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Start > > > -> Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Abbau Bürgerrechte Überwachungsstaat, Beugung des Grundgesetzes, Abbau der Bürgerrechte


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Alt 19.12.2012, 03:30   #1
Ferdinand456
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Ferdinand456 Ferdinand456
Standard Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Allen Frances war in der Schweiz. Eine lobenswerte Einladung eines ehemals weltweit einflussreichen Psychiaters, damit er vor Wissenschaftsjournalisten spricht. Er nannte diese Zeiten "die traurigste Zeit seiner 45-jährigen Karriere":

Ein Kämpfer wider den Diagnosewahn - News Wissen: Medizin & Psychologie - tagesanzeiger.ch

Zitat von Tagesanzeiger
[...]Es drohe eine «Hyperinflation» psychiatrischer Störungen wegen immer neuer Diagnosen und zunehmend weicherer Krankheitskriterien. Als Folge würden psychische Leiden «enorm überdiagnostiziert», während gleichzeitig wirklich psychisch Kranke keine Therapie erhielten. «Eine fürchterliche Fehlverteilung von Ressourcen», sagt der Psychiater.[...]

[...]Auch wenn die neue DSM-Version erst mit Verzögerung in die Praxis einfliessen wird, ist Frances betrübt über den nun abgesegneten Inhalt: «Dies ist die traurigste Zeit meiner 45-jährigen Karriere.» Auf der Website der Zeitschrift «Psychology Today» rief er diese Woche dazu auf, die problematischen Neuerungen zu ignorieren.[...]

[...]Bereits heute würden laut einer neuen US-Studie «erstaunliche» 83 Prozent der Jugendlichen bis zum 21. Lebensjahr die Kriterien für eine psychische Störung gemäss DSM erfüllen. «Ein lächerlicher Befund», sagt Frances. Er warnt davor, dass mit der fünften DSM-Version weitere normale Eigenschaften zu psychischen Störungen gemacht werden. [...]
Eine deutliche Warnung.
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Alt 05.01.2013, 19:31   #2
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AEMR AEMR AEMR AEMR
Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Hallo Ferdinand456,

danke für den Hinweis auf Allen Frances, der vor «Hyperinflation» psychiatrischer Störungen wegen immer neuer Diagnosen und zunehmend weicherer Krankheitskriterien ebenso warnt wie vor den (Stichwort Ritalin) auch nach Deutschland gewschwappten drei «unechten Epidemien» bei Kindern:

Zitat:
In den USA verdreifachte sich in dieser Zeit [Anm: in den letzten zwei Jahrzehnten] die Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), autistische Störungen nahmen um das 20-Fache zu, die Bipolare Störung um das 40-Fache.
Massenhafter unnötiger Medikamentenkonsum schafft die süchtige Gesellschaft, die leichter zu dressieren ist auf das Verkonsumieren von Hohlformeln (statt von plausiblen Argumenten) und passt auch "bestens" zum politischen elitären Personalbestand volkswirtschaftlicher Hochstapelei (Spekulationsblase) und gefälschter Doktorarbeiten.

Wenn das nur noch ein kleines wenig weiter geht, dann wird auch Regierungskritik zur seelischen Störung. Horrorvision: Die letzten Oppositionellen sind unter Drogen gesetzt und halten die Klappe, überall nur noch "Harmonie" ...

Zitat:
«Das DSM sollte aber nicht für Experten, sondern für Grundversorger geschrieben werden, am besten mit fetten Warnungen vor Überdiagnosen und Falschbehandlungen.»
Der Siebzigjährige überzeugt den Leser. Unbequeme und kantige Typen wie Frances braucht der amerikanische Gesundheitsbetrieb und Staat offensichtlich ebenso dringend wie der deutsche. Hoffentlich können Warner wie Frances das schlimmste Fehlentwicklungen verhindern.

Mit besten Grüßen
AEMR
__

"Die Menschenrechte sind keiner Kultur fremd und in allen Nationen verankert ... Es ist die Allgemeingültigkeit, die den Menschenrechten ihre Kraft verleiht ... Der Kampf für allgemeine Menschenrechte war immer und überall ein Kampf gegen alle Formen der Tyrannei und Ungerechtigkeit - gegen Sklaverei, gegen Kolonialismus, gegen Apartheid. Dies ist heute nicht anders." (Kofi Annan, 10. Dezember 1997)
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Alt 05.01.2013, 20:02   #3
verona
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verona verona verona verona verona verona
Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Auch meinen Dank für diese Information.
Habe eben eine ganz interessannte Seite dazu gefunden:
DSM-5: Das neue Handbuch für psychische Störungen und Diagnosen - SPIEGEL ONLINE
__

L.G. Verona

Was die Menschen am besten können, ist, neue Informationen so zu filtern, dass bestehende Auffassungen intakt
bleiben.

verona ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2013, 20:16   #4
Ferdinand456
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Ferdinand456 Ferdinand456
Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Zitat von AEMR Beitrag anzeigen
[...] Wenn das nur noch ein kleines wenig weiter geht, dann wird auch Regierungskritik zur seelischen Störung. Horrorvision: Die letzten Oppositionellen sind unter Drogen gesetzt und halten die Klappe, überall nur noch "Harmonie" ... [...]
Mit besten Grüßen
AEMR
Das ist doch längst soweit, und zwar bereits seit Veröffentlichung des DSM-IV, Mitte der Neunziger. Die Begriffe der Diagnostik sind so unverständlich und dehnbar geworden, dass derjenige Pech hat, der aus irgendwelchen Gründen zu einem Psychiater geladen wird, derjenige Glück hat, der nicht dort hin geht. Denn derjenige, der hingeht (oder hingenötigt wurde) bekommt eine Diagnose, selbst wenn er nur dasitzt und schweigt. Das Problem: Es glaubt einem niemand so richtig, das bei Warnungen schon seit Jahren, längst mehr als einem Jahrzehnt.

Da gibt es Begriffe wie "Graphomanie", früher eng gefasstes Krankheitsbild von Leuten, die permanent am Kritzeln sind, selbst ihre Wände in den Wohnungen voll schrieben. Das war wirklich "Manie", unkontrollierter Schreibwahn. Heute wird bereits der verzweifelte Versuch, sich hilfesuchend ohne Rechtsschutzversicherung an ein paar übergeordnete Stellen zu wenden, meist schriftlich natürlich, als "Graphomanie" fehldiagnostiziert.

Alleine, dass hier einige täglich ins Forum schreiben, könnte mit bösem Willen bei psychiatrischer Diagnostik als "Graphomanie" ausgelegt werden. Oder ganz neu: Die "Internetsucht". Weiter "Depression": "Der Depressive erlebt seine Umwelt als feindlich. Dazu Verarmungsphantasien". Ja holdrioh , welcher ALG-II-Empfänger erlebt seinen SB nicht als feindlich und welcher ALG-II-Empfänger hat keine Angst vor "Verarmung", bei der Sanktionswut, die einige SBs an den Tag legen?

