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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 30.08.2017, 17:31   #1
serg
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Registriert seit: 20.08.2017
Beiträge: 19
serg
Standard ALG1 reicht nicht zum überleben

Hallo,

mein Vater hat heute eine Kündigung bekommen, zum 30 September. Also wird mein Vater ab 1 Oktober ALG1 beziehen müssen.

Das würde dann 1050,-EUR netto sein. Dazu kommt aber die Miete von 630,-EUR kalt, warm sind es 850,-EUR.

Meine Mutter arbeitet auch. Aber nur in Teilzeit. Sie bekommt 500,-EUR netto.

Meinen Eltern würde also 700,-EUR übrig bleiben.

Ich, der Kind, lebe mit meinen Eltern zusammen und arbeite in Vollzeit.

Könnten meine Eltern mit einem Zuschuß von ALG1 oder Sozialamt rechnen?

Soweit ich weiß steht jedem ein Minimum von 400,-EUR zu. Meine Eltern hätten zusammen aber 700,-EUR. Somit könnten sie mit einem Zuschuß von 100,-EUR rechnen?


Grüße
Serg

Geändert von serg (30.08.2017 um 17:42 Uhr)
serg ist offline  
Alt 30.08.2017, 18:14   #2
Helga40
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Benutzerbild von Helga40
 
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Beiträge: 6.199
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Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

368 Regelsatz er
368 Regelsatz sie
566,67 Euro 2/3 Miete
-------------
1302,67 Euro Bedarf


1050 ALG 1
- 30 Euro Versicherungspauschale
500 Euro Lohn
- 100 Euro Grundfreibetrag
- ca. 120 Euro Freibetrag Erwerbstätigkeit (ausgehend von 700 Euro brutto bei Lohnsteuerklasse 5)
------------------------------------
1300 Euro Einkommen


Kämen noch ca. 2 Euro ALG 2 raus, wobei die Berechnung natürlich mangels Wissen um das genaue Einkommen der Mutter hakt. Ggf. kann auch noch mehr als nur der Grundfreibetrag abgesetzt werden, auch das weiß ich nicht.


Fakt ist jedoch, dass du nicht einfach so rechnen kannst, dass deine Eltern die volle Miete allein zu schultern haben. Du wohnst und lebst dort, du verdienst, du hast dich natürlich an der Miete zu beteiligen.
__

"Rules and responsibilities. These are the ties that bind us. If we did otherwise, we would not be ourselves. I will do what I have to, and I will do what I must. The only announcement is, that there is no announcement... quote the Raven, nevermore." - RAVEN
Helga40 ist offline  
Alt 30.08.2017, 21:57   #3
serg
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Registriert seit: 20.08.2017
Beiträge: 19
serg
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

cool, danke dir.

An wem sollten sich meine Eltern wenden? Wer kann es genau berechnen und woher käme eventuell die Unterstützung?
serg ist offline  
Alt 31.08.2017, 07:11   #4
TazD
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Beiträge: 4.076
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Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Zitat von serg Beitrag anzeigen
An wem sollten sich meine Eltern wenden?
An dich.

Zitat von serg Beitrag anzeigen
.... und woher käme eventuell die Unterstützung?
Von dir. Deinen Eltern wäre mit Sicherheit schon geholfen, wenn du dich zu einem Drittel an den Wohnkosten beteiligen würdest. Wären immerhin über 280 € als Entlastung.
__

audiatur et altera pars [lat.: Man höre auch die andere Seite. ]
fiat iustitia [lat.: Es möge Gerechtigkeit geschehen. ]
TazD ist offline  
Alt 31.08.2017, 08:13   #5
axellino
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axellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiert
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Zitat von Helga40 Beitrag anzeigen
Du wohnst und lebst dort, du verdienst, du hast dich natürlich an der Miete zu beteiligen.
Und aus meiner Sicht nicht nur daran, als vollzeit Beschäftigter.
Es fallen ja sicherlich monatl. noch weitere feste Kosten an, Strom, Telefon/Internet, Rundfunkgeb. und dazu könnte man sich ja auch ggfls. mit ein kleinen Obolus an den Einkäufen von Lebensmitteln etc. beteiligen und somit bräuchten auch die Eltern derzeit nicht beim Jobcenter aufschlagen und sich somit vor denen gänzlich nackig machen, z.B. was ihre Einkommens und Vermögensverhältnisse betrifft und das dann auch nur, für die paar Kröten, auf die sie ggfls. Anspruch hätten.
__

Wer Rechtschreibfehler findet,darf sie gerne behalten !!!!
axellino ist gerade online  
Alt 31.08.2017, 12:33   #6
Kerstin_K
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Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Eventuell eher Wohngeld beantragen
Kerstin_K ist offline  
Alt 31.08.2017, 13:33   #7
franky0815
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franky0815 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Zitat von serg Beitrag anzeigen

Meinen Eltern würde also 700,-EUR übrig bleiben.

