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AfA /Jobcenter / Optionskommunen Rat und Hilfe speziell für Probleme im Zusammenhang mit AfA/Jobcenter/Optionskommunen


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Alt 21.01.2017, 16:04   #1
Ischmail
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Ischmail
Standard Einladungen über Einladungen, völlig sinnlos!

Guten Tag, ihr kennt das, man ist immer mal wieder arbeitslos oder auch mal einige Monate hintereinander, aber durchaus auch mal länger, weil kaum einer noch ein anständiges Gehalt bezahlen will oder man Vorerfahrung haben muss.

Nun bin ich über ein Jahr schon ohne Arbeit, bekomme aber jeden Monat eine Einladung.
Ich hatte mich schon in Maßnahmen (Bewerbertraining, MAE usw.) mit anderen Teilnehmern unterhalten, einige, viele sogar bekommen angeblich nur 3 Mal im Jahr eine Einladung, sind aber im selben Alter.
Was soll diese Willkür?!
Oder als anderes Beispiel, ich befand mich in einer MAE und hatte in der EGV, die ich damals noch unterschrieben hatte, Bewerbungen, während andere Teilnehmer mir sagten, sie müssten das nicht, da sie ja in einer MAE wären.
Es ist für mich unbegreiflich, ist das vielleicht mehr im Spiel (/in den Akten vermerkt...)? Einige werden garnicht oder selten eingeladen.
Andere wie ich z.B. werden jeden Monat schikaniert...äh eingeladen.
Jetzt ist es sogar so, dass ich schon nach einer Woche der letzten Einladung eine neue bekommen habe, die mich sage und schreibe 20 Tage nach der letzten Einladung einlädt...was zum Geier soll das?
Kann man sich garnicht wehren? Wieso werden andere Arbeitslose besser behandelt und bekommen eine extrawurst? Ich hatte sogar schon gesehen wie ein Sachbearbeiter einen Handschlag mit einigen Kunden gemacht hatte, als würden die sich privat kennen.
Andere bekommen sogar direkt eine Umschulung für 20.000 Euro gesponsort, während ich darum quasi bettelön musste und durch Schikane meines SBs Probleme hatte, darum soll es hier jetzt nicht gehen, ich wollte nur ein weiteres Beispiel dieser ätzenden Willkür nennen.

Daher meine große Frage, wie oft werdet ihr eingeladen und vorallem gibt es einen Paragraphen oder Urteil wie oft man zum Mobcenter muss? Es kann doch nicht verlangt werden, dass ich quasi jede Woche dort erscheine, wer soll das bezahlen? Eine Monatsmarke für 4 Tage im Monat ist unsinn.
__

[dieser Kommentar gibt nur meine Meinung wieder! Irrtümer nicht ausgeschlossen!]
Ischmail ist offline  
Alt 21.01.2017, 16:21   #2
doppelhexe
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Standard AW: Einladungen über Einladungen, völlig sinnlos!

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
...

Daher meine große Frage, wie oft werdet ihr eingeladen und vorallem gibt es einen Paragraphen oder Urteil wie oft man zum Mobcenter muss? Es kann doch nicht verlangt werden, dass ich quasi jede Woche dort erscheine, wer soll das bezahlen? Eine Monatsmarke für 4 Tage im Monat ist unsinn.
ca. aller 3 monate...

lässt du dir die fahrkosten zu diesen terminen nicht erstatten? bei einigen hat das schon geholfen, diese termine drastisch zu reduzieren... und dann brauchst du dich auch nicht zu fragen, wer das bezahlen soll...
doppelhexe ist offline  
Alt 21.01.2017, 16:46   #3
Ischmail
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Ischmail
Standard AW: Einladungen über Einladungen, völlig sinnlos!

Ich hatte schon SB die das mündlich abgelehnt haben und ohne Antrag kann ich ja keinen Antrag auf Fahrtkostenübernahme stellen.
Als Begründung wurde mir frecherweise gesagt, dass die Fahrtkosten schon im Regelsatz drin seien, was soll man da großartig antworten, wenn der SB schon so drauf ist.
__

[dieser Kommentar gibt nur meine Meinung wieder! Irrtümer nicht ausgeschlossen!]
Ischmail ist offline  
Alt 21.01.2017, 16:52   #4
doppelhexe
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Standard AW: Einladungen über Einladungen, völlig sinnlos!

man antwortet nichts und stellt schriftlich (geht auch formlos) einen antrag auf fahrkostenerstattung... dann mus auch schriftlich reagiert werden und SB wird sich hüten, diese worte nachweislich zu wiederholen...

https://www.landtag.ltsh.de/export/s...eisekosten.pdf

den antrag kannst du dir aber auch hier im forum runterladen... beitrag 2 antrag fahrkosten
https://www.elo-forum.org/antraege-k...-antraege.html
doppelhexe ist offline  
Alt 21.01.2017, 19:05   #5
Vidya
 
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Vidya EnagagiertVidya EnagagiertVidya EnagagiertVidya EnagagiertVidya EnagagiertVidya EnagagiertVidya EnagagiertVidya Enagagiert
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Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Daher meine große Frage, wie oft werdet ihr eingeladen und vo rallem gibt es einen Paragraphen oder Urteil wie oft man zum Mobcenter muss? Es kann doch nicht verlangt werden, dass ich quasi jede Woche dort erscheine, wer soll das bezahlen? Eine Monatsmarke für 4 Tage im Monat ist unsinn.
Das kommt darauf an , welches Förderprofil Dir zugeordnet wurde. Denn die JC orientieren sich in Deinem Umkreis mehrheitlich an der Weisung HEGA12/10 der BA und verwenden diese Empfehlungen für deren eigene Weisungen, was die Mindestkontaktdichte betrifft.

