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Alt 22.01.2017, 17:56   #26
Curt The Cat
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Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat
Standard AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Moinsen Asor und willkommen hier ...!

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet. Eine vollständige Frage ist immer nett - und soviel Zeit muß sein ... ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
Zitat:
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Aussteuerung KK mit RA ALG I, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


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Beste Grüße aus der Stadt mit x
von
Curt The Cat


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Alt 04.02.2017, 04:35   #27
Asor
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Asor
Standard AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo da bin ich wieder ,

vor ein paar Tagen habe ich Post von der AfA erhalten. Mir wurde mitgeteilt, dass mein Antrag aus folgenden Gründen noch nicht entschieden werden konnte:

…. da das Ergebnis Ihrer ärztlichen Untersuchung noch nicht vorliegt.

… die Bescheinigung über den Bezug der Lohnersatzleistung Krankengeld noch nicht vorliegt.

Darauf habe ich der AfA geantwortet:
1. Ich habe bis jetzt weder einen Termin noch andere Informationen über eine bevorstehende ärztliche Untersuchung erhalten.

2. Die Bescheinigung der Krankenkasse nachweislich am 19.01.2017 per Einschreiben zugestellt worden ist. Eine Kopie der Bescheinigung sowie den Einlieferungsbeleg der Deutschen Post habe ich beigefügt. Außerdem habe ich aufgefordert mir den Erhalt der Bescheinigung nun zu bestätigen. Eine Bestätigung habe ich bis heute nicht erhalten. Jetzt hoffe ich nur, dass die kein Theater machen, weil meine KK nicht das Originalformular der AfA sondern ein eigenes (gleicher Inhalt, gleicher Aufbau) mit dem Logo der KK links und dem der AfA rechts verwendet haben.

Gestern hatte ich einen Termin beim Facharzt, der mir mitteilte, dass er von der AfA angeschrieben wurde (Schweigepflichtentbindung für diesen Arzt hatte ich befristet auf 3 Monate unterschrieben). Die Anfrage läge noch unbeantwortet in seinem noch zu erledigenden Stapel … Außerdem meint er, es wäre unabdingbar, dass ich jetzt doch mal in eine Rehaklink gehe. Andernfalls würde ich mit keiner Erhöhung von GdB 40 auf 50 rechnen können. Ich höre immer wieder, dass die gängige Praxis der Reha-Kliniken ist, arbeitslose Patienten prinzipiell arbeitsfähig zu entlassen. Welche Auswirkung hat das dann auf meinen Nahtlosigkeitsantrag ?

Heute kam von der AfA diese persönliche Einladung zur ärztlichen Untersuchung (§ 309 SGB III).

scan0016.pdf

Darin steht u.a. ich soll meine Medikamente mitbringen. Ich hoffe nur, die wollen kein Medikamentenscreening per Bluttest machen, so wie Doppeloma es an anderer Stelle über eine Untersuchung bei Ihrem Männe berichtet hat. Ich habe in den vielen Beiträgen (alle konnte ich nicht lesen) unterschiedliche Aussagen darüber gefunden, ob ich eine Blutentnahme (ohne Nachteile für mich) verweigern kann. Es liegt mir ein Laborbericht (großes Blutbild) vom 19.12.16 vor. Das kann die Ärztin vom ÄD gerne einsehen, wenn Sie meint, dass Sie es für Ihr Gutachten braucht.

Ich finde es auch ganz schön happig, dass ich meine Ärzte aufsuchen soll und die leihweise Überlassung meiner Krankheitsunterlagen für den ÄD verlangen soll. Mein Hausarzt hat erst vor kurzem darüber gejammert, dass er min. 80 Seiten (Arztberichte und Befunde) für das Versorgungsamt an einem WE zusammengestellt und verschickt hat. Ich glaube nicht, dass er begeistert sein wird, denselben Aufwand schon wieder für die AfA betreiben zu müssen. Die Dokumente sind ja elektronisch archiviert und werden nur bei Bedarf ausgedruckt. Ein paar Arzt-Berichte habe ich in meinen Unterlagen. Keine Ahnung ob die die ich habe, genau die sind, die mir in diesem Fall weiterhelfen (möglichst bis zu einer möglichen Rente ALG I zu beziehen ohne ständig bei der Vermittlerin etc. antanzen oder irgendwelche schwachsinnige Maßnahmen mitmachen zu müssen.

Außerdem habe ich jetzt doch ganz schön Bammel vor dem bevorstehenden Termin beim ÄD. Wie geht es mit meinem Nahtlosigkeitsantrag weiter, wenn der ÄD zu dem Schluss kommt, ich wäre mind. 15 Stunden arbeitsfähig? Könnte ich dann trotzdem EM beantragen ? Und wie verhalte ich mich dem ÄD gegenüber bezüglich meiner fortlaufenden AU Bescheinigung ?

Kann schon jetzt nicht mehr schlafen …
, wenn es diesmal etwas lang geworden ist.
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Alt 04.02.2017, 16:51   #28
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Ausrufezeichen AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Asor,

Zitat:
vor ein paar Tagen habe ich Post von der AfA erhalten. Mir wurde mitgeteilt, dass mein Antrag aus folgenden Gründen noch nicht entschieden werden konnte:

…. da das Ergebnis Ihrer ärztlichen Untersuchung noch nicht vorliegt.

… die Bescheinigung über den Bezug der Lohnersatzleistung Krankengeld noch nicht vorliegt.
Das Ergebnis der ÄD-Untersuchung ist zunächst mal irrelevant für deinen Anspruch auf ALGI nach der Aussteuerung, es ist nicht dein Problem wenn die damit nicht "aus dem Quark" kommen, die Bescheinigung der KK ist zwar wichtig aber wenn du die nachweislich schon nachgeliefert hast kann zumindest ein "vorläufiger" Bescheid erstellt werden.

Für den zu langen "Dienstweg" deiner Unterlagen innerhalb der AfA bist du nicht verantwortlich zu machen.
Immerhin hat die AfA schon "Schulden" bei dir, denn Zahltag für die Januar-Tage war am 31.01.2017.

Zitat:
2. Die Bescheinigung der Krankenkasse nachweislich am 19.01.2017 per Einschreiben zugestellt worden ist. Eine Kopie der Bescheinigung sowie den Einlieferungsbeleg der Deutschen Post habe ich beigefügt.
Damit hast du deinen Part zunächst mal fristgerecht erledigt, ob denen das Formular der KK gefällt oder nicht kann dir egal sein, darüber müssen die sich dann bei der KK beschweren wenn sie das für nötig halten.

Zitat:
Gestern hatte ich einen Termin beim Facharzt, der mir mitteilte, dass er von der AfA angeschrieben wurde (Schweigepflichtentbindung für diesen Arzt hatte ich befristet auf 3 Monate unterschrieben). Die Anfrage läge noch unbeantwortet in seinem noch zu erledigenden Stapel …
Da siehst du doch wieder welcher Unsinn dabei rauskommt, warum hast du nicht direkt einen aktuellen Arztbericht (in Kopie) eingefordert für den ÄD der AfA, schon immer wieder interessant wie wichtig die behandelnden Ärzte das so nehmen, dass davon dein Lebensunterhalt abhängig ist und sie das deswegen zeitnah erledigen sollten ...

Zitat:
Außerdem meint er, es wäre unabdingbar, dass ich jetzt doch mal in eine Rehaklink gehe. Andernfalls würde ich mit keiner Erhöhung von GdB 40 auf 50 rechnen können.
Ob du in eine Reha-Klinik gehst oder nicht hast letztlich du selber zu entscheiden, der GdB ist dafür ganz sicher KEIN plausibler Grund, das Versorgungsamt hat eigene Kriterien, die interessiert das nicht besonders was in einer DRV-Reha-Klinik gewesen ist ...

Hoffendlich hat er solchen Unsinn nicht in den Bericht für den AfA-ÄD geschrieben, dann wird man dich nämlich auffordern eine medizinische Reha zu beantragen, um deine "Erwerbsfähigkeit" wieder zu verbessern und dich (angeblich) besser "vermitteln" zu können.

Auch die AfA muss zumindest nicht mehr zahlen in der Zeit wo du dann in Reha bist (es gibt ja dann Übergangsgeld von der DRV), auch wenn der Anspruch sich dadurch nicht verringert (wie bei der KK), hofft man sicher auch auf deine "Spontangenesung", um dich dann besser "nerven" zu können.

Zitat:
Ich höre immer wieder, dass die gängige Praxis der Reha-Kliniken ist, arbeitslose Patienten prinzipiell arbeitsfähig zu entlassen. Welche Auswirkung hat das dann auf meinen Nahtlosigkeitsantrag ?
Im Prinzip erst mal keinen, da du zusätzlich auch arbeitslos ist wird man dir erklären, dass du nun (entsprechend dem Reha-Ergebnis) dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen musst wie ein "normaler Arbeitsloser" auch, wenn du meinst das geht nicht gesundheitlich, dann gibt es eben kein Geld mehr.

Das ist aber bei "Anerkennung" der Nahtlosigkeit auch nicht viel anders, du musst dich ja mt deinem "Restleistungsvermögen" auch der Vermittlung zur Verfügung stellen, ALGI ist eben KEIN "Ersatz-Krankengeld", KEINE Verfügbarkeit = KEIN ALGI ...

Zitat:
Heute kam von der AfA diese persönliche Einladung zur ärztlichen Untersuchung (§ 309 SGB III).
Dann hat man entweder endlich was von deinem Arzt bekommen oder keine Lust mehr länger zu warten oder es genügt dem ÄD nicht um zu entscheiden, wie man bei der AfA weiterhin mit dir umgehen sollte ... sonst wird meist nach "Aktenlage" begutachtet, schon weil es "preiswerter" ist.

Zitat:
Darin steht u.a. ich soll meine Medikamente mitbringen. Ich hoffe nur, die wollen kein Medikamentenscreening per Bluttest machen, so wie Doppeloma es an anderer Stelle über eine Untersuchung bei Ihrem Männe berichtet hat.
Das ist NORMAL, was da geschrieben steht ist Standard bei solchen "Einladungen", du brauchst weder deinen Medizinschrank mitnehmen noch deine "Krankenakte" bei den Ärzten ausleihen.

