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Abbau Bürgerrechte Überwachungsstaat, Beugung des Grundgesetzes, Abbau der Bürgerrechte


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Alt 04.02.2009, 12:24   #326
Hamburgeryn
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Zitat von Eka Beitrag anzeigen
Ziemlich Widersprüchlicher Satz, vor allem wenn die Inobhutnahnme überhaupt nicht angebracht ist.
Möglich das ich mich unverständlich ausdrückte. Ich meinte damit, dass die Polizei lediglich darauf achtet, das das JA das Kind mitnehmen kann, und einen, evtl. um sich schlagenden Vater, eine verzweifelt um ihr Kind kämpfende Mutter, davon abhalten muss, das Kind wieder an sich zu reißen.
So widerlich es auch in diesem Fall klingt:
In dem Moment ist es Aufgabe der Polizei, dafür Sorge zu tragen, dass das Kind sicher und unbeschadet aus der Wohnung kommt.

Von dem Augenblick an, wo dass JA wegen Inobhutnahme eines Kindes um Amtshilfe bittet, ist der persönliche Spielraum des Polizisten begrenzt.
Und seine persönlichen Eindrücke und Ansichten interessieren niemanden, also auch nicht, ob er der Meinung ist, dass diese Inobhutnahme angebracht war.
In der Regel geht es bei der Herausnahme eines Kindes um Beschlüsse und Entscheidungen, die außerhalb seines Einflussradius liegen.

Zitat:
Polizist möcht ich auch nicht sein...
Mein Sohn ist in der Abtlg. Kinder -und Jugendschutz, da sieht er viel,.....manches beschäftigt ihn dann auch mal länger.

LG
 
Alt 04.02.2009, 13:42   #327
Arania->Emailproblem
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Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 17.196
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

@Emily, ich wollte mich dazu eigentlich gar nicht mehr melden, aber nur noch eines, erstens: ich kenne beide Seiten, also keine einseitige Sichtweise, ich bemühe mich zu jedem Thema immer alle Seiten anzusehen und zweitens: wir werden alle nicht die Quadratur des Kreises hinbekommen, wenn Kinder verhungern unter den Augen des Jugendamtes, dann wird laut geschrien, warum man da nicht längst eingeschritten ist, wenn zu früh oder zu unrecht eingeschritten wird, wird sichauch wieder - zu Recht- empört

Wie will man es hinbekommen, es allen Recht zu machen?

So etwas erlebe ich auch sehr oft vor Gericht, wenn man sich Opfer anhört, dann kommt irgendwann immer mal die Frage: Warum hat mir keiner geholfen, warum werden die Täter nicht oder nicht angemessen bestraft?
Und dann hört man die Täterseite, die Zeugen, glaube mir, ich bin es gewohnt alles in Betracht zu ziehen und mir erst dann ein Bild zu machen, aber auch dann kann man natürlich falsch entscheiden, das ist so und das werden wir nie ausschliessen können, solange Menschen entscheiden

Man kann immer nur versuchen Gesetze zu verbessern und immer wieder neu zu hinterfragen

Und jetzt klinke ich mich aus dem Thema aus
Arania ist offline  
Alt 04.02.2009, 13:58   #328
andine
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Standard Meine Geschichte- Null Vertrauen zum Jugendamt

Heute habe ich den Mut, mich zu offenbaren und öffentlich über etwas zu reden, was mich die ganzen Jahre unterwusst und auch bewusst sehr bedrückt hat.
Seit zwei Tagen maile ich wie verrückt mit meiner fast 21-jährigen Tochter Marie-Christin, die in Leipzig an der Uni Musikwissenschaften studiert. Ich habe sie ungefähr 19 Jahre lang nicht gesehen.

