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Alt 09.04.2007, 12:22  
Debra
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Debra
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Zitat von sun2007 Beitrag anzeigen
Hallo alle,
Wie verhält es sich mit der Vorrangigkeit und Nachrangigkeit gegenüber anderen Fördermöglichkeiten (z. B. zu einer bereits genehmigten Existenzgründung - darf man letztere abwürgen mit Verweis auf 1. Arbeitsmarkt und den Betroffenen Arbeitslosen dann in einen Ein-Euro-Job schicken?).
Grüße
sun2007
Wer sollte denn so was Widersinniges, wie eine bereits genehmigte Existenzgründung zu sabotieren und stattdessen in Ein-Euro-Job-Maßnahme schicken, tun?

Die Ein-Euro-Jobs sollen angeblich nachrangig gegenüber ALLEM sein, was besser geeignet ist, in den 1. Arbeitsmarkt zurückzukommen. Da würde man meinen, dass eine erfolgversprechende Existenzgründung besser geeignet ist als ein Ein-Euro-Job, nicht mehr von HartzIV leben zu müssen. - Die Praxis sieht aber leider aus. Ich habe Leute in einer "Maßnahme" getroffen, die befanden sich z.B. in einer Ausbildung zum Taxifahrer und mussten trotzdem dorthin. Bei dem Träger wird man in Vollzeit beschäftigt, VZ heißt bei Ein-Euro-Job 30 Std. - Es ist nicht möglich, sich von dort zu bewerben, auch wenn die das Gegenteil behaupten und für Vorstellungsgespräche bekommt man auch nicht "den ganzen Tag frei", sondern nur ein paar Std. - D.h. man muss dort um 7:30 Uhr erscheinen (1.5 km Fußweg zur nächsten Haltestelle öffentlicher Nahverkehr), darf dann vielleicht um 11:30 Uhr gehen, wenn das Vorstellungsgespräch um 12:00 Uhr ist, und muss um 13:30 oder 14:00 wieder dort sein. - Ich glaube nicht, dass das im Sinne des Gesetzes ist, aber es wird so gemacht und Eingliederung in den 1. Arbeitsmarkt somit stark behindert, wenn nicht ganz zunichte gemacht. - Aber es kann ja auch nicht im Interesse des Trägers liegen, weniger HartzIV Bezieher zu haben, oder sehe ich das falsch?
Debra ist offline