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Alt 25.09.2011, 22:23  
ShankyTMW
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Standard AW: Umstieg auf Linux-howto

Ist ja schon was nettes zusammen gekommen bisher. ISt auch nicht so ganz einfach sich konkret allgemein bei Linux zu halten ohne auf bestimmte Distrubutionen einzugehen. Aber mal schauen was ich noch beisteuern kann.

Erstmal das allgemeine BlaBla zu ein paar Dingen:

Zitat von Akregator Beitrag anzeigen
...Wenn man allerdings nicht lese- und lernbereit ist, sollte man bei Windows bleiben.
LOL - in dem Fall hilft Dir auch kein Windows, eher Computer wegnehmen oder gegen eine simple Spielekonsole tauschen. Ganz ohne lernen und lesen gehts bei keinem Rechner/Betriebssystem. Den Irrglaubn unterliegen halt zuviele - also machen wir das bitte nicht nur auf Win oder Linux oder Mac fest.

Zitat von lommler Beitrag anzeigen
...Verbesserungswürdig finde ich u.A. auch die Hochnäsigkeit des Größten Teils der Linuxgemeinde. Ein Hilferuf in entsprechenden Foren sorgen oftmals für Hohn und Spott und die ständige Verweisung auf die MAN-Pages (sofern diese überhaupt in der jeweiligen Distribution vorhanden sind).
Hast teilweise ja recht damit. Auch ein Problem, aber findet sich leider überall in den Foren. Lieblingssatz ist jedenfalls der Verweis auf Google oder SuFu ohne sonstige Infos (das findet sich bedauerlicherweise auch hier im ELO recht häufig). Andererseits kommt es auch ein wenig auf den ton an der die Musik macht oder wo man Hilfe sucht. Parallel würd ich immer noh zum gutem altem Usenet raten, vor allem in Internationalen Bereichen in englisch :-)

Zitat von Ein Hartzianer Beitrag anzeigen
...1. Festlegen der Partitionen:
Soll Windoof ganz runter, könnt ihr Linux 3 Patitionen zuweisen.
Die erste bekommt den Einhängepunkt /
Die zweite wird als Auslagerspeicher (swap) genommen
Die dritte nunmehr wird als /home eingehängt.
Soll es ein Dual-Boot werden, muß die Partition für C:
entsprechend verkleinert werden.
Befinden für Win noch mehr Abteilungen auf der Platte,
verkleinert oder löscht die, die am Ende der Platte sitzt/sitzen...
Ich ergänze das gern ncoh um einen Hardwarekniff. Wer zwei Platten im System hat sollte SWAP und Temporärdaten nebst Daten auf verschiedenen Partitionen auf der Zweitplatte unterbringen. Diese Aufteilung beschleunigt noch einmal den Plattenzugriff da nun System und Datenauslagerung gleichzeitig abläuft statt den Schreib-/Lesekopf über dieselbe Platte hechten zu lassen.

So nun zu dem was ich weiter ausführen mag für den Moment:

Die Software und was man so alles jenseits von Linux noch verwenden kann

Vorab, ich versuche nur eine Übersicht zu geben die bei weitem nicht Vollständig sein wird. Ich werd auch ein wenig mit Links geizen um nciht nch länger daran zu schreiben, aber alles ist per Suchmaschinenen aufzufinden. Ich hoffe das es für Umsteiger dennoch ein klein wenig Hilfreich ist.

Jetzt haben wir in den Threads so viel über die Installation lamentiert das wir das hoffentlich hin bekommen. Doch noch immer werden viele wie der Ochs vorm Berg dastehen und nicht Wissen was sie nun damit anfangen können, weil sie die Programme noch gar nicht kennen oder nicht wissen was sie anstelle von den bisherigen Win Programmen nutzen können. Systemtools lasse ich dabei erstmal außen vor und konzentriere mich erstmal auf das für den allgemeinen Anwender.

Klar, man hat so ziemlich alles was man braucht - und da wir heir auch Windows-Umsteiger beglücken wollen, ein paar kleine Hints dazu. Vieles findet sich gleich nach der Installation oder läßt sich per Yast, KPacketmanager, Petmanager, Packagesearch oder wie es sonst je nach Disto heißen mag - nach installieren. Dennoch sollte man sich klar machen, das nicht alles in den Managern frei zu finden ist und man auch ein wenig suchen muß. Neues kommt da nicht immer vor, aber auch Sachen die nicht zwingend von der Distro unterstützt wird. Manchmal finden sich Updates auch auf den Herstellerseiten eher als in den Datenbanken der Managern - also Augen auf und ein wenig stöbern :-)

Im übrigen, eine gute Seite die zwar auch nie eine komplettübersicht bietet, aber Alternativen zu bekannter Software auflisten kann ist:

AlternativeTo - Alternatives To The Applications You Want To Replace

Das sollte auch Windows Umsteigern auf der Suche nach der anstelle auf Linux genutzter Software helfen.

