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AfA /Jobcenter / Optionskommunen Rat und Hilfe speziell für Probleme im Zusammenhang mit AfA/Jobcenter/Optionskommunen


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Alt 09.03.2006, 13:44   #1
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belzebub
Standard Betrifft Raum Lübeck

Hallo!

Ist mehr an die Leute im Raum Lübeck gerichtet.

Mich würde mal interessieren ob im Raum Lübeck irgend welche Prozesse wegen ALG II bzw den umstrittenen 1EJ anhängig sind. In den einschlägigen Zeitungen ist eigentlich wenig darüber zu erfahren.

Man erfährt eigentlich sehr wenig, was bezüglich den 1EJ in Lübeck los ist. Oder nehmen die Lübecker alles klaglos hin?
__

Die Klugen schweigen und die Blöden regieren die Welt.
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Alt 13.03.2006, 19:30   #2
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belzebub
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Hallo!

War mal wieder auf meiner Arge um meiner Meldepflicht nach zu kommen.

Habe mich mal ein bisschen umgeschaut und festgestellt, dass dort eine Menge 1EJ ausgehängt sind. Es handelte sich dabei um Tätigkeiten im sozialen Bereich - Altenheim - Pflege und so was. Angegeben war, 30 St. in der Woche und 1,50 Euro pro St. Ich habe noch heraus gefunden, dass diese sozialen Träger in Lübeck nur Leute auf freiwilliger Basis nehmen - obs stimmt?

Vielleicht wissen ja andere Lübecker mehr. Es gibt doch hier im Forum noch ein paar Lübecker?
__

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Alt 13.03.2006, 21:55   #3
edy
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edy edy edy edy edy edy
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Offenbar sind hier kaum Lübecker unterwegs. Mach doch einfach mal ein paar Testanrufe + frage nach.....& wir haken dann nach :pfeiff: & basteln dann mit deiner Unterstützung was "vor Ort"
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Alt 13.03.2006, 22:53   #4
kalle
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kalle
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Hallo Bezelbub!
Ich bin ja auch aus dem "Raum" Lübeck, aber da hab ich leider meine Ohren so noch nicht dran.
Es soll, das hab ich glaub ich mal bei HL-Live.de gelesen oder in den LN eine Menge Ein-Euro-Job in Lübeck geben. Die werden dann wohl viel bei Vorwerker Heime oder MArli-Werkstätten untergebracht sein.
Wenn Du mehr hörst würde mich das Interessieren. Velleicht weiß ja die Arbeitslosenberatung in Lübeck mehr. Ich glaube einer der Herren heisst Amelungen oder so. Ich hatte da mal einen Thread gebracht. Ich glaube unter News. Guck doch mal nach.
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Alt 13.03.2006, 23:25   #5
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belzebub
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Zitat von kalle
Hallo Bezelbub!
Ich bin ja auch aus dem "Raum" Lübeck, aber da hab ich leider meine Ohren so noch nicht dran.
Es soll, das hab ich glaub ich mal bei HL-Live.de gelesen oder in den LN eine Menge Ein-Euro-Job in Lübeck geben. Die werden dann wohl viel bei Vorwerker Heime oder MArli-Werkstätten untergebracht sein.
Wenn Du mehr hörst würde mich das Interessieren. Velleicht weiß ja die Arbeitslosenberatung in Lübeck mehr. Ich glaube einer der Herren heisst Amelungen oder so. Ich hatte da mal einen Thread gebracht. Ich glaube unter News. Guck doch mal nach.
Ich war heute auf der Arge in Küknitz. Da hingen diese 1EJ aus - da hingen eine Menge Zettel an der Wand. Ich glaube das war für Vorwerker Heime und Marli Werkstätten. Das sind ja eingetragene Sozialverbände für Alte und Behinderte und so was. Die zahlen 1,50 Euro bei 30 Std die Woche. Bei 1,50 die Stunde, sind wohl manche froh, wenn sie da arbeiten dürfen. Ich habe gehört, das die nur Leute auf freiwilliger Basis nehmen - wie gesagt, nur gehört.

