV läuft. Die regulären Leistungen der Sozialhilfe nach §§ 27 ff. SGB XII beziehen sich auf Personen, die nicht dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stehen. Dies trifft bei Rentnern und bei Erwerbsminderung zu. Ist der Hilfsbedürftige mehr als drei Stunden täglich arbeitsfähig, ist eine Sozialgeldleistung als Grundsicherung zu beantragen. Die reguläre Sozialhilfe greift in diesem Fall nicht, wenngleich sich beide Formen weder in der Leistungshöhe noch dem Leistungsumfang unterscheiden.

Quelle: https://www.vexcash.com/blog/sozialhilfe/

Hmm... hilft mir jetzt auch nicht weiter...

Habe jetzt mal dennoch das Antragsformular gedownloaded und wir müssen mal versuchen es auszufüllen und ob dann ein Anspruch für sie besteht..
Mehr als ablehen können die ja nicht.

Geändert von Paar (09.11.2018 um 14:10 Uhr) Grund: Nachttrag
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Alt 09.11.2018, 14:08   #18
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Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

So, war eben wieder am Briefkasten.
Jeden Tag sendet mir das AA mindestens zwei VV und fast ausschliesslich von Zeitarbeitsagenturen / Personalvermittler.
Heute war der Burner drinnen. Eine Personaldienstleister schlug mir eine deutschlandweite Stelle vor, als Montagemonteur ! So eine Frechheit. Geht mal gar nicht. Ich kann meine Frau nicht eine Nacht alleine lassen. Geht gar nicht. Auch ich könnte ohne meine Frau keine Nacht ertragen.

Geändert von Paar (09.11.2018 um 15:07 Uhr)
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Alt 09.11.2018, 15:37   #19
katja30031983
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katja30031983 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Also wenn Ihr denn Termin beim Arzt wegen dem Knie habt, würde ich diesen mal ansprechen ob er helfen könnte beim Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis. Helfen würden da sicher auch Unterlagen ihrer anderen Ärzte. Wegen der Angsterkrankung solltet ihr nach einem Psychiater, oder Psychiaterin in eurer Umgebung schauen wo sie sich aufgehoben fühlt. Mit diesem kann sie dann weiter besprechen was man machen kann.

Würde Deine Lebensgefährtin einen GdB (Grad der Behinderung) erhalten, könnte Sie beim Jobcenter in eine andere Abteilung gelangen wo man nicht so streng ist, zumindest hier. Hängt natürlich von eurem Ort ab.

Was u.U. jetzt sinnvoll wäre, dass ihr Mitglied beim Sozialverband oder VdK werdet, sind 6 € im Monat, alle drei Monate 18 €. Warum jetzt? Weil man mindestens drei Monate dort sein muss um Beratung zu erhalten. Die können einem mit Rat und Tat zur Seite stehen, auch bei Anträgen und Behinderung, Rente, ...

Wenn garnichts mehr gehen sollte, könnte sie auch eine gesetzliche Betreuung einrichten. Da wird man nicht mehr komplett entmündigt, sondern es gibt Aufgabenkreise wie Vertretung gegenüber Behörden, Gesundheitsangelegenheiten, Vermögenssorge, ... und die Betreuung wird für 3, 5 oder 7 Jahre in der Regel beschlossen bis es wieder geprüft wird.
Wobei ihr vorher aber zu einem Betreuungsverein gehen solltet, oder zum Sozialamt um eineN BetreuerIn zu finden, mit der sie klarkommen würde. Kann leider auch da schwarze Schafe geben.

Ich drücke euch erstmal die Daumen, vielleicht findest Du
ja noch was.

gruesse, katie.
katja30031983 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2018, 13:30   #20
Paar
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Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Zitat von katja30031983 Beitrag anzeigen
Also wenn Ihr denn Termin beim Arzt wegen dem Knie habt, würde ich diesen mal ansprechen ob er helfen könnte beim Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis.

