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Start > > -> [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

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Alt 14.09.2011, 11:27   #1
ethos07
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Idee [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

... ist zwar erst Ende Oktober, aber , Berlinos & Berlinas: haltet euch doch den Termin schon mal offen - dieses Wochenende dürfte interessant und ggf. wichtig für alle 'Bewegten' unter uns werden!

Zitat:
Zwischen Bittbrief und Barrikade
Perspektiven der Erwerbslosenbewegung

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Wochenendseminar 28./ 29.Okt.2011
im Mehringhof, Gneisenaustr.2a (U-Bhf. Mehringdamm)
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Freitag , 28. Okt.
19 Uhr
-------------------------------
Wo sind sie geblieben?: Geschichte
und Besonderheiten der Erwerbslosenbewegung

mit Harald Rein (Frankfurter
Arbeitslosenzentrum), Roland Roth (Politologe, Hochschule
Magdeburg-Stendal) und Christian Schröder (Gruppe reflect! Berlin)

Harald Rein wird über seine 30jährigen
Erfahrungen in der Erwerbslosenbewegung berichten. Wo gab es Erfolge,
was ist misslungen. Wie sieht die aktuelle Situation aus und wo sind
Ansatzpunkte für neue Wege.

Roland Roth wird als Protestforscher
darstellen, warum Proteste in Deutschland erfolgreich waren und
welche Schlüsse man daraus für die Erwerbslosenbewegung ziehen
kann. Was können wir z.B. von Stuttgart 21 und der Anti-AKW-Bewegung
lernen? Welche Impulse können uns Proteste z.B. in der arabischen
Welt, in Israel, in Spanien oder Griechenland geben?

Christian Schröder wird seine
Forschungsergebnisse über die Erwerbsloseninitiativen in Amsterdam
und Berlin vorstellen. Was sind die Ursachen der Flaute in Berlin?
Wie kann eine Erwerbslosenbewegung erfolgreich sein?
Können wissenschaftliche Erkenntnisse
den Blick für neue Perspektiven öffnen?

-----------------------
Samstag, 29. Okt
13.00 Uhr
-----------------------
Die Quadratur des Kreises?

Wollen und können
Erwerbslose überhaupt zu einer 'Bewegung' werden?
Inwieweit ist es überhaupt möglich,
dass höchst unterschiedliche Gruppen und zahlreiche Querköpfe "ihre
Kräfte bündeln", wie es so schön heißt?

Ist 'Arbeitslosigkeit' ein Stigma,
das alle Aktivitäten lähmt?

Oder gibt es eine Kunst, mit
unvollkommenen Mitwirkenden und unzureichenden Ressourcen, erfolgreich zu sein?

Zu diesem Thema werden wir ein World Cafe durchführen.

Das World Cafe geht davon aus, dass
jede Menge Wissen und Weisheit bei den TeilnehmerInnen vorhanden
sind. Es schafft den Rahmen, um Wissen zusammenzuführen und im
Dialog weiter zu entwickeln. Inspirierende Leitfragen geben den
Dialogen eine Richtung. In wechselnden Gruppen werden Themen
diskutiert, Ideen entwickelt, Standpunkte bearbeitet und Lösungen
erarbeitet.

-------------------------
Samstag, 29. Okt
15.00 Uhr
------------------------
Erwerbslose - Bewegungs-Los ?????
Input und Moderation: Thilo Broschell

Berlin ist die Hochburg von prekär Beschäftigten und Langzeitarbeitslosen. Hier
gilt es der Frage nachzugehen, wie setzen sie sich zusammen, wo
könnten gemeinsame Schnittmengen liegen und warum finden sie nicht
zu einander. Die gemeinsamen Interessen liegen doch offen zu Tage,
oder täuscht hier unsere Wahrnehmung.
Außerdem wollen
wir uns anschauen, welche Gruppen und Erwerbslosenzusammenhänge
es in Berlin noch gibt. Was sind ihre Stärken und Schwächen, wie
läuft die Zusammenarbeit mit anderen oder eben auch nicht. Es
soll auch ein Versuch unternommen werden nach zu spüren, wo sind
Gruppen und Zusammenhänge geblieben, bzw. worin sind sie aufgegangen
oder was ist aus ihnen geworden (Professionalisierung,
Frustration...). Sind die Formen bzw. die Konzepte der Organisierung
von Erwerbslosen noch zeitgemäß?

-----------------------
Samstag, 29. Okt
17 Uhr
-----------------------

Was tun?

Nach dem Rückblick, dem World Cafe und
der Bestandsaufnahme wollen wir abschließend einige Fragen
diskutieren.

Wo sind die Stärken und Schwächen?
Worauf können wir in Zukunft setzen?
Wie können wir etwas bewegen?
Was kann anders werden, wie können wir
uns neu orientieren?


-----------------------------------------------------
Veranstalter: Netzwerk Selbsthilfe und
Teilhabe e.V.

Unterstützt von der Stiftung
Menschenwürde und Arbeitswelt

Website von Teilhabe e.V.
netzwerk selbsthilfe berlin | der politische Förderfonds
------------------------------------------------------
__

Viele Grüße aus Berlin
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  • 10 Euro Mindestlohn (brutto + lohnsteuerfrei)!
    500 Euro ALG II (Regelsatz) plus volle KdU!
  • Sanktionen zerbröseln!

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Alt 14.09.2011, 14:19   #2
293949
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Standard AW: [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

...ach, wenn das der Harald Rein vom Frankfurter FALZ ist:

die mich telefonisch abgewimmelt haben und mir empfohlen haben den Ein-Euro Job zu machen ...'das müsste ich: als Langzeitarbeitsloser'..

Das Falz wird übrigens von der Stadt Frankfurt mit gesponsort um Arbeitslose ruhigzustellen...

Schlechte Beratung arrogantes Getue: das ist FALZ....
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Alt 14.09.2011, 19:14   #3
ethos07
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Standard AW: [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

Zitat von 293949 Beitrag anzeigen
...ach, wenn das der Harald Rein vom Frankfurter FALZ ist:

die mich telefonisch abgewimmelt haben und mir empfohlen haben den Ein-Euro Job zu machen ...'das müsste ich: als Langzeitarbeitsloser'..

Das Falz wird übrigens von der Stadt Frankfurt mit gesponsort um Arbeitslose ruhigzustellen...