Mich wundert es nur, dass niemand in Lübeck dagegen angeht - habe bis jetzt noch nichts mit bekommen, dass jemand dagegen vor Gericht zieht - na ja, wenn die Leute das alles freiwillig machen..........
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Alt 13.03.2006, 23:36   #6
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belzebub
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Zitat von edy
Offenbar sind hier kaum Lübecker unterwegs. Mach doch einfach mal ein paar Testanrufe + frage nach.....& wir haken dann nach :pfeiff: & basteln dann mit deiner Unterstützung was "vor Ort"
Was meinst du jetzt mit Testanrufe - verstehe ich nicht ganz.
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Alt 14.03.2006, 09:13   #7
kalle
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kalle
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Wahrscheinlich meinte Edy als Interessent für Ein-Euro-Job anrufen. Und dann Daten sammeln.
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Alt 14.03.2006, 09:45   #8
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So meinte ich es!
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Alt 14.03.2006, 13:50   #9
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belzebub
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Zitat von edy
So meinte ich es!
Ich werde bei diesen Trägern mal nach haken - melde mich dann wieder.
__

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Alt 14.03.2006, 16:12   #10
kalle
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kalle
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Genau so. Vielleicht kann man ja in Lübeck sowas wie ne Elo-Aussenstelle aufbauen :twisted:
__

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Alt 14.03.2006, 16:20   #11
edy
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Zitat von kalle
Genau so. Vielleicht kann man ja in Lübeck sowas wie ne Elo-Aussenstelle aufbauen :twisted:
Genau so!!! Wir brauchen viele Elos in der Republik!!!!
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Alt 17.03.2006, 12:48   #12
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belzebub
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Hallo!

Ich habe mal bei den oben genannten Trägern angefragt, betreff 1EJ - jetzt bin ich auch nicht schlauer wie vorher.

Ich habe mal bei denen nach gefragt - das ich an so einer Maßnahme interressiert wäre und wie das alles so abläuft. Die sagten mir, ich solle mich mit dem Arbeitsamt in verbindung setzen und die würden mir dann schon sagen wie das alles so abläuft. Bei meinen Fragen hielten die sich ziemlich bedeckt - vielleicht hatte ich auch den falschen Gesprächspartner.

Habe ich mir schon gedacht, das die nicht alles am Telefon aus plaudern.

Mal sehen, vielleicht kann ich ja ein paar Leute auf spüren, die in so einer Maßnahme drinn stecken und dann sehen wir weiter............
__

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Alt 17.03.2006, 13:30   #13
Barney
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Zitat:
Die zahlen 1,50 Euro bei 30 Std die Woche.
Ausschreibungen????? :dampf: :dampf: :dampf:

Und dann sucht sich jeder Langzeitarbeitslose genau das raus, was seine Defizite am besten beseitigt? :dampf: :dampf: :dampf:

Sag mal, hängen bei deinem Arzt auch die Diagnosen aus und jeder Patient sucht sich die passende aus? :party:

Gefunden bei Harald Thomè:

Zitat:
Das Angebot eines solchen miesen Jobs ist nur zulässig, wenn dem Zugewiesenen bei der Eingliederung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt konkret weiterhilft.
"Leistungen zur Eingliederung in Arbeit (AGB, Ein-Euro-Jobs) können erbracht werden, soweit sie zur Vermeidung oder Beseitigung, Verkürzung oder Verminderung der Hilfebedürftigkeit für die Eingliederung erforderlich sind." (§ 3 Abs. 1 Satz 1 SGB II) Wenn Sie diesem Ziel nicht dienen, sind Sie nicht zulässig.Ein-Euro-Jobs setzen also "ein Mindestmaß an Eignung für eine bessere Eingliederung in den 1. Arbeitsmarkt" voraus, um erforderlich zu sein. (LPK SGB II 2005, 40) Ist das nicht gegeben, sind sie nicht zulässig.