Ich hab dazu mal was beim JC Potsdam gefunden, (s. Anhang) was die Festlegung der Häufigkeit betrifft. JC Brandenburg dürfte davon auch nicht viel weiter abweichen.

Insofern musst Du Dein Dir zugeordntes Profil bei Deiner SB erfragen und auf Passgenauigkeit überprüfen.( Vorsicht -siehe Link - denn die SBs unterstellen gerne Vermittlungshemmnisse, was auch Auswirkungen auf die Profilzuordnung haben kann).

https://aufgewachter.wordpress.com/2...g-zuzufuehren/

und dann die Häufigkeit der Einladungen mit der des JC Potsdam dann vergleichen. Am besten , Du lädst Dir auch mal die HEGA der BA runter. Kannst Du ergoogln und machst Dich schlau. Sollten die Einladungen bei Dir mehr sein, dann würde ich mich mal schriftlich beschweren.

Aber Du kannst Dir doch sicher das vorverauslagte Fahrgeld vom JC ersetzen lassen, sofern es offizielle Einladungen sind. Oder?

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf KonzeptKundenkontaktdichte- JC Potsdam aus 2013.pdf (226,2 KB, 100x aufgerufen)
Vidya ist offline  
Alt 21.01.2017, 20:06   #6
Locutus
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Locutus
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Ich kenne das auch von MAE-Teilnehmern, die einen brauchten keine Bewerbungen zu schreiben, die anderen mußten. Die waren aber bei verschiedenen SB.
Locutus ist offline  
Alt 21.01.2017, 20:26   #7
Solanus
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Da Du ja schriftliche Einladungen bekommen hast und die Anträge auf Fahrtkosten generell nach Wahrnehmung des Termins stellen kannst, kannst Du auch rückwirkend für alle Termine einen Antrag stellen.

Also suche schleunigst alle Einladungen rau, liste alle bisherigen Termine auf und stelle dafür einen Fahrtkostenantrag. Schriftlich mit Empfangsnachweis.

Dazu musst DU nicht zum Amt, mache dies per Fax mit Protokoll.

Hast Du kein Fax, dann melde Dich bei einem (https://app.cospace.de/app/#) kostenlosem Faxdienst an und versende Deine Anträge generell darüber.

Als Antrag reicht ein formloses Schreiben, wichtig ist nur, liste exakt alle Termine auf, bei denen Du nachweisen kannst, dass Du eingeladen wurdest und mache für jeden Termin den entsprechenden Betrag geltend.
Solanus ist offline  
Alt 22.01.2017, 04:38   #8
dagobert1
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Als Begründung wurde mir frecherweise gesagt, dass die Fahrtkosten schon im Regelsatz drin seien, was soll man da großartig antworten
Kleine Anregung für eine mögliche Antwort:
Zitat:
Fahrtkosten dürfen bei Melde- oder Beratungsterminen im SGB 2 nicht abgelehnt werden
https://www.elo-forum.org/antraege-k...ml#post2025892
dagobert1 ist offline  
Alt 22.01.2017, 10:45   #9
BurnsTorn
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Standard AW: Einladungen über Einladungen, völlig sinnlos!

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Guten Tag, ihr kennt das, man ist immer mal wieder arbeitslos oder auch mal einige Monate hintereinander, aber durchaus auch mal länger, weil kaum einer noch ein anständiges Gehalt bezahlen will oder man Vorerfahrung haben muss.
Guten Morgen Ischmail,

da das, was du da oben angesprochen hast, mein Thema schlechthin ist (ich bin Sozialreferent und befasse mich wir der Wahrnehmung von Arbeit/Ungleichheit etc.), möchte ich das mal etwas ausführlicher aufgreifen.

Was du schilderst, kennen sicher einige hier. Denn es stimmt ja, dass es seit Einführung von Hartz IV deutlich mehr schlechte Jobs gibt. Gut 20% aller Berufstätigen arbeiten im Niedriglohnsektor, d.h. für unter 10 € pro Stunde (siehe z.B. hier). Die Lohnkluft wächst.
Dennoch ist es so, dass verhältnismäßig gut bezahlte Jobs noch immer in der Mehrheit sind (siehe hier).

Korrekt ist, dass die verfestigte Armut sich seit 1990 verdoppelt hat (von 5% auf 10%; in Ostdeutschland hat sie sich sogar vervierfacht von 3% auf 12%). Korrekt ist aber auch, dass die Mittelschicht weitgehen stabil geblieben ist. Große Ausreißer gab es bei den Armen und den ganz reichen, sprich: Arme werden Ärmer, Reiche werden noch reicher.