Es genügt eine Liste der Medikamente / Wirkstoffe, die du regelmäßig einnehmen musst (also das Rezeptpflichtige) und die Einahmezeiten (morgends / mittags / abends) / Dosierungen ... wie die Schachteln aussehen sollte einem Arzt bekannt sein.

Ich weiß nicht aus welchem Jahrhundert diese "Vorlagen" stammen für die Einladungen aber bei den Gutachtern (DRV/ Gericht) war das auch so ähnlich was man so mitbringen sollte, kein normaler Mensch schleppt dafür seine Medikamente wirklich mit zum Termin.

Die Liste hat immer genügt und man wird bei der AfA auch ganz sicher kein Geld für Blustentnahme und Labor-Untersuchungen ausgeben wollen um deinen Medikamenten-Spiegel zu überprüfen ... das ist viel zu TEUER ...

Was ich dazu geschrieben habe betraf ein Gutachten der DRV für die Entscheidung zum EM-Renten-Antrag, der Orthopäde war sowieso ein "spezielles Kaliber" und wollte damit beweisen (können), dass Männe keine EM-Rente braucht wenn er nur bereit ist mehr BTM zu schlucken ...

Zitat:
Ich habe in den vielen Beiträgen (alle konnte ich nicht lesen) unterschiedliche Aussagen darüber gefunden, ob ich eine Blutentnahme (ohne Nachteile für mich) verweigern kann. Es liegt mir ein Laborbericht (großes Blutbild) vom 19.12.16 vor. Das kann die Ärztin vom ÄD gerne einsehen, wenn Sie meint, dass Sie es für Ihr Gutachten braucht.
Ich glaube du machst dir da bei der AfA ganz unnötige Sorgen und warum willst du was "verweigern" wenn du nichts "zu verbergen" hast (Drogen /Alkohol-Probleme), ob du deine Tabletten wirklich nimmst wird den ÄD eher weniger interessieren.

Wenn du eine aktuelle Blutuntersuchung vorlegen kannst ist doch prima, da spart man bestimmt gerne die Kosten dafür ein (falls man es vor haben würde, was ich nicht glaube), zusätzlich wären auch einige (wenige) aktuelle Arztberichte nicht schlecht (Kopien einfordern bei deinen Ärzten), da weißt du wenigstens SELBER genau was der ÄD zu lesen bekommt.

Mehr ist überflüssig, die sollen dich ja nicht behandeln sondern nur deine aktuelle Leistungsfähigkeit (deine "Restleistungsfähigkeit"") für die Arbeitsvermittlung feststellen, mit der man dich dann gerne vermitteln darf.

Zitat:
Ich finde es auch ganz schön happig, dass ich meine Ärzte aufsuchen soll und die leihweise Überlassung meiner Krankheitsunterlagen für den ÄD verlangen soll.
Du musst es ja nicht machen, jedenfalls NICHT in der "vorgeschlagenen" Form, es ist deine Entscheidung und es gibt nicht ohne Grund keine Rechtsgrundlagen (in der Einladung) für diese "Wünsche" ...

Du brauchst dir gar nichts "leihen" bei deinen Ärzten, du solltest dir mal anfangen eine eigene "Krankenakte" zu Hause anzulegen, mit Kopien der wichtigsten ärztlichen Unterlagen, dann kannst du bei Bedarf selber entscheiden was / wer für welchen Zweck als Kopie bekommen soll und was (besser) nicht ...

Zitat:
Mein Hausarzt hat erst vor kurzem darüber gejammert, dass er min. 80 Seiten (Arztberichte und Befunde) für das Versorgungsamt an einem WE zusammengestellt und verschickt hat.
Traurig wenn der darüber so "jammert", vermutlich waren das auch viele Unterlagen die dem Versorgungsamt gar nicht weiter geholfen haben für deinen Antrag, manchmal ist auch da "weniger und gezielt" besser als eine Sammlung aus X Jahren ...
Den GdB bekommt man nicht für "früher mal gewesen", sondern für aktuelle Probleme, sonst hätte man auch "früher" schon den Antrag stellen sollen.

Zitat:
Ich glaube nicht, dass er begeistert sein wird, denselben Aufwand schon wieder für die AfA betreiben zu müssen. Die Dokumente sind ja elektronisch archiviert und werden nur bei Bedarf ausgedruckt. Ein paar Arzt-Berichte habe ich in meinen Unterlagen.
Das tut mir aber "furchtbar" leid, dein Arzt ist aber verpflichtet dir das (notfalls ALLES) auszudrucken, denn du hast schon als Patient einen gesetzlichen Anspruch auf Einsicht in deine Patienten-Unterlagen ...

Patientenrechtegesetz - Einsichtnahme Patientenakte - Patientenrechte

Wenn du möglichst aktuelle Arztberichte bereits zu Hause hast, dann sichte das und entscheide ob das reichen könnte, du bist gar nicht verpflichtet zu machen was da geschrieben steht und meinen Arzt würde ich mit solchen Schreiben / Einladungen der AfA besser gar nicht belästigen wenn es sich vermeiden lässt.

Zitat:
Keine Ahnung ob die die ich habe, genau die sind, die mir in diesem Fall weiterhelfen (möglichst bis zu einer möglichen Rente ALG I zu beziehen ohne ständig bei der Vermittlerin etc. antanzen oder irgendwelche schwachsinnige Maßnahmen mitmachen zu müssen.
Es gibt KEINE Arztberichte die dich davor "automatisch" schützen können und je mehr du selbst betonst "gar nicht arbeiten zu können" (und das noch medizinisch belegst), umso eher lieferst du dem ÄD und damit der AfA die Möglichkeiten ALGI abzulehnen, weil du überhaupt NICHT "vermittlungsbereit" bist.

Die tatsächlichen Möglichkeiten dich mit deinem "Restleistungsvermögen" noch wieder in Arbeit zu bringen sind eher theoretischer Natur UND zudem immer abhängig vom § 140 SGB III, das ist dein (wichtigster) Baustein bei den Vermittlern und die Grenzen deiner Restleistungsfähigkeit vom ÄD ...

ABER, das MUSS der ÄD so einschätzen und NICHT du selber und je deutlicher deine Arztberichte dazu eine "andere Sprache" sprechen, wird der ÄD das aufgreifen und das kann zu deinem Vorteil sein aber auch zu denme Nachteil wenn die Ärzte schon meinen sollten "der kann überhaupt nicht mehr arbeiten" ...

Ich war damals (2009) auch zur Untersuchung einbestellt (4 MONATE nach der Aussteuerung), wurde sogar noch ziemlich gründlich untersucht (ohne Blutabnahme übrigens, die war da gar kein Thema), ich bekam auch schon lange mein ALGI pünktlich überwiesen, man machte das also noch nicht "von der Entscheidung des ÄD" abhängig, wie es inzwischen "Mode" ist ...

Zitat:
Außerdem habe ich jetzt doch ganz schön Bammel vor dem bevorstehenden Termin beim ÄD. Wie geht es mit meinem Nahtlosigkeitsantrag weiter, wenn der ÄD zu dem Schluss kommt, ich wäre mind. 15 Stunden arbeitsfähig?
Dann wird man dir erklären, dass du der Vermittlung zur Verfügung zu stehen hast und sonst kein Geld bekommen wirst, du bekommst Termine beim Arbeitsvermittler, die du auch einhalten musst, weil die AU (zur ausgesteuerten Krankheit) bei der AfA dafür keine Bedeutung mehr hat (darum gibt man die auch NICHT mehr dort ab).

Im ÄD-"Gutachten" (Teil B) sollten dann auch die Einschränkungen aufgeführt sein, die der Vermittler dabei zu beachten hat, dann soll er dich mal beraten was du mit dieser "Restleistungsfähigkeit" am umliegenden Arbeitsmarkt (Tagespendelbereich gemäß § 140 SGB III) so anfangen könntest ... dafür werden die doch schließlich bezahlt ...

Mir wurde damals (schriftlich) im Ergebnis mitgeteilt, dass ich weniger als 15 Wochenstunden vermittelbar bin aus gesundheitlichen Gründen und innerhalb 1 Monat die Antragstellung auf EM-Rente nachweisen soll, sonst würde man das ALGI einstellen ...

Na, wenn der ÄD das so "beschlossen" hatte sollte es mir Recht sein, mein letzter Reha-Bericht sprach ja eher nicht "für eine EM-Rente", daher hatte ich den Antrag vorher noch nicht gestellt ...
Habe das dann fristgerecht erledigt und nachgeiwesen, damit hatte ich dann Ruhe vor der AfA bis mein Anspruch dort abgelaufen war, wurde auch nie eingeladen, um irgendwas mit mir zu besprechen ...

Zitat:
Könnte ich dann trotzdem EM beantragen ?
Du kannst IMMER EM-Rente beantragen, wenn du das für nötig und sinnvoll halten möchtest, da bist du nicht an die Feststellungen irgendwelcher "Amtsärzte" gebunden, zu diesem Antrag entscheidet die Rentenkasse und NUR die Rentenkasse, mein Antrag wurde ja auch abgelehnt, obwohl die AfA das doch ganz anders gesehen hatte ...
Das "juckt" die DRV nicht sonderlich, ob die AfA dazu eine andere Mainung hat ...

Zitat:
Und wie verhalte ich mich dem ÄD gegenüber bezüglich meiner fortlaufenden AU Bescheinigung ?
Wenn gefragt wird antwortest du wahrheitsgemäß, dass du wegen der bisherigen Krankheit noch immer AU geschrieben wirst, dich aber trotzdem mit dem (heute festzustellenden) "Restleistungsvermögen" der Vermittlung zur Verfügung stellst = FERTIG ...

In der Regel fragen die gar nicht danach, weil die Ausgesteuerten meist /immer noch weiter AU geschrieben sind, du darfst dich bei der AfA sowieso nicht mehr darauf berufen ... man darf dort NICHT komplett krank sein, dann ist man nicht vermittelbar und hat keinen Anspruch auf ALGI ...