Ein-Euro-Jobs müssen für Ihre persönliche Eingliederung erforderlich sein. "Bei den Leistungen zur Eingliederung in Arbeit sind 1. die Eignung, 2. die individuelle Lebenssituation, insbesondere die familiäre Situation, 3. die voraussichtliche Dauer der Hilfebedürftigkeit und 4. die Dauerhaftigkeit der Eingliederung der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zu berücksichtigen." (§ 3 Abs. 1 Satz 2 SGB II)

Sollte Ihr Fallmanager für Sie einen Ein-Euro-Job vorsehen, muss er eine Aussage darüber treffen, warum gerade Sie für diesen Ein-Euro-Job geeignet sind und wie dieser dazu beiträgt, Sie dauerhaft einzugliedern. "Die Ausgestaltung der Zusatzjobs ist auf die individuellen Erfordernisse der Hilfebedürftigen abzustimmen." (BA AUA, 9) Arbeitsgelegenheiten, die diese Voraussetzungen für Ihre Eingliederung nicht berücksichtigen, sind rechtswidrig und ungeeignet.
Laut Begründung zum Gesetzesentwurf geht es um eine "maßgeschneiderte Ausrichtung der Eingliederungsleistungen auf den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen." (BR - Drucks. 558/03, 101) Zwecks Wiedereingliederung. Wenn Ihnen der Anzug nicht passt, ist er nicht maßgeschneidert. Sie können ihn also gar nicht tragen. Clement wäre ein schlechter Maßschneider, wenn Ihre lange Hose an den Waden aufhört.

Als "erforderlich" gelten Ein-Euro-Jobs, um die Beschäftigungsfähigkeit wiederherzustellen und darüber die Eingliederung indirekt zu fördern. Hier geht es um die Gewöhnung an Zeitstrukturen, Arbeitsbelastung usw.. Das bedeutet: Wenn Sie in dieser Hinsicht keine Probleme haben, wenn Sie also "beschäftigungsfähig" sind, sind Ein-Euro-Jobs für Sie auch nicht erforderlich. Das gilt vor allem dann, wenn Sie sowieso schon eine geringfügige Beschäftigung ausüben oder wenn Sie gerade erst eine Stelle verloren haben. Andernfalls würde man Ihre "individuelle Lebenssituation" nicht berücksichtigen.
Und noch etwas: Das Entgelt ist eine Aufwandsentschädigung kein Lohn oder Gehalt, für das Sozialleistungen abgeführt werden. Nun frage ich mich doch, ob die Zugewiesenen alle den gleichen Aufwand haben? Bei den heutigen Kosten für den ÖPNV ist das schon mal sehr fraglich.
Es müßte doch in solchen ohnehin fragwürdigen Aushängen eine Von-bis-Spanne angegeben sein. Oder nicht?

Ich sehe ja ein, dass das nicht gerade deine Fragen waren. Ich mußte es aber einfach mal loswerden.
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Alt 17.03.2006, 13:38   #14
Arco
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Arco
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@ an Barney !!!!

Zitat: " Und noch etwas: Das Entgelt ist eine Aufwandsentschädigung kein Lohn oder Gehalt, für das Sozialleistungen abgeführt werden. Nun frage ich mich doch, ob die Zugewiesenen alle den gleichen Aufwand haben? Bei den heutigen Kosten für den ÖPNV ist das schon mal sehr fraglich.
Es müßte doch in solchen ohnehin fragwürdigen Aushängen eine Von-bis-Spanne angegeben sein. Oder nicht?

