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Alt 25.03.2011, 11:06   #1
Zita
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Registriert seit: 02.02.2006
Ort: 37 Nähe Osterode am Harz
Beiträge: 410
Zita Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Bewerbungstraining/Qualifizierung bei Pflege

Hallo,

in Kürze werde ich mich wieder den Meinungen des Jobcenters anhören müssen und nicht wissen, wie ich unsere Situation entwirren kann.

Folgender Sachverhalt: Selbst 57 Jahre, gelernte Förderkraft von Legasthenikern, zur Zeit mit leider nur 2 Förderkindern in Hartz4
pflege meinen Mann.

Mein Mann erhält Rente, 64 Jahre Schwerbehinderung 80% B, Aufstockung, Pflegeversicherung 0+1, Mehrbedarf von 17%.

Mein Mann ist an der noch seltenen FTD Demenz erkrankt und kann nicht mehr alleine bleiben. Durch die Erkrankung benötigt er Betreuung, die ich leiste. Außerdem vieles an Pflege, die ich auch leiste. Für mich ist der Tages- und Nachtablauf kräftemässig sehr anstrenged und ich befinde mich in Behandlung.

Nach der Untersuchung im Gesundheitsamt wurde ich für 6 Monate "Krank" geschrieben. Da sich die Situation nicht verändern kann, sondern täglich schlimmer und anstrengender wird, hat sich bei uns nichts verändern können.

Aussagen des Jobcenters mit Nachfragen: Wann geben sie ihren Mann in ein Pflegeheim, damit sie wieder zur Verfügung stehen können? Und sie können wenigstens ein Bewerbungstraining absolvieren - muss jemand anders aufpassen setzen mir erheblich zu, da ich nicht weiß, wie irgendeine Betreuung ganztägig bezahlt werden sollte. Also geht es mir nicht besser, sondern eher wird alles schlechter.

Über die Frage nach dem Sinn oder Unsinn, nach der Verschwendung von Steuergeldern bei einer 57 jährigen noch Qualifizierungsmaßnahmen zu zahlen und evtl. auch noch die Betreuung kann man sicherlich geteilter Meinung sein. - Nur ich kann nicht mehr!!!

Nachfragen nach der Lebenserwartung meines Mannes konnte ich mit 6-8 Jahren beantworten. Also was soll nach 6 Jahren bei einer 57 jährigen noch beruflich passieren können?

Ich sehe keinen Lichtstrahl. Könnt ihr mir helfen?

Gruß
Zita
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Alt 25.03.2011, 12:16   #2
gurkenaugust
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Beiträge: n/a
Standard AW: Bewerbungstraining/Qualifizierung bei Pflege

Es geht das Jobcenter überhaupt nichts an, ob dein Mann zu Hause oder in einem Pflegeheim gepflegt wird. Es wird doch heutzutage immer wieder betont, daß häusliche Pflege vor der Unterbringung in einem Pflegeheim geht und Angehörige so wichtig seien. Das Jobcenter kann dir da nichts vorschreiben, zumal ein Pflegeheim auch Geld kostet, und das nicht zu wenig.

Du bist auch nicht verpflichtet, dich nach einer fremden Betreuungskraft umzusehen. Auch diese kostet schließlich Geld. Wenn im Familienkreis niemand abkömmlich ist, mußt du das halt machen.

Ich würde dies an deiner Stelle gegenüber dem Jobcenter so darlegen und auch darauf hinweisen, daß bei dem Zustand deines Mannes die Pflege und Betreuung möglichst durch ihm vertraute Personen geleistet werden sollte (ich nehme doch an, daß das so richtig ist). Es wäre hilfreich, wenn der behandelnde Arzt dir das so bestätigen könnte.

Argumente, die in Richtung "Sinn der Maßnahme und Verschwendung von Steuergeldern" gehen, sind eher sinnlos. Das ist ohnehin jedem bekannt, der es wissen will.

Laß dich also nicht beschwatzen, auch im Interesse deines Mannes. Dir sind Maßnahmen wegen der dann nicht mehr gewährleisteten ständigen Betreuung deines Mannes nicht zumutbar, und damit Schluß.

