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Alt 16.07.2011, 00:01  
jockel
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Standard AW: 6000 oder 16000 DSL

Zitat von Atze Knorke Beitrag anzeigen
wo biste denn nun angekommen @penelope?

Bei 1 & 1 gekündigt und Vodafone ist auch aus die Maus.

Will auch wechseln, aber diesen Dschungel mit den Angeboten

zu durchforsten ... na wer da nicht selbst bei irre wird ... !

Nur 39,95 Euronen bei der Telebums, als jahrzehntelanger Stammkunde,

ist auch ganz schön happig, aber dünne Leistung mit DSL!

Dieses "BIS ZU" ist schon arglistige Täuschung mit der Flat!

Und von Festnetz zu Handy (da macht man noch das Call by Call Gedöns

mit) und hat man mal die Telebums-Rechnung nicht pünktlich (wegen

Krankheit überwiesen) bezahlt, kommt das Inkasso und brummt einem noch

mehr Kohle drauf.

Weil durch Mahnung der Telebums die "Drittanbieter" nicht mehr mit

aufgeführt werden. Das ist ein KRUX und wahrlich ungerecht. Bin

bedient!

Ohne Revolution ist auch keine Lösung!

Habt ihr einen guten Tipp parat?

Danke!
Ist doch richtig schön, die liberalisierte Privatwirtschaft. Da haste nicht einen, sondern gleich mehrere Geschäftspartner an der Backe. Der Vorgänger läßt Dich nicht aus seinen Knebelvertrag und der neue Anbieter hat Dich aufgenommen. Wollen alle nur Dein Bestes - Dein Geld. Das haste im Internet, im Telefon, im Strom, Gas, bei der Bahn, den Kranken-, Pflege-, Rentenversicherern. Wo Du hinschaust, greifst Du voll ins abzockende, belügende, beklauende, pralle, privatwirtschaftende Leben.

Du hast die angestrebte tolle Freiheit nach dem Mauerfall, überall und für Jeden Deinen Geldbeutel aufmachen zu müssen und ausgeplündert zu werden. Und bist Du nicht willig, armgemacht zu werden, dann brauchen Sie Gewalt.

Und was macht das Merkel gegen diese unternehmerseitig gehätschelte Ausbeutung und Unterdrückung im großen Stil?

Nun, daß ist dem Bürger sein Bier. Sie kümmert sich um die Menschenrechtsverletzungen in der Welt und prangert öffentlich jedes Fitzelchen mit ihren dreckigen Fingern an. Dabei ist die Hartzgesetzgebung eine von Unternehmerverbänden wirtschaftskriminell organisierte Menschenrechtsverletzung. Die zu beseitigen und abzuschaffen, interessiert den wandelnden Hosenanzug nicht die Bohne, weil man so Extraprofite für Unternehmer generieren kann mit Prekärbeschäftigungen, weil man die in der sozialen Not Lebenden mit jedem Billigstjob schikanieren kann.

Aber genau dieser Hosenanzug hat in seinem Schlepptau, in seinem Regierungsflugzeug eine Horde Rüstungswirtschaftsunternehmer mit, die an die Saudies oder die afrikanischen, korrupten Stammeshäuptline Rüstungsgüter liefern. Wenn andere Länder das machen, ist das für unseren Hosenanzug eine Menschenrechtsverletzung, machen das ihre eigenen Leute, ist alles ganz normal.

Tja, zu dem kapitalistischen Wahnsinn kann man nur eins - wie Erich Maria Remarque - sagen: "Im Westen nichts Neues!"

Mich beeindrucken die schönen Firmenreklamen, die aufpolierten Häuserfassaden nicht im Geringsten. Das sind Potemkinsche Dörfer. Ich sehe die sozialen Mißstände hinter diesen Fassaden und hinter der Reklame, hinter dem Konsumrausch vom heute kaufen und irgendwann mal bezahlen.

Es stinkt aus alles Ritzen der Modergeruch dieser Gesellschaftsordnung.

Was heute nachmittag der Barack Obama an Gesellschaftskritik vom Stapel gegen die US-Militärs, gegen die großen US-Konzerne, gegen die Leistungselite gelassen hat - meine Achtung - und das Angesichts der Pleiteerklärung der USA. Er will für alle US-Amerikaner eine durchgängig wirkende gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung, er will den freien Zugang zur Bildung für die Prekärbeschäftigten, er will die Privilegien in der Firmenbesteuerung der großen Konzerne abschaffen und die Reichen mehr besteuern, damit die USA ihre staatlichen Pflichtaufgaben finanzieren können.

Das macht Hoffnung. Ich fürchte aber, daß seine Gegner wieder so einen durchgeknallten Schützen kaufen und ihn abknallen werden, so wie bei den Kennedy-Brüdern, so wie bei Martin Luther King. Und die Auftraggeber werden nie vor Gericht gestellt werden.

Der amerikanische wie der bundesdeutsche oder der europäische Michel sind nicht die Spur gleichzusetzen mit den Montagsdemonstranten von 1989 in der DDR, die die alten Apparatschiks kaltstellten, aber so blöd waren, sich vom privatwirtschaftenden Kapitalwesten einsacken zu lassen statt ihr eigenes Ding eines demokratischen Sozialismus' zu machen.

Mich ärgert es 20 Jahre nach dem Mauerfall immer noch, daß man dem Kohl und seinen Unternehmensheilspredigern so auf dem Leim ging, im Osten wie im Westen.

Mich stinken die Machenschaften einer kapitalistischen Privatwirtschaft so was an. Ich habe nichts dagegen, wenn der Merkeln ihr Bundeskanzleramt und der Bundestag, dem Ackermann seine Allianz und Deutsche Bank, der Familie Quast BMW, dem Unternehmer Reinhold Würth seine Firma und seine private Gemäldesammlung, den Privatmedien und den Erben eines Leo Kirchs ihre Müllsender um die Ohren fliegen, weil dort überall Bomben hochgehen.

Die altrömische Dekadenz und Lebensweise, die diese Leute an den Tag legen, ist unerträglich. Deren Reichtum entsteht durch Armut, soziale Not und Prekärbeschäftigungen bei Millionen Menschen im Volk.

Angesichts dieser Mißstände ist die DSL-Problematik, ob nun 6.000er, 16.000er oder 50.000er Geschwindigkeit oder mit oder ohne Fritz!Box oder mit oder ohne Telefon- und Mobilfunkflaterate ein unbedeutender Fliegenschiß.
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