Liebe Katie,

ganz grossen Dank an Dich für deine Zeilen. Wir sind gerade vollkommen überpowered an fast allem.
Für Menschen wie wir , die nie etwas zu tun hatten mit einem deratigen Wust an Gesetzestexten, Paragraphen, wenn und abers, ist diese Doppelbelastungssituation beinahe unerträglich. Was ich alleine hier im Forum bereits gelesen habe ist derart viel an Negativinformationen , dass ich sehr schnell begriffen habe, dass man einen tiefgehenden Kämpfertrieb haben muss um sich da anscheinend durchzukämpfen. ( Gesetze, Vorsicht vor Fehlern, Ämter usw) .
Wir sitzen da wie der berühmte Ochs vorm Berg.

Habe tausend Dank, liebe Katie.

<3

Geändert von Seepferdchen (10.11.2018 um 13:40 Uhr) Grund: Bitte kein Vollzitat ein einfaches reicht völlig, Danke
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Alt 10.11.2018, 16:07   #21
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Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Zitat von Paar Beitrag anzeigen
Sie hatte 2015 psychotherapeutische Sitzungen, haben gar nichts gebracht an Heilung und die Therapeutin sagte ihr ganz klar dass sie in Deutschland keine "Behinderung" deswegen anerkannt bekommen würde. Da nutzt auch das echte Leid der Betroffenen nichts, in diesem Land hat man nichts zu erwarten.

Zumindest nicht als einfacher Deutscher Mensch, der seelisch leidet.
Geht es jetzt um eine tatsächliche Heilung im medizinischen Sinne oder nur darum, einer Behinderung anerkannt zu bekommen?

Mit ein paar Sitzungen ist das Problem ganz sicher nicht erledigt. Eine mehrwöchige REHA wäre anzuraten. Was sagt der behandelnde Hausarzt dazu?
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Alt 11.11.2018, 16:19   #22
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Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Hallo ZerberusX,

Zitat:
Hat Sie es schon beim Sozialamt versucht?
Was soll sie dort bitte, wenn sie nicht mal was in der Hand hat zu ihrer aktuellen Erwerbsfähigkeit ?
Bis dahin ist das JC vorrangig zuständig, das kann man sich nicht "aussuchen".

Zudem steckt der Lebenspartner dann auch VOLL mit drin, das scheinst du völlig zu übersehen, das ist dort noch "schlimmer" als im SGB II.

Wer noch was verdient darf dann die Unterhaltskosten erst mal übernehmen bis er auch NIX mehr hat ... ODER das nicht mehr will, weil er ja (ohne Trauschein) dazu gesetzlich (eigentlich) gar nicht verpflichtet ist.

Sie hat auch im SGB XII KEINEN persönlichen "Alleinanspruch" ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 12.11.2018, 02:03   #23
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Frage AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Hallo Paar,

Zitat:
Nein, sie hat keinen Schwerbehindertenausweis. Wie soll dies auch in Deutschland gehen?
Das ist so nicht korrekt, medizinische Nachweise muss man allerdings immer vorweisen können und OHNE Antragstellung gibt es nirgendwo irgendwas und das gilt bestimmt nicht nur in Deutschland.

Ich kann deinen Frust sehr gut verstehen und nachvollziehen aber ein wenig Objektivität ist auch manchmal angebracht, die "Gesellschaft / Politik" ist NICHT "an Allem Schuld" und KANN auch nicht alle Schicksale vermeiden oder finanziell auffangen.
Einen Schwerbehinderten-Ausweis kann man aber auch nicht "essen" ich weiß nicht, was sich daraus für eure Situation an Verbesserungen ergeben soll.

Zitat:
Angsterkrankung wird immer noch nicht anerkannt, .....
Viele Menschen denken immer noch das sowas wie Panikattacken eine psychische Unpässlichkeit wäre, die ja nicht ...
Es ist nicht richtig, dass diese Krankheiten nicht anerkannt sind und ich weiß sehr gut was ich dir dazu schreibe, denn ich habe eigene Erfahrungen damit machen müssen (es hat nachgelassen aber es ist nicht ganz "weg"), eure Situation macht es aber auch nicht leichter dagegen erfolgreich was zu tun.