Ich, der Kind, lebe mit meinen Eltern zusammen und arbeite in Vollzeit.
Grüße
Serg
dann musst du deinen nettolohn dazuzählen!
__

"Man traue nie einem erhabenen Motiv für eine Handlung, wenn sich auch ein niedriges finden läßt"
franky0815 ist offline  
Alt 31.08.2017, 14:30   #8
Gaestin
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Gaestin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Strom Telefon Internet Nebenkosten und Lebensmittel,
wieviel verbrauchst Du im Monat bei ihnen?
Rechne mal durch und schreibe es hier.
Gaestin ist offline  
Alt 31.08.2017, 18:39   #9
Helga40
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Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Eventuell eher Wohngeld beantragen
Die gelten beim Wohngeld als Wirtschaftsgemeinschaft, denn er ist Haushaltsmitglied: SS 5 WoGG - Haushaltsmitglieder

Wenn er voll arbeitet und gut verdient, wird es kein Wohngeld geben.

Zitat:
Wer kann es genau berechnen und woher käme eventuell die Unterstützung?
Ja, gibst du denn gar nichts von deinem Verdienst zuhause ab?!
__

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Geändert von TazD (01.09.2017 um 06:59 Uhr)
Helga40 ist offline  
Alt 01.09.2017, 04:43   #10
Doppeloma
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Frage AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Hallo serg,

Zitat:
mein Vater hat heute eine Kündigung bekommen, zum 30 September. Also wird mein Vater ab 1 Oktober ALG1 beziehen müssen.
Das würde dann 1050,-EUR netto sein. Dazu kommt aber die Miete von 630,-EUR kalt, warm sind es 850,-EUR.
Kann ich mich nur anschließen zu fragen, wie du dich finanziell beteiligst am Familienleben, an der Miete für die Wohnung.

Die ist ja vermutlich auch deswegen größer und entsprechend teurer weil du dort auch noch wohnst, darf ich fragen wie alt du bist ?

Zitat:
Meine Mutter arbeitet auch. Aber nur in Teilzeit. Sie bekommt 500,-EUR netto.
Meinen Eltern würde also 700,-EUR übrig bleiben.
Dann ist es wohl an der Zeit die Eltern in der Not zu unterstützen, wenn sie von dir bisher (scheinbar) keine Beteiligung an Lebensunterhalt und Wohnkosten verlangt haben.

Zitat:
Ich, der Kind, lebe mit meinen Eltern zusammen und arbeite in Vollzeit.
Wäre schon interessant wenn du bereit bist unsere Fragen dazu zu beantworten, es ist natürlich sehr bequem, wenn man (offenbar) bisher kostenfrei bei den Eltern wohnen konnte und rundum versorgt wurde, ohne was dafür vom eigenen Einkommen abgeben zu müssen.

Zitat:
Könnten meine Eltern mit einem Zuschuß von ALG1 oder Sozialamt rechnen?
Nein, wie kommst du denn darauf, in ALGI gibt es keine Zuschüsse weil das nicht reicht, das ergibt sich aus dem letzten Arbeitseinkommen und muss bei vielen Arbeitslosen reichen auch wenn es weniger ist als bei deinem Vater.

Bei echter Bedürftigkeit kann aufstockend ALG II beantragt werden aber wie dir schon vorgerechnet wurde, besteht da (wenn überhaupt) nur ein minimaler Anspruch, zudem wirst du dann auch verpflichtet mindestens deinen Mietanteil selbst zu zahlen.

Für die Wohnkosten müssen IMMER alle Bewohner zu gleichen Teilen aufkommen, ehe irgendein Amt staatliche Zuschüsse zahlt.
Das kann man ja sicher einfacher auch ohne neugierige Ämter lösen und mit etwas Glück findet dein Vater sehr bald eine neue Stelle.

Auch für Wohngeld wird das Einkommen ALLER gemeldeten Bewohner anzugeben sein (also auch dein Vollzeit-Einkommen), ich denke daher nicht, dass sich dort ein Anspruch ergeben wird.
Zudem gelten auch dort Höchstgrenzen bei der bezuschussten Miete.

Vom Sozial-AMT bekommen sie überhaupt NICHTS, da wärst du zunächst (als Kind) mal VOLL Unterhaltspflichtig, aber sie sind ja beide (gesundheitlich) Erwerbsfähig, da ist das Sozial-AMT ohnehin nicht zuständig.

Zitat:
Soweit ich weiß steht jedem ein Minimum von 400,-EUR zu. Meine Eltern hätten zusammen aber 700,-EUR. Somit könnten sie mit einem Zuschuß von 100,-EUR rechnen?
Deine ganze Rechnung geht also nicht auf, man kann nicht einfach zu irgendeinem Amt gehen, damit das "Kind" was noch zu Hause wohnt, weiter sein ganzes Einkommen für sich behalten kann.

Wenn du nicht bereit bist dich (endlich) angemessen zu beteiligen, dann werden sie wohl mit 700 € auskommen müssen, bis dein Vater wieder Arbeit gefunden hat ... warum bitte sollten nun fremde Menschen und Ämter deine Eltern unterstützen müssen ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist gerade online  
Alt 01.09.2017, 07:58   #11
Gaestin
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Gaestin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

es gäbe eine andere Lösung. Du hast ein Zimmer, nehme ich an.
Also mit Nebenkosten 283 Euro im Monat. Wie lange das schon geht
weiß ich nicht, also wie lange Du Vollzeit arbeitest und auf Kosten der Eltern lebst. Aber die Eltern können für 283 Euro untervermieten,
an jemanden der zahlt. Und ihre Kosten für Lebensmittel für Dich entfallen. Da hätten sie sofort mehr Geld.
Gaestin ist offline  
Alt 01.09.2017, 16:21   #12
FrauStahl
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FrauStahl
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Ich würde mal darum bitten, dass man hier nicht so über den TE her fällt.

