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Alt 23.01.2013, 16:33   #226
Neudenkender
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Neudenkender Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: gibt es denn Arbeit für 60+ oder 60- ?????

@jockel:

Zitat von Neudenkender Beitrag anzeigen
Zurück aber zur Kernfrage an dich:

Wie definierst du "Unternehmer"?

Bitte, du bist am Zug.
Bitte?
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Alt 23.01.2013, 19:15   #227
jockel
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jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel
Standard

Zitat von Neudenkender Beitrag anzeigen
@jockel:



Bitte?
Nun ganz im christlichem-schwarzen und im neoliberalem-blau-gelben Sinne der entsprechenden Unternehmerklientellobbyistenparteien.

Wilfried Schmickler bezeichnet diese Klasse der Bourgeoisie grob definiert als selbsternannte Leistungselite, die sich von den Minderleistern abheben und schützen müssen:

Wilfried Schmickler die Minderleister

Unternehmer befinden sich im großen Haifischbecken der Gesellschaft und jagen die Friedfische. Unternehmer unterscheiden sich als Raubfische nur nach ihrer Größe, dem Grad ihrer aggresiven Freßsucht und der Größe und Verdauungsfähigkeit ihrer Mägen. Die kleinen Hechte, Forellen und Co müssen sich allerdings vor den Größeren ihrer eigenen Art genauso in Acht nehmen wie die Friedfische, um mal im Bild zu bleiben.

Machens wir nach der üblichen BWL-Definition nach dem HGB, GmbH- oder Aktiengesetz, kommt das raus:

Wikipedia: Unternehmer

Ein Unternehmer (Kapitalist) ist nicht Freund des Volkes, sondern genau das Gegenteil. Da zählt nur der Eigennutz und nicht das Allgemeinwohl.

Einen Unternehmer kann man aber auch im Sinne der Marxschen Arbeits- und Mehrwertstheorie definieren. Er ist nicht in der Lage und nicht Willens den gesellschaftspolitischen Grundwiderspruch zwischen Kapital und Arbeit zu überwinden, eben die durch Privatwirtschaft entstehende Ausbeutung und Unterdrückung arbeitender Menschen zu überwinden. Der privatwirtschaftend Unternehmer zwingt gesellschaftspolitisch Menschen zu ihrem Überleben ihre Arbeitskraft zu aufgezwungenen Handelspreisen zu verkaufen. Die menschliche Arbeitskraft wird zur Ware.

Arbeitende Menschen sind in privatwirtschaftlichen Verhältnissen "doppelt freie Lohnarbeiter" - frei an gesellschaftspolitischen Produktiveigentum und hat nichts anderes als seine Arbeitskraft. Er schafft den Mehrwert durch eigene Arbeitsleistung, den sich der Unternehmer aneignet und zum eigenen Vorteil verwertet. Der arbeitende Mensch wird bestensfalls nur bis zur Höhe der einfachen Reproduktion vergütet und hat kein Entscheidungs- und Verfügungsrecht auf den erzielten Gewinn, der durch seine Arbeitsleistung entstanden ist.

Zitat von Alter Sack Beitrag anzeigen
DDR, BRD, WESTEN oder OSTEN, NORDEN oder SÜDEN, HIER oder DORT, alles schwachsinnig!

Mit Geld kann man immer und "überall" auf dieser Welt sehr gut leben. So war es FRÜHER schon und so ist es HEUTE auch.


GELD heißt das Zauberwort...
Na dann empfehle ich Dir einen längeren Aufenthalt im brasilianischen Urwald, wo Du ganz allein bist mit Deinem Haufen Geld.

Der Wert des Geldes taugt nur solange was, wie es als
  • Speicher- und Äquiventialegenstand für Wert
  • mobiles, tragbares Zahlungsmittel
  • umrechenbarer Wertmaßstab und Recheneinheit
anerkannt wird. Fällt eine dieser Geldfunktionen weg, hat sich die Gebrauchsfähigkeit von Geld erledigt. Dann kommst Du mit Naturalienhandel oder mit dem Anbieten eigener Arbeitskraft weiter.


Geld ist nicht das Nonplusultra.


Geld funktioniert nur bei Privatwirtschaft, sozialer Ungleichheit und geringer Arbeitsproduktivität, aber einem hohen Maß an menschlichen Verbrauchsbedürfnissen.

Zitat von Neudenkender Beitrag anzeigen
@xyz345:

Hab's, glaube ich, schon einmal gesagt, warum: Es geht nicht um ihn. Es geht darum, diese Propaganda offen zu legen. Die ist gefährlich hinsichtlich ihrer möglichen Konsequenzen.