In so einer kompletten (besonders finanziellen) Abhängigkeit hätte ich das (vermutlich) auch nicht überwinden können, denn ich war immer ein Mensch der sich "zu helfen" wusste und habe überwiegend mein eigenes Einkommen gehabt, auch während meiner Ehe(n).

Die kurzen Zeiträume wo das nicht der Fall war, haben mich zusätzlich KRANK gemacht, denn das war völlig gegen meine (eigentlich eigenständige) "Natur" und mein persönliches Gefühl.
Ich weiß und spüre, dass du es gut mit ihr meinst, aber du tust ihr (leider) KEINEN wirklichen Gefallen damit, dass du meinst sie vor Allem bewahren und beschützen zu müssen.

Zitat:
Sie hatte 2015 psychotherapeutische Sitzungen, haben gar nichts gebracht an Heilung und die Therapeutin sagte ihr ganz klar dass sie in Deutschland keine "Behinderung" deswegen anerkannt bekommen würde.
Von der Anerkennung als Behinderung geht es ihr aber auch nicht besser und wenn sich während der Therapie an den sonstigen Lebensumständen NICHTS geändert oder gar gebessert hat, kann es auch in der Regel keinen Therapie-Erfolg geben ...

Zitat:
Da nutzt auch das echte Leid der Betroffenen nichts, in diesem Land hat man nichts zu erwarten.
Zumindest nicht als einfacher Deutscher Mensch, der seelisch leidet.
Das hilft KEINEM weiter (auch nicht deiner Partnerin) und solche "unterschwelligen" Hinweise darauf, dass es scheinbar "Anderen" besser geht damit, werden hier nicht gerne gelesen ... aber das nur nebenbei ...

Zitat:
Keine Ahnung wie und wo man einen medizinischen Dienst erreicht, wir haben da keinerlei Erfahrungen mit.
Es ist (eigentlich) ganz einfach ...
Deine Partnerin hätte (vermutlich) schon lange einen Antrag auf soziale Gelder beim zuständigen JobCenter (JC = Hartz 4 / ALGII) stellen können, dort hätte man auch ihre Krankenversicherung übernommen, was dich (vermutlich) auch finanziell entlastet hätte.

Dort kann / sollte sie angeben, dass sie gesundheitliche Probleme hat (ohne dem SB ihre ganze Krankengeschichte zu erzählen) und dann MUSS der Sachbearbeiter (SB) eine ärztliche Untersuchung (beim ärztlichen Dienst vom JC) veranlassen, um feststellen zu lassen, ob sie in Arbeit vermittelt werden KÖNNTE und wenn ja in Welche oder nicht.

Ins Haus bringt euch das Niemand ohne den Gang zur zuständigen Behörde und den Antrag auf Sozial-Leistungen ...

Du wirst dort auch viele Angaben machen müssen, denn ALGII gibt es nicht für einen Partner alleine, dein Einkommen (ALGI vorerst) wird dann dort mit "angerechnet", es kann auch sein, dass man euch (schriftlich) auffordert die Wohnung zu wechseln weil die (auf längere Sicht) zu teuer sein dürfte für das Amt ...

Verlangt man das schriftlich von euch, muss das Amt aber auch den Umzug bezahlen (nach Antragstellung auf Kosten-Übernahme) wenn ihr eine andere (angemessene) Wohnung gefunden habt.

Du schreibst ja selbst, dass ihr sowieso umziehen wollt, der "EX" deiner Partnerin sollte längst raus sein aus dem Miet-Vertrag, sonst könnt ihr den alleine gar nicht kündigen, davon scheinst du selbst leider auch nicht viel Ahnung zu haben.

Du hättest in den Vertrag gar nicht eintreten müssen, nun hat der Vermieter 3 Personen von denen er die Miete einfordern KANN und ALLEINE kann KEINER von euch diese Wohnung kündigen.

