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Alt 26.10.2010, 00:36  
Claudiabve
Gast
 
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Standard AW: HartzIV-Empfänger müssen wählen: Lebensmittel oder Medikamente

Ansonsten wird hier immer von verschreibungspflichtigen und nichtverschreibungspflichtigen Medikamenten gesprochen. Diese Unterscheidung im Bezug auf die Bezahlpflicht der KK ist falsch.

Es gibt durchaus nichtverschreibungspflichtige Medikamente die von der KK bezahlt werden. Z.B. Riopan oder die bekannten Magenschonertabletten wie Omeprazol. Die werden üblicherweise von der KK bezahlt, werden aber nicht gerne verschrieben, weil sie teuer sind und Löcher ins Budget reissen. Ähnliches gilt für Verbandmaterial und auch für Salben. Wenn ihr also so ein grünes Rezept bekommt, dann kann man zu aller erst mal bie der KK anrufen, die meisten haben eine Medizinerhotline, die sagen einem ob es möglich ist, dass KK das bezahlt. Wenn dem so ist, zurück zum Arzt und auf einem roten Rezept bestehen, ein verantwortungsvoller Arzt wird das dann entsprechend rezeptieren, tut er es nicht, dann hilft eine Beschwerde bei der Ärztekammer.

Es gibt allerdings auch Medikamente die eben nicht verschreibungsfähig sind. Das sind die hier angesprochenen, in harmlosen Beispielen sind das Erkältungsmedikamente, häufig Salben z.B. für Rheuma oder desinfizierende Wundsalben oder Heilsalben. Aber es gibt eben auch Fälle wie den mit der Augenkrankheit, wo es dann wirklich existenzbedrohend ist.