Schau' zurück in die 30er. Von denen à la Joker - und von ihren methodisch gleichen Gesinnungsgenossen von ganz rechts - wird jetzt der Boden bereitet, um im Falle eines - ziemlich wahrscheinlichen - Crashes "ihre" Massen einzusammeln.

Das ist politischer Kampf, dem fühlen sie sich verpflichtet, so wurden sie erzogen, es sind Marxisten/Leninisten, das ist einfach ihre Welt, daher auch die ganzen Zitate ihrer Vordenker und Vorgänger (er zitiert Lenin, von 1916!).

Unterschätze die nicht. Die sind extrem entschlossen und warten nur darauf. Die können sich - im Unterschied zu ihren methodischen Gesinnungsgenossen von ganz rechts - frei äußern (sollen sie!) und damit die "mentalen" Grundlagen legen. ER ist wenigstens kein echter Wolf im Schafspelz, nur ein bisschen Schafspelz, pro forma. ER ist ziemlich leicht zu verstehen und zu interpretieren. Es geht aber gar nicht um ihn - es geht um die politische Denke, um die Ideologie, die er vertritt und artikuliert (das ist in meinen Augen sein gutes Recht).

Soweit ist der Crash nicht weg. Sein Traum wird es sein, ihn noch zu erleben. Dafür schreibt er, um am Ende mit dem Gedanken "unser Sozialismus hat doch gesiegt" (= DDR 2.0) zufrieden sterben zu können. Es sind Wendeverlierer, die ihre "Niederlage" nicht verkraften können, und eher aus Rachegelüsten denn aus wahrer "Menschlichkeit" ein System à la "DDR" wiedersehen wollen.

ER weiß, dass es so ist. Glaube mir, der Schoß ist fruchtbar noch ... Ich kenne genug Leute (ex-Ostler), eben gerade chronologisch bedingt aus der "+50/+60-"Klasse", die - höchstleider! - nicht in unser auch kritikwürdiges System mitgenommen wurden - und dafür "Rache" wollen. Ich habe mit genug von ihnen gesprochen. Ich kann ihre Wut verstehen, aber wir sollten und müssen uns der möglichen Konsequenzen stets bewusst sein. Der jetzige Staat (ja, damit auch wir irgendwo!) hat leider auch darin versagt.

Das wird ein ganz heißer Tanz - und wir sollten uns schon jetzt vielleicht im Sinne der Sache die eine oder andere Tanzstunde zur Übung gönnen. Denn die Entschlossenen und die Radikalisierten sind immer im Vorteil, die träge Masse ist genau das - träge. Darin liegt eine große Gefahr - weniger bzw. sogar überhaupt nicht für mich, aber für die jüngeren.

Geschichte wiederholt sich zum Teil, leider. Darauf sollte man zumindest deutlich hinweisen - wenn man die Zeit hat.

Kann jede/r anders sehen. Freier Kampf/Streit der Meinungen und Positionen - noch ...
Neudenkender,

Du hast es immer noch nicht begriffen, daß ich eine Stalinisten-DDR der 50er Jahre nicht zurückwünsche, sondern die Nachwende-DDR der basisdemokratischen Bürgerbewegungen. Der Kohl mit seinen Horden, hat diese Entwicklungsmöglichkeit einer reformierten sozialistischen DDR erstickt und den deutschen Osten kolonialisiert. Da ist ein himmelweiter Unterschied.

Wie diese Nachwendechance einer reformierten, basisdemokratischen, sozialistischen DDR ausgesehen hätte, beschreibt der Kabarettist Uwe Steimle in einem Interview treffend:

TomBoSphere: Uwe Steimle - Es geht um die Sache (Interview)

Geändert von Curt The Cat (29.10.2017 um 17:18 Uhr)
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Alt 24.01.2013, 21:16   #228
Alter Sack
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Alter Sack Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: gibt es denn Arbeit für 60+ oder 60- ?????

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Na dann empfehle ich Dir einen längeren Aufenthalt im brasilianischen Urwald, wo Du ganz allein bist mit Deinem Haufen Geld.
Ich denke, Du hast da wohl was falsch verstanden!
Ich habe nicht davon geredet das ich mich verlaufen habe und kein Handy dabei habe.

Aber selbst wenn ich im brasilianischen Urwald leben wollte, das wäre doch auch kein Problem. Ich kaufe mir den Urwald und lasse mir dort eine Luxus-Villa oder ein Schloß mit allem Zubehör bauen. Plus Personal, eigenes Krankenhaus, eigener Flugplatz usw usw.

