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AfA /Jobcenter / Optionskommunen Rat und Hilfe speziell für Probleme im Zusammenhang mit AfA/Jobcenter/Optionskommunen


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Alt 14.09.2006, 12:31   #1
melissa
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Registriert seit: 05.09.2006
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melissa
Standard Lohnt sich eine Dienstaufsichtsbeschwerde???

Hallo,

ich hoffe wir sind hier richtig. Ich und meine Freundin haben seit kurzem eine neue Fallmanagerin. Da wir aus Zeugengründen immer zu zweit zu den Meldepflichtigen monatlichen Termin erscheinen, könnten wir gegenüber dritten auch beweisen was sie uns alles an den Kopf schmeißt.

Zu mir: Mir hat sie von Anfang an Steine in den Weg gelegt. Und zwar habe ich mir bevor die neue FA gekommen ist mit meiner alten FA abgesprochen statt einer Maßnahme (Schiffe restaurieren) (ich gelernte Bürokauffrau) einen Englischkurs zu machen. Dieses habe ich getan und mich bei der VHS eingeschrieben (Kosten selber übernommen). Etwas später habe ich mir selber einen 400 Euro Job bei einer Rechtsanwältin gesucht wo ich ein Vormittag und ein Nachmittag die Woche gearbeitet habe mit Option auf mehr. Da kommt dann plötzlich die neue FA und meint sie müsse mir eine Aktivierungsmaßnahme reindrücken, welche vormittags für 8 wochen stattfinden sollte. Darauf hin habe ich ihr erklärt das dieses nicht gerecht wäre da ich somit meinen schon bezahlten Englischkkurs abbrechen musste und auch noch meine Arbeitstage die festgelegt waren, zu verschieben. Sie hat daraufhin zu mir wortwörtlich gesagt: Das sei doch alles nur Just for Fun! (400 Euro). Dann bin ich ihr schon entgegen gekommen mit der bitte das ich wenigsten den einen Tag in der Woche wo ich vormittags gearbeitet habe nicht zu dieser Maßnahme erscheinen bräuchte. In ihren Augen war die Maßnahme wichtiger als die Arbeit. Also habe ich die Maßnahme machen müssen. Super vorallem weil ich da nur 8 Wochen rumsaß da ich ja schon längst wusste wie man eine Bewerbung schreibt!!!!

Jetzt der Hammer: Ich habe einen Einladungstermin zu einer Infoveranstaltung bei einer Direkt Bank erhalten wo ich zu erscheinen habe. Ich bin auch hingegangen und habe mich schriftlich eingetragen (habe zum Glück meine Freundin mitgehabt). Habe es mir angehört konnte aber weissgott nichts damit anfangen. Dort anwesend war auch eine Dame der Arge und Psychologen mit denen ich mich dort auch unterhalten habe und gefragt habe ob ich das jetzt machen muss (wegen Leistungsentzug). Die haben mir in gegenwart meiner Freundin gesagt das ich dann nichts unterschreiben soll wenn ich mir das nicht wirklich zutraue (diese Arbeit). Bin dann also gegangen.

Heute habe ich wieder meine Meldepflicht eingehalten und da wäre ich fast vom Stuhl gefallen als sie mir unterstellen wollte ich wäre dort nicht anwesend gewesen. Die hat doch nen Knall!! Meine Freundin hat dieses auch noch mal bestätigt und jetzt mal sehen was demnächst kommt!!

Und nun zu meiner Freundin: Sie hat eine 4 Jährige Tochter die ziemlich anfällig für Krankheiten ist. Ist also desöfteren zu Hause (ist ja logisch) und der Arzt hat auch gesagt das dieses in dem Alter völlig normal sei. Nicht nur das die liebe FA ihr unterstellt das sie kein Bock hat zu arbeiten jetzt unterstellt sie ihr quasi noch sie sei nicht ganz richtig mehr im Kopf und solle sich umgehend bei der Krankenkasse melden um eine Mutter-Kind Kur zu beantragen!!! Nach dem wir uns über so eine Kur informiert hatten stellte sich heraus das dieses für Mütter ist die mit Ihrem Kind nicht klar kommt, oder chronisch krank sind. Das ist doch eine Unverschämtheit!