Schlechte Beratung arrogantes Getue: das ist FALZ....
...aha. Ich kenne von den FALZ-Leuts auch nur einen flüchtig, und sehr überzeugend fand ich desssen Sprech bisher auch nicht.

Aber umso wichtigter erscheint mir, das WIR - d.h. jede/r von uns vor seinem/ihrem Ort für verlässliche und ehrliche und einfache Aktivitätsmöglichkeiten sorgen. Die nebst dem alltäglichen Hartz-IV-Stres auch praktikabel längerfristig machbar sind. (Was immer das dann konkret ist - Beratung/Begleitung; oder kleine Aktionen; oder Presserarbeit zu einzelnen nervenden Dingen....??)

Vielleicht sollten wir erstmal auch gar nicht von Erwerbslosen-"Bewegung" sprechen und uns die 'Kampagneritis' abschminken. Und Großmäuler einfach stehen lassen.

Es werden übrigens die meisten länger bestehenden Erwerbslose-Inis von ihrer Stadt jeweils mitfinanziert. Da muss mensch nur mal genauer nachfragen . Aber das darf m.E. auch so sein, solange eine Ini dann dennoch nicht den ganzen Mist mitmacht, den eine Stadt für ihre Fast-Gratisfuzzis so vorsieht: Billig-"Helferchen" (oder nicht selten gar Facharbeit zum Billig-Helferchen-'Tarif") für alle möglichen öffentlichen, vermeintlich "zusätzlichen" Arbeiten....
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Viele Grüße aus Berlin
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Alt 14.09.2011, 20:51   #4
Atze Knorke
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Reden AW: [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

Ich werde es wohl NIE begreifen, das System im System!

Da ist das ELO, Tacheles, Arbeitslosenzentren (z. B. BALZ), verschiedene
Initiativen (z. B. hartzkampagne, conceptsocial), ver.di Erwerbsloseninitiative, DGB uvm.

Das Engagement hier ist bunt und vielfältig!
Die Gegenwehr zum Selbstunterwerfungs-System Hartz IV ...
im 7. verhartzten Jahr!

Wo bleibt diese geballte Ladung/Potenzial an Solidarität/Aktivitätenaustausch
Netzwerkkooperation für die Erwerbslosen/Geringverdiener/Aufstocker
in den eigenen Reihen - ohne Profilierungssucht - ?

Und letztendlich bleibt jeder betroffene Erwerbslose ein verbitterter EINZELKÄMPFER!

Und da wundern sich die Leuts, wo die Ursachen liegen könnten
und keine Bewegung bei den Erwerbslosen zu verzeichnen ist.

Hier nochmal eine kleine Lektüre:
Detail Bewegungen[pointer]=2&tx_ttnews[tt_news]=14159&tx_ttnews[backPid]=7&cHash=c82abb75af

Was ist aus den Treffen der bundesweiten Sozialbündnisse heraus gekommen?
Ziehen WIR - DAS VOLK - doch mal DIE HARTZ IV BILANZ!

Gruß Atze Knorke
__

Icke grüß' mal, Atze Knorke

Die Beiträge sind reiner, persönlicher Erfahrungsschatz keine Rechtsberatung.

"Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen, fünfzig, um schweigen zu lernen." (Ernest Hemingway)

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Mahatma Gandhi)
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Alt 14.09.2011, 21:35   #5
ethos07
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Standard AW: [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

@ Atze Knorke:
Vielleicht kommen wir an diesem Wochenende dann deinen Fragen ein Stückchen näher, wer weiss... Sicher bin ich mir dessen natürlich ebenfalls nicht - nach all den (auch persönlich schmerzhaften) "Niederlagen" der letzten Jahre. Aber es gab auch immer wieder kleinen positive Aufbruchs-Signale. Aufgeben tue ich jedenfalls noch nicht alles.
Und das Besipiel der bisherigen stadtvernetzt-Sache zeigt vielleicht das eine oder andere Element, wo wir uns als Erwerbslosen-Aktive ebenfalls noch nachbessern können - so zumindest mein bisheriger Eindruck.

Dein link funzt leider nicht!
Zitat:
#Keine news_id übergeben.
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Viele Grüße aus Berlin
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Alt 14.09.2011, 23:32   #6
Atze Knorke
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Atze Knorke Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

@ethos07,

es geht nicht um Stückchen - es geht ums GROSSE GANZE in Berlin,
Bommelsdorf, Oberschöngrünkohl und in Globalcity!!!

Wat der Link funzt nicht, na was machen wir denn da?
(Detail Bewegungen[pointer]=2&tx_ttnews[tt_news]=14159&tx_ttnews[backPid]=7&cHash=c82abb75af)

Dann HIER der gesamte Textinhalt zum Lesen:

Was ist los mit den sozialen Bewegungen?


Bildmontage: HF

18.01.11
Bewegungen, Debatte, Soziales, Bremen


von Bremer Erwerbslosenverband

Eine Replik auf Martin Bersing und andere

In allen linken Medien wird momentan die Frage diskutiert: „Was ist los mit den Sozialen Bewegungen?“ Eine berechtigte Frage nach einem eher „kalten“, denn „heißen“ Herbst.

Allerdings ist es mit der hauptsächlichen Beschreibung der Schwächen einer antikapitalistischen sozialen Protest- und Widerstandsbewegung nicht getan.. Maßgeblich sind auch die Schlussfolgerungen aus einer Niederlage, die die Beteiligten daraus ziehen und wie sie sich für die nächsten Kämpfe politisch und organisatorisch aufstellen.

Was unseres Erachtens nicht in ausreichendem Maße thematisiert wird, sind historische Ursachen dieser Schwäche, die bereits in den 50iger Jahren in der BRD angelegt waren und sich auch mit dem 68iger Aufschwung der Protestkultur nicht wesentlich verbessert haben.

Eine Ursachenforschung muss sich sowohl auf inhaltliche als auch organisatorische Schwächen einer antikapitalistischen sozialen Bewegung stützen. Diese Gründe einer besonderen Schwäche der bundesdeutschen Bewegung, dabei insbesondere der Erwerbslosen und der prekär Beschäftigten, kann nicht mit einer anderen Protestkultur oder Mentalität im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern z.B. Frankreich, Griechenland oder Portugal erklärt werden.

