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Alt 16.11.2009, 22:15  
ladydi12
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Standard AW: Kostenfrage bei Unterbringung im Pflegeheim

Hallo zusammen,

da es bei meiner alten Dame inzwischen leider traurige Neuigkeiten gibt, hole ich das Thema hiermit nochmal hoch.
Meine alte dame hat ja, wie ihr wißt, das ganze alphabet an Krankheiten und ich hatte ja auch eine Klage beim Sozialgericht auf Zuerkennung einer Pflegestufe leider verloren, da sich der Richter immer noch auf die Gerichtsgutachterin, die uns ja leider nur 42 minuten/Tag für die Grundpflege zuerkannte und meine Einwendungen auch ignoriert wurden beruft. Da meine Mum allerdings vor der Gerichtsverhandlung, die Ende Oktober stattfand, einige Tage stationär im Krankenhaus war (und ich dem dortigen Sozialdienst und den ärzten mein leid klagte, sie wurde daraufhin fast auf Herz und nieren untersucht, u.a. wegen rapidem Gewichtsverlust) erhielt sie dann von der Krankenkasse "gnädigerweise" Pflegestufe 1 nach dem landespflegegesetz vorübergehend, bis neue begutachtung stattfindet. Diese hat sie bis jetzt noch und sie war auch zwischenzeitlich wieder einige Tage zuhause.

Nun kam aber am 03.11.09 der absolute Oberhammer in Form eines sehr heftigen Schlaganfalles (der Schlaganfall ging in die linke Gehrinhälfte rein, sie kann nicht mehr sprechen, ebenfalls nicht mehr schlucken und auch nicht mehr laufen) und ich mußte sie per Haus- und sogar Notarzt (Hausarzt war erst da und als ich meinen Verdacht auf Schlaganfall äußerte, schrieb er mir auch sehr zügig eine Einweisung, danach rief ich dann den Notarzt über 112) erneut allerdings in ein anderes Krankenhaus geben, in dem sie bis jetzt noch liegt. erneute vorläufige Anerkennung auf Pflegestufe ist auch wieder durch die Krankenkasse gewährt worden, diesmal sogar für einen Heimpflegeplatz, denn so wie es nach meinung der Ärzte aussieht, wird sie auf lange Sicht gesehen in ein Pflegeheim müssen, da ich alleine die pflege nicht mehr stemmen kann und sie rund um die Uhr jemanden braucht, der für sie da ist, ich kann sie also nicht mehr groß alleine lassen.

Nun habe ich noch einige weitere Fragen dazu.
Sie bezieht ca 970€ Rente, ist per Erbengemeinschaft an einem Grundstück mitbeteiligt, auf dem allerdings ca mindestens 50000€ Anwaltskosten und Steuern drauf sind bzw. bei Verkauf anfallen werden. Ich selber habe den Hartz4- Satz von ca 670€ monatlich, sowie ebenfalls Verbindlichkeiten von ca 20000€ und eine Kontenpfändung einschließlich eines Offenbarungseides laufen. Bei meiner Verwandschaft sieht es in etwa ähnlich aus (eigenes Haus, bis unter den Dachgiebel verschuldet).
Meine Fragen dazu: Muß das Grundstück angegeben werden, wenn für sie die Kostenübernahme beim Grundsicherungsamt (Pflegewohngeld etc.pp.) beantragt werden muß (wie ihr euch sicher denken könnt, habe ich vor diesem Schritt regelrechte Angst, da auch ich in der Erbengemeinschaft mitdrinhänge und ich nicht weiß ob und wie sich das Hartz4- Amt und das Grundsicherungsamt miteinander austauschen).
Wie sieht das weiterhin mit dem Einnahmen und Ausgaben meiner Verwandschaft aus? Muß mein Schwager dazu (obwohl er nicht in direkter Linie mit ihr verwandt ist) Angaben zu seinem Einkommen machen?

Lieben dank vorab sagt

ladydi12
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Erkenntnisse meiner Mum aus den 1980er Jahren Teil 1:
„Es muß bei den Politikern endlich der Groschen fallen, wenn ihr Leben lang vorbildlich gewesene Menschen und Staatsbürger auf die Straße gehen, um kundzutun, daß grundlegende oder lebenswichtige Dinge nicht in Ordnung sind und gegen den gesunden Menschenverstand stehen. "
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