Für den Großteil der Bevölkerung geht es aber weiterhin verhältnismäßig gut, wodurch sich - unter anderem - auch das eher geringe Interesse an sozialpolitischen Themen und die oft wahrnehmbare Verachtung von ALG II Beziehern erklärt. Grundlegend zum Thema siehe das hier angesprochene Buch. Zum weitgehenden Gleichbleiben der Mittelschicht siehe dieses Dokument, S. 30.


Es kommt kurz gesagt einfach auf die Branche und auf deine Formalqualifikation an (und auf Glück sicher auch), ob du einen miesen Prekär-Job oder einen tariflich anständig bezahlten ergatterst. Der Soziologe Heinz Bude beschreibt das sehr anschaulich (u.a. hier). Wer als Anlagemechaniker bei VW unterkommt, verdient gut dreimal so viel wie jemand, der bei Lidl an der Kasse anfängt. Beide arbeiten hart, aber es liegen finanzielle wie auch hinsichtlich der Bewertung der (Un)gerechtigkeit der Gesellschaft Welten zwischen beiden.

Das Dilemma: Viele Erwerbslose und prekär Beschäftigten haben die Wahrnehmung, es gäbe nur noch mies bezahlte ZAF-Ausbeuter Jobs. Und sie fühlen sich politisch nicht repräsentiert bzw. nicht ernst genommen, ja sogar schwarzpädagogisch verächtlich gemacht als vermeintliche Drückeberger, die zum Fleiß erzogen werden müssten. Sie erleben das ja hautnah!

Die tariflich bezahlten Mitarbeiter mittelgroßer Unternehmen und jene im öffentlichen Dienst sehen in ihrem Bekanntenkreis dagegen zumeist gut bzw. anständig Verdienende. Die denken: Im Grunde doch alles gut. Deutschland geht es gut. Die reagieren daher auch positiv auf die Proklamationen von Merkel, Gabriel und co., dass Deutschland gut dastehen. Denn sie erleben das so. Wir haben also zwei diametral entgegenstehende Weltsichten. Weder die eine noch die andere ist wahr bzw. falsch. Es sind Wahrnehmungen.

Oft blenden Menschen das aus, was nicht ihrer eigenen Wahrnehmung entspricht. Die Reichen sehen nur ihren Reichtum und denken: Alles super. Die Armen sehen ihre Armut und denken: Alles immer schlimmer. (Das ist natürlich sehr zugespitzt und vereinfacht formuliert). Dazwischen gibt es aber ein Millionenheer von Menschen, die denken: Zum Glück noch alles ganz okay, aber Angst habe ich trotzdem.

Die "Realität" (jedenfalls die, welche die Statistik hergibt) ist: Es gibt beides. Es gibt noch immer gut bezahlte, sichere Jobs in Deutschland (die Tarifbindung nimmt allerdings ab). Noch immer gilt indes: Wenn du nach Abschluss von Studium/Ausbildung in einem Großunternehmen oder im ÖD einsteigst (und ja, das gelingt auch noch immer vielen Absolventen direkt, ohne ZAF-Umweg), dann erhältst du auch ein ordentliches Gehalt.

Wenn du aber bei einer ZAF, einem Kleinstbetrieb bzw. generell im sogenannten Dienstleistungsproletariat anfangen musst, dann stimmt es, dass dort skandalöse Bedingungen herrschen (sehr bewegend beschrieben übrigens im Buch "Rückkehr nach Reims" von Didier Eribon).

Was ich zum Ausdruck bringen will: Deine Behauptung, dass "kaum einer noch ein anständiges Gehalt bezahlen will", halte ich für verfehlt. Denn noch immer arbeitet der Großteil der Bevölkerung in einem normalen Arbeitsverhältnis mit anständigem Gehalt.

Dass man hier im Forum so wenig davon liest, liegt u.a. daran, dass Menschen, denen es gut geht, einfach keinen Bedarf haben, hier im Forum zu schreiben. Hier dominiert der Fokus auf soziale Probleme und arbeitsmarktliche Verwerfungen (das ist in einem Hilfeform ja auch gut und richtig so).

Man sollte sich, so denke ich, nur eben gelegentlich bewusst machen, dass es außerhalb des eigenen unmittelbaren Erlebnis- und Wahrnehmungsbereiches noch viele andere, nämlich weit bessere, Arbeitsbedingungen gibt, als man selbst erlebt und sich vorstellen kann.

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Nun bin ich über ein Jahr schon ohne Arbeit, bekomme aber jeden Monat eine Einladung.

Das kann viele Gründe haben. Es kann z.B. daran liegen, dass du in irgendeinem Sonderprojekt (ABC etc.) gelandet bist, welches einen intensiven Kundenkontakt vorsieht. Es kann auch an der persönlichen Präferenz deines Vermittlers liegen, dich einfach oft sehen zu wollen.

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Was soll diese Willkür?!

Woher willst du wissen, dass das Willkür ist? Eine zugrundeliegende Logik kannst du dann erfassen, wenn du alle Fakten kennst und die Vergleichbarkeit der Fälle beurteilen kannst. Das aber kannst du ja nicht, weil du die Fälle der anderen nicht im Detail kennst. Dass andere ELOs im gleichen Alter wie du sind, heißt noch gar nichts. Es gibt diverse Parameter (Ziele, Qualifikation, Integrationsprojekte etc.), welche die KKD-Frequenz beeinflussen.

