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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 26.04.2014, 18:29   #1
Thursday84->Emailproblem
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Registriert seit: 26.04.2014
Beiträge: 5
Thursday84
Standard Sperrzeiten bei zu erwartender Eigenkündigung

Hallo,

ich brauche dringend Hilfe.

Ich wurde zum 28.02.2014 von meinem alten Arbeitgeber fristlos gekündigt.
Danach war ich vom 01.03.14 bis 22.04.14 arbeitslos, seit dem 23.04.14 habe ich eine neue Arbeitsstelle, war ein Vermittlungsvorschlag der AA. Ich hatte einen Anspruch auf Alg1 von insgesamt 12 Monaten abzgl. 12 Wochen Sperrzeit. Die Sperrzeit dauert vom 01.03.14 bis 23.05.2014.

Was würde passieren, wenn ich meine neue Arbeitsstelle, mit der ich wahrscheinlich nicht glücklich werde, selbst kündigen würde? Bekäme ich dann noch eine weitere Sperrzeit und mein Anspruch auf Alg1 würde sich noch mal reduzieren?
Thursday84 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.04.2014, 20:06   #2
Fritz Fleißig
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Beiträge: 3.325
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Standard AW: Sperrzeiten bei zu erwartender Eigenkündigung

Genau das würde passieren. Falls du für die erneute Arbeitsaufgabe keinen wichtigen Grund hast, würde eine Sperrzeit von zwölf Wochen verhängt, zusätzlich zu der bereits laufenden Sperrzeit. "Mit der Stelle wohl nicht glücklich werden" hört sich nicht unbedingt nach einem wichtigen Grund an.

Da dann die bei dir verhängten Sperrzeiten zusammen 21 Wochen übersteigen, würde dein ALG-Anspruch komplett wegfallen (§ 161 SGB III), also nicht nur eine Minderung der Anspruchsdauer um die Sperrzeit eintreten. Es werden dabei auch alte Sperrzeiten mitgerechnet, die innerhalb der letzten 12 Monate verhängt wurden.

Eine Eigenkündigung ist also die schlechteste Lösung, die du treffen könntest. Versuche mit dem Arbeitgeber zu reden, daß er dir von sich aus in der Probezeit (ohne Grund und ohne Vorwurf eine vertragswidrigen Verhaltens) fristgemäß kündigt, das ist problemlos. Dem Arbeitgeber ist schließlich mit einem nicht motivierten Beschäftigten auch nicht gedient.

Das ganze zeigt auch, wie wichtig es ist, dem Entstehen einer Sperrzeit von Anfang an entgegenzuwirken. Es gibt (fast) immer einen Weg, wenn man vorher plant.
__

Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.04.2014, 21:14   #3
Dark Vampire
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Standard AW: Sperrzeiten bei zu erwartender Eigenkündigung

Also manche Leute haben echt zuviel Geld, wenn du dort nicht glücklich wirst, dann schaue dass du dich kündigen lässt und nicht umgekehrt.
Dark Vampire ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2014, 01:51   #4
P123
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Sperrzeiten bei zu erwartender Eigenkündigung

@ Fritz:

Falls die fristlose unberechtigt gewesen sein sollte, hat der Fredstarter es zwar inzwischen verpennt, die aus der Welt zu schaffen. Könnte er aber jetzt noch gegen die Sperrzeit vorgehen?
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Alt 27.04.2014, 11:11   #5
Fritz Fleißig
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 08.03.2013
Beiträge: 3.325
Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Sperrzeiten bei zu erwartender Eigenkündigung

Die Rechtsbehelfsfrist gegen einen Sperrzeitbescheid läuft innerhalb eines Monats nach dessen (nachgewiesenem!) Zugang ab, dann wird er bestandskräftig. Ansonsten könnte man allenfalls noch einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X stellen. Je länger alles zurückliegt, desto schwieriger dürfte aber die Aufklärung des Sachverhalts werden.
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Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.04.2014, 21:32   #6
n2ame22->Emailproblem
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Registriert seit: 31.08.2013
Ort: Harz
Beiträge: 557
n2ame22 n2ame22 n2ame22
Standard AW: Sperrzeiten bei zu erwartender Eigenkündigung

Soweit ich weiß, kommt der fehlende Monat Sperrzeit wieder, sobald du dich erneut arbeitslos meldest. (Du kannst also eine Sperrzeit von 3 Monaten nicht einfach umgehen, indem du 3 Monate lang arbeitest und ohne eigenes Verschulden wieder gekündigt wirst.) Wenn du die neue Stelle selbst kündigst, kommen da nochmal 3 Monate oben drauf (zu dem 1 Monat Sperrzeit der dir noch fehlt) und evtl. gibt es die Leistungen beim JC (ALG 2) nur als rückzahlungspflichtiges Darlehn, falls dein ALG 1 Anspruch bei der AfA wegen der 21 Wochen Klausel entfällt.
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n2ame22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2014, 09:49   #7
franky0815
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Beiträge: 3.691
franky0815 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Sperrzeiten bei zu erwartender Eigenkündigung

Zitat von n2ame22 Beitrag anzeigen
Soweit ich weiß, kommt der fehlende Monat Sperrzeit wieder, sobald du dich erneut arbeitslos meldest. (Du kannst also eine Sperrzeit von 3 Monaten nicht einfach umgehen, indem du 3 Monate lang arbeitest und ohne eigenes Verschulden wieder gekündigt wirst.) Wenn du die neue Stelle selbst kündigst, kommen da nochmal 3 Monate oben drauf (zu dem 1 Monat Sperrzeit der dir noch fehlt) und evtl. gibt es die Leistungen beim JC (ALG 2) nur als rückzahlungspflichtiges Darlehn, falls dein ALG 1 Anspruch bei der AfA wegen der 21 Wochen Klausel entfällt.
doch das geht, wenn du während der sperrzeit arbeitest umgehst du die sperrzeit, wenn du anschliessend wieder unverschuldet arbeitslos wirst bekommst du alg, solltest du aber selbst kündigen verfällt der anspruch komplett da dann 24 wochen sperrzeit innerhalb einer bestimmten frist zusammengekommen sind.
Zitat:
Die Summe aller Sperrzeiten wird auf einem sogenannten Sperrzeitkonto festgehalten. Sind hier 21 Sperrzeitwochen aufgelaufen, entfällt der Anspruch auf Arbeitslosengeld. Berücksichtigt werden nach § 147 I Nr. 2 SGB III bei der Berechnung auch Sperrzeiten, die in einem von 12 Monaten vor der Entstehung des Anspruchs eingetreten sind, sofern diese nicht bereits zum Erlöschen eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld geführt haben.
also lieber de3n ag dazu bringen das er einen kündigt ( wenn man gleich zu anfang krank sein sollte wäre das ne möglichkeit )
__

"Man traue nie einem erhabenen Motiv für eine Handlung, wenn sich auch ein niedriges finden läßt"
franky0815 ist offline   Mit Zitat antworten
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