Helga40 hat bereits in der ersten Antwort darauf hingewiesen, dass er sich angemessen an der Miete beteiligen kann/sollte um seine Eltern zu unterstützen. Ich denke da braucht es nicht noch 10 weiter Nutzer, die ihm das gleiche mit steigender Vehemenz nahelegen und ihm durch die Blume sagen, den Eindruck geben wollen, dass er ein Schmarotzer ist.

Zumal man ihm ja von vornherein erst mal zu Gute halten muss, dass er quasi erst mal für seine Eltern nachfragt, die durch Kündigung in einen finanziellen Engpass gekommen sind und nicht er selbst. Über sein eigenes Einkommen wissen wir darüber hinaus auch nichts. Eine Azubine arbeitet auch Vollzeit, aber kann im Zweifelsfall trotzdem im Monat nur 300 EUR verdienen. Also bitte mal langsam mit den Anschuldigungen.

Der Vorschlag mit dem Beteiligung ist ja vernünftig, so machbar, aber auch dann reicht es wenn er einmal zur Kenntnis genommen wird.

Darüber hinaus wundert es mich selbst etwas, dass man im ALG I Bezug anscheinend schlechter stehen kann, als bei ALG II ? Nach Übernahme der Mietkosten hat man da immerhin den Grundregelsatz von 403 EUR zum Leben über, oder habe ich die Rechnung falsch verstanden?
FrauStahl ist offline  
Alt 01.09.2017, 16:28   #13
Gaestin
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Gaestin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

so viel ich weiß, kann ALG1 aufgestockt werden, wenn
der Betrag unter dem Regelsatz ALGII plus Miete etc.
liegt.
Gaestin ist offline  
Alt 01.09.2017, 17:19   #14
serg
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serg
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Also meine Frage bezog sich auf gesetzliche Lage, nicht auf Moral.

Klar kann ich unterstützen, aber wenn die Gesetzeslage es erlaubt, dass meine Eltern ein Zuschuß bekommen, warum sollten meine Eltern und ich darauf verzichten?? Weil wir den Staat nicht belasten dürfen?? Soll mein Vater vielleicht dann gleich auf ALG1 verzichten um den Staat nicht zu belasten??WTF?
Ich gehe davon aus, dass einige Beiträge hier spät Abend verfasst wurden. Wenn man nicht ganz so frisch ist.

Also ich bin selbst 30 und mein Netto beträgt 1400,-EUR.

So wie ich es verstanden habe, mit viel Glück würden meine Eltern so einen kleinen Zuschuß bekommen, dass es alles nicht Wert wäre, sich anzumelden und sich blank vor den Ämten ausziehen zu lassen. Ok, dann werde ich sie unterstützen.


Eine andere Frage:

Mein Vater geht in 1 Jahr in die Rente. Er wird also von ALG1 weg sein und wird ganz normal seine Rente beziehen.
Meine Mutter bezieht bereits die Rente(hab vergessen es früher zu erwähnen) aber hat auch diesen Teilzeitjob mit 500,-EUR. Weil ihre Rente so klein ist.
Mein Vater würde dann eine Rente von 1050,-EUR bekommen. Meine Mutter 150,-EUR ohne diesen Teilzetjob. Den Teilzeitjob würde sie aufgeben.

Bei mir ist es so. Ich bin 30 und werde früher oder später umziehen.
Das bedeutet eigene Miete und ganze Rechnungen kommen noch auch mich. Ich könnte dann ganz schlecht meine Eltern unterstützen.

Hätten meine Eltern dann auch ein Anspruch auf Wohngeld? Wenn ich umgezogen bin? Ich denke schon oder? Und wenn ich immernoch bei den Eltern mitwohne, müsste ich nur einen Teil der Miete zahlen?
serg ist offline  
Alt 01.09.2017, 17:49   #15
Gaestin
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Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Serg, die Eltern würden jetzt gar nichts bekommen, wenn
noch jemand in der Wohnung wohnt, der Miete zahlen könnte.
Dein Vater muss nicht auf ALG1 verzichten, weil es eine
Versicherungsleistung ist, für die er Beiträge gezahlt hat.
Aber sonst würde man sofort ein Drittel der Miete und Lebensmittel
und Nebenkosten von Dir verlangen. 283 Miete und was die Lebensmittel halt kosten. Und dann gäbe es nichts vom Amt.
Falls Du nicht mehr in der Wohnung wohnst, kannst Du es ausrechnen, wie es mit dem Einkommen der Eltern ist.
In der Rente. Einkommen 1200. Miete 850. Sie müssten wohl dann
Dein Zimmer vermieten, um 283 Euro mehr zu haben. Dann hätten sie 633 zum Leben. Es sei denn, Deine Mutter möchte vielleicht den Teilzeitjob weitermachen, dann hätten sie 500 mehr.
Gaestin ist offline  
Alt 01.09.2017, 19:48   #16
Doppeloma
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Frage AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Hallo Frau Stahl,

Zitat:
Darüber hinaus wundert es mich selbst etwas, dass man im ALG I Bezug anscheinend schlechter stehen kann, als bei ALG II ?
Was wundert dich denn bitte daran, ALGI ergibt sich aus dem Einkommen was davor bezogen wurde und wenn das gering gewesen ist (Geringverdiener oder Teizeitbeschäftigung) gibt es auch entsprechend wenig ALGI daraus.