Zitat:
Für einen Schwerbehindertenausweis muss man ja , nach meinem Wissen, irgendwelche Prozente bekommen. Die wird sie wohl nicht kriegen unter den genannten Bedingungen.
Ich glaube ihr habt echt jede Menge anderer Probleme zu lösen, ein Schwerbehinderten-Ausweis hilft euch da aktuell kein Stück weiter, den kann deine Partnerin später immer noch beantragen aber WOZU ???

Das sind KEINE "Prozente", das ist ein "Grad der Behinderung" (GdB), die Prüfung nimmt auf Antrag das Versorgungsamt vor, aber dieser Ausweis "heilt" Niemanden und bringt auch kein Geld ein ...

Allein auf psychische Probleme gibt es aber tatsächlich selten direkt den Ausweis (= GdB 50), was konkret versprecht ihr euch denn davon, dass du so frustriert feststellst, dass sie den wohl nicht bekommen wird ???

Zitat:
Wir werden aber auf jeden Fall sehen, was die Untersuchung am Montag ergibt, denn die Sache mit ihrem Knie ist schon sehr schmerzhaft und hartnäckig.
Da steht also zuerst mal Diagnostik im Vordergrund und dann wird der Arzt Vorschläge machen was medizinisch zu tun ist, damit das wieder besser werden soll ...
Das ist noch lange kein Grund einen GdB feststellen zu lassen, zunächst wird immer Behandlung erwartet, auch vom Versorgungs-Amt.

Zitat:
So, habe nun wegen der angesprochenen EM rente geschaut. Auch da hat sie keinen Anspruch denn:
Das war mir schon oben klar, dass es keine Ansprüche auf EM-Rente geben wird, als du geschrieben hast, dass sie schon viele Jahre nicht mehr gearbeitet hatte, auch in der Beziehung davor.

Für seine Lebensplanung ist aber trotzdem letztlich Jeder erst mal selber verantwortlich, es ist traurig, dass sie sich so hat ausnutzen und unterdrücken lassen aber dafür kannst du jetzt nicht die Gesellschaft und das "Land" verantwortlich machen wollen.

Ich erlaube mir diese Anmerkung, denn ich habe mich nach fast 25 Ehejahren auch aus einer (inzwischen) sehr unglücklichen Lebens-Situation befreit, das war nicht leicht aber mir hat KEINER dabei geholfen.
Es gab auch Niemanden, der die finanzielle Versorgung nun übernommen hätte, damit ich mich darum nicht mehr selber kümmern musste und gesundheitlich / psychisch ging es mir damit auch Alles Andere als GUT ...

Ich hatte zudem noch die Verantwortung für die jüngere Tochter zu tragen und musste alleine zusehen wie ich das alles irgendwie "auf die Reihe" bringe.
Hartz 4 gab es damals noch nicht und vom Sozial-Amt habe ich auch NIX als blöde Fragen zu hören bekommen.
Meinen 2. Ehemann habe ich erst später kennengelernt und der hatte zunächst genug eigene Probleme und noch weniger Geld als ich selber ...

"Das Land und die anderen Leute" habe ich trotzdem nicht für mein persönliches Schicksal "verantwortlich" gemacht, ich denke da machst du es dir ein wenig "zu leicht" ...

Zitat:
Die Altersarmut wird hier gefördert und Menschen aus einer anderen Generation die nicht mit den heutigen Versagensproblemen der Politik zu ihrer Zeit mit heutigen Problemen in Verbindung standen ( ..die Rente ist sicher ...Blüm..) werden systematisch in die Altersarmut gebracht.
Den Blüm-Spruch kenne ich auch, aber schon zu dieser Zeit hatte man nur einen Renten-Anspruch wenn man auch Beiträge dafür aus Erwerbseinkommen eingezahlt hatte.
Die (aktuelle und zukünftige) Armut deiner Partnerin ist "Hausgemacht", daran hast du auch deinen Anteil ... auch wenn du es eigentlich gut gemeint hast ...

