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Abbau Bürgerrechte Überwachungsstaat, Beugung des Grundgesetzes, Abbau der Bürgerrechte


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Alt 25.04.2009, 10:01   #426
Emily
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Zitat von Arania Beitrag anzeigen
so langsam könnte man meinen all die misshandelten und getöteten Kinder bildet sich die Presse nur ein
Zitat von ashna Beitrag anzeigen
Aua... ich stell mich jetzt mal extra dumm. Für mich klingt deine Aussage so, als würden diese unsere Kinder sterben... getötet werden von uns... wenn sie vom JA nicht fremd untergebracht werden.
Genau hier müsste gegenübergestellt werden, wie viele Kinder und Jugendliche sich in Obhut des JA oder Fremdfamilien Suizid begehen oder begangen werden, und wie viele Misshandlungen "in Obhut des JA" tatsächlich stattfinden.
 
Alt 25.04.2009, 10:19   #427
Emily
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Noch einer:
Zitat:
Jugendämter in Deutschland: Stellst du einen Antrag - dann sieh dich vor!
Verfasst von Heinz-Peter Tjaden am Fr, 2008-10-31 11:33.



Stuttgart: Ein Mädchen, noch nicht einmal ein Jahr alt, lebt bei Pflegeeltern, die leiblichen Eltern dürfen ihr Kind einmal in der Woche sehen - in den Räumen des Kinderschutzbundes. Vom Parkplatz bis zum Gebäude sind es 300 Meter. Zu weit, sagt jetzt das Jugendamt. Die Kleine könnte auf diesem Weg traumatisiert werden.
Mönchengladbach: Eltern kämpfen um die Rückkehr ihrer Tochter, die seit über vier Jahren in einem Kinderheim lebt. Das Oberlandesgericht in Düsseldorf hat im Sommer alle Entscheidungen des Familiengerichtes und des Jugendamtes rückgängig gemacht. Die Richterin, die für diese Entscheidungen verantwortlich zeichnet, zieht das Verfahren wieder an sich. Auch die Jugendamtsmitarbeiterin wechselt nicht. Die Eltern dürfen ihre Tochter im Kinderheim nicht mehr besuchen.
Viersen: Nach dem Explosionstod eines Heimkindes im November 2006 versichert das Jugendamt, dass diese Behörde einwandfrei arbeitet. Dann gehen der Amtsleiter und eine Kollegin. Die Presse wird darüber informiert und bekommt den Hinweis, dass die Arbeit der Behörde verbessert werden soll. Die Rheinische Post titelt am 29. Oktober 2008: „Viersen auf neuen Wegen“.
Landkreis Gießen: „Ich bin fast gelyncht worden“, berichtet Andrea Jacob, Arbeits- und Sozialpolitische Sprecherin der Kreistagsgruppe der Linken, nach einer Sitzung des Sozialausschusses. Sie schildert den Fall einer allein erziehenden Mutter, die sich an das Jugendamt im Vogelbergkreis wendet und eine Haushaltshilfe beantragt, damit sie wieder arbeiten kann.
Eine Haushaltshilfe bekommt sie nicht, dafür eine „aufsuchende Familientherapie“. [...]
 
Alt 25.04.2009, 10:49   #428
ashna
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Es wird doch gern gesagt, das Fehlentscheidungen die Ausnahme sind.
Umgedreht wird vielleicht ein Schuh draus.
 
Alt 25.04.2009, 11:12   #429
nine82->Emailproblem
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nine82
Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Die eltern sollten das wohl des Kindest mit dem Kind zusammen entscheiden.... steht ja in dem einen satz indirekt...

Eines frage ich mich diese Risikofamilie woran werden die festgemacht? weil alleinerziehend, finanzielle Probleme, frisch getrennt, oder sonstiges sind keine Risikofaktoren finde ich, das sind dinge die man alle regeln kann ohne das das Kind indem sinne gefährdet wird (Kindeswohlgefährdung = misshandlung, sexueller missbrauch und vernachlässigung). Ich finde grad in der heutigen Zeit sollte das ganze mal umstrukturiert werden statt nochmehr verschärft aufgrung von Fällen die nun bekannt werden, es sollten mehr Fälle in den Medien Bekannt werden über die Machenschaften des Jugendamtes und mehr Petitionen an die stelle der EU gehen das da endlich was pasiert. Ich finde allein der Suizid des einen Mädels hätte die Politiker mal aufrütteln sollen.
Wovor die beim Jugendamt angst haben sollten ist das irgendwann der Tag kommt an dems richtig Knallt und se ihre Jobs verlieren oder gar strafrechtlich wegen ihren Fällen die se verzapft haben verfolgt werden.

Und zur entziehung Minderjähriger... in den Oberen Instanzen würde man mit durchkommen wenn man beweist das es nicht andem ist wie es die Mitarbeiter beim JA behaupten (Familienrichter im gleichen ort wie das Jugendamt gehen eher zum Kaffeeklatsch mit den Mitarbeitern deshalb oberen instanzen) , ich glaube da würde am Ende sogar mehr als nur Entziehung minderjähriger rauskommen, da denen ihr lieblingsspruch ja ist "wenn sie nicht mitmachen nehmen wir ihr kind weg" zählt das nicht auch zu nötigung oder so?
Ich habe nichts gegen wenn wer beim Jugendamt anschwärzt das das Jugendamt nachsieht, aber ich habe was dagegen das das Jugendamt dann sogar das mittel von verleumdung und lügen nutzt um diese Familie auseinanderzureisen, egal ob rauskam das es stimmt was dem JA zugetragen wurde oder nicht.
Man sollte es glaube bei so besuchen nicht anders handhaben wie bei ARGE hausbesuchen, niemals allein sein, und immer Protokoll führen.