Ich sehe ja ein, dass das nicht gerade deine Fragen waren. Ich mußte es aber einfach mal loswerden.
"

Was für eine Spanne, wenn die die diese Ein-Euro-Job anbieten mehr als üblichen Mehraufwände zahlen, haben die ja von ihren 300 bis 500 Euro nichts mehr. Und "gemeinnützig" sind doch nur die Ein-Euro-Job, die Anbieter doch wohl alle nicht :shock: :shock:
Arco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2006, 13:43   #15
Barney
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Arco, ich bin der Meinung, das auch eine auf den Stundensatz umgelegte Aufwandsentschädigung eine Aufwandsentschädigung bleibt. Es ist weder Lohn noch Gehalt!

Hat nun einer der Inhaber dieser Arbeitsgelegenheiten höhere Aufwendungen als der andere, sollte er auch eine höhere Erstattung bekommen. Es kann doch z.b. nicht sein. dass jemand, der für die Fahrkarte dortin 2 Euro braucht, den gleichen Aufwand erstattet bekommt, wie diejenige, die dafür 4 Euro benötigt. Hat Ersterer denn nun plötzlich einen höheren Kleidungsaufwand?

Pauschalen hin oder her, so geht es nicht! :dampf:
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Alt 17.03.2006, 13:49   #16
Arco
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Arco
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Zitat von Barney
Arco, ich bin der Meinung, das auch eine auf den Stundensatz umgelegte Aufwandsentschädigung eine Aufwandsentschädigung bleibt. Es ist weder Lohn noch Gehalt!

Hat nun einer der Inhaber dieser Arbeitsgelegenheiten höhere Aufwendungen als der andere, sollte er auch eine höhere Erstattung bekommen. Es kann doch z.b. nicht sein. dass jemand, der für die Fahrkarte dortin 2 Euro braucht, den gleichen Aufwand erstattet bekommt, wie diejenige, die dafür 4 Euro benötigt. Hat Ersterer denn nun plötzlich einen höheren Kleidungsaufwand?

Pauschalen hin oder her, so geht es nicht! :dampf:


@ Hallo Barney,

ich glaube du hast mich völlig falsch verstanden !!!!!!

Ich habe darauf abgeziehlt das die Anbieter dieser Ein-Euro-Job wohl die Möglichkeit höherer Entschädigungen hätten das sie selber ja einen gehörigen Batzen Euros vom den Argen dafür bekommen und daraus die Entschädigungsaufwände zahlen müssen. Tut mir leid, habe mich wohl wieder falsch ausgedrückt.
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Alt 17.03.2006, 15:10   #17
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belzebub
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Zitat von Barney
Zitat:
Die zahlen 1,50 Euro bei 30 Std die Woche.
Ausschreibungen????? :dampf: :dampf: :dampf:

Und dann sucht sich jeder Langzeitarbeitslose genau das raus, was seine Defizite am besten beseitigt? :dampf: :dampf: :dampf:

Sag mal, hängen bei deinem Arzt auch die Diagnosen aus und jeder Patient sucht sich die passende aus? :party:
Hör mal zu, ich schreibe hier keine Witze!

Bei meiner Arge hängen die 1EJ am, wie man so sagt, schwarzen Brett und das Massenhaft. Da wird beschrieben um was für eine Tätigkeit bei welchem Träger es sich handelt und wie hoch die Aufwandsentschädigung ist - sowie die Dauer der Massnahme. Bei diesen ausgehängten Maßnahmen handelte es sich ausschliesslich um Arbeiten im sozialen Bereich.

Es soll, habe ich gehört - bestätigen kann ich das nicht, auf freiwilliger Basis ablaufen. Die Vorwerker Diakonie soll angeblich nur Leute nehmen, die so was freiwillig machen. Beweise dafür habe ich nicht.
__

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Alt 17.03.2006, 16:44   #18
kalle
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kalle
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Stimmt, die Zettel habe ich bei der Arge auch gesehen. Hatte mich da auch schon gewundert. Vorwerker Heime und andere Träger in Lübeck suchen lfd. Ein-Euro-Job, um Ihre "zusätzlichen " Arbeiten überhaupt noch bewältigen zu können.
Nun muss man zur Ehrenrettung sagen,das die durch Hartz 4 massive Probleme in der Finanzierung bekommen haben. Die Behinderten gelten ja auf der einen Seite als Arbeitnehmer (bsch.Werkstätten), auf der anderen Seite als Hilfebedürftige. Und wie wir Lübecker unser geliebtes Sozi kennen, haben die natürlich im Rahemen von Hartz 4 massiv Streichungen vorgenommen.