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Oder als anderes Beispiel, ich befand mich in einer MAE und hatte in der EGV, die ich damals noch unterschrieben hatte, Bewerbungen, während andere Teilnehmer mir sagten, sie müssten das nicht, da sie ja in einer MAE wären.

Siehe oben. Unterschiedliche Fälle sind unterschiedlich zu behandeln. Je nach Zielsetzung, Leistbarkeit, persönlichen Umständen usw. Das muss mitnichten von Willkür zeugen, sondern kann - ganz im Gegenteil - auch Fallangemessenheit indizieren. (Dass es Willkür sein kann, will ich indes auch nicht ausschließen, denn ich kenne ja genauso wenig alle Fakten).

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Jetzt ist es sogar so, dass ich schon nach einer Woche der letzten Einladung eine neue bekommen habe, die mich sage und schreibe 20 Tage nach der letzten Einladung einlädt...was zum Geier soll das?

Frag doch beim Termin mal konkret nach:
  • Warum werde ich eigentlich so oft eingeladen? Was versprechen Sie sich davon?
  • Glauben Sie, dass sich binnen so weniger Wochen etwas an meiner Situation geändert hat?
  • Wenn ich Arbeit Aufnehme, muss ich Ihnen das ja sowieso mitteilen. Warum also das ständige Hier-persönlich-Erscheinen? VVs können Sie mir doch per Post schicken.
  • Können sie mir bitte mal die Beratungsvermerke ausdrucken, damit mir die Integrationsstrategie plausibel wird, die Sie hier fahren?
Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Kann man sich garnicht wehren?
Auf Basis deiner bisherigen Schilderungen würde jeder Kundenreaktionsmanager dir sowas sagen wie:

Wir bedauern Ihr Missfallen und erklären Ihnen gerne, was es mit den Einladungen auf sich hat. Die Einladungen sind keineswegs willkürlich erfolgt. Ganz im Gegenteil sind sie in bester Absicht erfolgt, um Sie schnellstmöglich eingliedern zu können. Wir sind überzeugt, dass ein enger Austausch mit Ihnen in beidseitigem Interesse liegt, zumal wir Ihre Integration in Arbeit so passgenau unterstützen können.

Im Klartext: Deine Beschwerde würde als nicht gerechtfertigt verworfen. Denn der Vermittler tut genau das, was er tun soll. Doch oft einladen.
Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Wieso werden andere Arbeitslose besser behandelt und bekommen eine extrawurst?
Abgesehen davon, dass das JC eine Sonder-Behandlung leugnen wird, kann ich dir aus meiner eigenen JC- und KRM-Erfahrung sagen: Oft gilt im JC einfach der Grundsatz: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Wer freundlich auftritt, dem gelingt es weit öfter, seine Interessen im JC durchzusetzen.

Ferner gelingt dies jenen "Kunden" gut, die den SB/AV genau die Haltung vorspielen, die diese sehen wollen: Motiviert, wieder um jeden Preis arbeiten zu wollen. Denn auch wenn es offiziell kaum wer zugeben wurde, ist es so, dass im Jobcenter auch die "richtige" Haltung der ELOs kontrolliert wird, die Arbeitsvermittler also auch in der Position eines schwarzpädagogischen Gesinnungs-Kontrolleurs in Erscheinung treten (sollen). Sehr lesenswert dazu ist dieser Aufsatz.

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Ich hatte sogar schon gesehen wie ein Sachbearbeiter einen Handschlag mit einigen Kunden gemacht hatte, als würden die sich privat kennen.
Ich habe mal im JC gearbeitet. Ich habe da auch vielen Kunden die Hand gegeben. Das hat meiner Wahrnehmung nach nichts hinsichtlich persönlicher Vertrautheit zu bedeuten, sondern bezeugt lediglich die Einhaltung einer sozialen Norm (freundliche Begrüßung und Verabschiedung).

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Andere bekommen sogar direkt eine Umschulung für 20.000 Euro gesponsort, während ich darum quasi bettelön musste und durch Schikane meines SBs Probleme hatte
Wie gesagt: Was dir vielleicht vergleichbar erscheint (andere Leute, die was bekommen), muss nicht vergleichbar sein. Du weißt ja nie alle Details, in denen Fall A sich von Fall B unterscheidet.

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
ich wollte nur ein weiteres Beispiel dieser ätzenden Willkür nennen.
Es ist dein Empfinden von Willkür, hinter dem aber ein abwägendes entscheiden stehen kann (nicht muss). Es kann aber sein, dass du dieses einfach nicht siehst bzw. nicht darum wissen kannst. Unwissen um den Grund für ein Handeln macht dieses aber nicht zu Willkürhandeln.

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Daher meine große Frage, wie oft werdet ihr eingeladen
Als ich arbeitslos war (immer nur recht kurz), musste ich nur einmal zum Erstgespräch - danach nie wieder. Freunde und Bekannte mussten ebenfalls ziemlich selten ins JC. Die grobe Regel ist: Wer als eher arbeitsmarktnah eingeschätzt wird, muss häufiger antanzen als die, die als sehr arbeitsmarktfern eingeschätzt werden.

Und wer in einem Sonderprogramm (ESF, ABC-Projekt) ist, muss in der Regel auch engmaschiger zum Amt. Eine Ausnahme von der Regel bilden die sehr gut qualifizierten, die oft sehr selten eingeladen werden, weil der Vermittler davon ausgeht, dass die sich selbst vermitteln (was oft auch so ist).