Zitat:
Frauen wie meine Verlobte kommen aus einer politischen Zeit wo alles geregelt schien und man sich "keine Sorgen machen brauchen sollte"...es würde schon irgendwie alles geregelt werden. naja... egal.
Na-Ja, diese Zeiten sind ja nun schon 28 Jahre vorüber und deine Freundin ist nicht die Einzige, die mal so aufgewachsen ist, ich bin auch ein "Kind der DDR" und habe mich durchgebissen als mir (relativ schnell) klar wurde, dass diese Zeiten endgültig VORBEI sind.

Diese Vergangenheit ist sicher auch ein Grund dafür, dass man finanzielle Abhängigkeiten nur schwer ertragen KANN auch als Frau, ich konnte und wollte mir ein reines "Hausfrauen-Dasein" (mit voller Abhängigkeit vom schwer arbeitenden Ehemann) niemals wirklich vorstellen.

Das war übrigens auch gar nicht "üblich" in diesem politischen System, es war eher "verpönt" als Frau lieber zu Hause zu bleiben und nur die Kinder zu hüten und den Mann zu verwöhnen.

Die Konsequenzen aus dem Untergang dieses (angeblichen) "heile Welt-Systems" hat eben (leider) nicht Jeder / Jede so rigoros gezogen und sich auf das ziemlich "andere" Leben in der BRD einlassen können.
Ich behaupte NICHT, dass es nun unbedingt "besser" ist aber ich habe keine Wahl als hier möglichst zu "überleben", mich zu "arrangieren" mit den Realitäten, denn "auswandern" ist auch keine Option für mich.

Zitat:
Es ist also nicht so dass wir uns durchaus so gar keine Gedanken gemacht hatten bereits.
Sehr viele Gedanken waren es aber offenbar noch nicht, so hilflos wie du selber rüber kommst ... seit 2005 gibt es bereits Hartz 4 (SGB II), davon solltest du ja auch schon mal was gelesen oder gehört haben ?
Das ist "Sozial-HILFE" (Grundsicherung) für Langzeit-Arbeitslose und / oder Menschen die sonst keine Ansprüche auf andere Geldleistungen mehr haben ABER theoretisch noch Arbeits-FÄHIG sind (wenigstens für 3 Stunden Erwerbsfähig).

Das Gegenteil hätte dann der dortige Med. Dienst festzustellen wie ich es oben schon beschrieben habe ... und dann kann es durchaus weiter gehen zum "richtigen Sozial-AMT" (SGB XII), meist fordern die dann aber eine med. Begutachtung durch die Rentenkasse ein.

Das machen die dann auch OHNE Anspruch auf eine EM-Rente zu haben, denn im SGB XII bekommt man NUR Geld, wenn man nachweislich (lt. DRV-Gutachten) NICHT mehr Erwerbstätig sein KANN (weniger als 3 Stunden Erwerbsfähig).

In beiden Fällen (SGB II/ SGB XII) wird ein Lebenspartner zunächst für den Unterhalt verantwortlich gemacht, mit seinem Einkommen und Vermögen, den "sozialen" Ämtern ist es dabei EGAL, ob man verheiratet ist oder nicht.
Es genügt bereits schon länger als Paar zusammen in der gleichen Wohnung zu leben ... das finde ich auch NICHT "in Ordnung" aber das ist nun mal rechtlich so geregelt ...

Zitat:
" Weisst Du, dieser Staat baut darauf dass Du entweder wegstirbst bevor du irgendwelche Ansprüche hast oder du in den Freitod gehst oder durch jahrelange Bürokratiekämpfe sowie Mürbemachentaktik aufgibst".
Auch wenn Hartz 4-Bezug kein reines "Vergnügen" ist kann ich dieser Aussage NICHT zustimmen, es ist genau dafür da und man braucht auch nicht "jahrelang" darum zu kämpfen.
Wenn man Bedürftig und Mittellos ist, hat man einen gesetzlichen Anspruch auf dieses Geld (das gilt auch für euch / für deine Partnerin), hingehen und die nötigen Anträge stellen muss man schon noch SELBER ...