Insbesondere die dogmatische „Traditionslinke“, aber auch weit darüber hinaus, hatten immer einen durchgängig positiven Bezug zum Staat. Dies wird immer wieder, in der noch aktuell vertretenen Parole von der "Verteidigung des Sozialstaates" gegen die neoliberale Wende deutlich.

In der Auseinandersetzung um die Hartz IV Novelle der Bundesregierung (Neubemessung der Regelleistungen von 359 auf 364 Euro) wurde mit einem erneuten Gang vor das Bundesverfassungsgericht, einem politischen Organ der kapitalistischen Herrschaftssicherung, gedroht.

Eine völlig desorientierende, falsche Hoffnungen weckende Stoßrichtung. Der Staat als Organisator der kapitalistischen Verwertungsbedingungen ist die falscheste Adresse, wenn es um Widerstand geht. Der positive Bezug auf den "Sozialstaat" ist zweischneidig.

Der real existierende "Sozialstaat" ist vor allem ein Mittel der Herrschaftssicherung und der Herstellung optimaler Reproduktionsbedingungen für disziplinierte und billige Arbeitskräfte.
Dieser de facto falsche Staatsbezug ist einer der wesentlichen Gründe für die Schwäche der bundesdeutschen sozialen Bewegungen.

Eine weitere, daraus unmittelbar abgeleitete Schwäche, ist der Rückgriff auf staatliche Mittel zur Sicherstellung von „Bewegungsstrukturen“.
Harald Thome (Tacheles) beklagte unlängst in seinem Newsletter die Anbindung der Beratungsförderung für Erwerbslose in NRW an bestehende Beschäftigungsträger, die auch "Ein-Euro-Jobs" und andere Maßnahmen im Gepäck haben.

In Bremen existiert diese Art der Förderung schon lange. Seit 2001 wurde die Förderung der Beratungsstellen aus der damaligen Selbsthilfeförderung in Programme der "Arbeitsmarktförderung" übernommen. Mit der Stoßrichtung, die damals vier betroffenen Beratungseinrichtungen stärker in die staatlich finanzierte "Betreuungsindustrie" für Erwerbslose einzubeziehen. Damit war immer klar verbunden, diejenigen Träger aus der Förderung auszuschließen, die sich gelegentlich noch getraut haben, öffentlich gegen die staatlichen Repressionen und Kürzungen im Sozialbereich zu protestieren.

So ist in Bremen einer der geförderten Träger Mitglied im örtlichen Verband der Beschäftigungsträger, dessen Hauptgeschäft in der Organisierung von "Ein-Euro-Job" Maßnahmen (hier perfiderweise „In-Jobs“ genannt) besteht. Eine zweite sogenannte "unabhängige Beratungseinrichtung" ist seit 2007 selbst schon Bestandteil eines großen Beschäftigungsträgers. In Bremerhaven ist die Erwerbslosenberatung vollständig bei Beschäftigungsträgern angesiedelt.
Mit dieser Förderung kann sich eine Beratungsstelle, ist sie erst einmal mit ihren Mieten und Personal von der „Staatsknete“ abhängig, kaum noch dem süßen Gift der Einflußnahme entziehen. Damit hat sie vielleicht ökonomische überlebt; politisch ist sie dem Untergang geweiht. Als Teil einer sozialen Bewegung kann sie nicht mehr agieren.

Ein Blick in die kurze Entwicklungsgeschichte der Erwerbslosenzentren in der Bundesrepublik bestätigt diese Einschätzung. Was ist übrig geblieben von den selbständig agierenden Beratungszentren der 80iger Jahre? Überwiegend angepasste Einrichtungen unter den Fittichen von Wohlfahrtsverbänden, die sich allenfalls mit Einzelfallberatung und Coaching durchschlagen. Politische Substanz und Handlungsfähigkeit gibt es nur noch selten.

Eine Schlussfolgerung ist der Aufbau und die bundesweite Vernetzung von staatsunabhängigen Erwerbslosenprojekten und Beratungsstellen. Ansätze sind in den Aktivitäten um die "Krach Schlagen" Demo in Oldenburg erkennbar.

Ein weiterer ganz wesentlicher Schwächungsgrund ist das Verhältnis zu den jetzt existierenden Gewerkschaften in Obhut des DGB. Zwar gibt es zahlreiche nette und auch linke GewerkschaftsaktivistInnen, die sich an sozialen Protesten beteiligen und vehement auch in den Gewerkschaftsgliederungen für ordentliche Positionen streiten.
Allerdings sind sie kaum in der Lage relevanten Einfluss auf die tatsächliche Politik des DGB und das politische Desinteresse der allermeisten Gewerkschaftsmitglieder auszuüben.
Das reale Wirken der DGB Gewerkschaften wird von der rechtssozialdemokratischen Mehrheitsströmung dominiert.. Und diese Mehrheitsströmung schreitet seit an seit mit Kapital und Staat, für den Standort Deutschland und dessen optimale Konkurrenzbedingungen auf den Weltmärkten.

Mit der Öffnung von Tarifverträgen, der offensiven Förderung von Flexibilisierungsmaßnahmen in den Betrieben, der Absegnung von Billigzeitarbeitstarifen, der Beteiligung an staatlichen Kürzungen (Mitarbeit in der Hartz Kommission, Durchwinken der Rente mit 67 im Jahre 2007 oder dem neuerlichen gemeinsamen Vorstoß mit dem Bundesverband der Arbeitgeberverbände zur Einschränkung des Streikrechts) sind Gewerkschaftsspitzen Bestandteil des Herrschaftsapparates und des Staates zur Optimierung des Ausbeutungssystems geworden.

Nachdem der Gewerkschaftsbeirat von verdi, nach internen anderslautenden Anträgen, sich für die Fortsetzung des gemeinsames Gesetzgebungsverfahren zur Einschränkung des Streikrechts mit dem Bundesverband der Arbeitgeberverbände ausgesprochen hat, begründete Bzirske dies mit der Notwendigkeit der Erhaltung des "sozialen Friedens".
"Sozialer Frieden" steht für uns als Synonym für ungestörten Ausbeutungsbetrieb!

