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Alt 27.11.2005, 15:53  
Hawk
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Hawk
Standard Abschiebung in die Grundsicherung und keine Hilfe an den Urs

Hi,
..überlege schon die letzten Tage, wie ich es am Besten formuliere, um meinen Fall hier einigermasen kurz und bündig zu präsentieren......

Ich denke mal, dass sich die Stammmitglieder hier, sich noch an meine Problematik mit Zwängen und psychischen Problemen erinnert...

Also, es sieht jetzt wie folgt aus:

Ich wurde ja vom Amtsarzt des Arbeitsamtes untersucht, und von dem dann auch noch zu einer Psychologin geschickt, um eben zu beurteilen ob ich arbeitsfähig bin......

Zu dieser Psychologin habe ich es leider nicht geschafft den Termin einzuhalten. Aber der Abschlussbericht ging dann auf einmal auch ohne diese psychologische Begutachtung. Vom Ergebniss hätte es auch nicht viel geändert, da ich bei der Psychologin ja auch dann gesagt hätte, dass ich aus dieser Wohnung wo iuch momentan so beengt wohne, dass ich daraus überhaupt nichts schaffe und auch nicht 3 Stunden am Tag arbeiten kann.

Genau dieses schriebe jetzt der Amtsarzt in seinem Gutachten, dass ich voraussichtlich die nächsten 6 Monate nicht arbeitsfähig bin usw.... und als Empfehlung dann eine Reha Maßnahme.

Mir wurde dann mitgeteilt, dass ich jetzt die Grundsicherung beantragen müßte (Mußte ich allerdings schon einmal Anfang des Jahres 2004, was jedoch dann irgendwann kippt, da der Rentenversicherungsträger mich für nicht sooo krank hält.....). Ich sehe es ähnlich und möchte auch ehrlich gesagt gar nicht in die Grundsicherung.

Ich leide sehr unter meiner momentanen kleinen 20 qm Wohnung, und es liegt dem Arbeitsamt auch ein Amtsärztliches Gutachten vom November 2004 vor, wo ein Umzug als erforderlich bescheinigt wird.

Mein Plan wäre gewesen, und ist es eigentlich immer noch. Erst einmal aus dieser Wohnung raus, dann stationäre Therapie, und sich dann anch und nach wieder in ein normales Leben einfinden.

Solange wie ich so beschissen un in meinen Augen "nicht normal" wohne, macht eine Therapie für mich keinen Sinn. Da ich für mich selber erkannt habe, dass ich erst meine Lebensbedingungen ändern muss, um für eine solche Therapie bereit zu sein. Und solange wie ich in keiner Wohnung lebe, die ich als "normale Wohnung" annehmen kann, bringt mir eine stationäre Verhaltenstherapie nicht viel, da ich danach dann wieder in meine schlimme Wohnung zurück muss.


Leider läuft ja auch alles getrennt beim Arbeitsamt. Die Aufforderung zum Antrag auf Grundsicherung stellen, bekam ich von einer ganz anderen SB als die die jetzt zuletzt abgelehnt hat, eine Kaution für mich zu zahlen.

Ich hatte eine schöne 50 qm Wohnung gefunden und diese dann eingereicht und sie wurde sogar als "angemessen" anerkannt. Dann stellte ich Antrag wegen Kaution, und der wurde natürlich abgelehnt mit dem Hinweis dass es ja genügend Wohnungen gäbe für die man keine Kaution bräuchte. Und weiterhin schrieb sie, dass sie meinem Umzug zustimmt aufgrund des Gutachten vom November 2004. DOch da ich seit November 2004 erst jetzt eine WOhnung eingereicht habe, schreibt sie dass es ja dann gar nicht so dringend sein kann und somit auch nicht unabdingbar usw... und lehnt die Kautionszahlung ab und schreibt weiter dass ein Umzug kostengünstig zu gestalten ist etc........

Hier aus dem Forum weiß ich jedoch, dass wenn ein Umzug als erforderlich anerkannt ist, dass das Amt dann die vollen Umzugskosten tragen muss incl. Kaution und Doppelmiete. Ich habe nächste Woche ein Termin bei der SB und habe dort vor ein Widerspruch zur Niederschrift aufzugeben (die SB ist dooch verpflichtet dazu den Widerspruch zu schreiben, wenn ich es zur Niederschrift diktiere, oder kann sie da auch Probleme machen?) Weiterhin möchte ich sie dann fragen, an welches Gericht ich mich wenden muss wegen Einstweiliger Anordnung, ob Sozialgericht oder Verwaltungsgericht? (Früher noch vor Harz 4, war immer das Verwaltungsgericht bei mir zuständig).

Dann hatte ich noch mit der Amtsärztin vom Arbeitsamt wegen dem Gutachten und den Folgen gesprochen. Muss dazu sagen dass die Ärztin schon in Ordnung ist und eben nur ihren Job als Ärztin macht, und Fakt ist ja auch, dass ich aus dieser Wohnung heraus nicht arbeitsfähig bin. Sie sagte mir, dass ich gegen ihr Gutachten keinen Widerspruch einlegen könnte. Ich könnte allerdings Widerspruch einlegen gegen die Folge die sich aus dem Gutachten ergeben......

Recht kompliziert alles :( , ich bin also dann nochmal zu der SB hingelaufen, die mir das mit der Grundsicherung mitteilte und bat sie darum mir diese Aufforderung als "Bescheid" zuzuschicken, da ich dagegen Widerspruch einlegen möchte. Sie sagte zu mir dass sie es abklären wollen und ich in 1 Woche sie deswegen nochmal anrufen soll.


Ich möchte dazu ein Widerspruch schreiben mit dem Inhalt in etwa, dass ich erst durch diese Wohnung krank wurde und Platzangst + Zwänge erst in dieser Wohnung entstanden und ich umziehen müßte und dann auch arbeitsfähig wäre, wenn die Lebensumstände wieder passen. Ich bin ja wenn ich woanderes zu Besuch bin, oder mich bei meinen Eltern aufhalte, dann kann ich alles anfassen, mir gehts gut und ich habe keine Probleme.
Würde ich jetzt Grundsicherungsrente erhalten und sich meine Wohnsituation nicht ändern, so würde es doch nur immer schlimmer werden mit meiner Gesundheit......


Was meint ihr zu meinen einzelnen Fragen?


Gruß

Hawk
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