So und jetzt zum Eigentlichen lohnt es sich in einem solchen Fall eine Dienstaufsichtsbeschwerde an ihren Vorgesetzten zu schreiben???
Wäre dieses rechtlich auswirkend oder ist die FA im recht????

Danke im voraus!! Mfg melissa :cry:
melissa ist offline  
Alt 14.09.2006, 13:20   #2
silkem
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silkem
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Hallo Melissa,

auf was soll sich deine Dienstaufsichtsbeschwerde beziehen?
1. Auf den 400 Euro-Job, den du wegen einer Maßnahme unterbrechen mußtest? Verdienstverlust?
2.Abgebrochener Englischkurs wegen unsinniger Aktivierungsmaßnahme?
3.Infoveranstaltung Direkt-Bank?
4.Behandlung deiner Freundin?

Also für die Punkte 1. und 2. würde ich auf jeden Fall das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen, vor allem da du ja Eigeninitiave zeigst.
Ich würde vor allem darauf hinweisen, dass du den Englischkurs abbrechen musstest und verlange ruhig einen Bildungsgutschein für einen neuen!
Weise den Vorgesetzten auch darauf hin, dass diese Dame dir voreingenommen begegnet und somit ein vernünftiges Fallmanagement nicht möglich ist? Und den Fallmanager wechseln möchtest?
Falls er das Gespräch verweigert, Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen!

Im Fall 3. hast du richtig gehandelt - ist nur schade, dass man immer Zeugen mitnehmen muss.

Im Fall 4. hilft manchmal schon der Wechsel des Kindergartens (kleinerer Betrieb), damit das Kind nicht so oft krank wird. Ansonsten soll deine Freundin im Falle einer Eingliederungsvereinbarung auf die verbindliche Zusage der Kosten für die Ganztagsbetreuung im Kindergarten oder per Tagesmutter durch die Arge bestehen. Denn nach §10, Abs. 1, Satz 3 ist es den Müttern mit Kindern ab dem 3. Lebensjahr wieder zumutbar arbeiten zu gehen:
Zitat:
§ 10 1 Zumutbarkeit
(1) 1 Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit
zumutbar, es sei denn, dass
1. er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder
seelisch nicht in der Lage ist,
2. die Ausübung der Arbeit ihm die künftige Ausübung
seiner bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich
erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit besondere
körperliche Anforderungen stellt,
3. die Ausübung der Arbeit die Erziehung seines Kindes
oder des Kindes seines Partners gefährden
würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte
Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht gefährdet,
soweit seine Betreuung in einer Tageseinrichtung
oder in Tagespflege im Sinne der Vorschriften
des Achten Buches oder auf sonstige
Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommunalen
Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen
Erziehenden vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung
des Kindes angeboten wird.

4. die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines Angehörigen
nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht
auf andere Weise sichergestellt werden kann,
5. der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger
Grund entgegensteht.
Somit ist die FA schon im Recht, wenn sie deine Freundin darauf hinweist. Leider kann ich von hier aus nicht beurteilen was "desöfteren" bedeutet. Und falls das Kind wirklich sehr oft krank ist, würde eine Mutter/Kind-Kur auf jeden Fall guttun, welche auch im Fall von sozialen Härten (bsp. Hartz IV) gewährt wird. Was spricht also dagegen?

LG

Silke
silkem ist offline  
Alt 14.09.2006, 13:21   #3
Müllemann
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Beiträge: 298
Müllemann
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gehe damit an die heimische Presse

was den Englisch-Kurs betrifft, wegen d. Abbruchs f. die sinnlose Maßnahme würde ich d. ARGE anteilige Rechnung zukommen lassen