Unbestreitbar stehen die Lohnabhängigen aus Deutschland im europäischen Vergleich am schlechtesten da. Ob Nettolohnentwicklung, Anstieg des Niedriglohnsektors oder dem Anteil am Volkseinkommen, dank steter Mithilfe der Gewerkschaftsführungen geht das bundesdeutsche Kapital seit 15 Jahren als erstes durchs Ziel. Der DGB und die Einzelgewerkschaften haben in den Verteilungskämpfen um Lohn und soziale Sicherungsstandards im Interesse des Standorts in der Konkurrenz der neoliberalen Globalisierung hervorragend funktioniert.

Die traditionelle Linke und große Teile der sozialen Bewegungen bekennt sich zum Prinzip der „Einheitsgewerkschaft„ und schließen dabei weitgehend die eigenständige Organisierung auf betrieblicher und überbetrieblicher Ebene aus. Damit ordnen sie sich faktisch der vorherrschenden Linie in den Gewerkschaften unter.

Das ritualisierte Bekenntnis zur Einheit (verbunden mit der Idealisierung gewerkschaftlicher Kämpfe in vergangenen Zeiten) verhindert weitgehende Kritik am Handeln der Gewerkschaftsapparate und führt zum fortgesetzten „einheitlichen„ Marsch in die nächste Niederlage. Damit wird auf eigenständige Kampfentwicklung verzichtet und sich dem tarif- und soziapolitischen Monopol der DGB Gewerkschaften untergeordnet.

Auch das zentrale und einige örtliche Bündnisse "Wir zahlen nicht für Eure Krise" beziehen sich positiv auf die vermeintliche „Stärke“ des DGB. z.B. bei der Zusammensetzung der RednerInnenliste bei der Demonstration und Kundgebung in Stuttgart im Juni 2010.

Die Stärke der Protestbewegungen in einigen europäischen Ländern liegt aber gerade darin, dass sie sich auf, wenn auch zum Teil kleine, Gewerkschaften stützen kann, die sich nicht den Kapitalverwertungsbedingen und dem Staat unterordnen.

Daraus erschließt sich die Notwendigkeit, sich erstens nicht kritiklos und anbiedernd auf den DGB als Organisation des Widerstandes zu orientieren und zweitens daran zu gehen, sich gewerkschaftliche Strukturen zu schaffen, die nicht der Standortlogik verpflichtet sind.

Ein vierter Schwachpunkt der sozialen Kämpfe könnten Einfluss Rolle der Partei "Die Linke" sein. Große Teile der Partei sind linkssozialdemokratisch orientiert. Dies belegen die Ergebnisse der bisherigen Regierungsbeteiligungen in Schwerin, Berlin und Brandenburg. Auch im Westen scheinen sich verstärkt sozialdemokratische Position durch zusetzen. Oder wie ist die reflexartige Zustimmung von CO-Parteichef Klaus Ernst zur DGB /BDA Initiative zur Einschränkung des Streikrechts, als auch die immer wieder wiederholte Position, die neuen Hartz IV Sätze mit dem Bundesverfassungsgericht kippen zu wollen, zu interpretieren?

Die Linke orientiert „bewegte“ Menschen darauf, den Widerstand auf die parlamentarische Ebene zu bringen. Die Erfolgsausichten sind aber nicht sehr groß. Viele Aktivitäten dienen vor allem der Profilierung der Partei als parlamentarische Stellvertreterorganisation und zur Wahlkampfpositionierung.

Die Linke hat mit ihrer Konstituierung im Westen, etliche bisher autonom agierende Teile der sozialen Bewegung eingebunden. Etliche Aktivisten bringen ihr Potential in den Parteiaufbau und die parlamentarische Arbeitein.
Dies schwächt Teile der sozialen Bewegungen.

Es müssen sich wieder mehr Menschen auf die außerparlamentarische Politik mit antikapitalistischer Stoßrichtung konzentrieren.

Martin Behrsing und andere ziehen folgende Schlussfolgerungen: " Es kommt somit drauf an, in wie weit es den sozialen Bewegungen gelingen kann, exponierte Vertreter der bürgerlichen Mitte für das Anliegen der Deklassierten zu gewinnen, um die soziale Frage als das solidarisch verbindende Element weiter Teile unserer Gesellschaft in den Vordergrund zu rücken, ohne sich von der bürgerlichen Mitte vereinnahmen zu lassen".

Die Erfahrungen des Herbstes zeigen aber: Bürgerliche Kreise sind sehr wohl in der Lage sich um ihre demokratischen und sozialen Anliegen zu bekümmern. Viel Erfolg damit. Allerdings besteht die Schwäche der sozialen Bewegungen, insbesondere der Erwerbslosen und der prekär Beschäftigten nicht im Mangel an wohlwollenden Paten, dozierenden Gelehrten mit der Intention, Armut und Ausgrenzung als Standortnachteil zu interpretieren, und die Herrschenden in deren vermeintlichem Interesse zur Änderung zu bewegen, sondern vor allem an eigener organisatorischer Stärke, Verankerung und Mobilisierungsfähigkeit. Es fehlt an Strukturen und örtlichen Netzen, die sich nicht auf Parlament, DGB und Wohlfahrtsverbände orientieren.

Stellvertretende Paten gibt es bereits genug, die in den Medien Fehler in der Regelsatzbemessung der CDU Ministerien erklären können oder spendable Nächstenliebe als Kaschierung von Einkommensarmut einfordern.

Wenn bundesweit nur zwei FDP Büros, angesichts der sozialdarwinistischen Äußerungen von Westerwelle, Ziel von Besetzungen wurden, ist dies Ausdruck von Schwäche, die es zu beheben gilt.
Dabei sollte sich jedoch von der Illusion einer politisch superbreiten,., alle politischen Spektren diesseits von CDU und FDP umfassenden Erwerbslosen und Sozialbewegung befreit werden. Hartz IV, Niedriglohn und Zeitarbeit sind ein zentrales politisches Projekt von Staat und Kapital zur Profitmaximierung und Sicherung des Standorts. Aber auch der Normalbetrieb kapitalistischer Ausbeutung ist ein Skandal an sich.

Allein die Orientierung auf die Abschaffung des Normalbetriebs, des Lohnsystems an sich, schafft die Voraussetzungen einer dauerhaft politisch aktionsfähigen "sozialen Bewegung". Davor liegen noch viele Hürden, etwa die fehlende Bereitschaft großer Teile der radikalen Linken, "soziale Kämpfe" als zentrales Auseinandersetzungsfeld mit dem Lohnsystem zu begreifen oder aber das fetischartige Festhalten an einer "Einheitsgewerkschaft"

Leider ist nicht zu erwarten, in einem "heißen Herbst 2011" alles besser machen zu können, vielmehr muss von einer längeren Aufbau- und Neuorientierungsphase ausgegangen werden, die nicht gleich unmittelbare Ergebnisse mit sich bringen wird.