Also weichen die auf Ein-Euro-Job aus. Und klar wollen die nur freiwillige. Wie ich gehört habe, soll das Arbeitsklima da relativ gut sein und die wollen sich das auch nicht durch "aufmüpfige" oder unwillige Ein-Euro-Job versauen lassen.

Mag man natürlich zum Sinn und Zweck zu stehen wie man will. Hier geht es um die zusätzliche Betreuung von Behinderten. Da könnte ich fast noch Verständnis für aufbringen. Wobei natürlich nicht für Ein-Euro-Job allgemein. Man sollte die lieber in ordentliche Stellen umwandeln.
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Alt 17.03.2006, 21:17   #19
Barney
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Zitat:
Hör mal zu, ich schreibe hier keine Witze!

Bei meiner Arge hängen die 1EJ am, wie man so sagt, schwarzen Brett und das Massenhaft. Da wird beschrieben um was für eine Tätigkeit bei welchem Träger es sich handelt und wie hoch die Aufwandsentschädigung ist - sowie die Dauer der Massnahme. Bei diesen ausgehängten Maßnahmen handelte es sich ausschliesslich um Arbeiten im sozialen Bereich.
Nee, Belzebub, natürlich machst du keine Witze. Das habe ich schon so verstanden.

Aber gerade das ist ja der Betrug, der da läuft. Es werden in Massen versicherungspflichtige Arbeitsplätze vernichtet und durch nichtbezahlte Beschäftigungsstellen ersetzt. Man kriegt nur den Aufwand erstattet - eine Aufwandsentschädigung gibt es! Das ist kein Lohn, nicht einmal untertariflich - gar nichts! Und da kann man auch nicht sagen, die Leute, die dort als Ein-Euro-Job sind, bekommen ja Geld zum Leben und wohnen! Das zu vergleichen ist verkehrt!

Ein-Euro-Jobs dienen der Aufarbeitung von Defiziten des Einzelnen, der nicht vermittelbar ist. Und deswegen, Belzebub, habe ich das mit der Diagnose beim Arzt verglichen. Der muß doch auch erst mal seinen Patienten untersuchen, eine Diagnose stellen und dann die passende Therapie stellen. Der kann seine Diagnosen doch auch nicht ins Wartezimmer hängen: Eine für Schnupfen, eine für den Blinddarm, evtl. noch unterschieden in vereitert und nur entzündet. Dann kommen die Patienten und suchen sich was raus. Unterscheiden zwischen Bauchschmerzen und laufender Nase kann jeder. :P

Genauso verstehe ich, wenn es heißt, es müsse ein Profiling gemacht werden, um die Defizite des einzelnen Langzeitarbeitslosen herauszuarbeiten. Erst dann kann für den Betroffenen eine Arbeitsgelegenheit gefunden werden, die ganz speziell seinem Profil angepaßt ist.

Ich sehe natürlich auch, dass das nicht der massenhaften Verbringung von Langzeitarbeitslosen aus der Statistik dient.

Aber wenn jemand eine Arbeit macht, soll es auch Arbeit genannt werden. Diese Arbeitsstelle kann dann ausgeschrieben werden, darauf bewerben sich dann Leute, die dafür auch bezahlt werden, mit Krankenversicherungsbeiträgen, Arbeitslosenversicherung und Rentenansprüchen in der entsprechenden Höhe.