Was heißt übrigens "Pflegeversicherung 0+1"?
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Alt 25.03.2011, 12:27   #3
Seepferdchen
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Registriert seit: 19.11.2010
Beiträge: 20.659
Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungstraining/Qualifizierung bei Pflege

Hallo Zita, lass dich nicht vom Job Center unter Druck setzen!!!

Hier für dich einige §§ und Tipps!


Az. S55 AS 24521/10 ER

Wer seine Eltern pflegt, muss nicht Vollzeit arbeiten!
Hier die Urteilsbegründung!


Pflege der Mutter

S 55 AS 24521/10 ER · SG B · Beschluss vom 01.09.2010 · rechtskräftig

§ 10 Abs. 1 Nr. 4 SGB II

52 - Eine Arbeit ist unzumutbar, wenn die „Ausübung“ der Arbeit, also ihre konkreter Vollzug einschl der zeitlichen Inanspruchnahme, mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann. „Pflege“ meint jede Art der auf Grund körperlicher, seelischer oder geistiger Krankheit oder Behinderung erforderlich werdenden Hilfe bei der Alltagsgestaltung, die sich auf Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung (vgl insoweit § 14 Abs 1 u 4 SGB XI) sowie die kommunikativ-emotionale Zuwendung bezieht. Der Begriff des Angehörigen, den das Gesetz nicht weiter definiert, ist weit zu verstehen; er darf nicht biologistisch verengt ausgelegt werden. Angehörige sind nach den Wertungen des SGB II zumindest all solche Personen, die einer Bedarfs- (§ 7 Abs 3 SGB II) oder einer Haushaltsgemeinschaft (§ 9 Abs 5 SGB II) zugehören können (Gagel/Hämlein SGB II § 10 Rn 28). Als weiterer Anhaltspunkt kommt § 16 Abs 5 SGB X in Betracht (Brühl LPK-SGB II 2. Aufl (2007) § 10 Rn 27). Es geht um eine qualifizierte Nähebeziehung, die jedenfalls Verwandtschaft und Schwägerschaft, aber zB auch Pflege- und Stiefkinderbeziehungen umfasst. Soweit die idS zu verstehende

53 - „Pflege“ muss nicht zwingend unter Inanspruchnahme der Leistungen der sozialen Pflegeversicherung erbracht werden (Hauck/Noftz/Voelzke/Valgolio SGB II § 10 Rn 20), insbes muss der erwerbsfähige Hilfebedürftige, der den Angehörigen pflegt, keine förmliche Pflegeperson iSd § 19 S 1 SGB XI sein oder gar Leistungen zur sozialen Sicherung nach § 44 SGB XI erhalten. Pflege „eines“ Angehörigen meint Pflege „von“ Angehörigen, denn es ist nicht selten, dass eine Person mehrere Personen pflegt, etwa beide (Schwieger-)Elternteile; wenn bereits die Pflege eines Angehörigen zur Unzumutbarkeit führt, dann erst recht die Pflege mehrerer Angehöriger. Die „Pflege“, also das Gesamt der konkret erbrachten Pflegeleistungen, darf mit der konkreten Arbeit nicht vereinbar sein, dh, die Pflege muss, wenn die Arbeit aufgenommen wird, nicht mehr wie bisher realisiert werden können.

Quelle: Kapp in Beck'scher Online-Kommentar
Hrsg: Rolfs/ Giesen/ Kreikebohm/ Udsching
§ 10 SGB II Rz. 52, 53


Ich hoffe du hast kein Eingliedungsvereinbarung unterschrieben!
Hierfür auch gleich noch ein sehr wichtiger Link!

http://www.elo-forum.org/eingliederu...en-sollte.html

Und ein Bewerbungstrainig kommt wohl in dieser Situation kaum in Frage,
lass dich da nicht vom SB unter Druck setzen!!!!!!

Ich wünsche dir von Herzen die Kraft für dich und deinem Mann!