Zu Office: MS Office braucht es nicht einmal unter Windows. OpenOffice gibt es auch dort und noch jede Menge auf dieser Java Office Variante basierender andere Soft.
Libre Office ist ein weiteres Office-PAket unter Linux. Und GNome Office das dritte Große. Jedes von Ihnen kann wenigstens den MS Dateistandard bis Office 2000 lesen und schreiben, bei Textverarbeitung kann res auch Hilfreich sein vorher die Texte noch einmal im Richtext (RTF) Format abzuspeichern. Excell sollte kein Problem sein - lediglich Powerpoint wird ein wenig hakelig. Allerdings gibt es auch einen MS Powerpoint-Viewer unter Linux ohne Wine (Windows Emulator) zu bemühen. Programme zum erstellen von Presentationen gibts in den von mir genannten Office Versionen und auch einige ohne Officeanbindung.

Zettelkästen wie das bekannte MS OneNote oder Everquest finden sich zum Bleistift in den Programmen Basket (KDE) oder Notecase. Notecase selbst ist zwar mitlerweile ein ruhendes Projekt, arbeitet dafür Plattformunsabhängig auch mit einer Winversion und auch auf alten Kisten mit Minimaleren Linux Distros und erfreut sich immer noch großer beliebtheit.
Basket wird zukünftig wohl in der geplanten V2.0 dann auch auf Mac und Win laufen - aber bis die fertig ist dauerts noch ein Weilchen.

In Sachen Browser und eMail Programmen stehen einem alle bekannten der Mozilla und Opera Flotten zur Verfügung und noch so einige mehr. Instant Messenger gibt es auch zuhauf - Pidgin als Multimessenger, Brosix oder QNext zwecks Videokonferenzen, Skype und dergleichen - vieles ist Plattformübergreifend auch extra für Linux vorhanden.

PIM (Personal Management) wie Outlock ersetzt schon Thunderbird/Seamonkey mit eingebundenem Lightning Plugin, ein etwas kleinere Prog mit Kalenderfunktion ist Osomo. KOrganizer ist wieder das Standardprogramm unter KDE. Je nach Desktopsystem oder eigenen Interessen kommen noch andere Programme dazu mit Kalender und Adressverwaltung.

Datenbanken und Lernprogramme gibt es in Massen. GoldenDict ist wohl das beste als Dictionary und Wissensdatenbank. Kexi und Datakiosk sind zwei weiter kleine Datenbank Programme.

eBooks, PDF und sonstioges verwaltet und schaut man sich an per Calibre, FBReader, Foxit (bis hierher auch so manchem Win User bekannt) oder mit Okular.

An Grafikprogrammen wird man ebenfalls nicht vorbei kommen. GIMP ist überall bekannt, der wohl härteste OpenSource Konkurrent zu PaintShop Pro und Photoshop. Diverse Paint Programme und Bildbetrachter sind an sich schon im System vorhanden, aber ein guter Ersatz zu IrfanView wäre da Picasa, GwnView, Gview oder das gute alte XnView. MyPaint ist ein guter Ersatz für jeden, der ein Druckempfindliches Grafiktablett oder einen Tablettrechner sein eigen nennt um keine echten Leinwände mit Pinseln bemalen zu müssen.

Da ich grad Tabletrechner anspreche - auch hierfür ist gesorgt. Cellwriter für Handschrift nach Druckbuchstaben umwandlung, Xournal oder Jarnal als MS Journal Ersatz, MyPaint sowie diverse Bildschirm-Tastaturprogramme erleichetern einen hier das Leben. Mausgesten lassen sich hier ebenfalls, egal ob Stift- oder Fingereingabe, nutzen.

Dateimanager gibt es ebenfalls viele. Der Windows Explorer wird auch unter Win durch so einiges Ersetzt. Der Norton Commander ist jedem aus alten DOS Tagen sicher noch bekannt, der Midnight Commander ist auch als Linux Variante verfügbar. Thunar, Dolphin oder emlFM2 sind die nächsten unter Linux meist benutzten Filemanager.

Videovidergabe - da gibt es viel, aber am verbreitetsten und am besten ist immer noch VLC. Kaffeine unter KDE leistet ebenfalls einen guten dienst und steuert auch TV Hardware. mPlayer oder besser noch SMPlayer kommen dem am nächsten, was den Windows Media Player ausmacht - in der klassischen Ansicht.
Amarok und Banshee sind zwei der besten Mediatheken für so ziemlich alles, wer dennoch auf Songbird steht kann auch das nutzen oder von Win aus mitnehmen. XMMS oder QMMS sind die beiden Pendaten die WinAMP am nächsten kommen. Oder man nutzt es etwas minimalistischer in Sachen Songs mit Aqualung.

So, wem hier noch Anwendungen fehlen - da komm ich zu den nächsten Schritt: was gibt es jenseits von Linux Programmen?