Als ich noch in der DDR lebte und sie geboren hatte, wusste ich nicht, dass ich an Wochenenddepressionen litt und auch kein anderer kam darauf. In den ersten 10 Monaten ging auch alles noch irgendwie gut. Aber als ich wieder arbeiten musste und um 4 dazu aufstand, um 17 Uhr erst zu Hause war (Vater tat keinen Schlag), da war es vorbei. Ich vernachlässigte die Wohnung, aber nicht sie. Ihr Vater fing zu dieser Zeit massiv das Trinken an und ich konnte ihn nicht aus der Wohnung schmeißen, weil es damals in der DDR so einfach nicht ging. Selbst der Anwalt konnte oder wollte mir nicht helfen. Irgendwann stand das Jugendamt in der Tür, weil die von der Kinderkrippe behaupteten, sie bekäme nicht genug zu Essen, weil sie anderen die Kekse weg nahm. Das machen andere Kinder aber auch. Das Jugendamt half mir nicht und sie kam in ein Wochenheim. Meine Pflegeeltern halfen mir auch nicht. Ich selbst wusste mir gar nicht zu helfen. Irgendwann hatte ich einen Termin beim Jugendamt und dort wurde mir unmissverständlich klargemacht, dass ich die Adoptionspapiere besser unterschreiben solle, mir würde man das Kind ohnehin wegnehmen. Jung, also 19, und blöd wie ich war und auch, weil ich dachte, dass ich ihr damit vielleicht ein besseres Leben ermögliche, unterschrieb ich unter Druck.
Danach tauchte ich ab...
Das Ende vom Lied. Meine Tochter erzählt mir, dass in den Akten stand, dass ich nie auffindbar war. Das klingt so, als ob ich schon vor der Unterschrift nie auffindbar war und es klingt nach einem konstruierten Grund für was eigentlich? In ihrer Geburtsurkunde steht nicht der Name ihrer leiblichen Eltern, obwohl ich sie erst mit knapp 2 Jahren weg gab.
Meine Tochter wollte mich suchen und war im Krankenhaus. Die Akten wurden einfach vernichtet.

Ihr Adoptiveltern hatten auch selbst Probleme mit ihr mit dem Essen (haben sie oft dazu gezwungen) und der Arzt fragte auch sie, was da los ist. Aber das kommt von ihrem leiblichen Vater und hat nichts damit zu tun, dass ihr niemand Essen gibt. Deshalb reagiere ich fast panisch, wenn meine jetzige Kleine nicht viel isst. Sie schrammt auch an der untersten Grenze der Gewichtsskala rum. Ich habe mich auch schon bei dem Gedanken ertappt, sie zum Essen zwingen zu wollen. Ist es das, was Jugendämter wollen? Vielleicht verstehen JETZT einige, warum ich mir da immer so Sorgen machte. Ich habe jetzt schon Angst vor der Kindergartenzeit 2010. Weiß ich, was dann wieder kommt? Welche übereifrige Kindergartenmitarbeiterin etwas konstruieren will, was nicht ist?
Ich habe panische Angst und deshalb jetzt schon kein Vertrauen in Kindergarten und Jugendamt.
Kann das irgend jemand hier verstehen?
Wie können einige glauben, dass es diese Fälle überhaupt nicht gibt? Fälle, in denen gerade auf junge Eltern nur Druck ausgeübt wird, anstatt auch zu helfen.
 
Alt 04.02.2009, 14:09   #329
ashna
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

andine, ich kann dich nur zu gut verstehen.
In der DDR war das so üblich, da gab es Zwangadoptionen. Ich war damals auch immer in Panik, weil meine Tochter auch ein schlechter Esser war.

Das du auf Grund dieses Erlebnisses jetzt auch Angst hast und dir Sorgen machst, was in der Kiga- Zeit mit deiner Kleinen passieren könnte, kann nur der verstehen, der Ähnliches durchmachen musste.

Wer glaubt, dass es so etwas nicht auch heute gibt, der ist nicht betroffen.

Wie kann man vorbeugen? Eigentlich gar nicht, das ist das Schlimme.

Es hilft nur das Gespräch mit Betroffenen, um seine Ängste in verwendbare Bahnen zu lenken.
Auch sollte man auf alle eventuellen Ungereimtheiten achten.

Ein Risiko wird es dennoch immer bleiben.
 
Alt 04.02.2009, 14:15   #330
andine
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Zitat von ashna Beitrag anzeigen
Auch sollte man auf alle eventuellen Ungereimtheiten achten.

Ein Risiko wird es dennoch immer bleiben.
Hallo ashna,

was meinst du denn mit Ungereimtheiten?
Ich habe eigentlich nur den Kinderarzt, der nach den regelmäßigen Untersuchungen bestätigen könnte, dass auch trotz unterer Gewichtsskala eine regelmäßige Zunahme stattfindet. Nächste Untersuchung ist im März die U7.
 