Realistisch eingeschätzte Gefahren, die von Seiten des Staates und unfähiger Regierungen ausgehen, inklusive schwammiger Gesetze, die den Ausführenden alle Mittel zur Diktatur in die Hand legen, werden als "depressive Strukturen" einer Persönlichkeit diagnostiziert, oder gar als "Depression". Ich persönlich erhielt schon im Jahre 1997 bei Anzeige gegen einen Lokalpolitiker fünf Diagnosen (fünf!), die von Schizophrenie bis Paranoia, chronisch rezidivierender Depression, über chronische Lügensucht, etc., etc. reichten. Mein eigener Ex-Anwalt (nicht vom Fach Psychiatrie) nannte mich letztes Jahr "Borderliner", als er sich darüber ärgerte, dass ich einen Termin absagte. Einer der vielen beteiligten Psychiater nannte mich einen "schlechten Charakter", woran man erkennt, dass sie im Sinne der Selbstjustiz Diagnosen "vergeben", die geeignet sind, jemanden persönlich und beruflich zu vernichten. Ich war "der Böse", der Lokalpolitiker der "Gute". Punkt. Urteil gefällt, ich vernichtet. Wen hat's damals interessiert? Kein Schwein, nur ganz Wenige. Es wurde irgendwie als "normal" betrachtet, dass ein Mensch wie ich "Schwierigkeiten" bekommt, wenn er Anzeige gegen einen Lokalpolitiker verfasst, ja gar als "manische Phase", dass er es überhaupt wagte, nach dem Motto "selbst schuld, wenn man dich für lebenslang irre erklärt, was musstest du auch Anzeige gegen einen Lokalpolitiker erstatten?".

Diagnosen, wo man hinguckt. Allen Frances ist nicht der Erste, der es merkt. Ich bemängelte es bereits 1997 und verhinderte dadurch meine versuchte Zwangseinweisung mit versuchter Zwangsmedikation. Mir gelang das aber nur, weil ich vom Fach bin (Diplompsychologe mit Ausbildung zur klinisch-psychiatrischen Diagnostik). Wem es nicht gelang, der vegetiert derzeit (und wohl schon länger) vollgepumpt mit Psychopharmaka in deutschen Psychiatrien vor sich hin. Da wird es wohl längst so einige geben. Es ist längst so weit.

Meinungsverbrechen.de

Laut Internet-Rennomier-Psychiater Dr. med. Volker Faust, haben wir die Wahl, uns als notorische "Querulanten", oder, wenn nicht, dann als "parasitäre Charaktere" diagnostizieren zu lassen. Zu sehen im Anhang auf S. 31. Dass solcher Wortlaut, veröffentlicht im Jahr 2010, keinen Sturm der Entrüstung auslöst, liegt wohl daran, dass man sich an nationalsoziaistische Terminologie in Europa längst gewöhnt hat. Dementsprechend "Gutmensch, Sozialschmarotzer".

Derzeit werden ALG-II-Empfänger massenhaft zu Psychiatern geladen, Lieblingsdiagnose ist zur Zeit nicht mehr "Borderline", sondern "Posttrauma". Ein hier kürzlich erwähntes Jobcenter ließ per Presse stolz verkünden, dass sie nun eine eigene Ärztin beschäftigen, die bereits um die 32 ALG-II-Empfänger begutachtet hatte und der Meinung sei, Jobverlust könne eine "posttraumatische Belastungsstörung" auslösen. Ich kann wetten, das Jobcenter hat auf wundersame Weise seit Anstellung dieser Ärztin 32 Arbeitslose weniger zu verwalten, die sitzen jetzt ihre Zeit erst einmal beim Psychiater ab und fallen so lange aus der Statistik.

Das Schlimme dabei ist: Es geschieht mit indirektem Einverständnis derjenigen, die der Meinung sind, ALG-II-Empfänger sollen dem Staat "etwas zurückgeben", dafür, dass sie in Not geraten sind und deren Arbeitsplätze nicht besetzen dürfen, die sie genau so gut bewältigen würden. Also im indirekten Einverständnis desjenigen Teils der Bevölkerung, der die Arbeitsplätze besetzt und ALG-II-Empfänger als "Schmarotzer" empfindet, die dem Staat natürlich etwas zurückgeben müssen. Das sind laut Presse ja wohl angeblich 70 Prozent der Bevölkerung.

Kurz gesagt: Wir schlittern auf eine Katastrophe zu, wenn sie nicht längst begonnen hat.

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Int.1-Querulanten-Teil2.pdf (223,1 KB, 29x aufgerufen)
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Alt 05.01.2013, 20:30   #5
verona
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Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Zitat:
Alleine, dass hier einige täglich ins Forum schreiben, könnte mit bösem Willen bei psychiatrischer Diagnostik als "Graphomanie" ausgelegt werden. Oder ganz neu: Die "Internetsucht". Weiter "Depression": "Der Depressive erlebt seine Umwelt als feindlich. Dazu Verarmungsphantasien". Ja holdrioh , welcher ALG-II-Empfänger erlebt seinen SB nicht als feindlich und welcher ALG-II-Empfänger hat keine Angst vor "Verarmung", bei der Sanktionswut, die einige SBs an den Tag legen?

Das wird konsequent negiert. Armut gibet nicht. Mit ALG II kann man leben und sich einrichten. Da ist (bereichtigt und somit gesunde) erlebte Angst der Betroffenen in den Augen der Psychiater und co pathologischer Natur.
Die haben nicht im Ansatz eine Ahnugn was bedeutet, ohne Arbeit und am Rande der Gesellschaft, der Stigmation ausgesetzt, leben zu müssen. Da liegen Welten zwischen.
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L.G. Verona

Was die Menschen am besten können, ist, neue Informationen so zu filtern, dass bestehende Auffassungen intakt
bleiben.

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Alt 05.01.2013, 20:33   #6
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Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Zitat von AEMR Beitrag anzeigen



Massenhafter unnötiger Medikamentenkonsum schafft die süchtige Gesellschaft, die leichter zu dressieren ist auf das Verkonsumieren von Hohlformeln (statt von plausiblen Argumenten) und passt auch "bestens" zum politischen elitären Personalbestand volkswirtschaftlicher Hochstapelei (Spekulationsblase) und gefälschter Doktorarbeiten.

Wenn das nur noch ein kleines wenig weiter geht, dann wird auch Regierungskritik zur seelischen Störung. Horrorvision: Die letzten Oppositionellen sind unter Drogen gesetzt und halten die Klappe, überall nur noch "Harmonie" ...
noch traut man sich nicht dass trinkwasser mit glücklichmachern anzureichern.
aber man kann sich ruhig fragen wie lange noch?
__

ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von herrn ralph boes, seinem ansinnen, seinem auftreten und seinem verhalten in den öffentlichen medien und foren.