Ausserdem man kann Familien nicht Pauschalisieren, heutzutage gibt es zuviele Alleinerziehende Eternteile Mütter sowie Väter, es gibt Familien mit verschiedenen Wertvorstellungen und verschiedenen Erziehungsmethoden, und dies ist etwas was das Jugendamt nicht Normen kann es aber versucht.
Am ende können viele nichtmal beeinflussen wie ihr Kind als Erwachsener wird, das ist etwas wozu ein Kind sich selber entwickelt durch das was es in seiner Kindheit erlebt und erfährt.
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Alt 25.04.2009, 15:59   #430
Minuette
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Passt jetzt zwar nicht so ganz zum Thema, aber kennt ihr World Vision? Da kann man ein Patenkind bekommen, in einem driten Welt Land.
Nur man zahlt im Prinzip nicht für das Kind, sondern für einen ganzen Landstrich - da werden Brunnen gebaut, und Schulen, und Krankenhäuser, Voratslager für Ernten etc. Dann werden auch die Familien des Kindes gefördert, die kriegen dann z.B. eine Kuh oder Hühner. Auf diese Art und Weise ist sichergestellt, dass das "Patenkind" Gesundheitsfürsorge bekommt, und Schulbildung, und sauberes Trinkwasser.
Also wenn man das jetzt mal auf unsere Verhältnisse übertragen würde, würde das bedeuten, dass man in Deutschland mal für Arbeitsplätze sorgt, von denen man leben kann, und die Schulen reformiert, und auch das Gesundheitssystem - weg mit der 2 Klassen Medizin. Denn wenns den Eltern gut geht, dann gehts ihren Kindern mit gut. So zu tun, als ob man den Kindern hilft und dabei deren Eltern am langen Arm verhungern lässt, kann nicht funktionieren.
Es ist immer das gleiche System dessen sich der Staat bedient, als er das Problem der Massenarbeitslosigkeit nicht lösen konnte, hat er die Schuld dafür einfach auf die Opfer, die Arbeitslosen geschoben.
Dadurch dass für Jugendliche kaum Lehrstellen zur Verfügung stehen, sinkt der Anreiz für die Kinder sich in der Schule anzustrengen, im Gegenteil gibt es inzwischen Schulen die Hartz4 Anträge ausfüllen den Kindern beibringen, weil es keine andere Perspektive gibt. Da sind aber dann auch wieder nicht die Politiker schuld, und natürlich auch nicht die Schulen in die seit Jahren nicht mehr investiert wurden, sondern? Ratet mal, natürlich die bösen Eltern, "die faul daheim vor der Glotze sitzen und noch nicht mal aufstehen um ihre Kinder in die Schule zu bringen". Hitler wäre stolz auf unsere heutige Propaganda. Diese tägliche Volksverdummung, die jetzt nicht mehr per Radio sondern per Talkshow stattfindet, wird leider von immer mehr Bürgern geglaubt. Dank unzähliger Talkshows drüfte ja wohl inzwischen jedes Kind wissen, dass Hartz4ler Faulenzer sind, die auf Staatskosten leben, und ihre Kinder verwahrlosen lassen. *Ironie aus*
Also ich plädiere mal dafür, dass ALLE Eltern den Pflegesatz für Pflegeeltern als Kindergeld bekommen, dann können etliche Mamis auch mal wieder was für ihre Kinder tun, anstatt dauernd auf den cent zu gucken. Ich bin bescheiden, ich will noch nicht mal den Satz für Stuttgarter Pflegeeltern, dank Ninas Vater (Akte.Nina.com) wissen wir ja alle, dass das pro Kind nur läppische 1800 Euro sind (im Monat). Aber 500 Euro pro Kind finde ich als durchaus angemessen, weil ein Kind ja außer Essen noch andere Bedürfnisse hat. Irgend jemand hat mal gesagt: Das Volk hat sein Vertrauen in den Staat verloren. Warum wählt der Staat nicht ein neues Volk? LG
Minuette
 
Alt 26.04.2009, 09:01   #431
richgirl
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Zitat von Minuette Beitrag anzeigen
Also ich plädiere mal dafür, dass ALLE Eltern den Pflegesatz für Pflegeeltern als Kindergeld bekommen, dann können etliche Mamis auch mal wieder was für ihre Kinder tun, anstatt dauernd auf den cent zu gucken. Ich bin bescheiden, ich will noch nicht mal den Satz für Stuttgarter Pflegeeltern, dank Ninas Vater (Akte.Nina.com) wissen wir ja alle, dass das pro Kind nur läppische 1800 Euro sind (im Monat). Aber 500 Euro pro Kind finde ich als durchaus angemessen, weil ein Kind ja außer Essen noch andere Bedürfnisse hat. Irgend jemand hat mal gesagt: Das Volk hat sein Vertrauen in den Staat verloren. Warum wählt der Staat nicht ein neues Volk? LG
Minuette
Das finde ich auch unmöglich. Andere Kinder sind dem Staat viel weniger wert und begründet wird das viele Geld mit dem Trauma der Kinder. Nur, was hat das mit Geld zu tun?
Bin selbst Adoptiv-und Pflegekind und entsprechend geschädigt. Im Heim ist es mir besser ergangen.
 
Alt 27.04.2009, 10:30   #432
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nine82
Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Das geld was Pflegeeltern bekommen als Kindergeld? uh hat zwei dinge zur Folge die gute Folge ist ... bei 900-ein aar tausend euro Kindergeld haben es die Familien besser ja aber die schlechte ist das Frauen wieder zunehmend hinter den Herd verbannt werden weil wieso sollten dann Männer frauen arbeiten lassen wenn das Kindergeld deren verdienst ausgleicht :>
Aber eine gute idee ist es im Grunde :D starke Frauen wissen sich ja gegen so Männer zu wehren xD

zum thema trauma: ich denke einfach viele Kinder wären nicht Traumatisisert wenn sie bei den Eltern geblieben wären, weil egal ob viel oder wenig geld den meisten eltern sind die kinder doch das wertvollste was es gibt (die wenigen wo es berechtigt war se rauszunehmen die sind dan eher von den eltern traumatisiert)