Wobei man nun einen Betrag um die 1000 € als ALGI nicht unbedingt als gering ansehen kann, der muss natürlich rechtlich nun nicht reichen, um die ganze Familie zu ernähren.

Zitat:
Nach Übernahme der Mietkosten hat man da immerhin den Grundregelsatz von 403 EUR zum Leben über, oder habe ich die Rechnung falsch verstanden?
Ich weiß nicht was du da gerade rechnest, im ALGI gibt es KEINE Miet-Übernahme, es werden aber auch keine Angehörigen und ihre Einkommen mit einberechnet.

Was du schreibst bezieht sich auf ALG II und NICHT auf ALGI, wenn man Lohnersatzleistungen bezieht (ALGI / Krankengeld), dann ist das Unabhängig von Partner- oder Familien -Einkommen.

Wenn es dann insgesamt nicht reichen sollte kann natürlich aufstockend ALGII dazu beantragt werden, das gilt dann aber für alle Mitglieder eine BG oder Familiengemeinschaft.

Einen persönlichen Einzel-Anspruch auf Sozial-Leistungen weil die Lohnersatzleistungen nicht reichen gibt es nicht ... jedenfalls nicht wenn im gleichen Haushalt andere Familienmitglieder das "ausgleichen" könnten.

Hast du noch nie reguläres Arbeitslosengeld (ALGI) bezogen, da gibt es keine Mindestbeträge, das ergibt sich immer aus dem was man vorher mal verdient hatte (60 % vom Netto ohne Kinder und 67 % vom Netto wenn es noch unterhaltsberechtigte Kinder gibt).

Ich persönlich hätte auch NIX dagegen, wenn mein Männe unabhängig von mir seine EM-Minirente (rund 600 € nach 35 Berufsjahren) beim SGB XII aufstocken könnte, da hätten wir auch ein deutlich angenehmeres Leben so rein finanziell gesehen.

MfG Doppeloma
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Alt 01.09.2017, 20:35   #17
serg
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serg
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Hmm..ich war eine Zeit lang arbeitslos und ich bezog ALG2. Habe auch bei meinen Eltern gelebt. Beide hatten ein Job.

Ich habe trotzdem meine ALG2 Leistungen zu 100% bekommen. Keiner hat nach dem Einkommen meiner Eltern gefragt.


Ja, meine Eltern Überlegen sich den Teilzeitjob meiner Mutter zu behalten. 500,-EUR sind schließlich schon sehr gut.

Allerdings denke ich ob es nicht sinnlos wäre. Wenn meine Eltern diesen Teilzeitjob schmeißen. Schließlich hätten sie das selbe Geld vom Staat als Aufstockung bekommen.
Was denkst ihr? Aber meine Eltern wäre ohne Aufstockung unabhängig. Das ist schon ein Argument.

Jaja der liebe Staat..die größte Wirtschaftsmacht...man arbeitet 45 Jahre und muss dann von Sozial aufstocken lassen.

Meine Generation wird es noch härter treffen. Schließlich wird die Rente bis 2030, von 60% auf 45% gesenkt.
Nach 45Jahren arbeit wird meine Rente 650,-EUR betragen. Wovon ich eine Miete von ca. 500,-EUR zahlen müsste.

Aber wenigstens blüht unsere Wirtschaft auf!
serg ist offline  
Alt 01.09.2017, 22:54   #18
Helga40
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Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Zitat:
Also meine Frage bezog sich auf gesetzliche Lage, nicht auf Moral.
Was hat die Beteiligung an der Miete mit Moral zu tun? Du hast doch die Rechnung aufgemacht und die volle Miete vom Einkommen deiner Eltern abgezogen. Das es kein Anrecht auf mietfreies Wohnen gibt, sollte doch wohl klar sein. Insbesondere, wenn du als alleinstehende Person allein fast soviel Einkommen hast wie deine Eltern zu zweit. Da zahlt nicht noch die Allgemeinheit indirekt die Miete für dich.

Zitat:
eine Mutter bezieht bereits die Rente(hab vergessen es früher zu erwähnen) aber hat auch diesen Teilzeitjob mit 500,-EUR. Weil ihre Rente so klein ist.
Wie nett. Einfach mal vergessen. Dann vergiss meine Rechnung.

Was ist "so klein" in Euro ausgedrückt? Und was ist das für eine Rente? Wegen Alter? Dann hätte sie sowieso kein Alg2 Anspruch.
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Helga40 ist offline  
Alt 01.09.2017, 23:21   #19
serg
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serg
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Zitat von Helga40 Beitrag anzeigen
Was hat die Beteiligung an der Miete mit Moral zu tun?..........Da zahlt nicht noch die Allgemeinheit indirekt die Miete für dich.
dein zweiter Satz klingt aber nach einer Moralprädigung, als nach einer rechtlichen Lage.


