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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 04.01.2006, 20:17   #1
Daggi
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Temporärer Leistungsverzicht

Diesen Monat werde ich das erste mal Arbeitslos werden. Leider! :(
Nach langen überlegungen haben mein Mann und ich uns entschieden ins Ausland zu gehen.
Vorab möchten wir uns dort aber umsehen.
Die 3 Wochen Urlaub die mir als ALG1 Empfänger zustehen, dürften dafür aber nicht reichen.
Meine Frage: Gibt es die Möglichkeit sich von der AAG freistellen zu lassen. Also auf Leistungen für einen bestimmten Zeitraum zu versichten?
 
Alt 04.01.2006, 20:27   #2
Janchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Ja diese Möglichkeit gibt es. Wielange kann ich nicht genau sagen, aber ich denke mal 2 Jahre sind machbar. Wichtig ist, dass du dich sofort arbeitslos meldest, damit du keine Sperrzeit bekommst. Evtl. kennt jemand sich hier genauer noch in den Fristen aus.
 
Alt 04.01.2006, 20:36   #3
Eagle
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Eagle
 
Registriert seit: 06.10.2005
Ort: Osnabrück
Beiträge: 1.498
Eagle Eagle Eagle Eagle Eagle Eagle Eagle
Standard

Also ich habe mal mitbekommen, dass Du in den ersten 3 Monaten der Arbeitslosigkeit eh keinen Urlaub von dennen bekommst.

Grüße
Thorsten
__



Stehe als Beistand im Raum Osnabrück zur Verfügung
Eagle ist offline  
Alt 05.01.2006, 17:01   #4
Silvio
Elo-User/in
 
Registriert seit: 22.07.2005
Ort: Berlin
Beiträge: 13
Silvio Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Stopp +++ Stopp

Willst Du dich im Ausland umsehen, um dort Arbeit zu finden und eventuell auswandern? Das ist doch kein Urlaub! Man kann in Länder der EU zzgl. Schweiz seinen regulären Anspruch auf Arbeitslosengeld für bis zu 3 Monate (oder waren es 90 Tage, egal) mitnehmen. Auch in den ersten 3 Monaten. Melde Dich beim Amt arbeitslos und sprich die Zauberformel "Ich möchte mich über E 303 informieren."

Da werden Sie geholfen :hug:

Ich helf ja auch gern, bin aber recht selten hier, sorry.
__

Wer nur aus Fehlern lernt wird nie was richtig machen
Silvio ist offline  
Alt 05.01.2006, 17:25   #5
Daggi
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Vielen Dank für die Info.
Von E303 habe ich schon gehört.
Bekommt man aber nur (soweit mir bekannt) wenn man sich beim ausländische Arbeitsamt als arbeitslos meldet.
Problem: Ich spreche Spanisch nur leidlich. In den Spanischen-Ämter kommt man mit Deutsch und Englisch nicht sehr weit.
Deshalb wollte ich lieber für eine Weile keine Leistung beziehen und mich auf eigene Faust umsehen.
Arbeitslos gemeldet habe ich mich bereits, den Antrag auf Leistung aber noch nicht gestellt. Ich wollte mich noch kundig machen ob das auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich ist.
 
Alt 07.03.2007, 10:51   #6
KM1956->Emailproblem
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KM1956
Standard E303 nicht für ALG II-Empfänger

Laut internen Geschäftsanweisungen gibt es keine E303 für ALG II-Empfänger und angeblich gibt es da auch eine Ausnahmeregelung, die ALG II-Empfänger von dieser Regelung der "Mitnahme von Leistungen" ausschließt.

Das ist VO (EWG) Nr. 1408/71, Anhang II a und Verordnung (EG) Nr. 629/2006 (laut BA-Intern Veröffentlichung).

Leider ist dieser Text derart kompliziert, dass ich die Richtigkeit nicht bestätigen kann.

Dies schränkt die Möglichkeiten der Arbeitssuche von ALG II Empfängern ein und ich bezweifle, dass dies mit dem Recht der Freizügigkeit zu vereinbaren ist.