zum thema der Häufung von Öffentlich werdenden Fällen von Kindesmisshandlung wo es auch zur Todesfolge kommt und das Jugendamt war involviert ich denke das dient dazu das alle sagen sollen das das Jugendamt da bleiben soll und schärfer Kontrollieren soll egal ob es dem kind gut geht oder nicht heutzutage zählen eh nichtmehr das Kind sondern wie die Jugendämter un Vater staat sinnfrei Kinder ihren Eltern wegnehmen können(sei es wenn das Wohnumfeld nicht passt, oder aber auch die Eltern selber siehe wenn da was aus der Norm fällt) , ohne so Meldungen und mit gehäuften Meldungen von zu unrechtmässigen herrausnahmen der Kinder würde doch jeder im Land schreihen "weg mit dem Jugendamt" so verhindern sie es, vllt sollten die Politiker und auch die JÄ sich mal die Un-Kinderrechtskonvention zu gemüte führen, hab da irgendwo gelesen das deutschland da auch mit unterschrieb ....
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Alt 27.04.2009, 19:17   #433
Gavroche
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Zitat:
27.04.2009
Kindeswohlgefährdung und Kinderschutz




Gemeinsam Verantwortung tragen
Nach Erhebungen des Jugendamtes der Landeshauptstadt Dresden ist im Jahr 2008 die Zahl der gemeldeten Fälle mit Verdacht auf Kindeswohlgefährdung gegenüber dem Vorjahr um knapp acht Prozent gestiegen. Die Mitarbeiter in den Stadtteilsozialdiensten des Jugendamtes gehen pro Quartal durchschnittlich 236 Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung nach.



Nach eingehender Prüfung wurden insgesamt 97 Verfahren eingeleitet. Im Jahr 2007 waren es noch 201, bei denen zum Beispiel zu Angeboten wie Familienhilfe oder Heimerziehung gegriffen wurde. In 50 Fällen wurden durch das Amt sorgerechtliche Verfahren beim Familiengericht angestrebt; im Jahr 2007 waren es noch 88. Meist war eine Beratung des Jugendamtes beziehungsweise die Vermittlung an eines der vielfältigen Dresdner Beratungs- und Unterstützungsangebote hilfreich und ausreichend.



In der Tendenz zeigt sich, dass die Zahl der Verdachtsmeldungen für Kinder unter 6 Jahren zunimmt; die Hinweise für die Altersgruppen ab 7 Jahren dagegen rückläufig sind. Die häufigsten Meldungen der beiden letzten Jahre bezogen sich auf Ein- bis Dreijährige. Bei Säuglingen bis zum vollendeten ersten Lebensjahr verzeichnete das Jugendamt einen Anstieg der Meldungen um 36 Prozent, bei den Vier- bis Sechsjährigen ein Anstieg um 26 Prozent.



Der höchste Anteil der Meldungen erfolgte im Jahr 2008 anonym, gefolgt von Familienangehörige und Nachbarn. Deutlich angestiegen ist auch die Zahl der Hinweise seitens der Polizei. Letztere drei Gruppen machen 45 Prozent aller Meldungen aus. Darüber hinaus erhielt das Jugendamt Informationen aus Kliniken, Kindertageseinrichtungen, Schulen, von Ärzten, der Staatsanwaltschaft sowie der ARGE (Arbeitsgemeinschaft Dresden).



Das Meldeverhalten wird vom Jugendamt ständig analysiert, um Schlussfolgerungen für die Netzwerkarbeit zum Kinderschutz abzuleiten. Verbindliche Kooperationen zwischen den Hilfesystemen tragen dazu bei, riskante Entwicklungen und Bedarf an Unterstützung von Familien frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren.
Die Informationswege in das Jugendamt sind klar geregelt. Erster Ansprechpartner ist der Soziale Jugenddienst des Jugendamtes. Er ist für das Entgegennehmen und die Abprüfung von Meldungen eines Verdachts auf Kindeswohlgefährdung zuständig. Sollte ein persönlicher oder telefonischer Kontakt dort nicht zustande kommen, gibt es die Möglichkeit über den Dresdener Kinderschutznotruf. Dort kann jeder unter der Telefonnummer (03 51) 2 75 40 04 oder per E-Mail an kinderschutz@dresden.de dem Jugendamt an allen Tagen im Jahr, 24-Stunden rund um die Uhr, einen Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung mitteilen.

Meldestellen
Jugendamt, Sozialer Jugenddienst - regionale Zuordnung
Landeshauptstadt Dresden - Stadt, Verwaltung und Rat - Kindeswohlgefährdung und Kinderschutz
 
Alt 28.04.2009, 08:24   #434
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nine82
Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

bah dresden genauso schlimm wie freiberg... freiberg spricht ein kind eher einen verantwortungslosen computersüchtigen vater ein kind zu als wirklich zu prüfen wie er das kind versorgen kann, und ob er dies auch selbstständig kann...

Kontrolle wenn sowas gemeldet wird ist ja gut nur heutzutage wird nicht kontrolliert sondern entschieden ohne das vorher kontrolliert wurd ob der verdacht gerechtfertigt ist, da kann es sauber sein das kind kann gesund sein nur meldet jemand irgendwas wo das kindeswohl gefärdet ist kann es dem kind noch sogut gehn, weg ist es auf jeden fall
nine82 ist offline  
Alt 28.04.2009, 10:54   #435
andine
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Ich frage mich gerade, welchen Einblick die Arge in eine Familie hat, um dort eine Kindeswohlgefährdung feststellen zu wollen.
 
Alt 28.04.2009, 11:41   #436
Hamburgeryn
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Zitat von andine Beitrag anzeigen
Ich frage mich gerade, welchen Einblick die Arge in eine Familie hat, um dort eine Kindeswohlgefährdung feststellen zu wollen.
Die Arge benötigt weder Einblicke, noch Feststellungen, nicht einmal Fachkompetenz.
Schließlich reicht laut SGB II eine Vermutung. Somit wird vermutet, dass eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte.
Und diese Vermutung wird solange aufrecht erhalten, bis sie widerlegt wurde.
Angesichts der Macht, die die JA und Argen im Staate haben, ein schier aussichtslosen Unterfangen.