Zitat von Helga40 Beitrag anzeigen
Was ist "so klein" in Euro ausgedrückt? Und was ist das für eine Rente? Wegen Alter? Dann hätte sie sowieso kein Alg2 Anspruch.
Was klein in EUR?

Sonst ja, das ist Altersrente.
serg ist offline  
Alt 02.09.2017, 02:18   #20
Doppeloma
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Hallo serg,

Zitat:
Also meine Frage bezog sich auf gesetzliche Lage, nicht auf Moral.
Das ist wohl nicht ganz voneinander zu trennen und wenn du 30 bist und trotzdem lieber weiter bei deinen Eltern wohnen willst, hat das ja sicher nicht ganz unwesentlich auch finanzielle Gründe, die "Nachteile" wenn du separat wohnst und alleine wirtschaften musst, hast du ja bereits selbst unten erwähnt

Eure Lebensform soweit alle damit zufrieden sind, geht natürlich Niemanden was an aber eben nur so lange, wie man kein Geld von rein sozialen Ämtern zusätzlich haben möchte ...

Zitat:
Klar kann ich unterstützen, aber wenn die Gesetzeslage es erlaubt, dass meine Eltern ein Zuschuß bekommen, warum sollten meine Eltern und ich darauf verzichten?? Weil wir den Staat nicht belasten dürfen??
Richtig erkannt, der Staat ist erst dann zuständig (zu machen) wenn es anders tatsächlich nicht mehr geht und, dass es so ist, hat man dann akribisch nachzuweisen ...

Zu den Unterhaltsverpflichtungen innerhalb der Familie (Eltern / Kinder und umgekehrt) gibt es bereits genug gesetzliche Regelungen im BGB, die gab es schon immer und die haben auch IMMER Vorrang, das schreibe ich nicht, um zu "moralisieren", sondern weil du nach der Rechtslage gefragt hast ...

Ich habe selbst auch Kinder und das Letzte was ich möchte ist, dass sie mal finanziell für mich aufkommen MÜSSEN, weil ich mein Leben nicht mehr selbst finanzieren kann.

Sie haben allerdings auch aus ihrem Erwerbs-Einkommen immer schon was beisteuern müssen so lange sie noch zu Hause gewohnt haben, es gibt NICHTS umsonst im Leben und das sollte man frühzeitig lernen, das bedeutet ja nicht, dass sie alles abgeben mussten, was sie verdient haben.

Zitat:
Soll mein Vater vielleicht dann gleich auf ALG1 verzichten um den Staat nicht zu belasten??WTF?
Was immer auch "WTF" nun heißen soll, dein Vater DARF gar nicht auf ALGI verzichten, um dann andere Sozial-Leistungen zu beziehen, wie dir schon richtig erklärt wurde, ist das eine Lohnersatz-Leistung (Versicherungs-Leistung) für die er jahrelang Beiträge aus seinem Arbeitslohn gezahlt hat ... warum sollte er darauf verzichten ???

Zitat:
Ich gehe davon aus, dass einige Beiträge hier spät Abend verfasst wurden. Wenn man nicht ganz so frisch ist.
Nimm es mir bitte nicht übel, aber wer hier "nicht mehr ganz frisch ist" bleibt wohl noch offen ...

Zitat:
Also ich bin selbst 30 und mein Netto beträgt 1400,-EUR.
Und warum wohnst du dann noch bei deinen Eltern und überlegst wie du da möglichst (finanziell) ungeschoren weiter leben kannst, wenn es bei denen nun enger in der Haushaltskasse wird ...?

Die "Nachsicht" einiger User hier kann ich nicht nachvollziehen (du bist also weder Azubi, noch sonst besonders "arm dran", jedenfalls nicht finanziell), was bitte tust DU denn für deine Eltern sonst so, außer dort wohnen und dein ganzes Einkommen (lieber) für dich alleine zu haben.

Zitat:
So wie ich es verstanden habe, mit viel Glück würden meine Eltern so einen kleinen Zuschuß bekommen, dass es alles nicht Wert wäre, sich anzumelden und sich blank vor den Ämten ausziehen zu lassen. Ok, dann werde ich sie unterstützen.
OHHH, wie nett, sie könnten übrigens (vielleicht) sogar Wohngeld bekommen, wenn du dort NICHT mehr wohnen würdest oder eben dein Zimmer gegen Bezahlung vermieten ... wie es schon vorgeschlagen wurde, um selbst noch ein relativ müheloses "Zubrot" zu haben.

Dann brauchen sie vermutlich auch kein zusätzliches Geld von irgendeinem Amt beantragen ... deine ganzen Überlegungen sehe ich eher als besondere "Fürsorge" für dich selber an, das bisher so bequeme Leben bei den Eltern möglichst ungestört weiter zu genießen.

Zitat:
Mein Vater geht in 1 Jahr in die Rente. Er wird also von ALG1 weg sein und wird ganz normal seine Rente beziehen.
Meine Mutter bezieht bereits die Rente(hab vergessen es früher zu erwähnen) aber hat auch diesen Teilzeitjob mit 500,-EUR. Weil ihre Rente so klein ist.
Sie bezieht also bereits reguläre Altersrente, wenn auch eine geringe, was nichts daran ändert, dass dieses Geld auch mit in die bisherigen (theoretischen) Berechnungen gehört.