Es ist schon eine Frechheit vom SB zu sagen, das du deinen Mann
in das Pflegeheim bringen sollst,das steht dem SB in keiner Weise zu!

Es gibt Bildung und Herzensbildung, beides wohl nicht gelernt!

Wenn du noch Fragen hast schreiben!

Gruss Seepferdchen
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2011, 13:34   #4
Zita
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Zita Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungstraining/Qualifizierung bei Pflege

Zitat von gurkenaugust Beitrag anzeigen
Es geht das Jobcenter überhaupt nichts an, ob dein Mann zu Hause oder in einem Pflegeheim gepflegt wird. Es wird doch heutzutage immer wieder betont, daß häusliche Pflege vor der Unterbringung in einem Pflegeheim geht und Angehörige so wichtig seien. Das Jobcenter kann dir da nichts vorschreiben, zumal ein Pflegeheim auch Geld kostet, und das nicht zu wenig.

Das es dem Jobcenter eigentlich nichts angehen kann, ist mir klar. Nur wird im selben Moment gesagt, dass ich verpflichtet bin zu arbeiten. Daher muss ich in eine Bewerbungsmaßnahme.

Du bist auch nicht verpflichtet, dich nach einer fremden Betreuungskraft umzusehen. Auch diese kostet schließlich Geld. Wenn im Familienkreis niemand abkömmlich ist, mußt du das halt machen.

Ich würde dies an deiner Stelle gegenüber dem Jobcenter so darlegen und auch darauf hinweisen, daß bei dem Zustand deines Mannes die Pflege und Betreuung möglichst durch ihm vertraute Personen geleistet werden sollte (ich nehme doch an, daß das so richtig ist). Es wäre hilfreich, wenn der behandelnde Arzt dir das so bestätigen könnte.

Ja, das stimmt. Habe durch das Gutachten des med. Dienstes diese Bestätigung.

Argumente, die in Richtung "Sinn der Maßnahme und Verschwendung von Steuergeldern" gehen, sind eher sinnlos. Das ist ohnehin jedem bekannt, der es wissen will.

Laß dich also nicht beschwatzen, auch im Interesse deines Mannes. Dir sind Maßnahmen wegen der dann nicht mehr gewährleisteten ständigen Betreuung deines Mannes nicht zumutbar, und damit Schluß.

Was heißt übrigens "Pflegeversicherung 0+1"?
Seit etwa 2 Jahren gibt es die Pflegestufe 0 (nicht Versicherung) für Demenzkranke. Sie beinhaltet die Betreuung. Mit diesem Geld (2 Stufe -1. 100 Euro 2. 200 Euro monatlich) kann eine Betreuung durch Fachkraft übernommen werden. Nur diese kann diesen Betrag abgreifen.
Mein Mann geht jeden Mittwoch in eine Tagesbetreuung in der Nähe und wird von 10 -16 Uhr gefördert und betreut. Kosten 210 Euro.

Pflegestufe 1 wird durch den med. Dienst festgelegt und beinhaltet Pflege und Versorgung. Stufe 1 mit 225 Euro monatlich an den Kranken, der über dieses Geld im Umfeld kleine Hilfereichungen erhalten kann.

Dieses Geld ist nicht anzurechnen bei Aufstockung oder Hartz4.

Danke für deine Antworten.
Gruß
Zita
Zita ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2011, 13:39   #5
Zita
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Zita Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungstraining/Qualifizierung bei Pflege

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
Hallo Zita, lass dich nicht vom Job Center unter Druck setzen!!!

Nicht so einfach, bei meinem Nervenkostüm. Aber es wird nächstes Mal bestimmt nicht passieren. Bereite mich auf diese Äußerungen besser vor. War vor einem halben Jahr einfach zu überrascht, da ich es absolut für unmenschlich halte, Äußerungen dieser Art zu tätigen. Habe nicht damit gerechnet, dass das Jobcenter so weit unter jedem Niveau agiert.

Hier für dich einige §§ und Tipps!