LG
 
Alt 28.04.2009, 12:20   #437
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nine82
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Zitat von Hamburgeryn Beitrag anzeigen
Die Arge benötigt weder Einblicke, noch Feststellungen, nicht einmal Fachkompetenz.
Schließlich reicht laut SGB II eine Vermutung. Somit wird vermutet, dass eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte.
Und diese Vermutung wird solange aufrecht erhalten, bis sie widerlegt wurde.
Angesichts der Macht, die die JA und Argen im Staate haben, ein schier aussichtslosen Unterfangen.

LG

Die Fachkompetenz der ARGEN und der JUGENDÄMTER ist gleich 0, keines der beiden Ämter hat einblick in die Familien es ist die NORM, sobald man einem ARGE mitarbeiter nicht passt hat man die Arschkarte so ist es auch bei dem Jugendamt, passt man einem Mitarbeiter dort nicht is das Kind weg und nun ist es so Passt man einen ARGEMITARBEITER nicht, warum auch immer, hat man nun auch das Jugendamt am ***** und kann somit nurnoch die letzte zeit mit seinem Kind geniessen eh es weggenommen wird ....

zum thema wiederlegen, man kann es nicht wiederlegen die die JÄ den verdacht auf Kindeswohlgefährdung so ausweiten wie es nur geht, sobald du dein Kind nicht nach der Pfeife des Jugendamtes erziehst, oder eher nicht so bist wie die wollen ist dein Kind weg und da kannst du wiederlegen und gegenbeweisen wie du willst, das Ignoriert heutzutage 90% der Familengerichte wenn nicht sogar mehr.

Kann da mal ein bespiel nennen so ne art eigenerfahrung : Familienrichter gab dem Vater meines kleinen den gewöhnlichen aufenthalt, gemeinsames Sorgerecht habn wir. Ich wurde nicht Informiert das der kleine nichtmehr bei mir krankenversichert ist, ist dem Jugendamt egal. 'Das der Kindesvater die ganze zeit vorm rechner hockt und sich nen schei*s um den kleinen kümmert, ist dem Jugendamt egal.Er hat die Vaterschaft erst annerkannt nachdem ich mich trennte, ist dem jugendamt egal. Er war gewaltätig mir gegenüber ist dem Jugendamt egal. Da kann ich gegenbeweisen bis ich Schwarz bin tun wird sich da nichts. Soviel zur Kompetenz vom Jugendamt und die Kompetenz der ARGEN kennen wir ja ....
nine82 ist offline  
Alt 28.04.2009, 12:44   #438
Sonntagsmaja
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Zitat von andine Beitrag anzeigen
Ich frage mich gerade, welchen Einblick die Arge in eine Familie hat, um dort eine Kindeswohlgefährdung feststellen zu wollen.
Das geht ganz fix.
Sanktion gegen die Mutter aussprechen oder die Nachzahlung für Heizkosten (erstmal) nicht übernehmen (oder beides im Doppelpack kommt auch gut).
Schon kann die ARGE behaupten, das Kindeswohl sei gefährdet, weil ausreichende Mittel für eine vernünftige Ernährung fehlen oder die Energieversorgung abgeklemmt wird.
__

Gruß von
Sonntagsmaja
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Mach' was das Jobcenter Dir sagt! Damit folgst Du der Ansicht einer Reihe User hier, die damit das Märchen vom problemlosen Umgang mit dem JC verbreiten.
Aber beschwere Dich nicht bei mir wenn Du irgendwann mal eines Tages in einen Zug einsteigen mußt, an dessen Zielort die "neue Arbeit" auf Dich wartet........
Sonntagsmaja ist offline  
Alt 28.04.2009, 13:08   #439
ashna
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Wenn denn die Maßnahmen der Arge rechtswidrig waren und deshalb zurück genommen werden müssen besteht ja die "Gefahr" dann nicht mehr.
Sollte das Kind aus diesen Gründen entzogen werden muss es danach ja wieder zurück, aber... das kennen wir ja nun.
Wenn ich das nachweisen kann, dass die Arge die antreibende Kraft dahinter war, müsste sich doch was machen lassen, wenn man dann die betreffende SB anzeigen würde. Ich meine, die kann doch damit nicht durchkommen.

Ich würde die Anzeigen und Ansprüche geltend machen... z.B. Trauma- Therapie- Kosten, und dergleichen.
 
Alt 28.04.2009, 13:27   #440
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Clint
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Ich habe mir, weil ja bald Wahlen sind, heute morgen Protokolle von Stadtrat und Ausschüssen zum Thema Arge und zum Thema Jugendschutz angesehen.
Auf Antrag der Linken mußte die Arge eine Aufstellung aller gegen sie angestrengten Prozesse und deren Ausgang erstellen, leider ohne Kostenaufstellung. Es gibt da noch mehr Schätze zu heben, ich arbeite daran.
Beim Jugendschutz fällt leider so gut wie alles, was mit "Kindeswohl" zu tun hat, in geheime Sitzung. Es gibt nur Jahresberichte öffentlich, und da wird Qualitätskotrolle an Personalschlüssel, und jede Einrichtung kontrolliert sich selbst, festgemacht. Immerhin haben sie festgestellt, dass sie das Kriterium "Kundenzufriedenheit" , das vom Gesetzgeber gefordert ist, gar nicht erst erhoben haben. Dafür haben sie aber gemeldet, daß mehr als 80% der Maßnahmen in Einverständnis beendet wurden. Das wundert nun weniger, wenn die meine Wohnungskontrollen einstellen, werde ich auch damit einverstanden sein.
Ich denke mir jetzt schöne Fragen an die Kandidaten in den Ausschüssen aus.
Elisabeth die frau von clint
__

Stellt endlich das Dummschwätzen von "Hinterbänklern" unter Strafe.
Eigentlich sollte hier was über die FDP und ihre Wichtigkeit für die BRD stehen.
Lieber was von Armin Rohde: Die Jobs, um die Die sich drücken, gibts garnicht!
Clint ist offline  
Alt 28.04.2009, 14:18   #441
Sonntagsmaja
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Zitat von ashna Beitrag anzeigen
Wenn ich das nachweisen kann, dass die Arge die antreibende Kraft dahinter war, müsste sich doch was machen lassen, wenn man dann die betreffende SB anzeigen würde. Ich meine, die kann doch damit nicht durchkommen.