Alt 04.02.2009, 14:47   #331
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Eka
Standard AW: Meine Geschichte- Null Vertrauen zum Jugendamt

Zitat von andine Beitrag anzeigen
Deshalb reagiere ich fast panisch, wenn meine jetzige Kleine nicht viel isst. Sie schrammt auch an der untersten Grenze der Gewichtsskala rum.
Das kenne ich leider auch, da meine Kinder auch sehr schlank sind. Mit meinem Sohn gehe ich alle 3 Monate zum wiegen und messen. Okay, er nimmt auch Medis, aber andere gehen nur alle 6 Monate.
Der Kinderarzt sagte aber letztens, dass es wohl tatsächlich Genbedingt ist, weil wir alle sehr schlank sind.
Manchmal isst er wie ein Scheunendrescher und manchmal weniger. Aber ihn geht es gut.
Damals als er in der 4ten eine andere Klassenlehrerin bekam, sprach sie mich darauf an: Er wäre so dünn und der Direktor meinte, ob man das nicht nochmal abklären sollte."
Ich erwiderte.: Hätten sie mit den vorherigen Klassenlehrer gesprochen, dann wüßten sie, dass wir alle 3 Monate beim Arzt sind.
Zur damaligen Grundschulzeit waren auch vorwiegend übergewichtige Kinder, da fällt natürlich ein schlankes, trotzdem 'durchtrainiertes' Kind auf.

@andine: Wenn du dir zu große Sorgen machst, frag einfach den Kinderarzt ob du öfters zum wiegen kommen kannst. Habe eine andere Bekannte, deren Tochter sehr, sehr schlank war und ist, aber dabei Kerngesund ist.

LG
Eka
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Audiatur et altera pars....
Eka ist offline  
Alt 04.02.2009, 14:51   #332
Karin797
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Karin797
Standard AW: Meine Geschichte- Null Vertrauen zum Jugendamt

Zitat von andine Beitrag anzeigen
Ich habe mich auch schon bei dem Gedanken ertappt, sie zum Essen zwingen zu wollen. Ist es das, was Jugendämter wollen? Vielleicht verstehen JETZT einige, warum ich mir da immer so Sorgen machte. Ich habe jetzt schon Angst vor der Kindergartenzeit 2010. Weiß ich, was dann wieder kommt? Welche übereifrige Kindergartenmitarbeiterin etwas konstruieren will, was nicht ist?
Ich habe panische Angst und deshalb jetzt schon kein Vertrauen in Kindergarten und Jugendamt.
Kann das irgend jemand hier verstehen?
Also ich kann es gut verstehen! Kinder zum Essen zwingen? Nein, dass musst du nicht, so lange du nicht in den Focus des Jugendamtes gerätst, danach könnte es aus taktischen Motiven angebracht sein.

So wie in dem von mir geschilderten Fall die Grenzsetzung erst seit dem Auftreten des Jugendamtes tatsächlich gelitten hat und so lange "leiden" wird, bis der Fall abgeschlossen ist.
Karin797 ist offline  
Alt 04.02.2009, 14:59   #333
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Eka
Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Zitat:
Polizist möcht ich auch nicht sein...
Zitat von Hamburgeryn Beitrag anzeigen

Mein Sohn ist in der Abtlg. Kinder -und Jugendschutz, da sieht er viel,.....manches beschäftigt ihn dann auch mal länger.

LG
Der Satz, war nicht negativ gemeint, denn ich denke, dass es nicht immer einfach ist für Polizisten. Sie dürfen bei Inobhutnahmen ja selber in dem Sinne nicht eingreifen und ihren Eindruck vermitteln denk ich mal hmm?
Ich kann mir gut vorstellen, dass ihn manches länger beschäftigt. Kenne es von der Feuerwehr, gerade wenn Kinder z.B. bei Unfällen involviert sind.

LG
Eka
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Eka ist offline  
Alt 04.02.2009, 15:39   #334
Hamburgeryn
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Zitat:
Zitat von Eka Beitrag anzeigen
Der Satz, war nicht negativ gemeint, denn ich denke, dass es nicht immer einfach ist für Polizisten. Sie dürfen bei Inobhutnahmen ja selber in dem Sinne nicht eingreifen und ihren Eindruck vermitteln denk ich mal hmm?
Ich kann mir gut vorstellen, dass ihn manches länger beschäftigt. Kenne es von der Feuerwehr, gerade wenn Kinder z.B. bei Unfällen involviert sind.