Dann gibt es wohl auch keine ca. 2 € ALGII mehr dazu und aus den bisher 700 € (wo angeblich was fehlt nach amtlichen Maßstäben) werden schon 850 € die zum Leben (und für die anderen Abgaben) übrig bleiben.

Zitat:
Mein Vater würde dann eine Rente von 1050,-EUR bekommen. Meine Mutter 150,-EUR ohne diesen Teilzetjob. Den Teilzeitjob würde sie aufgeben.
Warum gibt sie den Job auf, wenn das Geld dann so knapp wird, 1200 € werden natürlich nicht für die aktuelle Miete und den Lebensunterhalt für 2 Personen reichen können.

Zitat:
Bei mir ist es so. Ich bin 30 und werde früher oder später umziehen.
Das bedeutet eigene Miete und ganze Rechnungen kommen noch auch mich.
Du solltest besser früher als später umziehen, dann haben deine Eltern eine Möglichkeit Grundsicherung aus dem SGB XII (nach Kapitel 4) für Altersrentner zu bekommen, wenn dann BEIDE in regulärer Altersrente sind.

SS 41 SGB XII Leistungsberechtigte

SS 43 SGB XII Einsatz von Einkommen und Vermogen, Berucksichtigung von Unterhaltsanspruchen

Da kannst du Einiges dazu nachlesen ... am Besten ALLES was mindestens im SGB XII / 4. Kapitel steht.

Deine Mutter muss auch nicht mehr arbeiten gehen, wenn es ihr schwer fällt oder auch einfach weil sie das nicht mehr möchte im Alter.

Sie werden dann vielleicht die aktuelle Wohnung aufgeben müssen, denn das (Sozial-) Amt bezahlt nur "angemessenen" Wohnraum für 2 Personen oder sie können / müssen dann ein Zimmer vermieten gegen ordentliche Bezahlung, damit sie dort weiter wohnen können.

Zitat:
Ich könnte dann ganz schlecht meine Eltern unterstützen.
Musst du dann auch nicht, so lange dein Jahres-Einkommen nicht 100 000 € im Jahr übersteigt und du sonst auch keine nennenswerten Vermögenswerte besitzt (das gilt aber NUR für Kapitel 4).

Zitat:
Hätten meine Eltern dann auch ein Anspruch auf Wohngeld? Wenn ich umgezogen bin? Ich denke schon oder?
Bei der bisherigen Planung werden sie mit Wohngeld nicht auskommen, denn da bleibt nach Bezahlung der Miete (1200 € - 850 = 350 €) nicht genug zum Leben und für die restlichen Kosten übrig ...

Auch beim Wohngeld gibt es Grenzen, das soll ja nur ein Mietzuschuss sein und nicht die fast halbe Miete decken.

Gesetzlicher Bedarf wäre auch im SGB XII 2x 364 € (aktueller Partner-Regelbedarf) + Wohnkosten (KdU) 850 € ... ergibt einen Gesamt-Bedarf von 1578 € - 1200 € (Renten-Einkommen) ergibt einen Fehlbetrag von 378 € ...

Ob das bei euch vom Wohngeld aufgefangen wird, kann man hier kaum entscheiden, denn auch dort müssen die Wohnungen "angemessen" sein nach Größe und Personen-Zahl und diese Grenzen sind sehr verschieden, je nach konkretem Wohnort und der dort üblichen Miethöhen.

Zitat:
Und wenn ich immernoch bei den Eltern mitwohne, müsste ich nur einen Teil der Miete zahlen?
Das ist richtig, so lange du noch bei den Eltern wohnst kann man nicht mehr als deinen Mietanteil verlangen, wie viel dir deine Eltern sonst noch wert wären, darfst du natürlich selbst entscheiden.

Wenn sie das so in Ordnung finden steht es zumindest amtlich Niemandem zu daran "herum zu mäkeln" ... dann bekommen sie aber auch aktuell garantiert NIX irgendwo.

Eine eigene Meinung gestatte ich mir deswegen aber trotzdem zu haben und das Gesetzliche gilt alles NUR so lange die Fakten so bleiben, wie sie von dir beschrieben wurden.

MfG Doppeloma
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Alt 02.09.2017, 03:27   #21
Doppeloma
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Frage AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Hallo serg,

ich mach mal einen neuen Beitrag, damit etwas Übersicht erhalten bleibt.

Zitat:
Hmm..ich war eine Zeit lang arbeitslos und ich bezog ALG2. Habe auch bei meinen Eltern gelebt. Beide hatten ein Job.
Ich habe trotzdem meine ALG2 Leistungen zu 100% bekommen. Keiner hat nach dem Einkommen meiner Eltern gefragt.
Vermutlich warst du bereits ÜBER 25 Jahre alt, das ist einer der vielen "Ausnahme-Tatbestände" im SGB II, dann bist du auch im Haushalt der Eltern eine "Einzel-BG" ...
Ich nehme mal an du hast entweder NUR den blanken Single-Regelsatz bekommen oder dazu Teil-KdU (ein Drittel der vollen Miete = dein Kopfanteil) weil deine Eltern den Rest Miete alleine zahlen mussten oder wollten.