"das grass wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. "
(afrikanisches sprichwort)

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Alt 05.01.2013, 21:16   #7
Ferdinand456
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Ferdinand456 Ferdinand456
Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Zitat von Piccolo Beitrag anzeigen
noch traut man sich nicht dass trinkwasser mit glücklichmachern anzureichern.
aber man kann sich ruhig fragen wie lange noch?
Sorry, das ist nichts weiter als fearmongering (= großen Bevölkerungsgruppen aus politischen Motiven mit unrealistischen Szenarien Angst machen).

Von solchen Gedankengängen distanziere ich mich, wie von denjenigen der berühmten "Chemtrails" unserer allseits bekannten Verschwörungstheoretiker. Außerdem führen solche Gedanken zu echter Paranoia und Schizophrenie, nämlich wenn der Tag kommt, an dem sich Betroffene nicht mehr ans Trinkwasser oder aus dem Haus trauen, somit handlungsunfähig (gemacht) wurden.

Wer Psychopharmaka im Trinkwasser entdeckt, hat Mittel und Wege, dies rückgängig zu machen: Beweismittel sichern, Anzeige erstatten, Presse einschalten und fertig.
Ferdinand456 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2013, 22:10   #8
en Jordi
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Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Ich verstehe die reißerische Überschrift nicht ganz. Das konnte bisher auch jeder.

Leider ist es schon längst so, dass wirklich Kranke nur noch einen geringen GdB bekommen, weil z.B. Depressionen heute viel häufiger diagnostiziert werden.

Daher werden die Diagnoseschlüssel noch weiter verfeinert werden müssen.
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Alt 06.01.2013, 11:06   #9
verona
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Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Ich verstehe die reißerische Überschrift nicht ganz. Das konnte bisher auch jeder.
Im Prinzip stimmt das. Zumal die psychiatrischen Diagnosen im Gegensatz zu somatischen stark vom subjektiven Empfinden des Diagnostikers geprägt sind.

Jedoch ist vieles im DSM 5 zu finden, was letztendlich alltägliche Gemütsstimmungen sind. Dadurch kann z.B. die normale Trauerarbeit zu einer pathologischen in Form in leichter-,. mittel-, oder sogar schwergradiger Depression erklärt werden. Die Folgen können entsprechend sein. Man denke nur die Diagnose wandert zum JC. Besonders für ältere Erwerbsuchende können sich Schwierigkeiten ergeben, insofern das JC diese "Chance" nutzt und sie in die frühzeitige Rente zu stecken versucht.
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L.G. Verona

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Alt 06.01.2013, 13:28   #10
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Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

ferdinand..beitrag #4 ...danke

ich sehe da noch "grosses "auf uns zu kommen :(..ich denke aber, es ist der ausdruck einer immer (seelisch /ethisch /moralisch )sich degenerierenden gesellschaft ...da hat "normales "menschliches verhalten eh keinen platz und eher krankheitswert .

man fragt sich langsam , wer sind die "irren "..die , die in anstalten sitzen , oder die, die draussen leben (müssen )?
__

liebe grüsse

hope

wir sind das volk !

"Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen belächelnswerten Anfang."
Albert Camus


"Wenn man kein Geld hat, denkt man immer an Geld. Wenn man Geld hat, denkt man nur noch an Geld."
Jean Paul Getty


"Die Deutschen sind tatenarm und gedankenvoll.()"
Friedrich Hölderlin
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Alt 06.01.2013, 13:34   #11
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Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Zitat von hope40 Beitrag anzeigen
ferdinand..beitrag #4 ...danke

ich sehe da noch "grosses "auf uns zu kommen :(..ich denke aber, es ist der ausdruck einer immer (seelisch /ethisch /moralisch )sich degenerierenden gesellschaft ...da hat "normales "menschliches verhalten eh keinen platz und eher krankheitswert .

man fragt sich langsam , wer sind die "irren "..die , die in anstalten sitzen , oder die, die draussen leben (müssen )?
Dazu kann ich das Buch

"Irre, wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen"

von Manfred Lütz sehr empfehlen. Teilweise zum totlachen und sehr interessant. Tolle Infos über die Insassen unserer und das Innenleben unserer Psychiatrischen Kliniken.
KARLderWEHRER ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2013, 13:50   #12
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Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Zitat von KARLderWEHRER Beitrag anzeigen
Dazu kann ich das Buch

"Irre, wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen"

von Manfred Lütz sehr empfehlen. Teilweise zum totlachen und sehr interessant. Tolle Infos über die Insassen unserer und das Innenleben unserer Psychiatrischen Kliniken.

Das Buch beleuchtet aber nicht die "dunklen Ecken" der Psychiatrie.... und auch nicht jeder Chefarzt einer Psychiatrie hat so einen humanen Touch wie Herr Lütz....

Die Rechtslage ist eher eindeutig zu Lasten der Betroffenen zu beurteilen... wenn Richter (unter Hilfestellung von ärztlichen Sachverständigen) einigermaßen auf der Gesetzesklaviatur klimpern können.... ist man ruckzuck ZWANGSuntergebracht oder ZWANGSbehandelt.

Nachdem es nunmehr teilweise höchsrichterliche Schelte gab (BVerfG und auch BGH in 2011 und 2012) bleibt nun abzuwarten mit welcher heißen Nadel die Justizministerin den Sack zunähen wird ( wohl auch auf Druck der Pharmalobby....wer nimmt schon freiwillig hochtoxische Substanzen?)
__

ius vigilantibus scriptum est.....

"Nichts schärft den Verstand mehr als die Niederlage." - Eric Hobsbawm-

"Die sogenannten Finanzmärkte dienen der Mehrheit genauso wenig wie die organisierte Kriminalität. Das ist der Fehler, und deshalb haben harte Reformen bei ihnen anzusetzen, statt umgekehrt den Sozialstaat abzubauen." (Dr. J. Borchert in "Sozialstaatsdämmerung" S. 180)
hartaber4 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2013, 03:04   #13
Ferdinand456
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Ferdinand456 Ferdinand456
Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Ich verstehe die reißerische Überschrift nicht ganz. Das konnte bisher auch jeder.

Leider ist es schon längst so, dass wirklich Kranke nur noch einen geringen GdB bekommen, weil z.B. Depressionen heute viel häufiger diagnostiziert werden.

Daher werden die Diagnoseschlüssel noch weiter verfeinert werden müssen.
Stimmt. Wie ich weiter oben beschrieben hatte, wurden die Dinge mit Herausgabe des DSM IV bereits sehr kritisch. Das war Mitte der Neunzigerjahre.

Die reißerische Überschrift ergab sich jetzt, weil Allen Frances im Verlauf der letzten zwei Jahre versuchte zu verhindern, dass die jetzige Version des DSM V ohne Korrekturen veröffentlicht wird. Ende Jahr 2012 wurde die endgültige Version verabschiedet, leider ohne gewünschte Korrekturen, so dass Allen Frances erneut seine Warnung unterstrich, unter anderem in besagter Konferenz mit Schweizer Wissenschaftsjournalisten.