Ich würde die Anzeigen und Ansprüche geltend machen... z.B. Trauma- Therapie- Kosten, und dergleichen.

Mein Reden, ashna. Es muß viel mehr über die Möglichkeiten von Strafanzeigen gegen die SB's nachgedacht bzw. die auch genutzt werden.
Wichtig dabei ist es wohl, daß man den (evtln.)Vorsatz bzw. die Möglichkeiten/Gründe usw. anführt.
Mein pAp z.B. wird "gerne" persönlich wenn er mit seinen Bedroh-Mätzchen nicht weiterkommt.
Käme da irgendeine Sache aus Richtung der ARGE (hier hetzen die schonmal gerne den Zoll auf HE mit der Begründung "die arbeiten WOHL schwarz"), wüßte ich woher das kommt und was zu tun ist.
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Sonntagsmaja ist offline  
Alt 28.04.2009, 14:55   #442
Hamburgeryn
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Zitat von nine82 Beitrag anzeigen
Die Fachkompetenz der ARGEN und der JUGENDÄMTER ist gleich 0, keines der beiden Ämter hat einblick in die Familien es ist die NORM, sobald man einem ARGE mitarbeiter nicht passt hat man die Arschkarte so ist es auch bei dem Jugendamt, passt man einem Mitarbeiter dort nicht is das Kind weg und nun ist es so Passt man einen ARGEMITARBEITER nicht, warum auch immer, hat man nun auch das Jugendamt am ***** und kann somit nurnoch die letzte zeit mit seinem Kind geniessen eh es weggenommen wird ....

zum thema wiederlegen, man kann es nicht wiederlegen die die JÄ den verdacht auf Kindeswohlgefährdung so ausweiten wie es nur geht, sobald du dein Kind nicht nach der Pfeife des Jugendamtes erziehst, oder eher nicht so bist wie die wollen ist dein Kind weg und da kannst du wiederlegen und gegenbeweisen wie du willst, das Ignoriert heutzutage 90% der Familengerichte wenn nicht sogar mehr.

Kann da mal ein bespiel nennen so ne art eigenerfahrung : Familienrichter gab dem Vater meines kleinen den gewöhnlichen aufenthalt, gemeinsames Sorgerecht habn wir. Ich wurde nicht Informiert das der kleine nichtmehr bei mir krankenversichert ist, ist dem Jugendamt egal. 'Das der Kindesvater die ganze zeit vorm rechner hockt und sich nen schei*s um den kleinen kümmert, ist dem Jugendamt egal.Er hat die Vaterschaft erst annerkannt nachdem ich mich trennte, ist dem jugendamt egal. Er war gewaltätig mir gegenüber ist dem Jugendamt egal. Da kann ich gegenbeweisen bis ich Schwarz bin tun wird sich da nichts. Soviel zur Kompetenz vom Jugendamt und die Kompetenz der ARGEN kennen wir ja ....
Ich glaube, du hast mich völlig falsch verstanden. Mein Post war ironisch gemeint. Ich weiß doch selbst wie es um die "Fachkompetenz" von JA und SBs bestellt ist.

LG
 
Alt 04.05.2009, 10:25   #443
nine82->Emailproblem
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Achso sorry :> war an dem tag ein weng durchn wind.
nine82 ist offline  
Alt 05.05.2009, 03:08   #444
Minuette
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ich verlinke hier mal zu einem anderen Thread im Forum:
http://www.elo-forum.org/soziale-pol...iger-heim.html
Zitat:
Einer neuen Studie zufolge geben Hartz-IV-Empfänger ihre Kinder häufiger ins Heim oder zu Pflegeeltern als Bürger, die nicht von staatlicher Unterstützung leben. Die Forscher sehen Zusammenhang von Bildungsarmut und "Erziehungsarmut". Doch auch in der Mittelschicht haben Eltern oft Probleme mit der Kindererziehung.
Erziehung: Hartz-IV-Kindern droht häufiger das Heim - Nachrichten Politik - WELT ONLINE
ah ja, öhm.....sind die evtl schon mal auf die Idee gekommen, dass die Kinderklaumafia gezielt Jagd auf Hartz4 Kinder macht, und dass viele Eltern die "Hilfen zur Erziehung" nicht gerade freiwillig unterzeichnen, bzw bei Nichtunterzeichnung den Eltern einfach das Aufenthaltsbestimmungsrecht weggenommen wird?
Da liest dich dann folgender Satz wie ein Hohn: (ebenfalls aus obigen link)
Zitat:
Noch deutlicher ist der Zusammenhang zwischen Hartz-IV-Bezug und Erziehungsversagen. Fast drei Viertel aller Kinder, die ins Heim oder zu Pflegeeltern gegeben werden, stammen aus Familien, die von Transfers leben. Zur Bildungsarmut komme offenbar die „Erziehungsarmut“, schreiben die Wissenschaftler in der Analyse. Geballt komme es zu Problemen, wenn Eltern sowohl alleinerziehend als auch Hartz-IV-Empfänger seien.
 
Alt 05.05.2009, 08:30   #445
ashna
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Ich schlage vor das Unwort des Jahres: Erziehungsarmut.
Wer definiert Erziehungsarmut? Sind das Kinder, denen die Erziehung fehlt, oder denen die Erziehung im Sinne des Systems fehlt?

Ich könnt , wenn ich solche Propaganda schon wieder lese.

Der Artikel soll wohl die Allgemeinheit schon mal darauf vorbereiten, dass es schon richtig ist, wenn die Kinder von Alg2- Empfängern weg genommen werden, schliesslich schreibt ja die Zeitung, dass diese Kinder unter Erziehungsarmut leiden.