Alternativ kann man ja auch seinen Hauptwohnsitz in Deutschland behalten und man darf so oft/lange es nötig ist, sich im Ausland zur Jobsuche aufhalten (meine Rechtsauffassung), die ARGEn verweigern sich aber teilweise, die Reisekosten zu übernehmen.

Das hat auch den Nachteil, dass man nur bei dem Erhalt des E303 vom Arbeitsamt im Ausland entsprechend betreut wird, weil die Leistungen von der ausländischen Stelle bezahlt werden müssen.
Wenn man ohne E303 sich im Ausland zur Arbeitssuche aufhält, wird man wie ein Tourist behandelt und je nach örtl. Situation hat die ausländische Behörde kein Interesse an einer Unterstützung bei der Arbeitssuche.


LG
K.
KM1956 ist offline  
Alt 07.03.2007, 11:46   #7
Dopamin->Emailproblem
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Dopamin
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Hallo,

was ich immer wieder nicht verstehen kann, dass Menschen mit leidlichen Kenntnissen der Landessprache auswandern wollen... Daggi hat das Problem ja schon erkannt mit den Behörden...

Jeder durchschnittlich begabte Mensch sollte wissen, dass dann erst mal hinsetzen und Sprache büffeln dran ist BEVOR er/sie geht... JA, DAS kostet Geld und Zeit, aber sicherlich auch Nerven wenn im Ausland etwas schiefgeht....

Dopamin
__

Schon Sokrates sagte: Ich weiß, dass ich nichts weiß... Er soll ein gelehrter Mann gewesen sein... Deswegen lasse ich mich korrigieren.
Solo le pido a Dios que hartz IV no me sea indiferente, es un monstro grande y pisa fuerte ,toda la pobre inocencia de la gente (frei nach Outlandish)
Dopamin ist offline  
Alt 07.03.2007, 11:57   #8
KM1956->Emailproblem
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KM1956
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Zitat von Dopamin Beitrag anzeigen
Hallo,

was ich immer wieder nicht verstehen kann, dass Menschen mit leidlichen Kenntnissen der Landessprache auswandern wollen... Daggi hat das Problem ja schon erkannt mit den Behörden...
....
Dopamin
Ich weiß nicht wen Du damit meinst, warum Du Dich zu solchen Allgemeinplätzen hinreißen läßt.
Ausserdem kann man sogar bei den Behörden erwarten, dass man einen Dolmetscher gestellt bekommt. Wenn ein Arbeitgeber trotz mangelnder Sprachkenntnisse jemanden einstellt, dann ist das doch eine Sache zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer. In vielen Firmen wird nur englisch gesprochen "Konzernsprache" und deutsch ist bestimmt Konzernsprache bei SEAT.

Ich kannte einen Engländer, der hat 10 Jahre in Stuttgart gelebt und sprach immer noch kein richtiges Deutsch. Er hatte einen guten Job bei SEL Alcatel. Natürlich haben alle seine Kollegen und Freunde Englisch gesprochen, er hatte es sozusagen nicht nötig Deutsch zu lernen.



Also bitte keine Pauschalverurteilungen!! Die sind nicht sehr hilfreich.
KM1956 ist offline  
Alt 07.03.2007, 12:13   #9
das blühende Leben->Emailproblem
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das blühende Leben
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Zitat von KM1956 Beitrag anzeigen
Laut internen Geschäftsanweisungen gibt es keine E303 für ALG II-Empfänger und angeblich gibt es da auch eine Ausnahmeregelung, die ALG II-Empfänger von dieser Regelung der "Mitnahme von Leistungen" ausschließt.
Mich interessiert Daggis Frage auch, da ich selbst ab 1. Juli erwerbslos werde und am liebsten nicht sofort einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellen, sondern mich erstmal auf eigene Faust orientieren möchte.