Es geht hier nicht mehr darum, dass mit dem neuen Diagnose-Handbuch ca. 30 Prozent, oder 40 oder 50 Prozent aller Jugendlichen eine psychiatrische Diagnose bekommen könnten, sondern 84 Prozent. Ähnlich wird es mit Erwachsenen werden. Das bedeutet in anderen Worten ausgedrückt: Beinahe jeder, der einem Psychiater vorgestellt wird, kann als "psychisch krank" diagnostiziert werden, ob er möchte oder nicht.

Allerdings denke ich nicht, dass da etwas besonders Großes auf uns zu kommt. Dafür gibt es längst zu viele Kritiker und öffentliche Stimmen. Ich z. B. bin kein Gegner der Psychiatrien übrigens. Auch kein Gegner von Psychopharmaka. Ich weiß auch, dass es psychische Erkrankungen gibt, in denen Menschen dringend auf sie angewiesen sind, manchmal sogar auf Lebenszeit. Ich bin lediglich Gegner vom Missbrauch all dieser Dinge: Missbrauch psychiatrischer Diagnosen, indem sie wild und kritiklos, teils auch beabsichtigt und aus niedrigen Beweggründen, vergeben werden, oder Missbrauch von Psychopharmaka, indem sie des Geldes wegen auf Lebenszeit verordnet werden, usw. Und damit stehe ich nicht alleine da. Gerade der Journalismus setzt sich seit Beginn der Jahrtausendwende verstärkt mit sogenannten "Krankheitserfindern" auseinander und macht sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Deutsches Ärzteblatt: Die „Krankheitserfinder“: Der ehrliche Arzt ist der Dumme (22.12.2003)

Dennoch liegt im Menschen auch ein großes Stück Selbstverantwortlichkeit. "Will ich dem Arzt alles glauben, was er mir erzählt? Darf ich widersprechen? Darf ich mich selbst informieren? Darf ich weitere Ärzte zu Rate ziehen?". Zudem haben die Dinge immer zwei Seiten: In Amerika (Ursprungsland des DSM, auf das sich auch unser Diagnose-Schlüssel ICD stützt) bekommen Menschen, die nach wenigen Jahren keine Arbeit mehr finden, auch kein Geld mehr vom Staat, denn dieser erwartet von seinen Bürgern: "Wer gesund und arbeitsfähig ist, findet Arbeit". Da dies nicht der Wahrheit entspricht, sind viele Amerikaner sehr froh, dass sie aus dem Ärmel geschüttelt einfach mal so eine psychiatrische Diagnose (auf Lebenszeit) bekommen, denn es ist ihre soziale Absicherung. Die bekommen kein Arbeitslosengeld, sondern eine Art Rente. Ende Gelände.

Leider beinhaltet dieses Prinzip eben auch die Gefahr des Missbrauchs, nämlich die Überdiagnostik von Gesunden, um sie zwangsweise zu entsorgen (wegsperren, etc.), oder einfach nur "aus Versehen", was dann aber auch das Ende ihres bisher recht guten Lebens und / oder ihrer beruflichen Karriere bedeuten kann.
Ferdinand456 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2013, 10:14   #14
hope40
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Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

lieber ferdinand

"...Missbrauch psychiatrischer Diagnosen, indem sie wild und kritiklos, teils auch beabsichtigt und aus niedrigen Beweggründen, vergeben werden, oder Missbrauch von Psychopharmaka, indem sie des Geldes wegen auf Lebenszeit verordnet werden, usw. Und damit stehe ich nicht alleine da. "

ich denke, das ist HEUTE teilweise schon realität und wird noch mehr realität werden .

man kann einem behandelnden ebenso wenig in den kopf schauen , wie dem kranken (oder , eventuell dem, der vorgibt , krank zu sein, sowas solls ja auch geben , aus den unterschiedlichsten gründen , mitunter ist dies ja eine krankheit in sich )

es ist immer eine frage , wie ich die ethik /moral meines faches umsetzen kann /will ...wenn ich überhaupt noch eine ethik /moral habe.(wenn ich im fach "psychiatrie "arbeite )und /oder WELCHE (vom zeitgeist geprägte )

ich nehme an, es gibt kein medizinisches fachgebiet , was mehr fehlerbehaftet (in der diagnosestellung und somit , durch seine diagnosemöglichkeiten und deren konsequenzen , die für den patienten daraus erwachsen , auf sozialem gebiet )ist, wie gerade die psychiatrie , ist sie doch in dem sinne keine exakte wissenschaft (wie medizin allgemein nicht )und eben von der sichtweise/ausbildung der dinge vom behandelnden geprägt .(der dadurch automatisch eine unerhörte , fast unkontrollierbare machtfülle über den patienten hat und ich denke,die gegebene MACHTfülle ist es, die unethisch /unmoralisch handeln lässt , zumindest im versuch , der aber eben konsequenzen für den patienten hat )

und darin sehe ich die gefahr , das grosse ...

in ansätzen haben wir das ja schon , mit der diagnostik bei kindern , bei ADHS...jedes kind was nicht der norm (egal welcher )entspricht , kann als krank diagnostiziert und medikamentiert werden ....die folgen sind ungeahnt .

"Dennoch liegt im Menschen auch ein großes Stück Selbstverantwortlichkeit. "Will ich dem Arzt alles glauben, was er mir erzählt? Darf ich widersprechen? Darf ich mich selbst informieren? Darf ich weitere Ärzte zu Rate ziehen?". Zudem haben die Dinge immer zwei Seiten: In Amerika (Ursprungsland des DSM, auf das sich auch unser Diagnose-Schlüssel ICD stützt) bekommen Menschen, die nach wenigen Jahren keine Arbeit mehr finden, auch kein Geld mehr vom Staat, denn dieser erwartet von seinen Bürgern: "Wer gesund und arbeitsfähig ist, findet Arbeit". Da dies nicht der Wahrheit entspricht, sind viele Amerikaner sehr froh, dass sie aus dem Ärmel geschüttelt einfach mal so eine psychiatrische Diagnose (auf Lebenszeit) bekommen, denn es ist ihre soziale Absicherung. Die bekommen kein Arbeitslosengeld, sondern eine Art Rente. Ende Gelände."

prinzipiell :

ises in deutschland anders ?

und was die verantwortung der patienten angeht ...sicher wünschenswert , wenn patienten ihre verantwortung wahr nehmen ..aber, ich denke , es ist eine frage des "KÖNNENS "(was ja bei einigen psychiatrischen einschränkungen nur bedingt gegeben ist )und auch des WISSENS um patientenrechte ..ich meine, die , die hier schreiben /sich informieren , sind u.U. aufgeklärter /wissender , das trifft aber nicht auf die mehrzahl der (betroffenen )bevölkerung zu ..und gerade was patientenrechte angeht wird wenig kommuniziert und diese einzufordern ist fast noch problematischer , als sein recht bei ALGII einzufordern ..es ist langwieriger /kostenintensiver und...man steht vor einer mauer der "fachleute ", wo eine "krähe "der anderen kein auge aus hackt .

diese tatsachen sind allgemein bekannt ...schon aus diesem grunde , denke ich , wird der missbrauch der diagnosen in der psychiatrie in ungeahnte höhen schnellen und auch menschen zu patienten mit medikation(ggf. betreuung ) machen , die gar nicht in dem sinne krank sind .(vor allem , wenn der sanktionsapparat der sache noch zu spielt )

welche (unrühmliche )rolle psychiatrie spielen kann ....die geschichte ist voll davon und die jüngere geschichte ist uns allen eher im gedächtnis
__

liebe grüsse

hope

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Ferdinand456 Ferdinand456
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Hallo hope40, ich weiß was du meinst. Wir stimmen da ja auch überein: Wie ich ja weiter oben schon geschrieben hatte, und die letzten Monate hier aufklärte, ist eine Überdiagnostik schon lange möglich, nicht erst ab Jahr 2013. Der Unterschied ist, wie du ja auch erkannt hast, dass es ab 2013 noch leichter sein wird, übliche menschliche Gefühle und Verhaltensweisen als "psychisch krank" zu diagnostizieren.