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Es kann doch nicht verlangt werden, dass ich quasi jede Woche dort erscheine, wer soll das bezahlen? Eine Monatsmarke für 4 Tage im Monat ist unsinn.
Das Geld kannst du dir immer erstatten lassen. Es gibt auch diverse JC, die direkt Bus/Bahntickets aushändigen. Wenn dir Fahrkosten entstehen und diese notwendigerweise angefallen sind, sind diese zu erstatten (sofern das günstigste Verkehrsmittel gewählt wurde). Da gibt es keinen Ermessensspielraum.

Zitat von Vidya Beitrag anzeigen
Das kommt darauf an , welches Förderprofil Dir zugeordnet wurde. Denn die JC orientieren sich in Deinem Umkreis mehrheitlich an der Weisung HEGA12/10 der BA und verwenden diese Empfehlungen für deren eigene Weisungen, was die Mindestkontaktdichte betrifft.
Bis September 2016 war das so. Das gilt seit Oktober 2016 aber nicht mehr. Mit Inkrafttreten der SGB II "Vereinfachungen" wurden die Profillagen abgeschafft. Gab es vorher 6 Profillagenhier einsehbar, die zumeist je eine eigene KKD-Vorgabe hatten, gibt es nunmehr nur noch die Einteilungen "marktnah", "nicht marktnah" und "integriert, aber hilfebedürftig".

Wie oft marktnahe bzw. nicht marktnahe "Kunden" einzuladen sind, dafür gibt es keine zentrale BA-Vorgabe. Das entscheiden die lokalen JC mittels Erlass eigener elWs dazu. Dies sollte gerade dazu dienen, den Arbeitsvermittlern mehr Handlungsspielraum zu geben, ohne sich sklavisch an die Restriktionen halten zu müssen, die diverse Profillagen ihnen vorgaben. Zudem bildeten solche Profillage-Zuteilungen die "Wirklichkeit" selten ab. Die Erkenntnis, lediglich noch eine Grob-Unterteilung in marktnah und nicht marktnah vorzunehmen, halte ich daher für sinnvoll.

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
lässt du dir die fahrkosten zu diesen terminen nicht erstatten? bei einigen hat das schon geholfen, diese termine drastisch zu reduzieren
Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass das Ersuchen um Erstattung der Fahrkosten einen Einfluss auf die Frequenz der Einladungen hat. Denn (1) hat sich der AV an die KKD-Vorgaben zu halten. Und (2) ist das Erstatten für den AV kaum mit Aufwand verbunden. Der macht das ja nicht selbst. In BK-Text gibt es dafür eine Vorlage, die muss der AV nur ausdrucken, vom Kd. unterschreiben lassen und dann an die JC-interne Bearbeitungsstelle (je nach JC die LSB oder das AGT) geben. Das ist eine Sache von 1-2 Minuten.
 
Alt 22.01.2017, 16:04   #10
bärlin
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Standard AW: Einladungen über Einladungen, völlig sinnlos!

Oft gilt im JC einfach der Grundsatz: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Wer freundlich auftritt, dem gelingt es weit öfter, seine Interessen im JC durchzusetzen.

HaHa, da habe ich andere Erfahrungen gemacht(ich bin immer freundlich).
Als es mal um Geld ging(Barauszahlung)bekam ich nachdem ich sagte:"ich kann hier nicht ohne Geld wieder gehen, ich muss von etwas leben" zu hören:"dann lasse ich sie entfernen"und das ganze mit ekelhaften und verächtlichen gelache....

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Wäre super wenn das auch von den Mitarbeitern der Jobcenter so gesehen würde
bärlin ist offline  
Alt 22.01.2017, 17:46   #11
Vidya
 
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Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
[FONT=Verdana]Die Erkenntnis, lediglich noch eine Grob-Unterteilung in marktnah und nicht marktnah vorzunehmen, halte ich daher für sinnvoll.
Sehr geehrter Herr BurnsTorn. GottseiDank ist Ihre Meinung nicht der Weisheit letzter Ratschluss oder auch nur im Ansatz für mich verständlich. Wie kann man Menschen nur in schwarz oder weiss unterteilen?. das ist ja dann Selektion ganz übler Sorte. Denn die Welt ist auch nicht schwarz oder weiss. Zudem ist das auch nicht die Wirklichkeit in der Arbeitswelt oder den Anforderungen, die AG heutzutage an die Arbeitnehmer stellen. Die Verwaltung als solche hat doch keinerlei Berührungspunkte oder Wissen dahingehend.. Das ist auch meine jahrelange Erfahrung mit meinem Jobcenter.oder AG bei Vorstellungsgesprächen. Die wenigen Betriebsaquisiteure, die den Maßnahmen beigeordnet werden oder AG besuchen, können sehr wenig ausrichten, weil die Elos wie Ausserirdische oder Schwachsinnige einstufen und auch so verkaufen. Völlig sinnfrei, was sich da die BA ausdenkt. und kein Wunder, dass jährlich nur 1 -2 Prozent eingegliedert werden können. Dafür ist der Aufwand, den die Verwaltung hier betreibt, viel zu teuer und ebenso ärgerlich. Und genau deshalb sind auch die allermeisten Maßnahmen nur der Statistik verpflichtet und nicht dem Elo. Die Elo werden dem auch weiter unterworfen werden,wenn die sich nicht wehren.Und dazu gibt es auch weiterhin eklatante Gründe, sich nicht sinnlos verwursten zu lassen - nur weil die BA in Voraus eine Vielzahl von Maßnahmen eingekauft hat.

