Einzelnen Beitrag anzeigen

Alt 26.08.2011, 23:26  
jockel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Riesa/Sachsen
Beiträge: 6.017
jockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiert
Standard AW: TV-TIP: Mi, 24.08.11 | 21:45 Uhr, ARD-exclusiv: Alt, arm, arbeitslos

Zitat von dr.byrd Beitrag anzeigen
Hab Dank dafür. Wollte nur darauf hinweisen, dass man es sich auch etwas kleinformatiger anschauen kann. Ich habe Dein Video auch auf Facebook verlinkt und hoffe es findet weite Verbreitung.
Es bringt qualitativen Nachteile, wenn Bilder und Videos in ihren Abmessungen verkleinert und in ihren Auflösungen verschlechtert werden. Wem nutzt so ein entstehendes Mäusekino?

Niemandem.

Der einzige Vorteil gegen schlechtere Bildqualität ist der geringere Speicherplatz.

Meine Erfahrung:

Einen annehmbaren Kompromiß erreicht man z.B. in der Umwandlung eines MPEG2-Films im Seitenverhältnis 4:3 und den Abmessungen 768 * 576 Pixel in eine DivX-Plus-Datei im Matroschka-Video-Format mkv.

1. Ich gehe im Windows-Explorer auf den Speicherplatz der eigenen Festplatte, wo ich die mit einer Fernsehkarte aufgenommenen MPEG2-Datei als Rohschnitt abgelegt hatte.

2. Mit einem semiprofessionellen Videoschnittprogramm - bei mir Pinnacle Studio 14 HD Ultimate - lese ich diesen Rohfilmmitschnitt in die Videoschnittsoftware ein und lasse die Szenenerkennung drüberlaufen. In den Optionen sollte man die Framerate von 6000 Frames/s auf 8000 Frames/s heraufsetzen, weil bei 6000 Frames/s man sich weiße Blitzer bei den Szenenwechseln ab und zu mal einhandelt. Das Problem tritt ab der Pinnacle-Version 14 auf. Da ist Pinnacle Studio für diesen Fehler empfindlich bei 6000 Frames/s.

Importiert man dagegen den Rohfilmmitschnitt mit 6000 Frames/s in die Schnittsoftware Nerovision des Nerobrennprogrammpakets treten keine Blitzer auf. Nerovision hat allerdings das Problem, das die Szenenerkennung nicht ordentlich funktioniert.

Wenn man den gleichen Fernsehfilm im Original und in der Wiederholung aufgenommen hat und die Szenenerkennung von Nerovision drüberlaufen läßt, dann sind die Szenenwechsel im Original und der Widerholung garantiert nicht exakt an gleicher Stelle. Bei Pinnacle sitzt die Szenenerkennung dagegen framegenau.

3. Ist das mit der Szenenerkennung passiert, gehe ich von der Szenenansicht in die Dateiansicht zurück und ziehe den szenenerkannten Rohfilmschnitt mit Drag and Drop in die Timelime des Schnittfensters. Hier schneide ich die Filmüberhänge des Rohfilms vor und hinter dem eigentlichen Film ab. Meistens klappt das ganz gut, die Anfangs- und Endstellen des eigentlichen Films mit der Szenenerkennung zu finden. Ansonsten macht mans manuell, indem man sich in kleinen Frameschritten an die Szenenwechsel rantastet und schneidet.

4. Ist der Rohfilm zugeschnitten, setzt man noch zu Filmbeginn und Filmende eine Filmein- bzw. Filmausblendung (Fade-In oder Fade-Out) für Film und Ton drauf. Geht bei Pinnacle spielend leicht. Es kann passieren, daß eine Szene nicht die standardmäßige Mindestlänge eines Fade-In oder Fade-Outs von 2 s hat. Die 2s verschaffen in der Filmwiedergabe ein schönes sanftes Ein- und Ausblenden. Ist es kürzer, wirken die Blenden unschön hart.

Nun dann markiert man mehrere Szenen und mit der rechten Maustaste kommt ein Dialogmenü hoch, um die Szenen/Clips zu einer großen Szene zu kombinieren. Zieht man dann die Ein- oder Ausblendung auf die kombinierte Szene, dann klappt's mit den 2s.

Mit Nerovision kann man eine Kombination mehrerer Szenen zu einer großen Szene meines Wissens nicht machen und mit dem Setzen der Fade-In und -Outs ist auch eine andere Bearbeitungslogik verbunden, weil das Symbol für Ein- und Ausblendungen sich nur auf den Filmspur und nicht auf die Audiospur bezieht. Es gibt aber einen Trick wie man bei Nerovision das Ein- und Ausblenden für Film- und Audiospur synchronisiert. Ist aber umständlich zu beschreiben.

5. Ist die Ein- und Ausblendung auf den geschnittenen Film gesetzt, dann kann man diesen Film in einen MPEG2-Film rendern lassen.

6. Jetzt kommt's Umwandeln in einen DivX-Film im Matroschka-Format mkv:

Man sucht den gerade gerenderten MPEG2-Film im Windows-Explorer, klickt die Datei mit der rechten Maustaste an und sucht im Dialogmenü nach den Eigenschaften. Uns interessiert die Speicherplatzgröße in der Maßeinheit KB.

Mit der Maus markiert man diese Speicherplatzangabe und nimmt den Wert mit Strg-C in die Zwischenspeicher, ruft den Internet-Browser auf und gibt in die Suchmaschine die Formulierung Umwandlung von bytes in mb ein. Man kommt auf eine Internetseite, die alle denkbaren Maßeinheiten umrechnet, eben auch von KB auf MB. Mit Strg+V legt man den Wert aus dem Zwischenspeicher in die Umrechnungsmaske in der Zeile KB ein und entfernt die Dezimalpunkte des Wertes. Dann erteilt man den Befehl zum Umrechnen.

Uns interessiert der umgerechnete MB-Wert. Den Wert gibt man in den Taschenrechner ein und errechnet davon ein Drittel. Dieser Drittelwert im MB ist die Speichergröße wie die Matroschka-Datei von DivX groß sein sollte.

7. Das Symbol des DivX-Plus-Konverters klickt man an, wählt im Dialogmenü des Konverters die Art der Ausgabedatei an und klickt auf das +-Symbol von Datei hinzufügen. Jetzt kann man sich die MPEG2-Datei in den DivX-Konverter importieren. Nach erfolgreichem Import erscheint ein Listeneintrag, wo man die DivX- oder Matroschkaeigenschaften unter Ausgabe verändern kann. Hier setzt man das Häkchen auf Video-Bitrate beschänken in kbps und erhöht den Wert soweit wie ganz unten die geschätzte Dateigröße in MB den errechneten Drittelwert knapp überschritten hat. Jetzt mit OK bestätigen und die Konvertierung (Umwandlung) starten. Die fertige DivX- oder Matroschka-Filmdatei könnte ihr über den DivX-Player oder den VLC-Player probesichten und anschließen online hochladen.

Fertig ist der Zauber einer einigermaßen qualitativen Filmdatei im Internet, die außerdem noch platzsparend ist.

Mich würde jetzt interessieren wie andere Forenmitglieder ihre Filmverarbeitung ausführen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung wäre nicht schlecht, verbunden mit Hinweisen, an welchen Stellen Fehler lauern und wie man ihre Entstehung vermeidet.
jockel ist gerade online