Dennoch sehe ich die Dinge nicht nur negativ. Klar, nicht jeder liest entsprechende Artikel oder ist aufgeklärt, nicht jeder ist im Internet, und so weiter. Es gibt aber die berühmte "Mundpropaganda" zwischen Nachbarn, Freunden, Bekannten und Verwandten. Dein Beispiel ADHS: Versuch mal, deinem Kind das Medikament "Ritalin" verordnen zu lassen, und du hast weit mehr Gegner als Befürworter. Ich kenne Eltern, die das mittlerweile nur noch heimlich tun, weil sie beinahe dafür gelyncht wurden, dass sie ihrem Kind "das antun". Da kamen Freunde, Verwandte und Bekannte zu Wort.

Das ist allein Folge sämtlicher bisheriger Aufklärungen per Presse und Journalen, per Bücher und TV. Es ist in der allgemeinen Bevölkerung also eher eine Ablehnung sämtlicher Psychopharmaka, insbesondere was Kinder betrifft, zu spüren. Das aber war harte Arbeit der letzten zwei Jahrzehnte. Es sollte nach meiner Meinung jedoch nicht ins Gegenteil umkippen, nämlich eine Art "Verteufelung" sämtlicher Psychiater und Psychopharmaka. Das wäre fatal und auch sehr ungerecht, denn die meisten Ärzte möchten heilen, nicht schaden. Davon gehe ich immer aus.

Aufklärung ist wichtig. Deswegen warnte Allen Frances und deswegen warnte auch ich. Wie jemand aber seine Probleme handhabt, bleibt ihm überlassen. Ich kenne einige Leute, die Psychopharmaka einnehmen. Nie käme ich auf die Idee, ihnen das ausreden zu wollen. Ich bin gegen Entmündigung auf jeder Ebene. Das bedeutet: Ich bin auch gegen die Form der Entmündigung, irgend jemandem vorzuschreiben, wie er zu leben hat. Wenn er es braucht, die Behandlung auszuprobieren oder gar auf Dauer zu erhalten, dann soll er es tun. Im Allgmeinen wissen sie über sämtliche Nebenwirkungen Bescheid. Sie möchten auch nicht bekehrt oder sonst etwas werden, sondern stehen dazu, dass sie Psychopharmaka benötigen und einnehmen, und das muss man auch akzeptieren, ohne sie deswegen für "blöd" oder sonst etwas zu erklären. Sie werden schon ihre Gründe haben.

Es ist tatsächlich ziemlich naiv zu glauben, dass wir alle psychiatrischen Probleme ohne Medikamente in den Griff bekommen. Gleichzeitig gibt es Diagnosen, da schlägt man nicht nur die Hände über dem Kopf zusammen, so katastrophal sind sie, sondern da fragt man sich, ob das Dummheit oder Bosheit ist. Mir zum Beispiel wurde das Taxifahren als Gipfel einer wohl bis dahin unerkannten Krankheit fehlgedeutet. Stell dich hin und sag: "Sorry, ich kann nichts dafür, mir macht der Job eben Spaß" und du wirst für lebenslang geisteskrank erklärt. So geht's nun auch wieder nicht. Das ist kriminell. Und so etwas darf es eigentlich nicht geben, so etwas ist katastrophal mit entsprechenden Folgen für das Leben der Betroffenen.

Ich stimme da voll mit Allen Frances überein: Psychopharmaka können bei Krankheit ein Segen sein, bei Gesunden können sie eine Katastrophe auslösen. Und alleine die Tatsache, dass er an einer Konferenz mit vielen Schweizer Wissenschaftsjournalisten teilgenommen hat, lässt doch hoffen, dass die Menschheit nicht komplett verblödet und somit auch nicht alles mit sich machen lässt, DSM-V hin oder her.
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Alt 27.01.2013, 17:22   #16
Ferdinand456
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Ferdinand456 Ferdinand456
Daumen hoch AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Ein bereits in den Siebzigerjahren gegründeter Verein für Psychiatrie-Ethik wendet sich ebenfalls gegen Diagnosewahn und Missbrauch der psychiatrischen Diagnostik, auch auf Behörden-Ebene bei Arbeitsuchenden, Familienstreitigkeiten, etc.:

http://www.psychiatrie-und-ethik.de/...0/RB201202.pdf

(Punkt 7, "Psycho-Phantasterei [...]", etc.)

Ebenso kritisiert man in weiterem Rundbrief die von mir angeprangerten Gerüchte über angebliche Geistesstörung von geschätzten 38 Prozent aller Europäer:

http://www.psychiatrie-und-ethik.de/...1/RB201201.pdf

Der Verein besteht in erster Linie aus (leicht rechtslastigen) Seniorpsychiatern (die sich jedoch stets bemühen, politisch neutral zu urteilen) und Mitgliedern von "Amnesty International". Keine schlechte Sache, insbesondere wohl bereits als Anlaufstelle genutzt, wenn aufgrund von psychiatrischen Urteilen fatale bis schwerstwiegende Einschnitte im Leben der Betroffenen passieren.
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Alt 27.01.2013, 18:02   #17
hope40
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Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Zitat von Ferdinand456 Beitrag anzeigen
Hallo hope40, ich weiß was du meinst. Wir stimmen da ja auch überein: Wie ich ja weiter oben schon geschrieben hatte, und die letzten Monate hier aufklärte, ist eine Überdiagnostik schon lange möglich, nicht erst ab Jahr 2013. Der Unterschied ist, wie du ja auch erkannt hast, dass es ab 2013 noch leichter sein wird, übliche menschliche Gefühle und Verhaltensweisen als "psychisch krank" zu diagnostizieren.

es ist ja nicht nur die "überdiagnostik "...es ist die falsche diagnostik (isses eine ?), das heisst , das "andichten "von krankheitswert von verhaltensweisen , nur, weil sie eben nicht ins allgemeine , gesellschaftlich konforme bild passen , sieh dein einwand mt dem taxifahrer, der eben nen "vogel ":) haben muss, weil ihm taxifahren spass macht und eben nicht nur mittel zum broterwerb is .

