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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 22.09.2014, 05:28   #1
wbia->Emailproblem
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Registriert seit: 22.09.2014
Beiträge: 3
wbia
Standard Fragen zu Bewerbungen bei ALG1

Hallo, ich hoffe mir kann hier weitergeholfen werden.

Ich bin seit ca. 1 Monat arbeitslos und hatte demzufolge auch schon mein erstes Gespräch bei der AfA.

Der Mitarbeiter hatte mir da mitgeteilt, dass er aktuell nur aushilft und ich bald einem neuen Mitarbeiter zugeteilt werde. Er hat zudem eine EGV aufgesetzt (nicht von mir unterschrieben) und um mindestens 5 Bewerbungen bis zum nächsten Termin gebeten. Er wollte erst, dass ich mich bis zu Stadt XX (ca 1,5 Std Zugfahrt) umsehe, aber da ein Zugticket ca. 250€ kosten würde , meinte er , dass ich mich bis zur Stadt YY (ca. 40 Minuten) umschauen soll. Desweiteren gab er mir einige Vermittlungsvorschläge mit, die keine Rechtsbelehrung hatten. Habe mich aber trotzdem bei den meisten davon beworben, da mich alles erstmal angesprochen hat.

Somit zur ersten Frage. Hatte bei einer dieser Firmen am Samstag ein Vorstellungsgespräch und aufgrund einiger Punkte, wird das wohl eher nichts für mich sein. Habe ich irgendetwas zu befürchten, wenn ich diesen Job ablehne? Soweit ich alles richtig verstanden habe, dürfte ich diesen Job ablehnen können?

Das zweite und größere "Problem":
Seit ca. 2 Wochen hat sich mein Berater nun gewechselt, allerdings habe ich noch kein Gespräch mit ihm gehabt.
Seitdem kommen eigentlich alle 1-2 Tage Vermittlungsvorschläge mit Rechtsbelehrung, von denen manches passt und manches nicht.
Das Hauptproblem für mich ist, dass er mir jetzt mehrere Vorschläge in der weiter entfernten Stadt geschickt hat.
Die Entfernung ansich ist für mich erstmal kein Problem. Ich bin froh, wenn ich wieder einen Job habe und wenns mir dann doch nicht passt, kann ich mich immer noch andersweitig umsehen, aber finanziell ist das einfach sehr schwierig. Ich wohn allein und bin mit dem vorherigen Gehalt gerade so ausgekommen (ohne Fahrtkosten).
Daher die Frage: Kann ich entweder in der Bewerbung oder in einem eventuellen Bewerbungespräch einen höheren Gehaltswunsch als mein vorheriges Gehalt angeben, da mich die Fahrtkosten im Grunde dazu nötigen?
Ich befürchte aktuell, dass der Berater dann sagen könnte, dass ich den Job nicht bekommen habe, weil ich zuviel Gehalt gefordert habe und Sanktionen aussprechen würde.

Vielen Dank schonmal für etwaige Antworten!
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Alt 22.09.2014, 07:24   #2
Fritz Fleißig
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 08.03.2013
Beiträge: 3.325
Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragen zu Bewerbungen bei ALG1

1. VV ohne ordnungsgemäße RFB (Rechtsfolgenbelehrung) sind unverbindlich. Du kannst solche Sachen also ohne Rechtsfolgen ablehnen.

2. Für die tägliche Pendelzeit gelten Zumutbarkeitsgrenzen gemäß § 140 SGB III - bitte auswendig lernen. "Pendelzeit" ist dabei die Zeit, welche du von deiner Wohnungstür bis zum Arbeitsplatz brauchst (und zurück), nicht nur die reine Fahrtzeit.

3. VV, welche in diesem Sinne nicht zumutbar sind, kannst du ebenfalls ablehnen, selbst wenn sie mit RFB versehen sind. Denke daran, daß es auch für die Bezahlung Zumutbarkeitsgrenzen gibt. Siehe ebenfalls § 140 SGB III.

4. Für den "Notfall" kannst du dir merken, daß die Arbeitsagentur den tatsächlichen Zugang eines schriftlichen VV bei dir im Streitfall komplett nachweisen muß. Bei Zusendung per einfachem Brief ist das regelmäßig unmöglich.

5. Überzogene Gehaltsforderungen können in der Tat als "Vereitelung der Anbahnung eines Arbeitsverhältnisses" gewertet werden und zu einer Sperrzeit führen. Hier solltest du generell vorsichtig sein. Unter Wert brauchst du dich aber auch nicht zu verkaufen. Mehr fordern als bisher ist nur sinnvoll, wenn man sich aus einer ungekündigten Stellung heraus verbessern will. Mit dem ortsüblichen Gehalt liegst du generell richtig, und man brauchst das ja nicht als "Gehaltsforderung", sondern eher als "Gehaltsvorstellung" als Einstiegspunkt für die Verhandlung zu deklarieren.

Das sollte bei dir aber sekundär sein, weil Pendelzeiten von mehr als 2 1/2 Stunden (hin und zurück) selbst bei Vollzeitbeschäftigung unzumutbar sind. Wenn du eine Stelle trotzdem unbedingt haben willst, kannst du bei der Arbeitsagentur übrigens vorher einen Zuschuß zu den Fahrtkosten aus dem Vermittlungsbudget beantragen.

Dem Arbeitgeber wird auch herzlich egal sein, wie du zu deinem Arbeitsplatz kommst und welche Kosten dir dafür entstehen. Ihn interessiert nur deine Arbeitsleistung. Das ist also auch grundsätzlich kein gutes Argument für Gehaltsverhandlungen.
__

Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
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