LG
Eka
Ich habe das auch nicht so interpretiert. Ich wollte mit meiner Ergänzung lediglich Missverständnisse beseitigen, die u. U. zu einer destriktiven Diskussion geführt hätten, wo am Ende wieder viele das Gefühl haben, dieser Thread könnte geschreddert werden.
Ich hoffe, dass ich mich jetzt präzise ausgedrückt habe.

LG
 
Alt 04.02.2009, 15:45   #335
ashna
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Zitat von andine Beitrag anzeigen
Hallo ashna,

was meinst du denn mit Ungereimtheiten?
Ich habe eigentlich nur den Kinderarzt, der nach den regelmäßigen Untersuchungen bestätigen könnte, dass auch trotz unterer Gewichtsskala eine regelmäßige Zunahme stattfindet. Nächste Untersuchung ist im März die U7.
Ungereimtheiten zwischen dem was Erzieher oder Lehrer erzählen und dem was dein Kind erzählt, was so im Kiga- und Schulalltag läuft.
 
Alt 04.02.2009, 16:16   #336
Donauwelle
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Donauwelle Donauwelle
Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Da ich das gerade gesehen habe. Heute in SternTV:

Zitat:
Mittwoch 04.02.2009 | 22:15 Uhr




Pflegefamilien in Not
Jugendämter missachten Kindeswohl


© stern TV Kampf ums Pflegekind: Familie G.



Wenn Kinder in ihren Familien in Not geraten, werden sie nicht selten den Eltern weggenommen und kommen in eine Pflegefamilie. Oft entsteht zwischen der neuen Familie und dem Pflegekind eine intensive Beziehung. Eine Beziehung auf Zeit, denn sie steht rechtlich auf tönernen Füßen.


Wenn Jugendämter geltendes Recht durchsetzen, sprechen Fachleute von einem "desolaten Jugendhilfesystem". stern TV schildert, was passiert, wenn das Jugendamt Kinder aus funktionierenden Pflegefamilien rausholt und zurück in ein zweifelhaftes Schicksal schickt.

Pflegefamilien in Not : Jugendämter missachten Kindeswohl - stern TV
Donauwelle ist offline  
Alt 04.02.2009, 16:35   #337
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Eka
Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Zitat:
Eine Beziehung auf Zeit, denn sie steht rechtlich auf tönernen Füßen.
Und das ist auch gut so.
Beispiel:
Alleinerziehendes Elternteil (anderers Elternteil kümmert sich nicht) ist Alkoholiker/in und kann die Kinder aufgrund der Sucht, nicht ausreichend versorgen und sich drum kümmern.
Diese/r macht aber nun einen Entzug und eine lange Therapie und ist dann in der Lage sich wieder ausreichend um das Kind/die Kinder kümmern zu können.
Da sehe ich es schon gegeben, dass eine Rückführung stattfindet, und das auch schon vorher Kontakt herrschte.
Aber es gibt auch Pflegschaften, die unterdrücken mal ganz gerne den Kontakt und möchten die Kinder 'behalten'.

Klar, wir wissen auch, dass manche wieder rückfällig werden.

Aber trotzdem ist es vielleicht sehenswert, da der zugehörige Artikel zu wenig aussagt.


Gruß
Eka
__

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Eka ist offline  
Alt 04.02.2009, 18:18   #338
ashna
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Zitat von Eka Beitrag anzeigen
Aber es gibt auch Pflegschaften, die unterdrücken mal ganz gerne den Kontakt und möchten die Kinder 'behalten'.
Kann man ganz gut nachlesen in den entsprechenden Foren für Pflegeeltern.
 
Alt 04.02.2009, 22:44   #339
andine
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Standard AW: Meine Geschichte- Null Vertrauen zum Jugendamt

Zitat von Eka Beitrag anzeigen
Zur damaligen Grundschulzeit waren auch vorwiegend übergewichtige Kinder, da fällt natürlich ein schlankes, trotzdem 'durchtrainiertes' Kind auf.
Bei Übergewicht sagt natürlich niemand was. Ist diese Gesellschaft nicht total krank?

Zitat:
@andine: Wenn du dir zu große Sorgen machst, frag einfach den Kinderarzt ob du öfters zum wiegen kommen kannst. Habe eine andere Bekannte, deren Tochter sehr, sehr schlank war und ist, aber dabei Kerngesund ist.

LG
Eka
Ich wiege sie regelmäßig zu Hause. Sie wird Ende März 2 und wiegt jetzt 11 Kilo, ist 88 cm groß.