und /oder das "erfinden "immer neuer krankheitsbilder ..naja, ich sage es mal so:

verhaltensweisen, die früher normal (gesellschfaftliche norm )waren , ethisch /moralisch abgesichert/gefordert , sind eben heute (gelinde gesagt )als "wunderlich "verschrien und..wenn man pech hat , wird man , durch die "hege "/pflege /das (aus)leben dieser verhaltenweisen /normen (die zwar "altmodisch" sind )als "krank "eingestuft .

für mich hat das alles eher mit willkür zu tun, als mit ernsthaftem ärztlichen handeln , nach ärztlicher ethik und moral .(da dem "zeitgeist "hinter her rennend , nicht der wissenschaftlichen erkenntnis )

Dennoch sehe ich die Dinge nicht nur negativ. Klar, nicht jeder liest entsprechende Artikel oder ist aufgeklärt, nicht jeder ist im Internet, und so weiter. Es gibt aber die berühmte "Mundpropaganda" zwischen Nachbarn, Freunden, Bekannten und Verwandten. Dein Beispiel ADHS: Versuch mal, deinem Kind das Medikament "Ritalin" verordnen zu lassen, und du hast weit mehr Gegner als Befürworter. Ich kenne Eltern, die das mittlerweile nur noch heimlich tun, weil sie beinahe dafür gelyncht wurden, dass sie ihrem Kind "das antun". Da kamen Freunde, Verwandte und Bekannte zu Wort.

sicher, bei wirklich psychisch kranken geht es nicht ohne medikmente, da sind wir uns einig ..aber, die toleranz , medikamente (allgemein )einzunehmen sinkt immer mehr, dank der werbestrategie der pharmaunternehmen ..naja, als bürger kann /soll man es sich nicht leisten, krank zu sein und damit seine zeit zu "verplempern "..gleich gar nicht , andere mit seinen krankheiten zu belästigen und noch kosten zu produzieren ..also, ich denke, wenn ein medikament verspricht , jemanden in einen gesellschaftskonformen zustand zu veretzen , dürfte der widerstand bei entsprechend guter begründung einer medikation nicht sehr hoch sein (auch nicht bei angehörigen , die ja angst haben , vor einer mehrbelastung durch krankheit bis hin zur "unmöglichkeit "sein eigenes leben weiter leben zu können )

Das ist allein Folge sämtlicher bisheriger Aufklärungen per Presse und Journalen, per Bücher und TV. Es ist in der allgemeinen Bevölkerung also eher eine Ablehnung sämtlicher Psychopharmaka, insbesondere was Kinder betrifft, zu spüren. Das aber war harte Arbeit der letzten zwei Jahrzehnte. Es sollte nach meiner Meinung jedoch nicht ins Gegenteil umkippen, nämlich eine Art "Verteufelung" sämtlicher Psychiater und Psychopharmaka. Das wäre fatal und auch sehr ungerecht, denn die meisten Ärzte möchten heilen, nicht schaden. Davon gehe ich immer aus.

sehe ich nicht so .

und das psychiater /psychopharmaka verteufelt werden könnten ...eher nich , ich denke, dazu hat dieser berufszweig in der medizin in den letzten jahren eine sehr grosse aufwertung erfahren ...teilweise durch die notwendigkeit , das dieser berufszweig , aufgrund der immer mehr ansteigenden (alltags)belastungen auch mehr in anspruch genommen werden MUSS (und damit auch die medikation )


nun ja...das sie heilen wollen...mag sein , aber eben nach welchen kriterien ?

nach denen , die die gesellschaft vorgibt ...und daraus resultierend entstehen eben auch "krankheitsbilder "(aus nicht gesellschaftskonformen verhalten resultierend )


hm...viellicht hat "faulheit "bald den namen "arbeitsdepressiv "und wird dementsprechend therapeutisch "ausgetrieben ..mit medikamentenunterstützung ..wäre nur noch zu definieren, wann "arbeitsdepressiv ":)anfängt und /oder aufhört und /oder sich von der gwöhnlichen entspannung durch "auf dem sofa rum lümmeln über stunden "unterscheidet

Jeder 6. Mann / Jede 3. Frau = psychisch krank - YouTube

Möglicher Verlauf eines Betreuungsverfahrens ...... - YouTube

3sat - Betreut und betrogen - YouTube

zu den videos....WEM nützt es ???????????????was ist das ziel ?die fürsorge FÜR den menschen ?


Aufklärung ist wichtig. Deswegen warnte Allen Frances und deswegen warnte auch ich. Wie jemand aber seine Probleme handhabt, bleibt ihm überlassen. Ich kenne einige Leute, die Psychopharmaka einnehmen. Nie käme ich auf die Idee, ihnen das ausreden zu wollen. Ich bin gegen Entmündigung auf jeder Ebene. Das bedeutet: Ich bin auch gegen die Form der Entmündigung, irgend jemandem vorzuschreiben, wie er zu leben hat. Wenn er es braucht, die Behandlung auszuprobieren oder gar auf Dauer zu erhalten, dann soll er es tun. Im Allgmeinen wissen sie über sämtliche Nebenwirkungen Bescheid. Sie möchten auch nicht bekehrt oder sonst etwas werden, sondern stehen dazu, dass sie Psychopharmaka benötigen und einnehmen, und das muss man auch akzeptieren, ohne sie deswegen für "blöd" oder sonst etwas zu erklären. Sie werden schon ihre Gründe haben.

ich sehe hier einfach das "einfallstor "durch /mit hilfe der psychiatrie darin , das man eben menschen vorschreiben möchte, wie sie zu leben haben , mit dem ziel der homogenisierung der gesellschaft , um eine widerstandslose "verschiebemasse" zu haben .

notfalls eben mit der "keule "der psychiatrischen krankheit (und folgende zwangsmedikation,-betreuung )bei abweichendem verhalten in der lebensführung /widerspenstigkeit ...schlicht , aufmüpfigkeit/unbeugsamkeit .


Es ist tatsächlich ziemlich naiv zu glauben, dass wir alle psychiatrischen Probleme ohne Medikamente in den Griff

nöö, bei wirklichen psychatrisch relevanten krankheiten...aber, schon der begriff der "selbstgefährdung "/"fremdgefährdung "KANN zum "schlüppergummi ":)werden und KÖNNTE ne frage der (engen )auslegung sein /werden

bekommen. Gleichzeitig gibt es Diagnosen, da schlägt man nicht nur die Hände über dem Kopf zusammen, so katastrophal sind sie, sondern da fragt man sich, ob das Dummheit oder Bosheit ist. Mir zum Beispiel wurde das Taxifahren als Gipfel einer wohl bis dahin unerkannten Krankheit fehlgedeutet. Stell dich hin und sag: "Sorry, ich kann nichts dafür, mir macht der Job eben Spaß" und du wirst für lebenslang geisteskrank erklärt. So geht's nun auch wieder nicht. Das ist kriminell. Und so etwas darf es eigentlich nicht geben, so etwas ist katastrophal mit entsprechenden Folgen für das Leben der Betroffenen.