Selbst in der Wüste kann man sich sein Paradies errichten...
__

Erst wenn man selber von einer Sache betroffen ist, merkt man, wie der Staat versagt hat.
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Alt 25.01.2013, 01:06   #229
jockel
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Standard AW: gibt es denn Arbeit für 60+ oder 60- ?????

Zitat von Alter Sack Beitrag anzeigen
Ich denke, Du hast da wohl was falsch verstanden!
Ich habe nicht davon geredet das ich mich verlaufen habe und kein Handy dabei habe.

Aber selbst wenn ich im brasilianischen Urwald leben wollte, das wäre doch auch kein Problem. Ich kaufe mir den Urwald und lasse mir dort eine Luxus-Villa oder ein Schloß mit allem Zubehör bauen. Plus Personal, eigenes Krankenhaus, eigener Flugplatz usw usw.

Selbst in der Wüste kann man sich sein Paradies errichten...
Du bist garantiert nicht zu Geld gekommen. Ich lasse Dir Deinen Traum.

Das ist wie mit dem Wörtchen Wenn.

Wenn das kleine Wörtchen wenn nicht wär, dann .... wäre ich Millionär.
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Alt 25.01.2013, 01:12   #230
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Standard AW: gibt es denn Arbeit für 60+ oder 60- ?????

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Einen Unternehmer kann man aber auch im Sinne der Marxschen Arbeits- und Mehrwertstheorie definieren.
Danke erst einmal für die Antwort und die Links. Ich brauche es aber stets ein bisschen lebensnäher, die reine Theorie oder Lehre befindet sich für mich nicht selten in einem Elfenbeinturm.

Ich möchte dich daher einmal bitten, bezüglich der von mir genannten konkreten "Unternehmer" im Folgenden anzukreuzen, welche davon du meinst - wobei ich davon ausgehe, dass alle genannten für dich "Unternehmer" sind, weshalb ich die Option auch anführe. Ich möchte nur erst einmal sicher gehen, dass ich dich bzw. deine Auffassung richtig verstanden habe. Dann geht es u.U. weiter.

Unternehmer sind aus dem "Erlebnis"-Beispiel:

[ ] alle Genannten

oder:

[ ] der Zeitungsladeninhaber (Familienbetrieb)
[ ] der Bäcker
[ ] die Apothekerin
[ ] die Sportketteninhaber
[ ] die Kaufhausinhaber
[ ] der Spezialgeschäftinhaber
[ ] die Friseurmeisterin

Danke.
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Alt 25.01.2013, 01:32   #231
Neudenkender
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Standard AW: gibt es denn Arbeit für 60+ oder 60- ?????

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Neudenkender,

Du hast es immer noch nicht begriffen, daß ich eine Stalinisten-DDR der 50er Jahre nicht zurückwünsche, sondern die Nachwende-DDR der basisdemokratischen Bürgerbewegungen. Der Kohl mit seinen Horden, hat diese Entwicklungsmöglichkeit einer reformierten sozialistischen DDR erstickt und den deutschen Osten kolonialisiert. Da ist ein himmelweiter Unterschied.
Also den Kohl bzw. "seine Partei im Osten" hat das Wahlvolk (Basisdemokratie?) dort gewählt - sie hatten auch die Wahl zu etwas anderem. Haben sie aber nicht getan, sondern den Beitritt gewählt. Geschichte.

Mich interessiert eher das mit, wie du es früher genannt hast, dem "basisdemokratischen Sozialismus", jetzt "basisdemokratischen Bürgenbewegungen" und "Entwicklungsmöglichkeit einer reformierten sozialistischen DDR":

Gibt es aktuell einen Staat bzw. eine staatsähnliches Gemeinwesen, wo Zustände "herrschen", wie DU sie gerne sehen würdest?

Keine Utopien, keine "Hätte, wäre, könnte gewesen sein"-Gebilde, sondern konkrete, real existierende Zustände nach deinem Gusto, bitte. Danke.
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Alt 25.01.2013, 16:35   #232
Alter Sack
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Du bist garantiert nicht zu Geld gekommen. Ich lasse Dir Deinen Traum.

Das ist wie mit dem Wörtchen Wenn.

Wenn das kleine Wörtchen wenn nicht wär, dann .... wäre ich Millionär.


An "DEINEN" Worten merkt man, dass "DU" "NICHTS" verstehst!!!

Anstatt das Wort ICH kann man auch Brause-Pauli, Himbeer-Toni, Willy Mustermann oder wen auch immer nehmen.

Hallo, es geht hier gar nicht um mich...
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Erst wenn man selber von einer Sache betroffen ist, merkt man, wie der Staat versagt hat.
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