Hast du offiziell bereits "Mietfrei" gewohnt, war das JC sicher erfreut dir gar keine KdU (Wohnkosten) zahlen zu müssen, denn 100 % der Miete (850 €) hast du ganz sicher NICHT bekommen.

Es ist korrekt, dass die Einkommen deiner Eltern das JC dann nichts mehr angehen, dein aktuelles Einkommen ginge das JC jetzt auch NICHTS mehr an, aber ein Drittel der Gesamt-Miete musst du (als Mitbewohner der Wohnung) trotzdem übernehmen und aus dem Rest ergibt sich aktuell schon rechnerisch gar kein Anspruch mehr für deine Eltern auf Geld aus dem SGB II.

Zitat:
Ja, meine Eltern Überlegen sich den Teilzeitjob meiner Mutter zu behalten. 500,-EUR sind schließlich schon sehr gut.
Allerdings denke ich ob es nicht sinnlos wäre. Wenn meine Eltern diesen Teilzeitjob schmeißen.
Ob deine Mutter diesen Teilzeit-Job (auf lange Sicht) behalten wird hängt ja nicht nur von ihr alleine ab, ich nehme an da gibt es auch noch einen Arbeitgeber, der das mit zu entscheiden hat.

Und "schmeißen" kann den Job ja wohl nur deine Mutter, wenn sie den macht, also sollte es wohl davon abhängen ob sie das schafft (und will) und wie lange noch und nicht nur davon, ob deine "Eltern" das für besser halten wollen, wenn sie sich noch weiter "krumm macht" ...

Zitat:
Schließlich hätten sie das selbe Geld vom Staat als Aufstockung bekommen.Was denkst ihr?
Dass du noch immer nicht verstanden hast, dass sie aktuell NICHTS bekommen werden vom Staat, was wir sonst so denken, möchtest du ja gar nicht so gerne lesen müssen.

Zitat:
Aber meine Eltern wäre ohne Aufstockung unabhängig. Das ist schon ein Argument.
Ob sie das dann mit der (gemeinsamen) Altersrente auch bleiben können, wird sich noch zeigen, die Rechnung (ohne den Teilzeit-Job deiner Mutter) habe ich ja oben schon aufgemacht ... vielleicht sollten deine Eltern auch über einen Umzug in eine kleinere / günstigere Wohnung nachdenken ... ehe sie mal von einem Amt dazu aufgefordert werden ...

Dann kann man notfalls auch von 1200 € und einem Mietzuschuss (Wohngeld gibt es dann sicher bei Bedarf für beide alleine) einigermaßen zufrieden leben und ist zumindest relativ Unabhängig von weiteren amtlichen Vorschriften.

Zitat:
Jaja der liebe Staat..die größte Wirtschaftsmacht...man arbeitet 45 Jahre und muss dann von Sozial aufstocken lassen.
Ja, mir kommen gerade die Tränen ...
Deine Mutter kann ja so viele Jahre nicht voll gearbeitet haben, dann hätte sie mehr als 150 € Altersrente ... das darfst du mir glauben, ich kann davon (nach fast 40 Arbeitsjahren) immerhin meinen Männe nun "mit ernähren", darum bekommt er auch KEIN Geld vom Amt zu seiner mickrigen EM-Rente dazu ...

Zitat:
Meine Generation wird es noch härter treffen. Schließlich wird die Rente bis 2030, von 60% auf 45% gesenkt.
Glaubst du wirklich, dass du das hier irgendwem erklären musst, wie war das doch ...

Du bist aktuell 30 Jahre hast offenbar einen Job in dem du immerhin 1400 € Netto verdienst und sorgst nicht zusätzlich vor für dein Alter, wo du doch schon genau weißt was da auf dich zukommen wird und (noch) keine relevanten laufenden Kosten zu bestreiten hast ...

Zitat:
Nach 45Jahren arbeit wird meine Rente 650,-EUR betragen. Wovon ich eine Miete von ca. 500,-EUR zahlen müsste.
Woher willst du das jetzt schon so genau wissen wollen, deine Rente wird trotz Allem zuerst mal davon abhängen was du mal noch verdienst (verdienen kannst) die nächsten 30 Jahre (eigentlich mindestens noch 37) und an Beiträgen zahlst, das kann mehr sein, aber auch deutlich weniger ...

In 37 Jahren bekommst du (vermutlich) für 500 € nicht mal mehr ein "Wohnklo" zur Miete, wenn diese Entwicklung so weitergeht am Wohnungsmarkt.

Du bist so realitätsfern, deine Eltern haben dich zu sehr verwöhnt und genau das wird dir mal gewaltig auf die Füße fallen, wenn du "Hotel Mama" verlassen hast.

Aus meiner Sicht wurde alles Notwendige dazu geschrieben ... ich glaube wir haben hier deutlich ernstere Probleme zu lösen ...

MfG Doppeloma
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Alt 03.09.2017, 12:30   #22
serg
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Registriert seit: 20.08.2017
Beiträge: 19
serg
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Ok danke,

dann wäre tatsächlich der bester Ausweg, wenn ich umziehe und meine Eltern die Grundsicherung aus dem SGB XII für Altersrentner beziehen würden.