Das ist schwer zu verstehen aber so ist das nun mal rechtlich geregelt, wer nicht wenigstens subjektiv "arbeiten WILL" mit den noch so "schäbigen gesundheitlichen Resten" hat keinen Anspruch auf ALGI, auch nicht nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld.

Das gilt auch beim ÄD, der macht diese Untersuchung nicht für dich sondern für die AfA ... also sondiere deine Arztberichte danach, dass noch solche "Reste" erkennbar" sind und dann brauchst du vor dem Termin auch keine Angst zu haben ...
DU WILLST ARBEITEN ...unter Berücksichtigung deiner gesundheitlichen Einschränkungen ...

Ich WOLLTE damals auch (habe ich auch beim ÄD immer wieder betont), irgendwann schaute mich diese Ärztin an und meinte zu mir : "Haben Sie denn noch nicht genug gearbeitet in ihrem Leben ???" ...

Solche Ärzte gibt es aber selten oder gar nicht mehr beim ÄD der AfA, sie war offenbar auch nicht bereit ihr Gutachten später zu "korrigieren", als die DRV dann den Renten-Antrag abgelehnt hatte und ich in Widerspruch gegangen bin ...

Inzwischen ist auch das wohl eher kein Problem mehr ... dann wird man "spontan gesund begutachtet" bei Ablehnung der EM-Rente (macht inzwischen schon der Arbeitsvermittler) und hat gleich wieder Stress mit der AfA ...

Nimm dir eine Begleitung mit, dann fühlst du dich sicherer und dann lass dich einfach überraschen, meist ist das schneller vorbei als du erwarten würdest ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 09.02.2017, 05:10   #29
Asor
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Asor
Standard AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun we

Liebe Doppeloma, ich muss es einfach mal loswerden: es ist phänomenal mit welchem Einsatz Du in diesem Forum unterwegs bist !!! Ich weiß gar nicht was ich mehr bewundere, Dein Engagement, Dein Sachverstand oder wie Du uns hier mit klaren Ansagen auf den Boden der Tatsachen holst und gleichzeitig den Rücken stärkst.

Danke, es tut sehr gut in dieser schwierigen Lebensphase auch mal positive Erfahrungen zu machen !!!

Ich hab viel nachgedacht und bin zu folgenden Erkenntnissen gekommen:

Zitat:
Hoffendlich hat er solchen Unsinn nicht in den Bericht für den AfA-ÄD geschrieben, dann wird man dich nämlich auffordern eine medizinische Reha zu beantragen, um deine "Erwerbsfähigkeit" wieder zu verbessern und dich (angeblich) besser "vermitteln" zu können.
Zitat:
Auch die AfA muss zumindest nicht mehr zahlen in der Zeit wo du dann in Reha bist (es gibt ja dann Übergangsgeld von der DRV), auch wenn der Anspruch sich dadurch nicht verringert (wie bei der KK), hofft man sicher auch auf deine "Spontangenesung", um dich dann besser "nerven" zu können
Inzwischen sind wir (mein Mann und ich) uns einig, sollte es notwendig sein, eine medizinische Reha zu beantragen, werde ich mich nicht mehr sperren. Ich verspreche mir zwar davon nicht sooo viel für meine Gesundheit. Aber ich möchte mir nicht vorwerfen lassen (von Ärzten, AfA, DRV, etc.) nicht alles für meine Genesung getan zu haben.

Zitat:
Im Prinzip erst mal keinen, da du zusätzlich auch arbeitslos ist wird man dir erklären, dass du nun (entsprechend dem Reha-Ergebnis) dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen musst wie ein "normaler Arbeitsloser" auch, wenn du meinst das geht nicht gesundheitlich, dann gibt es eben kein Geld mehr.
Ich werde mich hüten, dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung zu stehen. Aber nüchtern betrachtet, hab ich wenig zu befürchten (solange ich die Nerven behalte). Der AfA konnte mir schon in den ersten 12 Monaten vor meiner Erkrankung, aufgrund meines bisherigen Einkommen, keine zumutbare Beschäftigung nach § 140 Absatz (3) vermitteln. Außerdem bin ich jetzt schon 3,5 Jahre aus dem Beruf. Das ist in der IT Branche der Zug schon abgefahren. Was anderes kann ich nicht. Jedenfalls nichts mit mir zumutbaren Verdienstaussichten. Ich denke, der Bestandschutz gilt weiter!?

Es wurde mal versucht mich in irgend welche 50+ Programme (weiß gar nicht mehr, ob das so hieß) zu stecken, aber mein "Nein-Danke" wurde ohne Sanktionen akzeptiert.

Auch wenn ich jetzt ein unangenehmerer "Kunde" bin, so wird sich die AfA trotzdem an das SGB halten müssen. Nur leider hängt diese Zuversicht bei mir sehr stark von meiner Tagesform ab ...

Aber dieses Forum hilft mir sehr dabei. Danke !!!

Drückt mir die Daumen, nächste Woche hab ich am Dienstag den Termin beim ÄD. Danach melde ich mich wieder.

MfG
Asor
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Alt 09.02.2017, 18:13   #30
Asor
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Asor
Standard AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Heute kam der vorläufige Bewilligungsbescheid ALG gem. $ 136 SGB III.
Anspruchdauer = 420 Kalendertagen (14 Monate)
vom 18.01.2017 bis 16.03.2018

Ab 01.09.2014 wurden mir 540 Tage Anspruchdauer bewilligt. Als ich ab 01.09.2015 in den Krankengeldbezug (bis zur Aussteuerung) ging hatte ich noch einen ALG I Restanspruch von 180 Tage.
Warum mir jetzt 14 Monate bewilligt wurden, kann ich nicht nachvollziehen.

Ergänzen will ich nochmal dazu wiederholen, dass bereits zum 30.08.2013 per Aufhebung mein Arbeitsvertrag gekündigt wurde. Ich habe mich aber erst 12 Monate später (zur Vermeidung von Sperr- und Ruhenszeiten) arbeitslos gemeldet.

Ich weiß, ich hatte diese Frage schon einmal im #1 gestellt, aber evtl. kann mir doch noch jemand hier erklären wie sich das berechnet. Toll wäre natürlich die entsprechende Rechtsgrundlage.

Des Weiteren habe ich noch eine Frage zur AU Bescheinigung. Bis zur Aussteuerung aus der KK hat mein Hausarzt diese erstellt. Danach hat mein Facharzt die AU bescheinigt. Allerdings benutzt er dazu nicht die üblichen gelben Durchschlagzeiten, sondern die blauen Vordrucke (ohne Durchschlag und ohne Diagnose). Ich habe diese bisher, so wie ich es hier gelernt habe, nur bei mir abgeheftet. Jetzt habe ich aber gelesen, man solllte es zumindest der Krankenkasse weiterleiten, wegen evtl. spät. EU Rentenanträge?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen
Asor
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Alt 09.02.2017, 23:16   #31
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
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Hallo Asor,

Zitat:
Ab 01.09.2014 wurden mir 540 Tage Anspruchdauer bewilligt. Als ich ab 01.09.2015 in den Krankengeldbezug (bis zur Aussteuerung) ging hatte ich noch einen ALG I Restanspruch von 180 Tage.
Warum mir jetzt 14 Monate bewilligt wurden, kann ich nicht nachvollziehen.
Ganz einfach, weil aus dem Krankengeld auch Beiträge an die AfA gezahlt werden und sich daraus ein (neuer) zusätzlicher Anspruch auf ALGI ergeben hat ...
Ein Restanspruch wird dann dazu "addiert", soweit der altersgemäß höchstmögliche Anspruch nicht überschritten wird.

Soweit mal die "allgemeinverständliche Erklärung", die Rechtsgrundlage habe ich gerade nicht zur Hand, sei doch froh wenn man dir mehr Anspruch zubilligt, als du erwartet hattest.
§ 136 ist auch in Ordnung und wenn der Betrag stimmt, dann ist zumindest diese Hürde erst mal genommen.

Zitat:
Ergänzen will ich nochmal dazu wiederholen, dass bereits zum 30.08.2013 per Aufhebung mein Arbeitsvertrag gekündigt wurde. Ich habe mich aber erst 12 Monate später (zur Vermeidung von Sperr- und Ruhenszeiten) arbeitslos gemeldet.
Damit kenne ich mich nicht so genau aus, eine Sperre ist jedenfalls nach 12 Monaten NICHT mehr möglich (Sperrtatbestand ist verjährt) und Beiträge gibt es in der Zeit natürlich auch nicht aber Restansprüche verjähren nach meiner Kenntnis erst nach 4 Jahren ...

Zitat:
Ich weiß, ich hatte diese Frage schon einmal im #1 gestellt, aber evtl. kann mir doch noch jemand hier erklären wie sich das berechnet. Toll wäre natürlich die entsprechende Rechtsgrundlage.
Habe jetzt echt keine Lust das herauszusuchen, wo das steht im SGB III, freu dich einfach über den Bescheid und hinterfrage mal nicht weiter ...

Zitat:
Des Weiteren habe ich noch eine Frage zur AU Bescheinigung. Bis zur Aussteuerung aus der KK hat mein Hausarzt diese erstellt. Danach hat mein Facharzt die AU bescheinigt. Allerdings benutzt er dazu nicht die üblichen gelben Durchschlagzeiten, sondern die blauen Vordrucke (ohne Durchschlag und ohne Diagnose).
Was für "blaue Vordrucke" ???
Es gibt eine offizelle (vorgeschriebene ) AU-Bescheinigung, meines Wissens ist die auch nach einer Aussteuerung weiterhin zu benutzen, gerade wegen der Durchschläge für die (vielleicht) verschiedenen Stellen ...

Die KK muss auch nur die offiziellen AU-Formulare anerkennen, da ist ja extra ein Exemplar (mit Diagnose) für die KK dabei ...