So wäre sie (Krankenversicherung / Lebensunterhalt / Miete) wenigstens auch minimal "abgesichert" wenn dir mal was passieren sollte, ohne "den Teufel an die Wand zu malen" ... ich weiß, dass man darüber ganz ungerne nachdenkt ...

Für mich persönlich war es viel frustrierender nach fast 40 Arbeitsjahren ab Mitte 50, um die gesundheitlich nötige EM-Rente noch bis zum Gericht kämpfen zu müssen ... bis dahin mussten wir übrigens auch noch fast 2 Jahre Hartz 4 beziehen ...

Das fanden wir auch nicht wirklich "gerecht" ... aber in dieser Zeit habe ich SEHR viel gelesen und gelernt, um mich fundiert wehren zu können wenn man mich / uns "verars**en" wollte ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 12.11.2018, 13:32   #24
Paar
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Paar
Standard AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Liebe Diskutanten!

Es ist schade dass wohl manche meiner Aussagen nicht im richtigen Zusammenhang zitiert werden bzw. ich auch den Fehler machte die Fragen/Bemerkungen anderer nicht zitiert zu haben um den Bezug meiner Aussagen zu kennzeichnen .. ( Beispiel Schwerbehindertenausweis für sie usw...) .

Fakt ist auch, dass Panikattacken keine anerkannte Erkrankung ist im Sinne eine Behinderung und dass man bei verschiedenen Menschen eben verschiedene Schweregrade von Panikattacken / Angsterkrankung vorfindet. Was für die eine eine PA ist ist für die andere eine eher in den Griff zu bekommende PA. Wie bei allen Erkrankungebn gibt es auch hier verschiedene Ausprägungen. Deswegen sind Vergleiche sinnfrei.

Das war nämlich gemünzt auf eine Frage / Anregung eines anderen Schreibers.
Ich hätte wissen müssen dass in Foren nicht immer ein ganzer Strang komplett gelesen wird... seis drum.

Nun, zu einfach darf man es sich nicht machen, das ist richtig aber das trifft auch auf Aussagen zu wie "hausgemachte Probleme" usw.. da muss ich den Ball zurückgeben, so einfach darf man es sich dann auch nicht machen. Und nur weil eine Person besser mit einer negativen Eheerfahrung umgegangen ist
als eine andere, ist dies kein Indiz dafür dass die andere Person mehr oder selber schuld sei an einem negativen Lebensumstand.
Auch ist es keineswegs negativ wenn eine Frau als Hausfrau ihren Sinn sehen mag denn eine Hausfrau ist nicht nur ein blödes Anhängsel, sie schafft Räume und u.U. Träume für einen Mann der im harten Alltagsleben sich durchkämpfen muss.

Tatsache ist und bleibt für mich dass diese Politik versagt hat, dass deutsche Menschen nur unter schweren Bedingungen in diesem Land an manche Rechte gelangen. Das ist nunmal Fakt, ich weiss das ganz genau und ich denke dass nur ein bösartiger Geist da etwas bösartiges hineininterpretieren kann.

Übrigens ist meine Frau nicht aus DDR, weiss gar nicht wie man darauf kommt? Sie kommt aus dem Westen gebürtig, wie ich. Ich habe keine Ahnung wie die Frauen in der DDR gelebt haben und was dort verpöhnt war und was nicht. Ist auch nicht wichtig denn die DDR ist Geschichte.

Im Westen war eine Hausfrau sehr angesehen und keineswegs verpöhnt, was auch richtig ist denn eine Hausfrau leistet Arbeit! Wirkliche Arbeit!

Das wir uns keine oder kaum Gedanken gemacht hätten stimmt zwar nicht, aber in der Tat besteht unser Leben zunächst aus -leben- und nicht aus permanenten Grübeln über das unheilvolle Geldsystem und der Panikangst nur wegen einem Job zu leben. Man lebt als psychisch gesunder Mensch nicht um zu arbeiten sondern arbeitet um zu leben.