Für mich stellt sich überhaupt die Frage, ob ich Arbeitslosengeld beantragen soll, da ich voraussichtlich mehr Steuern auf die Abfindung zahlen muß - die ich bei geringem Einkommen ja ggfs. über den Lohnsteuerausgleich wieder zurückerhalten kann - als ich in einem Jahr an Alg I bekäme, auch wenn ich berücksichtige, daß ich mich dann selbst krankenversichern muß.

Die optimale Lösung wäre für mich, wenn ich erst ab Januar 2008 Arbeitslosengeld beantragen könnte, auch wenn ich bis dahin gesperrt würde. Ich weiß aber nicht, ob das geht - weiß hier jemand mehr?

Im obigen Beitrag verstehe ich den Bezug zu ALG II nicht: Daggi schreibt ja, daß sie jetzt erst erwerbslos wird - das hat doch mit ALG II gar nichts zu tun?!
das blühende Leben ist offline  
Alt 07.03.2007, 12:16   #10
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Dopamin
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KM1956,

dies ist in kurzer Zeit der zweite oder dritte Thread der sich um dieses Thema rankt...

Bist Du sicher, dass einem im Ausland ein Dolmetscher zusteht wie hier? Wird der dort auch vom Staat finanziert oder doch selbst? ICH weiß es nicht und ich wär daher vorsichtig...

Ist nur MEINE Meinung. Ich war jahrelang mit einem Briten zusammen, dadurch kenne ich auch viele die hier leben und wenig Deutschkenntnisse haben, weil sie es selten brauchen. Wir waren schon getrennt, da bekam mein Ex gesundheitliche Probleme und dadurch auch finanzielle... DAS wars ohne Deutsch... Ich bin einfach der Meinung man sollte den einen oder anderen B-Plan im Ärmel haben falls Plan A nicht klappt... WAS ist DARAN so schlimm?

Dopamin
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Schon Sokrates sagte: Ich weiß, dass ich nichts weiß... Er soll ein gelehrter Mann gewesen sein... Deswegen lasse ich mich korrigieren.
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Dopamin ist offline  
Alt 07.03.2007, 13:28   #11
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KM1956
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Zitat von das blühende Leben Beitrag anzeigen
Mich interessiert Daggis Frage auch, da ich selbst ab 1. Juli erwerbslos werde und am liebsten nicht sofort einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellen, sondern mich erstmal auf eigene Faust orientieren möchte.

Für mich stellt sich überhaupt die Frage, ob ich Arbeitslosengeld beantragen soll, da ich voraussichtlich mehr Steuern auf die Abfindung zahlen muß - die ich bei geringem Einkommen ja ggfs. über den Lohnsteuerausgleich wieder zurückerhalten kann - als ich in einem Jahr an Alg I bekäme, auch wenn ich berücksichtige, daß ich mich dann selbst krankenversichern muß.

Die optimale Lösung wäre für mich, wenn ich erst ab Januar 2008 Arbeitslosengeld beantragen könnte, auch wenn ich bis dahin gesperrt würde. Ich weiß aber nicht, ob das geht - weiß hier jemand mehr?
Du mußt Dich so viel ich weiß arbeitslos /arbeitssuchend melden, sobald Du davon weißt, dass Du gekündigt wirst, sonst bekommst Du sowieso Kürzungen, laut Gesetz! Ich glaube nicht, dass Du Wahlfreiheit hast - aber wir machen hier ja keine Rechtsberatung - das können/dürfen nur Anwälte.

Deine Abfindung muß ggf erstmal aufgebraucht werden - aber wegen der Krankenversicherung sollst Du Dich sowieso (meines Erachtens) melden. Das E303 steht Dir frühestens nach 1 Monat nach Arbeitslosmeldung zu als ALGI-Empfänger. Daher würde ich, falls eine Arbeit im Ausland für Dich in Frage kommt - mir das mit der Arbeitslos-Meldung gut überlegen.

Du wirst doch erst gesperrt, wenn Du dich arbeitslos meldest, oder habe ich da was falsch verstanden. Wenn Du Dich verspätet meldest, dann sowieso. Irgendwo steht das geschrieben. Laß Die eine Broschüre über Rechte und Pflichten von der Agentur geben.