Zitat:
Ich habe diese bisher, so wie ich es hier gelernt habe, nur bei mir abgeheftet. Jetzt habe ich aber gelesen, man solllte es zumindest der Krankenkasse weiterleiten, wegen evtl. spät. EU Rentenanträge?
Richtig, das geht aber mit dieser Bescheinigung nicht (ist wohl für privat Versicherte gedacht oder bei Erkrankung von Kindern, soweit habe ich was "Blaues" dazu gefunden), da fehlen ja die entsprechenden Durchschriften ...

Was du vorher hattest war das Richtige, es hat keine Bedeutung, dass du kein Krankengeld mehr bekommst, es ist trotzdem wichtig die KK zur weiteren AU immer zu informieren, z.B. auch Falle die DRV mal Rückfragen hat, ob du oft und lange AU gewesen bist und mit welchen Diagnosen.

Was ist denn das für ein merkwürdiger Facharzt, das sollte der doch wissen, wie wichtig es ist deine AU auch auf dem korrekten Formular zu bescheinigen ...

Von dem was du da bisher hast kannst du ja nur eine Kopie ziehen (lassen) und bei der KK einreichen, ob die das so akzeptieren müssen ist mir nicht bekannt ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2017, 16:50   #32
Asor
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Asor
Standard AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Zitat:
Ganz einfach, weil aus dem Krankengeld auch Beiträge an die AfA gezahlt werden und sich daraus ein (neuer) zusätzlicher Anspruch auf ALGI ergeben hat ...
Ein Restanspruch wird dann dazu "addiert", soweit der altersgemäß höchstmögliche Anspruch nicht überschritten wird. ...
... Soweit mal die "allgemeinverständliche Erklärung", die Rechtsgrundlage habe ich gerade nicht zur Hand, sei doch froh wenn man dir mehr Anspruch zubilligt, als du erwartet hattest.
Das ist nicht mehr, sondern WENIGER.
Ich habe 180 Tage (6 Monate) Restanspruch aus 2015, da ich von meinen ursprünglichen 18 Monaten (damaliges Alter 57 Jahre) 12 Monate verbraucht hatte.
M. E. habe ich durch 72 Wochen Krankengeldbezug nochmal 360 Tage (12 Monate) neuen Anspruch zusätzlich erworben. Ergibt 540 Tage (18 Monate) Gesamtanspruch oder sehe da was falsch? Bewilligt wurden mir aber 420 Tage 14 Monate

Wenn ich keinen Denkfehler habe, oder es irgend einen Paragraphen gibt, denn ich nicht gefunden dabe, dann muß ich Widerspruch einlegen!

Gruß
Asor
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Alt 11.02.2017, 00:42   #33
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
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Hallo Asor,

Zitat:
M. E. habe ich durch 72 Wochen Krankengeldbezug nochmal 360 Tage (12 Monate) neuen Anspruch zusätzlich erworben. Ergibt 540 Tage (18 Monate) Gesamtanspruch oder sehe da was falsch? Bewilligt wurden mir aber 420 Tage 14 Monate
Das ist leider ein Irrtum von dir, aus 360 Tagen Beiträge (von der KK) ergibt sich nur ein (neuer) Anspruch auf 6 Monate ALGI, aus den 18 Monaten Krankengeld nur insgesamt 8 Monate ...
Berechnungsgrenze (geleistete Beiträge) bei 16 Monaten (= 8 Monate ALGI), nächste Stufe erst bei 20 Monaten Vorversicherungszeit, mehr bekommst du leider nicht.

Auch da hat sich einiges geändert in den letzten Jahren, für neue 12 Monate ALGI braucht man inzwischen die Beiträge aus 24 Monaten Versicherungspflicht, das erreichst du ja mit dem Krankengeld gar nicht.

Addierst du dann deinen Rest-Anspruch dazu stimmt es ganz genau ... = 14 Monate ALGI, wie dir auch bewilligt wurde.

Schau mal etwas tiefer in die Tabelle rein ...

https://www.alg-i.de/bezugsdauer.html

Den Widerspruch kannst du dir sparen.

MfG Doppeloma
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Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 17.02.2017, 00:29   #34
Asor
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Asor
Standard AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo,

mein Termin beim ÄD ist geschafft und verlief wie folgt:

Die Ärztin (um die 60) sehr höflich und um einen umfassenden Überblick bemüht, begann mit diversen
Befragungen zu Schulbildung, Berufsausbildung, beruflicher Werdegang. Außerdem zu Aufgaben u. Inhalte sowie Vertragsstatus des letzten Arbeitsverhältnis und den Umständen der Arbeitsbeendigung.
Danach kamen Fragen zu Familienstand, Kinderkrankheiten, Besondere Erkrankungen der Eltern, OPs und derzeitige Beschwerten und Therapien. Es folgte eine körperliche Untersuchung sowie div. neurologische Tests.

Wie vermutet wird Sie der Leistung mitteilen, dass ich eine Reha machen soll. Sie hat mir 2 Wege zur Auswahl gestellt.

1. Sie leitet Ihr Gutachten der DRV weiter, dann muss ich mich bis zum Abschluss einer Reha und deren evtl. Ergebnis nicht der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen. Der anschließenden Bewilligung einer EU Rente hält sie aber derzeit für aussichtslos.

2. Ich stelle mich der Vermittlung zur Verfügung, die Sie aber sehr einschränken würde (keine Nachtarbeit, keine Reisetätigkeit, Tätikeit ohne Erfolgsdruck und mit zeitlicher Einschränkung (wieviel Stunden hat sie nicht gesagt). Aber dennoch soll auch in diesem Fall eine Reha beantragt werden.

In beiden Fällen würde ich aber Geld von der AfA bekommen. Sie meinte dann noch: "Ich merke, Sie fühlen sich jetzt überrollt. Das möchte ich nicht". Ich soll mir das zwei Tage überlegen und sie dann nochmal anrufen um ihr meine Entscheidung mitzuteilen.

Wenn ich schon so oder so aufgefordert werde eine Reha zu beantragen, dann denke ich werde ich mich für Variante 1 entscheiden. Oder spricht was dagegen?

Viele Grüße
Asor
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Alt 21.02.2017, 19:16   #35
Asor
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Asor
Standard AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Guten Abend,

hab gerade von der Vermittlerin der AfA eine E-Mail mit folgendem Wortlaut erhalten:

... das ärztliche Gutachten hat ergeben, dass sie voraussichtlich länger als 6 Monate unter 3 Stunden arbeitsfähig sein werden.
Bitte leiten Sie die von der Agentur für Arbeit in diesem Fall empfohlenen Schritte ein.

Welche das sind, teilt Sie mir nicht mit. Ich hoffe nur, dass das jetzt nicht bedeutet, das ich kein ALG I bekomme.

Bin mir nicht sicher ob ich anrufen soll, der E-Mail antworten, schriftlich Anfrage oder erst gar nicht reagiere bis ein Bescheid kommt

Hoffe nur die Ärztin vom ÄD hat mir nicht "einen vom Pferd erzählt" als Sie mir sagte ich bekomme in beiden "Fällen" weiter Geld von der AfA.

Bitte um Hilfe!

Viele Grüße
Asor
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Alt 22.02.2017, 03:07   #36
Doppeloma
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Frage AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Asor,

Zitat:
hab gerade von der Vermittlerin der AfA eine E-Mail mit folgendem Wortlaut erhalten:
die haben dir einen Brief zu schreiben, so ganz normal auf dem Postweg wie sich das gehört, WARUM haben die überhaupt deine Mail ...

Du bist gar nicht verpflichtet täglich nach Mails zu sehen, also ICH wäre mir nicht sicher, dass ich was bekommen habe von der AfA ... und die SB kann sich da auch nicht sicher sein oder hast du eine "Lese-Bestätigung" gegeben.

Zitat:
... das ärztliche Gutachten hat ergeben, dass sie voraussichtlich länger als 6 Monate unter 3 Stunden arbeitsfähig sein werden.
Bitte leiten Sie die von der Agentur für Arbeit in diesem Fall empfohlenen Schritte ein.
Na. wenn da nicht steht, was du nun "einleiten" sollst, dann kannst du auch nichts "einleiten" ... du bist nicht verpflichtet zu erraten was die von dir wollen, das hat man dir schriftlich und mit zutreffenden Rechtsgrundlagen mitzuteilen und bis dahin machst DU GAR NICHTS ...

Zitat:
Welche das sind, teilt Sie mir nicht mit. Ich hoffe nur, dass das jetzt nicht bedeutet, das ich kein ALG I bekomme.
Per Mail kann man dir nicht rechtsgültig mitteilen, dass du kein ALGI mehr bekommen wirst, da wird man sich schon die Mühe machen müssen begründet (und schriftlich per Post) den aktuellen Leistungsbescheid aufzuheben.

Zitat:
Bin mir nicht sicher ob ich anrufen soll, der E-Mail antworten, schriftlich Anfrage oder erst gar nicht reagiere bis ein Bescheid kommt
Du machst am Besten GAR NICHTS, diese Mitteilung hat überhaupt keine rechtliche Relevanz, sie bedeutet grob gesagt aktuell sieht man dich nicht als "vermittelbar" an (der ÄD sieht keinerlei "Restleistungsvermögen") und das für voraussichtlich länger als 6 Monate = voller Anspruch auf Anwendung des § 145 SGB III und was man als Folge davon jetzt von dir erwartet, hat man dir schon klar und verständlich noch auf dem üblichen Postweg mitzuteilen.

Zitat:
Hoffe nur die Ärztin vom ÄD hat mir nicht "einen vom Pferd erzählt" als Sie mir sagte ich bekomme in beiden "Fällen" weiter Geld von der AfA.
Im aktuellen Fall bekommst du 100 % weiter dein Geld, mach dich doch nicht gleich wieder verrückt wegen so einer sinnfreien Mail ...

Druck sie (für dich) zur Sicherheit aus und dann warte ab was mal per Post kommen wird, man wird dich auffordern (müssen) Reha oder EM-Rente zu beantragen ... die Ärztin hat dir nichts Falsches erzählt, letztlich hat sie aber auch nicht zu entscheiden, ob du ALGI bekommst oder nicht.