Das ist ein gravierender Unterschied. Arbeit ist Gelderwerb, nichts weiter. Wer mehr darin sieht möge eben sich vielleicht hinterfragen welch psychisches Problem dort vorherrscht.

Im Übrigen ist der Ex meiner Frau nicht mehr im Mietvertrag, weiss gar nicht wo ich das geschrieben haben soll, dass er immer noch im Mietvertrag sei?

Ich bedanke mich für die angeregte Diskussion und die Teilratschläge, wenn sie auch nicht immer frei waren von einer gewissen Selbsterhöhung, damit spreche ich nun nicht eine einzige Person hier im Strang an sondern hier und da die eine oder andere Randbemerkung von zwei Personen.

Gelernt habe ich doch einiges und vor allen Dingen, dass es wenig Sinn macht Hilfe zu suchen stattdessen mehr Sinn macht still zu lesen, überall. Möge jeder Mensch das finden was er sucht und sich zu wehren wissen wenn es ihm schlecht geht.

Es bleibt zu sagen, dass wir eben nie Berührungen mit Ämtern / H4 etc ahtten und dies für uns eben Neuland ist. Für die die hier im Forum Erfahrung haben ist das ein anderes Thema . Für uns ist das neu und es bleibt - nach allem was wir lesen / hören / sehen etwas entwürdigendes dabei. Ja, man muss selber hingehen und beantragen. nichts wird einem nach Hause getragen... das ist selbst uns klar. Wir wollten auch wissen welche Gemeinheiten einem erwarten können und besser gewappnet zu sein.

Ich schliesse dann mal hier mit diesem Strang ab und melde mich nicht mehr zu Wort.

Danke nochmals an wenige gutgemeinte und hilfreiche Beiträge und Gedanken.

Vielen Dank!

Geändert von Paar (12.11.2018 um 14:11 Uhr)
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Alt 12.11.2018, 18:00   #25
Doppeloma
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Frage AW: Kündigung zum 13.11. erhalten, wie jetzt vorgehen,kann ich Wohngeld beantragen und leider noch keinen Bescheid

Hallo Paar,

Zitat:
Es gibt den alten Mietvertrag wo sie drinsteht und ihr EX. Ich wurde (nach erfolgreicher Entfernung des Ex durch die Polizei) dann nachträglich in den Vertrag mitaufgenommen, von der Vermieterin auch ordentlich unterschrieben. Ich bin 2015 reingekommen.
Dann solltest du dich nicht so missverständlich ausdrücken, Niemand ist direkt aus dem Mietvertrag, nur weil er von der Polizei aus der Wohnung geholt wurde ...

Dass dir einige Gedanken der beteiligten User nicht gefallen war mir klar, du "wiegelst" aber auch einfach ab, was nicht in dein Denkschema passen will.

Warum glaubst du, dass es ein "Sonntagsspaziergang" wäre praktisch "über Nacht" in einem völlig anderen Rechtssystem zu landen und zu leben ???

Diese sehr oberflächliche Einstellung zu den früheren "Brüdern und Schwestern im Osten" ist auch noch immer zu weit verbreitet und klingt auch sehr nach "selber Schuld", warum bist du nicht geblieben wo du warst ...

Ging nicht, mein Geburtsland gab es einfach NICHT mehr ... deine Andeutungen, dass deine Partnerin eine "andere Sicherheit" gewohnt war, haben mich auf diesen Gedanken gebracht ...
Vielleicht solltest du dich einfach klarer ausdrücken, dann entstehen solche Missverständnisse nicht.

Zitat:
Ich habe keine Ahnung wie die Frauen in der DDR gelebt haben und was dort verpöhnt war und was nicht. Ist auch nicht wichtig denn die DDR ist Geschichte.
Offenbar eine "Geschichte" die dich nicht wirklich interessiert ABER was dich und deine Partnerin betrifft hat ALLE zu interessieren und wer deiner Ansicht nicht zustimmen möchte, sollte besser "still bleiben" ...
Für mich ist diese "Geschichte" ein Teil meines halben realen Lebens und meiner Erfahrungen, es gab und gibt also nicht nur meine gescheiterte Ehe "zu verarbeiten" ...