Wer Geld für eine sinnlose Maßnahme hat, muss auch den Schaden, den er damit anrichtete, zahlen
Müllemann ist offline  
Alt 17.09.2006, 09:58   #4
melissa
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Beiträge: 3
melissa
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Danke erstmal für die Antworten werde mich aufjedenfall mit Ihrem Vorgesetzen in Verbindung setzen! Nachdem ich gestern einen 1 Euro Job von ihr zugeschickt bekommen habe!!! Vor allem weil das irgendsoein Projekt scheiß ist wo man laut Flyer wieder mal lernen soll wie man sich bewirbt ( hab ich ja nicht erst 8 Wochen machen müssen!!!!!) :uebel: Ich meine die kann mich doch nicht jeden monat in sachen reinstecken wo man jedes mal das selbe macht!!! Vielleicht hat ja jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich jetzt dann wäre ich für jeden weiteren Ratschlag was gegen die Fa zu tun dankbar. Gruß melissa
melissa ist offline  
Alt 17.09.2006, 12:36   #5
Arania
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Beiträge: 17.182
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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das siehst Du so, das sehe ich so und die meisten Leute, die ich kenne auch, aber für die ARGE bist Du erstmal in einer Maßnahme geparkt und das ist das was zählt :(
Arania ist offline  
Alt 19.12.2006, 11:52   #6
anonim587
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Benutzerbild von anonim587
 
Beiträge: n/a
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Zitat von Arania
das siehst Du so, das sehe ich so und die meisten Leute, die ich kenne auch, aber für die ARGE bist Du erstmal in einer Maßnahme geparkt und das ist das was zählt :(
Staat vergibt schwarz Arbeitsplätze

http://www.elo-forum.org/forum/viewt...=133609#133609

Staat vergibt schwarz Arbeitsplätze

Schreiben an das Arbeitsamt.

„Die Bundesagentur für Arbeit erteilt nichteinheimischen Arbeitnehmern eine Arbeitserlaubnis und vergibt an diese Arbeitsplätze sowie Arbeitsgenehmigungen, ohne den einheimischen Arbeitnehmern diese Arbeitsplätze anzubieten. Auf diese Weise sorgt ein Verwaltungsakt der Bundesagentur für Arbeit für eine grob fahrlässige Verletzung folgender Rechte:

1. Recht auf Gleichberechtigung GG Artikel 3(1),
Nichteinheimische wurden bevorzugt.

2. Recht auf frei Wahl des Arbeitsplatzes, GG Artikel 12 (1),
man kann nicht frei wählen, wenn die Wahl beschränkt ist.

Man wendet sich heute an Sie mit der Bitte um Unterstützung bei folgendem Anliegen: Man hofft auf eine Veröffentlichung aller Stellenausschreibungen ohne Ausnahmen im Internet-Portal der Bundesagentur für Arbeit oder in anderen einschlägig bekannten Internet-Portalen, um Grundrechte zu garantieren.

Antwort:

"Sehr, geehrte... XXXX,

zu Ihrem Wunsch, dass alle Stellenausschreibungen im Internetportal der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht werden sollten, möchte ich Sie informieren, dass es die eigene Entscheidung jeder Firma und jedes Arbeitgeber ist, ob sie oder er Stellengesuche veröffentlicht oder nicht. In der BRD besteht kein Zwang, Stellenausschreibungen öffentlich zu melden."

Was denken Sie darüber? Wer hat den Mut, gemeinsam eine Musterklage einzureichen?

Anzeige: Schwarze Vergabe von Arbeitsstellen.

Wir können eine Stiftung einrichten, um unsere Rechte durchzusetzen, d.h. die Sache bis BGH oder den Europäischen Gerichtshof durchzufechten. Um diesen Sachverhalt zu erklären, braucht man mindestens 100 aktive Mitstreiter.
Das hat es nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, es müssen einfach folgende Fragen geklärt werden: Wieso erhalten ein Türke, ein Chinese oder ein Franzose, die tausend Kilometer von Arbeitsstelle entfernt wohnen, Information über eine Stelle in meinem Dorf und wir nicht?
Wo soll man sich anmelden? Es sieht so aus, als ob die Anmeldung beim Arbeitsamt oder anderen Internet-Portalen nicht ausreicht. Welche Zeitungen muss man lesen?

Für den Moderator. Löschen Sie bitte dieses Thema nicht, wenn aus es aus welchen Gründen auch immer nicht passt. Wir können immer zusammen den Inhalt anpassen, dazu sind wir gerne bereit. Das Wichtigste ist, dieses Problem zu lösen.
 
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