Neu und sicher ist auf jeden Fall, dass Du Dich sofort mit einem Arbeitsberater in Verbindung setzen mußt, sobald Du von der drohenden Kündigung erfährst.

Also, setze Dich mit der für Dich zuständigen Arbeitsagentur in Verbindung und lasse Dich beraten, auch was die Anrechnung Abfindung anbetrifft.

Notfalls mache danach noch einen Termin mit einer Arbeitsloseninitiative vor Ort und wenn Dir die Antwort der Arbeitsagentur nicht paßt, lasse Dir eine schriftliche Begründung geben mit allen § etc, die in Deinem Falle angewendet würden. Das würde ich dann in Ruhe notfalls von einem Anwalt prüfen lassen.

Du könntest aber ja sofort vermittelt werden, was spricht dagegen? Dann kannst Du auch die Abfindung behalten.

LG
KM1956 ist offline  
Alt 07.03.2007, 15:43   #12
das blühende Leben->Emailproblem
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das blühende Leben
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Zitat von KM1956 Beitrag anzeigen
Du mußt Dich so viel ich weiß arbeitslos /arbeitssuchend melden, sobald Du davon weißt, dass Du gekündigt wirst, sonst bekommst Du sowieso Kürzungen, laut Gesetz! Ich glaube nicht, dass Du Wahlfreiheit hast - aber wir machen hier ja keine Rechtsberatung - das können/dürfen nur Anwälte.

Deine Abfindung muß ggf erstmal aufgebraucht werden - aber wegen der Krankenversicherung sollst Du Dich sowieso (meines Erachtens) melden. ... Also, setze Dich mit der für Dich zuständigen Arbeitsagentur in Verbindung und lasse Dich beraten, auch was die Anrechnung Abfindung anbetrifft.
Ich habe mich bereits am 3.1. arbeitssuchend gemeldet. Einen Antrag auf Alg habe ich natürlich noch nicht gestellt; ich arbeite ja noch bis Ende Juni und bekomme dafür mein normales Gehalt. Im Januar wurde mir bei der AfA aber mitgeteilt, ich sei noch viel zu früh dran, eine Meldung Anfang/Mitte April hätte gereicht. Andererseits bekam ich dann einen Beratungstermin für den 20.3., den ich aber bereits abgesagt habe, weil ich dann meinen Resturlaub von 2006 nehme (das ist halt Ende März nicht ungewöhnlich ;-))

Was ich definitiv (von meinem Anwalt) weiß, ist, daß die Abfindung nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet wird und daß ich die Abfindung auch nicht aufbrauchen muß, bevor ich ALG I bekomme. Das ALG I bemißt sich ausschließlich nach dem vorherigen Gehalt.

Zitat:
Du könntest aber ja sofort vermittelt werden, was spricht dagegen? Dann kannst Du auch die Abfindung behalten.
Die Abfindung kann ich sowieso behalten, aber ich hätte auch ganz gern den versteuerten Teil meiner Abfindung zumindest teilweise zurück. Ich habe keine Lust, 30 oder 40% meiner Abfindung dem Staat zu schenken. DAS spricht gegen eine sofortige Vermittlung: Je weniger ich dieses Jahr noch verdiene, einen um so größeren Anteil bekomme ich von der Steuer zurück. Wenn ich sofort vermittelt werde, schieße ich etliche tausend Euro in den Ofen.
Und der Teil der Abfindung, den ich versteuere, ist höher als das Alg, das ich bekäme.

Deswegen meine ursprüngliche Frage, ob man sich auch mit Verzögerung arbeitslos (mit Antrag auf Alg I) melden kann. Aber das scheint nicht der Fall zu sein. Ich möchte mich halt ungern ohne Not diesen Behördenmühlen ausliefern. Und wenn ich die Rückzahlung aus der Steuer bekäme, können die meinetwegen auch ihr Geld behalten.
das blühende Leben ist offline  

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