Az. S55 AS 24521/10 ER

Wer seine Eltern pflegt, muss nicht Vollzeit arbeiten!
Hier die Urteilsbegründung!


Pflege der Mutter

S 55 AS 24521/10 ER · SG B · Beschluss vom 01.09.2010 · rechtskräftig

§ 10 Abs. 1 Nr. 4 SGB II

52 - Eine Arbeit ist unzumutbar, wenn die „Ausübung“ der Arbeit, also ihre konkreter Vollzug einschl der zeitlichen Inanspruchnahme, mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann. „Pflege“ meint jede Art der auf Grund körperlicher, seelischer oder geistiger Krankheit oder Behinderung erforderlich werdenden Hilfe bei der Alltagsgestaltung, die sich auf Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung (vgl insoweit § 14 Abs 1 u 4 SGB XI) sowie die kommunikativ-emotionale Zuwendung bezieht. Der Begriff des Angehörigen, den das Gesetz nicht weiter definiert, ist weit zu verstehen; er darf nicht biologistisch verengt ausgelegt werden. Angehörige sind nach den Wertungen des SGB II zumindest all solche Personen, die einer Bedarfs- (§ 7 Abs 3 SGB II) oder einer Haushaltsgemeinschaft (§ 9 Abs 5 SGB II) zugehören können (Gagel/Hämlein SGB II § 10 Rn 28). Als weiterer Anhaltspunkt kommt § 16 Abs 5 SGB X in Betracht (Brühl LPK-SGB II 2. Aufl (2007) § 10 Rn 27). Es geht um eine qualifizierte Nähebeziehung, die jedenfalls Verwandtschaft und Schwägerschaft, aber zB auch Pflege- und Stiefkinderbeziehungen umfasst. Soweit die idS zu verstehende

53 - „Pflege“ muss nicht zwingend unter Inanspruchnahme der Leistungen der sozialen Pflegeversicherung erbracht werden (Hauck/Noftz/Voelzke/Valgolio SGB II § 10 Rn 20), insbes muss der erwerbsfähige Hilfebedürftige, der den Angehörigen pflegt, keine förmliche Pflegeperson iSd § 19 S 1 SGB XI sein oder gar Leistungen zur sozialen Sicherung nach § 44 SGB XI erhalten. Pflege „eines“ Angehörigen meint Pflege „von“ Angehörigen, denn es ist nicht selten, dass eine Person mehrere Personen pflegt, etwa beide (Schwieger-)Elternteile; wenn bereits die Pflege eines Angehörigen zur Unzumutbarkeit führt, dann erst recht die Pflege mehrerer Angehöriger. Die „Pflege“, also das Gesamt der konkret erbrachten Pflegeleistungen, darf mit der konkreten Arbeit nicht vereinbar sein, dh, die Pflege muss, wenn die Arbeit aufgenommen wird, nicht mehr wie bisher realisiert werden können.

Quelle: Kapp in Beck'scher Online-Kommentar
Hrsg: Rolfs/ Giesen/ Kreikebohm/ Udsching
§ 10 SGB II Rz. 52, 53


Ich hoffe du hast kein Eingliedungsvereinbarung unterschrieben!
Hierfür auch gleich noch ein sehr wichtiger Link!

Nein, natürlich nicht. War ja das Problem der Sachbearbeiterin, dass ich es nicht unterschreiben wollte! Habe den Termin bei dem Gesundheitsamt gefordert. Ausgang: 6 Monate arbeitsunfähig und dies bis Mitte April

http://www.elo-forum.org/eingliederu...en-sollte.html

Und ein Bewerbungstrainig kommt wohl in dieser Situation kaum in Frage,
lass dich da nicht vom SB unter Druck setzen!!!!!!

Ich wünsche dir von Herzen die Kraft für dich und deinem Mann!

Es ist schon eine Frechheit vom SB zu sagen, das du deinen Mann
in das Pflegeheim bringen sollst,das steht dem SB in keiner Weise zu!

Es gibt Bildung und Herzensbildung, beides wohl nicht gelernt!

