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Ü 50 Spezielles Forum für über 50jährige


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Alt 20.05.2011, 15:11   #1
neoneumann->Emailproblem
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Registriert seit: 26.10.2007
Ort: Stadt in Niedersachden
Beiträge: 22
neoneumann
Standard Projekt "Straßennamen"

Im Frühjahr dieses Jahres wurde ich von meinem ehemaligen "Jobcenter Agenten" in Seesen "getrennt" und mir eine neue straighte Mitarbeiterin (auch "Ansprechpartnerin) in Goslar zugeteilt.

Nun nach einer ersten "Anamnese" (bei der alle bereits bekannten Fakten und Daten erneut registriert wurden) hatte ich einen zweiten Termin - mein Profil sollte noch genauer skizziert, noch erweitert werden.

Meine neue Ansprechpartnerin gab sich interessiert, engagiert und eifrig (drei Telefonate mit anderen Dienststellen, Recherche im Netz, etc.), um Stellenangebote herauszufiltern; ich erhielt auch Verhaltenstipps für die Bewerbung bei potentiellen Arbeitgebern ...

Dann eine Idee: Da gibt es doch eine zweite Auflage des Projekts "Straßennamen". Veranstalter oder Initiator ist die Oskar Kämmer Schule Gemeinnützige Bildungsgesellschaft mbH, Zweigstelle Goslar.

Und dort wird speziell im Rahmen von "50 TOP!" - so heißt hier markig der "Beschäftigungspakt" zu Wiedereingliederung der über 50-jährigen - das "Stellenangebot" VZ 100/11 01.0611 - 30.11.11 / Maßnahme: 227/100/11, Projekt "Straßennamen" angeboten.

In der internen Beschreibung des Jobcenters findet sich folgender Originaltext (die hat mir die Sachbearbeiterin ausgedruckt - war wohl eher ein Versehen, weil demaskierend!):


> Dabei handelt es sich voraussichtlich wieder um 3 VZ-Stellen (38,5 Std./Woche) und 4 TZ-Stellen (19,5 Std./Woche). Verdienst liegt bei 1100,- € bzw. 550,- € also eine super Gelegenheit die passiven Leistungen zu senken.
Stellenbeschreibung:
- Beschreibung der Straßen und Plätze in Bad Harzburg (ausschließlich in den Ortsteilen, da die Kernstadt bereits erfasst ist)
- Ergründung alter, historischer Hintergründe bei alteingesessenen Einwohnern, in Heimatstuben und bei Ortschronisten und Stadtarchiven und kirchlichen Quellen
- Umsetzung der Ergebnisse in entsprechende Kataloge <


Meine Anmerkung dazu: Es sollen auch Ortsteile von Goslar erfasst werden (2. Arbeitsgruppe); die Kernstädte wurden bereits in einem vorigen Projekt "ergründet" - über die die Erstpublikation gab es Kontroversen wegen der Veröffentlichungsrechte (die Goslarer Zeitung berichtete darüber).


Weil mich das Thema des Projekts generell interessierte, hatte ich einen Tag später den "Vermittlungsvorschlag" schriftlich vorliegen - hier malen die Mühlen schnell, wenn es darum geht: "eine super Gelegenheit, die passiven Leistungen zu senken".


Interessant:Meine neue Ansprechpartnerin sagte mir dann gleich auch, dass ich vor Antritt des Angebots auch nochmals eine neue (die dritte dann in einem halben Jahr!) Eingliederungsvereinbarung unterschreiben müsste.


Hier der genaue Text des Vermittlungsvorschlags:


> Sehr geehrter Herr ABC, ich freue mich, Ihnen folgende Arbeitsgelegenheit vorschlagen zu können.

Arbeitgeber: Oskar Kämmer Schule Gemeinnützige Bildungsgesellschaft mbH
Stellenangebot: Projekt "Straßennamen" VZ 100/11 01.0611 - 30.11.11
Arbeitsplatz/Berufsbezeichnung: Helfer/in - Büro, Verwaltung
Referenznummer: 10000-1069488214-S

Maßnahme: 227/100/11
Arbeitsort: Breite Str. 73/75, 38640 Goslar
Arbeitszeit: Teilzeit - flexibel; 38,5 Std. pro Woche
Frühester Eintrittstermin: 01.06.2011; befristet bis zum 30.11.2011
Bewerbung: ab 27.04.2011
Lohn/Gehalt: 1100,- € / brutto
Arbeitgeberkontakt: Oskar Kämmer Schule Gemeinnützige Bildungsgesellschaft mbH, Herr XYZ, Breite Str. 73/75, 38640 Goslar, Tel.: xxxxxxxxxx

Die Stellenbeschreibung entnehmen Sie bitte der Anlage. Vereinbaren Sie bitte umgehend einen Vorstellungstermin und stellen Sie sich mit folgenden Unterlagen vor: Lebenslauf, Zeugnisse. Ihr Ansprechpartner ist Herr XYZ. <


Die Stellenbeschreibung der Anlage lautet wie folgt:


> Straßennamen mit historischen Bezügen:

- Beschreibung von Straßen und Plätzen
- Ergründung alter, historischer Hintergründe bei alteingesessenen Einwohnern, in Heimatstuben und bei Ortschronisten und Stadtarchiven und kirchlichen Quellen
- Umsetzung der Ergebnisse in entsprechende Kataloge <



Es ist offensichtlich, dass bei diesem halbjährlichen Jobangebot Fachkräfte (Historiker oder Volkskundler) mit entsprechender Entlohnung gespart werden und durch Hilfskräfte ersetzt werden sollen, zusätzlich ist wieder ein Arbeitsloser für sechs Monate aus der Statistik und meine neue Ansprechpartnerin freut sich über ihren Bonus -

was bedeutet das aber für mich persönlich?


Was heißt z.B. "Teilzeit - flexibel" bei einem Vollzeit-Job?
Ist diese Maßnahme eher eine verschleierte "Bürgerarbeit" (30 St./Woche für 900,- € brutto)?
Wie und kann ich meine Fahrtkosten - die nicht unerheblich sein dürften - einfordern?
Wie sieht es mit dem Arbeitsrecht aus -
anscheinend liegt ein sozialrechtliches Verhältnisnach § 16 e SGB II vor, wo das Arbeitsrecht keine Anwendung findet?
Wie bringe ich eine tarifliche Regelung des Öffentlichen Dienstes ein?
Betriebs oder Personalrat (in bin verdi-Mitglied)?

Ist dies ein versicherungsrechtliches Arbeitsverhältnis mit Einzahlung in die Rentenversicherung?
Welchen Urlaubsanspruch habe ich?

Was muss ich in diesem Fall bei einem Arbeitsvertrag beachten, was bei einer neuen Eingliederungsvereinbarung?


Ja und wie sieht die Verrechnung mit dem Arbeitslosengeld II dann überhaupt aus m("Einkommensbereinigung"?)
Was bleibt bei 1100,- € im Monat für mich übrig? - Die nette neue Ansprechpartnerin meinte lapidar "es bliebe alles beim Alten" und "ich hätte wesentlich mehr Geld zur Verfügung als beim Bezug von AG II ...
Das ist für mich eher unglaubwürdig. Oder?





Ich bitte Euch möglichst rasch um Eure Einschätzung, Verhaltensempfehlungen, Erfahrungsaustausch, weil das Vorstellungsgespräch Anfang nächster Woche stattfinden soll.


Zunächst besten Dank für Euer Interesse und Eure Hilfe -
Beste Grüße, neoneumann


PS
Einiges habe ich aus Personenschutzgründen nicht vollständig ausgeführt
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