Ich stimme da voll mit Allen Frances überein: Psychopharmaka können bei Krankheit ein Segen sein, bei Gesunden können sie eine Katastrophe auslösen. Und alleine die Tatsache, dass er an einer Konferenz mit vielen Schweizer Wissenschaftsjournalisten teilgenommen hat, lässt doch hoffen, dass die Menschheit nicht komplett verblödet und somit auch nicht alles mit sich machen lässt, DSM-V hin oder her.

naja..manchmal ist der glaube das einzige, was bleibt
__

liebe grüsse

hope

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"Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen belächelnswerten Anfang."
Albert Camus


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"Die Deutschen sind tatenarm und gedankenvoll.()"
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Alt 27.01.2013, 19:32   #18
Ferdinand456
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Ferdinand456 Ferdinand456
Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Zitat von hope40 Beitrag anzeigen
naja..manchmal ist der glaube das einzige, was bleibt
Dass letzten Montag ein mehrseitiger Artikel zu genau dieser Thematik in der Zeitschrift "SPIEGEL" erschienen war, sogar mit mehrfacher Werbung im Vorabend-Programm der ARD, blieb unbemerkt?

Um weiter positiv der Zukunft ins Auge sehen zu können, zitiere ich mich nochmals selbst, hier eine Anlaufstelle, falls jemandem ungerechtfertigte "Diagnostik" widerfährt:

Zitat von Ferdinand456 Beitrag anzeigen
Ein bereits in den Siebzigerjahren gegründeter Verein für Psychiatrie-Ethik wendet sich ebenfalls gegen Diagnosewahn und Missbrauch der psychiatrischen Diagnostik, auch auf Behörden-Ebene bei Arbeitsuchenden, Familienstreitigkeiten, etc.:

http://www.psychiatrie-und-ethik.de/...0/RB201202.pdf

(Punkt 7, "Psycho-Phantasterei [...]", etc.)

Ebenso kritisiert man in weiterem Rundbrief die von mir angeprangerten Gerüchte über angebliche Geistesstörung von geschätzten 38 Prozent aller Europäer:

http://www.psychiatrie-und-ethik.de/...1/RB201201.pdf

Der Verein besteht in erster Linie aus (leicht rechtslastigen) Seniorpsychiatern (die sich jedoch stets bemühen, politisch neutral zu urteilen) und Mitgliedern von "Amnesty International". Keine schlechte Sache, insbesondere wohl bereits als Anlaufstelle genutzt, wenn aufgrund von psychiatrischen Urteilen fatale bis schwerstwiegende Einschnitte im Leben der Betroffenen passieren.
@hope40: Um meine positive Haltung zu begründen:

1. Ich selbst habe (entgegen der negativen Einschätzung damaliger Freunde und Angehöriger) durch Eigen-Initiative und ein paar Schreiben an die Staatsanwaltschaft meine Zwangseinweisung wie -behandlung verhindert, das war im Jahre 1997. Eine "des bringt ja eh nex"-Haltung, wie mir damals von einigen Seiten suggeriert wurde, hätte mich geradewegs in die Klapse und Zwangsbehandlung geführt.

2. In einer der berühmten "Jobcenter-Maßnahmen" erklärte eine Russin, dass wir in Kürze dieselben (korrupten) Verhältnisse wie in Russland haben werden. Als ich dieses verneinte, reagierte sie ähnlich wie Du: "Träum weiter!". Ausgerechnet sie war nicht in der Lage, mir offen den Rücken zu stärken oder mich zu unterstützen, als ich beginnende Psychiatrie-Empfehlungen von Seiten der Kursleiter abzuwehren versuchte. Ihre negative Einstellung im Sinne von "bringt ja eh alles nix" lähmte und verhinderte sie, den Aufstand zu proben.

3. Seit Monaten betreibe ich hier (und in anderen Foren, bzw. auf anderen Internet-Seiten) Öffentlichkeitsarbeit bis zum Abwinken. Glaub mir: Das hatte Wirkung.

Ich würde mich für Dich freuen, wenn Du diesbezüglich etwas positiver in die Zukunft sehen kannst. Die Psychiatrie war zu allen Zeiten, dies bereits vor 100 Jahren, Mittel und Zweck, politisch, sozial und soziologisch "Andersdenkende" zum Verstummen zu bringen. Das ist nichts Neues.

Eine "Bringt ja eh alles nix"-Einstellung führt uns geradewegs zurück in Diktatur- und anderweitig schlimme Zeiten. Hätte ich diese Einstellung, hätte ich im Internet für dieses Thema nicht einen Finger krumm gemacht. Anstelle dessen schrieb ich über mehrere Monate hinweg wirklich bücherweise das Netz voll. Und nicht nur ich. Ein Erfolg ist in meinen Augen auch oben genannter Spiegel-Artikel, der vor einer Woche das Thema der Nicht-Internet-Öffentlichkeit zugänglich machte.
Ferdinand456 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2013, 19:59   #19
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Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

lieber ferdinand


weder der artikel ausn "spiegel "noch dein engagement sind (jedenfalls von mir )unbemerkt geblieben (deinem engagement gilt mein respekt , wenn ich auch nicht in jeder hinsicht deine (positive )einstellung teile ..aber ich denke es geht auch nicht darum , einer meinung zu sein, sondern vielfältige ansichten /meinungen /erfahrungen ...auszutauschen )

"Eine "Bringt ja eh alles nix"-Einstellung führt uns geradewegs zurück in Diktatur- und anderweitig schlimme Zeiten. Hätte ich diese Einstellung, hätte ich im Internet für dieses Thema nicht einen Finger krumm gemacht. Anstelle dessen schrieb ich über mehrere Monate hinweg wirklich bücherweise das Netz voll. Und nicht nur ich. Ein Erfolg ist in meinen Augen auch oben genannter Spiegel-Artikel, der vor einer Woche das Thema der Nicht-Internet-Öffentlichkeit zugänglich machte. "

ICH habe keine "bringt nix "mentalität ....allerdings und das musst du gestehen werden ja gezielt opfer ausgesucht die wehrlos sind(und /oder hilflos gestellt werden ) ganze gruppen menschen ...und die angehörigen, die sich wehren können /wollen ...werden "aussen vor "gelassen (im speziellen im betreuungsrecht )und ich möchte betonen...es kann JEDEN treffen und schneller , als man denkt .

Betreuung wider Willen MDR Umschau 19.10.2010 - YouTube

Berufsbetreuung ohne Kontrolle Westpol 28.11.2010 - YouTube

3sat - Betreut und betrogen - YouTube

also, man muss nicht alt /krank ..hilflos sein (sehe ich zumindest für die zukunft )um fremdbestimmt zu sein /zu werden ...

wir haben , aus meiner sicht schon lange nicht nur eine "pflegemafia ", wir haben eine "betreuungsmafia "..alles ist miteinander verwoben /verzahnt ...naja, der sinn /zweck dürfte ja klar sein

aber..da schätzte mich falsch ein..ich habe keine "kann man nich ändern "-mentalität ...nöööö
__

liebe grüsse

hope

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Alt 28.01.2013, 04:16   #20
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Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Zitat von hope40 Beitrag anzeigen
[...] wir haben , aus meiner sicht schon lange nicht nur eine "pflegemafia ", wir haben eine "betreuungsmafia "..alles ist miteinander verwoben /verzahnt ...naja, der sinn /zweck dürfte ja klar sein
[...]
Nimm's mir nicht krumm, dass ich jetzt lachen muss. Das ist keine "Mafia". Da sitzt kein Padre und organisiert "du machst jetzt das, und du das, und du knallst den ab". Da geht es auch nicht um Ehre und Familientraditionen.