Mal ehrlich, Hartz 4/Jobcenter und Argen haben rein gar nichts mit Herzensbildung zu tun. Habe ich jedenfalls noch nicht erleben dürfen.

Wenn du noch Fragen hast schreiben!

Gruss Seepferdchen
Danke dir, besonders für das Urteil. Werde ich benutzen. Auf in den Kampf!
Zita ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2011, 14:12   #6
Seepferdchen
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Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungstraining/Qualifizierung bei Pflege

Dein Recht ist auf deiner Seite! Tja, mit der Herzenbildung heisst für mich
auch der Umgang mit dem Menschen, egal in welcher Angelegenheit oder
besser gesagt es hat auch mit Achtung der Person zu tun!

Naja, doppelt Daumendrücken für Dich und schreib mal wieder!

Gruss Seepferdchen
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Seepferdchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2011, 14:28   #7
gurkenaugust
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Standard AW: Bewerbungstraining/Qualifizierung bei Pflege

@Zita

Die Arbeitsverpflichtung stellt das Jobcenter etwas einseitig dar. Du mußt arbeiten, soweit es dir zumutbar ist. Dieser kleine Nachsatz ist entscheidend.

Eine Unzumutbarkeit liegt insbesondere vor, wenn dann die Pflege eines Angehörigen nicht mehr gesichert wäre, also nicht auf andere Weise erbracht werden kann. Gründe dafür können finanzieller Art sein, die Nichtverfügbarkeit anderer Angehöriger, aber auch die Notwendigkeit einer festen "Bezugsperson". Dieses soll das Jobcenter zwar mit dir erörtern, kann auch Nachweise verlangen, aber es darf nicht in eine ständige "Nerverei" ausarten.

Gerade bei Demenzerkrankungen kann man das auch nicht unbedingt an der Pflegestufe festmachen, da hier oftmals fast ständige Aufsicht und Betreuung erforderlich ist, die jedoch nicht in die Pflegezeit selbst eingeht. Das ist auch anerkannt.

Schau bitte mal in die Dienstanweisung zu § 10 SGB II, wo die Zumutbarkeit genauer geregelt ist: http://www.arbeitsagentur.de/zentral...mutbarkeit.pdf Insbesondere Abschnitt 2.4 ist für dich interessant.

Jetzt ist auch klar, was du mit "Pflegestufe 0+1" meinst.

Wenn die Nerverei kein Ende nimmt, eventuell mal an eine schriftliche Beschwerde bei übergeordneter Stelle nachdenken.

Viel Erfolg!
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Alt 25.03.2011, 14:52   #8
Kerstin_K
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Standard AW: Bewerbungstraining/Qualifizierung bei Pflege

Zitat:
Nachfragen nach der Lebenserwartung meines Mannes konnte ich mit 6-8 Jahren beantworten.


Sag mal, hgaben die echt danach gefragt?
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 25.03.2011, 17:12   #9
Zita
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Standard AW: Bewerbungstraining/Qualifizierung bei Pflege

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen


Sag mal, hgaben die echt danach gefragt?

Ja, haben sie tatsächlich und dies obwohl ich in Begleitung war. Vielleicht kannst du dir vorstellen, dass es mich vor dem nächsten Termin grault.

Alleine die Vorstellung das Aussagen der Sachbearbeiterin die Möglichkeit offen lässt, dass wir unter ständiger "Beobachtung" sind, weil wir anscheinend sehr interessant für unser Mitbürger im Ort sind, finde ich unverschämt und menschenverachtend. Ich werde mir ei dem nächsten Gespräch alles schriftlich bestätigen lassen und mir überlegen, was die Öffentlichkeit erfahren sollte. Ein ewiges Trauerspiel!
Zita ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2011, 17:27   #10
Seepferdchen
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Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungstraining/Qualifizierung bei Pflege

Ja Zita, das ist ein Fall für die Medien!

Wenn du die Nerven und Kraft noch dazu hast, aber das mußt du für dich entscheiden!

Alles liebe Gruss Seepferdchen
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist offline   Mit Zitat antworten
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