Ich habe schon nachgeschaut was Wohnung angeht. Die Wohnung hat 75m.² Da reicht gerade noch für 2 Personen. Wobei das jetzt auch nicht sicher ist. Was Mietkosten angeht, müsste es keine Probleme geben. Entspricht der Norm. Meine Eltern leben am Stadtrand. Also noch "außerhalb" geht nicht.
So eine Wohnung kostet in der Stadtmiete bis 1600,-EUR.


Es ist noch etwas. Mein Bruder, 33, lebt auch mit uns zusammen. Aber er ist Student und arbeitet deswegen nicht. Er hat schon ein Nebenjob, aber es reicht ihm gerade aus um die Krankenversicherung zu bezahlen und etwas Taschengeld. Er verdient so um die 300,-EUR.
Könnte sein Einkommen eine Auswirkung auf die Grundsicherung aus SGB XII haben? Soll er lieber gleich auch ausziehen? Wobei er mit dem Studium dieses Jahr fertig sein wird.


Und noch eine andere Frage:

Das ist so, meine Eltern und ich hatten vor, dass ich während ich bei meinen Eltern wohne, den größten Teil meines Verdienstes für meine Eltern zusammenlege. Damit meine Eltern in der Rente etwas finanziell abgesichert sind.

Mein Vater geht in 1 Jahr in die Rente und er hat vor, noch 1 Jahr danach zu arbeiten.
Mein Vater sagt, dass sein ehem. Arbeitskollege genau so macht und er neben seiner Rente den vollen Verdient dazuverdient. Ohne Abzüge.
Laut meiner Reserche darf man aber nicht mehr als ca. 500,-EUR verdienen in der Altersrente. Sonst wird ein Teil der Rente gestrichen. Was ist war?


Was meiner Rentenabsicherung weil du das angesprochen hast :) :

Was meinst du? Soll ich mich während ich in die Rentenversicherungsbeiträge zahle, etwa mich noch privat rentenversichern?
Nee, der Staat soll mich dann in der Rente bitte versorgen, ich zahle doch nicht zusätzlich private Rentenversicherung
serg ist offline  
Alt 03.09.2017, 13:37   #23
RobbiRob
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Beiträge: 1.340
RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Ach was, der Bruder wohnt auch noch da.
Auch vergessen zu erwähnen. Wie nett.

Andere Kommentare spare ich mir, da ich sonst für diesen Thread gesperrt werde und das möchte ich vermeiden, weil ich lesen möchte wie die Münchhausen-Geschichte hier weitergeht.
RobbiRob ist offline  
Alt 03.09.2017, 14:43   #24
Gaestin
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 10.01.2007
Beiträge: 1.332
Gaestin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

die Frage ist, ob die Eltern überhaupt Grundsicherung bekommen, wenn der Vater in Rente geht. Ich würde es sehr genau durchrechnen.
Und es müsste möglich sein, unterzuvermieten, wenn ihr beide
auszieht, das würde ihre Lage verbessern. Wieviele Zimmer hat die
Wohnung, die ihr vier bewohnt?
Gaestin ist offline  
Alt 03.09.2017, 16:01   #25
lunalilli
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Benutzerbild von lunalilli
 
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lunalilli
Standard AW: ALG1 reicht nicht zum überleben

Hallo Serg,

Zitat:
Ich habe schon nachgeschaut was Wohnung angeht. Die Wohnung hat 75m.² Da reicht gerade noch für 2 Personen. Wobei das jetzt auch nicht sicher ist. Was Mietkosten angeht, müsste es keine Probleme geben. Entspricht der Norm. Meine Eltern leben am Stadtrand. Also noch "außerhalb" geht nicht.
So eine Wohnung kostet in der Stadtmiete bis 1600,-EUR.
Soweit ich mich erinnere, stehen 2 Personen 60m² zu. Trotzallem frage ich mich, WO ihr wohnt, dass zum jetzigen Standort, die Miete in der Norm sei (was ist für dich "die Norm"?), aber eine gleichbleibende in der Stadt ca, 1600€ kosten würde.

Zitat:
Mein Bruder, 33, lebt auch mit uns zusammen. Aber er ist Student und arbeitet deswegen nicht. Er hat schon ein Nebenjob,[...]
Welch späte Mitteilung, aber kann man ja vergessen zu erwähnen, dass der Bruder auch noch mit in der Wohnung lebt.
Ich fasse mal zusammen: DU -30 Jahre Vollverdiener, dein Bruder - 33 Jahre Student mit einem gut bezahlten Nebenjob, lebt gemeinsam mit euren Eltern in einer 3 Zimmerwohnung auf 75m². Ihr beide lebt quasi den Traum vom "Hotel Mama" und lasst es beide zu, dass eure Eltern nebenbei arbeiten gehen müssen (was sie altersbedingt gar nicht mehr müssten!) und ihr wollt unbedingt, dass eure Eltern noch Geld vom Amt beziehen.

Ich fasse es nicht.

Tipp: Schnapp die deinen Bruder und sucht euch gemeinsam eine Wohnung! Dann zahlt ihr euren Eltern monatlich etwas um sie zu unterstützen, damit sie NICHT auf das Amt angewiesen sind. Ihr habt lange genug eure Eltern in Anspruch genommen und man kann nicht immer nur nehmen, sondern sollte auch geben können.

Ich wünsche dir viel Glück bei der Wohnungssuche!

Gruß Luna
lunalilli ist offline  
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