Denn es wird auch weiter willkürlich in marktnahe und marktgängige Elos unterschieden, wie ich dem Arbeitsmarktprogramm 2017 der Region Aachen entnehmen durfte. Marktgängig meint, hier liegen zwar Vermittlungshemmnisse vor, wegen Potenzial und Motivation liegen aber Vermittlungschancen vor.

Wer will den hier nach welchen Kritierien an die Elos mal wieder -mit so schwammigen Begriffen was anfangen lönnen bzw. ernsthaft und wirklichkeitsgetreu anders als bisher zuordnen können. Die Vermittlungshemmnisse können einem ja weiterhin unterstellt werden. Nur weil jetzt das ganz neu und einfacher etikettiert werden kann, so ändert das insgesamt noch überhaupt nichts, da das alleinige und oftmals willkürliche Ermessen des SB weiter bestehen bleibt. Insofern ist - meiner Meinung nach - Ihre hier geäusserte Zustimmung zu dieser weiteren Einschränkung der Einschätzung des Elo nur eine Vereinfachung für den SB aber keine Verbesserung für den Elo an sich in Sicht.

Im Übrigen geben ganz viele SB auch gar keine Antwort auf Fragen, wie Sie hier von Ihnen empfohlen werden. Habe ich selbst erlebt. Mir wurde auch schon insgesamt die Kommunikation von einer SB auch nur erlaubt, sofern ich gefragt würde. Eigenständige Kommmunikation wurde mir gleich am Anfang eines persönlichen Gesprächs untersagt. Beschwerden halfen zuerst überhaupt nichts. Erst als ich meine schriftlichen mitgebrachten Fragen persönlich bei der Teamleitung zur Genehmigung der Erörterung dann 2 Monate lang mehrmals dem TL vorher vorlegte, wurde ich von dieser SB automatisch - und ohne Begründung befreit. Es gab mehrere solche Aktionen der SB ,die nichts mit Arbeitsvermittlung zu tun hatten, denn die ausgehändigten VV gingen da auch vollständig an meinen Qualifikationen vorbei .Aus meiner Sicht habe ich bisher vielleicht 3 Termine gehabt, die irgendeinen Sinn ergaben, weil ich endlich falsche Angaben zu meiner Person in deren PC geändert bekam - und das in 7 Jahren.

Diese Jobcenter sind aus meiner Erfahrung teurer und sinnloser für den Steuerzahler als die wenigen und unvermeidlichen 5 Prozent Verweigerer, die es immer geben wird.

Daher finde ich auch Ihr Statement wenig hilfreich - für die Mehrzahl der Elo. Denn die Wirklichkeit sieht anders aus -für viele andere Elos auch.
Vidya ist offline  
Alt 22.01.2017, 19:05   #12
doppelhexe
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Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
... Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass das Ersuchen um Erstattung der Fahrkosten einen Einfluss auf die Frequenz der Einladungen hat. Denn (1) hat sich der AV an die KKD-Vorgaben zu halten. Und (2) ist das Erstatten für den AV kaum mit Aufwand verbunden. Der macht das ja nicht selbst. In BK-Text gibt es dafür eine Vorlage, die muss der AV nur ausdrucken, vom Kd. unterschreiben lassen und dann an die JC-interne Bearbeitungsstelle (je nach JC die LSB oder das AGT) geben. Das ist eine Sache von 1-2 Minuten.
hab ich hier schon mehrfach im forum gelesen, also als erfahrungen der user... muss wohl vielleicht doch was dran sein?

ausserdem siehst du die dinge auch nur wieder aus deiner perspektive... vielleicht arbeitet dein jobcenter so und auch andere... aber eben nicht alle...

ausserdem hat das verhalten vieler SB´s nicht immer mit dem verhalten der vor ihm sitzenden ELO´s zu tun, sondern mit den erfahrungen, die SBchen mit anderen schon machen durfte, mit der tagesform und der länge der mitgliedschaft in dem verein und den nackenschlägen, die es vom chefchen schon bekommen hat... sind halt auch nur menschen...
doppelhexe ist offline  
Alt 22.01.2017, 19:19   #13
Ischmail
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Ischmail
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Guten Abend BurnsTorn
Zitat von BurnsTorn
Woher willst du wissen, dass das Willkür ist?
Weil ich 8 Stunde am Tag mit anderen Teilnehmern in einen Computerraum saß und wir uns fast den ganzen Tag nur unterhalten haben.
Da lernt man viel über andere Teilnehmer und konnte sich austauschen.

Zitat von BurnsTorn
Oft blenden Menschen das aus, was nicht ihrer eigenen Wahrnehmung entspricht.
In etwa so wie fast jeder SB?
Du kennst vermutlich nur die andere Seite, daher ist es für dich schwer nachzuvollziehen wie man sich als "Kunde" fühlt.