MfG Doppeloma
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Alt 27.02.2017, 23:34   #37
Asor
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Standard AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Guten Abend,

@Doppeloma:
Zitat:
die haben dir einen Brief zu schreiben, so ganz normal auf dem Postweg wie sich das gehört, WARUM haben die überhaupt deine Mail ...
Die haben die noch aus meiner AL Zeit vor meinem KK Bezug. Ich hab die Löschung absichtlich nicht verlangt. Ich denke das könnte bei einer kurzfristig notwendig werdenden Ortsabwesenheit ganz nützlich sein.

Inzwischen hab ich jede Menge Post bekommen.

1. Einen abschließenden Bewilligungsbescheid über Leistung gem. Paragraph 136 SGB III
(keine Änderungen zum vorläufigen Bescheid)

2. Aufforderung zum Antrag auf Rehabilitationsleistung oder Erwerbsminderung innerhalb eines Monats.

Wie ist folgendes zu verstehen:
... "Sie können ihn bei der DRV oder bei der AfA stellen. Bitte verwenden Sie das beiliegende Formular" ...
Ja was jetzt? Wenn ich den Antrag auch direkt bei der DRV stellen kann, dann doch nicht mit dem AfA Formular, oder?

Wenn ich das richtig sehe, kann ich verschiedene Wege wählen um einen Reha-Antrag bei der DRV zu stellen:
1. bei der DRV (Berlin) direkt
2. über die AfA
3. über meine KK bei der DRV

Welchen würdet Ihr empfehlen? Bzw. welche Vor- und Nachteile bieten erfahrungsgemäß diese Wege (z.B. Bearbeitungszeit, Mitsprache bei zeitlicher Lage usw.)?

Das ist für mich sehr wichtig. Ich habe vor 10 Tagen Widerspruch gegen meinen GdB 40 eingereicht. Die letzten neuen Befundberichte muss ich aber noch nächste Woche nachreichen.
Gerne würde ich die Reha erst nach der Entscheidung des Versorgungsamt antreten. Sollte ich damit Erfolg haben und eine Erhöhung auf GdB 50 zuerkannt bekommen, würde ich entspannter die Reha antreten können und mich wirklich auf meine Gesundheit konzentrieren ohne darauf zu achten was sich wie auf den Entlassungsbericht auswirkt.

Auf der anderen Seite will ich unbedingt die letzte Juliwoche und die erste Augustwoche NICHT von Zuhause weg sein. Mein Sohn lebt im Ausland und hat anläßlich meines 60. Geburtstag bereits für sich und seine Familie für diesen Zeitraum Flugtickets gekauft. Wir haben uns schon seit 2 Jahren nicht gesehen ...

Hmm, ob ich das so steuern kann? Evtl. kann man, sobald die Rehaklinik feststeht, das mit denen absprechen? Gibt es hierzu Erfahrungen?

Viele Grüße
Asor
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Alt 01.03.2017, 04:34   #38
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Asor,

Zitat:
Die haben die noch aus meiner AL Zeit vor meinem KK Bezug. Ich hab die Löschung absichtlich nicht verlangt. Ich denke das könnte bei einer kurzfristig notwendig werdenden Ortsabwesenheit ganz nützlich sein.
Muss jeder selber wissen, meine Mail hatte die AfA nie und OAW habe ich während der Nahtlosigkeit auch nicht beantragt, wenn ich weg wollte dann war ich eben weg aber man hat mich ja auch damals noch fast die ganzen 18 Monate in Ruhe gelassen, jedenfalls nachdem ich die EM-Rente beantragt und nachgewiesen hatte ...

Zitat:
1. Einen abschließenden Bewilligungsbescheid über Leistung gem. Paragraph 136 SGB III
(keine Änderungen zum vorläufigen Bescheid)
Dann hast du ja jetzt "Vertrauens-Schutz" für diesen Bescheid und eine Aufhebung darf nur noch sehr gut begründet für die Zukunft erfolgen oder eben wenn dein Anspruch abgelaufen ist.

Zitat:
2. Aufforderung zum Antrag auf Rehabilitationsleistung oder Erwerbsminderung innerhalb eines Monats.
Das ist so üblich nach dem Ergebnis der Begutachtung durch den ÄD ...

Zitat:
Wie ist folgendes zu verstehen:
... "Sie können ihn bei der DRV oder bei der AfA stellen. Bitte verwenden Sie das beiliegende Formular" ...
Ja was jetzt? Wenn ich den Antrag auch direkt bei der DRV stellen kann, dann doch nicht mit dem AfA Formular, oder?
Wenn du das bei der AfA einreichst, dann geben die das an die DRV weiter (denn die sollen das ja bezahlen) und die DRV schickt dir den regulären Reha-Formular-Antrag zum Ausfüllen ...

Du kannst dir den Antrag auch direkt bei der DRV herunterladen und fertig ausgefüllt (per Einschreiben) zur DRV schicken ODER du machst per Fax (an die DRV) einen formlosen Antrag auf medizinische Reha und hast gleich einen Nachweis für die Antragstellung bei der DRV (Sendebericht kopieren / einreichen gegen Empfangsbestätigung und fertig).

Im Ergebnis wird dir die DRV ebenfalls einen Formular-Antrag auf med. Reha (bzw. allgemein auch Leistungen zur Teilhabe) schicken, es ist also (fast) "gehupft wie gesprungen" ... bearbeitet wird bei der DRV erst der reguläre Antrag, wenn der dort vorliegt.

Ich persönlich würde einen Antrag immer bei der Behörde einreichen, die auch für die Entscheidungen dazu zuständig ist und das ist für med. Reha (in deinem Falle) die DRV, zudem wäre mir die AfA zu neugierig, die brauchen deinen Antrag an die DRV nicht zu lesen ...

Zitat:
1. bei der DRV (Berlin) direkt
Ist also die 1. Wahl und der direkte Weg dort hin wo es auch hin gehört ...

Zitat:
2. über die AfA
Verzögert alles (weil die AfA nicht zuständig ist) und wird dann auch an die DRV weitergegeben ... Rest siehe oben ...

Zitat:
3. über meine KK bei der DRV
Was hat deine KK damit noch zu tun, die geben das auch nur weiter an die DRV, vermutlich auch nicht ohne sich vorher noch für den Inhalt des Antrages zu interessieren ...

Zitat:
Welchen würdet Ihr empfehlen? Bzw. welche Vor- und Nachteile bieten erfahrungsgemäß diese Wege (z.B. Bearbeitungszeit, Mitsprache bei zeitlicher Lage usw.)?
Eigentlich logisch, dass der direkte Weg (an die DRV) auch der schnellste zur Bearbeitung deines Antrages sein dürfte ... und vermeidet die Neugierde anderer Behörden (KK/ AfA) zu befriedigen ...

Vergiss nicht deinen Klinik-Wunsch (Zettel an den Antrag antackern) anzugeben (möglichst auch einen zum Ausweich), sonst bekommst du eine Klinik von der DRV "zugewiesen", das ist meist nicht so empfehlenswert.

Denn die belegen natürlich immer gerne schnell die "weniger beliebten" Kliniken ... in den weniger beliebten Reha-Zeiträumen ( Feiertage / Sommersaison) ...

Mitsprache beim Anreisetermin hast du generell nur sehr begrenzt bis gar nicht, du folgst mit der Antragstellung der Aufforderung der AfA, das Dispositionsrecht (Bestimmungsrecht) liegt also dafür bei der AfA und nicht bei dir.

Die wollen ja bald wissen wie die Reha gelaufen ist und ob man dich nicht doch irgendwie bald wieder in (andere) Arbeit vermitteln könnte.

Zitat:
Das ist für mich sehr wichtig. Ich habe vor 10 Tagen Widerspruch gegen meinen GdB 40 eingereicht. Die letzten neuen Befundberichte muss ich aber noch nächste Woche nachreichen.
Was dir dabei wichtig ist, interessiert weder die DRV noch die AfA besonders, das Versorgungsamt noch weniger, was dort mal sein wird hat weder für die AfA noch für eine DRV-Reha-Maßnahme besondere Bedeutung.

Zitat:
Gerne würde ich die Reha erst nach der Entscheidung des Versorgungsamt antreten.
Das kann noch Monate dauern wenn du gerade erst Widerspruch eingelegt hast, eine genaue Beschreibung deiner gesundheitlichen Einschränkungen im Alltag ist dabei viel wichtiger als weitere Befundberichte, da steht nicht drin was dir im normalen Leben besondere Schwierigkeiten bereitet im Gegensatz zu früher.

Natürlich ganz unabhängig vom aktuellen Lebensalter, denn für "Alters- und Verschleißerscheinungen" gibt es keinen GdB zugesprochen, es müssen immer langfristige / dauerhafte Einschränkungen sein, die im gleichen Lebensalter an sich noch "untypisch" sind.

Zitat:
Sollte ich damit Erfolg haben und eine Erhöhung auf GdB 50 zuerkannt bekommen, würde ich entspannter die Reha antreten können und mich wirklich auf meine Gesundheit konzentrieren ohne darauf zu achten was sich wie auf den Entlassungsbericht auswirkt.
Das Eine hat mit dem anderen fast NICHTS zu tun, Versorgungsämter interessieren sich in der Regel gar nicht für Reha-Berichte und Reha-Kliniken kaum für einen Schwerbehinderten-Ausweis oder hohen GdB ...

In die Rente für Schwerbehinderte kannst du ja vorerst auch noch nicht gehen, ob du das (vielleicht bald) könntest interessiert aber das Versorgungsamt nicht bei der Entscheidung zum GdB und die Reha-Klinik wird dafür bezahlt dich wieder fitt für den Arbeitsmarkt zu machen ...

Je nachdem in welche Klinik du dann kommen wirst, hast du ohnehin wenig bis gar keinen Einfluss darauf, was mal in den Reha-Bericht kommen wird.

Zitat:
Auf der anderen Seite will ich unbedingt die letzte Juliwoche und die erste Augustwoche NICHT von Zuhause weg sein. Mein Sohn lebt im Ausland und hat anläßlich meines 60. Geburtstag bereits für sich und seine Familie für diesen Zeitraum Flugtickets gekauft. Wir haben uns schon seit 2 Jahren nicht gesehen ...
Dann solltest du deine Reha eher beschleunigen, damit das bis dahin schon durch ist, auf die Entscheidung zum GdB warten zu wollen ergibt sowieso keinen Sinn, der hilft dir in der Reha auch nicht weiter und hat keinen Einfluss auf den Reha-Bericht.