Habe aber auch nicht vor meine ganze Lebensgeschichte zu erzählen, es sollte ja vorrangig um deine / eure Probleme gehen ...
So wie du reagier(t)en (leider) immer noch viel zu Viele und meinen, man müsse das Alles in "taumelnder Glückseeligkeit genossen haben" ... daran sind aber auch genug Menschen kaputt gegangen, nur WILL das selten Jemand hören oder lesen müssen.

Zitat:
Im Westen war eine Hausfrau sehr angesehen und keineswegs verpöhnt, was auch richtig ist denn eine Hausfrau leistet Arbeit! Wirkliche Arbeit!
Das Gegenteil habe ich nie behauptet, mein persönlicher "Lebensplan" war das nicht und Renten-Ansprüche erwirbt man dadurch eben auch nur "sehr begrenzt", sofern man eigene Kinder geboren hat oder wenigstens verheiratet ist, mit dem so "umsorgten" Partner ...

Diese "wirkliche Arbeit" wird also gesellschaftlich / politisch nicht hoch genug gewertet, das fällt vielen Dauer-Hausfrauen erst schmerzhaft auf, wenn sie dann bei Krankheit und im Alter "mit leeren Händen" dastehen ...
Die Familien-Arbeit habe ich übrigens zusätzlich geleistet, ich habe auch 2 Kinder großgezogen ... deine Anmerkung ist also überflüssig, beinahe schon unverschämt.

Inzwischen muss man sich "Hausfrau" sein auch im Westen finanziell leisten können und in Hartz 4 ist das so nicht mehr vorgesehen, zumal es ja auch keine Kinder unter 3 Jahren mehr zu versorgen gilt in eurem Haushalt, da ziehen diese Argumente zumindest bei mir (und beim Amt) nicht mehr.

Zitat:
Das ist ein gravierender Unterschied. Arbeit ist Gelderwerb, nichts weiter. Wer mehr darin sieht möge eben sich vielleicht hinterfragen welch psychisches Problem dort vorherrscht.
Du bist ja ein richtiger "Hobbypsychologe", dabei denke ich zum Thema Gelderwerb grundsätzlich keinswegs anders als du, wenn man sich und den Kindern mal was extra gönnen will (regelmäßig in Urlaub als Familie z.B.) dann reicht ein Einkommen in der Regel nicht aus, um das zu realisieren ...

Zudem muss man ja nicht gleich "psychisch gestört sein", nur weil man als Frau auch noch andere Interessen hat als Ehemann verwöhnen /Küche / Kinder und Windeln ...
Deine Ansichten dazu sind ziemlich altmodisch und im Gegensatz zu mir hat deine Lebens-Partnerin keinerlei Ansprüche nach dem BGB (Familienrecht), wenn es dir so wie aktuell doch mal nicht mehr gefallen sollte ...

Sie lebt praktisch auf einem "finanziellen Pulverfass", dabei hätte ich auch massive Angst- und Panik-Zustände ... die Lebensumstände (besonders totale finanzielle Abhängigkeit vom Partner) spielen dabei eine sehr große Rolle, auch wenn du meinst das "besser" zu wissen.

Deine Partnerin wird das dir gegenüber ganz sicher nicht zugeben, so wie sie es auch in der Beziehung davor nicht gewagt hatte ...

Was ihr zu erwarten habt bei einem Antrag auf ALGII wurde doch bereits mehrfach geschrieben und kannst du hier auch überall nachlesen.
Geldleistungen für besondere Schicksale gibt es (in der Regel) nicht aber das Geld vom JC hätte sie längst beantragen können, am "bedingungslosen Grundeinkommen" wird noch gearbeitet ...

MfG Doppeloma
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