Bremer Erwerbslosenverband Koordinierungskreis

VON: BREMER ERWERBSLOSENVERBAND
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Icke grüß' mal, Atze Knorke

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Alt 15.09.2011, 11:01   #7
ethos07
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Zitat von Atze Knorke
es geht nicht um Stückchen - es geht ums GROSSE GANZE in Berlin,
Bommelsdorf, Oberschöngrünkohl und in Globalcity!!!

Wat der Link funzt nicht, na was machen wir denn da

Dann HIER der gesamte Textinhalt zum Lesen:
...
Wünschen können wir uns vieles... Das Kleine dazu voerst vor Ort umsetzen, ist etwas ganz anderes.
Den Text aus Bremen hatten wir hier bereits einmal irgendwo im Forum verlinkt (als damals der damaligeText von Martin zur Krisendiskussion überall diskutiert wurde) - denke persönlich aber nicht, dass uns diese Debatte in Bln nun zur Zeit für die praktische Arbeit in Berlin weiterhilft.
[Im Übrigen: icke bin weder Martin noch das Erwerbslosen Forum :-)), icke bin weder "blau" markiert, noch in der Redaktion noch im Vorstand des in Bonn arbeitenden Erwerbslosen Forums Deutschland - sondern, weil ich das elo-forum wirklich sehr hilfreich finde und die meisten bundesweiten Positionen und Interventionen von den "Bonnern" um den Pressesprecher Martin Behrsing auch richtig und wichtig finde, hat es sich so ergeben, dass ich das ELO in Berlin und ab und an auch in bundesweiten Zusammenhängen unter dem Label "Erwerbslosenforum.Berlin" unterstütze/mitvertrete. C'est tout.]
Ich sehe mich also deutlich nicht bemüßigt, zu allem und jedem, was zu Martins Arbeit gesagt wird , Stellung zu beziehen. Schon gar nicht hier zu einem eingestellten laaangen Text Dritter, wenn es, wie ich hoffe, in diesem Thread und dann am Wochenende im Oktober darum gehen soll, wie die zum Glück in Berlin noch so zahlreich aktiven EinzelkämpferInnen in Berlin weitermachen können - ohne sich gegenseitg ständig die Luft zum Atmen hinterlistig oder frech abzugraben und zu meinen, die paar Aktiven müssten auf Beigen und Brechen zu einem Eintopf werden.

Wenn wir zu Demos oder einzenlnen konkreten Unterstützungsaktivitäten dann wieder besser zusammenfinden, wäre
re das aus meiner Sicht schon mal wieder ein guter Schritt vorwärts. Was nicht ist, ist eben ganz schlicht nicht. So sehe ich die aktuelle Not-wendigkeiten der nun mal insgesamt halt aus nachvollziehbaren Gründen schwächelnden Prekariats-Szenen.

Aber lass uns das alles dann life an diesem Wochen-Ende weiterdiskutieren.
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Viele Grüße aus Berlin
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Alt 15.09.2011, 14:53   #8
293949
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Standard AW: [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

...ich denke der 'Bruch' war, das zu Beginn von Hartz der ja massenhaft vorhandene Protest gesellschaftlich auf sich alleine gestellt war.Gewerkschaften und 'Linke/Grüne haben ja Hartz aufgebaut.

WASG wurde von der PDS aufgesaugt und ruhiggestellt (Berlin).

Nehmen wir mal an, der Protest wäre damals (Wie die sogenannten Farben-Revolutionen) gesponsort worden....

Der mangelnde Protest ist einfach die Anerkennung der Realität das die 'Überflüssigen' (also auch ich!) keine 'Masse' haben um Forderungen durchzusetzen. Erheben wir uns, die am Boden liegenden, ernsthaft - werden sie von der geballten staatlichen und gewerkschaftlichen Macht niedergeknüppelt.

Der noch vorhandene Protest wurde kanalisiert und wird staatlich verwaltet - Sozialarbeiter lassen grüssen !

Widerstand ist nur denkbar mit asymetrischen Aktionen - nicht mit offenen Visier - und schon garnicht auf parlamentarischer Ebene...

Grüße
293949 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2011, 16:01   #9
Devona
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Devona Devona
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Da ist das ELO, Tacheles, Arbeitslosenzentren (z. B. BALZ), verschiedene
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Und letztendlich bleibt jeder betroffene Erwerbslose ein verbitterter EINZELKÄMPFER!

Und da wundern sich die Leuts, wo die Ursachen liegen könnten
und keine Bewegung bei den Erwerbslosen zu verzeichnen ist.

Hier nochmal eine kleine Lektüre:
Detail Bewegungen[pointer]=2&tx_ttnews[tt_news]=14159&tx_ttnews[backPid]=7&cHash=c82abb75af

Was ist aus den Treffen der bundesweiten Sozialbündnisse heraus gekommen?
Ziehen WIR - DAS VOLK - doch mal DIE HARTZ IV BILANZ!

Gruß Atze Knorke
Danke, sehe ich ähnlich. Ich hab weder Durchblick in diesen Dingen, noch WILL ich den haben, ich erkenne aber an, was geleistet wird, ohne, daß ich es en Detail kapieren MUSS/WILL. Bunt und vielfältig...bringt`s wirklich was? Ich seh es wie Atze Knorke...am ENDE ist man Einzelkämpfer...aber es sind doch Strukturen da? Warum greift das nicht so wirklich?

Ich bin jetzt an dem Punkt, wo ich einfach was TUN möchte. Nicht nur für MICH ( das hab ich 7 Jahre lang gut im Griff gehabt, aber der Würgegriff wird enger)

Ich habe HIER manchmal das Gefühl, daß man auch hier gewissen (unausgesprochenen, aber durchaus vorhandenen) REGELN unterworfen wird und schnell als "Troll" abgestempelt wird, sollte man EIGENE Strategien ( ob sinnvoll oder nicht, sei mal völlig dahin gestellt) entwickelt, die vom "Grundtenor", der hier verbreitet wird, abweichen. Finde ich schade. Man kann doch (sich und alle anderen) integrieren und anpassen...vermisse ich hier manchmal. OHNE, daß ich hier einer bestimmten Person auf den Schlips treten will, ist mehr so ein allgemeines Gefühl. Ich KENNE hier eh keinen.