Laut dieser Tabelle hier liegt sie im grünen Bereich, was mich jetzt überrrascht oder habe ich falsch gelesen?

http://www.stillkinder.de/pdf/cht_wfa_girls_p_0_2.pdf
 
Alt 04.02.2009, 22:59   #340
ashna
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Och Gottchen. Mein Kurzer wog damals auch nicht sehr viel.
Auch hatten alle meine Kinder Zeiten in denen die Gewichtszunahme stagnierte.
Wenn der Arzt sagt es ist alles im grünen Bereich, dann kann man das auch glauben.
Es ist noch kein Kind vor einem vollen Teller verhungert.

Du kannst ja versuchen das Essen etwas reichhaltiger zu machen. So mit Mehlschwitze, wie unsere Omas das früher gemacht haben. Aber selbst damit nehmen Kinder nicht unbedingt zu. Was ein schlechter Futterverwerter ist der scheidet das meinste eben unverwertet wieder aus.
 
Alt 04.02.2009, 23:04   #341
andine
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Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Ich bin total gespannt auf diese Sendung.

Zitat:
stern TV schildert, was passiert, wenn das Jugendamt Kinder aus funktionierenden Pflegefamilien rausholt und zurück in ein zweifelhaftes Schicksal schickt.
Was heißt zweifelhaftes Schicksal. Wenn das Kindeswohl nicht gefährdet ist, dann ist es das Recht des Kindes, wieder zu den Eltern zu kommen und Kinder wollen zu den eigenen Eltern, auch wenn es vielleicht nicht so toll finanziell ist und vielleicht nicht so 100%-ig funktioniert wie bei den Pflegeltern.

Schließlich ist dem Staat ein normales Kind bei Eltern nur 211€ wert. Was Pflegeltern bekommen, davon will ich gar nicht anfangen.
 
Alt 04.02.2009, 23:07   #342
andine
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@ashna

Ich bin schon so paranoid, dass ich meine Augen anzweifle. Kannst du bitte mal in die Tabelle schauen und mir sagen, ob ich mit grün richtig gelesen habe?
 
Alt 05.02.2009, 00:20   #343
Vanzella->Emailproblem
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Vanzella
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Meine Damen:

ich mag das Alk-Beispiel einfach nicht, einfach deshalb nicht, weil damit (wieder mal) suggeriert wird, "H4 sind alle Alkis", was einfach nicht stimmt. Sicher, solche Fälle gibt es, keine Frage, aber wieviel Hunderte oder Tausende (bei Millionen betroffener Arbeitsloser) sind das denn, was rechtfertigen würde, dass das JA so massiv eingreifen muss?

Ist ähnlich, wie beim angeblichen unberechtigen H4-Bezug. Wieviel verschwindend geringe Prozent sind es, die betrügen? 0,1 Prozent, lachhaft bei den Zahlen, die die Bankster verjubeln.

H4 ist ohne den geringsten Zweifel ein Unrecht. Jetzt auch noch die Unterstellung oder Vermutung, H4 seien nicht in der Lage, sich angemessen um ihre Kids kümmern zu können (bei deutlich zu wenig gezahlten Geldern für die Kids) ist eine Frechheit sondergleichen.

Ausgerechnet eine von der Leyne mit 6 bis 7 Kids, die besser wissen müsste, was Kids kosten, meldet sich bei dem Thema Kids vollmundig zu Wort.
Vanzella ist offline  
Alt 05.02.2009, 00:23   #344
andine
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Ich frage mich, ob das mit den Pflegeltern überhaupt noch bei jauch kommt?
 
Alt 05.02.2009, 00:30   #345
Donauwelle
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Donauwelle Donauwelle
Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Zitat von andine Beitrag anzeigen
Ich bin total gespannt auf diese Sendung.


Was heißt zweifelhaftes Schicksal. Wenn das Kindeswohl nicht gefährdet ist, dann ist es das Recht des Kindes, wieder zu den Eltern zu kommen und Kinder wollen zu den eigenen Eltern, auch wenn es vielleicht nicht so toll finanziell ist und vielleicht nicht so 100%-ig funktioniert wie bei den Pflegeltern.