Ich will nicht sagen das alle SB so sind, aber meiner Erfahrung und auch anderer (siehe oben), werden "wir" wie Menschen zweiter Klasse behandelt oft sogar als weniger...

Zitat von BurnsTorn
Unterschiedliche Fälle sind unterschiedlich zu behandeln.
Du meinst also, ein Arbeitsvertrag müsste auch für jeden unterschiedlich geschrieben werden?
Ist ja auch nicht so, warum also die EGV? Warum überhaupt einige "Kunden" bevorzugen, während man andere schlechter behandelt oder haben Vorteile in der EGV.
Es gibt auch durchaus sehr boshafte SB und man kann sich kaum wehren, weil die eigene Existens davon abhängt.

Zitat von BurnsTorn
Frag doch beim Termin mal konkret nach:
Warum werde ich eigentlich so oft eingeladen? Was versprechen Sie sich davon?
Glauben Sie, dass sich binnen so weniger Wochen etwas an meiner Situation geändert hat?
Wenn ich Arbeit Aufnehme, muss ich Ihnen das ja sowieso mitteilen. Warum also das ständige Hier-persönlich-Erscheinen? VVs können Sie mir doch per Post schicken.
Können sie mir bitte mal die Beratungsvermerke ausdrucken, damit mir die Integrationsstrategie plausibel wird, die Sie hier fahren?
Damit ich im Anschluss erstmal 10 VV von ZAFs die Woche bekomme und weiteren Terror ertragen muss?
Ich hatte mich mal gegen eine EGV gewehrt und dann war der SB not amused...das merkte ich direkt.
Ein anderer Teilnehmer einer Maßnahme hatte mir ebenfalls mal seine Erfahrung geschildert, er meinte zu seiner SB, er will die EGV nicht unterschreiben, sie soll es ihm zuschicken, daraufhin bekam er nicht nur einen VA per Post, sondern hatte auch diverse Einladungen zu ZAFs am ***** der Welt wohin er auch fahren musste.
Anschließend sind reinzufällig Anträge und Bewerbungsnachweise, die in den Briefkasten landeten und vorher nie verloren gegangen sind, rein zufällig verloren gegangen...

Zitat von BurnsTorn
Im Klartext: Deine Beschwerde würde als nicht gerechtfertigt verworfen. Denn der Vermittler tut genau das, was er tun soll. Doch oft einladen.
Und ich dachte ein Sachbearbeiter sollte mir helfen in Arbeit zu kommen, mich nicht sinnlos einladen und zu ZAFs verdonnern...ohne meine Eignung oder dergleichen zu beachten...


Zitat von BurnsTorn
Abgesehen davon, dass das JC eine Sonder-Behandlung leugnen wird, kann ich dir aus meiner eigenen JC- und KRM-Erfahrung sagen: Oft gilt im JC einfach der Grundsatz: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Wer freundlich auftritt, dem gelingt es weit öfter, seine Interessen im JC durchzusetzen.
Tut mir leid, aber das ist sehr realitätsfremd...
Ich bin IMMER freundlich zu SB, auch zu welchen die richtig frech zu mir waren und mich beschimpften, ich behalte da immer einen kühlen Kopf...

Zitat von BurnsTorn
Ich habe mal im JC gearbeitet. Ich habe da auch vielen Kunden die Hand gegeben. Das hat meiner Wahrnehmung nach nichts hinsichtlich persönlicher Vertrautheit zu bedeuten, sondern bezeugt lediglich die Einhaltung einer sozialen Norm (freundliche Begrüßung und Verabschiedung).
Dann bist / warst du eine Ausnahme, ich kenne fast niemanden der "so" empfangen wurde.
Selbst Ärzte reichen mir die Hand zur Grippezeit, ein SB noch nie...



Zitat:
Als ich arbeitslos war (immer nur recht kurz), musste ich nur einmal zum Erstgespräch - danach nie wieder.
Das ist wohl der Vorteil wenn man dort gearbeitet hat und "Kollegen" im JC hat ;)


Zitat:
Freunde und Bekannte mussten ebenfalls ziemlich selten ins JC.
Wenn man jemanden kennt, hat man vielleicht eine Extrawurst.


Zitat:
Die grobe Regel ist: Wer als eher arbeitsmarktnah eingeschätzt wird, muss häufiger antanzen als die, die als sehr arbeitsmarktfern eingeschätzt werden.
Du wurdest also als sehr arbeitsmarktfern eingeschätzt?


Zitat:
Das Geld kannst du dir immer erstatten lassen. Es gibt auch diverse JC, die direkt Bus/Bahntickets aushändigen.
Aber SB tun ja auch alles dass man davon nichts weiß, ich hatte noch nie von einem SB gehört, ich könne mir das Geld oder gar die Tickets aushändigen lassen.


Zitat von Solanus Beitrag anzeigen
Also suche schleunigst alle Einladungen rau, liste alle bisherigen Termine auf und stelle dafür einen Fahrtkostenantrag. Schriftlich mit Empfangsnachweis.
Leider besitze ich die Fahrkarten nicht mehr.
__

[dieser Kommentar gibt nur meine Meinung wieder! Irrtümer nicht ausgeschlossen!]
Ischmail ist offline  
Alt 23.01.2017, 17:06   #14
Vidya
 
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Standard AW: Einladungen über Einladungen, völlig sinnlos!