System im System, brauchen wir das? Und letztendlich kann ich auch diesen ganzen Links-Rechts-Kram nicht mehr hören, der lenkt nur vom eigentlichen Problem ab. Hier geht`s doch um Menschen und nicht politische Strömungen.
Devona ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2011, 21:43   #10
ethos07
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Standard AW: [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

Zitat:
Zitat Atze Knorke
Das Engagement hier ist bunt und vielfältig!
Die Gegenwehr zum Selbstunterwerfungs-System Hartz IV ...
im 7. verhartzten Jahr!

Wo bleibt diese geballte Ladung/Potenzial an Solidarität/Aktivitätenaustausch
Netzwerkkooperation für die Erwerbslosen/Geringverdiener/Aufstocker
in den eigenen Reihen - ohne Profilierungssucht - ?

Und wo hast DU ganz ganz konkret & praktisch diese idealen Netzwerke angeschoben????

Und letztendlich bleibt jeder betroffene Erwerbslose ein verbitterter EINZELKÄMPFER!

wer, wat wie? Verbittert gar?

Icke sehe wenig Verbitterung bei den Aktiven, sondern halt welche die mal Päuschen brauchen, sich dann wieder neu orientieren oder auf Rente gehen oder in die Datsche, Gemüse anbauen... ist doch ok.
Und allemal besser, als hier groß herumzutönen.


Und da wundern sich die Leuts, wo die Ursachen liegen könnten
und keine Bewegung bei den Erwerbslosen zu verzeichnen ist

Was ist aus den Treffen der bundesweiten Sozialbündnisse heraus gekommen?

och, die laufen auf vielen Ebenen weiter. Für die kommenden parlamentarischen Gefechte wird z.B. versucht, sich besser aufzustellen als die letzten Male;

Und außerparalmentarisch seid IHR vielleicht mal an der Reihe , die Ochsentour, etwas anzuschieben, zu übernehmen... Wo ist Deine nächste Erwerbslosen-Demo, oder auch 'nur' Dein nächster "Zahltag!", Atze, ich komme dann gern hinzu, wenn es wat sinnvolles ist - es müssen doch nicht immer dieselben paar Hansel das sog. Volk spielen...

Ziehen WIR - DAS VOLK - doch mal DIE HARTZ IV BILANZ!

Gruß Atze Knorke

na, dann Mach dann mal hinne mit...

Sich hier mit Rundum- Rat-SCHLÄGEN gegen einzelne Aktive wie Martin oder andere, die tatsächlich ständig etwas getan HABEN und noch immer weiter TUN, hervorzutun, kann's ja nicht gewesen sein, wa....
.
__

Viele Grüße aus Berlin
----------------------------------------------------------

  • 10 Euro Mindestlohn (brutto + lohnsteuerfrei)!
    500 Euro ALG II (Regelsatz) plus volle KdU!
  • Sanktionen zerbröseln!

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N.B. Meine Beiträge sind meine persönlichen Meinungen und keine Rechtsberatung.
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Alt 16.09.2011, 00:40   #11
Alter Sack
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Alter Sack Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

Zitat von ethos07 Beitrag anzeigen
Roland Roth wird als Protestforscher
darstellen, warum Proteste in Deutschland erfolgreich waren und
welche Schlüsse man daraus für die Erwerbslosenbewegung ziehen
kann.

In Deutschland waren bisher keine Proteste erfolgreich, die haben sich immer auf die eine oder andere Weise von selbst erledigt!
__

Erst wenn man selber von einer Sache betroffen ist, merkt man, wie der Staat versagt hat.
Alter Sack ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2011, 02:33   #12
Atze Knorke
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Benutzerbild von Atze Knorke
 
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Beiträge: 1.463
Atze Knorke Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

Hallo ethos07,

Zitat:
Und wo hast DU ganz ganz konkret & praktisch diese idealen Netzwerke angeschoben????
Nobody is perfect! Noch MUSS ich mich nicht bei DIR persönlich und öffentlich (virtuell) hier im Forum rechtfertigen! Meine Erfahrungswerte, wie ein Betroffener in den eigenen Reihen aufgenommen, wahrgenommen, ihn mit Respekt behandeln, den MENSCHEN so zu akzeptieren, ohne ständig zu hinterfragen, ihn in Frage zu stellen, habe ich in den letzten Jahren genug gesammelt!

Zitat:
wer, wat wie? Verbittert gar?

Icke sehe wenig Verbitterung bei den Aktiven, sondern halt welche die mal Päuschen brauchen, sich dann wieder neu orientieren oder auf Rente gehen oder in die Datsche, Gemüse anbauen... ist doch ok.
Und allemal besser, als hier groß herumzutönen.
Anscheinend hast DU den Knall nicht gehört ...
dann auch als Empfehlung ...
Hartz IV - Wenn die Seele stirbt - trueten.de - Willkommen in unserem Blog!

Der Ton macht die Musike, ich denke, DU musst mich nicht vorführen und rum tönen tue ich schon überhaupt nicht. Genau jedoch, dass ist der Punkt, in den eigenen Reihen loszupoltern!
Aber von welchen prekären Erwerbslosen sprichst DU eigentlich ... auf Rente gehen oder in die Datsche, Gemüse anbauen ...???
Sicher kann das ok. und allemal besser für eine Auszeit/Rückzug sein, habe nichts dagegen!

Man liest, kämpft und versteht immer mehr - es ist ein aussichtloser Kampf, denn trotz der gleichen Schicksale stellt man fest, man bleibt Einzelkämpfer gegen Willkür und Schikane, gegen Entrechtung, gegen ein perfides System genannt Hartz IV.
Immer in der Hoffnung, dass es im Erwerbslosenforum Solidarität gibt, wo sich die Menschen zusammenschließen, gemeinsam den Kampf ansagen, doch die Hoffnung stirbt mit jeden Tag mehr und neben der Hoffnung der Kampfgeist, Einzelkämpfer werden zu Einzelgängern …

Es ist auch bekanntlich die Frustration, Resignation bis hin zur Isolation. Bei vielen Betroffenen, die leider nicht mehr unter uns weilen!
Ich erinnere hier an den Freitod von Detti ... die Zeit verrinnt!
Nicht zu vergessen der VIELEN die Detti voraus gingen und folgten, der Mann aus Speyer, der Mann vom Hochstand ... waren es auch Poster aus diesem Forum?