Site Specific Browser zum Beispiel. Mozilla hat dafür das Prism Projekt ins leben gerufen um einen Minimalistischen Firefox mit speziellen Links wie eine Desktopanwendung aufrufen zu können. Das ist für so manches sicher nicht unpraktisch, aber die herkömmlichen Lesezeichen/Favoriten tun es auch. Nur das hier der komplette Browser jedesmal gestartet wird. Auch MS hat dazu ein eigenes Projekt, das ausschließlich mit dem IE und nur unter Win arbeitet - Bubbles.

Dann kommen noch die Java-Programme dazu, die völlig Betriebssystemunabhängig lediglich mit der Java-Runtime Umgebung laufen. Hier finden sich auch so ein paar Schätze, mit denen man gut arbeiten kann. Wer eien Fritzbox zuhause hat wird sich über das Opensource-Projekt jFritz freuen, mit denen sich auch die Adressbücher udn die Anrufüberwachung meistern läßt ohne die AVM Treiber udn Software zu benötigen. Jarnal hatte ich oben schon erwähnt, wer seien Linksammlung etwas anders verwalten möchte wird mit jBoom glücklich. Und auch CAD Designer werden sich freuen über Sweet Home 3D um ihre Wohnung dreidimensional zu planen. Man muß nur ein wenig suchen, dann finden sich hier olft Plattformübergreifend auch die Dinge, die einen sonst noch fehlen.

DOSbox und Wine - die Sparte um nicht komplett auf Windows und DOS verzichten zu müssen. Programme die es nun wirklich nicht mehr gibt unter Linux und Java könne hier "vieleicht" genutzt werden. Das ich vieleicht schreibe leigt daran, das eien Emulation nie alles mitmacht als das reine Betriebssystem. Etliches wird, so gut diese beiden Virtual Machines auch arbeiten, so nicht zum laufen zu bringen sein. Die Kompatibilitätslisten auf den jeweiligen Projekt-seiten geben mehr Aufschluß darüber zu den bekannte Programmen oder Tips wie es dennoch gehen könnte.

Nun zu was ganz anderem: Spiele und Linux
Nun, die alten DOS und Windowsgames laufen ggf. auch unter den beiden emulatoren DOSbox und Wine, hier gelten auch die schon erwähnten Probleme und Parallelinstallationen der Betriebssysteme werden sicher nciht ausbleiben wer Wert darauf legt. Aber Linux bringt auch eine Menge eigener Spiele, Clones und Freie Ausführbare Interpreter für die Daten aus den Original DOS/Win Welten. Vilee Spiel auch Plattformübergreifend und das Linux eigene braucht sich vor nichts zu verstecken. An Genres ist für jeden so ziemlich alles enthalten - Logi, Karten und Brettspiele sowieso.

Onlinegames in Form von JAVA (Online und auch lokal auf dem Rechner), JavaScript und Flashgames machen an sich keine Probleme. Lediglich Shockwave läuft nicht, da Adobe dies für Linux nicht unterstützt. Aber damit kann man leben.
Und Silverlight? Ist zum großen Teil auch nicht das große Problem, ein eigenes Pendant für Linux als Moonlight ist zum dazu installieren ebenfalls vorhanden für alle, die sich die MS NetFramework C# Erweiterung für Browser tatsächlch antun wollen. Die Seiten dafür sind zwar rar gesäht, aber man weiß ja nie wen das auch bei den Windowsnutzern interessiert.

Und nun das letzte in Sachen Spiele - die Emulatoren. Es gibt so ziemlich für alles vom Atari, Nintendo bis hin zur Playstation, Dreamcast und den C64 oder Amiga Emulatoren auch für Linux. Und das was nicht dort zu finden ist kann man mittels DOSbox oder Wine meist ebenfalls zum laufen bringen oder findet sogar eine Emulator auf Java Basis. Ich erspar es mir, das alles im einzelnen aufzuzählen - da entdeckt jeder seine eigenen Vorlieben oder braucht es gar nicht. Aber allgemein zur Anwendung dieser Emulatoren bedarf es der ROMs für die Spieleprogramme und den evt. SystemROMs um das zum laufen zu bringen. Einiges ist in den Paketmanagern installierbar, aber auch hier muß man suchen. Eine gute Übersicht für Emulationen (auch für andere Betriebssysteme) findet man auf der Seite:

Zophar's Domain
Emulators - PC Games Video Games Cheats Demos Xbox 360 PS3 Wii Trainers Fixes News | MegaGames
MAME | Multiple Arcade Machine Emulator
ScummVM :: Home
UAE Amiga Emulator

Oder eine speziell dafür ausgelegte Linux Distrubution:
ScottJarvis.com: Puppy Arcade 10
ScottJarvis.com: Puppeee Arcade

Damit beende ich erstmal diese Kleine Software Umstiegs-Verlgeichs Anwendungs Übersicht für Linux-Newbis. Wer noch was spezielleres wissen möchte, scheut Euch nicht zu fragen.
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LG aus Regensburg
Klaus

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