Die Kommentare zu dem Artikel sind einfach nur zum .
So eine scheinheilige Gesellschaft.
 
Alt 05.05.2009, 19:02   #446
Gavroche
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Überforderte Mütter und VäterPflichtkurse für Eltern gefordert


Angesichts steigender Ansprüche an die Kindererziehung plädiert der Berliner Jugendforscher Klaus Hurrelmann für verbindliche Erziehungskurse für Eltern. In der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" warnte er vor einer Überforderung junger Väter und Mütter.

"Ich schätze, dass ein Drittel der Eltern die Kindererziehung hervorragend macht. Ein Drittel wurstelt sich so durch, macht aber keine dramatischen Fehler. Und ein Drittel der Eltern schafft das anspruchsvolle Programm nicht und ist echt überfordert."

Überforderte Eltern schafften es nicht, ihren Kindern sozialen Halt zu geben, erläuterte der Forscher. Kinder bräuchten aber eine klare Struktur, feste Vereinbarungen und Regeln in der Familie. Wenn die verletzt werden, müsse es eine angemessene Strafe geben.

Eltern sollte man Trainings und Kurse für ein gutes Erziehungs- und Sozialverhalten anbieten. Das gebe es bereits, müsste aber stärker an Kindergärten und Schulen angebunden werden, sagte Hurrelmann. "Außerdem sollte man das für Eltern verbindlich machen, weil diese sich sonst schnell entziehen, aus zeitlichen oder welchen Gründen auch immer."

draufdrücken
 
Alt 05.05.2009, 19:20   #447
ashna
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Ja super, noch so ein Experte, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat.
Warum sind denn die Eltern überfordert? Weil sie verunsichert sind. Weil sie ihre Kinder nicht mehr in ihrem Sinne erziehen dürfen.
Das geht los schon in der Schwangerschaft. Da werden Unmengen an Büchern nach Hause gehuckt und gelesen. In jedem Buch steht etwas anderes. Die Erstschwangere verliert den totalen Überblick.
Dann geht es weiter im Kindergarten. Ihr Kind ist aber... ihr Kind hat aber..., ihr Kind... Die Mutter wird noch mehr verunsichert, als sie ohnehin ist, und achtet jetzt verstärkt darauf, dass das Kind sich konform (sollte ich sagen nach DIN verhält?) verhält. Das Kind bemerkt das natürlich und reagiert seinerseits. Schon ist der Teufelskreis entstanden.
In der Schule wird es dann ganz eng. Aus einem Kindergarten mit "wenigen" Kindern rausgerissen und in eine Schule geschupst, wo es plötzlich mit Hunderten Kindern zurecht kommen muss. (Mein Kind hatte da anfangs arge Probleme damit, vor allem mit dem Lautstärkepegel, der an Schulen herrscht.)

Lässt man die Mutter/Eltern erstmal in Ruhe und gibt ihnen Zeit ihr Kind/Baby kennenzulernen, dann wird sie auch nach "Bauchgefühl" heraus finden, was das Kind grad braucht und entsprechend handeln.
Heute lässt man dem Baby und den Eltern nicht mal diese Zeit. Aber das Baby muss das..., das Baby muss dies..., das Baby muss jenes.
Ich habe mich damals gefragt, ob ich genug mit meinem Baby mache. Zu Unrecht, denn es war glücklich und zufrieden, wenn es mal 10min sich mit sich allein beschäftigen konnte.
 
Alt 05.05.2009, 20:48   #448
Emily
Gast
 
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Hierzu aber eine ganz andere Stellungnahme:

Zitat:
Offener Brief an die gesetzgebende und die rechtsprechende Staatsgewalt [...]
Seit Mitte 2008 ist nun auch die Novellierung des § 1666 BGB rechtskräftig. Dieser gestattet Jugendamtsmitarbeitern auf bloßen Verdacht hin, Kinder ihren Familien zu entreißen. Die Be*weislast wurde umgekehrt: Eltern müssen nachweisen, dass eine Kindeswohlgefährdung nicht vorliegt. Der Gesetzgeber hat dieser fast unbegrenzten Macht von Jugendämtern, Gut*ach*tern und Familiengerichten keine klaren gesetzlichen Grundlagen gegenüber gestellt. Vor allem fehlt die fachliche und personelle Ausstattung und oftmals auch die Eignung, um die*sen neuen Anforderungen gerecht werden zu können. Aufgrund zahlreicher Beschwer*de*verfahren bei Gerichten, beim Europäischen Gerichtshof bei denen massive Kritik an der mangel*haf*ten Ausbildung von Jugendamtsmitarbeitern und deren willkürlichem Vorgehen laut wurden, gab der Gesetzgeber vor, nun die Eltern- und Kinderrechte durch eine neue Reform zu stärken.
Kindschaftsrechtsreform 2009, oder Gesetz zur Erleichterung familien*gericht*li*cher Maßnah*men bei Kindes*wohl*ge*fähr*dung in Auszügen
Für das Familiengericht ist die Pflicht geschaffen worden, in den Fällen einer Kindes*wohl*gefährdung, in denen es von Maßnahmen nach den §§ 1666 bis 1667 BGB abgesehen hat, diese Entscheidung in angemessenem Zeitabstand, idR aber nach drei Monaten, noch einmal zu überprüfen (§ 1696 Abs. 3 Satz 2 BGB). Dabei ist das Gericht frei, entsprechend der Situation des Einzelfalls diese Frist auch zu verkürzen oder zu ver*längern.
In § 1666 Abs. 1 BGB war bisher nur allgemein festgehalten, dass das Familiengericht, die zur Abwendung der Gefahr erforderlichen Maßnahmen zu treffen hat. Durch die Neufassung des Abs. 3 hat der Gesetzgeber nun Änderungen vorgesehen. Zu ihnen gehören:
• Das Gebot öffentliche Hilfen in Anspruch zu nehmen (dabei werden ausdrücklich Leis*tung*en der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Gesundheitsfürsorge benannt),
• Das Gebot, für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen,
• Verbote, Orte aufzusuchen, an denen sich das Kind aufhält (dazu können zählen die Fa*mi*li*enwohnung, der Umkreis der Wohnung oder andere, zu bestimmende Orte),
• Verbote, Verbindung mit dem Kind aufzunehmen oder ein Zusammentreffen mit ihm her*bei**zuführen,
• die Ersetzung von Erklärungen des Inhabers der elterlichen Sorge und schließlich
• die teilweise oder vollständige Entziehung der elterlichen Sorge.
Das heißt, Jugendämter erhalten noch größere Einflussbereiche und machtvolle Bedeutung, ohne dafür auch nur im geringsten qualifiziert zu sein. Eine Fachaufsicht ist trotz dieser neuen Stellung noch immer nicht vorgesehen.
Die datenschutzrechtlichen Bestimmungen zwischen Gericht und Jugendamt werden deut*lich gelockert. Die Rechte der Familien werden auffallend entkräftet.
Gerichtliche Anordnungen können grundsätzlich mit einem Zwangsgeld (ersatzweise Zwangs***haft) durchgesetzt werden (§ 35 FamFG). Da die Zwangsmittel sich auf eine in der Zukunft liegende Handlung richten, hat der Gesetzgeber nun zusätzlich ein Ordnungsgeld eingeführt. Das Gericht kann künftig auch rückwirkend ein Ordnungsgeld verhängen, wenn
• eine Herausgabe von Personen oder
• eine Regelung zum Umgang
von dem hierzu Verpflichteten nicht eingehalten worden ist. Kann das Ordnungsgeld nicht eingetrieben werden, so kann Ordnungshaft verhängt werden (§ 89 Abs. 1 FamFG).
Ge***gen ein Kind ist die Anwendung unmittelbaren Zwangs zur Durchsetzung eines Umgangs*rechts nicht zulässig (§ 90 Abs. 3 FamFG). Für alle anderen Konstellationen ist unmittelbarer Zwang gegen ein Kind nur zulässig, wenn dies unter Berücksichtigung des Kindeswohls gerechtfertigt ist; wobei die Definition Kindeswohl trotz vielfacher Kritik an diesem unsäg*li*chen Interpretationsspielraum von der Fachwelt immer wieder beklagt wird.
Wenn das Familiengericht eine schriftliche Begutachtung anordnet, muss es dem Sach*ver*stän*digen zugleich eine Frist setzen, innerhalb derer er das Gutachten einzureichen hat (§ 163 Abs. 1 FamFG).
Durch das Gesetz zur Erleichterung familiengerichtlicher Maßnahmen sind die Qualifi*ka*tions*anforderungen an Sachverständige präzisiert worden, die in einem Verfahren zu einer mit Freiheitsentziehung verbundenen Unterbringung eines Minderjährigen mit einem Gutachten beauftragt werden. Bisher sollte das Gutachten von einem Arzt für Psychiatrie oder Erfah*rung auf dem Gebiet der Psychiatrie oder von Diplom-Psychologen vorgelegt werden. Nun soll der Sachverständige in der Regel ein Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sein (§ 70e Abs. 1 Satz 3 FGG) [Künftig: § 167 Abs. 6 FamFG]. Es kann aber auch durch einen in Fragen der Heim*erziehung ausgewiesenen Psychotherapeuten, Psychologen, Pädagogen oder Sozial*pä*dagogen erstattet werden. Durch die Zulassung von Pädagogen und Sozialpädagogen wird eine solide Begutachtung weiter aufgeweicht. Pä*da*gogen und Sozialpädagogen haben keinerlei diagnostische Ausbildung. Die Autorin ist der Auffassung, dass dies nur zum Schaden und nicht zum Wohl des Kindes gereichen kann.
Im Rahmen der Kindschaftsrechtsreform ist in kindschaftsrechtlichen Verfahren das Institut des Verfahrenspflegers („Anwalt des Kindes“) eingeführt worden (§ 50 FGG). Er soll die Interessen des Kindes wahrnehmen. Künftig wird diese Aufgabe dem Verfahrensbeistand übertragen (§ 158 FamFG). Aufgabe des Verfahrensbeistandes ist es, das Interesse des Kin*des festzustellen und im gerichtlichen Verfahren zur Geltung zu bringen. Der Ver*fah*rensbeistand hat das Kind über Gegenstand, Ablauf und möglichen Ausgang des Verfahrens zu informieren (§ 158 Abs. 4 Satz 1 u 2 FamFG). Die Vergütung des Ver*fahrensbeistandes be*trägt ab September 2009 lediglich die Hälfte der Vergütung von dem des vormaligen Verfah*rens*pflegers. Auch hier wird sich die Qualität der Arbeit für die betroffenen Kinder weiter verschlechtern.
Ausblick in die Sozialgesetzgebung
Mit der Agenda 2010 stieg insbesondere mit den Hartz-Gesetzen, die Kinder*ar*mut rasant an. Familien mit Kindern sowie Allein*er*zie*hen*de, die nur ein geringes Einkommen erzielen oder Sozial*leis*tungen in An*spruch nehmen, sind einem hohen psychischen Druck aus*gesetzt. Angesichts der finan*zi*el*len Benach*tei*li*gung entstehen oftmals Belastungs*de*pres*sionen, weil die nö*tig*sten Dinge fehlen und Rech*nungen nicht beglichen werden kön*nen. Wenn die soziale Un*ter*stützung in diesen Familien nicht gewährleistet ist, kann das zur Folge haben, dass in Ex*trem*fällen Kinder vernachlässigt werden oder gar verwahrlosen. Ein finanzielles Beispiel sei hier angeführt: Kinder in Hartz-IV-Familien erhalten einen Regelsatz je nach Alterskategorie von € 208– 276. Eine Bereitschaftsflegefamilie erhält für ein Kind zwi*schen € 1.800,- und 2.500,-, eine Kinder- und Jugendeinrichtung erhält gar bis zu € 5.000,-, eine Pflegefamilie mind. € 700,- monatlich. Für Zusatzbedarfe wie z. B.: Therapiekosten, Schul*fahrten etc. wer*den zusätzliche Gelder erstattet.
Natürlich haben Vernachlässigung und Verwahrlosung auch andere Facetten, als lediglich die der Armut. Jedoch hat eine Mitarbeiterin des Kreisjugendamtes Gießen (Hessen), Mar*ti*na Eisenach, im Jahr 2008, in der Gießener Tagespresse wahrheitsgemäß eröffnet, dass Gewalt gegen Kin*der zwar eher rückläufig ist, Verwahrlosung aber "deutlich zugenommen" hat. Und zwar „aus Geldnot in den Familien.“
Familien mit Kindern – insbesondere Alleinerziehende, die ein nur geringes Einkommen er*zie*len oder gar Sozialleistungen erhalten, sind häufig von Aus*gren**zung be*droht und sind vor allem extrem hohen psychischen Belastungen ausge*setzt. Diese Risi*ko*fak*toren werden von der Politik gerne heruntergespielt. Gerade in den mit Armut gekenn*zeich*neten Familien häu*fen sich Kindeswegnahmen. Viele zusätzlich mögliche psychische Belastungsfaktoren der Probanden werden in Gut*ach*ten nicht einmal erwähnt. Zugrundeliegende Testverfahren wer*den meist nicht wiederholt (Retest-Reliability), so dass auch nicht untersucht wird, ob es sich um eine reaktive „Störung“ handeln könnte, die nach Belastungsrückgang verschwindet.
Deshalb müssen folgende Forderungen dringlich geprüft werden:
·Die unter Fachleuten anerkannten Mindeststandards für Fami*lien*rechts*gut*achten müs*sen auch in Deutschland gesetzlich verbindlich werden.
·Sozialarbeiter, Sozialpädagogen und Erzieher stellen oftmals für und in Jugendämter/n (sogar schrift*lich) psychiatrische und psychologische Diagnosen oder Verdachts*diag*no*sen. Dies ist eine Straftat, deren Resultat von Gutachtern meist übernommen wird statt von Gerichten geahndet zu werden. Diese gesetzwidrige Praxis muss aufhören. Es darf ihnen auch nicht gestattet werden Familienrechtsgutachten zu erstellen. Sie sind auf*grund ihrer Ausbildung dazu nicht in der Lage.
·Strenge und Konsequenz gegenüber Gutachtern und Richtern: Klarheit, wer zu einer kompetenten Meinungsäußerung befugt ist, Ausschöpfung des rechtlichen Rahmens mit Konsequenzen für jene, die als Fachfremde „Expertisen“ abgeben und jene, die ihnen Geltung verschaffen.
·Amtsmissbrauch kann nur dadurch begegnet werden, dass für das Jugendamt (neben der Dienst- und Rechtsaufsicht) eine Fachaufsicht geschaffen wird; eine solche ist aber erst gar nicht vorgesehen. Eine wirksame Fachaufsicht müsste psychologischen, psych*i*a*trischen, allgemeinmedizinischen und juristischen Sachverstand vereinigen und dem politischen Willen des Landes verantwortlich sein.
·Um fachlich qualifiziert agieren zu können, braucht das Jugendamt eine deutlich aus*ge*bau*te Personaldecke. Pro Re*gion müssen zusätzlich mindestens je ein/e ärztliche/r und psycho*lo*gische/r Mitarbeiter/in hauptamtlich angestellt und eingesetzt wer*den.
·In den Jugendhilfe*aus*schüs*sen dürfen ausführende und rechtsprechende Organe der Jugendhilfe (Beschäftigte Freier Träger, Verfahrenspfleger etc.) nicht stimmberechtigt sein. Denn so beschließen Angehörige der Exekutiven und der Judikativen, wie die Legis*la*tive zu arbeiten hat.
·Weiterbildung für Richter: Wissen, was erforschbar ist.
(mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