Zitat:
och, die laufen auf vielen Ebenen weiter. Für die kommenden parlamentarischen Gefechte wird z.B. versucht, sich besser aufzustellen als die letzten Male;
JA, wo laufen SIE denn? Das war eine reine Frage (Was ist aus den Treffen der bundesweiten Sozialbündnisse heraus gekommen?) und nicht nur an DICH gestellt! Sich besser aufzustellen ... na dann Versuch macht klug, Menschen zu mehr Geschlossenheit zu bewegen!

Zitat:
Und außerparalmentarisch seid IHR vielleicht mal an der Reihe , die Ochsentour, etwas anzuschieben, zu übernehmen... Wo ist Deine nächste Erwerbslosen-Demo, oder auch 'nur' Dein nächster "Zahltag!", Atze, ich komme dann gern hinzu, wenn es wat sinnvolles ist - es müssen doch nicht immer dieselben paar Hansel das sog. Volk spielen...
Die Verletzung der Würde des Menschen in Millionen von Einzelfällen darf nicht konsequenzenlos bleiben, zumal eben genau die Verursacher behaupten nicht sozial schwach zu sein, ihre Opfer aber sehr wohl. Und ist es doch MEHR an Verantwortung!
Es ist sicher nicht immer leicht zu den eigenen gravierenden Problemen, den Blick nie zu den „Nachbarn“ zu verlieren, den Freund zu helfen, den Leidens-genossen zu unterstützen … DAS TUE ICH - soweit ich es krankheitsbedingt schaffe!
Und das macht mich persönlich traurig und lässt noch schlimmere Ohnmacht aufkommen, denn wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.
Widerstand und Verantwortung zu uns und unseren Kindern, Freunden, Verwandten in eine bessere gerechte Zukunft, uns geht es ALLE an, nur WIR können dies verhindern.


Zitat:
na, dann Mach dann mal hinne mit...
Hetz’ mich NICHT!

Zitat:
Sich hier mit Rundum- Rat-SCHLÄGEN gegen einzelne Aktive wie Martin oder andere, die tatsächlich ständig etwas getan HABEN und noch immer weiter TUN, hervorzutun, kann's ja nicht gewesen sein, wa....
Jedoch das ist HETZE - ICH VERBITTE MIR DAS.
Zur Klarstellung, der laaannnnngggggeeee, eingestellte Artikel von Dritten, wie DU es erwähntest, war keine Ansage an DICH Stellung zu beziehen oder gar, dass ich weder Martin Behrsing noch andere AKTIVE deformiere. Das steht mir NICHT zu! Ebenso wenig tue ich mich hervor!
Lediglich ist mir dieser Artikel aufgefallen und finde ihn als Zusammenfassung dessen gut sowie passend, was ich über die Jahre selbst erfahren habe und sich auch heraus kristallisierte.

Doch Anmerkungen, Kritik mit all seinen menschlichen Schwächen und Stärken sind wohl noch erlaubt?
Nun dann bin ich noch in der Lernphase, bis ich mal um die Ecke gucken kann.
Fazit:
Die komplexe Botschaft ist nicht angekommen und wurde missverstanden!

Die Kunst der Kommunikation ist es im passenden Moment die richtige Art und Form der Ansprache zu finden.


Denk' ich an Deutschland in der Nacht ...
__

Icke grüß' mal, Atze Knorke

Die Beiträge sind reiner, persönlicher Erfahrungsschatz keine Rechtsberatung.

"Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen, fünfzig, um schweigen zu lernen." (Ernest Hemingway)

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Mahatma Gandhi)
Atze Knorke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2011, 15:35   #13
ethos07
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Standard AW: [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

Hi Atze, kann sein, dass ich da etwas zu scharf-ironisch wurde, ich mag's halt nicht mehr hören, wenn - haste ja bei der Mietenstopp Demo auch gesehn , selbst bei einer bequem von anderen uns sehr sehr schön fertig vor die Füße gelegeten Demo-Orga nur ne Handvoll bekannte Gesichter auftauchen - und da war mir dann dein Apell an "uns" "Wir - das Volk" halt viel zu abstrakt .

Ok, meine Antwort zu den Sozialbündnisse war etwas knapp.

Also: das Krachschlagen-Bündnis , was die große Erwerbslosen-Demo in Oldenburg organisiert hatte, versucht zur Zeit, sich inhaltich-fachlich und mit weiteren Kräften als bei der Demo und vor allem dann auch im Parlament bei der Verabschiedung der miesen Regelsätze-Novelle für die dort absehbaren nächsten Runden dieser Auseinandersetzung zu verstärken .Damit das aber möglichst gut gelingen kann, wurde Stille vereinbart . Deswegen hören wir dazu vorerst so gut wie nix... die Arbeit geht dort aber fleissig weiter und weiter :-).

- In Oldenburg von der AlSO her - und ich denke auch in einigen anderen ländlichen Gegenden - wird weiterhin gegen die AGrarLobby und für eine regionale gesunde Landwirtschaft sich stark gemacht - denn , ihr erinnert euch: die zu niedrigen Regelsätze heissen auch , dass wir in den Billigläden einkaufen müssen, und die lokale Landwirtschaft dort für ihre Erzeugnisse keine vernünftigen Preise mehr erhält - sich also der gesamte Nahrungskreislauf immer weiter für ALLE verschlechtert, wenn da kein anderen politischer Wind sich durchsetzen kann. Hartz IV ist schlecht für ALLE!

Und was das Aktionsbündnis Sozialproteste angeht, siehst du hier im Forum immer mal wieder, die aktuelle "500 - 10"- Forderung. Zur Zeit wird m.W. vorallem für 10 Euro Mindestlohn Druck aufzubauen versucht. Die Gewerkschaften hinken bekanntlich da ja noch reichlich hinterher... und wer weiss, vielliecht kommen sie dadurch der 10 Euro-Marke näher.
Dazu kann mensch aber am besten auf deren WEbsite näheres lesen - Aktionsbündnis Sozialproteste - oder unter [url=http://www.500-Euro-Eckregelsatz.de [/url]- Bei Interesse könnte mensch auch mal zu den Treffen für uns hinfahren, wenn sie tagen, und uns hier dann z.B. darüber berichten.