Ich habe doch nichts dagegen, dass jemand arbeiten geht. Ich habe nur etwas dagegen, dass immer mehr Arbeitsplätze vernichtet werden. In den vergangenen Jahren sind 2 Mio versicherungspflichtige Arbeitsplätze auf die Art und Weise vernichtet worden. Der Trend ist steigend. Nicht zuletzt durch Ein-Euro-Jobs. Hausmeisterhelfer, Pflegehelfer - das sind Tätigkeiten, die bezahlt werden müssen, und zwar richtig! :motz:

Und diese ganze Heuchelei mit der Begründung, die hocken sonst nur faul zu Hause rum und kriegen auch noch Geld dafür. Wer in einem Sozialstaat in Not gerät, hat Anspruch auf Hilfe. Und das kann jedem passieren. Da sollen nicht einige auf dem hohen Roß sitzen.

Wer nach langer, langer Arbeitslosigkeit Ängste hat, wieder im Arbeitsalltag zu bestehen, sich wieder in die Gepflogenheiten eines Arbeitsalltags anzupassen. Wer eventuell noch Drogenprobleme oder andere soziale Defizite hat, ja der soll doch einen Ein-Euro-Job bekommen. Dagegen ist doch nichts einzuwenden. Der liest eben einem Koma-Patienten Märchen vor, damit der eine menschliche Stimme hört. Oder bastelt Osterkörbchen im Kindergarten für die Erzieherinnen, denn die kriegen sonst nie welche. Das ist zusätzlich und beschäftigungsneutral.

Aber im Hort Hausaufgabenbetreuung. Das ist eine Tätigkeit, die zu den Aufgaben der Erzieherinnen gehört. Oder Reparaturen ind er Schule als sog. Hausmeisterhelfer, das sind Tätigkeiten für Handwerker. Verdammichnochmal. :dampf:

Belzebub, bitte nicht böse sein. Aber wenn es um die Vernichtung von Arbeitsplätzen geht und um Betrug an Menschen, die sich durch ihre Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, könnte ich zum Teufel werden. :twisted:
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Alt 17.03.2006, 23:43   #20
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Thes
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Hallo,
ich bin aus Lübeck und habe es gerade geschafft ohne nachteilige Konsequenzen aus dem 1 € - job rauszukommen.

Bin gelernte Fotografin und war in einem Weiterbildungszentrum mit 52 anderen 1 € - jobbern beschäftigt. Wir haben Stadtbild Atlas von Lübecks Altstadt digitalisiert. Die meisten denken sich, besser als Laubfegen, es sind aber alle (bis auf 2-3 Ausnahmen) sehr unmotiviert. Es wurde auch nicht kontrolliert wer was nun geleistet hat. (Kaffe trinken, rauchen, surfen, unterhalten, ab und zu mal etwas tun)

30 Std. ; 1,50 €/Std.


Lehrgangsteilnehmer die normalerweise dort für Fortbildungen sein müssten waren kaum vorhanden. Bin mir sehr sicher, dass nur wir diesen Betrieb am "Leben" halten. Habe zahlen zwischen 500,-€ - 1.400,- € gehört die dieser Betrieb pro 1 €- jobber bekommt. Monatlich!

Bei der Arge hängt bereits eine weitere Stellenausschreibung dieser Firma aus. Sie bieten 20 - 30 neue Arbeitsgelegenheiten.

Auch Laubfegen und ähnliches wird als Arbeitsgelegenheit angeboten.

Die Eingliederungsvereinbarung musste man total überstürzt unterschreiben, wenn nicht gibs kein Geld.
Da hätten die sich die Frage ob man Interesse hat auch sparen können! :motz:

Wie auch immer, war leider sehr häufig krank, und das hat denen wohl nicht wirklich gepasst.
Mein Vermittler war leider 3 Monate nicht da, deshalb konnte mich keiner aus der Maßnahme rausnehmen. Letzte Woche war er endlich wieder da und er hat mich sofort rausgenommen :party:

Denn leider werden meine Beschwerden ja durch diese unbefriedigende Arbeit ausgelöst ...

Dazu muss ich sagen, dass ich einen wirklich netten Vermittler habe.