Schließlich ist dem Staat ein normales Kind bei Eltern nur 211€ wert. Was Pflegeltern bekommen, davon will ich gar nicht anfangen.
Auch hier bin ich gespalten, weil ich gerade über ein anderes Forum das Schicksal einer Pflegefamilie sehe, die vor 2 Jahren ein damals einjähriges Mädchen aufgenommen haben, das damals schon sehr vernachlässigt war. Die Mutter (womit momentan nicht zu rechnen ist, was aber sicherlich sich noch ändern könnte) kümmert sich bisher gar nicht.

Bei dem 6-jährigen, der 2 Jahre in einer Pflegefamilie war, stimme ich dir zu. Wenn der Aufenthalt in der Pflegefamilie aber schon länger dauert, als das Kind alt ist und es sich dort gut eingelebt hat, empfinde ich eine Rückkehr auch als grausam. Es zählt für mich weder die Pflegefamilie noch die Ursprungsfamilie - es zählt, was das beste für das Kind ist. Und das ist eben nicht immer die Ursprungsfamilie.
Donauwelle ist offline  
Alt 05.02.2009, 00:44   #346
andine
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Zitat von Donauwelle Beitrag anzeigen
Es zählt für mich weder die Pflegefamilie noch die Ursprungsfamilie - es zählt, was das beste für das Kind ist. Und das ist eben nicht immer die Ursprungsfamilie.
... es ist auch nicht immer die Pflegefamilie oder die Adoptivfamilie, das weiß ich ganz genau.
Wenn möglich (wenn das Kind alt genug ist) sollte man das Kind fragen, denn das ist das Beste für alle.
 
Alt 05.02.2009, 10:12   #347
Donauwelle
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Donauwelle Donauwelle
Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

@Andine

Das Kind zu fragen - bei einem über 10-jährigen und als Tendenz ansonsten wäre das sicherlich angebracht. Ein 6- oder 7-jähriger ist sich der Konsequenzen noch gar nicht bewusst. Oder auch ein Kind in der Vorpubertät, dass eben auch mal Knatsch mit den "Pflegeeltern" hat.

Ab einem bestimmten Zeitraum, wenn das Kind seinen Lebensmittelpunkt, Schule, Freunde etc. alles bei den Pflegeeltern hat, ist es für mich auch unverantwortlich, ein Kind zurück zu seinen richtigen Eltern, auch wenn es die gar nicht wirklich kennt, zurückzuschicken.

Aber da gibt es kein schwarz und weiß - sondern da ist jeder Fall anders.

Geh mal davon aus, dass das Dasein von Pflegeeltern auch nicht so einfach ist. Mal abgesehen von Kleinkindern möchte ich mir für kein Geld der Welt ein fremdes Kind aufbürden - mit allen Lasten, die es in seinem Leben schon gesehen hat. Du gibst dem Kind ein Heim, du kümmerst dich um alle seine Probleme, das es hat und alle Entwicklungsverzögerungen, baust dir langsam eine Vertrauensbasis zu dem Kind - schließt es in dein Herz - und irgendwann steht die Mutter vor der Tür (die vorher sich einen Dreck um das Wohlergehen des Kindes gekümmert hat) und möchte das Kind zurück...

Mit welchem Recht soll die richtige Mutter dann ihr Kind zurückbekommen und das Kind wieder aus seiner Ruhe bringen. Hat sie das ggf. nicht schon vorher verwirkt?

---------

Die Medaille hat immer 2 Seiten - und jeder Fall ist ein Einzelschicksal, der anders zu bewerten ist.

---------

Du hast ja oben deinen eigenen Fall geschildert. Deine Bemerkungen ein paar Seiten zuvor waren für mich der Grund, mich hier in den Thread einzumischen, weil ich wirklich denke, dass damit auch eine Menge Ängste geschürt werden - und Angst ist nie gut.

Ich weiß nicht, ob man Zwangsadoptionen der DDR später rückgängig machen konnte. Du hast es ja scheinbar auch nicht versucht. Aber hättest du deine Tochter mit 8 noch aus einer funktionierenden Familie herausgeholt?
Donauwelle ist offline  
Alt 05.02.2009, 12:15   #348
andine
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Zitat von Donauwelle Beitrag anzeigen
Ab einem bestimmten Zeitraum, wenn das Kind seinen Lebensmittelpunkt, Schule, Freunde etc. alles bei den Pflegeeltern hat, ist es für mich auch unverantwortlich, ein Kind zurück zu seinen richtigen Eltern, auch wenn es die gar nicht wirklich kennt, zurückzuschicken.
Das ist zwar richtig, aber Pflegeeltern wissen in der Regel, worauf sie sich da einlassen und das es auch zeitliche Grenzen gibt, die gerade sicherstellen, dass das Kind nicht zurück muss, wenn es schon zu lange in dieser Familie ist.