Sicher gibt es noch etliche weitere Bündnisse, die auch gute Arbeit machen, aber die müßten sich halt selbst äussern.

(Montagsdemo unterstützen wir hier aber z. nicht, weil uns das zu dogmatisch ist.)
__

Viele Grüße aus Berlin
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Alt 25.10.2011, 14:50   #14
ethos07
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Standard AW: [Bln] WICHTIG: Wochenende zu "Zwischen Bittbrief und Barrikade"

Seid bitte so nett und lasst diese ANKÜNDIGUNG nun hier einfach als Ankündiugng stehen .

... und macht Grundsatz- und Frustdiskussionen nicht daran fest. Wir haben alle unsere Probs und Frusts, haben dafür aber jede Menge andere Threads hier im Forum, wo dazu diskutiert werden kann.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Also hier einfach nochmals die Ankündigung nach oben geholt der folgenden BERLINER Veranstaltung vom kommrnenden Wochenende für politisch aktive Berliner Erwerbslose oder solche , die es in BERLIN werden wollen:

Zitat:
Zwischen Bittbrief und Barrikade
Perspektiven der Erwerbslosenbewegung

---------------------------------------------------------------------------------------
Wochenendseminar 28./ 29.Okt.2011
im Mehringhof, Gneisenaustr.2a (U-Bhf. Mehringdamm)
--------------------------------------------------------------------------------------

-------------------------------
Freitag , 28. Okt.
19 Uhr
-------------------------------
Wo sind sie geblieben?: Geschichte
und Besonderheiten der Erwerbslosenbewegung
mit Harald Rein (Frankfurter
Arbeitslosenzentrum), Roland Roth (Politologe, Hochschule
Magdeburg-Stendal) und Christian Schröder (Gruppe reflect! Berlin)

Harald Rein wird über seine 30jährigen
Erfahrungen in der Erwerbslosenbewegung berichten. Wo gab es Erfolge,
was ist misslungen. Wie sieht die aktuelle Situation aus und wo sind
Ansatzpunkte für neue Wege.

Roland Roth wird als Protestforscher
darstellen, warum Proteste in Deutschland erfolgreich waren und
welche Schlüsse man daraus für die Erwerbslosenbewegung ziehen
kann. Was können wir z.B. von Stuttgart 21 und der Anti-AKW-Bewegung
lernen? Welche Impulse können uns Proteste z.B. in der arabischen
Welt, in Israel, in Spanien oder Griechenland geben?

Christian Schröder wird seine
Forschungsergebnisse über die Erwerbsloseninitiativen in Amsterdam
und Berlin vorstellen. Was sind die Ursachen der Flaute in Berlin?
Wie kann eine Erwerbslosenbewegung erfolgreich sein?
Können wissenschaftliche Erkenntnisse
den Blick für neue Perspektiven öffnen?

-----------------------
Samstag, 29. Okt
13.00 Uhr
-----------------------
Die Quadratur des Kreises?

Wollen und können
Erwerbslose überhaupt zu einer 'Bewegung' werden?
Inwieweit ist es überhaupt möglich,
dass höchst unterschiedliche Gruppen und zahlreiche Querköpfe "ihre
Kräfte bündeln", wie es so schön heißt?

Ist 'Arbeitslosigkeit' ein Stigma,
das alle Aktivitäten lähmt?

Oder gibt es eine Kunst, mit
unvollkommenen Mitwirkenden und unzureichenden Ressourcen, erfolgreich zu sein?

Zu diesem Thema werden wir ein World Cafe durchführen.

Das World Cafe geht davon aus, dass
jede Menge Wissen und Weisheit bei den TeilnehmerInnen vorhanden
sind. Es schafft den Rahmen, um Wissen zusammenzuführen und im
Dialog weiter zu entwickeln. Inspirierende Leitfragen geben den
Dialogen eine Richtung. In wechselnden Gruppen werden Themen
diskutiert, Ideen entwickelt, Standpunkte bearbeitet und Lösungen
erarbeitet.

-------------------------
Samstag, 29. Okt
15.00 Uhr
------------------------
Erwerbslose - Bewegungs-Los ?????
Input und Moderation: Thilo Broschell

Berlin ist die Hochburg von prekär Beschäftigten und Langzeitarbeitslosen. Hier
gilt es der Frage nachzugehen, wie setzen sie sich zusammen, wo
könnten gemeinsame Schnittmengen liegen und warum finden sie nicht
zu einander. Die gemeinsamen Interessen liegen doch offen zu Tage,
oder täuscht hier unsere Wahrnehmung.
Außerdem wollen
wir uns anschauen, welche Gruppen und Erwerbslosenzusammenhänge
es in Berlin noch gibt. Was sind ihre Stärken und Schwächen, wie
läuft die Zusammenarbeit mit anderen oder eben auch nicht. Es
soll auch ein Versuch unternommen werden nach zu spüren, wo sind
Gruppen und Zusammenhänge geblieben, bzw. worin sind sie aufgegangen
oder was ist aus ihnen geworden (Professionalisierung,
Frustration...). Sind die Formen bzw. die Konzepte der Organisierung
von Erwerbslosen noch zeitgemäß?

-----------------------
Samstag, 29. Okt
17 Uhr
-----------------------

Was tun?

Nach dem Rückblick, dem World Cafe und
der Bestandsaufnahme wollen wir abschließend einige Fragen
diskutieren.

Wo sind die Stärken und Schwächen?
Worauf können wir in Zukunft setzen?
Wie können wir etwas bewegen?
Was kann anders werden, wie können wir
uns neu orientieren?


-----------------------------------------------------
Veranstalter: Netzwerk Selbsthilfe und
Teilhabe e.V.

Unterstützt von der Stiftung
Menschenwürde und Arbeitswelt

Website von Teilhabe e.V.
netzwerk selbsthilfe berlin | der politische Förderfonds
---------------------------------------------------
---
__

Viele Grüße aus Berlin
----------------------------------------------------------

  • 10 Euro Mindestlohn (brutto + lohnsteuerfrei)!
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N.B. Meine Beiträge sind meine persönlichen Meinungen und keine Rechtsberatung.
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