Eine Besserung deines Befindens soweit möglich sollte doch in jedem Falle dein Interesse sein und dafür alle Möglichkeiten zu nutzen, die dir in der Reha dann geboten werden.

Zitat:
Hmm, ob ich das so steuern kann? Evtl. kann man, sobald die Rehaklinik feststeht, das mit denen absprechen? Gibt es hierzu Erfahrungen?
Da kannst du wahrscheinlich nur wenig "steuern" und die Klinik steht bereits fest wenn die DRV eine Reha per Bescheid bewilligt hat, dann kommt in der Regel auch sehr bald der Anreisetremin und die lassen oft nicht mit sich reden, gerade weil die AfA dich aufgefordert hat (wäre bei der KK genau so gewesen).

Die Erfahrungen sind also sehr unterschiedlich, es kommt meist darauf an, ob man die Reha freiwillig oder auf "Wunsch" einer Behörde beantragt hat ... also wer gerade das volle Entscheidungsrecht dafür besitzt (in deinem Falle ist das aktuell die AfA).

MfG Doppeloma
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Alt 01.03.2017, 07:34   #39
skorpi1958
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Standard AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Moin,
ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen , das diese Rehafälle , immer im Eilverfahren erledigt werden.
Du kannst damit rechnen inerhalb der nächsten 6 Wochen einen Anreisetermin zu bekommen.

Gruß Skorpi1958
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Alt 20.04.2017, 19:13   #40
Asor
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Asor
Standard AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo und guten Abend,

nach meinen Reha-Antrag war bis heute Stille.
Heute kam der Bescheid der DRV mit der Ablehnung.

Unter Hinweis teilt man mit mit:

"Wir halten für Sie jedoch eine Krankenhausbehandlung für angezeigt.
Nach unserer Feststellung lässt Ihr derzeitiger Gesundheitszustand eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation nicht zu. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen. Sollte dieser zu einem späteren Zeitpunkt eine Leistung befürworten, können Sie einen neuen Antrag stellen.
Dringend spezifische Akutbehandlung (stationär oder teilstationär) in einem Fachkrankenhaus indiziert."

Ebenfalls heute schreibt mich die AfA an:

... "bitte teilen Sie uns mit, wie der Stand der Bearbeitung Ihres Rentenantrags ist."

Und jetzt?

Ich habe morgen einen Termin bei dem Facharzt (war schon vorher ausgemacht), mit dem ich den Reha-Antrag gestellt habe.
Zusätzlich muss ich Anfang Mai noch zum Onkologen zur Ausschließung einer onkol. Erkrankung. Hoffe, das das nicht auch noch auf mich zukommt 😟.
Aus diesem Grunde würde ich gerne das ganze noch ein wenig hinziehen. Der AfA will ich erst mal eine Kopie des Anlehungsbescheides der DRV zukommenlassen und mitteilen, dass ich das weitere Vorgehen mit meinem behandelnden Arzt abklären muss (ob Widerspruch oder Klinikaufenthalt).

Den Widerspruch muss ich halt notfalls erst mal einreichen und ggf. zurückziehen (wenn ich doch noch ins Krankenhaus muss).
Was ratet Ihr mir? Was erwartet mich dbzgl. Von der AfA?

Vielen Dank im voraus für eure Hilfe

Herzliche Grüße
Asor

PS: Der Widerspruch zum GdB (40) läuft noch
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Alt 22.04.2017, 00:14   #41
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Asor,

Zitat:
Heute kam der Bescheid der DRV mit der Ablehnung.
Du hattest also med. Reha beantragt (und das bei der AfA fristgerecht nachgewiesen ???), dann solltest du jetzt den Antrag auf EM-Rente hinterher schieben, denn ohne Widerspruch gegen die Reha-Ablehnung (den ich für wenig sinnvoll halte), läuft kein Antrag mehr bei der DRV wo deine Erwerbsfähigkeit (lt. Rentenrecht) noch irgendwie "geprüft" werden könnte.

Und das ist "tiefere Sinn" der Nahtlosigkeit, das soll u. A. die Wartezeit auf eine Entscheidung der DRV finanziell "überbrücken" ...

Zitat:
"Wir halten für Sie jedoch eine Krankenhausbehandlung für angezeigt.
Nach unserer Feststellung lässt Ihr derzeitiger Gesundheitszustand eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation nicht zu. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen. Sollte dieser zu einem späteren Zeitpunkt eine Leistung befürworten, können Sie einen neuen Antrag stellen.
Dringend spezifische Akutbehandlung (stationär oder teilstationär) in einem Fachkrankenhaus indiziert."
Du bist aktuell KEIN Reha-Fall sondern ein Behandlungs-Fall, ob du eventuell ein EM-Rentenfall werden könntest wird dann die DRV zu prüfen haben, wenn der entsprechende Antrag von dir gestellt wurde.

Zitat:
Ebenfalls heute schreibt mich die AfA an:
... "bitte teilen Sie uns mit, wie der Stand der Bearbeitung Ihres Rentenantrags ist."
Wie kommen die darauf, dass ein EM-Renten-Antrag schon gestellt wurde ???
Kann es sein, dass die noch immer eine gültige Schweigepflicht-Entbindung von dir für die DRV haben ???

Dann wissen die wahrscheinlich schon Bescheid, dass die Reha abgelehnt wurde, allerdings meinen sie nun wohl irrigerweise direkt, dass man dir eine "Umdeutung" (des Reha-Antrages) angeboten haben könnte ...

Anders ist das für mich nicht nachvollziehbar, dass diese Anfrage ausgerechnet JETZT kommt, wo dir gerade die Reha abgelehnt wurde.

Danach klingt der Bescheid der DRV allerdings NICHT, dann würde man nicht darauf hinweisen, dass nach Besserung ein neuer Antrag auf med. Reha gestellt werden sollte, man hat ja noch "Hoffnung" wenn du in Akut-Klinische Behandlung gehen solltest.

Diesen Bescheid solltest du der AfA auf keinen Fall vorlegen, denen hat es zu genügen wenn du mitteilst, dass der Antrag abgelehnt wurde und du nun EM-Rente beantragen wirst ... warum du das jetzt machen wirst, solltest du besser für dich behalten.

Ich glaube kaum, dass die AfA dir weiterhin "abkaufen" wird, dass du mit deinem "Restleistungs-Vermögen" der Vermittlung zur Verfügung stehst, wenn du lt. DRV erst mal eine Weile in Akut-Kliniken "verschwinden" sollst ...

Zitat:
Ich habe morgen einen Termin bei dem Facharzt (war schon vorher ausgemacht), mit dem ich den Reha-Antrag gestellt habe.
Bei deinem Arzt bist du ja nun inzwischen gewesen, was sagt der so zu der Ablehnung, irgendwie hatte ich ja schon mal den Eindruck, dass der auch nicht richtig weiß, was der mit dir anfangen soll also meint er du sollst eine Reha machen ... nun sieht die DRV da aber aktuell keinen Sinn drin ... ich würde mich NICHT auf einen Widerspruch einlassen.

Dann kannst du auch einen Antrag auf EM-Rente vergessen, so lange der Widerspruch zur Reha bearbeitet wird, man wird dir dann (wahrscheinlich) lieber eine sinnlose Reha bewilligen als direkt eine EM-Rente zahlen zu müssen ... ob du das so dann wirklich brauchst kann ich nicht beurteilen.

Zitat:
Zusätzlich muss ich Anfang Mai noch zum Onkologen zur Ausschließung einer onkol. Erkrankung. Hoffe, das das nicht auch noch auf mich zukommt 😟.
Aus diesem Grunde würde ich gerne das ganze noch ein wenig hinziehen.
Die AfA wird aber sehr bald wissen wollen wie es nun weitergeht bei dir, ich würde sie erst mal mit der Aussicht auf die Antragstellung von EM-Rente "hinhalten", lass dir doch einen Termin dafür geben bei einer DRV-Beratungsstelle, das dauert inzwischen auch schon mal länger.

Zitat:
Der AfA will ich erst mal eine Kopie des Anlehungsbescheides der DRV zukommenlassen und mitteilen, dass ich das weitere Vorgehen mit meinem behandelnden Arzt abklären muss (ob Widerspruch oder Klinikaufenthalt).
Auf keinen Fall, was du mit deinem Arzt zu klären hast geht die AfA NICHTS an und je weniger vom Inhalt der Ablehnung die wissen, umso besser für dich, das ist DEIN Bescheid, den musst du der AfA NICHT zur Verfügung stellen.

Du solltest besser einfach einen Antrag auf EM-Rente "ankündigen", weil der Reha-Antrag abgelehnt wurde wenn du eine Terminvereinbarung für die Hilfe und Beratung bei der DRV (als Nachweis wie es um deinen Renten-Antrag steht ) beifügen kannst, sollte das erst mal genügen.

Deine Verfügbarkeit wird klar "angezweifelt" in dem Ablehnungsbescheid und die AfA schließt sich sehr gerne solchen Feststellungen der DRV an ... das könnte für die ein Grund sein dein ALGI aufzuheben.

Zitat:
Den Widerspruch muss ich halt notfalls erst mal einreichen und ggf. zurückziehen (wenn ich doch noch ins Krankenhaus muss).
Was ratet Ihr mir? Was erwartet mich dbzgl. Von der AfA?
Du schreibst selber, dass du wahrscheinlich noch in die Klinik musst, was plant denn dein Arzt jetzt so mit dir nach dieser Ablehnung ... an deiner Stelle würde ich KEINEN Widerspruch einlegen und besser EM-Rente beantragen, es ist durchaus möglich, dass die DRV dann noch selber zurück rudert und dir doch erst eine Reha "aufdrückt".