Warum der Text Sternchen setzt weiss ich nicht - bitte wegdenken.

LG
Emily

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Alt 06.05.2009, 10:19   #449
nine82->Emailproblem
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nine82
Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Sorry aber ich versteh den zusammenhang gerade nicht was hartz4 mit erziehungsunfähigkeit (was für dämlicher begriff) zu tun hat?! ich denke mal die haben nur hartz4ler auf die finger geschaut aber normalfamilien nicht, so wird wieder feuer gegen die hilfeempfänger geschürt ........
Ashna geb ich da voll und ganz recht, achjua solch kurse gibt es in BaWü schon, hatte glaube schon erwähnt in einigen Posts vorher was ich zur geburt meiner tochter mit der Post bekam.
Muss ehrlich sagen Fachleute gibt es was Kindererziehung anbelangt nicht, jedes Kind ist unterschiedlich und jedes Kind reagiert anders, demnach müssen eltern jedes ihrer Kinder individuell kennenlernen und eine erziehung nach den bedürfnissen des Kindes lernen/finden. Eltern werden durch die verunsicherung der Ämter gehemmt dies zu tun, weil se angst haben alles falsch zu machen, und laut Amt machen eh alle eltern alles falsch. Und Soziale auffälligkeiten entwickeln sich nciht dank der Eltern sondern dank dem was ein Kind erlebt im laufe seiner Kindheit zbsp.
Aber für JA´s gibt es nur normen und nichts andres nur normen wir mal ein kind... das geht nicht ... und für hilfen müssten die Mitarbeiter dies auch kapieren.Und versucht man ein Kind strikt nach der norm zu formen macht man es nur kaputt dann ist es kein Kind mehr sondern ein Roboter.
nine82 ist offline  
Alt 17.06.2009, 16:59   #450
Gabi73->Emailproblem
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Gabi73
Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Leider steht wohl für die Hilfe zur Erziehung, die normal vor einer Inobhutnahme laufen müsste, keine oder sehr geringe Gelder zur Verfügung.

Es kann nicht sein, nur weil ein Landkreis es sich nicht leisten kann, eine zusätzl. Familienhilfe zu bezahlen, dass dann ein Kind in einem Heim unterkommt???
Gabi73 ist offline  
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