Zitat:
Du gibst dem Kind ein Heim, du kümmerst dich um alle seine Probleme, das es hat und alle Entwicklungsverzögerungen, baust dir langsam eine Vertrauensbasis zu dem Kind - schließt es in dein Herz - und irgendwann steht die Mutter vor der Tür (die vorher sich einen Dreck um das Wohlergehen des Kindes gekümmert hat) und möchte das Kind zurück...Mit welchem Recht soll die richtige Mutter dann ihr Kind zurückbekommen und das Kind wieder aus seiner Ruhe bringen. Hat sie das ggf. nicht schon vorher verwirkt?
So abfällig musst du nicht darüber reden. Es gibt Grenzen, die Mutter kann nicht jederzeit und unbegrenzt kommen.


Zitat:
Du hast ja oben deinen eigenen Fall geschildert. Deine Bemerkungen ein paar Seiten zuvor waren für mich der Grund, mich hier in den Thread einzumischen, weil ich wirklich denke, dass damit auch eine Menge Ängste geschürt werden - und Angst ist nie gut.
Diese Ängste sind aber sehr wohl berechtigt und ich lasse mir nicht nehmen, darauf hinzuweisen, was passieren KANN, wenn ein Kind nur etwas dünner ist und da hier ja Übergewicht die Normalität zu sein scheint, ist das absolut gerechtfertigt.

Zitat:
Ich weiß nicht, ob man Zwangsadoptionen der DDR später rückgängig machen konnte. Du hast es ja scheinbar auch nicht versucht. Aber hättest du deine Tochter mit 8 noch aus einer funktionierenden Familie herausgeholt?
Ich weiß nicht, ob man das wirklich Zwangsadoption nennen kann, denn ich habe unterschrieben. Zwar unter Druck, aber auch aus dem Glauben heraus, dass sie es ohne uns vielleicht besser hat. Heute weiß ich, dass ich falsch dachte, auch wenn etwas aus ihr geworden ist. Meine Tochter hat es zwar sehr gut gehabt, aber sie sagt, dass ihr kleines Kinderherz trotzdem zerbrochen ist und sie beschäftigt dieses Thema, seit sie 7 ist, weil eine Verwandte dummerweise geplaudert hat.
Es stimmt, ich hätte sie ab Ende 2005 besuchen können, da hatte ich das erste Mal ihren Namen in der Zeitung gesehen und war mir sicher. Ich wusste, wo sie wohnt. Aber wie kann ich in eine Familie eindringen, bei denen es dir gut geht. Ich wusste doch gar nicht, ob ihre Eltern das mit der Adoption erzählt hatten. Sie hätte mir das bestimmt übel genommen und so habe ich auf den richtigen Moment gewartet. Auch haben viele gesagt, dass ich nicht das Recht habe, sie einfach so zu besuchen oder zu finden und somit in eine schlimme Lage gefühlsmäßig zu bringen und das habe ich genauso gesehen. Das hat nichts mit fehlendem Interesse zu tun, sondern damit, dass ich meine Tochter trotzdem liebe. Manchmal muss man aus Liebe Dinge tun, die schwer sind.

Ps: Übrigens... Angst macht wachsam...
 
Alt 05.02.2009, 13:31   #349
ashna
Gast
 
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Zitat von andine Beitrag anzeigen
@ashna

Ich bin schon so paranoid, dass ich meine Augen anzweifle. Kannst du bitte mal in die Tabelle schauen und mir sagen, ob ich mit grün richtig gelesen habe?
Deine Kleine liegt im absolut grünem Bereich. Sie ist ein Wenig leichter, als der Durchschnitt. Bedenken müsstest du haben, wenn das Gewicht zwischen den farblich abgesetzten Linien permanent wechselt.
 
Alt 05.02.2009, 19:35   #350
Gavroche
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Jugendamt und Arge planen Frühwarnsystem

Rein informativ: Anforderungen Sachbearbeiter/-in Hausbesuche Dresden (auf Seite 3)

Das Jugendamt im Geschäftsbereich Soziales schreibt folgende Stelle aus:

Sachbearbeiter/-in Hausbesuche
 
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