Und da ist auch nicht "alles" miteinander verwoben und verzahnt. Da sind pro Fall vielleicht drei, vier Leutchen miteinander verzahnt. Meist ziemlich emotional, chaotisch und unorganisiert. Im Normalfall findet man ziemlich schnell heraus, wer das ist. Verdächtig wird's immer dann, wenn irgendein Behördenwicht seine Patsche-Händchen auf deiner Akte hält und sie nicht herausrücken möchte. Dagegen kann man aber etwas tun, sogar ohne Anwalt.

Das sind kleine unorganisierte Gauner, leicht zu durchschauen. Hitler war auch so ein kleiner Gauner. Ein Möchtegern, ein Wichtigtuer und Gernegroß. Hätte man ihn nicht derart hofiert und auf ein Podest gestellt, er hätte keine Macht bekommen.

Das hier ist Mafia:

Festnahme in Spanien : Mexikanische Drogenmafia nimmt Europa ins Visier - Nachrichten Panorama - Weltgeschehen - DIE WELT

Die sind an der Betreuung Einzelner aber recht wenig interessiert. Die haben keine Zeit für solchen Kleinkram. Wer sich ihnen in den Weg stellt, der kommt nicht in Betreuung. Der wird abgeknallt oder auf offener Straße erhängt.

Dagegen ist ein Psychiater wirklich absolut nichts. Den kann man anzeigen, wenn er einem eine Diagnose reinwürgt, die geeignet ist, Freiheit, Gesundheit, öffentliches Ansehen, Job, Ehre, Eigentum und Kredit zu gefährden. Und wenn hier im Forum hundert Mal widersprochen wird "man kann keinen Psychiater deswegen anzeigen, der stellt ja nur eine Diagnose, das muss über den zivilrechtlichen Weg der Arzthaftung laufen", kann ich nur ebenso oft entgegnen: Doch, man kann. Man muss es halt auch mal tun, wenn man in so eine Situation gerät.....
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Alt 29.01.2013, 21:10   #21
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Standard AW: Ab 2013 kann jeder Bürger für psychisch krank erklärt werden

Beeindruckende Fachkonferenz hier. Ich mache mir bei den Nachrichten über Antidoping solche Gedanken.

Meine Frage ist, was mache ich mit jemandem, der in den Initiativkreis kommt und sagt, ich bin psychisch krank, und wir können zusammen arbeiten, wenn ihr tut, was ich sage.

Mittlerweile ist der Begriff Krankheit zu einem Stigma geworden und nicht zu etwas, das einen Menschen beschreibt, der das Glück hat, von seinem Körper Signale zu erhalten.

Vermutlich ist solch ein Gesetzt höchste Zeit, weil man nicht weiß, was uns erwartet, wenn die ganzen Afghanistansoldaten jetzt heimkehren, weil sich schon zeigt, wie die Schüler in den letzten Jahren auf die Situation hier in der Heimat abgehen.
__

Es gibt einfach zuwenig Fachkräftemangel
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Alt 29.01.2013, 21:35   #22
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Zitat von Ferdinand456 Beitrag anzeigen
Nimm's mir nicht krumm, dass ich jetzt lachen muss. Das ist keine "Mafia". Da sitzt kein Padre und organisiert "du machst jetzt das, und du das, und du knallst den ab". Da geht es auch nicht um Ehre und Familientraditionen.

Und da ist auch nicht "alles" miteinander verwoben und verzahnt. Da sind pro Fall vielleicht drei, vier Leutchen miteinander verzahnt. Meist ziemlich emotional, chaotisch und unorganisiert. Im Normalfall findet man ziemlich schnell heraus, wer das ist. Verdächtig wird's immer dann, wenn irgendein Behördenwicht seine Patsche-Händchen auf deiner Akte hält und sie nicht herausrücken möchte. Dagegen kann man aber etwas tun, sogar ohne Anwalt.

Das sind kleine unorganisierte Gauner, leicht zu durchschauen. Hitler war auch so ein kleiner Gauner. Ein Möchtegern, ein Wichtigtuer und Gernegroß. Hätte man ihn nicht derart hofiert und auf ein Podest gestellt, er hätte keine Macht bekommen.

Das hier ist Mafia:

Festnahme in Spanien : Mexikanische Drogenmafia nimmt Europa ins Visier - Nachrichten Panorama - Weltgeschehen - DIE WELT

Die sind an der Betreuung Einzelner aber recht wenig interessiert. Die haben keine Zeit für solchen Kleinkram. Wer sich ihnen in den Weg stellt, der kommt nicht in Betreuung. Der wird abgeknallt oder auf offener Straße erhängt.

Dagegen ist ein Psychiater wirklich absolut nichts. Den kann man anzeigen, wenn er einem eine Diagnose reinwürgt, die geeignet ist, Freiheit, Gesundheit, öffentliches Ansehen, Job, Ehre, Eigentum und Kredit zu gefährden. Und wenn hier im Forum hundert Mal widersprochen wird "man kann keinen Psychiater deswegen anzeigen, der stellt ja nur eine Diagnose, das muss über den zivilrechtlichen Weg der Arzthaftung laufen", kann ich nur ebenso oft entgegnen: Doch, man kann. Man muss es halt auch mal tun, wenn man in so eine Situation gerät.....

ich nehme dir dein "in dich reinlachen "nich krumm , achwas...ok. vielleicht is meine begriffwahl nich die korrekteste , gebe ich zu , aber, das , was in MEINEM kopf sich mit dem wort "mafia "verbindet ...

nun ja..."pflegeMAFIA "hin oder her , von der begrifflichkeit , fakt ist aber eines :

für jemanden, der mit schwerkranken /sterbenden zu tun hat , ist das, was es an "auswüchsen "/auswirkungen der /mit /durch die strukturen in der pflege /betreuung ..gibt , einfach unsäglich ...eigentlich gibts dafür keine worte .

und klar kann man was gegen ärzte /pfleger /betreuer tun...wenn man nen langen atem hat (oft erledigt sich das problem aber von selbst ..naja, ein leben hat auch ein ende , mal früher, mal später )nen einigermassen wissenden backround ..

und nein , ICH bin nicht unmittelbar betroffen ..nur mittelbar .

nun ja...ich begrüsse deine positive grundhaltung ...allerdings fällt es mir sehr schwer, die zu teilen , aber, ich lerne noch
__

liebe grüsse

hope

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