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Ich will nicht sagen das alle SB so sind, aber meiner Erfahrung und auch anderer (siehe oben), werden "wir" wie Menschen zweiter Klasse behandelt oft sogar als weniger...
Ich möchte Dir und anderen Betroffenen gerne das Studium vom Projekt

Zwischen Vermessen und Ermessen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Hamburger Jobcenters
als wohlfahrtsstaatliche Akteure

Eine Studie des Hamburger Instituts für Sozialforschung

unbedingt ans Herz legen, weil diese Studie genau die Schwachstellen des Systems wirklichkeitsgetreu anhand von Aussagen der SB Mitarbeiter offenbart und genau auch die wahren Gründe hierfür aufzeigt. Zudem wird hier beschrieben , was eigentlich noch möglich ist bzw. nicht und damit kann auch jeder Elo an der einen oder anderen Stelle dadurch Ratschläge für den weiteren Umgang mit seinem SB dadurch erfahren, Willkür abwehren und Rechte einfordern -analog der hier angeblichen beschriebenen Empathiefähigkeit der SB, die ich bisher allerdings auch bisher noch nicht erlebt habe -die negativen Seiten dagegen schon. Ich habe mal wichtige Punkte markiert, von denen ich denke, dass einige auch wirklich schockierend sind, weil sie trotzdem so weiter umgesetzt werden. Auch wenn es hier das Beispiel Hamburg ist, Hamburg ist überall, denn auch ich erkannte da einige meiner SB wieder , die auch so in Berlin sitzen und wer weiss noch wo -denn die Leistungserbringung soll auch laut BA überall von gleicher "Qualität" sein. Für zarte Gemüter ist das allerdings stellenweise nur bedingt zu ertragen. Aber trotzdem, nur wer sein Gegenüber und dessen mögliche wahre Motivation kennt, kann dem entgegenwirken. Ich werde meine nächsten SB im Bedarfsfall mit meinem Wissen konfrontieren, wenn es mal wieder sein muss. Es wäre nicht das erste Mal. Insiderwissen ist nie verkehrt. Denn dann ist selten Manipulation durch SB beim Elo möglich. Kann ich anderen auch empfehlen. s. Anhang. Übrigens findest Du darin auch Antworten auf Deine Eingangsfrage:

Zitat von Ischmail Beitrag anzeigen
Wieso werden andere Arbeitslose besser behandelt und bekommen eine extrawurst?
Die Antworten in der Studie laufen allerdings dem Zweck von ALGII und dem Gleichbehandlungsgrundsatz zuwider - das ist mein Resümee mithin dazu.

Des Weiteren habe ich dazu noch eine ganz neue Weisung zur Kundenkontaktdichte eingefügt - hier JC Passau, die sehr gute Anhaltspunkte liefert, auch in aktueller Hinsicht. Als Info

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Zwischen-Vermessen-und-Ermessen_Projektbericht Hamburg.pdf (784,8 KB, 133x aufgerufen)
Dateityp: pdf 170101_Kontaktdichtekonzept Passau 2017.pdf (61,5 KB, 81x aufgerufen)
Vidya ist offline  
Alt 12.01.2018, 07:58   #15
Frodo
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Beiträge: 8
Frodo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Einladungen über Einladungen, völlig sinnlos!

Da solche intensiven Einladungen in der Regel Schikane sind (oder persönliche Vorlieben des/der Arbeitsvermittlers darstellen - es geht um Machtspielchen), würde ich schlichtweg zum Gegenangriff übergehen:

Ständig anrufen und um Gespräche bitten, dazu noch vor Ort "schöne Augen" machen und den/die Arbeitsvermittler minutenlang anstarren.
Am besten ist der Eindruck, dass er/sie es mit einem Stalker zu tun hätte (oder Liebeswahnsinnigen).
Dazu ihn/sie dann noch als den "großen Erlöser" darstellen und dass man dringend seine/ihre Hilfe braucht.

In der Regel sollte dann Ruhe sein und die intensiven Einladungen lassen sehr schnell nach

... ist doch eh nur heiße Luft, was viele von diesen Gestalten dort ausatmen. Eine große Klappe, unendlich viele Lügen, und es ist nichts dahinter.
Frodo ist offline  
Alt 12.01.2018, 18:44   #16
noillusions
Forumnutzer/in
 
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Beiträge: 1.855
noillusions Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Einladungen über Einladungen, völlig sinnlos!

@Frodo:

Du solltest nachts besser schlafen, dann hast du vielleicht bessere Ideen.
noillusions ist offline  
Alt 12.01.2018, 20:18   #17
Curt The Cat
Redaktion
 
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Standard AW: Einladungen über Einladungen, völlig sinnlos!

Zitat von noillusions Beitrag anzeigen
@Frodo:

Du solltest nachts besser schlafen, dann hast du vielleicht bessere Ideen.
Das allerdings seh' ich auch so ...


😉
__

Beste Grüße aus der Stadt mit x
von
Curt The Cat


-------------------------------
Alle meine Beiträge und Antworten entspringen meiner pers. Meinung und Erfahrung, stellen daher keinerlei Rechtsberatung dar !
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An alle iOS- & Androidkrieger - Bitte formuliert aussagefähige Sätze!

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Curt The Cat ist offline  
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