Dann wird man sehen wie weit du mit deiner Gesundheit gerade bist, von längeren Klinik-Aufenthalten sollte die AfA so wenig wie möglich mitbekommen, da fallen denen schnell ganz unangenehme Sachen zu ein, denn in dieser Zeit kannst du der Vermittlung nicht mal "fiktiv / theoretisch" "zur Verfügung" stehen.

Leider ist auch ALGI und die AfA nach der Aussteuerung kein Zeitraum, um in relativer Ruhe gesünder werden zu dürfen, jedenfalls nicht in deiner aktuellen Konstellation.

MfG Doppeloma
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Alt 10.05.2017, 13:43   #42
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Hallo, und nochmals Danke an Doppeloma,

es gibt wieder Neuigkeiten.

Zitat:
Du hattest also med. Reha beantragt (und das bei der AfA fristgerecht nachgewiesen ???),
Ja, habe ich persönlich bei der DRV abgegeben. Die AfA hat mir wie von mir verlangt den fristgerechten Erhalt des Nachweises bestätigt.

Zitat:
… an deiner Stelle würde ich KEINEN Widerspruch einlegen und besser EM-Rente beantragen, es ist durchaus möglich, dass die DRV dann noch selber zurück rudert und dir doch erst eine Reha "aufdrückt"
Nachdem ich dem Rat von Doppeloma gefolgt bin, habe ich keinen Widerspruch zum Ablehnungsbescheid meines Reha-Antrages gestellt (Frist läuft am 20.05. aus). Stattdessen habe ich wie empfohlen einen Beratungstermin für die Einreichung der EM-Rente bei der DRV online für den 04.07.17 vereinbart und den Nachweis darüber der AfA zugeschickt.

Die DRV rudert jetzt, wie von Doppeloma vorausgesagt, wieder zurück. Ich habe vor 8 Tagen wieder Post von der DRV erhalten. Darin werde ich aufgefordert innerhalb 14 Tage mitzuteilen welchen der 3 vorgeschlagenen Gutachter ich für die Begutachtung aufsuchen will

Nach telefonischer Nachfrage wurde mir mitgeteilt, die AfA hätte der DRV erst nach deren Ablehnung meines Reha-Antrages angezeigt, dass ein Nahtlosigkeits-Antrag vorliegt. Daher hätte man das Gutachten eingeleitet um erneut über meinen Reha-Antrag zu entscheiden. Es viel auch die Aussage: „Reha vor Rente“. Aber bei dem Gutachten geht es um die Reha!!! Ich hab extra nochmal nachgefragt. Was s o l l das??? Ist ein Bescheid der DRV nicht rechtsgültig? Vor allem, nach dem ich keinen Widerspruch eingereicht habe!!?
Was würde den passieren wenn ich zu keinem Gutachter gehe und einfach das mit dem EM-Antrag vorantreibe? Ich habe doch einen rechtsgültigen Bescheid!?

Zitat:
Du schreibst selber, dass du wahrscheinlich noch in die Klinik musst, was plant denn dein Arzt jetzt so mit dir nach dieser Ablehnung ...
Dann wird man sehen wie weit du mit deiner Gesundheit gerade bist, von längeren Klinik-Aufenthalten sollte die AfA so wenig wie möglich mitbekommen, da fallen denen schnell ganz unangenehme Sachen zu ein, denn in dieser Zeit kannst du der Vermittlung nicht mal "fiktiv / theoretisch" "zur Verfügung" stehen
Morgen weiß ich hoffentlich abschließend etwas zu meiner onkologischen Diagnose (Besprechungstermin nach Laboruntersuchungen - bin aber zwischenzeitlich dbzgl. guter Dinge, dass ich keine Chemo brauche).
Am 19.05. habe ich dann den letzten Termin bei meinem Neurologen der mich bis jetzt auch AU geschrieben hat. Er geht danach ab Juni in Rente und eine neue junge Ärztin wird die Praxis übernehmen. Wir waren bei meinem letzten Termin so verblieben, dass ich mir überlegen soll, ob ein Widerspruch auf den Ablehnungs-Bescheid (will ich ja zwischenzeitlich nicht) oder eine Einweisung in eine Fachklinik von ihm noch eingeleitet werden soll. Er würde beides befürworten (will ich aber eigentlich auch nicht – nur wenn es für den EM-Antrag unbedingt notwendig bzw. hilfreich wäre).

Aber vielleicht kommt ja in der Zwischenzeit der Bescheid auf meinen Widerspruch zu den bewilligten 40 GdB. Wenn ich hier mind. 50 erhalten würde, dann könnte ich mir den ganzen Affen-Zirkus sparen. Selbst wenn ein EM Antrag ablehnt wird, muss ich nur die Zeit bis Mai 2018 bei der AfA irgendwie überstehen und kann ab Juli 2018 dann in vorzeitiger Rente für Schwerbehinderte gehen. Ich hab eine aktuelle Rentenauskunft angefordert, die dies bestätigt.

Allerdings wäre hiernach eine volle EM-Rente etwas höher als die Altersrente zum heutigen Zeitpunkt gerechnet. Wie man aus Presseberichten hört und liest soll ja ab 01.01.2018 die Berechnungsgrundlage für neue EM-Rentenbescheide auf 65 Jahre (statt 62) hochgerechnet werden. Das würde für mich wahrscheilich bedeuten, dass ich dann noch ein wenig mehr EM-Rente als Altersrente wg. Schwerbehinderung erhalten würde, oder? Aber keine Ahnung ob ich den Nerv und die Kraft habe diesen Weg voranzutreiben.

Viele Grüße und Danke im Voraus!
Asor
Asor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2017, 01:09   #43
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Hallo Asor,

Zitat:
Die DRV rudert jetzt, wie von Doppeloma vorausgesagt, wieder zurück. Ich habe vor 8 Tagen wieder Post von der DRV erhalten. Darin werde ich aufgefordert innerhalb 14 Tage mitzuteilen welchen der 3 vorgeschlagenen Gutachter ich für die Begutachtung aufsuchen will
Zu welchem Zweck soll diese Begutachtung erfolgen, der Reha-Antrag wurde doch bereits abgelehnt ???

Zitat:
Nach telefonischer Nachfrage wurde mir mitgeteilt, die AfA hätte der DRV erst nach deren Ablehnung meines Reha-Antrages angezeigt, dass ein Nahtlosigkeits-Antrag vorliegt.
Schon wieder Telefonate wo du NICHTS dazu in der Hand hast, wie kommt denn die AfA überhaupt dazu der DRV irgendwas "mitzuteilen", auf dem Reha - Antrag hast du doch auch (bestimmt) schon angegeben, dass die AfA dich aufgefordert hat ...

Haben die bei der AfA immer noch irgendwelche Schweigepflichtentbindungen von dir (besonders für die DRV) ??? ...

Zitat:
Daher hätte man das Gutachten eingeleitet um erneut über meinen Reha-Antrag zu entscheiden. Es viel auch die Aussage: „Reha vor Rente“.
Das mit "Reha vor Rente" ist ja so neu nicht und die Begründung dafür, dass man nun wegen der AfA meint eine andere Meinung zu haben als vorher, zu einer Reha für dich ist schon wieder mehr als Haarsträubend.

Wenn man gerade meinte, du musst behandelt werden und kannst im Moment nicht in eine Reha-Maßnahme, ändert das doch NICHTS an deinem Gesundheitszustand wenn man nun erfährt, dass du ein "Nahtlosigkeitsfall" bist ...

Zitat:
Aber bei dem Gutachten geht es um die Reha!!! Ich hab extra nochmal nachgefragt. Was s o l l das??? Ist ein Bescheid der DRV nicht rechtsgültig? Vor allem, nach dem ich keinen Widerspruch eingereicht habe!!?
Na sicher ist der rechtlich verbindlich, die können doch nicht Bescheide erstellen und dann einfach selber ignorieren, wie hat man dir denn diesen Gutachter-Termin begründet ???

Zitat:
Was würde den passieren wenn ich zu keinem Gutachter gehe und einfach das mit dem EM-Antrag vorantreibe? Ich habe doch einen rechtsgültigen Bescheid!?
Das solltest du die DRV fragen und zwar schriftlich, warum man dich nun gründlicher untersuchen möchte, nachdem doch die von dir beantragte Reha (nach gründlicher Prüfung deiner Gesundheit) als aktuell sinnlos abgelehnt wurde ...

Du bist bereit dich dem zu fügen, hast keinen Widerspruch eingelegt und wirst zunächst deine Behandlungen intensiv fortführen, dass Reha (in der Regel, wenn sinnvoll) VOR EM-rente geht ist dir auch schon bekannt gewesen.

Aber die Enscheidung dagegen (Bescheid vom XX) hast schließlich nicht du selbst getroffen, du fühlst dich durch die angesetzte Begutachtung zu einem Reha-Antrag den es gar nicht mehr gibt unter Druck gesetzt, was der Besserung und Stabilisierung deiner Gesundheit ganz sicher nicht dienlich ist.

Noch steht ja kein Termin fest für die Begutachtung, wenn du dir zunächst mal aus "3 unbekannten Ärzten" einen aussuchen darfst / sollst ... da sollte die DRV das vielleicht noch mal komplett überdenken, ob nun für die "Wünsche der AfA" ein anderes Ergebnis angestrebt wird, als man dir auf deinen Antrag mitgeteilt hat.

Oder ob es nicht einzig darum gehen sollte, was FÜR DICH und deine Gesundheit erforderlich und aktuell möglich ist ... ???

Zitat:
Morgen weiß ich hoffentlich abschließend etwas zu meiner onkologischen Diagnose (Besprechungstermin nach Laboruntersuchungen - bin aber zwischenzeitlich dbzgl. guter Dinge, dass ich keine Chemo brauche).
Das hört sich ja gut an für dich, trotzdem solltest du eine klare schriftliche Antwort bei der DRV einfordern, welchem Zweck dieses Gutachten nun wirklich dienen soll, es ist eigentlich NICHT üblich, dass ohne laufenden Antrag (oder Widerspruch gegen eine Ablehnung) von der DRV Gutachten durchgeführt werden.