Bin noch nicht mal 1 Woche raus und hab Morgen schon ein Vorstellungsgespräch zur Tagesmutter :D

Ganz ehrlich: Der 1€-job hat mich sehr eingeschränkt eine andere Tätigkeit auszuüben!

Mfg Thes
Thes ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2006, 00:20   #21
Barney
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Zitat:
Die Eingliederungsvereinbarung musste man total überstürzt unterschreiben, wenn nicht gibs kein Geld.
Das ist es ja. Der einzelne wird eingeschüchtert mit der Androhung, dass von dem bißchen Geld etwas einbehalten wird. Dabei ist das, was dort gemacht wird, ungesetzlich.

Dort werden Arbeitsplätze vernichtet. Und damit wird niemandem geholfen.


Zitat:
Ganz ehrlich: Der 1€-job hat mich sehr eingeschränkt eine andere Tätigkeit auszuüben!
Welche andere Tätigkeit meinst du denn? Wenn du eine richtige Arbeit hast, dann hat die Vorrang und du kannst sie ausüben.
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Alt 18.03.2006, 01:35   #22
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belzebub
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Zitat von Thes
Die Eingliederungsvereinbarung musste man total überstürzt unterschreiben, wenn nicht gibs kein Geld.
Wie heisst der Maßnahmeträger?

Wurde dir diese Maßnahme einfach nur zugewiesen?
Wenn ja - mit welcher Begründung?

Wurde da ein Profiling erstellt, ob du dafür auch geignet bis und ob dir das weiter hilft in den ersten Arbeitsmarkt?

Wurden da auch gesundheitliche Aspekte berücksichtigt?

Das würde mich mal brennend interessieren
__

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Alt 18.03.2006, 11:15   #23
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Thes
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@ Barney

Die Rede ist von Nebenjobs. Musste ja jeden Tag (wenn ich denn da war) von 8 - 15 h da rum hocken. Ich hatte einen Nebenjob und konnte 1 x die Woche früher weg.

Jetzt habe ich hoffentlich bald noch nen mini-job. Und bei mini-jobs geht der 1€-job vor. Zumindest in der Realität.

@belzebub
Ich bin gelernte Fotografin und daher passte es ganz gut. Jedoch orientiere ich mich momentan beruflich um. Möchte im Sommer eine neue Ausbildung zur Erzieherin machen. Daher passt das ganze dann nicht mehr...
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Alt 18.03.2006, 13:35   #24
Barney
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Hallo Thes,

ich weiß, dass es im wirklichen Leben für den Einzelnen sehr schwer ist, sich gegen Vorurteile und übermächtige, anmaßende Einrichtungen durchzusetzen. Deswegen bin ich auch der Meinung, wir müssen uns gegenseitig stärken - auch im wirklichen Leben.

Zitat:
Jetzt habe ich hoffentlich bald noch nen mini-job. Und bei mini-jobs geht der 1€-job vor. Zumindest in der Realität
Hierzu steht in den Eingliederungsvereinbarungen EingV etwas anderes.

Ein-Euro-Job sind Hilfen zur Wiederheingliederung (jedenfalls sollen sie es sein). In der EingV steht allerdings, dass der eHB sich möglichst aus eigenen Mitteln erhalten soll. Da das Geld aus Minijobs keine Sozialleistung, sondern selbst erarbeitetes Geld ist, gehen auch Minijobs vor.

Wenn du also einen Minijob oder was auch immer (nur natürlich Schwarzarbeit nicht) hast, packst du im Ein-Euro-Job deine Sachen und gehst.
Laß dich nicht von wilden Drohungen irre machen. Wenn dein Fallmanager oder PAP dir die Bezüge kürzen will (was ich nicht glaube), stelle einen Antrag auf aufschiebende Wirkung.

Wehre dich! Wenn es soweit sein sollte, frage hier wieder nach. Oder schau mal in den Downloads auf der Portalseite und bei den Urteilen. Dort wirst du einige Informationen zu dem Thema finden.
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