Ob du vor hast eine EM-rente zu beantragen oder nicht hat doch damit gar nichts zu tun, der Antrag wurde doch noch gar nicht gestellt, zudem soll ja wegen Reha begutachtet werden (schreibst du) und nicht wegen Antrag auf EM-Rente, das ist schon bei der "Auswahl" der Gutachter ein sehr großer Unterschied.

Bei Renten-Gutachten darf man sich keinen "aussuchen", da muss man den nehmen der beauftragt wird ... ob man bei Reha den Richtigen auswählen wird (kommt ja auch noch drauf an was man als "richtig" im Ergebnis erwartet) ist allerdings auch nicht sicher, wer kennt schon die vorgeschlagenen Ärzte wirklich ???

Zitat:
Am 19.05. habe ich dann den letzten Termin bei meinem Neurologen der mich bis jetzt auch AU geschrieben hat. Er geht danach ab Juni in Rente und eine neue junge Ärztin wird die Praxis übernehmen.
Wenn erforderlich (und von dir gewünscht), dann darf auch sie dich weiter behandeln und AU schreiben, du kannst natürlich auch in eine ganz andere Praxis wechseln.

Bei der "Unentschlossenheit" dieses Arztes was er überhaupt mit dir anfangen soll wäre das wohl längst angebracht gewesen ...

Zitat:
Wir waren bei meinem letzten Termin so verblieben, dass ich mir überlegen soll, ... oder eine Einweisung in eine Fachklinik von ihm noch eingeleitet werden soll. Er würde beides befürworten (will ich aber eigentlich auch nicht – nur wenn es für den EM-Antrag unbedingt notwendig bzw. hilfreich wäre).
Also weiß er doch nicht weiter mit dir, wenn eine Fachklinische Behandlung erforderlich wäre (aus seiner Sicht), dann bringt dir doch das Warten auf eine Widerspruchs-Entscheidung bei der DRV auch keine Besserung ...

Zitat:
Aber vielleicht kommt ja in der Zwischenzeit der Bescheid auf meinen Widerspruch zu den bewilligten 40 GdB. Wenn ich hier mind. 50 erhalten würde, dann könnte ich mir den ganzen Affen-Zirkus sparen.
Nun beginnen schon wieder deine "Planungen" mit sehr vielen "Unbekannten" ...

Zitat:
Selbst wenn ein EM Antrag ablehnt wird, muss ich nur die Zeit bis Mai 2018 bei der AfA irgendwie überstehen und kann ab Juli 2018 dann in vorzeitiger Rente für Schwerbehinderte gehen. Ich hab eine aktuelle Rentenauskunft angefordert, die dies bestätigt.
Und im EM-Renten-Antrag wird auch abgefragt, ob noch irgendwelche Anträge / Verfahren beim Versorgungs-Amt laufen ... sollte dir der Bescheid zum GdB 50 / Schwerbehinderten-Ausweis inzwischen vorliegen ist das natürlich auch anzugeben.

Zitat:
Allerdings wäre hiernach eine volle EM-Rente etwas höher als die Altersrente zum heutigen Zeitpunkt gerechnet.
Deien Altersrente wird auch für später nicht mehr höher werden, wo soll da noch was herkommen wenn du keine Beiträge aus pflichtversicherter Tätigkeit mehr einzahlen kannst und wirst ???

Die DRV kann aber auch "gut rechnen" und wird dir sicher nur sehr ungerne eine höhere EM-Rente noch bewilligen (wollen) die du dann auch als Betrag der Altersrente weiter beziehen wirst, denn weniger darf es ja dann nicht mehr werden.

Ein GdB / Schwerbehinderten-Ausweis hat also keinen besinderen Einfluss darauf ob man dich für EM halten wird oder nicht, aber es wird "indirekt" sicher einen Einfluss haben auf die Prüfungen zur EM-Rente, wenn du doch sehr bald eine andere Rentenart in Anspruch nehmen kannst, die auf die Dauer günstiger für die DRV ist.

Zitat:
Wie man aus Presseberichten hört und liest soll ja ab 01.01.2018 die Berechnungsgrundlage für neue EM-Rentenbescheide auf 65 Jahre (statt 62) hochgerechnet werden.
Vergiss es doch einfach, davon wirst du NICHTS mehr ab bekommen, wenn man dir aktuell noch eine EM-Rente bewilligt, dann wird man sehr gerne den Reha - Antrag in EM-Rente "umdeuten", es gilt der "Eintritt des Leistungsfalles" und nicht die "bessere" finanzielle Ausgangsposition" für dich.

Bis das in Kraft treten wird (mit Stichtag für EM-Renten bewilligt ab 01.01.2018) ist deine EM-Rente längst bewilligt ODER du bekommst ohnehin keine mehr ... weil die auch abgelehnt wird.

Zitat:
Das würde für mich wahrscheilich bedeuten, dass ich dann noch ein wenig mehr EM-Rente als Altersrente wg. Schwerbehinderung erhalten würde, oder?
Du wählst gerade die (vermeintlich) bessere Rente aus zwei "möglichen" aber noch längst nicht sicher bewilligten Renten-Arten ... zudem fehlt dir für die Schwebi-Rente noch der GdB 50 (als wichtige Voraussetzung) ansonsten bleiben nur die anderen (späteren) Altersrenten übrig.

Zitat:
Aber keine Ahnung ob ich den Nerv und die Kraft habe diesen Weg voranzutreiben.
Leider wirst du wohl noch viel Kraft und Nerven brauchen bis da mal Klarheit herrscht und irgendwie muss es ja noch weitergehen bis du mal in den endgültigen Ruhestand kannst ... egal wie die Rente dann heißen wird ...

Die Unterschiede zwischen EM-Rente und regulärer / vorgezogener Altersrente liegen in den Berechnungen, bei den Altersrenten gibt es keine "Zurechnungs-Jahre", was an Beiträgen fehlt (auch die Zeit bis zur regulären Altersrgrenze mit 65 + X) das kannst du nicht mehr nachholen ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2017, 03:02   #44
Asor
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Asor
Standard AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Doppeloma,

in der Zwischenzeit habe ich einen Bescheid vom Versorgungsamt erhalten. Aufgrund meines Widerspruchs wurde mir jetzt der GdB 50 anerkannt. Dies gibt mir jetzt die Möglichkeit alles weitere etwas entspannter anzugehen. Mit dieser Sicherheit in der Hinterhand, habe ich mich nun doch entschieden das von der DRV gewünschte Gutachten durchführen zu lassen.

Nachdem ich meine Auswahl aus den vorgeschlagenen Gutachter mit Hilfe der Bewertungen in den entsprechenden Internet-Portalen (ist mir schon klar, dass man nur bedingt danach gehen kann) der DRV mitgeteilt habe, habe ich auch schon von der Gutachterin einen Termin Anfang Juni erhalten. Sie hat mir auch schon einen Fragebogen zum Krankheitsverlauf zugeschickt und ich soll die Arztberichte vom behandelnden Arzt mitbringen. Mir wurde mitgeteilt, dass die Untersuchung bis zu 3 1/2 Stunden dauern kann.

Sollte mir die DRV aufgrund dieses Gutachten doch noch die Reha genehmigen, dann werde ich dieser gelassen entgegensehen. Falls nicht, werde ich wie geplant den Termin im Juli wahrnehmen um EM-Rente zu beantragen. Bis zum Frühjahr nächsten Jahres sollte ich dann wissen ob ich die vorzeitige Altersrente ab Juli beantrage.

Zitat:
wie kommt denn die AfA überhaupt dazu der DRV irgendwas "mitzuteilen", auf dem Reha - Antrag hast du doch auch (bestimmt) schon angegeben, dass die AfA dich aufgefordert hat ...
Na klar, habe ich das angegeben ...

Zitat:
Haben die bei der AfA immer noch irgendwelche Schweigepflichtentbindungen von dir (besonders für die DRV) ??? ...
Ja, ich hatte mich mit der Ärztin die das Gutachten für die AfA gemacht hat, auf folgendem Wortlaut geeinigt und vor Ort unterschrieben: "Im Rahmen der Nahtlosigkeitsabklärung bin ich mit der Weitergabe des Gutachten und der ärztlichen Unterlagen an die DRV einverstanden".

Zitat:
... Wenn erforderlich (und von dir gewünscht), dann darf auch sie dich weiter behandeln und AU schreiben, du kannst natürlich auch in eine ganz andere Praxis wechseln.
Zitat:
Bei der "Unentschlossenheit" dieses Arztes was er überhaupt mit dir anfangen soll wäre das wohl längst angebracht gewesen ...
Es ist wahr, so ganz glücklich war ich mit diesem Facharzt nicht. Aber ich muss zugeben, er wollte mich schon immer wieder dazu bringen mich stationär behandeln zu lassen. Nur gegen meinen Willen konnte er mich ja nicht einweisen. Den Kurantrag hat er mir deshalb ausgefüllt, damit ich meinen Nahtlosigkeitsstatus nicht verliere. Wahrscheinlich war er auch der Meinung besser eine Reha als gar nichts.

Mein Hausarzt, zu dem ich ein gutes Vertrauensverhältnis habe, riet mir bis zur Pensionierung des Facharztes im Juni und der Übergabe an die neue Ärztin in der Praxis auszuharren, da er sie persönlich kennt und von deren Fachkompetenz überzeugt ist. Leider hab ich jetzt den ersten Termin bei ihr erst im Juli. Eine Übergabetermin mit dem alten Arzt, der neuen Ärztin und mir konnte leider aus terminlichen Gründen nicht stattfinden.

Jetzt hab ich noch ein paar Fragen:
Muss bzw. Sollte ich der AfA mitteilen, dass ich jetzt die Anerkennung einer Schwerbehinderung habe?

Sollte die DRV zurückrudern und mir jetzt doch noch die Reha bewilligen, wäre es nicht günstiger einen evtl. EM-Rentenantrag erst nach der Kur zu stellen und den hierfür online vereinbarten Termin wieder abzusagen? Blöd ist nur, dass ich nach der Ablehnung meines Rehaantrages den Termin der AfA mitteilen musste um die Nahtlosigkeit weiter aufrecht zu erhalten.

Danke und Gruß
Asor
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